|
|
Kommunales:
Dokumentationen:
Satiren:
Wissenswertes:
Persönliches:
|
Wasserhäuschen oder Trinkhallen sind beliebte Orte der Kommunikation. Hier gibt es Stammgäste und normale Kunden, die sich bei einem Bier und/oder einem Schnaps über allerlei aktuelle Themen unterhalten. Es sind zwar nicht die fundamentiertesten Argumente, die hier ausgetauscht werden, aber sie kommen oft der Wahrheit sehr nahe, die allerdings in Wirklichkeit kein normaler Bürger definitiv kennt. Trotzdem lohnt es sich manchmal, hinzuhören, was so die politische Überzeugungen prägt. Schließlich gehen gerade die dort anzutreffenden Zeitgenossen zu einem sehr hohen Prozentsatz wählen, wenn sie nicht sogar Parteimitglieder sind, die gelegentlich mit ihrem Wissen prahlen können.
Lassen sie sich nun in die Niederungen des "Wasserhäusi-Gebabbels" entführen und hören sie genau hin, denn überall steckt eine gute Portion Wahrheit drin.
Hintergrund: Für manchen Kommunalpolitiker ergeben sich immer neue Möglichkeiten der politischen Fortentwicklung. Der neue Zuschnitt der Wahlkreise bringt so manchen auf interessante Gedanken. Hier und da wird darüber spekuliert, was unser Bürgermeister nach seiner Amtszeit machen wird. Jung genug ist er ja, um für seine Partei an ganz anderer Stelle eingesetzt werden zu können. Dazu muss man jedoch aus einer Funktion mit einer makellosen Bilanz kommen und sich gegenüber der Partei als linientreu empfehlen. Das Bestreben, Maintal aus der Verschuldung heraus zu führen, wird wohl kurzfristig nicht erfolgreich sein. Ein ausgeglichener Doppelhaushalt und der Gang unter den Rettungsschirm des Landes Hessen könnten jedoch geordnete Verhältnisse vortäuschen. Die Stadtverordneten können nun an der Karriere des Bürgermeisters arbeiten. Vielleicht fällt das eine oder andere Geschenk dabei ab. Wenn sie dabei Maintal in eine bessere Zukunft führen, wäre das sogar zu verzeihen.
Ich muss dich emal was fraache: Müsse all im Bundesdaach was könne? So wie unsern Sascha Raabe - maan ich...
Im Prinsieb ja, wie Radio Eriwan immer gesacht hot. - Des siehst´de ja am Tauber, der heut noch mit em Missfelder seine Hüftgelenke hausier'n geht. Mer muss sich nur an de richtiche Stelle fer erchentwas empfehle...!
Maanst´de, der neue Zuschnitt von de Wahlkreise dät sich auswerke?
No klar! - Wenn heut de Erhard uff die Idee käm, nach Berlin se gehe un immer so spur'n dät, wie er glaabt, dass es erwart't werd, dann könnt der noch ganz groß eraus komme, wie damals de Jung.
De Jung is awwer jezz e ganz schlecht Beischbiel! Den hun se doch beim erste Fehler schon abgesäächt...!
Guuut - der hot zwar net sein eichene Arsch gerett't, awwer den vom Roland Koch. Es ging doch damals ums gut versorcht sei und net ums Könne'!
Hintergrund: In den meisten Maintaler Parteien traut einer dem anderen nicht über den Weg. Wenn - wie bei den Grünen geschehen - Fraktionsmitglieder eigene Gespräche mit Personen der Stadtverwaltung oder anderen Fraktionen führen, schlägt das Misstrauen erbarmungslos zu und die Hüter der Fraktionsdisziplin (die vom Gesetz her eigentlich gar nicht geben darf) geraten außer sich. Wer aus der Reihe tanzt, wird ausgegrenzt. Drei mündige Stadtverordnete kündigten daraufhin ihrer Fraktion die Zusammenarbeit auf und machten sich mit ihren Stimmen selbständig. Das könnte ein Signal für alle Stadtverordneten sein, denen der Fraktionskittel zu eng ist. Endlich so agieren, wie es der persönlichen Überzeugung entspricht! Vermutlich gehen sie aber mehrheitlich weiterhin den alten Weg der parteilichen Gängelung und unterstützen die Machtspielchen ihrer Strategen. So kommen nicht nur Parteien zunehmend in Verruf, es werden sich auch immer weniger Kandidaten finden, die sich mit dem fragwürdigen Image ihres politischen Standes beschädigen wollen. Die Aufrechten in den Parteien ficht das jedoch nicht an.
Traut bei euch aach kaaner em annere üwwern Weech - wie bei de Griene ?
Wo denkst'de dann hii !? - Seitdem mir aan aanziche Ortsverein sin, sin mir sowas von harmonisch un von erem Teeemschbirit besoffe, dass mer all gemeinsam in aa Richtung marschiern, aach wenn sich die Richtung immer widder ännert un es End von de Schlang in de Baddei noch gar net sieht, wo's hiigeht...
Des nenn ich Vertraue ! - Wie bei uns... ! Trotzdem kann ich gut nachvollziehe, was bei de Grieene grad abgeht...
Mal unner uns gesaat: Verlosse - kann mer sich uff die ja aach net ! Wenn se hawwe, was se wolle, dann mache se de Abfluuch. Von vorne schee ins Gesicht un hinnerm Rücke schon es Messer wetze...!
Horch: Wenn mer mit dene vorher ausbaldowert, wie's leeft, dann kann mer sich uff se verlasse ! Siehe Stadtratswahl ! Waaßt'de, des is dene ihr Markezeiche un des wolle se partuu net verlier'n...
Hintergrund: Die Haushaltsplanungen setzen auf Mehreinnahmen, nachdem es mit dem Sparen nicht so recht klappen will. Eine der kommunalen Einnahmemöglichkeiten ist die Hundesteuer. Komisch! Es gibt weitaus mehr Katzenhalter als Hundebesitzer! Wieso führt man nicht eine moderate Katzensteuer ein? Die Menge der Katzen sorgt mindestens für die gleichen Belastungen wie die Hunde. Nun werden viele Hundebesitzer, die kein so inniges Verhältnis zu ihrem Vierbeiner pflegen, ihre Tiere womöglich aussetzen oder in ein Tierheim bringen, weil die Kosten ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigen. Das Futter und die ärztliche Versorgung der Tiere belasten manche Haushaltskasse bereits immens. Da kann diese exorbitante Hundesteuererhöhung der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. So mancher therapeutische Effekt bei kranken und einsamen Menschen wurde außer acht gelassen. Ausbaden müssen es aber im Grund genommen die Tiere.
No ! - is des dein Hund odder der vom Nachber, weil de heut mit zwaa Hunde unnerweechs bist ?
Um Gottes Wille ! - Zwaa Hunde, des kann sich in Maintal doch kaaner mii leiste !
Ich kenn jemand mit drei Hunde, der dadefer jezz 240 Euro hiiblättert unn jezz ganz schee se Knabbern hot...
Gell, du hast die BILD-Zeitung gelese !? - Dene hot de Erhard ja aach gesacht, dass mer fer Steuern ewe kaa Geecheleistunge se erwarte hot. Wie hot dann der des gemaant ?
Ich dät's emol so interpretier'n: E höher Hundesteuer bedeut't net automatisch, dass noch mehr Kackdutteboxe mit kostenlose Kackdutte uffgestellt wer'n.
Gut, dass de des sechst ! - Ich hab schunn gedoocht, der maant, dass mer uns droo gewöhne solle, dass mer in Zukunft fer immer wenicher ohne se meckern immer mehr bezahle solle...!?
Hintergrund: Maintals Grüne wuchsen während der Kommunalwahl huckepack auf dem Bundestrend und den Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Fokushima auf die doppelte Fraktionsstärke an. Sie konnten damit den Trend umkehren, den sie ihrer Maintaler Machtpolitik zuletzt verdankten. Genau diese Politik wollen die Grünen jetzt aber fortführen. Das wiederum war für (leider nur) drei Fraktionsmitglieder absolut nicht denkbar, denn sie stehen für eine Erneuerung und den Schwerpunkt "grüne Politik". Sie verließen die Fraktion, nahmen ihre Mandate mit und gründeten eine eigene Fraktion. Die alte Fraktion möchte nun die Mandate wiederhaben und spielt mit dem Gedanken die drei Personen aus der Partei auszuschließen. Mit dieser Lachnummer krönten sie erfolglos ihre bisherige schwache Führungsleistung.
Kannst Du verstieh, warim die Griene ihr Mandate widderhawwe wolle ? De Käs is doch längst ´gesse ! - Da schbiele drei Plätz ruff odder runner doch kaa Roll ! Euer Vortoner un unser Vortorner hocke doch schon sesamme !
Die Griene komme dene neue Grieene mi´m Ooostand un mim Gewisse... Se maane - dene ihr Schdimme hätte de Baddei gegolte und net dene selwer...
Wenn des so wär, dann bestenfalls fer die griii Bolledick, awwer net fer des, was se sich in Maintal geleist´t hawwe ! Die grii Bolledick wolle die Neue jezz selweer vertrete...
Die aale Griene hätte sich besser um des kümmern misse, was de Arendt immer gemacht hot, bluuß um Macht ausseüwe. Dann dät´s jezz aach besser klappe mit de Fraktzionsführung...
Was fer e Führung ? - Ohne Telefon is die Monika doch uffgeschmisse !
Wer waaß !? - V´leicht wart´t de Peter ja sehnsüchtich uff jeden Anruf !?
Hintergrund: In den städtischen Kindergärten ist es verboten, Dinge zu basteln, Gedichte aufzusagen und Lieder zu singen, die einen religiösen Hintergrund haben. Man will damit verhindern, dass die Religionen in die Kindergärten hineingetragen werden. Das Gleichbehandlungsgesetz würde es den anderen Konfessionen ermöglichen, dass auch ihre mit dem Glauben einher gehenden Dinge in den Kindergärten Einzug hielten. Die Maintaler Lösung des Problems ist das generelle Verbot. Damit gehen Traditionen und kulturelle Güter verloren. Ob das zur Harmonie der Kulturen beiträgt, wage ich zu bezweifeln.
Warum hot dann dei Enkelche so geflennt beim Abraame vom Christbaum ? Des wor ja sem Gotterbarme ! - Beim Martins-Umzuuch hot se aach so geflennt...
Die Klaa verstieht des noch net mit de konfessionsneutral Erziehung, die wo so wichtich is fer des friedliche Miteinanner von de Kultur´n. Die hot geglaabt, se könnt im Kinnergarte Sterncher un Lampions bastele...
Unn - hast´de erer des genau ausenannerdividiert, was Sache is ?
Naa - mei Fraa hot sich eneigehängt und gemaant, mir wär´n all net klar im Kopp, was mir fer en Unsinn vorschreiwe däte...
Des is awwer aach e Ding, dass Kinner sich kaane Gedichtcher und Liedcher, kaane Zeichnunge und kaane Bastelsache in städtische Kinnergärte widme derfe, wenn se in erem Sesammehang mit erem Glauwe stieh !
Dadefer hawwe´se ja jezz Halloween ! - Des is fer all neutral... Mir gehe doch net her un gehe her un bastele sem Ausgleich Halbmonde... Dann lass se liewer gruseliche Kürbis schnitze...!
Hintergrund: Maintals Grüne wuchsen bei der letzten Wahl infolge äußerer Einflüsse von vier auf acht Stadtverordnete an. Gleichzeitig verloren sie ihren langjährigen Fraktionsvorsitzenden Peter Arendt. Bar jeder kompetenten Führungsperson bediente man sich des Alten Chefs als Fraktionsflüsterer und leistete sich den Vauxpas, die bisherige Politik, wegen der die Grünen gewaltig an Achtung verloren, ohne Erneuerung weiterführen zu wollen. Drei Stadtverordnete stiegen nun aus und bildeten eine eigene Fraktion. Dadurch verlor Bündnis 90/Die Grünen 3 Ausschusssitze und den Vorsitz des Sozialausschusses und ist nun nur noch viertstärkste Fraktion. Maintal verfügt nun über eine Besonderheit: Zwei Fraktionen der Grünen in einem einzigen Parlament. Nun beginnt ein regelrechter Verdrängungswettbewerb. Auf der Strecke werden die Sachprobleme bleiben, die möglicherweise von SPD und CDU gemeinsam angegangen werden - ohne das Gezänk rundherum.
Saach´emol, hast´de dann des von de Griene geheert ? Die due sich spalte - fast in de Mitt´...
Ich glaab, die sin von selwer ausenannergefalle...
Die Abtrünniche nemme awwer ihr Mandat mit un gründe e neu Faktzion. Se wolle werklich griii Bolledick mache !
Wie jezz ?! - Was mache dann da die annern fer e Bolledick ?
Machtbolledick mit dene, mit dene grad Mehrheite se mache sin... Halt - wie ses immer gemacht hunn !
Mer könnt maane, de Arendt dät immer noch die Fädden ziehe !
Un wenn schon... - selbst wenn ich´s wüsst, dät ich dir´s net saache ! Awwer - wemmer weg is, is mer nie so ganz fort...
Hintergrund: Neben weittragenden Sparmaßnahmen wurde auch die Weihnachtsbeleuchtung in den Ortsteilen gestrichen, worauf sich Sponsoren für das Aufhängen und das Abhängen der Beleuchtungen fanden. In Hochstadt wurde die Beleuchtung sofort nach dem Weihnachtsmarkt wieder entfernt. Grund können nur die Stromkosten sein. Hier haben die Sponsoren nicht mit der Stadt Maintal gerechnet. Einmal mehr zeigten die Verantwortlichen der Stadt wenig Gespür für das, was der überwiegende Teil der Bevölkerung für richtig hält. Vielleicht fällt die Weihnachtsbeleuchtung aber auch unter die praktizierte konfessionsfreie Betätigung städtischer Einrichtungen, in denen jetzt sogar das Basteln von Weihnachtssternen und Osterschmuck in Kindertagesstätten untersagt ist, weil es als konfessionsbezogen eingestuft ist. Wer weiß, vor welchen Zusatzbeleuchtung zu Anlässen anderer Konfessionen man Angst hat. Schlechte Zeiten für Christen!
Ich wusst´ gar net, dass e Weihnachtsbeuchtung e Iiivent-Beleuchtung is... !? In Huschdet hawwe se se direkt nooch em Weihnachtsmarkt widder abgehängt !
Ich glaab, des hot technische Gründe gehabt odder so... !? - E Sensorproblem... !? Wenn nämlich die Weihnachtsbeleuchtung oo is, gieh´n die Strooßelampe aus...
Im Lewe net ! - Des muss en annere Grund gehabt hunn... ! Die Strooßelampe brenne ja oft aach taachsüwwer, wenn se kaaner braucht.
Üwwerleech doch emoo, was des fer en Strom kost´t, so en Haufe Lampe... ! Da kannst´de en haufe Geld spar´n, wenn se net brenne ! Es gibt Ortschafte, da wer´n ab Mitternacht alle Strooßelampe abgeschalt´... Wer net rechtzeitich dehaam is, muss mit erer Taschelamp haamlaafe !
Was sin des nur fer Zeite, wo mer sogor an Weihnachte bei de Freud spart !?
V´leicht hätt sich ja aach en Schbonser fer´n Strom gefunne, wenn er gewusst hätt, wo er die Getränke un die Worscht hätt hiibringe misse...
Hintergrund: In der Maintaler Kommunalpolitik bewegen sich auf einmal SPD und CDU aufeinander zu. "Geweckt" vom massiven Einsparprogramm des Bürgermeisters müssen satte Mehrheiten für einschneidende Maßnahmen geschaffen werden. Nachdem Peter Arendt, Angelika Feuerbach und Dr. Dieter Fritz als Fraktionsvorsitzende ausschieden und Karl-Heinz Kaiser Stadtverordnetenvorsteher ist, haben in den Fraktionen andere Personen das Sagen. Eine "Erneuerung" wäre eigentlich die Konsequenz gewesen. Vielleicht wäre das ohne die Reaktorkatastrophe in Fokushima ja auch gelungen. So aber verpasste die SPD wegen des unnatürlichen Stimmenzuwachses der Grünen ihr Wahlziel. Inmitten der katastrophalen finanziellen Situation, in der sich Maintal befindet, bekennt der von seinen alten Mitstreitern allein gelassene Bürgermeister nun massiv, was Sache ist und beschwört recht unausgewogene und strategisch falsche Maßnahmen als Allheilmittel. Letztendlich auch wegen des Drucks der Bevölkerung bewegt sich die SPD auf die CDU zu, um gemeinsam die Lösung der Probleme anzugehen. Damit werden Grüne, WAM und FDP an den Rand gedrängt. Mit deren Stimmen können sie teilweise rechnen, wenn sie reine Sachpolitik betreiben, die jetzt unbedingt nötig ist. Macht wird jedoch die weitaus wirksamere Droge sein, denen CDU und SPD erliegen werden.
Du, horch emol, hot en "Weckruf" was mit "Weckworte" se due ? Dadrüwwer hab ich nämlich was bei de Demenzwoch´ geheert...
Da lichst´de ganz falsch ! - En Weckruf is sem Wecke fer Leut´, die wo bloß schlafe, Weckworte erinnern awwer Demente an was, was se wusste, awwer vergesse hawwe...
Dann hot de Erhard sich ja mit seiner Grundsteuererhöhung selbst geweckt ! Ob des de Markus so gemaant hot !? - Odder v´leicht, dass mir jezz all wach sin...
Dodemit hot er awwer aach de Feuerbach noch aan eneigedreht, die dann ja aach jahrelange geschloofe hawwe muss...
Mir all hawwe geschloofe, mache mer uns emol nix vor ! Die Scheiß-Baddeibolledick mit de knappe Mehrheite hot de Deiwel gesieh´!
Unser Weckwort fer die Zukunft muss haaße: "Sachbolledick", dademit kannst´de anscheins sogor Demente im Pallament wecke !
Dann wor em Markus sein Ausdruck "Weckruf" doch net ganz falsch !
Hintergrund: Bürgernähe und Bürgerbeteiligung wird beim Maintaler Magistrat groß geschrieben. Deshalb richtete man ein Maintal-Forum ein, in dem die Bürger aktuell diskutieren können. Hier erlebt man jedoch den feinen Unterschied zwischen Zivilisation und Kultur. Eine Badewanne besitzen, ist Zivilisation - eine Badewanne benutzen ist dagegen Kultur. Nur wenige Personen des städtischen und politischen Umfelds haben die Courage, mit ihrem eigenen Namen zu diskutieren. Vielleicht ist es ihnen zu gefährlich, sich eindeutig zu positionieren!? Man könnte ja später beim Wort genommen werden. Vielleicht spielt auch die Angst mit, die Bürger könnten mehr erfahren, als sie wissen dürfen. Unter einem Nickname lassen sich jedoch Informationen und Meinungen unterbringen, ohne dass es persönlich gefährlich werden kann. Die wenigen Personen, die Farbe bekennen und mit offenem Visier diskutieren, sind für den eigentlichen Zweck des Forums nicht ausreichend, um einen Meinungsspiegel über wichtige politische Fragen zu erhalten. Außerdem bleiben viele Fragen von offizieller Seite unbeantwortet. Das eigene Instrument verstaubt! Schade!
Bist du aach im Maintal-Forum von de Stadt unnerweechs ? Mit was fer´em Nick-Name bist´de dann do oogemeld´t ? - Erzähl´ emol...
Den werd ich dir doch net verrate ! - Ich bin doch net bleed ! Do könnt ich do ja glei mit mei´m richtiche Nome mitmache...!
Dann wüsst´ mer, wer was üwweer was geschriwwe hot un mer wüsst aach, was mer devoo se halte hätt...
Von uns Kommunalbollidicker mache ja nur ganz weniche ganz offe mit, weil mer net alles offe schreiwe könne, was mer net wisse derfe...
Mer kann sich mit seine Meinunge awwer aach ganz schee blamier´n, wenn mer se in de Uffreechung von sich gibt !
Siehst´de - desweeche nemm ich en Nick-Name...
Unn - dademit kann mer sich dann nemmie blamier´n ? Maanst´de, "Erhardt Rohrbach" is aach en Nick-Name? Des müsst sich de Erhardt eichentlich net gefalle losse...!
Hintergrund: Maintal entschied sich dafür, das Parlaments-Fernsehen einzuführen. Damit sollen Bürger erreicht werden, denen der Weg ins Bürgerhaus Bischofsheim zu weit oder zu beschwerlich ist. Außerdem soll damit die Jugend für Politik interessiert werden. Leider war knapp die Hälfte der Stadtverordneten damit nicht einverstanden, weil sie meinen, für ihr Amt nicht professionell genug zu sein und dass die Bürger falsche Schlüsse ziehen könnten. Thomas Schäfer von der FDP befürchtete sogar, dass bestimmte Szenen Renner in YouTube werden könnten und Personalabteilungen großer Firmen auf ihre Mitarbeiter aufmerksam werden. Letzteres könnte doch positiv sein, wenn im Parlament nur gute Leistungen abgeliefert werden. Einige Stadtverordnete sind bereits aufgeregt, weil sie um ihre spezielle Selbstdarstellung fürchten. Da werden sich in Zukunft wohl einige Abgeordnete in einem verbesserten Outfit präsentieren.
Ich hab mer gestern en neue Oozuuch gekaaft fers Pallament...
Mach Sache ! - Der wor doch noch gut, dein aale Oozuuch ! Guck dich emol in de annern Fraktzione um, wie die erumlaafe...
Fer mich is des oofach e Fraache des Stils, wie ich erumlaaf. So, wie mer daherkimmt, so werd mer aach behannelt !
Komm - gebs zu ! - Es is weeche em Pallaments-Fernseh...! Du willst dadrin nur en gute Oidruck mache, wenn de schon nix redd´st...
E anner Frisur werd ich mer auch zuleeche ! So gut, wie de Erhard mit seiner Frisur, hab ichs ja net !
En Tipp: Lass der en Bart wachse un e Glatz schneide, setz e Sonnebrill uff un zieh en gestreifte Oozuuch oo. Da fällst´de uff un mer waaß trotzdem net, wer´ is...
An was mer in Zukunft alles denke muss ! - Scheiß Pallamentsfernseh !
Hintergrund: Der Anlass ist im Grund genommen egal. Ungewöhnlich war jedoch das Verhalten der Stadtverordneten Friedhelm Duch und Monika Vogel von den Grünen, die vor einer Abstimmung mit erwartet knappem Ausgang erklärten, sie könnten der Sache aus Respekt vor der Meinung so vieler Stadtverordneter, die in dieser Sache anderer Meinung seien, nicht zustimmen, obwohl sie die Sache befürworten. Danach enthielten sie sich der Stimme, während der Rest der Fraktion zustimmte und damit den Antrag durchbrachten. Das ist in der Tat ungewöhnlich. Immerhin gaben die Grünen in der Fraktion die Abstimmung frei, was in der CDU-Fraktion wohl gar nicht anzudenken ist. Hier wird generell die geschlossene harte Kante gezeigt. Von so wenig und zudem noch falsch gelebter Demokratie muss man sich aber nicht beeindrucken lassen. Außer der genannten Doppelspitze zeigte der Rest der Fraktion der Maintaler Grünen den Ansatz einer neuen politischen Kultur. Das lässt hoffen!
Saach emal, was hältst´de dann von dem schlaue Schbruch vom Duch ? Er könnt aus Reschbekt vor so viel Stadtverordnete mit annere Meinunge dere Sach net zustimme, obwohl er üwwerzeucht devoo wär...!
Des hot die Voochel doch aach gesacht ! V´leicht is des en intellekteelle Oosatz, den mir net verstieh...!?
Den hawwe noch net emol dene ihr eichene Fraktzionmitglieder begriffe ! Desteweeche hawwe se in de Fraktzion ja aach die Abstimmung freigewwe...
No ja, sem "sich de Schdimm enthalte" muss mer sich aach erst emol entschließe...
Soweit habt ihr von de CDU des noch garnet gepackt !
Was ? - Sich de Schdimm enthalte aus Reschbekt vor de annern ?
Naa ! - In de Fraktzion e Abstimmung frei zu gewwe, demit jeder sei´m Gewisse un seiner Üwwerzeuchung folche kann...
Hintergrund: Die Maintaler Haushaltsberatungen für den Doppelhaushalt 2012/2013 beginnen mit der Ankündigung, den Grundsteuerhebesatz von 395 auf 695 Prozentpunkte anzuheben. "Das ist wesentlich mehr als erwartet", wie nicht nur die Maintaler Kabarettisten sagen würden. Man hat so etwas allerdings erwartet, weil die Taktiken des Bürgermeistern stets so plump angelegt sind wie erwartet. Wenn die Hälfte der prozentualen Erhöhung wegdiskutiert wird, wie erwartet, dann hätte er immer noch mehr erreicht als erwartet. Unklar ist nur, was der Bürgermeister mit dem angestrebten Sozialabbau und der Höherbelastung der Maintaler Bürger erreichen will. Will er den Zuzug von Familien und die Vermarktung der Neubaugebiete erschweren oder gar verhindern? Will er Maintaler Bürger zum Wegzug ins Umland bewegen? Oder will er mit seiner überzogenen Forderung nur endlich mal wieder in der überregionalen Presse stehen? Nichts von alledem wird der Fall sein, denn es kommt - wie erwartet - bestimmt völlig anders als erwartet. Man kann es kaum erwarten...
Du - ich glaab, de Erhardt is jezz völlich üwwergeschnappt ! Die Grundsteuer uff baal 700 Prozentpunkte se erhöhe...! Des is ja wesentlich höher als erwartet !
Des betrifft doch nur die, die selbst in ihre eichene vier Wänd wohne un die Mieter ! Unseraans, der wo sei Geld in Wohnunge oogeleecht hot, kann die Grundsteuer doch an die Mieter weitergewwe, wie erwartet !
In Frankfort nemme se nur 460 Prozent ! - Unn in annern Städte noch wenicher ! Um Maintal wer´n se baal en größere Booche mache als erwartet...
Dadafer hawwe mer baal ein ausgelichene Haushalt, wenn nix widder dezwische kemmt - wie erwartet ...
Zeh Johr hot er uns in die Scheiße eneigeritte, bis er gemerkt hot, dass er haushaltstechnisch wenicher druff hot als alle erwartet...
Ich waaß net, was de willst !? - Se hunnen doch all widder gewählt - wie erwartet, odder se sin bei de Wahl dehaam gebliwwe, wie erwartet...
Wenn´s Pallament en noch uff 500 dricke kann, dann isses Ergebnis niedricher als erwartet, awwer immer noch mie als er's sich selbst zugetraut hot - wie erwartet...
Hintergrund: Das Kabarett Mikrokosmos nahmen in diesem Jahr wieder die Maintaler Kommunalpolitik und das Rathaus auf die Schippe. So ging man der Frage nach, was hinter den immer wieder ins Feld geführten "Erwartungen" steht, die argumentativ benutzt werden. Ein anderer Programmpunkt war eine Pressekonferenz, wie sie der Magistrat durchführt - wenn er sie durchführt. Vielfach wird nur das bekannt gegeben, was bereits umgesetzt ist und was man nicht noch länger unter Verschluss halten kann. Es ist kein Geheimnis, dass die großen Tageszeitungen auch deshalb kaum mehr über Maintal berichten. Die Kabarettisten gingen auf die Gründe der mäßigen Öffentlichkeitsarbeit ein und verbanden das mit einer Pressemitteilung, in der der Bürgermeister angeblich dazu aufruft, ihm endlich mal eine lösbare Aufgabe zu stellen, damit seine Bilanz etwas freundlicher aussähe. Die permanente Überforderung im Amt könne zu einem Burnout führen. Trotz des ernsten Sachverhalts bewegte dies an den Tagen, an denen der Bürgermeister nicht anwesend war, heftig die Lachmuskeln. Kabarett kann mehr sein, als eine lustige Veranstaltung!
Saach emol, warim mecht´en die Stadt jezz Pressekonferenze im Gemeindezentrum? Unn warum waaß ich dann des net, dass de Erhardt mit erem Börnaut se kämpfe hot ?
Horch emol: Wenn du zum lokale Kabarett giehst, musst´de wisse, dass des nur e satirisch Programm is ! Des derfste´de net ernst nemme, aach wenns wie werklich klingt...
Dann war des awwer e stark Stick, ebbes absehalte, was es garnet mie gibt...
No ja, em Maintaler Blättche daale se schonn noch met, was se loswer´n wolle. Ansonste dät ja aach kaa anner Zeitung mie komme...
Jezz verstieh´n ich aach, warim de Pressesprecher den vom Blättche gebetet hot, unbekannterweise seine Kolleeche von de FAZ, von de Rundschau, von de Neue Presse, em Hanuer Oozeicher un de Offebach Post Grüße ausserichte...
Horch ! - Wenn de net alles verstiehst, hast´de beim Kabarett nix se suche !
Hintergrund: Das Maintaler Parlament beschloss im vorigen Jahr, im Jahr 2011 zehn Prozent der Kosten des Haushalts querbeet einzusparen. Hierzu kam eine knappe Mehrheit von CDU, FDP und den Grünen zustande. Gleichzeitig wurde die Einrichtung eines Ausschusses beschlossen, der klären soll, wie dies zu bewerkstelligen sei. Damit rettete man sich über die Kommunalwahl. Bis zum heutigen Tag ist noch unklar, ob das Ziel überhaupt erreichbar ist und wie die Einsparung bzw. die Haushaltsverbesserung erzielt werden soll. Die damalige Mehrheit forderte jetzt die Opposition vehement auf, an der Lösung mitzuarbeiten. Dem widersprach nun der Vorsitzende der WAM, Jörg Schuschkow und er erklärte, dass man im Ausschuss nur als Zuhörer fungiere, weil man von Anfang an dagegen war und die Vorgehensweise grundsätzlich ablehne. Ob die SPD das genauso sieht, bleibt abzuwarten. Sollte diese Haltung Schule machen, so könnte man in Zukunft ohne Widerstand der sich ergebenden Opposition jeden Blödsinn beschließen, weil man noch nicht einmal erklären müsste, wie ein Beschluss umgesetzt werden soll. Die Demokratie und eine verantwortungsvolle Politik funktioniert irgendwie anders...
Was sechst´de dann dezu, was de Schuschkow heut in de Zeitung von sich gewwe hot? In meine Aache is des fer Mehrheite sowas wie en Dorchruch !
Was hot er dann dorchgebroche ? - Es is doch alles wie immer !?
Verstiehst´de dann des net !? Wenn in Zukunft Baddeie geeche was stimme, awwer en Ausschuss mitbeschließe, der ooschließend klär´n soll, was üwwerhaupt beschlosse wor´n is, dann hawwe se sich dademit abgefunne un bringe sich in dere Sach nimmie weiter oi...
Du maanst, dann kann die Mehrheit ja gleich en Dorschmarsch mache un mer könnte uns en Ausschuss odder e Awweitsgrupp spar´n ?
Genau ! - Die, die sofort degeeche war´n, wolle jezz doch nur noch wisse, wie die oofach emal so beschlosse Lösung von erem Problem genau aussieht...
Ach ! - Dann beschließt die knapp Mehrheit jetzt praktisch jeden Bleedsinn sofort, auch wemmer all mitenanner noch garnet wisse, wie´s genau funktioniern soll !?
Ei, wenn des die Oppositzion so schee mitmacht ! - Des is doch en Dorchbruch !
Hintergrund: Der Stadtverordnete Thomas Schäfer ermahnte die politischen Gegner, während der Haushaltsdebatten, nicht mehr das Totschlagargument "unsozial" zu verwenden, weil damit die Beratungen behindert würden. Nun üben sich womöglich einige Kommunalpolitiker darin, ihr Gewissen und ihr Verantwortungsgefühl gegenüber der Wählerschaft zu unterdrücken. Man kann nur hoffen, dass es ihnen nicht gelingt. Es ist sicher eine Frage der persönlichen Situation, ob man die Probleme der Mitmenschen ausblenden kann oder nicht. Vielleicht war Herr Schäfer ja noch nie in einer Situation, in der er auf soziales Denken angewiesen war. Die Mehrheit der Bürger schätzt einen begrenzten sozialen Rettungsschirm, wenn er den Fall abbremst, den permanent unsozial denkende Politiker auslösen. Ob es die Partei ist, die einen Charakter verderben kann oder eher persönliche Wesenszüge? Die Antwort überlasse ich meinen Lesern.
Derf eichentlich nur aaner von "unsozial" redde, wenn er sozial is, odder derf sich aach en Unsoziale üwwer sozial Denkende uffreeche ?
Des kemmt druff an, ob der Unsoziale aach unsozial denkt...
Wodroo merkt mer dann, wenn aaner unsozial denkt ?
Ei - wenn er sozial Denkende diskriminiert ! Wenn er zum Beischbiel kritisiert, dass aaner was unsoziales aach so bezeichent und gleichzeitich behaupt´t, dass des e unzulässisch Argument wär...
Ach komm... - auch wenn des werklich unsozial is ?
Es kemmt immer druff oo, ob mer des merkt, dass was unsozial is odder net...
Ach ! - Dann merkt der garnet, dass er net sozial denkt !?
Wo soll er dann des aach gelernt hawwe ? - Guck der´n doch blooß ooo !
Hintergrund: Bei der letzten Bürgerversammlung wurde auch über die Feste gesprochen, welche die Maintaler Vereine ausrichten. Wegen des schwindenden Interesses der Vereine schlug der Stadtverordnetenvorsteher Karl-Heinz Kaiser vor, in jedem Ortsteil nur noch ein zentrales Fest auszurichten. Dörnigheim hätte demnach die Option eines Festes auf den Mainwiesen, Bischofsheim das Straßenfest, Wachenbuchen das Altstadtfest und der Weihnachtsmarkt fände in Hochstadt statt. Wegen des ausgeprägten Stadtteildenkens der Maintaler Bürger würden sich die Aktivitäten noch stärker auf die Vereinsfeste und die Kerb in Wachenbuchen und Hochstadt verlagern, für die in Summe weniger Gebühren und Abgaben entfallen. Das spart im Rathaus Verwaltungsaufwand für Gebührenerhebungen und Straßensperrungen und entlastet den Bürgermeister, dessen Repräsentationspflichten sich verringern. Man kann also zusätzlich einsparen, nur weil man in der Vergangenheit die Teilnahme für kleine Vereine finanziell unattraktiv machte. Wenn das mal keine gelungene Strategie ist...!
Uff de Berjerversammlung hot euern Kallheinz vorgeschlaache, in jedem Ortsdaal nur noch e aanzich zentral Fest im Johr ausserichte, weil oogeblich die Beteilichung von de Vereine dodroo immer wenicher wird...
Ich hab´s geheert ! - Die Wertsleut wer´n sich freue ! Dann is Schluss mit ´em billiche Mittachesse jed´ Wochenend woannersterster...
Dann sin uff dene ihre Klo´s nur noch eichene Gäste un se brauche sich net mieh mit de Leut´ weechem Pinkele erumseärjern...
Es gibt ja aach genuch Vereinsfeste ohne Fass-Oostich, wo mer hiigehe kann... De Erhard muss ja im Sommer net jed´ Woch woannerst e Fass oosteche mi´m Ferdi...
No ja, fer e halb Berjermaaster-Planstell´ werd des noch net reiche, die mer oispar´n könnt. Da müsst mer noch einiche annern Sache abschaffe, die er so mecht. Ich glaab, do wer´n mer bei em ganz schee uff Granit beiße !
Awwer en gute Oosatz fer´s Oisparprogramm wär´s aalemal ! - Odder ?
Hintergrund: Nachdem die Kelterei HÖHL nach 30 Jahren das Sponsoring der Beleuchtung des Hochstädter Wahrzeichens einstellte, ließen die langjährigen Nutznießer kurzerhand die Beleuchtungsmittel aus den Scheinwerfern entfernen. Flugs bildete sich eine Initiative, die am Stammtisch über den Fortbestand beriet. Ihnen kam jedoch ein Hochstädter Mediziner zuvor, der die Kelterei Stier in Bischofsheim mit der weiteren Belieferung der Beleuchtungsdulder beauftragte. Inzwischen gesellte sich eine Dörnigheimer Wurst- und Fleischboutique hinzu, die mit einem großen Gutschein das gleiche Ziel verfolgt. Die Bevölkerung ist gespannt, wie sehr die Sache noch ausufert und einige Hochstädter denken bereits über ähnlich Beleuchtungsaktionen nach.
Du - Karl - hast´de net e Idee, was mer in Huschdet nachts noch beleuchte könnt ? Es müsst awwer in den Näh von meim Ooweese sei...
Wie kommst´de dann da druff? Es langt doch, wenn´s Owwertor un die Kirch beleucht´t is...
Hast´de dann net geheert, was mer do alles kriet, wemmer genuch uff de Putz kloppt ? Da kriest´de es ganze Johr Ebbelwei umsonst un Worscht- un Flaaschpakete...
Wart emal ab, was noch alles oogebote wird... Vielleicht kreit mer sogar baal Scheckett-Krone umsunst, wenn en oosässische Zahnarzt die Sach schbonsert, odder jeden Daach e Zeitung schbendiert, wo die neueste Neuichkeite drinsteh´...
Vielleicht kann ich ja privat es aale Rathaus oostrahle ! Bei dene Sponsor´n, die dann ookloppe, wär des e oiträächlich Geschäft...
Hör uff ! - Wemmer ausgesorcht hot, brauch mer net noch aan uff hilfsbedürftich se mache !
Hintergrund: Die Deutsche Telekom rüstet gerade Hochstadt-Ost mit schnellem DSL aus, weil sich der Bauträger Bouwfonds an den Kosten beteiligt. Davon profitieren neben dem ehemaligen HÖHL-Gelände auch des neue Baugebiet oberhalb der Kelterei, der Bücherweg und das Baugebiet, das sich früher oder später auf dem jetzigen Keltereigelände befindet. Tolle Sache! Für den Magistrat und die Stadtentwicklung jedoch nicht ganz einfach zu erklären, weil es sich um eine gewaltige Ungleichbehandlung handelt, die den Bürgern nur schwer zu vermitteln ist. Absolut unverständlich ist die Haltung der TELEKOM, die ihren Kundenstamm einfach gedanklich ausblendet und als gegeben annimmt. Auch deren Konkurrenz kann nichts besseres anbieten, weil sie von den Leitungen der TELEKOM abhängig ist. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter bringt also keine Verbesserung, wenn man mal von der SAT-Lösung absieht, die wiederum andere Risiken birgt. Maintal kann sich einfach nicht gegen Partner wie die TELEKOM oder die Bahn AG behaupten. Für eine Stadt mit fast 40.000 Einwohner ein sehr schwaches Bild!
Stell dir emal vor, du kämst zum Metzger, bei dem du schon immer keefst un der dät sein Schinke nur an neue Kunde verkaafe un fer die alte Kunde hätt er nur noch Gelbworscht und Lewwerworscht !
Geh fort ! - Sooo bleed is doch kaan Geschäftsmann ! Ohne zufriddene Kundestamm kannst´de doch heut oipacke !
Net, wenn de Metzger TELEKOM heeßt ! Die versorje jezz Hochstädter Neukunde mit schnellem DSL, weil sich de Bauträcher an de Koste beteilicht, unn die Altkunde müsse mim lahmarschische DSL auskomme.
Des heeßt, dass wenn sich aaner find´t, der de TELEKOM es Flaasch keeft, dass die dann aach de Altkunde Schinke verkaafe däte...!?
Klingt saubleed, awwer absolut nach TELEKOM ! Des is "Marketing" dadevoo verstieht uneraans nix !
Hintergrund: Der Apfelweinproduzent Kelterei Höhl spendierte äußerst werbeträchtig anlässlich seines 200-jährigen Jubiläums Scheinwerfer, die seitdem das Hochstädter Obertor und die Wehrkirche beleuchteten, damit zu sehen ist, wo der alte Hochstädter Apfelwein her kommt. Für den Landwirt Seibel, auf dessen Dach die Scheinwerfer montiert wurden, sprangen als Mietzins jährlich 20 Kästen des Traditionsgetränks heraus. Inzwischen hat die Tochter die Nachfolge angetreten und sich die Unannehmlichkeiten vergelten lassen, die durch die Lampen zu ertragen sind. Nach 30 Jahren stellte die Kelterei HÖHL nun die Lieferungen ein, weil 20 Kästen der wertvollen Getränke wohl zu stark an die Substanz gehen. Für die Stadtverordneten ein klares Zeichen, dass demnächst eine weitere Rettungsaktion anstehen könnte. Mit der großzügigen Umwandlung erschlichenen Firmengeländes in wertvolles Bauland spülten sie Millionen in die Kasse der damals maroden Kelterei, um angeblich Arbeitsplätze zu retten. Inzwischen scheint das Geld noch nicht einmal mehr für jährlich 20 Kisten Deputat zu reichen. Schlimme Zeiten! Dass jetzt der ehemalige Apfelwein-Zwergkonkurrent aus Bischofsheim im Auftrag eines Hochstädter Arztes für den symbolischen Mietzins einspringt, zieht einen vorläufigen Schlussstrich unter den Niedergang der HÖHL-Dynastie in Hochstadt. Wer hätte das je gedacht!?
Horch emol ! - Du kennst dich doch aus ! - Wie is dann des ? Kost´t des was, wenn die EVO fer die Stadt was an de Beleuchtunge verännert ?
Ei selbstverständlich ! - Die hannele doch uff Ufftraach ! Umsonst is nur de Tod !
Unn der kost´t es Lewe - secht mer... Bei de Beleuchtung vom Owwertor war´n se ganz fix, wahrscheins aach, um Strom zu spar´n. Des kam de Stadt ganz recht, dass die Johanna dadefer kaan Ebbelwoi mehr schbendiert.
Uff was willst´de dann jezz eraus ? - Die Sach is doch längst gereechelt ! Die Lampe derfe doch jezz weiter brenne - mim Ebbelwoi vom Stier...
Erschdens sin dorch die EVO Koste fers Glühlampereraus- un Neischrauwe entstanne, mit dene mer die Mareks e ganz Zeit lang mit Ebbelwoi hätt versorje könne...
...unn zweitens is des en ganz dicke Hund von de Johanna, wo die doch von uns so viel Geld bei ihrer Pleite nachgeschmisse kriet hot unn baal noch emol de Reibach mecht, wenn die Kelterei fort kimmt.
Wenn die in Huschdet endgültich es Licht aus mecht, wie ses am Owwertor wollt, dann werd hoffentlich kaaner sammele fer se... - bei mir is die unne dorch !
Hintergrund: Eine Projektgruppe des Stadtleitprozesses befasst sich mit der Gestaltung der fußgänger- und radfahrerfreundlichen Stadt, weil Maintals Straßen an vielen Stellen jahrzehntelang dilettantisch geplant und gestaltet wurden. Radfahrwege sind zu schmal oder zugeparkt, weswegen sie gemieden werden. Viele Radfahrer verhalten sich zudem regelwidrig, weswegen es zu permanenten Spannungen mit anderen Verkehrsteilnehmern kommt. Die Führer von Kraftfahrzeugen sind ständig dem § 1 StVO ausgesetzt und müssen auf Radfahrer und Fußgänger erhöht aufpassen, weil sie die Stärkeren sind. Nun begehrt die Gruppe der Unmotorisierten massiv auf und möchte eine Menge Sonderrechte erwirken, die einen Teil regelwidriger Verhaltensweisen legalisieren. Das geht zu Lasten der Kraftfahrer, die eigentlich gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer sind. Die Situation würde sich bereits erheblich verbessern, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer regelgerecht und umsichtig verhalten würden. Dann käme es weder zu Bevorteilungen noch zu Benachteiligungen. Am Dörnigheimer Braubachcenter wurde jetzt die Fahrbahn mit beiderseitigen Radfahrerspuren massiv eingeengt, wodurch es zu grotesken Situationen mit parkenden Autos und dem Busverkehr kommt, selbst, wenn keine Radfahrer in der Nähe sind. Aus meiner Sicht wurde hier zu kurz gedacht und die Verkehrssituation erheblich verschlimmbessert. Stadtleitbildprojekten scheint zunehmend Narrenfreiheit eingeräumt zu werden. Eine bedenkliche Entwicklung!
Du, saach emal, is des dei Fahrrad, des do am Zaun festgemacht is ? Am End geheerst´de aach noch zu dene, die geeche die Autofahrer sin un Maintal nur noch fer Fußgänger und Radfahrer ummodele wolle !?
Jezz lass se doch emol ! - Des is doch nur e Projekt, des fast ganix kost´t... Wemmer e bissi Geld hunn, male mer e handvoll Linie uff die Strooß unn stelle drei vier Verkehrsschilder uff un gut isses...
Ach so ! - Des is nur weeche de Berjerbeteilichung !? - Des is also garnet notwendisch !?
Wenns notwendisch wär, wär´s ja schon immer so, wie´s kaaner will. Naa - mer muss dene Weltverbesserer nur en Schbielplatz zum Austoowe gewwe, dann komme se aach net uff Gedanke, die irscht so richtich ins Geld gieh...
Unn - was sechst´de dann zu de neue Radfahrerspur´n vor´m Braubach-Zentner ?
Ferts, nix als Ferts - dumme Bosse, wenn de mich freechst ! Horch emol: Wemmer oofängt, se denke, muss mer aach fertich denke ! Wenn´s de Leut awwer net genuch egal wär, däte se sich v´leicht drüwwer uffreeche...
Hintergrund: Rot/Grün betreibt momentan die Abwahl des Chefs der Regionalverbands Rhein-Main Heiko Kasseckert und des Beigeordneten Matthias Drexelius (beide CDU), um einen Wechsel an der Spitze herbeizuführen. Im Maintaler Parlament wird darüber abgestimmt werden, ob Stadtrat Ralf Sachtleber (parteilos) den Wunsch der Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung im Regionalverband vertreten soll. Im Regionalverband geht es schlichtweg um die gerechte Wahrung der Interessen der Landkreise und der Kommunen. Völlig nebensächlich scheinen die Kosten des Verfahrens und die Ruhebezüge der politisch Verstoßenen zu sein.
Was habt Ihr dann geeche de Kasseckerts-Heiko ? Warim soll dann der jezz im Umlandverband uff omol abgewählt wer´n ? Der hot doch garnix gemacht !
Genau desweeche wolle mer´n ja aach weghawwe !
Ich glaab eher, weil de Kreisdaach jezz Rot-Grün is !? Da muss glei aach de schwarze Chef vom Umlandverband draa glaawe !?
Wenn de weeche dem Kasseckert noch lang mechst, dann gehe mer aach noch uff de Chef vom Regierungspräsidium los, weil der nur des mecht, was er gesacht kriet, was er mache soll...
Des is doch gut, wenn aaner mecht, was er mache soll. De neue Chef vom Umlandverband soll ja aach mache, was Ihr em sacht, was er mache soll !
Es kemmt halt immer druff oo, wer secht, was gemacht wer´n soll... Der muss weg - koste es was es wolle !
Hintergrund: Der Maintaler Haushalt ist in eine beträchtliche Schieflage geraten und die Einsparungen haben sich festgefahren. Nun soll die große Keule herausgeholt werden und der Bürgermeister will die Grundstuer B von 395 auf 600 Prozentpunkte erhöhen. Dafür soll die Gewerbesteuer unangetastet bleiben und die Straßenbeitrags- satzung wäre ebenfalls vom Tisch. Das trifft diejenigen, die ihre Immobilien selbst bewohnen und die Mieter. Vermieter sind mal wieder fein raus, denn sie können die Grundsteuer umlegen. Die Nebenkosten für Wohnungen steigen damit gewaltig und werden zusammen mit den Energiepreiserhöhungen zu Beträgen führen, die bei einigen Objekten fast die Höhe der Mieten erreichen. Maintal wird dadurch noch unattraktiver und das wird Auswirkungen haben. Wer bei der Kommunalwahl glaubte, richtig gewählt zu haben, muss feststellen, dass das Parlament der Situation genauso wenig gewachsen ist wie der Magistrat. Mit solch unüberlegten Kraftakten kann man zwar Haushalte schön rechnen, man präsentiert sich aber als leistungsfähiger Selbstbedienungsladen für den Kreis und das Land. Wem es gut geht, der musste schon immer mehr zahlen und bekam weniger Zuweisungen. Die Bürger werden als Melkkühe zur allgemeinen Bedienung freigegeben.
Du, horch emal: Ihr habt doch was an de Erbs ! Oofach die Grundsteuer um nochemal um üwwer 200 Prozent erhöhe se wolle !
Da kann mer emal sehe, wie du rechene kannst ! Die Erhöhunge beträcht nur ebbes mehr als 50 Prozent...
Von 395 Prozent... - des sin baal 200 Prozentpunkte !
Unn wenn schon ! - Dademit kriet de Erhard endlich en ausgeglichene Haushalt hie...
Bass emal uff: Wenn Maintal dann en ausgeglichene Haushalt hot, dann heeßt des doch, dass mer uns noch mehr Belastunge zumute kann. Dann erhöhe se die Kreisumlaach un die Schulzulaach un des Spiel fängt widder von vorne oo !
Du maanst, mer müsste uns als Gemaa finanziell so gut wie tot stelle !?
Nur so tot, dass mer kaa neue Ufflaache krie und so lebendisch, dass mer noch e paar Sperenzjer mache könne...
Hintergrund: Ende Juli 2011 startete der Lappan-Verlag über die KSP-Anwälte eine breit angelegte Schadensersatz-Eintreibungsaktion, weil im Internet in über 7000 Fällen Gedichte von Heinz Erhardt benutzt wurden, ohne dass der Verlag um eine Genehmigung ersucht wurde. Während der Aktion wurden zunächst ca. 400 Briefe mit vorwiegend drei bis vierstelligen Summen versandt, was bereits einen Sturm der Entrüstung auslöste. Die Blogger-Szene, auf die angeblich über 6000 Verstöße entfallen, sollen verschont werden, wie der Geschäftsführer der Verlagsgruppe Überreuter, Wien nun beteuert. Offensichtlich will man ein zweites Begräbnis des Künstlers vermeiden, das mit der Entfernung aller Zitate im Internet vollzogen würde. Am 7. August 2011 stahlt das Fernsehen die Aufzeichnung einer Sendung aus, mit der 100 Jahre Heinz Erhardt gewürdigt werden sollen. Viele Heinz-Erhardt-Fans werden aus gutem Grund die Sendung mit gemischten Gefühlen verfolgen oder gar abschalten. Das hat der große Künstler eigentlich nicht verdient! - Übrigens: Drei Wochen später zogen die KSP-Anwälte die Forderung auf Wunsch ihrer Mandantschaft wieder zurück. Das Eisen war ihnen zu heiß geworden.
Du, ich hab en ganz korze Zwaazeiler vom Heinz Erhardt gelese, der ging so: "Dem Mensch geht´s wie der Brille..."
Halt !!! - Stopp !!! - Net weiterbabbele ! Der Schbass kann dich üwwer 600 Euro koste !
Was soll dann der Bleedsinn ? - Ich kann doch e Gedichtche uffsaache ! Guck, ich hab mer´s extra uffgeschriwwe !
Des aach noch ! - Zeich emal her ! - Die zweit´ Zeile kann mer garnet richtich lese ! Wie heeßt des? "...man macht viel durch" ? So en Bleedsinn hat de Heinz Erhardt geschriwwe ? Egal, dadefer nemme se heut 400 Euro plus Anwaltsgebühr´n, wenn de den Bleedsinn komplett abschreibst. Wenn de dich dadrüwwer uffreechst und schreibst, was das fer en Gehirnfurz is, dann isses es laut Gesetz e Kleinzitat, des garnix kost´t...
Wer kemmt dann uff so en Quatsch ? - Des gibt´s ja im Leewe net !
Des waaß ich aach net, awwer ich hab´s beim Klee gelese...
Hintergrund: Es kommt selten vor, dass eine Person hintereinander zweimal auf dieser Seite vorkommt. Friedhelm Duch, der grüne Stadtverordnete hat es geschafft! Ohne Worte! Obwohl er praktisch während des gesamten Wettbewerbs eine Panne nach der anderen erlebte, schloss er den IRONMAN 2011 erfolgreich ab. Das verdient große Beachtung. Dass er nicht sehr weit vorne mitmischte, war nicht verwunderlich, denn der Jüngste ist er ja auch nicht mehr. Aber wissen wollte er es noch einmal. Nun werden sie alle im Parlament zu ihm aufblicken, da bin ich ganz sicher. Ich hoffe nur, dass er sich bis dahin wieder gut erholt.
Unn, jezz sechst´de nix mieh ! - De Griene hot beim Eirenmänn gefinnischt !
Wie ? - Der hot des tatsächlich geschafft ? - Mach Sache !?
Korz vor Schluss isser doch noch uff´m Römerberch uffgetaucht un schlaachkabutt ins Ziel gedorzelt...
Was mecht´er dann aach fer Sache !? In Huschdet drowwe wor er ja rechelrecht schonin de Höll, weil´em sei Rennrädche ulkische Bosse gemacht hot. Da hab ich eichentlich schon kaan Pifferling mieh uffen gewe... Hot der des doch noch geschafft !
Es is halt doch en Mordskerl, uff den mir im Pallament stolz sei könne !
Bass uff: Genau doo werd´er jezz in Zukunft finnische wolle - denk an mich ! De Frankfurter Eirenmänn issem ja sowieso zu teuer... - ohne Worte...
Hintergrund: Friedhelm Duch, der designierte Fraktionsvorsitzende der Maintaler Grünen (nach dem Ausscheiden von Monika Vogel in zwei Jahren) ist ein sportlicher Typ mit klaren Ambitionen. Das hebt ihn aus der Masse der Stadtverordneten heraus, die in der Mehrheit - sportlich gesehen - eher Durchschnitt sind. Friedhelm Duch, der sich inzwischen im sechsten Lebens-Jahrzehnt befindet und es offensichtlich noch einmal wissen will, übt einen sozialen Beruf aus, in dem er sein Wissen voll einbringen kann. Nachdem die Kinder flügge sind, startet er politisch und sportlich durch, um nun noch klarere Lebensakzente zu setzen. Das verdient Respekt! Sportlich dürften seine Aktivitäten der Selbstverwirklichung dienen. Politisch könnten sich bei diesen Eigenschaften tatsächlich Perspektiven ergeben, nachdem Peter Arendt Maintal verließ. Eloquent genug ist er. Jedenfalls ist er der erste Eisenmann unter den Stadtverordneten. Das hat er schon mal allen anderen voraus.
No! - wer secht´s dann!? - Die Griene hawwe ja en Eisemann!
Maanst´de den uffem Bild vom Samstaach mit dem schicke Duch um de Kopp?
En knallharte ausgebuffte Typ, mit dem mer in Zukunft rechne muss...
Beim IRONMAN? - Naa, bei de Griene!
Der soll ja en Verwandlungskünstler sei, hab ich geheert. Bis Verzich soll er noch mit schulterlange Locke rumgelaafe sei, war en ewiche Student un hat dehaam bei de Kinner de Haushalt geschmisse. Üwwer Nacht hatt´ er uff aamal en Glatzkopp, war bei de Stadt beschäfticht un mer hot´n nur noch im Fitnesspark OLYMPIA gesehe... ...jezz isser bei de Kreisverwaltung, im Pallament, Marathonläufer un en Eisemann!
So harte un wandlungsfähiche Männer könnte alle Baddeie gebrauche! Dorchtränierte Männer könne´s weit bringe, wenn se da hii komme, wo se hii wolle...
Erst emal gucke, wie er üwwerhaupt de IRONMAN üwwerlebt...
Hintergrund: Dr. Peter Tauber mimt gerade den brutalstmöglichen Aufklärer beim sechsstelligen Minus in der Parteikasse der Kreis-CDU. Tom Zeller hat engeblich nicht durchgeblickt, lässt Tauber durchblicken. Er kann das, weil er ja nichts mit dem Minus zu tun hat. Man fragt sich allerdings, wie die Kreis-CDU die Kasse ausgleichen wollte, denn das Geld wurde größtenteils in einen überzogenen Wahlkampf und eine aussichtslose Stichwahl gesteckt. Wer wäre denn vom Sieg der CDU im Kreis so begeistert gewesen, dass die Parteispenden wieder weitergesprudelt wären? Nun werden die Spenden in andere Kanäle fließen. Zurück bleibt entweder Misswirtschaft oder eine gigantische "Fehlinvestition". Zurück bleibt eine Kreis-CDU, die wohl zum Schuldenberater gehen muss, wenn sich kein Gönner findet, der für die Zukunft Punkte sammeln will. Schließlich sitzen die richtigen Unternehmer mit den richtigen Parteien in gleichen Booten. Irgendwie ist Politik eine schmutzige Sache...
Du - ich hab geheert, die CDU vom Main-Kinzich-Kreis is in Torbulenze ! Dere ihr Kreditwürdichkeit wär uff Ramsch erunnergestuft wor´n...
Redd doch net so laut! - Wenn des aans heert! Die Kreis-CDU soll im Wahlkampf üwwer ihr Verhältnisse gelebt hawwe... ...odder de Zeller hot oofach net durchgeblickt... !
Ich denk, ihr seid die Baddei mit de Wertschaftskompetenz !?
Genau des is ja de Grund! - Alles nur eine Fraache der Finanzierung...! Ich denk - jezz setze se uff en Schuldeerlass unn Geecheleistunge...
Unn du maanst jezz werklich, dass euer Gläubicher da mitmache, wo ihr im Kreis nix mieh se saache habt !?
Wenn ich von langfristiche Geecheleistunge redd, dann maan ich nadierlich Baddeispende sem Schuldeabtraache...
Ich denk, da fährt baal widder aaner von euch in die Schweiz. So habt´er euer Probleme doch immer gelöst...!
Hintergrund: In einem Zeitungsinterview bekannte sich Bürgermeister Rohrbach zum Ende der Fahnenstange beim Sparen und verkündete, dass er nun auf Einnahmenerhöhungen setzt. Zunächst soll die Grundsteuer und die Gewerbesteuer angehoben werden. Die Wiedereinführung der Straßenbeitragssatzung steht ebenfalls langfristig wieder auf dem Plan. So wird das Parlament erneut vor der unlösbaren Aufgabe der Haushaltskonsolidierung stehen und mit Bauchschmerzen Dinge genehmigen, die eigentlich für die Stadtentwicklung kontraproduktiv und haarsträubend sind. Unfassbar ist das übergroße Verständnis des Bürgermeisters für die finanzielle Situation des Kreises, dessen Mitglied im Kreistag er ist. Nun fragt man sich, für wen er wirklich agiert - den Kreis oder die Stadt Maintal. Das zeigt, wie gefährlich es ist, wenn Hauptamtliche auf mehreren Hochzeiten tanzen und obendrein noch in Gewissenkonflikte und Interessenkollisionen kommen.
Hast´des gelese ? - Es Kaputtspar´n is jezz nemmie gefraacht ! Jezz wer´n zur Abwechslung widder die Abgawe erhöht !
Erchentwie muss ja Geld in die klamm Kass´ komme, demit in Maintal weitergeworschtelt wer´n kann unn owwedrei de Kreis sei Schulde im Griff behält.
Die Grundsteuer un die Gewerwesteuer nimmt de Erhard jezz uffs Korn. Wer waaß, was noch alles teuerer wird !? Der hot noch lang net die Katz aus em Sack gelosse !
Wichtich is doch, dass jezz mit offene Karte geschbielt werd...
Die Oisicht kemmt awwer orch schbät ! Mer hätt spar´n müsse, wie noch was zum Spar´n da war unn es Tafelsilwer net so billich verscherwele solle...
Du hat gut redde ! - Die Probleme sinn knüppeldick un nix mie do sem verkaafe... Wie heeßt´s so schee: "Fer´s Gehabte gibt de Judd nix...!"
Hintergrund: Mit dem Prädikat "Kinder- und familienfreundliche Stadt" kann man im Umland eine gute Figur machen und für Neuansiedlungen werben. Man kann den Ruf aber auch ruinieren. Das geschieht gerade in Maintal. Jahrelang wurden die richtigen Maßnahmen hinsichtlich eines langfristigen Sparprogramms verschlafen. Jetzt soll mit einer Hauruck-Aktion über alle Kostenstellen 10% eingespart werden. Dass dieses Vorgehen der falsche Weg ist, ist längst erkannt und man rudert bereits zurück. Bei den Posten des Bereich Soziales juckt es bei einigen Kommunalpolitikern, die offensichtlich nicht zu den hellsten Köpfen zählen, gewaltig in den Fingern und sie richten enorme Sparschäden an. Anstelle beim Bund und beim Land und ihren eigenen Parteien höhere Mittel zu reklamieren, um das Gesetz zur Betreuung der Unterdreijährigen umsetzen zu können, lassen sie es an der kommunalen Kassenlage scheitern. Empörend ist, dass man die Bürger lange Zeit im Glauben ließ, die Betreuung sei gesichert. Das Gegenteil ist der Fall. Nun redet man sich mit Plätzen heraus, die in anderen Stadtteilen zur Verfügung stünden und ignoriert völlig die Vorortprobleme der Eltern. Die Alternative wäre eine Verlagerung von Kapazitäten und die Aufstockung des Personals wenigstes auf Sollstärke gewesen. Darauf kommen aber nur helle Köpfe.
Was fer en Hickhack um die Betreuungsplätz fer die Bälch unner Drei! Plätz sin ja genuch doo - nur net in Bischem net... Muss mer do glei so en Tamtam mache?!
Maanst´de net, de Erhard hot vor de Kommunalwahl mit falsche Karte geschbielt? Es gäb kaa Engpäss un schbarn könnt mer owweeidrei en Haufe Geld! Jezz sitzt die Karre em Dreck, Erzieherinne fehle hinne un vorne unn Geld is aach kaans defer doo...!
Dadefer bleibt de Erhard hart un bezählt de Erzieherinne nur Tarif! Die solle nemme, was se krie-e un net was se verdiene...! Wenns ene net basst, könne se jo woannerster oofange!
Dademit kann mer awwer des Problem net löse!?
Warim dann net? - Des is doch ganz oofach: Wo kaa Geld is, kammer kaa Kinnergärnerinne oischdelle oder besser bezahle, wemmer kaa Kinnergärtnerinne hot, kammer aach kaa Kinner betreue, wo mer kaa Kinner betreut, do ziehe Familie net hii odder widder weg, wemmer wenischer Familie hunn, brauche mer wenischer Kinnergarteplätz, wemmer noch wenicher Kinnergarteplätz hunn, schbarn mer en Haufe Geld - Wenn des emol kaa Konzept is! Es könnt grad von mir sei, wenn´s net vom Erhard wär...
Hintergrund: Die Maintaler SPD leidet darunter, dass sie als stärkste Fraktion nicht das Gewicht auf die Waage bringt, das sie sich zutraut. Es fehlt an Partnern für Mehrheiten. Kürzlich enthielt sich die SPD im entsprechenden Ausschuss der Stimme und votierte im Parlament gegen einen Antrag, zu dem ein parteiübergreifender Konsens erreicht worden war. Zumindest war die SPD im Ausschuss nicht dagegen. Die übrigen Parteien rügten das Verhalten der SPD, die sich wiederum darauf berief, dass sie sich im Ausschuss enthalten hatte. Also habe sie ihre Meinung nicht plötzlich geändert, sondern erst nach der Beratung mit der Fraktion entgültig vertreten. Das wirft die Frage auf, wie man sich eigentlich auf Ausschusssitzungen vorbereitet, wenn man die TOPs erst nachträglich in der Fraktion diskutiert. Die Folge ist dann ein Ansehensverlust der Partei und auch des Vorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden. Sehr oft sollte sich das nicht wiederholen.
Es Blättche hot geschriwwe, dass Ihr unzuverlässich seid... Losst Ihr des uff Euch sitze?
Uff uns kann mer sich verlasse! Wenn die Leut merke, dass mir im Ausschuss generell was anneres saache als wie mer ooschließend im Pallament drüwwer abstimme, dann könne die sich doch dadruff verlasse - odder?
Wenn Euern Vorsitzende un Fraktzionsvositzende aach im Ausschuss hockt, wo des verzappt werd, dann hat des de Ooschein, als dass er ooschließend von de eichene Baddei üwweerwschdimmt werd... Bei uns gäbs des niemals net!
Mir praktiziern halt e runderim lebendisch Demokratie, bei der viele Idee-e gebor´n wer´n, die drei Daach schbäter schon widder doot sin. Des is doch e Art von dünamischem Lernprozess...
Bei dem Oidruck, der wo do entstieht, bleib ich liewer dumm...
Hintergrund: In jedem Jahr das gleiche Spiel: Die Abweichungen zwischen Haushaltentwurf und Jahresendergebnis weichen exorbitant voneinander ab. Es werden saftige Defizite ausgewiesen, die sich meistens halbieren. Obwohl dem Landrat diese Praxis inzwischen bekannt ist, nimmt er den Haushaltsentwurf für bare Münze und ist gezwungen, die bekannten Maßnahmen (Katalog der Landesregierung), die auch unserem Bürgermeister bekannt sind, vorzuschreiben. Handelt es sich um höchst unpopuläre Maßnahmen wie die der Straßenbeitragssatzung, so kann man seine Hände so herrlich in Unschuld waschen. Das Wasser, in dem diese Unschuld gewaschen wird, ist jedoch die wenig seriöse Taktik bei der Erstellung des Haushalts, gegen die weder die Fraktionen noch die Kommunalaufsicht etwas unternehmen.
Jezz hot uns die Kommunaluffsicht doch die Strooßebeitrachssatzung uffgedrickt! Jezz zocke mer die Berjer gleich zwaamol ab!
Hast ja geheert, was de Erhard im Pallament gesacht hot: "Wenn wir ausgeglichene Haushalte vorlegen, so sind wir auch vor Auflagen sicher..."
Ja unn! - Warim meld´t er dann jedes Johr so e üwwerzooche Defizite!? Der will doch Ufflaache hun - mööchlichst so ene, die em in de Kram basse...
Warim soll em dann grad die Strooßebeitraachssatzung in de Kram basse?
Ei - weil die em von Auße uffgedrickt werd un er Krokodilsträne dricke kann!
Gell - do sin mir Baddeie fei eraus, wenn uns des de Landrat vorschreibt. MIR - mir war´ns ja net gewese, mir war´n immer degeeche...
Gell - Bolledick is ganz oofach! Des verstieht sogor aaner, der nix begreift...!
Hintergrund: Die SPD kündigte im Wahlkampf an, in der ersten Stadtverordnetenversammlung den Sportplatz in der Grünen Mitte gänzlich von der Liste der Stadtentwicklungsplanung zu streichen. Dazu braucht sie aber außer den Stimmen der WAM die Stimmen der Grünen. Die haben aber in ihrem Wahlprogramm stehen, dass sie die Bürger über das Projekt entscheiden lassen wollen. Wenn der SPD-Antrag eine Mehrheit fände, wäre der interne Kompromiss innerhalb der grünen Fraktion Makulatur. Vielleicht begreifen die neuen Grünen jetzt, auf welches Spiel sie sich eingelassen haben. Die SPD-Strategen setzen auf eine Machtprobe, die sie verlieren werden. Wenn es dazu beiträgt, die SPD nach diesem Lerneffekt zu reiner Sachpolitik mit wechselnden Mehrheiten zu bewegen, wie es scheinbar die Grünen vorhaben, wäre das gut für die politische Kultur in Maintal. Da kann man die erste Niederlage der SPD ruhig verschmerzen.
Was maanst´de - wer´n sich die Griene geesche de Schbortplatz entscheide?
Was bleibt ene dann anneres üwwerich nach dene ihrene Erneuerung!?
Die sin zwaa intern geesche de Schbortplatz, awwer fer de Freizeitpark.
Geesche de Freizeitpark hawwe mir aach nix, solang kaa Geld dadefer do is...
Die schdimme trotzdem net fer euern Ootrooch!
Wie kemmst´de dann do druff, haste widder schbezielle Informatione?
Des schdeht doch in dene ihr´m Wahlprogramm, dass se die Berjer entscheide lasse wolle, was gemacht werd... Des mecht mer so, um Zeit se gewinne un die Luft aus de Debatte eraus se losse...
Was soll dann des fer e Sort Berjer soi, die fer en Schbortplatz sinn? Die hätte ja net alle Tasse im Schrank wie die, die des die ganz Zeit betreiwe.
Mer wer´n ja sieh, wer mit dem Ootrooch net alle Tasse im Schrank hot...
Hintergrund: Grüne Politik in Maintal wird noch einige Jahre benötigen, bis man sie akzeptieren kann. Daran ändern auch die personellen Neuzugänge nichts, solange Monika Vogel mit ihrer ausgewachsenen SPD-Aversion an der Spitze steht. Jetzt wird immer klarer, warum die Grünen zu Beginn der letzten Legislaturperiode zunächst mit der SPD eine Kooperation einging: Die Grünen haben damals die SPD für Dumm verkauft, um zunächst mit ihr die Programmpunkte durchzubringen, die mit der CDU nicht umzusetzen waren. Dafür überwindet man schon mal seine Aversion. Als das Ziel erreicht war, wechselten die Grünen unter einem Vorwand die Seiten, um den Rest ihres Programms ebenfalls anzugehen. Nach der Wahl geben sich die Grünen jetzt den Anstrich, nun stark genug zu sein, um ihr Programm mit wechselnden Mehrheiten umzusetzen. Das ist eigentlich ein guter Weg, wenn alle Fraktionen sowie die FDP-Splittergruppe die gleiche Linie verfolgen würden. Die SPD, der eigentlich trotz zahlenmäßiger Stärke nur diese Taktik übrig bleibt, hat das noch nicht begriffen und gab sich unbedacht Macht-Tricksereien hin, die leicht zu durchschauen waren. So kann man die Grünen (auch nicht die Neuen) nicht für sich gewinnen und einige SPD-Strategen wussten das ganz genau. Offensichtlich gehörte dieser Flop zum Lernprogramm für den neuen Partei- und Fraktionsvorsitzenden, der nach wie vor unbeirrt um die Gunst der Grünen wirbt.
No! - Mit de Griene leeft ´s net so, wie einiche von euch des gedoocht hunn...!?
Die hawwe ja en Voochel! - Des kannst´de laut saache!
Du maanst: "die hawwe die Voochel!" - Des is was anneres!
Des leeft im Grund genomme uffs selwe eraus. Uns se unnerschdelle, mit wollte se mim Umweltausschuss abschbeise, demit unsern Alex sein Ausschussvorsitz hätt behaale könne...
Die Monika hot awwer was von "Machtbolledick" un "fer bleed verkaafe" gesacht, weil se was oogeboote kreit hunn, fer was se sowieso sinn...
Des hot bei uns nadierlich innerbaddeilich se rem Macht-Vakuum gefiehrt!
E Vakuum is doch ebbes, wo die Luft eraus is!?
Ich wollt´s net so direkt saache, awwer, solang die noch bei dene Griene vornedraa is, erwe mir bei dene kaan Blummedopp!
Hintergrund: Wenn örtliche Größen bzw. Macher die Muskeln spielen lassen, um Einfluss auf die Politik zu nehmen, so kommt meistens nichts dabei heraus. So erging es auch den Organisatoren des Hochstädter Weihnachtsmarkts, die gegen die beschlossene Einsparung der Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung opponierten. Natürlich brennen die Lichter über der Hochstädter Hauptstraße auch vor und nach dem Weihnachtsmarkt und geben dem historischen Stadtbild ein festliches und einladendes Aussehen. Hauptsächlich dient sie jedoch der Beleuchtung des Weihnachtsmarkts und muss diesem kostenmäßig zugeordnet werden. Das müsste den Verantwortlichen klar sein. Diese zogen aber alle Register, um doch noch zum Null-Tarif an die Beleuchtung zu kommen, blitzten aber gewaltig ab. Schön wäre es gewesen, wenn der Stromanbieter MWG den Strom spendieren würde und die EVO als Teilhaber der MWG von sich aus die Montage der Beleuchtung übernommen hätten. So etwas kann man aber nicht erzwingen.
Was hält´st de dann von dem Uffstand weeche de Weihnachtbeleuchtung? Was mer weeche sowas fer en mords Luftballon uffbloose kann...! Alz ob de Weihnachtsmackt von dere Beleuchtung abhänge dät...
Des bleede is, die Leut maane jo, des wär´n die Stromkoste! Dadebei is des des Geld, was mer de EVO fers Uffhänge un Ooschließe von de Lampe nachschmeiße. Wenn des jezz privat gemoocht werd, kemmt de Strom doch von de Stadt...
Dadafer müsse ja aach allgemeine Gebühr´n bezahlt wer´n.
No ja, die vom Huschder Weihnachtsmackt wollte emol uff de Butz kloppe. Bleed wor nur, dass die Derngemer des fer ernst genomme hunn...
Die hatte doch räächt! Wer uffem Mackt Umsätz mache will, soll aach fer die Beleuchtung uffkomme - also fer´s Ambiente, wie mer so secht...
Her mer uff! - Viel Lärm um nix! - En Schuss in de Oofe!
Hintergrund: Nach der Wahl wurde eine amtliche Rangliste aufgestellt, auf der Monika Vogel von den Grünen Platz 1 und ihre Listenkameraden ebenfalls vorderste Plätze belegten. Bei der FDP begann der Spaß erst bei Platz 114. Da bei pauschal angekreuzten Listen mit um die 15 Kandidaten die meisten Kandidaten je drei Stimmen erhalten, müsste man diese Kandidaten eigentlich auf ein Drittel herabstufen, um eine wirkliche Rangfolge zu erhalten. Wie dem auch sei, bei der FDP wirkte sich auch dieser Listenvorteil nicht aus. Zu groß war der Bockmist, den die FDP auf allen Ebenen verzapfte. Dazu gehören auch Maintaler Entscheidungen, die aber erst in der neuen Legislaturperiode greifen. Wer weiß, welche Beweggründe Dr. Dieter Fritz wirklich hatte, sich aus der Kommunalpolitik zurück zu ziehen.
Horch emol! - De FDP ihr´n Dokter hot sich ja jezz aach aus´em Staub gemoocht! Hot den werklich es Gewisse geploocht oder die plötzlich Bedeutungslosichkeit? Fer euch wär er doch allemol noch fer e Mehrheit gut gewese... !?
Was willst´de dann mit zwaa Figur´n im Pallament ohne die Griene oofange? Fer´n Magistrat hots nooch de Wahl bei de FDP nemmie gereicht un ohne Fraktzion gibts aach kaan Fraktzionsvorsitz mie...
Ich denk, de Schäfer is jezz de Fraktzionsvorsitzende (!?) Immerhin hot der de Hunnertneununzwanzichste Platz beleecht un de Dokter nur de Hunnertvierzehnte Platz... So groß iss der Unnerschied doch garnet!
Bei erem oofache Kreuzje bei dene uff dere korze List hunn die Schdimme aach noch dreifach gezählt...
Du siehst ja bei de Griene, wie sich des ausgewerkt hot. Eichentlich müsst mer dene ihr Schdimme all mitenanner dorch Drei daale...
Hintergrund: Maintals Kommunalwahl 2011 lief streckenweise recht chaotisch ab, weil das Politikinteresse ausgeprägter war als bei anderen Wahlen. Über 40% der Wähler kumulierten und panaschierte. Das kostete viel Zeit. In den Wahlbüros hatte man sich auf eine niedrige Wahlbeteiligung und die bisherigen 10% Kumulierer und Panaschierer eingestellt. Das Ergebnis waren lange Schlangen vor den Wahlkabinen, so dass die Wähler alle möglichen Varianten zur Stimmabgabe außerhalb der Kabinen nutzten, worunter das Wahlgeheimnis litt. Dies führte sogar zur Wahlanfechtung. Es waren zwar die chaotischen Umstände, die dazu führten, dass viele Wähler offen wählten, dazu angehalten wurden sie jedoch nicht. Wahlgeheimnis gegen Zeitfaktor hieß die Gleichung. Viele Wahlberechtigte verließen die Wahllokale unverrichteter Dinge, was die Wahlbeteiligung drückte und die Wahlergebnisse verfälschte. Außerdem entstand dabei ein weiterer Grund der Politikverdrossenheit. Für hohe Wahlbeteiligungen war das ein herber Rückschlag.
Ein guude - wie hast´n du am Sunndaach gewählt? Im Dameklo, uff de Tischtennisplatt odder uff de Parkbank?
Ich hatt Wahldinnst in meim Bezäck un hab gewählt, wie noch kaans do war...
Ich hab Briefwahl gemoocht, schee ruhich dehaam uffem Küchedisch.
Haste aach die Kichedier abgechlosse, wie de gewählt hast? Ich maan - weeche´m Wahlgeheimnis...
Vor meiner Fraa hab ich kaa Geheimnisse, die waaß doch, dass ich des aach wähl, was ich erer se wähle vorschlaach...
Im Rheinland mecht des de Parrer von de Kanzel erunner, wenn er secht: "Nun gehet hin und wählet die christlich demokratische Partei, die Euch nahe steht!"
Seitdem so viele aus de Kerch ausgetrete soi, könne die Schwarze dademit kaan Blummedopp mie erwe...
Hintergrund: Wegen des Unfalls in einem Atomkraftwerk in Japan und der weltweit steigenden Angst vor den Restrisiken solcher Anlagen, bildet sich starker Widerstand in der Wählerschaft gegen die von der Bundesregierung kürzlich beschlossenen Laufzeitverlängerung für ältere Kernkraftwerke. Das stört den Wahlkampf in Baden-Württemberg und in Rheinland Pfalz erheblich. Die Bundesregierung setzte die Laufzeitverlängerung über ein Moratorium bis nach den Wahlen aus, um engeblich neue Sicherheitserkenntnisse zu erlangen. Bundeswirtschaftsminister Brüderle verplapperte sich in einer Industriellenrunde, dass das Moratorium nur dem Wahlkampf geschuldet sei und verbreitete damit die Zuversicht, dass nach der Wahl alles so weiter geht, wie bisher. Umfragen zufolge decken sich Brüderles Äußerungen mit der Meinung von 80% der Bevölkerung. Die Bundesregierung und die Landesregierungen befinden sich dadurch in einer echten Krise.
Ich hab gedacht, de Brüderle dät nur so aussehe, als wär er oifältisch! Der is ja werklich so bleed... - Gibt der zu, dass des Moradorium en Trick is!
Mer könne ja aach nix dezu, dass der in unserer Regierung sitzt. Die hatte kaan annern, des wor schunn de Beste dadefer, saache se - ehrlich!
Wenn ich mer de Westerwelle, de Rösler odder de Niebel ooguck... Da kannst´de Recht hunn! - Odder, se traue ihre junge Leut nix zu.
Zutraue wer´n se dene schunn was, awwer lasse lasse se net...
Horch zu, wer Minister werd, des entscheid´t bei dene die Wertschaft. Do musst´de ooschließend nadierlich aach mache, was die wolle...
Sowas gibts bei uns net! - Unser Leut sin fast all sauwer!
Wenn se net uff Positzione sitze, wo se Oifluss uff die Wertschaft hunn...
Hintergrund: Zu Wahlkampfzeiten kommt es vor, dass Politiker nachdenken müssen, um Zeit zu gewinnen. Wegen der vielen anstehenden Wahlen wählte die Bundesregierung diese Form der volksverdummenden Verzögerungstaktik, um zur Wahl den Schaden für CDU und FDP zu begrenzen. Auch in Maintal sind beide Parteien einschließlich der Grünen froh, damit über die Kommunalwahl zu kommen. Erst beschlossen sie ein Ziel, das einem Schuss in den Ofen glich und jetzt denken sie angeblich darüber nach, ob sie damit überhaupt das Richtige erreichen werden. Dabei ist davon auszugehen, dass wenn vorher die Fähigkeit fehlte, eine Sache richtig zu durchdenken, diese Fähigkeit auch später nicht vorhanden ist. So aber ist es nur ein Spiel mit der Zeit und das Hoffen darauf, dass andere Themen den Vorgang überlagern werden und man ihn unbeirrt fortsetzen kann - ein Aufschub eben.
Wie denkst dann du üwwer des laafende Memorandum weeche unsere Finanze? Des is doch fortschrittlich von unser´m Erhard, des mit dem Memorandum...!?
E "Memorandum" is doch nur e politsch´ Denkschrift, die mer verfasse kann, wemmer nochemal üwwer was nachgedacht hot. Du maanst sicher des Moratorium!
Mir hatte unser Memorandum awwer lang vor de Merkel ihr´m Moratorium.
Des bräucht mer net, wemmer vorher üwwer alles nachdenke dät!
Dann hätte mer awwer net so e fortschrittlich Moratorium zum Memorandum!
Was maanst´de dann, was bei so Memorandümmer eraus kemmt?
Des is doch egal! Hauptsach: mer hot lange genuch driwwer nachgedoocht... Kann schbäder kaaner saache, mer hätte noch net emol e Moradorium gehabt... Mer gieh doch net her un gehe her un mache was Unüwwerleechtes!
Hintergrund: Am 27. März soll auch über die Schuldenbremse des Landes Hessen abgestimmt werden. Das Gesetz soll das Land, Landkreise und kommunen verpflichten, Haushalte ausgeglichen aufzustellen und damit Neuverschuldungen auszuschließen. In einem Passus heißt es allerdings: "bei einer von der Normallage abweichenden konjunkturellen Entwicklung kann davon abgewichen werden." Das ist Larifari und führt dazu, dass weiterhin nach Gutsherrenart gewirtschaftet werden kann. Die Kommunen werden die Auswirkungen am Stärksten spüren, weil die Umlagen weiter steigen werden. Unser Bürgermeister baut deshalb vorsichtshalber alljährlich enorme "Luft" in seinen Haushalt ein, weil er damit Finanzschwäche demonstrieren kann. Verschont bleibt Maintal dennoch nicht. Maintal freut sich alljährlich über den riesigen Furz, wenn die Luft aus dem alten Haushalt entweicht. Das ist doch auch was....
No! - Jezz sechst´de nix mih, wei goud de Erhard Zwaadausendzeh gewertschaft hot... Baal Zwaaenhalb Millione wor sei Ergebnis besser als geglaabt...
Mit annern Worte: Er hot wie alle Johr total denewe geleeje! Do wunnerst du dich, dass mir dem nix mieh glaawe...
Glaabst du dem die Zwaaehalb Millione aach net?
Doch - doch! - Ab un zu secht´er schonn emol die Wahrheit...
De Erhard is halt immer es bissi vorsichticher als die Zahle des hergewwe. Es is doch diesjohr aach weeche dere Schuldebrems´, die bremse soll.
Hör mer uff! - Des is doch Luuch unTruuch! In dem Gesetz steht garnet drin, dass Schulde abgebaut wer´n solle! Des is doch nur en Freibrief, die Berjer alzweiter zu knewele...
Des waaßt du un ich! Die Leut merke des net, dass se verarscht wer´n. Die hawwe ja aach noch des aalmodische Denke von Spar´n...
Hintergrund: Maintals skandalösester kommunalpolitischer Akt mündet ins Finale. Auf dem Gelände, auf dem das ehemalige schuldenfreie Rathaus stand, entstehen nun eine mittelmäßig attraktive Wohnbebauung mit Marktplatz und einige Geschäfte. Das riesige Areal wechselt zu einem Spottpreis den Besitzer und mit der Öffnung des Baugrunds werden enorme Kosten für die Stadt entstehen. Wenn alles abgeschlossen und die Zufahrtsstraße endgültig ramponiert ist, wird vom Verkaufspreis die Straße instandgesetzt und der Marktplatz zur Instandhaltung rückübereignet. Beinahe vergessen sind die hohen Kosten des Abrisses und der Planungskosten, die nicht mit dem Verkaufspreis abgedeckt werden konnten. Man kann den Magistrat und die ihn unterstützenden Fraktionen deswegen noch nicht einmal als Dilettanten bezeichnen, weil man sie damit zu Fachleuten erheben würde.
Unn - was sechst´de dann jezz? Uffem Vertraach mit´em HESS is jezz de Deckel druff!
Ich hab´s geheert! - Habt´er wenichstens SCHENKUNGSURKUNDE druffgeschriwwe?
Bass emol uff: Der baut de Marktplatz un des ganze Drumerum un bezahlt noch Neunhunnerttausend Euro! Unn mir könne von dem Geld die Strooß Aal Bischofsheim saniern...
...die der mit seine Baufahrzeuche vorher kabutt fährt! Wart´s ab, bis se des Loch fer die Tiefgaraasch aushewe...! Da wer´n se wochelang Wasser bumbe...
Bumbe hie, bumbe her - jezz isses nemmie uffsehaalde... ...lang genuch hot´s ja aach gedauert.
Des Bumbe hot ja schon beim Abriss vom Rathaus oogefange...
Hintergrund: Gala heißt "vorgeschriebene festliche Kleidung, großer Gesellschaftsanzug". Eine "Gala"-Sitzung ist demnach eine gehobene Festlichkeit, so wie ein "Gala"-Pudding ein Festessen krönt. Die Besucher sind der eigentliche Höhepunkt einer Gala und die während der Veranstaltung auftretenden Künstler das Beiwerk. Warum man solche Rituale zur Fastnachtszeit pflegt, hat ganz banale Gründe. Manche Menschen lachen nur nach Verordnung und möchten dabei in gewohnter Gesellschaft sein. Wären alle Besucher kostümiert und gar maskiert, würde man den Überblick verlieren und sich womöglich in einer Gesellschaft wiederfinden, zu der man sich gar nicht zählen möchte. Wie erfrischend ist es dagegen, wenn sich - wie in diesem Jahr in Hochstadt - ein farbenfroher Clown auf den Weg zur Gala-Sitzung macht, um ausgelassen Fastnacht zu feiern. Er kam allerdings nicht weit, denn er wurde bereits von seinen Begleitpersonen auf den Vauxpas aufmerksam gemacht. So dauerte es nicht lang, bis er sich umgezogen in das Heer der Pinguine einreihte, die ins Bürgerhaus watschelten.
Du, warst´de aach uff de Gala-Sitzung!
Naa, ich vertraach de Geruch von Mottekuchele net... Es ganze Johr hänge die Motze im Schrank un wer´n nur oomol gelüft´t!
Uff die letzt Gala-Sitzung wollt aaner kostümiert komme. Wahrscheins, weil Fassnacht is...!
Unn - des hot doch sicher en Uffstand gewe!
Naa, bis ins Berjerhaus is de Clown garnet komme, weil en bessere Leut - no ja, du waaßt schunn - weil die en uffgeklärt hunn.
Emol unner uns gesaa´t: Die Gala-Sitzung is ja immer ausverkaaft! Es wohne also genuch Leut in Huschdet, die wo was besseres soi wolle...
Was maanst´de dann, warim die ooschließend CDU un FDP wähle?
Hintergrund: Maintals Stadtoberhaupt jongliert plötzlich mit Zahlen und Größenordnungen, als seien sie Nichts. Das drückt sich in seinem Sparprogramm aus, das hinsichtlich der Auswirkungen nur mäßig durchdacht erscheint. Auf der einen Seite werden Baugebiete am laufenden Band ausgewiesen, um zur Einnhamenverbesserung mehr Familien nach Maintal zu bekommen. Auf der anderen Seite sind gravierende finanzielle und personelle Einschnitte bei der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien geplant. Maintal kann infolge einer völlig verfehlten Stadtentwicklungsplanung nur mit dem Prädikat "Kinder- und familienfreundliche Stadt" punkten. Diese Basis wird nun erheblich unterminiert. Ferner hat man den Eindruck, dass man im Rathaus Probleme mit rechnerischen Größenordnungen und Zielen hat, denen jeglicher Realitätssinn fehlt. Unterstützt wird so etwas von einem Teil der Stadtverordneten, die offensichtlich das Spannungsfeld geistig nicht durchdringen können.
Horch emol, was is dann de Unnerschied zwische Prozent un Promille?
Prozent is en Daal von Hunnert!
Dann misse Promille en Daal von Millione sei...
Quatsch! - des is den Daal von Dausend!
Dann verstiehe ich den Tamtam um die 10 Prozent nit. Wenn des nur en Daal von Hunnert is, dann is des jo garnix! Wenn des en Daal von Millione wär, ja dann...
Wemmer kaa Ahnung vom Rechne hot, soll mer net mit Zahle spiele! Hinner viele Zahle stiehe aach noch Kwalidäde, uff die mer achte muss. Wemmer die verännert, verännern sich aach die Kwalidäde...
Soll mer net maane, mit was fer komplizierte Sache sich de Erhard befasst! Deshalb heer´n mer jo aach all uffen, wenn er defier is, wo alle degeeche sin. Mer kann als Stadtverordneter net alles kapier´n, was mer net begreift!
Hintergrund: Kultur könnte in Maintal zu heiß umkämpften Betätigungsfeld werden, wenn Herbert Begemann, der Leiter des Amtes für Kultur und Sport, in den wohlverdienten Ruhestand geht. Die FDP möchte das Amt abschaffen, plädiert für einen ehrenamtlichen Kulturbeauftragten und lässt gleichzeitig verlauten, dass es Herbert Begemann auf keinen Fall werden soll. Auf der Wahlliste lauern in nicht allzu aussichtsreicher Position Gert Eimer, der sich in Dörnigheim bereits als Ausrichter von Konzerten einen Namen machte. Im Stadtleitbildprozess, bei dem er den kulturellen Teil federführend an sich reißen wollte, wurde er ausgebremst, worauf er den Stadtleitbildprozess verließ. Inzwischen äußert sich die FDP in ihrem Wahlprogramm sehr dezidiert über Kultur in Maintal und die Handschrift kommt einem bekannt vor. Es wird interessant sein, welche Art von Kultur Gert Eimer beeinflussen will. Seine Vorstellung erscheinen eher elitär als in der Breite angelegt.
Saach emol, was maane die dann mit "Kultur", die´s baal nimmie gäb hier? Ich hab dehaam noch en Kulturbeutel. Kann ich den jezz fortschmeiße?
Kultur, Kultur... - do hot doch de Begemann was demit se due? Awwer - der kümmert sich ja nur um Ausstellunge un Veroostaltunge...
Richtich! - Fer Veroostaltunge gibt´er sogor en Kalenner eraus.
Wie bleed! Dass ich da net druffkome bin! Des is ja aach "Kultur"!
Wie jezz? - Fastnachtssitzunge, Bücher vorlese, Kerb un Strooßefeste... ...alles Kultur odder wie odder was?
Klar! - Des hot de Begemann alles schee verwalt´t... Jezz gieht er in Rente un sein Gehalt soll oigespart wer´n... Dann is die ganz Kultur im Eimer!
Odder v´leicht beim Eimer, wenn de verstiehst, was ich maan...
Hintergrund: Maintals Trauzimmer ist klein und übersichtlich. Leider finden es viele Paare zu ungemütlich und nicht repräsentativ, weshalb sie nach Hanau ins Schloss Philippsruhe ausweichen. Dort finden die meisten Fließbandtrauungen statt. Nun kam doch wirklich ein Paar auf die Idee, in einem städtischen Bus zu heiraten. In Zeiten, in denen man auf dem Schiff, im Flugzeug, unterm Fesselballon und an anderen Orten "sich trauen" kann, ein eigenwilliger aber machbarer Wunsch. Nicht so in Maintal, wo man einheitlich im Einheitszimmer heiratet, weil es so gewollt ist. Ausgerechnet die Lebensgefährtin des Bürgermeisters las ihrem Erhard per Leserbrief die Leviten und teilte ihm heute schon mit, was Sache ist, wenn sie einmal heiraten würde. Dumm ist nur, dass der Bürgermeister jetzt keine Veränderungen mehr vornehmen kann. Die politische Konkurrenz würde das sofort als Eigennutz monieren. Ganz schön verfahren - so ganz ohne Bus...
Saach emol, dätst du in erem städtische Bus heirate wolle?
Wie kemmst´de dann da druff?
Ei ja, des wollt doch aaner mache, nachdem er es Trauzimmer gesieh hot. Es werd v´leicht en Dicke mit erer korpolent Fraa gewese sei, da is des Zimmerche im Rathaus awwer aach werklich viel se klaa...
No ja - so en Bus hot Doppeltür´n - warum eichentlich net?
Mer geh´n doch net her un gehe her un butze extra en Bus, nur, weil zwaa Dicke heirate wolle! Wenn des jeder mache dät, wo komme mer dann da hii? Der Bus, der fehlt doch dann solang im Verkehr!
Mer könnt ja de Nachtbus nemme, der is fast immer leer... Da könnt en de Erhard nemmie streiche, wenn er immer ausgelast´t wär...
Eichentlich kaa schlecht Idee...
Hintergrund: Im Wahlkampf kommt erneut die Idee hoch, dass man zum nachhaltigen Sparen auch die Anzahl der hauptamtlichen Magistratsmitglieder überdenken müsse. Die WAM vertritt die Ansicht, dass andere Gemeinden gleicher Größe durchaus mit einem Bürgermeister auskommen. Wenn das in Maintal nicht möglich sei, dann müsse es am Bürgermeister liegen und man bräuchte einen Bürgermeister, der das kann. Das kratzt gewaltig an der Reputation des Bürgermeisters. Umso mehr, wenn man sieht, mit welchen Problemchen er sich ernsthaft herumschlägt. Er ließ mit viel Aufwand nun ein eigentlich kindisch aussehendes Logo als CI schützen und will für die Nutzung sogar Gebühren erheben. Da kann man sich denken, welche Prioritäten er bei wichtigen Dingen setzt. Wen wundert es, wenn die Leute von gequirlter Hühnerkacke reden!?
Des is doch e Ding! - Behaupte doch einiche im Wahlkampf, unsern Erhard wär seiner Sach allaans net gewachse un bräucht deshalb en Stadtrat als Schambes...
No ja - bis vor korzem hot er ja noch zwaa Stadträt gebraucht.
Do kannst´de emol sieh, wie der es Schaffe inzwische gelernt hot, dass er nur noch mit aam Schambes auskimmt.
Du maanst wohl, weil em jezz die Verwaltung en Haufe Awweit abnimmt, weil er selbst ja aach net grood em Schaffer sein Dicke is...
Des glaabst awwer aach nur du! Was maanste´de dann, was des fer e Awweit is, so wichtiche Fleier se entwerfe un fers Korporeitidentitie se sorje, wo doch des neue Logo von de Stadt so stack gefährd´t is!
Gekwirlte Hiehnerkacke is des, wenn de mich freechst...
Hintergrund: Das diesjährige Hochwasser zeigt wieder, wie groß und tief die Retentionsflächen auf Maintaler Gemarkung sind. Neben der A66 ist eine wahre Wasserwüste genau dort, wo der Magistrat einen Freizeitpark und zwei Sportplätze mit kompletter Infrastruktur plant. Damit profiliert sich der Magistrat ähnlich uneinsichtig, wie viele andere Gemeinden entlang des Mains, die mit immer neuen Landgewinnungsmaßnahmen die Polder verkleinern. Die Folgen haben die Anrainer flussabwärts zu tragen, weil dadurch nicht nur die Pegel steigen, sondern sich auch noch die Fließgeschwindigkeit erhöht, die für enorme Schäden sorgt. In Maintal ist das besonders verwerflich, weil infolge von Struktur- und Infrastrukturproblemen und mangels Finanzkraft kein Baulandbedarf besteht. Leider sind die Magistratsmitglieder nicht ausreichend einsichtig und forcieren ihre unsinnigen Vorhaben.
Unn - was sechst´de dann sem Hochwasser in de grie Mitt´? Des begreift doch en Blinne mim Krückstock, dass mer do nix baue kann!
Babbel so kaan Kram, es Schwimmbad is aach noch net abgesoffe! Wemmer es Gelände hoch genuch uffschütt, kammer alles druff baue. Ich glaab da eher unser´m Berjermaster, weil - der is wild entschlosse...
In Mühlem un in Offebach erhöhe se jezz die Hochwasserdämm um en Meter. Des mache die ganz beschdimmt nur aus Jux un Dollerei!?
Uff unserer Seit´ hammer alles im Griff, secht de Erhard. Wenn die annern Pessimiste sinn, dann is des dene ihr Sach...
Wart´s ab! - Des Hochwasser is noch net dorch! V´leicht krie-e mer jezz noch gezeicht, was Sache is!
Unsern Erhard un sein Schambes sin mit alle Wasser gewesche! Wenn die saache, dass alles im griene Bereich is, dann aach in de grie Mitt´!
Hintergrund: Der Maintal TAGESANZEIGER behauptete in einem Artikel "Auch Sachtlebers Zukunft steht zur Wahl". Das löste ein vielfaches Echo aus, bei dem sich Bürger durch die Bank weg negativ über den Stadtrat äußerten. Sie kritisierten seine selbstherrliche und teilweise bornierte Art im Umgang mit Bürgern und Beschwerden. Perfekt an die politische Klientel angepasst, die ihn zum Stadtrat wählte, fühlt er sich sehr sicher und keineswegs zwischen den Stühlen. Zumindest signalisiert das sein Verhalten. Hauptsächlich den Grünen lastet man nun die Person des Stadtrats an, die sich auch für die Zukunft als Magistratsunterstützungspartei präsentieren. Die WAM nutzte die Steilvorlage des TAGESANZEIGER zur Bekräftigung ihrer Absicht, diesen Posten ganz abzuschaffen, wenn sie im nächsten Parlament als Mehrheitsbeschaffer benötigt werden. Nur ein respektables Wahlergebnis der Grünen kann Ralf Sachtleber retten. So gesehen steht er tatsächlich zur Wahl!
Wer hot dann de Sachtlewwer jezz in die Schusslinie gebroocht? Des werd de Griene awwer ganz schee schdinke! Die hawwe den doch in de Sattel gehoowe...
De Schuschkow maant ja, mer hätt´ en aach als Fachbereichsleiter oisetze könne, bei dem, was der jezz so mecht un zustännich is...
Fer´s aanziche Baugebiet, uff dem ewe ebbes leeft, isser garnet zustännich! Woannerst leeft ewe garnix, was es verantwortlich se betreue gäb unn de Schdadtleitbildprozess is doch nur en Schbielplatz...
Do, wo er ebbes mecht, verärjert er dadefer reiheweis die Leut, weil er ene die Oifahrte mit Laterne un annerem Zeuch zubaut un oweidroi noch flotte Sprüch los werd, wenn sich die Leut beschwer´n...
Der fühlt sich halt politisch ganz sicher, aach wenn er parteilos is...
Den Zahn kann mer´m ziehe! - Wart´s ab, wie die Wahl ausgieht!
Hintergrund: Die Bürger verfolgten in den Silvesterbetrachtungen der Parteien, die im Maintal TAGESANZEIGER zu lesen waren, mit was sich die Parteien in Verbindung bringen und was sie im Fall ihrer Wiederwahl zu tun gedenken. Nennenswerte positive Leistungen und Visionen suchte man vergebens. Eine ganze Legislaturperiode lang hatte man sich gegenseitig blockiert und im Dezember schnell den Haushalt in Uneinigkeit durchgewunken. Maintal ist in der Region schlecht aufgebaut und die Wachstumsimpulse fehlen deshalb. So muss Maintal weiterhin den Mangel verwalten, bis ein Führungsteam in Sicht ist, die den Zustand beendet.
Jezz hawwe mer´s geschafft: Es aale Johr is endlich erum! Jezz könne mer emol die Haileits von Zwaadausendunzeh´ uffzähle...
Bevor de es Maul widder so voll nimmst, dät ich der rate, noch en Schluck aus de Flasch se nemme. Der Bleedsinn heert sich leicht besoffe besser oo als wie nüchtern.
Hauptsach, dass die FDP un die Griene fer´n Haushalt und des, was noch kemmt, jezz schonn die Verantwortung üwwernomme hawwe! Des hawwe die zwar noch net so ganz gerafft, wie des leeft... Hauptsach: Se hawwe Verantwortung üwwernomme!
Vergess die Stadtleitbildprozess unn es Fahrradfahr´n in Einbahnstraße net! Dolle Erfolche worn des! - Viel mehr habt´er aach net se biete gehabt!
Unn? - Sinn dann vier Johr fer ein Bebauungsplan fer Bischem v´leicht nix?
Vergess mer euer lang Leitung beim Kanalbau in Huschdet net, demit endlich die Häusercher uffem Höhl-Gelände gebaut wer´n könne.
Da kannst´de emol sieh, an was mer üwwerall droo sin! Drim: Mir mache genauso weirer! wie bisher! Wenn´s gieht, gieht´s, bis e s nimmie gieht...
Hintergrund: Maintals Grüne manövrierten sich in der laufenden Legislaturperiode bei den Wählern ins Abseits, weil sie erst die SPD und dann die CDU für die Umsetzung ihrer Ziele benutzten und die Pferde unter fadenscheinigem Grund wechselten. Mit der Zustimmung zum Rathausabriss, dem Projekt Sportstätte in der Grünen Mitte und anderen investorenträchtigen Projekten verließen sie die Linie bisheriger grüner Politik. Den Grünen gelang es nicht, ihren Vorsitzenden Peter Arendt aus dem Fokus dieser CDU-lastigen Politik zu nehmen und trugen alle Entscheidungen mit. Die Partei hatte zuletzt noch 11 Mitglieder. Nun erfolgte ein Neuanfang, der erst durch den Ausstieg von Peter Arendt möglich war. Ein Teil der potenziellen Wählerklientel der Grünen stellte sich der Partei plötzlich zur Verfügung, um einen Neubeginn zu wagen. Absolut kontraproduktiv wurde deshalb die Äußerung von Friedhelm Duch (Listenplatz 2) empfunden, der sich zur Fortführung der engen Zusammenarbeit mit dem Magistrat aussprach. Irgend etwas hat er wohl nicht begriffen. Dieses Signal wiegt umso schwerer, weil Monika Vogel (Listenplatz 1) 2013 ausscheiden will.
Was sechst´de dann jezz? - Üwwer die Grieene, maan ich...! Krie-e die en prozentuale Mitglieder-Zulaaf von üwwer Hunnert Prozent! Unn noch en Haufe baddeilose Kandidate dezuu...
Ich hab geheert, bei dene gäbs aach e mords Uffbruchschdimmung... ...jezz wo de Peter die Flatter mecht... net se glaawe!
De Erhard bedauert des jo, dass sein Schbezi sein Oifluss uffgibt. Der hot doch schon mitgemacht, da hatt´ de Erhard noch garnet oogefange. Unn bei de Investor´n wor er aach beliebt! Bei dem hot mer werklich net gemerkt, dass er bei de Griene is...
Des wor halt en Realbollidicker! - Immer debei, wo´s was se hole gibt. Ich glaab, der hot jezz dem Friedhelm Duch sei Roll üwwertraache... ...so, wie der sich geäußert hot, sucht er schonn de Schmuusekurs mim Magistrat.
No ja, v´leicht werft ja de Erhard e Aach uffen, demit sich´s fer en lohnt. Wo der em Erhard so stark nachlaafe will, dass er em jezz schon entgeeche kimmt.
Hintergrund: Nach einigen schlauen Reden und Presseerklärungen zum "nicht zustimmungsfähigen Haushalt" wuchs die Gefahr, dass der Haushalt 2011 ausgerechnet mit den Stimmen der REPs als Zünglein an der Waage verabschiedet werden könnte. Der FDP als Zünglein vom Dienst gefiel das gar nicht und man leistete sich nun eine radikale Abkehr von einer soliden Argumentation. Gleichzeitig übernahm sie das Verantwortungs-Gefasel von CDU und Grünen, die genau dieser Verantwortung bisher in den seltensten Fällen gerecht wurden. Ich überlasse es meine Lesern, was sie davon halten.
Den Schlaach hab ich bis nach Wachebouche geheert...
Was fer en Schlaach dann?
Ei - de Schlaach, wie die FDP umgefalle is! Die hawwe sich tatsächlich demit abschbeise lasse, dass jezz im Haushalt e paar Zahle fer die 10 Prozent verdaalt wor´n sin. Die hawwe noch gar net gemerkt, dass net debeisteht, was genau eigespart wer´n soll!
Die wer´n da ganz de Verwaltung vetraue...!? Mer muss aach emol ans System "Hoffnung" glaawe!
Die Fachbereiche solle sich selbst solang zum Daal wegratzonalisier´n, bis die Zahle im Haushalt erreicht sin !? - Odder wie odder was?
Jezz reech dich doch net so uff! Ihr habt doch aach kaa Rezept !? Da gibt´s nur aans: Aaache zu un dorch! Es kemmt doch annersterster wie geplant! - Des wor schon immer suu!
Hintergrund: Anfang Dezember 2010 hatte man den Eindruck, dass sich die Parteien gegenseitig der Unfähigkeit bezichtigen. Es sind halt Laienpolitiker, die Politik nebenher betreiben. Im Laufe der Jahre habe ich erkannt, dass Wissen und Bildung nicht ausreicht, um eine vernünftige Kommunalpolitik zu betreiben. Man benötigt in hohem Maß Intelligenz und Können. Genau daran scheint es aber vielfach zu mangeln. Zusätzlich bemühen sich die Parteien um ein bestimmtes Gefälle in ihren Reihen, weil das Führen dadurch einfacher wird. Leider produzieren manche Köpfe an der Spitze der Fraktionen nur Mittelmaß, zu dem das Gefälle hinzu kommt. So ist es auch zu erklären, dass das größte Problem der Kommunalpolitiker heißt, weiterhin eine Rolle spielen zu dürfen. So entstehen regelmäßig Dramen.
Du - horch emol - misse mir uns dann geecheseitisch so fertich mache? Was solle dann die Leut von uns denke, wemmer so iwwer uns redde?
Des müsst ihr grad saache! Wer stellt uns dann bei jeder Geleechenheit als doof hii? Wo mir doch die sin, die immer alles richtich gemoocht hunn...
Richtich? - Richtich falsch v´leicht! - Komm her - gieh fort! Ihr schbielt euch uff, als dät ihr allaans runderim alles begreife. Dadebei blicke mir doch all schon lang netmie dorch!
Mir hawwe alles im Griff! - Mir blicke durch! Was maanst´de dann, warum mir so hochkarätische Leut hunn? Lauter Kwerdenker! Mir denke um alle Ecke erum...
Um die Ecke erum vielleicht - awwer net gradaus! Mer muss e grade Furche zackern! Do könnt´er von de Landwirte lerne. Fraach emol euern Ferdi!
Hintergrund: Die Maintalwerke erhöhen ihre Strompreise ab Januar und verhalten sich damit zwar anbieterkonform aber nicht marktgerecht, denn die Preise im freien Handel fallen. Dabei dürfte die MWG ein bestimmtes Marktmix umgesetzt haben, denn man warb ja mit Festpreisen, zu denen man gegenüber der Kundschaft stehen muss. Es liegt nahe, dass die Kunden, die sich in Erwartung auf fallende Preise nicht dazu entschlossen, nun die zeche zahlen sollen. Geht man davon aus, dass die Mehrgewinne in die Taschen der Eigentümer der Maintalwerke fließen, so kommen die Gebühren, die Maintaler Bürger entrichten zur Hälfte dem Maintaler Haushalt zugute, während die andere Hälfte die EVO einstreicht. So sichert sich der Bürgermeister Beiträge zum Haushalt 2011, die deutlich höher ausfallen würden, wenn die MWG allein in kommunaler Hand wäre. Neben den geplanten Gebühren- und Abgabenerhöhungen ist die Strompreiserhöhung ein weiter Griff in die Taschen der Bürger.
Was hot de Erhard em Daachesoozeicher gesacht? Die Strompreise däte steiche, weil es Waaser un es Gas so billich wär? Unn - die Berjer solle ruhich de Oobieter wechsele...!?
Der is ja aach de Uffsichtsratsvorsitzende un de Repräsentant von de Mehrheitseichentümer von de Maintal-Werke. Der derf so en Bleedsinn saache!
Du waaßt awwer, dass sich die Stadt mit de EVO de Gewinn daalt!? Des Geld nimmt de Erhard beschdimmt fer´n Haushalt 2011 ohne dasses die Berjer merke...
Des hot er uns noch garnet gesacht...
Siehst´de! - Der secht vieles net, was er waaß und secht viel, was er net waaß...
Hauptsach: die Leut merke´s net! - Aaach, dass mir de wisse...
Hintergrund: Kürzlich wurde ein Papier bekannt, auf dem zwei Maintaler Bürger als Ehrenbürger vorgeschlagen werden. Eine davon ist die Weltfußballerin Birgit Prinz, der die Auszeichnung sehr gut stünde. Leider wurde sie nach der letzten Weltmeisterschaft als Ehrenbürgerin abgelehnt, als der Vorschlag von der SPD kam. Damals führte die Art und Weise, wie man dabei vorging, zur Ablehnung. Wie qualitativ die jetzige Vorbereitung auf den Antrag von anderer Seite ist, der zur Genehmigung dem Parlament vorgelegt werden muss, sieht man an der Berufsbezeichnung "Psychotherapeutin", die auf dem Papier vermerkt ist. Sollte es der Antrag bis ins Parlament schaffen, so ist damit zu rechnen, dass es erneut zu einer Entscheidung kommt, die mit dem wirklichen Sachverhalt recht wenig zu tun hat. Selbst wenn Birgit Prinz die Ehrenbürgerschaft angetragen werden sollte, so muss man damit rechnen, dass sie wegen der Vorgeschichte dankend ablehnt. Schließlich ist sie wer und wird auch genügend Stolz besitzen.
Hast´de geheert, die Birgit Prinz soll widder als Ehrenberjer vorgeschlaache wer´n!? Angeblich soll diesmol de Erhard selbst dehinner stecke! Kannst´de do emol dei Fühler ausstrecke, was do droo is?
No ja, gern mach ich´s net - wo´s offensichtlich e Scheffsach is. Ich hab mich nur gewunnert, was fer en Beruf se hot: Die soll "Psychotherapeutin" soi - hab ich uff erem Zettel gelese.
Mach Sache! - Wenn se net mie kickt, kann de ja bei euch oofange, wenn se net doch Physiotherapeutin is...
So korz vor der Fußballweltmeisterschaft von de Fraue dät´s basse. Unn fer die Kommunalwahl wär´s e gut Papplitzitie...
Es kann euch bassiern, dass se so viel Stolz besitzt un die Ehrung net oonimmt, wo´s doch schon emol abgelehnt wor´n is.
Mecht nix! - De Erhard hot fer den Fall noch en Ersatzmann in petto!
Hintergrund: Maintals Finanzen verschlechtern sich von Jahr zu Jahr. Finanzlöcher werden immer wieder mit dem Verkauf städtischer Grundstücke gestopft. Dabei werden Werte zum falschen Zeitpunkt und zu unattraktiven Konditionen verscherbelt. Auf der Einnahmenseite sind der Magistrat und die ihn stützenden Parteien nicht kreativ genug. Es fällt ihnen immer nur ein, sich noch mehr Geld bei denen zu holen, die ohnehin von der gesamten Politik als Milchkühe angesehen werden. Die Unternehmen und die vielfältig steuerlich begünstigten Unternehmer, Selbständige und Gewerbetreibende bleiben weitestgehend verschont. So trifft eine Erhöhung der Grundsteuer nicht die kommerziellen Vermieter von Wohnraum und Gewerbeflächen, sondern die selbstnutzenden Eigentümer und die Mieter. Diese Politik kann sich wegen der schlechten Wahlprognosen die FDP am wenigsten leisten.
Jezz bin ich emol geschbannt, wie sich die FDP am Mondaach verhält! De Haushalts-Aamer hot en Haufe Löcher, wo´s Geld fortleeft. Drehe se jetzt sesamme mit de CDU, de REPs und de Griene de Hahne uff odder halte se met uns un de WAM e Paar von dene Löcher zu!?
Du duhst ja grad so, als däte mir immer nur es Geld enausschmeiße un däte uns üwwerhaupt kaa Koppdegedanke mache...
Es hilft nix, wemmer nur was denkt, es muss aach was Gescheites erauskomme!
Was is dann falsch droo, wemmer sich bei viel Leut viel Geld heelt?
Alles! - Weil des die sin, die fer alle Fehler uffkomme misse! Guck der nur oo, was se in Berlin widder bei de Gesundheit verbroche hunn!
Mer sin hier awwer net in Berlin, mer sin e unabhängich Stadt, in der mir beschließe könne was mer wolle...
Ewe hammer´s! - Es licht am "wolle"! - Es freecht sich jezz, ob die FDP des kann...
Hintergrund: Hierzu gibt es überhaupt keine Hintergrund. Es war wirklich nur eine Frotzelei, die sich gegen die erhebliche Präsenz des Bürgermeisters auf allen Maintaler Festen richtete. Da das aber zu seinen Aufgaben gehört, wird sich daran wohl nichts ändern. Es sei denn, Maintal hätte nur noch einen Hauptamtlichen. Dann würde es seine Arbeit nicht zulassen...!?
Was war dann des fer e Sach mit dere
neue Eibauküch vom Erhard, wodevoo die Humorisde in ihrm Kabarett
gesunge hawwe? Hab ich da was versäumt? Horch! - Dere Sach bin ich nachgange un hab ganz oofach emol
gefroocht. Hinner dere Sach is garnix dehinner uff de zwaate Blick. Alles nur Schbekulatzione und zusammegereimtes Zeuch! No ja - ich waaß ja net! - Die Andrea
hot orch heftich druff reagiert un sich baal kabutt gelacht. Also werd
schonn was droo sei!? Bass uff! - De Erhard hot doch gebaut. Also hot er aach e neu
Küch! Unn weil er immer unnerweechs is un sich im Sommer üwwerall
dorchfrisst, kemmt er garnet dezu, sei neu Küch se benutze - so oofach is
des! Dann hawwe die de Erhard ja nur uff de
Roller genomme! Da kannst´de emol sieh, met was mer
aaner frotzelt, wenn er sonst nix mecht...
Hintergrund: Maintals Grüne sind im Umbruch, denn der langjährige erste Vorsitzende und Fraktionsvorsitzende Peter Arendt verlässt Maintal, ehe einige seiner Taten umgesetzt werden. Insiderkreise vermuten, dass mit ihm bereits zu den laufenden Haushaltsberatungen nicht mehr zu rechnen ist. Das ist ein Grund mehr, die Basis zu verstärken. Hierfür sind auch Personen mit Haushaltskenntnissen gefragt. Maintals Grünen bricht aber auch zunehmend die ökologisch orientierte Wählerschaft weg, weil sie sich in der Kommunalpolitik der Grünen nicht mehr wiederfindet. So ist es durchaus begrüßenswert, dass nun ein Fundi zum Team stößt, der den Riss kitten kann. Das größte Problem bei der Suche nach Kandidaten wird allerdings das bisherige Denken der alten Spitze sein, wer denn zu den Grünen "passt" und wer nicht. Dabei wird man sehr persönlich und stringent, obwohl man sich diesen Luxus bei dieser dünnen Personaldecke eigentlich nicht leisten kann. Unbequeme Mitstreiter können jedoch sehr wichtig sein, auch wenn sie sich nicht dem Gleichschritt unterordnen. Man scheint den Gleichschritt in der Fraktion über alles zu lieben.
Mensch, was bin ich erschrocke! Ich hab gedacht: "Was mecht dann die Voochel uff erem Foto mit erem Taliban?" Aaner hot mer sogor gesacht, daes wär en Fundi - also en Fundamentalist...
Komm - komm! - Babbel kaan Bleedsinn! Met Fundi is doch en Basisgrüne gemaant, der wo noch so denkt wie en Grüne unn aach so handelt wie en Grüne un deshalb so wertvoll is fer dene ihr Bolledick!
Stimmt - jetzt, wo des sechst... Host de dann gesehe, wie die Voochel uffblüht newe dem!? Hot der eichentlich gelacht uffem Bild - mer konnt´s garnet sehe...
No ja, sie werd noch emol gelacht hawwe, solang´s noch gieht... ...es werd erer schonn noch vergiehe! So, wie ich die kenn, wer´n die aale Griene aach in dem Zustand noch siewe!
Wie "siewe"? - Siwwe Kandidate uff die Liste krie-e?
Naa! - Aussiewe! - Die fortekele, die wo se net hawwe wolle!
Hintergrund: Es war wahrscheinlich kein Zufall, dass innerhalb einer Woche sowohl Angelika Feuerbach (CDU) und Peter Arendt (Grüne) ihren Rückzug aus der Maintaler Kommunalpolitik ankündigten. Damit verliert Maintal zwei engagierte Kommunalpolitiker, die glaubten, stets im Sinne der Bürger zu handeln und zu entscheiden. Die ganz große öffentliche Zustimmung blieb ihnen jedoch versagt und sie verlegten sich aufs innerfraktionelle Taktieren und Einschwören der Fraktionen auf das, was sie umzusetzen gedachten. Darunter litt die politische Kultur und zahlreiche unverständliche Entscheidungen förderten die Politikverdrossenheit. Nun besteht die Chance der Erneuerung und es wäre gut, wenn die Parteien sie nutzen würden. Wenn sie sich nicht mit dem Wandel in unserer Demokratie befassen, werden sie bald spüren, dass auch die letzten Wähler sie noch fallen lassen werden. Gerade jetzt ist Mut gefragt!
No - die Angelika is ja bei euch abgehippt!? Die setzt jezz aach annere Briori... - also annere Akzente wie noch bis vorich Woch... Hot des mit euere Kandidatelist se due? - Mir kannst´des ruhich erzähle...
Ich kann der nur saache, was de offizielle Grund is, üwwer Nacht uffzuheern. Se muss sich um ihr´n Mann kümmern, der in Rente geht un erer dehaam jezz zwische de Fieß erum leeft un um die viele Enkelcher, die wo se hot. Bolledick brauch se net mieh - mannt se, glaab ich, hätt se gesacht...
Unn de Peter hot aach die Nas voll von Bolldick, die persenlich nix oibringt. Der zieht sogor ganz fort - nadierlich aach aus ganz private Gründe! Da kriet er garnet mieh mit, was aus sei´m verzappte Bleedsinn werd!
Jezz muss sich de Erhard en Neue suche, met dem er´s mache kann!
Jezz hammer die Kommunalwahl schonn fast gewonne un könne nach erem bassende Partner suche!
Freu dich net se frieh! - Viel bleibe da nitmieh üwwerich! Ohne die Grüne un die FDP bleibt nur die WAM üwwerich... ...wenn de Schuschkow net aach noch abhippt!
Hintergrund: Im Rahmen des Stadtleitbildprozesses wird ein neues Wirtschaftsprofil für Maintal innerhalb der Region Rhein-Main gesucht. Erfreulicherweise meldete sich die CDU-Stadtverordnete Ellen Tappert als Patin, um das Thema in die richtigen Bahnen zu lenken. Ob das zu erwartende Ergebnis deutlich das Ergebnis der bisherigen Arbeit der Maintaler Wirtschaftsförderung überstrahlen könnte, bleibt abzuwarten. Einiges spricht dagegen. Zumindest werden die Gespräche der Dressur einer gemischten Raubtiergruppe ähneln, die mit harmlosen Haustieren durchsetzt ist - wenn diese überhaupt zur Veranstaltung kommen. Die üblicherweise anwesenden Senioren mit Berufserfahrung werden das Bild erfahrungsgemäß prägen. Vielleicht fließen ja auch Teilergebnisse des Projekts "Wachenbuchener kaufen in Wachenbuchen ein" in das Ergebnis mit ein. Zentralezusammenhängende Wirtschaftsflächen fehlen. Wegen der Unbebaubarkeit und der eingeschränkten Nutzung der Mitte von Maintal - der grünen Mitte - bietet das weitläufige Maintal nur zwei ausgewiesene Gewerbegebiete, in denen sich nur schwer ein markanter Wirtschaftsstandort - möglichst ohne Rotlichtviertel - entwickeln kann. Vielleicht soll die Projektgruppe ja auch nur alle Details zusammentragen, was Maintal so bedingt liebenswert aber wirtschaftlich unattraktiv macht, damit sich die Arbeit der Wirtschaftsförderung relativieren lässt.
Die Ellen awweit als Patin an de Profilierung von Maintal als Wertschaftsstandort in de Region Rhein-Main un sucht dadefer noch Leut, die mitmache.
Maanst´de, ich dät alle Maintaler Wertschafte sesammekrie-e? Odder maane die des vielleicht ganz annersterster?!
Mach kaa Schbäss! Da solle ja aach die Geschäftsleut, Unnernehmer, Einzelhändler un die Selbständiche dezukomme - zu de oofache Berjer...
Komme da aach die Unnernehmer vom Puff im Gewerwegebiet Ost dezu? Kältetechnik uff de aa Seit´ un heiße Nächte uff de anner Seit von Maintal! Awwer - ihr wollt ja kaa Gewerwe - ihr wollt ja e richtich Wertschaft mit Profil!
Genau! - Es fraacht sich nur, was fer e Profil.
Vielleicht werd´s ja en Slick - en abgefahrene Reife, mit dene mer nur im Trockene schnell fahr´n kann...
Wenn ich mer´s richttich üwwerleech... basse däts zumindest - so vom Profil her... Dapp oofach emol mit - wenn´s net reechent... - de Ellen zulieb!
Hintergrund: Das Antifaschistische Bündnis in Maintal gab 1990 dem Maintaler Künstler Günter Hantel den Auftrag, ein Kunstwerk als Mahnmal gegen das Erstarken rechtsradikaler Gruppen zu schaffen. Er nannte das Ergebnis "Mantel des Schweigens" und es wurde im Maintaler Rathaus aufgestellt. Beim Umzug der Abteilungen nach Hochstadt verschwand das Kunstwerk spurlos, wie sich jetzt herausstellte. Niemand weiß, wo es ist und keiner will es wieder haben, so jedenfalls entschied sich eine Mehrheit im Maintaler Parlament. Die Thematik habe sich inzwischen verändert, so argumentierte man, worauf die Stadtverordnete Helia Habibzadeh (SPD) richtigerweise fragte, warum dann im Parlament Republikaner säßen, wenn sich etwas geändert habe. Sie verkannte dabei, dass an diesem Tag die Stimmen der REPs der CDU, der FDP und den Grünen sehr willkommen waren! Nach wie vor ist in Maintal Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit, die Unkultur des Wegschauens und der Verdrängung präsent. Vielleicht war damals die Art der künstlerischen Umsetzung der falsche Weg für eine dauerhafte Bewusstmachung, die auch bei einfachsten Geisteskindern Nachhaltigkeit erzeugt. Dann wäre es auch nicht als vermeintliches Gerümpel entsorgt worden. Die Mehrheit der Stadtverordneten bekundeten jetzt, dass es ihrer Meinung in Ordnung ist mit dem Verschwinden des Mantels des Schweigens. Wenn sie sich da mal nicht irren!
Was e Gedöns um die klapperich Schdellaasch vom Günter Hantel, die wo jahrelang im Bischemer Rathaus geschdanne hot! Erchentwie hatt´ sich üwwer des verschwunnene "Kunstwerk" sein eichene Name geleecht...
Wahrscheins is des Ding fortgechmisse wor´n, weil´s kaaner als Kunstwerk erkennt hot!? Mer müsst´ oofach bei de Müllabfuhr mehr Kustschdundente beschäftiche...
E Bild mit de Uffschrift "Mantel des Schweigens" unn "Eichentum von de Stadt" wär v´leicht besser gewese un jeder hätt gewusst, um wasses gieht... Mer schmeißt doch nix fort, was mer verschdanne hot un wem´s geheert!
Wemmer schon net versteht, was es is, was en Künstler so zusammebastelt, verstieht mer wahrscheins aach net, was er dademit gemaant hot, zumal de gemaante Mantel heut e anner Farb un en annere Schnitt hawwe könnt...
Genau! - So en Mantel muss in die Zeit basse, un mir beschdimme, was grad Mode is. Mer hawwe ja jezz de Mantel widder üwwers Thema drüwwer geleecht - unn gut isses! Erchentwie isses nur bleed, dasses Thema immer noch aktuell is...
Hintergrund: Nachdem alle Register im Zeitspiel zugunsten der Firma Wohnbau HESS gezogen sind und auch das Schattenboxen mit der Evangelischen Kirchengemeinde beendet ist, wird vom Magistrat nun endlich an den Vertrag mit dem Investor gedacht. Inzwischen haben sich aber die Gegebenheiten auf dem lokalen Immobilenmarkt verändert, worauf der Investor seit einigen Jahren spekulierte. Nun ist aus Sicht des Investors auf einmal Eile angesagt, ehe der Magistrat durchblickt. In der Stadtverordnetenversammlung werden die Maintaler Hobbystrategen noch einmal die Situation erörtern, was aber infolge der Beratungsresistenz der Maintaler HESS-Lobby erfolglos sein wird. Offensichtlich haben einige Kommunalpolitiker keine Skrupel, den Skandal ungeniert weiter zu führen.
Hast´de gelese: die Europäisch Zentralbank hot mim Baue oogefange!?
Hab ich gelese...
Hast´de gelese: die Nachfraache nach Wohnunge im Umland steicht!?
Hab ich gelese - bin ja net bleed...
Hast´ de gelese: de Immobiliemarkt zieht ooo...!?
Unn - was willst´ de dademit saache?
Unn - warum verschenke mer jezz so hoppla-hopp de Bischemer Rathausplatz nachdem uns de HESS jahrelang an de Nas erum gefihrt hot?
Waaßt du, was des fer e Awweit gibt, wemmer des neu ausschreiwe däte? Was des widder fer Diskussione gibt un was da widder alles gebaut wer´s soll? Naaa - des muss mer sich net oodue!
Es is schon Sch... - schad , wemmer immer nur em Leithammel nachrennt...
Hintergrund: So langsam fällt es auf, dass die Maintaler CDU einen Hang zu Rechtskonservativen ihrer Partei hat. Ob es die Wahlkreiskandidaten oder die Gastredner zu den hohen christdemokratischen Feiertagen oder dem Tag der Deutschen Einheit sind, stets vertreten sie national- oder rechtskonservative Richtungen. Wird das dann vom politischen Gegner thematisiert, gibt man sich verwundert und prangert an, dass die anderen Parteien Tage, wie den Tag der Deutschen Einheit, nicht ebenfalls mit großen öffentlichen Feiern begehen. Der Gipfel ist allerdings, dass die Maintaler CDU derartige Gastredner einlädt und beklagt, dass die anderen Parteien nicht an diesen Veranstaltungen teilnehmen. Man meint, die Maintaler CDU wisse gar nicht, wer die Einheit Deutschland maßgeblich einleitete und welche Personen später lediglich die Gunst der Stunde nutzten, um die Einheit endgültig zu vollziehen. Wen wundert es, wenn Politiker wie Erika Steinbach mehr wollen als es die Verträge mit unseren östlichen Nachbarn zulassen. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn man Erika Steinbach 30 Minuten zuhört und man anschließend gemeinsam die Nationalhymne singt. Mir würde dabei ein Kloß im Hals stecken.
No! - geheerst´de de aach zum rechtskonservative Flüüchel von deiner Baddei?
Wie kemmst´de dann uff sowas?
Ei ja - Kanter, Jung, Missfelder, Tauber, Steinbach - immer duht ihr so Leut eilade! Dann verteidicht ihr das immer noch mit eichene rechtskonservative Argumente...
Mir wolle nur, dass sich die Maintaler Berjer frei ihr Meinung bilde könne. Fer uns is nämlich die Meinungsfreiheit wichtich, dass mer aach Sache saache kann, die nix sin, wemmer se fer gut halte!
Da habt´er ja mit de Erika Steinbach en besonners gute Fang gemacht!
Gell! - Die war schonn immer fer die totale Einheit von vor´m Krieech, net nur fer de jährliche Daach der Deutschen Einheit. Mit de Bollacke hat´ses net so...
No ja, ihr braucht euern rechte Flüüchel, wenn de linke schon lahm is... ...mer derf halt net glaawe, dass mer mit dene Flüüchel weit kemmt!
Hintergrund: Maintals Grüne sind glühende Verfechter der Konzepte des Bürgermeisters für die Grüne Mitte. Dort soll ein Fußballplatz entstehen, damit die innerörtliche Sportstätte an der Eichenheege in Bauland umgewandelt werden kann. Der FC GERMANIA besteht aber auf der alleinigen Nutzung des Fußballplatzes. Bürgermeister, die CDU und besagte Grünen wirken derzeit auf die beiden Dörnigheimer Fußballvereine ein, dass sie zur Problemlösung fusionieren sollen. Monika Vogel von den Grünen begründete das Recht zur Einmischung der Politik in vereinsinterne Angelegenheit mit der finanziellen Unterstürzung seitens der Stadt. In einem Leserbrief wurde die Logik der Grünen, dass ein kleinerer Verein doch von einem größeren Verein aufgesogen werden könne, wenn er dem gleichen Zweck diene, auch für die Politik gelten müsse. So könnten sich doch die Maintaler Grünen auflösen und der CDU beitreten, deren Politik sie ja tatkräftig mittragen. Diese Parabel wurde von Monika Vogel gründlich missverstanden und in einem bissigen Leserbrief gekontert. Zurück bleib eine ratlose Wählerschaft, die wohl mehrheitlich genau erkannte, wie der kritisierte Leserbrief gemeint war.
Was hatt´ dann die Monika gebisse, dass die so en beese Leserbrief geschriwwe hot? Wahrscheins hot se garnet verstanne, was in dem Leserbrief gestanne hot, den se in de Luft verrisse hot...
Du waaßt ja, wie se is! - Immer mim Mäulche vornedraa un feste druff!
Du, saach emol, maanste die is humorlos odder verstieht Satire net? Es gibt ja Leut, die net alles verstehe wie´s gemaant is...
Ich glaab, die verstieht nur des, was se verstiehe will...
Dann waaß ich jetzt, was se will! Se will net heern, was nix is, wenn annere druff heern, was gemaant is.
Maanst´de, des dät die verstehe, wemmer erer des so secht?
Wenn de erer des betont vorliest und noch emol erklärst - schonn! Dann isses immer noch die Fraach, ob ses begreift...
Hintergrund: In der Bauausschusssitzung vom 30.08.2010 wurden die Grünen von Wolfgang Holland vertreten, der für den Erhalt der Fläche für das vorgesehene Sportgelände in der Grünen Mitte als Landschaftsschutzgebiet votierte. Damit wäre das Lieblingsprojekt der CDU und des Bürgermeisters nahezu gekippt worden. Die Öffentlichkeit nahm das zwar mit Verwunderung aber deutlich erleichtert auf. Viele potenzielle Grünen-Wähler registrierten, dass die Maintaler Grünen scheinbar wieder zu ihren Grundwerten zurückkehrten und sich scheinbar wieder stärker ökologisch orientieren. Dem Bundestrend folgend, zeigen viele Wähler deutlich mehr Sympathien für die Grünen, wovon auch die Maintaler Grünen bei der kommenden Kommunalwahl hätten profitieren können. Die ökologische Neuorientierung hätte das analtaktische Verhalten der letzten Jahre verdeckt. Prompt kam die Kehrtwende (siehe Artikel), mit der Wolfgang Holland wegen seiner "irrtümlichen" Gewissensentscheidung im Grund genommen als Depp hingestellt wurde. Er hat wohl die Strategie der Maintaler Grünen nicht verstanden, die man absolut unverändert präsentiert. Damit dürften sich die Grünen so massiv beschädigt haben, dass sie jetzt sogar mit einem Wahldesaster rechnen müssen, wenn die Grünen-Wähler dadurch endlich aufwachten.
(spitzbübisch) Du - was ich dich emal fraache wollt´... stimmt des werklich, dass fer Stadtverordnete un Magistratsmitglieder e Abbstimmverbot oigeführt wer´n soll, wenn se e beschdimmt Alter üwwerschridde hawwe, weil se nemmehr dorchblicke?
Du maanst sicher die Sach mim Wolfgang, den se jezz so zum Depp gemoocht hunn!? Der duht mer aach laad! - Ohne den hätte se bei de letzt Wahl ihr Liste garnet voll kriet! Jezz begreift er noch nit emol mie die baddeiinterne Strategie-e - schlimm!
Ich maan, de Erhard hätt da gewaltich nachgeholfe, dass des widder uff sei Reih komme is!? Wo der sich doch immer uff de Peter verlasse konnt un aach weider verlasse will...
Der werd´em schonn geasacht hawwe, dass er den Dollbohrer in de Senkel stelle soll. Ich maan - die Erklärung fer des Fehlverhalte hawwe mer ja glei beigesteuert un des Ganze als "redaktzionelle Fehler" uff unser Kapp genomme...
Den arme Tropp, de Wolfgang, den habt´er dademit awwer zum Depp gemacht! Das hot der net verdient, dass er jezz so dastehe muss, nur weil er seim Gewisse gefolcht is!
Der hätt´ damals emal schee sei Gewisse an de Garderobb abgewwe solle...! Es gieht ja in de Bolledick um mieh als um die eichene Meinung...
Hintergrund: Am 30. und 31. Oktober sowie am 6. und 7. November 2010 findet wieder das diesjährige lokale Kabarett Mikrokosmos statt. Der Run auf die Karten zeichnet sich bereits ab und Werbung erübrigt sich eigentlich. Die Qualität der Veranstaltung wirbt für sich selbst. Vier mal 120 Besucher werden wieder den Weg ins Evangelische Gemeindezentrum Hochstadt finden. Die Kabarettisten greifen politische, lokalpolitische und sonstige Verhaltensweisen auf, um sie satirisch aufbereitet zu präsentieren.
Du - horch emal, jezz musses doch baal widder Karte fer de MIKROKOSMOS gewwe...!? Wemmer net uffbasst, dann sinn die Karte widder ratzfatz fort!
Die wer´n ja von Johr zu Johr politischer! Inzwische isses schon so, dass mer hii muss, damit mer waaß, üwwer was sich die Leut denooch unnerhalde...
Die nemme awwer aach kaa Blatt vor de Mund! Lezt´Johr hawwe se sogor em Longo sei Posse uffgegriffe! Unn des im Evangelische Gemeindezentrum!
Wer waaß, was se diesjohr fer e brisant Thema uffgreife!
Waaßt´de, was des scheene is? - Mer kann dene debei ins Gesicht gucke, die gemaant sin!
Des kann awwer aach unangenehm sei, wemmer direkt betroffe is...!
Ich finn des gut, wenn´s de Leut wenichstens aamol im Johr net egal is, was ene sonst immer am Aa... vorbeigieht!
Hintergrund: Seit vierzig Jahren wird hinter der Ringmauer in Hochstadt ein Areal geduldet, auf dem eine großes Holzgebäude steht, das teilweise kommerziell zur Geselligkeit genutzt wird. Auf dem gleichen Gelände sind eine ganze Menge Tiere untergebracht, die dort gehalten und gepflegt werden. Die Anlage steht Besuchern offen, die das Anwesen als Streichelzoo verstehen. Obwohl die Illegalität der gesamten Anlage offenkundig war, erfolgten erst jetzt die entsprechenden Schritte seitens der Stadtverwaltung. Der Besitzer Klaus Karau gibt sich nun überrascht und behauptet, sein gesamtes Anwesen verkauft zu haben und Maintal zu verlassen. Wahrscheinlich erhofft er sich damit entsprechenden Zuspruch aus der Bevölkerung, um der Abrissverfügung zu entgehen. Das könnte für die Stadt Maintal zum Politikum werden und als Präzedenzfall herangezogen werden.
Jezz is awwer Maintal weechem Sachtlewwer um e ganz Stick ärmer worn !
Mach Sache! - Was issen widder bassiert?
Ei - de Karau reißt sei Ranch in de Schütt ab, verkeeft alles un zieht fort...
Des is awwer aach e Walachei un en Viecherkram, do wimmelt´s ja vor Ratte!
No, no! - Des is en Streichelzoo mit Schbendekarakter! Unn die Hobby-Kaubois hatte do aach ihr Domizil...
Awwer es war net genehmicht!
Ferzich Johr hat awwer niemand ebbes gesacht!
Was verbote is, kann net erlaubt sei!
Es gibt awwer aach falsche Sache, die erlaubt sin! - Die geheern verbote!
Wo kaan Kläger is... !?
Hintergrund: Maintals Ampeln sind dafür berüchtigt, dass sie oft zu kurz geschaltet sind und immer dann Umspringen, wenn es völlig unpassend ist. Dadurch wird der Verkehrsfluss ständig unterbrochen und die Schadstoffbelastungen steigen an. Es wäre aus verschiedenen Gründen zu begrüßen, wenn auf den Hauptverkehrsadern Grünphasen geschaltet wären, die man bei angepasster Geschwindigkeit nutzen kann, wie es zum Beispiel in Offenbach der Fall ist. Dass man Fußgängern an speziellen Punkten die Möglichkeit gibt, ungefährdet über die Fahrbahn zu kommen, ist richtig, das Unterbrechen des Verkehrsflusses nach deren Bedarf allerdings unnötig. Viel besser wären getaktete Schaltungen und Zeitphasen, die sich am rollenden Verkehrsaufkommen orientieren. Den Fußgängern sollten ausreichend lange Phasen eingeräumt werden. Sinnvolle Taktungen sind hilfreicher als diese spontanen Ampelansteuerungen, denen kurze Taktzeiten folgen. Technisch ist nahezu alles machbar. Es ist eben eine Einstellungssache.
Beim Bischemer Kleeblatt wolle se jezz die Fußgängerambel uff fuffzeh Sekunde schalte, demit die aale Leut nemmehr so üwwer die Bischemer Strooß flitze misse...
Awwer - viele von dene sehe doch die Ambel garnet, weil se schrääg üwwer die Gass giehe, wie des die aale Leut so mache...
Wemmer schrääg üwwer die Gass gieht, sieht mer ja garnet, wenn was kemmt!
Des is doch dene Aale egal! - Die Autofahrer solle halt uffbasse!
Siehst´de, un weil des so is, gibt´s Fußgängerambele mit fuffzeh Sekunde! Da hawwe se genuch Zeit, um wenichstens uff die Fahrbahn se komme. Unn wenn se emal druff sin uff de Fahrbahn, könne die Autos ja net üwwer se drüwwer fahrn...
Da könnt mer die Ambel doch aach glei uff 30 Sekunde stelle!?
Geht net! - Siwwe bis fuffzeh Sekunde is e Standardmodul, des wenich kost´t, des Modul nemme se an de Rumpenheimer Fähr sogar fer de Autoverkehr! Da komme aaach nur höchstens drei Autos dorch - wenn se all sesamme oofahr´n...
Aale hawwe da nur e Schangse, wenn se vornedroo stieh! - Es is schonn bleed!
Hintergrund: Die Maintaler Finanzen sind marode und die Sozialkosten sind der größte Posten des Haushalts. Als Kämmerer macht sich der Bürgermeister Sorgen um die weitere Entwicklung des Haushaltsdefizits. In seine Klage stimmt der Fraktionsvorsitzende der Maintaler FDP Dr. Fritz ein, denn die sozialen Posten sind ihm generell ein Dorn im Auge. Kernfrage wird sein, wie viel man den Kita-Nutzern pro Kind abknöpfen kann. Streng genommen könnte man den berufstätigen Familien genau so viel abknöpfen, wie die Seniorenbereuung kostet. Da gibt es in den Ansprüchen kaum einen Unterschied. Alternativ kann man als Doppelverdiener zuhause bleiben und sich selbst um seine Kinder und Alten kümmern. Das hat allerdings für viele einen noch höheren Preis, den man nicht zu zahlen gewillt ist. Unter dem Strich bleiben die Alleinverdiener und Alleinerziehenden, die auf ihr Einkommen angewiesen sind. Denen ist nur mit solidarischer Hilfe geholfen. Brauchen wir eine Pflegeversicherung für Kinder?
No! - Du bist ja garnet dehaam un basst uff dei Enkelcher uff!? Ich denk, die paar Trumpel von dei´m Sohn könnst´de der werklich neweher verdiene! Du hast doch Zeit! Dei Mutter hast´de ja im Kleeblatt zur Daachespfleeche, des kost´t doch üwwer Tausend Euro im Monat!
Do schneid´st de e Thema oo! Jezz gie-e se her, un gie-e her un rüttele an de Koste fer die Kiitaa´s! Die däte se viel koste - totz dem Geld, was se oinemme defer...
Des Geld, was fehlt, des hawwe se ja üwwer die Steuern schonn eigenomme, es werd nur fer annere Kram ausgewwe und kemmt net bei uns hier oo! Jezz is de Berjermaster un die FDP gezwunge, bei de Kiitaa´s zu spar´n!
Mer wer´n wahrscheins höhere Gebühr´n beschließe müsse... ...aach wenn ich dann uff mei Enkelcher selbst uffbasse muss.
Des kannst ´de ja aach - dei´m Sohn zulieb, des, was die Daachespfleech von deiner Mutter im KLEEBLATT kost´t, üwwernimmt ja größtendaals die Pfleecheversicherung!
Mensch! - E Pfleecheversicherung fer Kinner! - Des wär die Lösung!
Hintergrund: Zur Gesamtmasse des möglichen Deals zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Bischofsheim und der Stadt Maintal gehören ein Grundstück neben dem Bischofsheimer Bürgerhaus, die Immobilie des alten Gemeindehauses mitsamt Grundstück, das Grundstück auf dem alten Rathausgelände und der Bau des neuen Gemeindezentrums. Das alles soll geregelt werden, weil der Kirchengemeinde angeblich 500.000 € für den Neubau fehlen und die Besitzverhältnisse zwischen Kirchengemeinde und Landeskirche so verzwickt sind. Die Kirchengemeinde spielt auf "arme Gemeinde" und "Verweigerungsverhalten der Landeskirche" und wäscht ihre Hände in Unschuld. Der Stadtrat soll jetzt das Problem lösen. Dazu hat ihn eine knappe Parlamentsmehrheit beauftragt. Welche Verhandlungsgeschenke er im Gepäck hat, wird man noch erfahren. Der Lieblingsbauherr der Stadt Maintal wartet derweil im Hintergrund und freut sich, dass erneut "Zeit" gewonnen wurde. Wer verarscht hier eigentlich wen?
Saach emal, wer fährt dann von Euch mim Sachtlewwer mit zu de Landeskerch weeche´m neue Gemeindezentrum und dere ganze Tauscherei un em Geld? Die Bischemer vom Kerchevorschtand sin je se bleed fer sowas! Also - des is doch des, was de Grund fer des is, was beschlosse wor´n is...
Iiiiwooo - die sin aach net bleeder wir mir! Emal gucke, wer mit hii fährt... Da muss mer gewaltich uffbasse!
Maanst´de net, dass die Euer Grafaame nur ausnutze wolle, die Ihr seit fünf, sechs Johr in dere Sach macht? - Die sinn ja net bleed! Aach wenn se aan uff unschuldich un e bissi flüchellahm mache...
Mir sin aach net bleed! - Aach wenn viele maane, mit wär´n bleed...! Mir rechne nur annersterster... - darum muss mer aach immer mit uns rechne...
Wenn Ihr Euch diesmal nur net verrechent!
Dann isses aach net schlimm! Dann war´s de Sachtlewwer. Fer sowas hawwe mer den ja gewählt...!
Hintergrund: Pfarrer sind normalerweise Friedensstifter und Seelsorger. Das kann sich mitunter aber auch ändern, wenn im Leben eines Pfarrers traumatisierende Ereignisse eintreten, wie zum Beispiel der Ruhestand. In Hochstadt führte das zu gewaltigen Spannungen zwischen dem alten Pfarrer und dessen Nachfolger. Inzwischen muss sich die Landeskirche mit den Exzessen befassen, nachdem der Kirchenvorstand dem alten Pfarrer die rote Karte zeigte. Das stürzte den Betroffenen in eine tiefe Identitätskrise, in die er seine getreuesten Schäfchen - den Posaunenchor - mit hineinriss. Seitdem gibt es innerhalb der Evangelischen Kirchengemeinde Hochstadt Fronten, die sich unversöhnlich gegenüber stehen. Zur diesjährigen Kerb zelebriert der alte Pfarrer nun seinen endgültigen Abgang als Chorleiter - abseits der Kirche, aber auch abseits des Kerbgottesdienstes und seine getreuen Hilfstruppen sind natürlich an seiner Seite. Bleibt zu hoffen, dass Pfarrer Uwe Rau an diesem Tag in der Predigt für seinen Vorgänger Hermann Langheinrich Worte des Verständnisses findet und ihn in sein Gebet mit einschließt, wie er es für alle verirrten Schafe der Gemeinde macht. Sein Vorgänger tanzt derweil um sein liebstes goldenes Kalb - die Hochstädter Kerb. Alle Posaunen und Blasinstrumente sollten sich an diesem Tag in Vuvuzelas verwandeln...!
Jezz bin ich v´leicht in de Zwickmühl! Gieh ich am Kerbsonndaachmorje in die Kirch sem Parrer odder uff die Kerb? Gieh ich uff die offiziell Kirchweih odder gieh ich in die Kirch sem bete´?
Heit sinn mer emol aaner Meinung! - Kemmt ja aach net so oft fiehr...! Do benutzt de Posaunechor en kerchliche Oolass fer sem Profit sem mache unn mecht sem Kerbgottesdienst e Konkurrenzveroostaltung, nur weil se allzweiter em aale Parrer in de Arsch krieche un dem sei Posse unnerstitze!
Am Kerbsonndaach werd er ja endgültich als Chorleiter verabschied´t. Emol gucke, ob der unwürdische Schpuuk dann werklich uffheert. V´leicht kann mer des ja zukünftich als Daach der Befreiung vom Übel feiern! Semindest fer´n Posaunechor - vorausgesetzt er lässt se dann endlich in Ruh!
Ich gieh bei dem seiner Verabschiedung liewer in die Kerch, wie sich des geheert! Ich geh doch net her un geh her un duu aaner ehr´n, der nur sei eiche Süppche kocht! Unn sowas will Parrer fer ganz Huschdet gewese sei! - Im Leeeewe net!
Der hot halt de Abschprung net rechtzeitisch geschafft... der arme Deiwel!
Hintergrund: Maintal führt seltsame Diskussionen! Überall im Stadtgebiet begegnet man Grafiti-Schmierereien. Ein junger Mann, der darin die versteckten und ganz offenen rechtsextremen Parolen und Runen entdeckte, machte das im Maintal-Forum publik und warnte vor zunehmenden rechtsextremen Aktivitäten. Daraufhin wurde er von rechtsextremen Jugendlichen verprügelt. Die örtliche Polizei und der Bürgermeister sind der Meinung, es handele sich lediglich um dümmliche Schmierereien von jugendlichen Migranten. Die polizeibekannten Schläger waren aber rechtsradikale Deutsche. Der Bürgermeister zog den hessischen Verfassungsschutzbericht von 2006 aus dem Hut und meinte, die letzte extreme politisch auffälligen Extremen sei die Wahlalternative Maintal (WAM) gewesen. Kurioserweise ist deren Vorsitzender der ehemalige Parteivorsitzende der Maintaler CDU. Wirklich - sehr extrem!
Im Maintal-Forum von de Stadt hot aaner v´leicht e Thema oogefange! Der hot iwwerall Fotos von Neonazi-Schmierereie gemacht un is defer von rechtsextreme Juchendliche gewamscht wor´n...
Selbst droo schuld! Was leecht der sich aach mit Leut oo, die mir ignorier´n?!
De Erhard hot geschriwwe, in Maintal gäb´s kaa Rechtsextreme un schonn garkaa Neonazis - höchstens e paar, die wo hier wohne...! Es gäb üwwerhaupt kaa politische Extreme in Maintal! Die letzte wärn Zwaadausenunsechs die WAM gewese... ...hätt´ de Verfassungsschutz geschriwwe...
Unn - was willst´de dann dademit saache? Die sinn doch werklich ganz extrem! Guck doch emal, was die immer fer Theme druff hawwe. Die stelle immer Ooträäch, die mir schonn aus Prinsiep ablehne misse...
Des is v´leicht recht extrem! - Mit rechtsextrem hot des awwer nix se due!
Maanst´de? - Do werd´ ich de Erhard noch emol fraache...
Hintergrund: Die CDU-Fraktionsvorsitzende Angelika Feuerbach wollte dem Magistrat in dieser Woche mit einer flankierenden Aktion eine bessere Basis für die nächste Stadtverordnetenversammlung bescheren, in der es um den Pachtvertrag für die Wildtierfreunde geht. Diese könnten die nahezu leer stehenden Käfige und Räumlichkeiten des Dörnigheimer Geflügelzuchtvereins nutzen. In einem Leserbrief, der im Maintal TAGESANZEIGER erschien, verstieg sie sich sogar in die Formulierung "Es kann nicht Aufgabe der Stadt Maintal sein, verletzte Wildtiere aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis zu versorgen". Kein Mensch verlangte von der Stadt Maintal eine finanzielle Unterstützung oder gar Arbeitseinsätze. Es geht lediglich um die Verlängerung oder die Umwandlung eines Pachtvertrages. Durch die vehemente Verweigerung des Magistrats entsteht der Eindruck, dass das Gelände einem Zweck zugeführt werden soll, der mehr als nur Renaturierung bedeutet. Eine Renaturierung, die Wildtiere ausgrenzt, ist ohnehin suspekt. Irgend etwas ist doch wieder oberfaul! Zumal sogar die GRÜNEN auf der Seite des Magistrats stehen.
Emal oooogenomme: Du siehst en platt gefahrene Iiichel uff de strooß leie unn am Rand von de Strooß hockt e jung Iiichelche - mutterseele allans - was däts´de denn da mache?
Nadürlich net in die Hand nemme, weil die doot Mutter des Klaane net mehr oonemme dät! Das hot uns die Angelika oogetermt! Net in die Hand nemme! Oofach weitergiehe...
Unn - wenn des Klaane dann aach üwwerfahr´n werd...
Dann haammer aan Grund wenicher, de Wildtierfreunde se helfe! Als Stadt kammer von uns net verlange, dass wir alle Fundtiere vom ganze Kreis rette! Was maanst´de dann, was dere ihr Vorsitzende unserm Erhard fer Schwierichkeite mecht... Selbst de Sachtlewwer is schon genervt...
Dann gebt dene doch en Pachtvertraach fer des Gelänne von de Flitsch!
Kemmt garnet in Fraach! Mir wolle am Maa e naturbelassene Auelandschaft, die mer extra ooleeche. Dadebei könne mer doch kaa Wildtiere gebrauche! Mer müsse doch aach an die Mensche denke...!
Hintergrund: Die Bundesregierung verabschiedet ein Sparpaket über 80 Milliarden Euro, um den Staatshaushalt zu stabilisieren. Noch sind nicht alle Fakten auf dem Tisch aber die Gewerkschaften und Sozialverbände laufen bereits dagegen Sturm. Man spricht von einer Liste der Grausamkeiten. Die Abgeordneten wollen auf eine Diätenerhöhung verzichten, während man Hartz IV-Empfängern Mittel kürzt. Umgekehrt würde ein Schuh daraus, denn alle müssen ihren Teil dazu beitragen.
Achtzich Milliarde! - Des musst´de der emal vorstelle! Achtzich Milliarde - des sin ja Achtzichtausend Millione! Soviel solle mir jezz alle spar´n - des sin ja griechische Verhältnisse!
Des siehst´de falsch! Mir müsse spar´n, damit mer irscht kaaaa griechische Verhältnisse krie! Guck emal: Mir hawwe jezz sogar de Bau von erem Schloss in Berlin serickgestellt! Unn - fer die Verlängerung von de Laufzeite von de Atomkraftwerke müsse die jezz Brennelementesteuer bezahle! - Geschiggt, gell! Unn - die ganze Hartz-IV-Empfänger könne jezz aach net mieh in Saus un Braus lewe... Da siehst´de mol, wie sozial ausgewooche des is!
Eichentlich müsst mer die zur Kass bitte, die des alles verursacht hawwe! Die Bolldick, die die Banke und Zocker net an die Kett geleecht hot un die Banke un die Zocker, die alles verzockt hawwe un die sich noch hawwe rette losse! Jedem blooose mer Entwicklungshilfe in de Arsch! Des sin doch alles Wertschaftssubvenzione!
Weich net aus! - Mir sin Deutschland! - Mir müsse Deutschland rette! Wer soll dann de annere ihr Schulde bezahle?
Hintergrund: Die schwarz/gelbe Bundesregierung ist gewaltig unter Druck. Mit der Regierungsarbeit wird den Bundesbürgern allmählich klar, dass sie die falsche Option ermöglichten. War die CDU/CDU in der großen Koalition über eine Sozialdemokratisierung dem Wesen einer Volkspartei etwas näher gekommen, so bewirken neoliberale Kräfte jetzt das Gegenteil. War ersterer Weg noch logischem Denken und gesundem Volksempfinden nahe gekommen, so regiert jetzt das gierige Profitstreben und die Klientelpolitik. Während dieser Zerreißprobe leistet sich die CDU einen Abbau markanter Landespolitiker und ein Einschwenken auf nationalkonservative Gruppen. Die letzte Handlung mit der Nominierung von Christian Wulff zum Bundespräsidentenkandidaten, der gleichzeitigen Düpierung von Wolfgang Schäuble und Ursula von der Leyen war äußerst unbedacht. Das umso mehr, da SPD und Grüne einen starken Gegenkadidaten ankündigten. Mit Joachim Gauck als Gegenkandidaten kippt nun langsam das Koalitionsbündnis. Fällt Christian Wulff in der Bundesversammlung durch, dürfte die Koalition am Ende sein.
Hast´de dann des mitkriet, wie geschmiert des mim Bundespräsident leeft?
Kerle, Kerle, was habt´er euch dann dadebei widder gedacht? Habt´er euer ganze Ecke ausgekehrt und endlich aan gefunne, der euern Kram mitmecht! Mir duht nur euer Awweitsministerin laad - wo die sich schon so gefreut hat...
Ach - die lacht doch schon widder mim Christian un de Angela! Unseren Finanz-Rolli hat allerdings gleich gemerkt, dass da was im Busch wor...
Mer könnt maane, de Koch hätt widder sei Händ im Schbiel gehabt! Der hat des awwer sicher euerm Christian erst verklickern müsse, warum er´s mache soll...
Wenn de jezz widder sechst, dass des en Laumann is, dann, dann...
Dann, dann - dann hab ich wahrscheins widder emol recht! Bass emal uff - im erschte Wahlgang werd des fer euch en Super-Gau(ck)!
Im Lewe net!!! - Odder?
Hintergrund: Bei der Feier zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Theo Mack kam es zu massiven Personenkontrollen durch städtische Polizeikräfte, die als völlig überzogen angesehen wurden. Beim Ehrenbürger lagen wohl keine Kriterien für eine solche Maßnahme vor. Dennoch wurde die Feier hermetisch abgeschirmt. Wenn aber keine Person geschützt wurde, dann muss es andere Gründe gegeben haben, dem Ehrenbürger die Referenz interessierter Bürger zu verweigern. Selbst Stadtverordnete mussten sich als geladene Gäste legitimieren, um eingelassen zu werden. Schon wird vermutet, dass die kürzlich beanstandeten organisatorischen Mängel bei einer anderen Ehrung der Grund gewesen sein könnte. Der Hausherr wollte wahrscheinlich sicherstellen, dass nur dem Organisator wohlgesonnene Personen Einlass erhielten und "neutral" darüber berichtet wird. Damit hätten aber bei dieser Inszenierung die Bedürfnisse des Ehrenbürgers eine untergeordnete Rolle gespielt. Es ist für manche Organisatoren offenbar nicht leicht, sich einmal weniger wichtig zu nehmen.
Was wor dann die Woch´nur am Bischemer Berjerhaus los ? Drinne wor alles so foi oogezooche un adrettche unn drauße hawwe Bollezisde alles abgeschberrt...
De Berjermaaster un de Stadtverordnetevorsteher hatte oigelade... ...de Mack vom Kälte-Mack hawwe se sem Ehrenberjer gemacht.
Un do geheern Bollezeikontrolle dezu unn dass mer des vor de Öffentlichkeit abschermt ? Wollt´ dann des de Mack so hawwe ? Des is doch en Mann, dem kaaner was se Leid duht...
Ich nemm oo, des wor sem Schutz von de Rathaus-Schbitz unn vom Wolf-Rüdicher als wichtichste Mann bei dere Sach... ...unn dass kaaner was driwwer schreiwe kann, der net zu de freundlich, freie un unabhängische Presse geheert. Waaßt jo, was es fer en Knaatsch mit de Karla ihre Ehrung gewwe hot... ...es Blättche hätt doo nie was driwwer geschriwwe !
Des hoffe se all - un de Kallheinz - dass des aach so bleibt...
Unsern Wolf-Rüdicher is awwer jezz widder fei eraus ! No ja - wemmer aach de ganze Staatsapparat hinner sich hot...
Hintergrund: Der ehemalige Maintaler CDU-Chef Jörg Schuschkow (jetzt WAM) reichte seine Kandidatur zur Bürgermeisterwahl kurz vor Meldeschluss ein und steht somit als dritter Kandidat fest. Bei der letzten Bürgermeisterwahl errang er als freier Kandidat immerhin 18,2% der Stimmen und trug wesentlich dazu bei, dass der jetzige Amtsinhaber in die Stichwahl musste. Da bei der letzten Wahl nicht abzusehen war, dass Schuschkow diesen Erfolg haben würde, kandidierte aus gleichem Grund sogar Peter Arendt (Grüne) - allerdings mit einem schlechten Ergebnis. Kandidaten mit hohen Heimvorteilen, wie Erhard Rohrbach, kann man nur so den Triumph der Wahl im ersten Wahlgang nehmen. Dennoch dürfte bei ihm weiterhin die absolute Siegeszuversicht vorherrschen und er empfindet wahrscheinlich die Meinungsäußerungen der Bürger per Stimme äußerst lästig.
De Schuschkow is doch en Deiwelskerl ! Der aale Fuchs will mit seiner Kandidatur doch nur em Erhard Schdimme klaue...
Wenn de´s kaam verrätst - der is mer desweeche richtich sümpathisch !
Euerer Kandidatin nimmt er doch aach Schdimme weg !
Kann schoo sei... - awwer net so viel wie em Erhard ! E Entscheidung im erste Wahlgang kann der sich jezz abschminke !
Des heeßt awwer, dass euer Kandidatin aach net sofort gewinnt... Seid ihr dann net von erer üwwerzeucht ?
Mir sin von erer üwwerzeucht, dass se die Wähler mehr üwwerzeucht als aaner, der die Wähler immer nur vor vollendete Tatsache stellt.
Des is halt die Macht, die de Unnerschied ausmecht...
Vielleicht sin sei Konkurrente awwer schlauer un er merkt´s garnet !
Die Wähler könne froh sei, wenn´s de Erhard üwwerhaupt mecht, was bilde sich dann die Wähler eichentlich ei - geh fort !
|