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Rechtzeitig
vorsorgen
Ich
muss dich emal was fraache: Müsse all im Bundesdaach was könne?
So
wie unsern Sascha Raabe - maan ich...
Im
Prinsieb ja, wie Radio Eriwan immer gesacht hot. - Des siehst´de ja am
Tauber,
der
heut noch mit em Missfelder seine Hüftgelenke hausier'n geht.
Mer
muss sich nur an de richtiche Stelle fer erchentwas empfehle...!
Maanst´de,
der neue Zuschnitt von de Wahlkreise dät sich auswerke?
No
klar! - Wenn heut de Erhard uff die Idee käm, nach Berlin se gehe
un
immer so spur'n dät, wie er glaabt, dass es erwart't werd,
dann
könnt der noch ganz groß eraus komme, wie damals de Jung.
De
Jung is awwer jezz e ganz schlecht Beischbiel!
Den
hun se doch beim erste Fehler schon abgesäächt...!
Guuut
- der hot zwar net sein eichene Arsch gerett't, awwer den vom Roland
Koch.
Es
ging doch damals ums gut versorcht sei und net ums Könne'!
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Ein
ganzes Jahr lang war das "Wasserhäusi an de Eck" geschlossen.
Nun ist es wiedereröffnet. Auf dieser Seite erscheint stets das letzte
"Gebabbel". Ältere Beiträge sind auf der Seite Wochenendglosse
zu finden. Viel
Spaß beim Lesen! |
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28.01.2012 |
Jetzt
nur nicht hudeln!
Maintals
Kommunalpolitik steht gegenwärtig gewaltig auf dem Prüfstand. Die
Finanzen sind äußerst angespannt, die Situation verfahren. Die
bisherigen Protagonisten der Kommunal- politik haben sich in ihren
Funktionen mehrheitlich abgesetzt und den Bürgermeister sowie ihre
Fraktionen in der Tinte sitzen lassen. Infolge heftiger Verschiebungen bei
der Kommunalwahl ist der Anteil an neuen, nahezu noch unbedarften
Stadtverordneten so hoch wie niemals zuvor. Ihre neuen
Fraktionsvorsitzenden haben gerade erst ihre Arbeit aufgenommen und stehen
vor gewaltigen Herausforderungen. Bei CDU und den Grünen sind frühere
Täter dabei, die Dinge in ihre alten und teilweise misslungenen Bahnen zu
lenken. Es ist der Zeitpunkt gekommen, an dem sich alle eindringlich
Beschwatzten endlich frei schwimmen. Man kann in einem derart mäßig
informierten und noch nicht qualifizierten Zustand keine richtungweisenden
Entscheidungen treffen, ohne dies später bitter zu bereuen. Es mag ja gut
gemeint sein, dass Wolf-Rüdiger Fritz (CDU) heute im Maintal
TAGESANZEIGER für seinen Bürgermeister eine Lanze bricht und
versichert, er habe einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt und damit
seine Aufgabe erfüllt. Er hat aber nicht erkannt, dass die alte Masche
nicht mehr zieht und das Parlament jetzt aus wesentlich mehr Querdenkern
besteht. Die Zeiten, als man in jeden Haushalt kleine ablenkende
Reizthemen zum Abarbeiten einbaute, um den Blick vom großen Gesamtfehler
der Haushaltsplanung abzulenken, werden von der alten Loge der
Konspirativen nicht mehr mitgetragen. Der Hauptfehler ist jetzt so hoch,
dass man ihn nicht mehr verschweigen kann.
>>>mehr
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19.01.2012 |
Grüne
Klebeversuche
Die
Risse, die zur Spaltung der Maintaler Grünen führten, gehen quer durch den
ganzen Ortsverein. Das Taktieren der Spitze der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen ist
trickreich und das politische "Weiter so!" zeigt, dass die
Gründe der Wiedererstarkung nicht verstanden und schlichtweg ignoriert
wurden. Die Fortführung der alten Machtpolitik wird nach dem
Vertrauensvorschuss von den zurückgekehrten Wählern als Ohrfeige
empfunden. Nach der deshalb als zwangsläufig empfundenen Spaltung der
Fraktion (in allen kann man sich ja nicht getäuscht haben) entstand
kurzzeitig der Eindruck, die Abtrünnigen würden sich aus diesem Grund
widersetzen und allein einer reinen grünen Sachpolitik ohne
Fraktionszwang und Maulkorb den Vorrang geben. Seit der Berichterstattung
über die jüngste Versammlung der grünen Ortsgruppe, an der auch die
Abtrünnigen teilnahmen, scheint das Problem plötzlich auf die rein
zwischenmenschliche Ebene verschoben zu sein. Es ist keine Rede mehr vom
unerwünschten Einfluss des ehemaligen Fraktionsvorsitzenden und der
erklärten aber nicht gewollten taktischen Magistratstreue der neuen
Fraktionsspitze. Der Bericht vermittelt sogar den Eindruck, als wollten
die Abtrünnigen wieder zurück in die Fraktion von Bündnis 90/Die
Grünen und weitere Gespräche sollten den Weg ebnen. Sollte das wirklich
und in einer Position der Schwäche geschehen, so wöge das als erduldete
Disziplinierungs- maßnahme schwerer als die öffentliche Bloßstellung
von Wolfgang Holland in der letzten Legislaturperiode und gälte als
klares Zeichen für die alte Machtpolitik. >>>mehr
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Kein Thema mehr?
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Moral
während des Krieges
Nur
noch kurze Zeit wird es dauern, dann ist mein zweites Buch "Wer
will unter die Soldaten..." im Handel erhältlich. Das Kernthema
ist die Kriegsberichterstattung und die Werbung im Zweiten Weltkrieg. In
Zeiten, in denen Verlage plötzlich wieder Zeitschriften aus der Zeit des
Nationalsozialismus hervorholen, nachdrucken und mit geschichtlichen sowie
politischen Kommentaren versehen, kommt das Buch genau zum richtigen
Zeitpunkt, um das Bewusstsein noch stärker dafür zu schärfen, was in
dieser Zeit geschah. Zwar ist ein Großteil des Buchinhalts bereits seit
2006 (unter Kriegberichterstattung und
Werbung) Bestandteil meiner Homepage, doch das Thema rückte erst
2010 in den Fokus einiger Verlage. Es kam zu einem Abschluss mit dem Buchverlag
König und nun erscheint das Buch (ISBN
978-3-943210-00-2) in Kürze. Vorher waren aber erst noch einige
Hürden zu nehmen, die für Sachbücher und geschichtliche Dokumentationen
obligatorisch sind. So verfügt das Buch auch über die exakte Auflistung
der verwendeten Original-Artikel der Zeitung "Die Wehrmacht"
sowie Daten über das Erscheinen markanter und vielfach direkt mit dem
Krieg verwobener Werbungen namhafter deutscher Firmen. Damit steht ein
Zeitdokument zur Verfügung, das es in dieser Form bisher noch nie gab. >>>mehr
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15.01.2012 |
Politische
Meditationen
Die
Maintaler Haushaltsberatungen sind wieder in vollem Gang und
Bürgermeister Erhard Rohrbach bekräftigte nochmals
gegenüber den Fraktionsvorsitzenden, dass er einen ausgeglichenen
Haushalt vorgelegt habe, den es nur noch zu genehmigen gälte. Wollten die
Stadtverordneten etwas anderes, so müssten sie es selbst erarbeiten und
vorlegen. In Reden, städtischen Druckschriften, Grußbotschaften und
gegenüber der Presse spricht er bereits seit länger Zeit in der IST-Form,
als sei alles bereits beschlossen. Zuletzt in der BILD-Zeitung vom
14. Januar 2012, die seinen Kommentar zur Erhöhung der Hundesteuer
veröffentlichte: "Wir haben ein Haushaltsloch von etwa 4 Millionen
Euro. Wir erhöhen nicht nur die Hundesteuer sondern auch die Grundsteuer
und andere Abgaben. Für Steuern
kann man eben keine Gegenleistung erwarten." Es ist nicht nur
die verwandte IST-Form, die vor Verabschiedung des Haushalts als dreist
empfunden wird; die Auffassung, "für Steuern könne man keine
Gegenleistung erwarten", zeigt auch, wie der Bürgermeister denkt.
Ihm ist es egal, an welcher Schraube gedreht wird, Hauptsache, der
städtische Haushalt ist ein ausgeglichenes Zahlenwerk. Man solle halt die
speziellen Steuern nicht so persönlich nehmen, sondern in großen
Zusammenhängen denken. >>>mehr
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08.01.2012 |
Maintaler
Kraftakt
Die
Zeit der Anbiederung an die Grünen ist bei der Maintaler SPD scheinbar
beendet. Auch scheint man sich bei der SPD für die Fortsetzung reiner
Machtpolitik entschieden zu haben. Jetzt wird die Maintaler CDU umworben.
Die Devise könnte lauten:
"Gemeinsam sind wir stark, wenn wir beide in wichtigen Punkten
ausreichend schwach werden." Der große Vorteil einer
Kooperation der beiden größten Fraktionen bestünde allerdings in der
Übersichtlichkeit der Gesprächspartner und der jeweiligen
Sachpositionen. Ob das aber der große Wurf ist, kann bezweifelt werden.
Bei diesem Kraftakt werden nämlich vier Fraktionen völlig ausgeblendet,
die in Sachfragen vom Meinungsbild her zwar recht differenziert
auftreten, jedoch einen nicht unerheblichen Teil des Wählerwillens
verkörpern. Sie für den Rest der Legislaturperiode ins politische
Abseits zu stellen, wäre kurzsichtig. Dafür ist die Chance groß, dass
zwischen CDU und SPD vorrangig in der Sache gerungen wird, anstatt sich in
der oftmals bequemen Oppositionshaltung ausschließlich mit Meckern zu
begnügen. Eines ist jedoch jetzt schon klar: Mit unverrückbaren
Positionen brauchen beide erst gar keine Kooperation anzustreben. Die
Erhöhung der Grundsteuer B - um welchen Prozentsatz auch immer - wird
wohl der Knackpunkt sein. >>>mehr
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08.01.2012 |
Der
unkündbare Präsident
So
langsam wird es brenzlig für den Bundespräsidenten. Er sitzt in der
Falle - aber er feixt. Selten schlug Realitätsverlust solche Kapriolen. Christian
Wulff feixt indirekt, dass er gar nicht aus dem Amt entfernt
werden kann, wenn er und seine Frau es nicht selbst wollen. Entfernung vom
Amt ist in unserer Republik gar nicht vorgesehen, wenn keine strafbare
Handlung vorgeworfen werden kann. Dieses Feixen führt dazu, dass einige
Journalisten und Politiker, die sich nun an seine Fersen geheftet haben,
verstärkt genau nach diesem Beweis suchen. Längst ist das Arsenal an
moralisch-ethischen Gründen und Argumenten ausgeschöpft, die jede andere
Persönlichkeit zum Rücktritt bewegt hätte. Nicht so Christian
Wulff und dessen Gattin. Sie fühlen sich pudelwohl in einer Welt,
in der man per Handschlag Häuser kauft und mit anonymisierten Schecks
bezahlt, Kreditverträge zu super günstigen Bedingungen per Handschlag
mit Banken abschließt, an deren Rettung man beteiligt war, nur um
nachweisen zu können, dass man seine Schulden selbst bezahlt. Leider
erst, als Ungereimtheiten auftauchten, denen findige Journalisten
nachgingen. Da spielen die Urlaube unter Freunden oder in deren Villen in
aller Welt während ihrer Abwesenheit doch wirklich keine Rolle. Oder
doch? >>>mehr
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04.01.2012
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Maulkorb
und Parteiausschluss
Maintals
Partei Bündnis 90/Die Grünen drohen tatsächlich den Mitgliedern
der Grünen Alternative Maintal mit einem
Parteiausschlussverfahren. Grund sei parteischädigendes Verhalten, denn
durch die Spaltung der Fraktion sei die mögliche Kooperation von SPD
und CDU begünstigt worden. Gleichzeitig fordern sie die
Abtrünnigen auf, ihre Mandate an die Fraktion zurück zu geben, damit
drei Nachrücker bestimmt werden könnten. Mit ihrer alten Stärke wollen
sie natürlich die personellen Veränderungen und damit den Verlust an
Einfluss in den Ausschüssen rückgängig machen. Ein solches Ansinnen ist
reichlich weltfremd, weil die Abtrünnigen natürlich die bei der Wahl
für ihre Person direkt erzielten Stimmen geltend machen und darüber
hinaus die Veränderungen längst gegriffen haben. Die Grüne Alternative
Maintal präsentiert sich bereits im Internet unter www.ga-maintal.de
und wer die Seite aufruft, stellt fest, dass es das komplett gleiche
Layout der Homepage des Ortsverbandes
von Bündnis 90/Die Grünen ist. Damit bekräftigt die GAM ihre
Zugehörigkeit zur Partei Bündnis 90/Die Grünen. Diesen Maintaler
Seitentrieb würden Monika Vogel und Friedhelm Duch
jedoch liebend gern vom grünen Ast abschneiden. Damit unterstreichen sie,
dass sie in Maintal weiterhin Machtpolitik nach Art ihres Beraters Peter
Arendt betreiben wollen. >>>mehr
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02.01.2012 |
Presse
schießt sich auf Wulff ein
Pünktlich
zum Neujahrstag endete der Weihnachtsfrieden zwischen der Politik, dem
Bundspräsidenten und der Presse. Die Presse nutzte die nach außen
gesehenen ruhigen Tage, um kräftig aufzumunitionieren. Das Ziel ist allzu
offensichtlich: Der rasche Sturz von Christian Wulff als
Bundespräsident. Die Kommentare verschiedenster Zeitungen, dass Wulff
moralisch-ethisch als Bundespräsident nicht mehr haltbar sei, entbehren
jeder Zuversicht, dass er die Sache noch aussitzen kann. Nachdem der erste
Schuss (die Kreditgeschichte) Christian Wulff bereits
erheblich ins Wanken brachte, macht nun die persönliche
"Kriegsandrohung" Wulffs an die Springer-Presse die Runde und
fast die gesamte Presse wertet das als Angriff auf die Pressefreiheit. Das
solidarisiert natürlich und Schuss Nummer 2 (Presse) traf den
angeschlagenen Präsidenten nochmals. Seit geraumer Zeit wird bereits die
Patrone für den vermutlichen Fangschuss auf Hochglanz poliert, denn
verschiedene Journalisten und Blogger befassen sich seit einiger Zeit
intensiv mit der Vergangenheit der First Lady. Sie stießen auf eine
angebliche brisante Betätigung der ehemaligen Bettina Körner
und diskutieren sie seit Anfang Dezember im Internet. In einer Talk-Runde
von Günther Jauch wurde der Sachverhalt ebenfalls kurz
angerissen und dabei aufs Internet verwiesen. Wer die richtigen
Suchbegriffe eingibt, wird fündig. >>>mehr
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01.01.2012 |
Blick
nach vorn - ohne Zorn
Der
Jahreswechsel ist wieder mal der Zeitpunkt, an dem ich mich bei
meinen Lesern dafür bedanken möchte, dass sie mir weiterhin die
Treue halten. Mir ist natürlich bewusst, dass auch einige Leser
dazwischen sind, die mir nicht ganz so gut gewogen sind, jedoch
wissen wollen, was über sie geschrieben wird. Auch ihnen gilt meine
Aufmerksamkeit.
Das
Jahr 2011 war für mich ein sehr bewegendes Jahr mit einigen
Entscheidungen, die mir nicht leicht fielen. Nun stehe ich mit
allerlei Erwartungen vor einem neuen Jahr und ich kann nur vage
abschätzen, wohin die Reise gehen soll. Ihnen wird es sicher
ähnlich gehen. Nur ungern würde ich mich auf einen detaillierten
Jahresrückblick einlassen, denn es zählt eigentlich nur das, was
vor einem liegt. Dennoch möchte ich zum Jahreswechsel noch einmal
die Dinge aufgreifen und damit endgültig in die Tonne treten, die
mich gewaltig verärgerten. >>>mehr
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31.12.2011 |
Eine
Lanze für den Tagesanzeiger
Es
ist wohl eine Zeiterscheinung, dass wir mit Informationen genauso umgehen,
wie mit einfachen Konsumgütern. Zunächst fragen wir uns, ob wir
sie überhaupt benötigen, dann rückt erst die Frage in den
Vordergrund, wie wir an die Informationen kommen. Das Meiste
erreicht uns bereits über Rundfunk und Fernsehen. Kostenlose
Wochenzeitungen und Werbung füttern uns ebenfalls mit
Informationen. Erst dann rücken die Tageszeitungen, die online und
kostenlos im Internet gelesen werden können, in den Fokus. Wer in
allen bisher genannten Medien nicht fündig wurde, weil der speziell
gesuchten Information die überregionale Bedeutung fehlt, leiht sich
beim Nachbarn den Maintal TAGESANZEIGER aus oder kauft ihn
als Einzelexemplar. Dort steht alles drin, was von lokalem Interesse
ist. Derart punktuell informiert, wartet diese
Leserkategorie auf den nächsten Anlass, um sich erneut so günstig zu
versorgen. Aus der Sicht unseres Maintaler Lokalblattes
wäre es allerdings optimal, wenn der TAGESANZEIGER noch
stärker abonniert würde. Bereits jetzt werden über die mehr als 4000
Abos, die Weitergabe unter der Hand und den Straßenverkauf
viele Maintaler Privathaushalte erreicht. Doch für viele Maintaler
Bürger scheint das Abo überhaupt kein Thema zu sein, weil sie
sich einfach nicht für Maintal interessieren. Das stimmt nachdenklich,
erklärt sich aber mit der gefühlten Unattraktivität Maintals, die
oftmals jedoch erst aus der mangelnden Information resultiert. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz.
>>>mehr
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24.12.2011 |
Alte
Seilschaft
Wäre
die Atomkatastrophe in Fokushima nicht gewesen und hätten Bürger,
die sich um das Maintaler Parteienspektrum sorgten, nicht
eingegriffen, säßen Peter Arendt und Monika
Vogel heute vermutlich beide nicht oder ebenso alleine im Parlament, wie die
FDP-Kandidaten. Erst der Weggang von Peter Arendt ließ
auf eine Erneuerung der Grünen in Maintal hoffen. Den absoluten
Kick bekamen die Grünen landauf landab durch die Folgen von
Fokushima. Er bewirkte, dass die Mehrzahl der Grünen-Fraktion nun aus
Stadtverordneten besteht, die kaum oder keine kommunalpolitische Erfahrung
haben. Die 8 grünen Maintaler Stadtverordneten waren vom ersten
Tag an eine Gruppe, denen man förmlich anmerkte, dass kaum etwas
zwischen ihnen harmonierte, geschweige denn, stimmte. Erneuerung und
verbohrtes Festhalten an alten Verhaltensweisen stießen aufeinander.
Während der Diskussionen wurde schnell klar: Monika
Vogel war noch nie und wird niemals ein Alpha-Tier
beziehungsweise eine starke Führungsperson sein. Sie scheint nur
der verlängerte Arm von Peter Arendt zu sein, der von
außen die Fäden zieht. Zumindest wurde dies überdeutlich. Nun ist die Fraktion zerbrochen und drei
Abgeordnete wollen eine eigene Fraktion gründen, die - das muss man
sich auf der Zunge zergehen lassen - wirklich grüne Politik
umsetzen wollen. Sie distanzieren sich damit von der unbeirrten
Fortführung des Kurses der letzten Wahlperioden. Dafür waren sie
nun mal
nicht angetreten. Aus was ihre grüne Politik bestehen soll, wollen
Sie noch erklären. >>>mehr
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21.12.2011 |
Ein
gekaufter Präsident?
Landesvater
-
das ist die Rolle, die Bundespräsident Christian Wulff
bevorzugt spielt - erst in Niedersachsen, dann für die gesamte
Bundesrepublik. Den Aufstieg verdankt er Angela Merkel
und offensichtlich einigen Unternehmern, die ihn unterstützen. Mit
Wulff war auch der letzte Kandidat aus dem Rennen, der Angela
Merkel das Amt bei
Neuwahlen hätte streitig machen können. Christian
Wulff hat nun lebenslang Anspruch auf einen Gehalt von
monatlich 23.000 €, ein Büro, einen Dienstwagen, einen Chauffeur und
eine Sekretärin. Ein wahrlich fürstlich bezahlter Ausstieg aus der
Politik. Er ist von Freunden umgeben, die es ausgenommen
gut mit sich und mit ihm und wer weiß was noch meinen und ihn
deswegen teilweise auf seinen offiziellen Auslandsreisen begleiten. Im Gefolge von Kanzlern und der jetzigen
Kanzlerin ist ein Tross von führenden Köpfen der Wirtschaft
völlig normal.
Politiker sind nun mal die Gehilfen hochkarätiger
Handlungsreisenden. Beim Bundespräsidenten jedoch ist das weder üblich noch mit dem Amt vereinbar.
Als Bundespräsident wacht man über Gesetze, bestellt und abberuft
Kanzler und Minister, wacht über die Demokratie und die Einhaltung der
Gesetze. Das erfordert
ein Höchstmaß an Integrität, Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit.
Christian Wulff
hat bewiesen, dass diese Eigenschaften auf ihn nicht wirklich
zutreffen. Ist er nur ein gekaufter Präsident? >>>mehr
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17.12.2011 |
Das
schwarze Loch Maintals
Seit
Tagen geistert ein Bild durch die Presse, auf dem ein schwarzes Loch unserer Milchstraße eine heiße Gaswolke an sich
zieht und demnächst verschluckt. Unwillkürlich muss man an das
schwarze Loch denken, in dem unsere Maintaler Haushalte
verschluckt werden, ohne dass Spuren davon zurück bleiben.
Jährlich werden Millionen beziffert, ehe sie für immer
verschwinden. Der Bürgermeister berichtete kürzlich von 17
Millionen Euro an Werten, die sich innerhalb der letzten 3 Jahre
unter seinen Augen in Nichts aufgelöst hätten. Das möchte er
nicht noch einmal erleben, weshalb er nun Magistrat und Parlament mit einem
"Weckruf" wachrüttelte. Dagegen soll nun
endlich irgend etwas unternommen werden, damit das schwarze Loch Maintals
seinen unglaublichen Einfluss verliert. >>>
mehr
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14.12.2011 |
Freie
Fahrt für Sachpolitk
Das
Maintaler Parlament schrammte bei seiner letzten Sitzung noch einmal an
einer gefährlichen Klippe vorbei, die sich beinahe ergeben hätte. Als
die Abgeordnete der Republikaner erneut nicht im Parlament erschienen war,
waren alle theoretischen Zahlen- spielchen Makulatur. Für den Haushalt
des Bürgermeisters zeichnete sich keine noch so knappe Mehrheit mehr ab.
Nachträgliche Diskussionen darüber, was gewesen wäre wenn - irgendwie
und obwohl es keiner gewollt habe - der Haushalt mit kleinen Änderungen
mit der Stimme der REPs beschlossen worden wäre, sind Schnee von gestern.
Zumindest diese demokratische Katastrophe wurde abgewandt. Für neue
Beratungen benötigt das Parlament jetzt Zeit, die es sich selbst
verschaffte, indem die Entscheidung über den Doppelhaushalt 2012/13
verschoben wurde. Optimistisch stimmte das keinen der vielen anwesenden
Besucher der Sitzung. >>>mehr
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10.12.2011 |
Amtszeit
wird zum Horror-Trip
In
der nächsten Stadtverordnetenversammlung sollte eigentlich der Haushalt
2012/2013 für die Stadt Maintal verabschiedet werden. Hierzu berieten die
Fraktionen ausgiebig. Zwei Tage vorher steht nahezu fest, wie sich die
Parteien positionieren werden. Die Augen sind plötzlich auf den einzig im
Parlament verbliebenen REP, die Stadtverordnete Mechthild Schilling
gerichtet, die allerdings bei den letzten Sitzungen nicht anwesend war.
Mit ihrer Stimme und den Stimmen von CDU und Grünen könnte der Maintaler
Haushalt mit kleinen Änderungen doch noch verabschiedet werden, weil
damit 23 Stimmen erreicht würden. Das ist natürlich theoretisch absolut
möglich, wenn alle Abgeordnete anwesend wären. Maintal erhielte damit
einen Haushalt, mit dem die nachhaltige Haushaltskonsolidierung verschoben
würde und mit dem weitere Schulden aufgenommen werden müssten. Das zähe
Ringen um die wirklich nachhaltige Konsolidierung würde für zwei Jahre
ausgesetzt. Das kann nicht die Lösung sein, die Maintals Finanzen wieder
auf Kurs bringt. >>>mehr
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07.12.2011 |
BürgerOffice
- ein großer Wurf?
Maintal
ist an einem Punkt angekommen, an dem der Magistrat zu drastischen Mitteln
greift, um das vielfältige ehrenamtliche Engagement zu bündeln und
dessen Steuerung zu übernehmen. Am 1. Januar 2012 geht nämlich das
bisherige SeniorenOffice, das Projekt "Soziale
Stadt" und der aus der alten Lokalen
Agenda hervorgegangene "Stadtleitbild-
prozess" im neu gegründeten BürgerOffice auf. Die
zusammengefasste Verwaltungseinheit umfasst insgesamt 5 MitarbeiterInnen
und verfügt über einen Etat, der zusammen mit dem Haushaltsplan
2012/2013 festgelegt und genehmigt wird.
Der
erste Stadtrat Ralf Sachtleber klärte bereits gegenüber
der Maintaler Seniorenzeitung auf, dass es sich um eine organisatorische
Maßnahme handele, die ausschließlich zum Zuständigkeitsbereich der
Verwaltung gehöre. Dennoch ist damit zu rechnen, dass es dazu lebhafte
Diskussionen geben wird, weshalb vom Stadtrat vorsorglich bereits dafür
geworben wird, dass alle bisherigen ehrenamtlich Aktiven bei der Stange
bleiben - mehr noch, dass sie sogar weitere ehrenamtliche Leistungsträger
zur unentgeltlichen Mitarbeit motivieren. Nun muss sich zeigen, wo die
Grenzen bürgerschaftlichen Engagements verlaufen. >>>mehr
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03.12.2011 |
Schluss
mit Lustig!
Das
öffentliche Äußern einer persönlichen Erkenntnis und das daraus
resultierende einzig noch hilfreiche Konzept wiegen manchmal
außerordentlich schwer, besonders, wenn lange Zeit die Strategie
"Hoffnung" das einzige Konzept war. Das permanente
Ziel, das Maintaler Haushaltsergebnis während seiner Amtszeit jährlich um nur 1% zu
verbessern, wäre einfa- cher zu erreichen gewesen als jetzt 10% auf
einen Schlag. Das war unserem Bürgermeister bereits an dem Tag
klar, als er die 10% laut aussprach. Doch er gab mit der
Unterstützung der CDU, der Grünen und der FDP den Ball an die
Fachbereiche seiner Verwaltung weiter, um eine wirksame
Selbstbeschneidung durchzuführen und als Plan B gleich mögliche
Einnahmenerhöhungen mit auszuloten. Unter den Augen der Fraktionen
ließen sich die Fachabteilungen zu einigen Sparvorschlägen
hinreißen, die jedoch bei 5% ihrer Kosten versiegten, um das nicht
zu zerstören, was man jahrelang mühsam an Qualität und Leistung
aufgebaut hatte. Damit schleppte sich die Politik über die
Kommunalwahl und man war sich sicher, dass die Wähler
das Haushaltskonsolidierungskonzept des Bürgermeisters wegen seiner
gefühlten Absurdität nicht ernst nehmen würden. Das Dicke
Ende kam jetzt, als der Plan B - die geplanten Erhöhungen der
Einnahmen - auf dem Tisch lag. Nun merken alle, dass es Erhardt
Rohrbach tatsächlich ernst meint. >>>mehr
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30.11.2011 |
Das
braune Gespenst
Der
braune Sumpf der Vergangenheit kommt derzeit wieder gewaltig hoch. Es sind
zwar nicht die Reste der alten nationalsozialistischen Garden sondern die Neonazis,
die sich damaligen Gedankenguts bedienen, um sie für ihre Ausländerfeindlichkeit zu
instrumen- talisieren. Die Politiker und die
Sicherheitsorgane überbieten sich derzeit mit Vorschlägen, mit denen man aus dem guten Dutzend durch Neonazis verübten Ausländermorden
der letzten 10 Jahre Nutzen ziehen könnte. Jetzt wird die rechtsradikale Szene durchforstet und es werden
Gründe konstruiert, mit denen man die NPD verbieten kann. Irgendwie kommt
der Verdacht auf, alles passe plötzlich genau in die Strategie des
Innenministers und der ein NPD-Verbot fordernden Parteien. Man muss sich
jedoch
fragen, warum die Aufklärung aller jetzt gebündelt thematisierten Morde bisher im
Sande verlief. Gab es hier Einflüsse, die den
rechtsradikalen Mördern halfen, ihre Taten zu verdecken, obwohl über 100 V-Männer
der Landeskriminalämter in die Szene eingeschleust waren? Handelt es sich
bei der jetzigen Offensive nur um Aktionen, die von anderen Absichten ablenken
sollen?
Wer und welche Organisationen stecken wirklich hinter den Morden? Führen
die Spuren auch in die rechtsradikale Szene des Auslands und wo laufen die
Fäden zusammen? Beim Rechtsradikalismus handelt es sich um weltweit
anzutreffende Phänomene, die sich demonstrativ der extremsten jemals
praktizierten Form bedienen. Das hat System! >>mehr
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27.11.2011 |
Sie
sind ein Teil des Problems
An
nahezu alle Maintaler Kommunalpolitiker könnte man in diesen Tagen die
gleiche Frage stellen: "Bringen Sie die Lösung oder sind Sie
ein Teil des Problems?" Das gilt vor allen Dingen für die
Damen und Herren, die in der Stadtverordnetenversammlung in der ersten
Reihe sitzen. Alle Jahre wieder nehmen sie Haushaltsentwürfe entgegen,
studieren und beraten sie getrennt und zusammen, lassen sich das
Zahlenwerk von Mitarbeitern des Finanzwesens der Stadt Maintal erläutern
und lassen am Ende doch zu, dass mit kleinen Korrekturen so
weitergewurstelt wird wie bisher. Kommen sie thematisch in die Nähe des
eigentlichen Problems, wird ihnen die Sache zu heiß, weil sie merken,
dass sie Teil des Problems sind. Sie hätten bei vielen
Einzelentscheidungen der letzten Jahre qualifizierter beraten, diskutieren
und besser entscheiden müssen. Da war ihnen aber die eigene politische
Linie wichtiger als so manche Sachentscheidung. Es spricht absolut für
den Bürgermeister, dass er jetzt endlich die Reißleine zieht, auch wenn
es viel zu spät ist. >>>mehr
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19.11.2011 |
Ist
jetzt fremde Hilfe notwendig?
Ich
sehe sie noch vor mir, die Wahlkampfplakate unseres Bürgermeisters von 2006 mit dem fetzigen Spruch: Er kann´s! Man
glaubte offensichtlich, dass wenn jemand etwas schon einmal 5 Jahre
machte, dass er es dann kann. - Heute wissen wir genau, was er kann
und all
die Jahre konnte. Und
er kann sogar noch viel mehr - mehr als jeder andere Bürgermeister der Republik vor ihm konnte - er kann angeblich das
Haushaltsergebnis dauerhaft und das sogar innerhalb eines Jahres um 10%
verbessern. Der Glaube an ihn ist so uner- schütterlich, dass dieses
Ziel sogar eine Mehrheit im Parlament fand, ohne den Weg zu kennen. Nun
- nach der Kommunalwahl - kennen wir den Weg! Das vollmundig
angekündigte
Sparen war nominal bereits bei der 5%-Marke erschöpft und real wird es
noch weit geringer sein, so dass jetzt die Differenz zu den 10% über Steuer-
und Abgabenerhö hungen hereingeholt werden sollen. Damit die gewerbesteuerzahlenden Betriebe und die gewerblichen Vermieter nicht
wegen einer ähnlich dramatischen Gewerbesteuererhöhung
verstimmt sind, soll die Zeche von den Eigenheimbesitzern, den Mietern,
den Familien mit Kleinkindern, den Hundebesitzern, den Friedhofsnutzern,
den Vereinen und anderen Betroffenen bezahlt werden. >>>mehr
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15.11.2011 |
Stempel
der Nebensächlichkeit
Zeitungsberichterstattung
und Öffentlichkeitsarbeit leiden bekanntlich, wenn sie als
lückenhaft oder als zeitlich nicht mehr aktuell empfunden werden. Nach
einer Woche hat ein Ereignis, über das noch nicht berichtet ist, den
Stempel der Nebensächlichkeit. Das erlebe ich gerade im Zusammenhang mit
meiner Lesung an der EKS
(Albert-Einstein-Schule). Ich werde bereits gefragt, ob die Lesung
überhaupt stattfand. Im
Beitrag "Autorengespräch als Mission"
stellte ich vorab vor, unter welcher Intention meine Lesung stehen würde, die im Rahmen
der diesjährigen Reihe "Literatur im Gespräch" der EKS in Maintal
stattfand. Gleichzeitig war bekannt, dass
die Lesung mit einer projizierten Präsentation kombiniert war, die
besonders den jungen Teilnehmern einen besseren Einstieg und ein
eindringlicheres Erlebnis bieten sollte. Das weicht erheblich von normalen
Lesungen ab. Für die Schüler wurde es
tatsächlich zu einem nachhaltigen Erlebnis, wie ich während der Lesung
sehen konnte. Jetzt bleibt bei mir aus verschiedenen Gründen ein fader
Beigeschmack zurück, weil die begleitende Öffentlichkeitsarbeit und die Abstimmung
zwischen der Lokalpresse und der Schule sowie das lesbare Ergebnis
den Gesamteindruck der Literaturreihe 2011 verfälscht. Dazu trugen leider die
Schule und die Zeitungsredaktion, die es besser hätte wissen müssen, gleichermaßen bei.
>>>mehr
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13.11.2011 |
Die
Narren und die Presse
Das
war für die eingefleischten Karnevalisten ein tolles Datum: 11.11.11
um 11 Uhr 11 !
Nun
ist sie wieder da - die "fünfte Jahreszeit" mit "Gott
Jokus", den "Tollitäten", dem "Narrenbau",
den "karnevalistischen Höhepunkten" und all dem Gedöns,
ohne das die Berichterstatter nicht auskommen können. Trotzdem kann ein
normaler Leser wohl kaum nachempfinden, wie solche Veranstaltungen
wirklich abliefen, wenn er nicht selbst dabei war oder einfach keinen
"Draht" zum Karneval hat. Was übermitteln die Pressemenschen
also, wenn ausnahmslos alle Veranstaltungen angeblich so toll waren und es
nur voll besetzte Säle mit ausgelassener Stimmung gab? Wirkliche
Stimmungsberichte - oder sind es eher saisonale Pflichtübungen? Sie
berichten auf jeden Fall mit einem festen Wortschatz über immer gleiche
Rituale, die offenbar der Belustigung und der Erholung der menschlichen
Psyche dienen, die in diesen Zeiten besonders leidet. Die meisten Menschen
können nämlich die Steine, die ihnen im Leben in den Weg gelegt werden,
nicht mehr bewegen und schon gar nicht mehr selbst aus dem Weg räumen. Da
bleibt oft nur das närrische Vergessen und für eine gewisse Zeit die
Flucht unter die Narrenkappe. >>>mehr
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08.11.2011 |
Autorengespräch
als Mission
Der
Schritt von der Neugier zur aufbereiteten Zeitgeschichte ist manchmal sehr
kurz. Wenn sich plötzlich eine Welt öffnet, von der man bisher nichts
kannte oder der man keine Beachtung schenkte, so kann das die eigene Welt
verändern. Vielleicht weckt das Autorengespräch zu meinem Buch "VERMISST
- das kurze Leben des Walter Michel", das am Mittwoch, dem 9.
November 2011 um 11:45 bis 13:15 Uhr in der Albert-Einstein- Schule
stattfindet, beim einen oder anderen Besucher ebenfalls die Neugier,
betagte Familienangehörige zu befragen oder in dessen Nachlässen nach
Spuren ihrer Vergangenheit zu suchen. Leider gehen solche Spuren all zu
oft verloren, was den Folgegenerationen ein Stück ihrer
Familiengeschichte nimmt. Die Zielgruppe des Autorengesprächs sind die 9.
Klassen und die Oberstufe sowie Besucher, die den Weg zur Veranstaltung
finden. Die Besucher erwartet eine kompakt aufbereitete und visualisierte
Information, der eine Diskussion folgen wird. Primär geht es mir als
Autor bei dieser Veranstaltung nicht um den Verkauf meines Buches, sondern
darum, die Erinnerung wach zu halten und die Erkenntnisse meiner
umfangreichen Recherchen weiter zu geben. Viel zu lang blieben
Geschichten, die das Leben schrieb, im Verborgenen, so dass junge Menschen
daraus nicht lernen konnten. Schulen und Lehreinrichtungen zeigen
verstärkt Interesse, zumal das Buch bereits als Sachbuch in der Deutschen
Nationalbibliothek gelistet ist. >>>mehr
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06.11.2011 |
Attila
lebt!
Das
diesjährige Programm der Gruppe MIKROKOSMOS erreichte erneut die Herzen
und die Köpfe der Besucher. Lokales Kabarett scheint das ganz besondere
Erlebnis für viele Freunde der Satire und des Humors zu sein. So konnte
das Ensemble an allen vier Veranstaltungstagen nur zufriedene Besucher
verabschieden, die allesamt beabsichtigen, im nächsten Jahr wieder dabei
sein zu wollen. Der erlauchte Kreis von 480 Personen, der die
Eintrittskarten während des nur 13-minütigen Verkaufs ergatterte, musste
während des Programms miterleben, wie während des Sketches "Maintal -
bei uns wird Lärmschutz groß geschrieben"
MIKROKOSMOS-Maskottchen "Attila" Opfers eines städtischen
Laubsaugers wurde. Allzu trostlos hing die Hundeleine aus dem Rohr heraus,
so dass sich nun etliche Besucher erkundigten, wie es Attila geht und ob
er wieder Teil des Programms sein kann. So sehr hat man sich an diese
Rollenfigur gewöhnt. Die lokalen Kabarettisten geben Entwarnung:
Attila geht es den Umständen entsprechend gut! >>>mehr
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04.11.2011 |
Information
unerwünscht
Die
SPD, die Grünen und die Wahlinitiative Maintal (WAM) waren bei der
Kommunalwahl erfolgreich und legten zu Lasten von CDU und FDP prozentual
kräftig zu. Die Botschaft der Wähler war damit sehr deutlich. Was
Maintals Politiker daraus machen, ist allerdings befremdlich. Ohne hier
auf Details einzugehen, kann man sagen, dass der Zuwachs der WAM andere
Gründe hatte als der von außen beeinflusste Zuwachs der Maintaler
Grünen. Beide Parteien waren jedoch auf das Ergebnis nicht wirklich
vorbereitet und der daraus resultierende listengemäße personelle Zuwachs
entspricht nun nicht so ganz den Wunschvorstellungen der Wähler. Der
Anteil an nicht versierten kommunalpolitischen Einsteigern ist zu hoch und
bei der WAM ist nun ein linkes Übergewicht sehr deutlich zu spüren.
Sollte ihr Vorsitzender Jörg Schuschkow tatsächlich
Maintal verlassen, wie er bereits verlauten ließ, bricht die Säule der
Mitte bei der WAM weg und die WAM könnte endlich mühelos von allen
Parteien in die ganz linke Ecke geschoben werden, wie man es bereits seit
ihrem Bestehen anstrebt. Einige Grünen schotten sich jetzt bereits gegen
Informationen der WAM ab. >>>mehr
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Grüne
Berührungs-
ängste
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31.10.2011 |
Ein
Happen Kabarett vorab
Die
Hälfte der Veranstaltungen des Kabarett-Programms der Gruppe MIKROKOSMOS
sind inzwischen absolviert und die bisherigen Besucher waren alle mehr als
zufriedengestellt. Bei den restlichen Veranstaltungen werden die Besucher
das gleiche Programm erleben können, denn die Mischung der 41 Sketche und
Programmpunkte erwies sich sowohl von der Spannungskurve als auch von der
technischen Durchführbarkeit als perfekt. So können sich alle Besucher
später programmtechnisch korrekt austauschen, denn wegen der begrenzten
Besucherzahl ist die Mund-zu-Mund-Information für die
Öffentlichkeitsarbeit sehr wichtig.
>>>
mehr
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20.10.2011 |
1.000.000.000.000
Euro - Rettungsschirm
Otto-Normalverbraucher
müssen sich zukünftig beim Geld an neue Dimensionen gewöhnen und
begreifen, dass die von ihnen gewählten Politiker offensichtlich
XXXL-Spendierhosen anhaben. Aus dem Euro-Wahn wurde inzwischen ein
Europa-Wahn und die Politiker reden uns ein, dass Europa - und wir
mittendrin - das Maß aller Dinge sei. Deutschland wird politisch in
vielen Köpfen mit Europa so verbunden, als seien wir für ganz Europa und
die Weltwirtschaft verantwortlich. In Wahrheit geht es mal wieder nur um
die Banken, die uns alle fest im Griff haben und uns mit ihren Raubzügen
bis aufs Hemd ausplündern. Diese Geldvermehrungsmaschinen richten
inzwischen ganze Staaten, möglicherweise sogar Währungszonen zu
Grunde, ohne dass die Politik diesem Treiben Einhalt gebieten kann. Sie
ist bereits Teil des Systems, denn die Banken haben sie fest im Griff.
Trotz aller Beteuerungen haftet letztendlich für den
"Rettungsschirm" der Banken jeder Bürger in der Euro-Zone. Wird
er wirksam, so steigen die Preise, die Steuern, die Abgaben und die
Inflation besorgt den Rest. Gerettet sind die Banken und die
Spekulanten. In der Weltwirtschaftskrise des letzten Jahrhunderts -
als die Spekulationsblase platzte - wurden innerhalb kurzer Zeit
Geldscheine und Banknoten gedruckt, wie sie hier abgebildet sind. Oft
reichten sie gerade mal für ein Brot oder 250 Gramm Fett. Haben wir denn
aus der Geschichte nichts gelernt? >>>
mehr
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| 1.000.000.000.000 €
Geplanter Rettungsschirm |
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03.10.2011 |
Europäischer
Wirtschafts-Imperialismus
Es
gibt solche und solche Europäer, viele wollen mitmachen aber nur wenige
sind wirklich dazu in der Lage. Das beweisen gerade die Griechen sehr
eindrucksvoll und den Portugiesen sowie den Italienern steht der Beweis
noch bevor. Irland schrammte gerade noch am Fiasko vorbei. Im Zentrum des
fragilen Gebildes steht Deutschland, weil wir als Wirtschaftsmotor und
zahlungskräftigstes Land gelten. Unsere Nähe und Gunst ist gefragt. Das
kostet unsere Kanzlerin genüsslich aus, auch wenn die Folgen unser Land
an den Rand des Ruins treiben. Die Politik gleicht einem Wirtschaftskrieg,
der in den betroffenen Ländern perfide Reaktionen auslöst, die die
gegenwärtige Lage mit dem Verhalten Deutschlands während des Zweiten
Weltkriegs verbinden. Militärische oder wirtschaftliche Macht - die
Empfindungen scheinen in manchen Ländern hinsichtlich der Auswirkungen
die gleichen zu sein. Gleich sind jedoch - heute wie damals - nur
die treibenden Kräfte der Wirtschaft und der Finanzwelt, die dahinter
stehen. Wichtig ist denen nur der Gewinn, der aus der Krise resultiert.
Dagegen formiert sich auch in der Regierung zunehmend Kritik. Die Kritiker
aller Parteien kommen zwar zu Wort, werden jedoch süffisant als
Miesmacher "abgekanzlert". Kanzleramtsminister Pofala versteigt
sich auf der eigenen Schleimspur zur Kanzlerin sogar kopflos in dummfreche
Beschimpfungen seiner Parteifreunde. >>>mehr
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Jetzt
nur nicht hudeln!
Maintals
Kommunalpolitik steht gegenwärtig gewaltig auf dem Prüfstand. Die
Finanzen sind äußerst angespannt, die Situation verfahren. Die
bisherigen Protagonisten der Kom- munalpolitik haben sich in ihren
Funktionen mehrheitlich abgesetzt und den Bürgermeister sowie ihre
Fraktionen in der Tinte sitzen lassen. Infolge heftiger
Verschiebungen bei der Kommunalwahl ist der Anteil an neuen, nahezu
noch unbedarften Stadtverordneten so hoch wie niemals zuvor. Ihre
neuen Fraktionsvorsitzenden haben gerade erst ihre Arbeit aufge-
nommen und stehen vor gewaltigen Herausforderungen. Bei CDU und den
Grünen sind frühere Täter dabei, die Dinge in ihre alten und
teilweise misslungenen Bahnen zu lenken. Es ist der Zeitpunkt
gekommen, an dem sich alle eindringlich Beschwatzten endlich frei
schwimmen. Man kann in einem derart mäßig informierten und
noch nicht qualifizierten Zustand keine richtungweisenden
Entscheidungen treffen, ohne dies später bitter zu bereuen. Es mag
ja gut gemeint sein, dass Wolf-Rüdiger Fritz (CDU)
heute im Maintal TAGESANZEIGER für seinen Bürgermeister
eine Lanze bricht und versichert, er habe einen ausgeglichenen
Haushalt vorgelegt und damit seine Aufgabe erfüllt. Er hat aber
nicht erkannt, dass die alte Masche nicht mehr zieht und das
Parlament jetzt aus wesentlich mehr Querdenkern besteht. Die Zeiten,
als man in jeden Haushalt kleine ablenkenden Reizthemen zum
Abarbeiten einbaute, um den Blick vom großen Gesamtfehler der
Haushaltsplanung abzulenken, werden von der alten Loge der
Konspirativen nicht mehr mitgetragen. Der Hauptfehler ist jetzt so
hoch, dass man ihn nicht mehr verschweigen kann.
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Besonnenheit
ist nun gefragt!
Wer
mit seiner Politik ein solches Loch in die Finanzen einer
Stadt riss und nun mit aller Macht die Stadt wieder aus den
Miesen herausbringen will, muss sehr transparent
Ursachenforschung betreiben und genau die Fehler benennen, die
in Zukunft vermieden werden müssen. Hier ist Offenheit und
Ehrlichkeit gefragt - auch bei denen, die das Fiasko nicht
verhinderten. Auf jeden Fall ist es nicht zielführend, wenn
man sich zur Lösung eines einfachen Rechenwerks bedient,
zwei, drei Hauptmaßnahmen benennt und mit Zahlen versieht, um
alles wieder gerade zu rücken, die aber keinerlei Akzeptanz
finden. |
Die
wahre Denkleistung und Aufräumarbeit den Stadtverordneten
zuzuschieben, ist eine gewaltige Verdrehung der Aufgabentrennung.
Man kann nicht den Gehalt eines Bürger- meisters beziehen und nach
einer mäßigen Denkleistung die Arbeit von sich schieben! Es ist
die Aufgabe, eine Reihe von echten und tragfähigen Alternativen
zu erarbeiten, die den Stadtverordneten zur Entscheidung vorgelegt
werden oder man muss das eigene Unvermögen öffentlich
eingestehen, damit die Kommunalpolitik reagieren kann.
Einige
Anzeichen deuten bereits darauf hin, dass es einen weiteren Grund
gibt, warum Bürgermeister Erhard Rohrbach auf eine
schnelle Lösung drängt, die zwei Jahre seiner Amtszeit
überbrücken soll. Möglicherweise ergeben sich für ihn neue
Perspektiven in politischen Funktionen, bei denen man weit über die
Altersgrenze hinaus tätig sein kann. Wie komme ich darauf? Das
gewaltige Zögern bei der Einflussnahme auf den Teilverkauf der
Nassauischen Heimstätte, wodurch der Wegfall einer großen Anzahl
sozial geförderter Wohnungen droht, stützt gewaltig die Politik
der schwarz/gelben Landesregierung und beim Fluglärm und anderen
Themen ist seine Anbiederungspolitik auffällig. Außerdem kann er
sich ausrechnen, dass es seine letzte Amtszeit als Maintaler
Bürgermeister sein wird. Er ist aber noch zu jung, um die Hände in
den Schoß zu legen.
Die
Maintaler Kommunalpolitik muss sich jetzt so langsam auf die Zeit
nach Rohrbach einstellen, in der es
"Magistratsunterstützungsfraktionen" gab und noch gibt,
permanenten Fraktionszwang und nur eine dosierte Information der
Stadtverordneten, eine Kultur der gezielten Last-Minute-Anträge
sowie eine Verweigerungshaltung gegenüber der Umsetzung von
Beschlüssen gab.
Die
Zeit ist reif!
Alle
Stadtverordneten sollten in allen Fraktionen ungehindert miteinander
in den Dialog treten und sich mit Gleichgesinnten und
Meinungsgegnern außerhalb des Parlaments und der Ausschüsse
austauschen können. Dass dies nicht so gewünscht ist, zeigen die
Grünen. Die Stadtverordneten sollten nun für ihr Recht kämpfen,
nur ihrem Wissen und Gewissen folgen zu dürfen. Das würde auch
dazu führen, dass man sie zeitnah mit besserem Wissen ausstattet.
Dass sich ihre politische Grundüberzeugung in der Partei
ausdrückt, der sie angehören, ist akzeptabel, muss aber der
größtmöglichste Einflussgrad der Parteien sein und darf sich
nicht auf die Qualität der Sachentscheidungen auswirken. Wer selbst
denken kann und qualifiziert genug ist, kann sein Amt auch
selbstverantwortlich ausüben und braucht keine Fraktionsflüsterer
und keine politischen Vergewaltiger. Der Emanzipationsprozess - und
damit die Erneuerung - muss endlich dort einsetzen, wo sie noch
nicht umgesetzt ist.
Die
Maintaler Kommunalpolitiker wären gut beraten, jetzt nicht wieder
in das alte Muster der Entscheidungsfindung zurück zu fallen.
Eigene neue Wege müssen erarbeitet werden. Erst wenn alle
Einsparungsoptionen geprüft sind, sollten Einnahmeverbesserungen
greifen - wenn nötig, auch heftigst! Dann kann man auch gegenüber
den Bürgern überzeugend argumentieren.
Kurios
ist in diesem Zusammenhang, dass die Wirtschaftsförderung den
Existenzgründern ehrenamtliche Wirtschaftspaten und Beratung
anbietet, aber zur Lösung der städtischen Finanzprobleme und der
Erarbeitung von nachhaltigen Sparkonzepten trotz propagierter
Bürgerbeteiligung keine Hilfe in Anspruch nimmt. Hier hält man
offensichtlich die eigene Substanz für völlig ausreichend. Wo das
hinführt, sieht man ja...!
Veröffentlicht
am 28.01.2012 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Grüne
Klebeversuche
Die
Risse, die zur Spaltung der Maintaler Grünen führten, gehen quer durch den
ganzen Ortsverein. Das Taktieren der Spitze der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen ist
trickreich und das politische "Weiter so!" zeigt, dass die
Gründe der Wiedererstarkung nicht verstanden und schlichtweg
ignoriert wurden. Die Fortführung der alten Machtpolitik wird nach
dem Vertrauensvorschuss von den zurückgekehrten Wählern als
Ohrfeige empfunden. Nach der deshalb als zwangsläufig empfundenen
Spaltung der Fraktion (in allen kann man sich ja nicht getäuscht
haben) entstand kurzzeitig der Eindruck, die Abtrünnigen würden
sich aus diesem Grund widersetzen und allein einer reinen grünen
Sachpolitik ohne Fraktionszwang und Maulkorb den Vorrang geben. Seit
der Berichterstattung über die jüngste Versammlung der grünen
Ortsgruppe, an der auch die Abtrünnigen teilnahmen, scheint das
Problem plötzlich auf die rein zwischenmenschliche Ebene verschoben
zu sein. Es ist keine Rede mehr vom unerwünschten Einfluss des
ehemaligen Fraktionsvorsitzenden und der erklärten aber nicht
gewollten taktischen Magistratstreue der neuen Fraktionsspitze. Der
Bericht vermittelt sogar den Eindruck, als wollten die Abtrünnigen
wieder zurück in die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen und
weitere Gespräche sollten den Weg ebnen. Sollte das wirklich und in
einer Position der Schwäche geschehen, so wöge das als erduldete
Disziplinierungsmaßnahme schwerer als die öffentliche
Bloßstellung von Wolfgang Holland in der letzten Legislaturperiode
und gälte als klares Zeichen für die alte Machtpolitik.
Was
zurückgekehrte Wähler der Grünen enttäuscht
Als Maintals Grüne nur noch 11 Mitglieder zählten, war
das Aufstellen einer Liste zur Kommunalwahl höchst fraglich und die
Ortsgruppe Maintal war kurz davor, politisch Konkurs anzumelden. Auf
den verschämten Hilferuf der Rest-Grünen setzten sich - trotz aller
machtpolitischer Eskapaden - unabhängige und politisch engagierte Kräfte
aus der Bevölkerung vehement dafür ein, dass angesichts
des vorhandenen grünen Maintaler Wählerpotenzials etwas geschehen
musste. Die grüne Bewegung ist schließlich ein fester Bestandteil des
Parteienspektrums und sollte es auch bleiben. Das eigentliche Signal
der Wende kam allerdings erst mit der Bekanntgabe des Ausscheidens des
bisherigen Fraktionsvorsitzenden Peter Arendt, der bisher
zusammen mit Monika Vogel die negativ empfundenen machtpolitischen
Akzente setzte und damit gute Sachentscheidungen in der Sache
überdeckte. Das grüne Wählerpotenzial kam wieder aus der Deckung
und die Mitgliederzahl wuchs. Hinzu kamen weitere
gestaltungsbereite Sympathisanten, die einen Erneuerungsprozess für
möglich hielten und sich zu einer Kandidatur bereit erklärten. Die
Liste war gesichert, wurde jedoch nach vermeintlichen
Kompetenzgesichtspunkten aufgestellt. Maintals Grüne fuhren dann vornehmlich durch
äußere Einflüsse (Fokushima etc.) sowie wegen der von vielen Wählern angenommenen
Erneuerung in Maintal ein unerwartet gutes Ergebnis ein. Der
Kurs, der sich nach der Wahl ergab, stellte dann den Wählerwillen auf den Kopf.
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Es
grenzt schon an ein hohes Maß an Dreistigkeit, wenn die
Fraktionsspitze erklärt, unverändert an der alten Politik
festzuhalten und einen Teil der hinzu gekommenen Personen auf
diese Marschrichtung einschwört. Man holte sogar das rote
Tuch der zurückgekehrten Wähler zur Beratung ins Boot, um
angeblich von dessen Sachkenntnissen zu profitieren. |
Wie
klebt man einen gespaltenen Block?
Im
Fokus stehen nun die Fraktionschefin Monika Vogel und
ihr Stellvertreter Friedhelm Duch, die sich als
Führungsduo nicht gerade wie talentierte Teamplayer profilierten.
Ihnen fehlt außerdem nicht nur wichtiges Sachwissen, das ihr
früherer Vorsitzender Peter Arendt als wichtiges
Mitglied der Runde der abgedankten Fraktionsvorsitzenden besaß, sie
verbreiten auch den Eindruck, kein verlässlicher
Kooperationspartner zu sein. Die Spitze der Liste, die automatisch
zur Spitze der Fraktion wurde, ist stumpf, im Wirken wenig
überzeugend und im Auftreten borniert. Das haben die Grünen nicht
verdient.
Mit ihrem
Verhalten bewirken sie, dass sie
erneut den Rückhalt in der Wählerschaft verlieren, die sich
arglistig getäuscht fühlt, weil viele von ihnen die Abkehr von den
Machteskapaden wünschten. Einzige Hoffnung auf eine grüne Erneuerung ist
momentan die Grüne Alternative Maintals, die allerdings vor einer
Herkulesaufgabe steht und kurzfristig nur schwer sachpolitische
Akzente setzen kann. Das hindert sie aber nicht daran, gute
grüne Sachpolitik zu betreiben. In der Sache gäbe es also keine
Schwächung grüner Positionen. Das sehen die grünen Machtpolitiker
naturgemäß anders. Sie ziehen jetzt die Waffe des Markenschutzes aus dem Hut, um der GAM das Markenzeichen
"Grün" zu
entziehen. Der Landtagsabgeordnete Marcus Bocklet
vermittelte den Abtrünnigen bereitwillig den notwendigen Druck zum Einknicken.
Es fragt sich, ob er das wirkliche Problem der Maintaler Grünen
überhaupt kennt.
Für
die GAM geht es jetzt um die Glaubwürdigkeit und ihren
Realitätssinn. Eine Kehrtwende wäre eine Blamage erster Klasse.
Dagegen ist der Verlust der Farbe Grün im Wappen vergleichsweise
eine Banalität. Was zählt, ist die Arbeit als Fraktion für die
Bürger Maintals. Dabei sollte man die größtmögliche Freiheit
wählen. Absolut lächerlich wäre das Kleben eines einmal
gespaltenen Blockes und der Glaube an dessen Haltbarkeit.
Veröffentlicht
am 20.01.2012 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Siehe
auch
Quo
vadis Grüne
|
Nach
Erscheinen des Artikels |
Unmittelbar
nach Erscheinen dieses Artikels kommentierte Elke Nagel
den Inhalt des Artikels des Maintal TAGESANZEIGERs
dahingehend, dass es um viel mehr als nur um persönliche
Differenzen gehe. Die erwähnten "weiteren Gespräche"
bezögen sich auf die Möglichkeit der Zusammenarbeit bei
grünen Positionen und Maintaler Sachpolitik. Der Eindruck der
Rückkehr in die alte Fraktion oder gar die Möglichkeit der
Rückgabe persönlicher Mandate sei falsch. Die GAM werde
eine eigene Fraktion bleiben und notfalls auf den äußerlichen
grünen Anstrich im Namen und auf ihrer Homepage verzichten.
Mehr wollte sie wegen der noch anstehenden Gespräche noch nicht
sagen. Der neben stehende Artikel sei inhaltlich so, wie es auch
die GAM sehe.
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Moral
während des Krieges
Nur
noch kurze Zeit wird es dauern, dann ist mein zweites Buch "Wer
will unter die Soldaten..." im Handel erhältlich. Das
Kernthema ist die Kriegsberichterstattung und die Werbung im Zweiten
Weltkrieg. In Zeiten, in denen Verlage plötzlich wieder
Zeitschriften aus der Zeit des Nationalsozialismus hervorholen,
nachdrucken und mit geschichtlichen sowie politischen Kommentaren
versehen, kommt das Buch genau zum richtigen Zeitpunkt, um das
Bewusstsein noch stärker dafür zu schärfen, was in dieser Zeit
geschah. Zwar ist ein Großteil des Buchinhalts bereits seit 2006
(unter Kriegberichterstattung und
Werbung) Bestandteil meiner Homepage, doch das Thema rückte
erst 2010 in den Fokus einiger Verlage. Es kam zu einem Abschluss
mit dem Buchverlag König
und nun erscheint das Buch (ISBN
978-3-943210-00-2) in Kürze. Vorher waren aber erst noch einige
Hürden zu nehmen, die für Sachbücher und geschichtliche
Dokumentationen obligatorisch sind. So verfügt das Buch auch über
die exakte Auflistung der verwendeten Original-Artikel der Zeitung
"Die Wehrmacht" sowie Daten über das Erscheinen markanter
und vielfach direkt mit dem Krieg verwobener Werbungen namhafter
deutscher Firmen. Damit steht ein Zeitdokument zur Verfügung, das
es in dieser Form bisher noch nie gab.
So
propagandistisch wie die Zeitung "Die Wehrmacht" damals
war, so entlarvend ist das Buch heute. Beim Lesen taucht man in die
Welt der Kriegsgewinnler, der Opportunisten und der Säbelrasseler
ein, die fern der Kriegsschauplätze das Kriegsgeschehen an sich
vorüber ziehen ließen und in der guten Stube mit
Wehrschach-Figuren Krieg spielten. Der Krieg hatte die Wirtschaft
aufblühen lassen und die Kriegsbeute war beträchtlich. Die
Industrie befand sich weltweit im Rüstungswettlauf, um das
Kriegsgeschehen nach Kräften zu beeinflussen. Weltweit verloren
dabei mehr als 60 Millionen Menschen ihr Leben, viele
Millionen Menschen wurden verletzt und verkrüppelt, Millionen
verloren ihre Heimat und alles, was sie besaßen. Die Folgen wirken
bis heute nach.
Inzwischen
sind fast 70 Jahre vergangen und die jüngste Generation hat
größtenteils keine Ahnung, was damals geschah und wie es
überhaupt dazu kommen konnte. Gleichzeitig verfolgen die älteren
Generationen die ersten Anzeichen einer wieder aufkommenden Gefahr
und hoffen, dass sich derartiges nie wiederholen wird. Das ist
jedoch zu wenig. Es gilt, die junge Generation aufzuklären, damit
sie ihren Blick und die Sinne schärfen. Dazu dient das Buch, das sich
nur auf das konzentrierte, was den Menschen während des
Nationalsozialismus serviert wurde.
Das
Buch behandelt nicht den Holocaust, die Gewalt gegen politische
Gegner, das Schicksal der Zwangsdeportierten und der Gefangenen,
womit die einschlägigen TV-Dokumentationen verwoben sind. Mit dem
Buch soll nachempfunden werden, auf welche Weise die
Zivilbevölkerung über den Krieg informiert wurde, wie das Siegen
in die Wohnzimmer getragen wurde, wie das Überleben ihrer
Angehörigen an der Front ablief, um die sogenannte
"Heimatfront" zu stärken. Dadurch entstand ein zutiefst
pazifistisches Buch, das sich ausschließlich auf das Thema KRIEG
konzentriert und ihn ächtet.
Veröffentlicht
am 20.01.2012 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Politische
Meditationen
Die
Maintaler Haushaltsberatungen sind wieder in vollem Gang und
Bürgermeister Erhard Rohrbach bekräftigte nochmals
gegenüber den Fraktionsvorsitzenden, dass er einen ausgeglichenen
Haushalt vorgelegt habe, den es nur noch zu genehmigen gälte.
Wollten die Stadtverordneten etwas anderes, so müssten sie es
selbst erarbeiten und vorlegen. In Reden, städtischen
Druckschriften, Grußbotschaften und gegenüber der Presse spricht
er bereits seit länger Zeit in der IST-Form, als sei alles bereits
beschlossen. Zuletzt in der BILD-Zeitung vom 14. Januar 2012,
die seinen Kommentar zur Erhöhung der Hundesteuer veröffentlichte:
"Wir haben ein Haushaltsloch von etwa 4 Millionen Euro. Wir
erhöhen nicht nur die Hundesteuer sondern auch die Grundsteuer und
andere Abgaben. Für Steuern
kann man eben keine Gegenleistung erwarten." Es ist
nicht nur die verwandte IST-Form, die vor Verabschiedung des
Haushalts als dreist empfunden wird; die Auffassung, "für
Steuern könne man keine Gegenleistung erwarten", zeigt auch,
wie der Bürgermeister denkt. Ihm ist es egal, an welcher Schraube
gedreht wird, Hauptsache, der städtische Haushalt ist ein
ausgeglichenes Zahlenwerk. Man solle halt die speziellen Steuern
nicht so persönlich nehmen, sondern in großen Zusammenhängen
denken.
Unter
dem Strich ist an der Argumentation tatsächlich etwas dran, wenn
man ohne ein vernünftiges strukturelles Konzept plant und nur mit
den Einnahmen und den Ausgaben jongliert. Dann ist der Haushalt eben
nur eine simple Rechenaufgabe. "Schlichtes Denken für
schlichte Bürger", so könnte ein Plakat überschrieben sein,
das für Rohrbachs Haushalt 2012/2013 werben könnte.
Konzept
"Rettungsschirm"
Der
Bürgermeister hat vermutlich tatsächlich bereits ein Konzept für
die Zukunft: Maintal soll unter den Rettungsschirm der Hessischen
Landesregierung. Ein ausgeglichener Haushalt ist dafür eine der
Voraussetzungen. Das soll zuerst umgesetzt werden. Dabei muss
Maintal sich erst einmal überlegen, ob das der richtige Weg ist.
Das wahre Ziel dieses Rettungsschirms ist nämlich das großzügige
Prämieren kommunaler Steuer- und Abgabenerhöhungen sowie die
Freigabe der Höhe der Kreis- und Schulumlagen. Vorher werden die
generellen Zuweisungen gekürzt, damit genug Mittel für die
Umverteilung vorhanden sind. Das Land übernimmt einen Teil der
Schulden der Kommunen - nicht jedoch die Zinslast. Maintal
müsste jährlich ca. 3,7 Millionen Euro an Mehreinnahmen
generieren. Erhard Rohrbach spielt vermutlich
den Maintaler Wegbereiter der Strategie der schwarz/gelben
Landesregierung.
Arbeitsverweigerung
attestiert
Mehrere
Maintaler Fraktionen werfen dem Bürgermeister offen
Arbeitsverweigerung vor, ohne jedoch daraus echte Konsequenzen zu
ziehen. Sie bemängeln, dass er als Chef der Stadtverwaltung und
Kämmerer über den gesamten Verwaltungsapparat verfüge und es
seine Aufgabe sei, einen Haushalt vorzulegen, der korrekt, zumutbar
und umsetzbar sei. Die Arbeit des Bürgermeisters endete jedoch auf
halbem Wege und er deutete willkürlich eine handvoll Steuern und
Abgaben heraus und versah sie mit Zahlen, die rein rechnerisch zum
Ausgleich führen. Ein Nacharbeiten bei der Haushalskonsolidierung
lehnt er rundweg ab und fordert die Stadtverordneten als
berufstätige Laienpolitiker auf, selbst Alternativen zu erarbeiten,
wenn ihnen die von ihm gemachten Vorschläge nicht gefielen. Dazu
stünde ihnen die Verwaltung zur Verfügung. Den Satz
"schmeißt mich doch raus, wenn's euch nicht passt..."
verkniff er sich jedoch. In der Wirtschaft hätte dieses Vorgehen
Folgen.
Wer
sitzt nun um Rohrbachs Glaskugel herum?
Hinter
der symbolischen Glaskugel des Auguren, des Sehers, des Machers
meditiert der große Meister persönlich. Mit verklärten
und erwartungsvollen Blicken dürften neben den
Magistratsmitgliedern ganz vorn Monika Vogel und Friedhelm
Duch (Grüne) dabei sitzen, wie einst Peter Arendt. Markus
Heber (CDU) und Thomas Schäfer (FDP)
komplettieren die Runde, jedoch mit erhobenem Zeigefinger, während
die SPD gerade dabei ist, den Tisch nach kurzem Blick auf die
Glaskugel wieder zu verlassen. WAM und GAM dagegen nahmen erst gar
nicht wirklich Platz.
Wann
ändert sich endlich die politische Kultur?
Deutlich
ist immer noch das alte Machtdenken und das Denken in Blöcken zu
spüren. Es ist hinlänglich bekannt, dass es in jeder Fraktion
divergierende Meinungen zu propagierten Lösungen gibt. Hier muss
und wird auch in der Sache gerungen. Das ist völlig normal. Fatal ist nur, dass man sich
immer wieder über Probeabstimmungen nicht nur ein Stimmungsbild
verschafft, sondern so lange zur Probe abstimmen lässt und weiter
diskutiert, bis das
gewünschte Ergebnis vorliegt. Anschließend greift die Regel, dass
alle geschlossen votieren müssen. So kommt es immer wieder zum
synchronen Handheben, obwohl durchaus die echte und gegenteilige
Position einiger Stadtverordneten bekannt ist. Würde
jeder Abgeordnete nur entsprechend seines Wissenstands und seiner eigenen Überzeugung abstimmen,
ohne dass er/sie dafür bestraft würde, würde
sich vieles in der Sache und im parteiübergreifenden Miteinander
ändern.
So
aber setzt sich bei
einigen Fraktionen die alte politische Kultur und die Machtpolitik fort und jeder Ansatz der Erneuerung erstickt
dort im Keim. Die kleinen Fraktionen sind da deutlich weiter. Ich
frage mich manchmal, ob sich die Wähler darüber im Klaren waren,
wen sie da ankreuzten und für was die Kandidaten,
die jetzt im Parlament sitzen, wirklich stehen. Nun müssen wir alle fünf Jahre lang mit dem
unbefriedigenden Gesamtergebnis leben. Das Parlament ist nun mal das
Spiegelbild des Zustands, in dem sich unsere Gesellschaft befindet.
Veröffentlicht
am 15.01.2012 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Maintaler
Kraftakt
Die
Zeit der Anbiederung an die Grünen ist bei der Maintaler SPD
scheinbar beendet. Auch scheint man sich bei der SPD für die
Fortsetzung reiner Machtpolitik entschieden zu haben. Jetzt wird die
Maintaler CDU umworben. Die Devise könnte lauten:
"Gemeinsam sind wir stark, wenn wir beide in wichtigen Punkten
ausreichend schwach werden." Der große Vorteil einer
Kooperation der beiden größten Fraktionen bestünde allerdings in
der Übersichtlichkeit der Gesprächspartner und der jeweiligen
Sachpositionen. Ob das aber der große Wurf ist, kann bezweifelt
werden. Bei diesem Kraftakt werden nämlich vier Fraktionen völlig
ausgeblendet, die in Sachfragen vom Meinungsbild her zwar
recht differenziert auftreten, jedoch einen nicht unerheblichen Teil
des Wählerwillens verkörpern. Sie für den Rest der
Legislaturperiode ins politische Abseits zu stellen, wäre
kurzsichtig. Dafür ist die Chance groß, dass zwischen CDU und SPD
vorrangig in der Sache gerungen wird, anstatt sich in der oftmals
bequemen Oppositionshaltung ausschließlich mit Meckern zu
begnügen. Eines ist jedoch jetzt schon klar: Mit unverrückbaren
Positionen brauchen beide erst gar keine Kooperation anzustreben.
Die Erhöhung der Grundsteuer B - um welchen Prozentsatz auch immer
- wird wohl der Knackpunkt sein.

Bei
der SPD geht es natürlich auch darum, wie man Sebastian Maier
bis zur Wahl des nächsten Stadtrats am besten positioniert.
Die alten Mehrheiten, die damals zur Ablehnung des Kandidaten Günther
Wassermann und der Wahl von Ralf Sachtleber
führten, sind nicht mehr relevant. Die CDU kann zum Ausgleich mit
einer Kooperation jeden Druck vom Bürgermeister nehmen, denn dieser
könnte auf eine größtmögliche Unterstützung beider Fraktionen
zählen, wenn seine Eingebungen mit den Grundzügen der neunen
Kooperation übereinstimmen.
Hinsichtlich
einer reinen Sachpolitik mit größtmöglicher Aussicht auf Erfolg
sollten auch die dann eigentlich im Abseits stehenden Gruppierungen
aktiv in die Problemlösungsprozesse eingebunden werden, denn jeder
brauchbare Lösungsansatz sollte genutzt werden. Es ist jedoch zu
befürchten, dass die zukünftigen Abstimmungsprozesse zu den
altbekannten Machtdemonstrationen ausarten, bei der es wichtig
erschien, Andersdenkende auf lockere Art und kalt lächelnd auf Null
zu setzen. Das kann sich Maintal jetzt eigentlich nicht mehr
leisten!
Veröffentlicht
am 12.01.2012 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Der
unkündbare Präsident
So
langsam wird es brenzlig für den Bundespräsidenten. Er sitzt in
der Falle - aber er feixt. Selten schlug Realitätsverlust solche
Kapriolen. Christian Wulff feixt indirekt, dass er gar
nicht aus dem Amt entfernt werden kann, wenn er und seine Frau es
nicht selbst wollen. Entfernung vom Amt ist in unserer Republik gar
nicht vorgesehen, wenn keine strafbare Handlung vorgeworfen werden
kann. Dieses Feixen führt dazu, dass einige Journalisten und
Politiker, die sich nun an seine Fersen geheftet haben, verstärkt
genau nach diesem Beweis suchen. Längst ist das Arsenal an
moralisch-ethischen Gründen und Argumenten ausgeschöpft, die jede
andere Persönlichkeit zum Rücktritt bewegt hätte. Nicht so Christian
Wulff und dessen Gattin. Sie fühlen sich pudelwohl in einer
Welt, in der man per Handschlag Häuser kauft und mit anonymisierten
Schecks bezahlt, Kreditverträge zu super günstigen Bedingungen per
Handschlag mit Banken abschließt, an deren Rettung man beteiligt
war, nur um nachweisen zu können, dass man seine Schulden selbst
bezahlt. Leider erst, als Ungereimtheiten auftauchten, denen findige
Journalisten nachgingen. Da spielen die Urlaube unter Freunden oder
in deren Villen in aller Welt während ihrer Abwesenheit doch
wirklich keine Rolle. Oder doch?
Ganz
spitzfindige Querdenker glauben sogar, dass die Kanzlerin oder
Personen ihres Dunstkreises, die man - wenn es heraus käme - zur
Ordnung rufen oder in die Wüste schicken könnte, es auf den
vermeintlichen Gesetzesunterschreib-Automaten Wulff abgesehen
hätten, weil er in dieser Funktion schon zweimal klemmte. Die
schwarz-gelbe Koalition hat ja noch sooo viel vor! Da braucht man
einen besser funktionierenden Gesetzesunterschreib-Automaten!
Dilettanten treten oft mit dem Fuß gegen Automaten, um Störungen
zu beheben. Vielleicht ist die Sache ja nur so eine Art berechnender
Tritt, damit der Gesetzesunterschreib-Automat wieder besser
funktioniert!?
Die
BILD -Zeitung profiliert sich unterdessen als
absolut seriöse Tageszeitung, die kein gesprochenes Wort
veröffentlicht, wenn es der Herauslasser nicht möchte - auch wenn
die Veröffentlichung völlig legal wäre. Sie spielt vielmehr der
Konkurrenz den Wortlaut zu, den der Bundespräsident auf den
Anrufbeantworter (ein Bundespräsident spricht auf einen
Anrufbeantworter!!!) des Chefredakteurs der
BILD -Zeitung sprach. Veröffentlicht es die
Konkurrenz aus Gründen der Auflagestärke, so nehmen sie
gewissermaßen die unseriöse Stellung ein, die man viele Jahre
der
BILD -Zeitung zuwies. Raffiniert gemacht! Und
mittendrin unser Bundespräsident als persönlicher Verbieger der
Pressefreiheit.
Am
Wochenende versammelten sich aufgebrachte Menschen vor seinem
Amtssitz und zeigten ihm ihre Schuhe. Dies gilt in vielen Ländern
als Zeichen größter Verachtung. Auch das ficht Christian
Wulff nicht an und er meint doch tatsächlich, er könne das
aussitzen! Die Politik sollte sich überlegen, ob wir überhaupt in
unserer Demokratie einen laschen Begrüßungsonkel und einen
Gesetzesunterschreib-Automaten brauchen, dessen Amt politische
Kreise ohnehin nur als Endstation der politischen Betätigung
ansehen. Wer einmal Bundespräsident war, kehrt nämlich nicht
wieder in die Politik zurück. War das der eigentliche Grund, warum Angela
Merkel unbedingt Christian Wulff als
Bundespräsident haben wollte?
Veröffentlicht
am 08.01.2012 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Maulkorb
und Parteiausschluss
Maintals
Partei Bündnis 90/Die Grünen drohen tatsächlich den
Mitgliedern der Grünen Alternative Maintal mit einem
Parteiausschlussverfahren. Grund sei parteischädigendes Verhalten,
denn durch die Spaltung der Fraktion sei die mögliche Kooperation
von SPD und CDU begünstigt
worden. Gleichzeitig fordern sie die Abtrünnigen auf, ihre Mandate
an die Fraktion zurück zu geben, damit drei Nachrücker bestimmt
werden könnten. Mit ihrer alten Stärke wollen sie natürlich die
personellen Veränderungen und damit den Verlust an Einfluss in den
Ausschüssen rückgängig machen. Ein solches Ansinnen ist reichlich
weltfremd, weil die Abtrünnigen natürlich die bei der Wahl für
ihre Person direkt erzielten Stimmen geltend machen und darüber
hinaus die Veränderungen längst gegriffen haben. Die Grüne
Alternative Maintal präsentiert sich bereits im Internet unter www.ga-maintal.de
und wer die Seite aufruft, stellt fest, dass es das komplett gleiche
Layout der Homepage des Ortsverbandes
von Bündnis 90/Die Grünen ist. Damit bekräftigt die GAM
ihre Zugehörigkeit zur Partei Bündnis 90/Die Grünen.
Diesen Maintaler Seitentrieb würden Monika Vogel und Friedhelm
Duch jedoch liebend gern vom grünen Ast abschneiden.
Damit unterstreichen sie, dass sie in Maintal weiterhin Machtpolitik
nach Art ihres Beraters Peter Arendt betreiben wollen.
Gegenüber
der Presse reklamieren Vogel und Duch, dass die Wähler ihre Stimme
den Grünen gegeben hätten, weil sie einen stärkeren Einfluss der
Maintaler Grünen für grüne Politik wollten. Genau um diesen
Einfluss geht es der GAM, den sie nicht ausreichend im früheren
Wirken und jetzigen Verhalten der Maintaler Grünen gegeben sahen.
Es ist reichlich abwegig, zu glauben, die Maintaler Grünen hätten
trotz des Fokushima-Effekts Zugewinne erzielt, wenn Peter
Arendt weiterhin kandidiert hätte. An der reinen
Sachpolitik der Grünen, die von Monika Vogel und Hartmut
König vornehmlich und von Peter Arendt nur
teilweise betrieben wurde, gab es keine Beanstandungen. Es war die
Machtpolitik des Peter Arendt, die sich über
zahlreiche Entscheidungen entfaltete, welche den Grünen verübelt
wurden. Genau dieser Peter Arendt betätigt sich nun
als Berater. Das zeigt nicht nur die fachliche Hilflosigkeit der
Fraktionsvorsitzenden, sondern auch die ihres designierten
Nachfolgers, der als zukünftiger Fraktionsvorsitzender sogar den
wichtigen Sitz im Haupt- und Finanzausschuss aufgibt. Maintals
Grüne haben ein echtes Führungsproblem. Wer kann es den
Abtrünnigen verdenken, andere Wege gegen zu wollen?
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Wie
die Pressesprecherin der GAM, Elke Nagel, erklärte,
habe man ihr und Peter Thrun Maulkörbe
verhängt, weil ihnen Konspiration mit Mitgliedern anderer
Parteien an öffentlichen Orten vorgeworfen worden sei und
Gespräche des Stadtverordneten Peter Thrun in
der Stadtverwaltung ohne die Parteispitze stattgefunden
hätten. Das Reden über die Parteigrenzen hinaus sei dadurch
erschwert worden. Dem widerspricht die Parteispitze der
Grünen vehement und spricht von Alleingängen. Abgeordnete
müssen aber Gespräche führen, welche der Sache dienen.
Parteiräson ist da völlig fehl am Platz. |
Gegenüber
der Presse treten die Grünen jetzt typische Anfangsfehler der
Abtrünnigen breit, obwohl sie diese vermutlich genau so begangen
hätten, wie beim Busfahrplan. Hier klärte sie Peter Arendt
als Insider und jahrelanger Maintaler Busfahrplanspezialist auf,
nachdem sich ein Informations- und Gestaltungsnotstand zeigte.
Die
Zukunft wird zeigen, was beide Fraktionen der Grünen zu leisten
imstande sind. Auf ihren jeweiligen Fachgebieten sind die
Voraussetzungen gut, wenn ihnen die Maintaler Machtpolitik keinen
Strich durch die Rechnung macht. Die Grünen sollten derweil die
Zeit für eine echte Erneuerung nutzen. Diese - und nichts anderes -
haben Maintals Wähler gewollt.
Veröffentlicht
am 05.01.2012 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Presse
schießt sich auf Wulff ein
Pünktlich
zum Neujahrstag endete der Weihnachtsfrieden zwischen der Politik,
dem Bundspräsidenten und der Presse. Die Presse nutzte die nach
außen gesehenen ruhigen Tage, um kräftig aufzumunitionieren. Das
Ziel ist allzu offensichtlich: Der rasche Sturz von Christian
Wulff als Bundespräsident. Die Kommentare verschiedenster
Zeitungen, dass Wulff moralisch-ethisch als Bundespräsident nicht
mehr haltbar sei, entbehren jeder Zuversicht, dass er die Sache noch
aussitzen kann. Nachdem der erste Schuss (die Kreditgeschichte) Christian
Wulff bereits erheblich ins Wanken brachte, macht nun die
persönliche "Kriegsandrohung" Wulffs an die
Springer-Presse die Runde und fast die gesamte Presse wertet das als
Angriff auf die Pressefreiheit. Das solidarisiert natürlich und
Schuss Nummer 2 (Presse) traf den angeschlagenen Präsidenten
nochmals. Seit geraumer Zeit wird bereits die Patrone für den
vermutlichen Fangschuss auf Hochglanz poliert, denn verschiedene
Journalisten und Blogger befassen sich seit einiger Zeit intensiv
mit der Vergangenheit der First Lady. Sie stießen auf eine
angebliche brisante Betätigung der ehemaligen Bettina Körner
und diskutieren sie seit Anfang Dezember im Internet. In einer
Talk-Runde von Günther Jauch wurde der Sachverhalt
ebenfalls kurz angerissen und dabei aufs Internet verwiesen. Wer die
richtigen Suchbegriffe eingibt, wird fündig.

Dort
ist zu lesen, dass einige eindeutige Fotos nun
"gerichtsfest" biometrisch untersucht werden, um jeden
Zweifel auszuschließen. Das dauert einige Tage, wird aber
sicherlich bereits abgeschlossen sein. Ein Grund mehr für Christian
Wulff, höchste Vorsicht im Umgang mit der Presse walten zu
lassen, nachdem die Presse die Feuerpause beendete.
Nun
kann man geteilter Meinung darüber sein, ob das Ansehen des
höchsten Amtes im Staat oder die Privatsphäre des Ehepaars Wulff
schützenswerter ist. Wenn sich die Erkenntnisse über die
Vergangenheit der First Lady als richtig erweisen, werden sich
garantiert einige Personen aus ihrem früheren Leben finden lassen,
die gegen Honorar darüber reden. König Karl-Gustav von Schweden
lässt grüßen. Die Konsequenzen dürften klar sein. Es ist nur die
Frage, wie beschädigt Christian Wulff aus der Sache
heraus kommt. Teile der Presse werden ihn womöglich als argloses
Opfer hochstilisieren, das einer attraktiven Frau aus Liebe verfiel
und Bettina Wulff wird man als geläuterte Sünderin
verkaufen, für die alles nur ein verführerisches Spiel war. Beides
ist allerdings mit dem Amt des Bundespräsidenten und der Rolle als
First Lady nicht vereinbar, denn über dem Amt steht wie bei keinem
anderen Amt der hohe moralische Anspruch an den
Bundespräsident.
Nach
einem kurzen Zwischenspiel, mit dem die Presse zum Sammeln bläst,
wird der alles entscheidende Schuss erwartet, der Wulffs Gastspiel
als Bundespräsident ein Ende bereiten könnte - wenn, ja wenn alles
nach bisherigen Regeln verläuft.
Veröffentlicht
am 02.01.2012 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Blick
nach vorn - ohne Zorn
Der
Jahreswechsel ist wieder mal der Zeitpunkt, an dem ich mich bei
meinen Lesern dafür bedanken möchte, dass sie mir weiterhin die
Treue halten. Mir ist natürlich bewusst, dass auch einige Leser
dazwischen sind, die mir nicht ganz so gut gewogen sind, jedoch
wissen wollen, was über sie geschrieben wird. Auch ihnen gilt meine
Aufmerksamkeit.
Das
Jahr 2011 war für mich ein sehr bewegendes Jahr mit einigen
Entscheidungen, die mir nicht leicht fielen. Nun stehe ich mit
allerlei Erwartungen vor einem neuen Jahr und ich kann nur vage
abschätzen, wohin die Reise gehen soll. Ihnen wird es sicher
ähnlich gehen. Nur ungern würde ich mich auf einen detaillierten
Jahresrückblick einlassen, denn es zählt eigentlich nur das, was
vor einem liegt. Dennoch möchte ich zum Jahreswechsel noch einmal
die Dinge aufgreifen und damit endgültig in die Tonne treten, die
mich gewaltig verärgerten.
-
Die
Maintaler Kommunalpolitik verpasste erneut die Chance der
politischen Erneuerung und steuert jetzt sogar auf eine wilde
Ehe der größten Fraktionen zu. Damit wird der Kurs der reinen
Machtpolitik fortgesetzt und die Chance zur gemeinschaftlichen
Sachpolitik begraben. Im Abseits zersplittern und zerbröseln
die restlichen politischen Gruppen, wie lästiger Abfall. Deren
Wähler dürften sich jetzt noch stärker von der Politik
abwenden.
-
Im
Rahmen der Literaturreihe 2011 der Albert-Einstein-Schule in
Maintal wurde meine mit großem persönlichen Engagement
vorbereitete Lesung mit umfangreicher zielgruppenspezifischer
Präsentation als einzige der Lesungen presseseitig ignoriert,
obwohl sie die Schüler intensivst bewegte. Verantwortungsvolle
und engagierte Pressearbeit sieht anders aus.
Andere
Dinge, die ich abhaken kann, waren große Arbeitspakete, die
bewältigt wurden, wie
-
die
umfassende kommunalpolitische Berichterstattung,
-
die
regelmäßigen Besuche der Stadtverordnetenversammlungen,
-
das
ausgeprägte Interesse für kommunalpolitische Details,
-
die
Arbeit bis zum Erscheinen meines ersten Buches,
-
die
Vorarbeiten für mein zweites Buch, das im Januar erscheint,
-
die
Durchführung von Lesungen zu meinen Buchthemen,
-
das
Lokale Kabarett Mikrokosmos 2011, das erneut sehr erfolgreich
war, und
-
die
Übernahme der Layouterstellung für die Seniorenzeitung 60
AUFWÄRTS.
Im
Jahr 2012 werde ich mich
beschäftigen mit
-
sporadischen
Kommentaren zur Maintaler Kommunalpolitik,
-
der
Fortführung meiner Homepage mit ihren verschiedenen
Unterseiten,
-
der
Mitarbeit bei der Seniorenzeitung 60 AUFWÄRTS,
-
dem
Lokalen Kabarett Mikrokosmos (entgegen meiner Vorankündigung),
-
der
Hochstädter Kreppelzeitung (entgegen meiner Vorankündigung),
-
Lesungen
zu meinen Büchern und der spezifischen Unterrichtsbegleitung an
der Erich-Kästner-Schule,
-
meiner
Gartenanlage, an der ich neun Monate lang puren Spaß habe.
Das
alles ist natürlich nur bei guter Gesundheit möglich. Mit
zunehmendem Alter kommen so langsam bisher noch nicht gekannte
Erfahrungen, die durchaus leistungsmindernd sein können. Auch
schlagen mir die immer näher kommenden Einschläge der Todesfälle
aufs Gemüt. Sich zurück zu nehmen, würde jedoch den schrittweisen
Verlust der Beweglichkeit und der körperlichen und geistigen
Leistungsfähigkeit bedeuten, denn nur die ständige Übung hält
fit. So starte ich ins neue Jahr in der Hoffnung, dass es das Leben
weiterhin gut mit mir meint.
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Silvesterfeuerwerks-Asylant
In
der Silvesternacht suchte zu Beginn des Feuerwerks eine
aufgeschreckte Amsel Schutz in unserem Wohnzimmer. Sie war
über unsere Köpfe hinweg direkt in die Wohnung geflüchtet.
Eine knappe Stunde saß sie auf dem Kopf einer Sammlerpuppe
und beruhigte sich von Minute zu Minute. Irgendwie gehörte
sie für eine Stunde einfach dazu. Danach verließ sie ihr Asyl so, wie sie gekommen war und flog laut schimpfend durch
die giftigen Rauch- und Nebelschwaden davon. Für Vögel und
Tiere ist die Silvesterknallerei - so heftig, wie sie in
diesem Jahr ausfiel - ein Schrecken. |
Meinen
Lesern wünsche ich einen guten Jahreswechsel, Gesundheit und
Zuversicht, dass auch Ihre Wünsche in Erfüllung gehen.
Ihr
Klaus
Klee
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Alles
Gute
im
neuen Jahr




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Eine
Lanze für den TAGESANZEIGER
Es
ist wohl eine Zeiterscheinung, dass wir mit Informationen genauso umgehen,
wie mit einfachen Konsumgütern. Zunächst fragen wir uns, ob wir
sie überhaupt benötigen, dann rückt erst die Frage in den
Vordergrund, wie wir an die Informationen kommen. Das Meiste
erreicht uns bereits über Rundfunk und Fernsehen. Kostenlose
Wochenzeitungen und Werbung füttern uns ebenfalls mit
Informationen. Erst dann rücken die Tageszeitungen, die online und
kostenlos im Internet gelesen werden können, in den Fokus. Wer in
allen bisher genannten Medien nicht fündig wurde, weil der speziell
gesuchten Information die überregionale Bedeutung fehlt, leiht sich
beim Nachbarn den Maintal TAGESANZEIGER aus oder kauft ihn
als Einzelexemplar. Dort steht alles drin, was von lokalem Interesse
ist. Derart punktuell informiert, wartet diese
Leserkategorie auf den nächsten Anlass, um sich erneut so günstig zu
versorgen. Aus der Sicht unseres Maintaler Lokalblattes
wäre es allerdings optimal, wenn der TAGESANZEIGER noch
stärker abonniert würde. Bereits jetzt werden über die mehr als 4000
Abos, die Weitergabe unter der Hand und den Straßenverkauf viele Maintaler Privathaushalte erreicht. Doch für viele Maintaler
Bürger scheint das Abo überhaupt kein Thema zu sein, weil sie
sich einfach nicht für Maintal interessieren. Das stimmt nachdenklich,
erklärt sich aber mit der gefühlten Unattraktivität Maintals, die
oftmals jedoch erst aus der mangelnden Information resultiert. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz.

Die
Stammleser der Lokalzeitung
Die
langjährigen Abonnenten und Straßenverkaufs-Kunden sind am Mix der
Berichte über die mehr als 190 Vereine, Verbände und der
Parteien sowie an den regelmäßigen Informationen und Bekanntmachungen
der Stadt Maintal sowie des Main-Kinzig-Kreises interessiert. Sie
honorieren mit ihrem Bezugsverhalten, dass die Information
über ihren Heimatort und die Region ihren Preis hat. Wer die Zeitung
"second Hand" liest, hat sehr oft
nicht das Geld, das seine Zeitungs-Spender für Informationen
ausgeben,
ist jedoch grundsätzlich am innerörtlichen Geschehen interessiert.
Das lässt hoffen. Grob
geschätzt dürften gut die Hälfte aller Maintaler Bürger den Maintal
TAGESANZEIGER lesen.
Lesen,
was wirklich interessiert
Die
Leser filtern meist nur das aus der Zeitung heraus, was sie
wirklich interessiert. Der Rest ist für sie Beiwerk. Die
überregionalen und weltweiten Nachrichten sind ihnen bereits aus
den aktuellen Nachrichtensendungen oder dem Internet bekannt. Sie suchen ohne Umschweife ganz gezielt die
Sport-Seiten, die Kommunalpolitik, Vereinsnachrichten,
Veranstaltungskalender, Leserbriefe, spezielle Kulturkritiken,
aber auch Geburtstagslisten, Kirchennachrichten, Todesanzeigen und
anderes, von dem sie sich angesprochen fühlen. Artikel weiterer Themenkreise werden nur bei
spezieller Aufmachung oder
Aktualität gelesen. Das alles dauert zur ersten Information je nach Übung
und Umfang oft nur wenige Minuten. Mit mehr Ruhe wird die Zeitung
später ausführlicher studiert. Als ärgerlich wird das Fehlen oder
der zeitliche Verzug erwarteter Zeitungsinhalte empfunden. Der
Umgang der Redaktion mit Prioritäten und Platzbedarf deckt sich nun mal nicht immer
mit dem Prioritätsdenken der Leser. Ob wir später die gelesenen Inhalte
(noch) für angemessen halten und diese (dann noch) als Gesprächsstoff dienen,
ist ein anders Thema.
Die
emotionalisierende Komponente
Kern
jeder Nachricht ist generell der reine Sachverhalt, der schlank
gehalten nahezu
keine Botschaft oder Wertung enthält. Das soll dem Leser
überlassen bleiben. Viele dieser Nachrichten werden zunächst nicht
oder gar nicht gelesen. Die massive Versachlichung bremst oft das emotionale
Empfinden der Neuigkeit. Hier nutzen engagierte Journalisten den Kommentar,
um den Kern der Nachricht und deren Auswirkung auf das
tägliche Leben aufzubrechen und verständlicher zu machen. Viele Nachrichten werden
deshalb erst nach dem Kommentar gelesen, besonders, wenn es der Redakteur
versteht, dabei geschickt eine provokante Position einzunehmen. Die Zivilcourage
der Redakteure endet jedoch manchmal mit einem Fragezeichen hinter der provokanten Überschrift.
Der
im
Konjunktiv gehaltene Text schützt zudem vor Konsequenzen, denn mit
seiner klaren Positionierung
stört der Redakteur die Absichten unterschiedlichster
Kreise, was sich für seine Zeitung nachteilig auswirken kann. In
diesem Zusammenhang sind die Betrachtungen
über die unabhängige Presse interessant, die sich auf
dieser Homepage befinden.
Am
Beispiel der BILD-Zeitung lässt sich jedoch verdeutlichen, dass
sich -
trotz des schlichten Strickmusters dieser Zeitung - der
geschickte Einsatz emotionalisierender Wirkungen des
Geschriebenen derart
umsatzsteigernd auswirkt, dass man durchaus auf abhängig machende Werbung
verzichten kann. Vergleichsweise ist vielen politisch interessierten Maintaler Lesern
unser Lokalblatt zu zahm. Diese Leser vermissen Biss und den Einsatz für
gerechte Sachverhalte, vielfach auch den Mut zur ganzen Wahrheit,
wenn sie als der Zeitung bekannt vorausgesetzt wird. Der häufiger
eingesetzte zündende
Kommentar wäre die Lösung und das Salz in der Suppe. Enttäuschung und Verärgerung
ganzer Lesergruppen wirken sich schnell auf den Zeitungsbezug aus. So gesehen ist dem
braven Verhalten ebenfalls, jedoch eine andere Art der Emotionalisierung zuzuschreiben.
Maintal,
die fast unbekannte Stadt
Nun
könnte man die Frage stellen, warum Maintal für alle großen
Tageszeitungen der Region so unbedeutend ist, dass sich Journalisten
kaum mehr nach Maintal verirren und dem Maintal TAGESANZEIGER
das Feld überlassen. Die Antwort wäre, dass Maintal
eine viergeteilte Wohn-/Schlafstadt vor den Toren von Frankfurt und
Hanau mit steigendem Seniorenanteil ist, deren gefühlte
Attraktivität deutlich unterhalb der aller Nachbarstädte und -gemeinden
liegt. Die Infrastruktur ist üblicher Standard ohne Highlights. Kultur spielt sich in der nahen Metropole ab und die
örtlichen kulturellen Höhepunkte fristen ein
Schattendasein.
Kein
namhaftes Unternehmen mehr trägt den Namen Maintals über seine
Werbung in die Welt. Es scheint, als warte Maintal seit Jahren auf eine
Sensation oder den
erlösenden Skandal, der den bisherigen
Bekanntheitsgrad Maintals schlagartig verändert. Alles scheint im
Mittelmaß und in der Bedeutungslosigkeit zu versinken.
Maintal fehlt es auch an
Persönlichkeiten, die sich positiv für Maintals Bekanntheitsgrad
einsetzen. Selbst Birgit Prinz als
Weltfußballerin betonte immer wieder, gebürtige Frankfurterin zu
sein. Darüber hinaus ist sie von der Außenwirkung her kein Sebastian
Vettel oder eine Magdalena Neuner, die locker
den Bekanntheitsgrad ihrer Heimatge- meinden steigern.
Kulturschaffende Maintaler halten sich bedeckt, unsere
Kommunalpolitiker agieren oft verdeckt und interessengesteuert
und bedienen damit gängige Politiker-Klischees. Bei ihrem Wirken
sind sie oftmals froh, wenn die Öffentlichkeit davon nichts
erfährt. Die Folge ist eine spürbare Ablehnung seitens der Wähler.
Sie zeigen deshalb auch kein Interesse mehr an Informationen zur Kommunalpolitik.
Zeitweise werden sie mal von Bürgerinitiativen thematisch
aufgeweckt, um aber anschließend wieder in Gleichmut und Desinteresse zu
versinken. Es ist ein Wunder, dass die Lokalzeitung bei dieser
Gemengelage immer noch
genügend Stoff mit echtem Informationsgehalt findet - von
substanziellen Aufreg-Themen ganz zu schweigen - um die Seiten zu
füllen.
Der
Maintal TAGESANZEIGER - letzte Maintaler Informationsquelle

Für
den Maintal TAGESANZEIGER gilt das gleiche, wie für den
örtlichen Einzelhandel. Er sollte aus Verbrauchersicht nach Kräften unterstützt
werden, damit er nicht unter geht. Er ist das letzte noch
verbliebene Printmedium, das sich noch mit dem lokalen
Geschehen Maintals auseinander setzt. Hier wird noch journalistisch
gearbeitet. Wochenzeitungen drucken nur ab, was man ihnen zusendet
und generieren damit ihre Umsätze. Es ist kontraproduktiv, dass Informationen aus dem
Rathaus wegen der wesentlich höheren Haushaltsabdeckung auch über Wochenzeitungen verbreitet werden, obwohl dadurch keine Steuern für
Maintal generiert werden. Das stärkt nicht gerade die heimische
Zeitung und indirekt die städtischen Finanzen.
Man sollte
mit dem Maintal TAGESANZEIGER über
Verbesserungspotenziale reden, wie es die Redaktion immer wieder anregt.
Auf den Wochenmärkten und Straßenfesten ist die Redaktion
präsent, um mit den Bürgern Kontakt zu pflegen. Hier kann man die
Gelegenheit nutzen, auf Sachverhalte hinzuweisen, die verbessert
werden sollten. Was machbar ist, wird sicher auch umgesetzt werden. Natürlich ändert sich nicht in jedem Fall
etwas. Ein typisches
Beispiel sind die permanent monierten platzfüllenden monatlichen
Geburtstagslisten der Vereine. Die Vereine sollten sinnvoller Weise
besser über ihre sicher
nicht ganz uninteressanten Aktivitäten informieren. Manche
Leser sind jedoch ganz entzückt, wenn sie einmal im Jahr ihren
Namen in der Zeitung lesen. Für sie sind die Geburtstagslisten
scheinbar alternativlos. Na denn...!
Die
Lokalzeitung befindet sich permanent im Spagat zwischen Kosten und Qualität. Nur beste und engagierteste Redaktionsmitglieder
können die Erwartungen der Leser voll erfüllen. In personellen Engpässen schwankt jedoch die Attraktivität der
Zeitung. Die Themen werden dann flacher, die Bilder
größer und nur emotionalisierende Leserbriefe können noch für einen
Ausgleich sorgen. Ganzseitige Reklamen auf den besten rechten
Seiten der Zeitung helfen zwar, die Kosten zu decken, mindern jedoch
erheblich den Lesegenuss. Auch hier könnte ein größerer
Leserstamm mit seinem Kostenbeitrag bis zu einem gewissen Grad für Abhilfe
schaffen und die Attraktivität der
Zeitung steigern. Ein optimierter Personalstamm könnte ohne
Zeitdruck noch intensiver
auf das aktuelle Geschehen eingehen und die Zeitung mit mehr Inhalt
füllen. Vor den
Leistungsträgern der Redaktion ziehe ich den
Hut, weil sie sich täglich der vielschichtigen fachlichen und
strukturellen Herausforderung stellen und sich
täglich selbst neu motivieren. Das ist absolut keine
Selbstverständlichkeit und mit einer besonderen Liebe zum Metier zu
erklären.
Veröffentlicht
am 31.12.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Alte
Seilschaft
Wäre
die Atomkatastrophe in Fokushima nicht gewesen und hätten Bürger,
die sich um das Maintaler Parteienspektrum sorgten, nicht
eingegriffen, säßen Peter Arendt und Monika
Vogel heute vermutlich beide nicht oder ebenso alleine im Parlament, wie die
FDP-Kandidaten. Erst der Weggang von Peter Arendt ließ
auf eine Erneuerung der Grünen in Maintal hoffen. Den absoluten
Kick bekamen die Grünen landauf landab durch die Folgen von
Fokushima. Er bewirkte, dass die Mehrzahl der Grünen-Fraktion nun
aus Stadtverordneten besteht, die kaum oder keine kommunalpolitische
Erfahrung haben. Die 8 grünen Maintaler Stadtverordneten waren vom ersten
Tag an eine Gruppe, denen man förmlich anmerkte, dass kaum etwas
zwischen ihnen harmonierte, geschweige denn, stimmte. Erneuerung und
verbohrtes Festhalten an alten Verhaltensweisen stießen
aufeinander. Während der Diskussionen wurde schnell klar: Monika
Vogel war noch nie und wird niemals ein Alpha-Tier
beziehungsweise eine starke Führungsperson sein. Sie scheint nur
der verlängerte Arm von Peter Arendt zu sein, der von
außen die Fäden zieht. Zumindest wurde dies überdeutlich. Nun ist die Fraktion zerbrochen und drei
Abgeordnete wollen eine eigene Fraktion gründen, die - das muss man
sich auf der Zunge zergehen lassen - wirklich grüne Politik
umsetzen wollen. Sie distanzieren sich damit von der unbeirrten
Fortführung des Kurses der letzten Wahlperioden. Dafür waren sie
nun mal nicht angetreten. Aus was ihre grüne Politik bestehen soll,
wollen Sie noch erklären.

Dem
Stadtverordnetenvorsteher gaben Peter Thrun, Michael Kilian
und Elke Nagel ihren Entschluss bekannt und
erklärten, dass sie ihre Mandate mitnehmen. Möglicherweise ist das
erst die Spitze des Eisbergs. Weitere Stadtverordnete der Grünen
könnten nach meiner Einschätzung folgen.
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Die
Fraktionsvorsitzende Monika Vogel hätte
akzeptieren sollen, dass die Politik von Peter Arendt
dazu führte, dass echte grüne Politik in Maintal nicht mehr
als solche empfunden wurde. Es musste ihr auch klar sein, dass
viele grüne Wähler die Nase von der schlitzohrigen Macht-
politik des Peter Arendt voll hatten. Sie
hätte mit dem Zuwachs den Weg der Erneuerung wählen sollen.
Wer ihr jetzt noch folgt, führt das System Arendt weiter. |
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Der
stellvertretende Fraktionsvorsitzende Friedhelm Duch,
der als Referent des grünen zweiten Kreisbeigeordneten beruflich
sehr stark in grüne Politik eingebunden ist, wird die Spaltung der
Maintaler Grünen mit Sorge beobachten, zumal die Abtrünnigen echte
grüne Politik reklamieren. Der Umkehrschluss signalisiert, dass
dies bei den offiziellen Maintaler Grünen nicht möglich sei.
Zurück bleibt in den Augen vieler Bürger eine Mogelpackung, die
unter Vorspiegelung der ernsthaften Erneuerung dort weitermacht, wo
sie vor der Wahl aufhörte. Maintal und die Wähler, die Grün
wählten, haben eine andere grüne Politik verdient und fühlen sich
hinters Licht geführt.
Veröffentlicht
am 24.12.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Nun
ist restlos klar: Maintals Grüne wollen dort weiter machen,
wo ihre Arbeit beinahe geendet hätte. Ihre Mitgliederzahl war
unter ein Dutzend gefallen und sie waren nicht mehr in der
Lage, zur Kommunalwahl eine Liste mit Aussicht auf Erfolg
aufzustellen. Sie zogen sich allerdings nicht selbst aus der
Asche ihrer Politik, sondern sie verdanken ihre dem Phoenix
ähnliche politische Wiederauferstehung Bürgern, die nach dem
bekannt werden des Wegzugs von Peter Arendt an
eine Erneuerung der Maintaler Zelle der Grünen glaubten.
Fokuskhima bescherte den Grünen dann ein Ergebnis, bei dem
die alten Fraktionsmitglieder in der Minderheit waren. Eine
Erneuerung wäre die logische Folge gewesen. Entscheidend war
allerdings das neue Führungsproblem. Peter Arendt
war - das muss man ihm unumwunden bescheinigen - mit Maintals
Finanzen und allen anderen Problemen vertraut, wie kein
anderer. Auch stand er stets zu seinen Überzeugungen, auch
wenn sie noch so unglaublich erschienen. Er wusste stets, was
er tat. Es ist auch logisch, dass man nicht teilnahmslos aus
der Ferne beobachtet, wie nun alles infrage gestellt wird.
Erfolge, die aus einer Kehrtwende resultiert hätten, wären
schmerzlich gewesen. Als der Initiator der
Magistratsunterstützungsfraktion wird er sich an der total
verfahrenen finanziellen Situation Maintals mitschuldig
fühlen und deshalb seine etwas angespannte Nachfolgerin
unterstützt haben. Der Fehler ist nur die dabei ausgegebene
politische Richtung des "Weiter so!". Das zeigt,
dass man aus den Fehlern nichts lernte. Drei Stadtverordnete
wollten diesen Vorwurf nicht länger gegen sich gelten lassen.
Klaus
Klee |
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Gekaufter
Präsident?
Landesvater
-
das ist die Rolle, die Bundespräsident Christian Wulff
bevorzugt spielt - erst in Niedersachsen, dann für die gesamte
Bundesrepublik. Den Aufstieg verdankt er Angela Merkel
und offensichtlich einigen Unternehmern, die ihn unterstützen. Mit
Wulff war auch der letzte Kandidat aus dem Rennen, der Angela
Merkel das Amt bei
Neuwahlen hätte streitig machen können. Christian
Wulff hat nun lebenslang Anspruch auf einen Gehalt von
monatlich 23.000 €, ein Büro, einen Dienstwagen, einen Chauffeur
und eine Sekretärin. Ein wahrlich fürstlich bezahlter Ausstieg aus
der Politik. Er ist von Freunden umgeben, die es ausgenommen
gut mit sich und mit ihm und wer weiß was noch meinen und ihn
deswegen teilweise auf seinen offiziellen Auslandsreisen begleiten.
Im Gefolge von Kanzlern und der jetzigen
Kanzlerin ist ein Tross von führenden Köpfen der Wirtschaft
völlig normal.
Politiker sind nun mal die Gehilfen hochkarätiger
Handlungsreisenden. Beim Bundespräsidenten jedoch ist das weder üblich noch mit dem Amt vereinbar.
Als
Bundespräsident wacht man über Gesetze, bestellt und abberuft
Kanzler und Minister, wacht über die Demokratie und die Einhaltung
der Gesetze. Das erfordert
ein Höchstmaß an Integrität, Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit.
Christian Wulff
hat bewiesen, dass diese Eigenschaften auf ihn nicht wirklich
zutreffen. Ist er nur ein gekaufter Präsident?
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Mit
seiner zweiten Frau Bettina repräsentiert Christian
Wulff nicht nur, sondern er pflegt auch intensiv die
Gesellschaft von besonders Reichen und Schönen, in deren
Landsitzen sie es sich seit Jahren während ihrer Urlaube gut
gehen lassen. Das Paar liebt den Luxus und gibt dafür
offensichtlich mehr, als ein Bundespräsident geben darf. Nach
der Scheidung im Jahr 2007, die ihn finanziell gewaltig
gebeutelt haben soll, nahm er die finanzielle Hilfe von
Freunden an, die ihm nun zum Verhängnis wird. So langsam
kommen immer mehr Details seiner zweifelhaften Kontakte zu
milliardenschweren Personen ans Tageslicht, die sich
offensichtlich ihre Kanzler und Präsidenten nach Belieben
kaufen oder manipulieren. |
Christian
Wulff scheint nicht nur ins Beuteschema von dubiosen
Geldleuten zu passen, sondern auch in das seiner Frau. In ihrem
Händen scheint er all das zu verkörpern, was sich eine Frau mit
dem Hang zu Glanz und Glamour wünscht. Es wird interessant sein, ob
diese Beziehung auch noch funktioniert, wenn er von der großen
Bühne abtritt und nur noch seine biedere und eher langweilige
Hülle übrig bleibt. Ihr steht jetzt ein angemessener Anteil an
seiner erworbenen Alterssicherung zu und in der Welt der Reichen und
Schönen ist sie ja jetzt bestens eingeführt. Es könnte plötzlich
einsam um ihn werden, wenn es nicht die ganz große Liebe ist, die
beide miteinander verbindet.
Was
fürchtet jedoch Kanzlerin Angela Merkel - dass
sie kurz hintereinander gleich zwei Bundespräsidenten verliert oder
dass noch mehr Details ans Tageslicht kommen, die unsere gesamte
politische Landschaft erschüttern? Ist Wulff nur der Auslöser für
einen Skandal ungeahnten Ausmaßes? Das dicke Ende erwarte ich ab
Januar 2012 und die Weihnachtsansprache verfolge ich mit besonderem
Interesse.
Wie
viel politische Kraft steckt noch in Wulff?
Am
22.12.2012 nahm der Bundespräsident endlich persönlich Stellung zu
den Vorwürfen, die zunehmend gegen ihn erhoben werden. Nachdem
bisher nur renommierte Anwälte für ihn sprachen, äußerte er sich
endlich selbst und verblüffte mit der Erkenntnis: "Nicht alles,
was juristisch rechtens ist, ist auch richtig!" Ein
Politiker mit seiner Vita muss das wissen. Offensichtlich nicht aber Christian Wulff, der
von seinem Pressesprecher und privaten Imageberater
Olaf Glaeseker zur Sonderausgabe der Marke "menschlicher Politiker"
umgestrickt wurde, weil die Politik brave schöngeistige
Bundespräsidententypen mag.
Ist Wulff nur noch eine
leere Hülle?
Wie viel Kraft steckt noch in dieser Hülle? Nun ist (angeblich auf
eigenen Wunsch) der präsidiale Umerzieher entlassen - die Hülle
Wulff blieb
zurück und so blutleer stand sie auch vor den Mikrofonen. Ob ohne
Kopfbedeckung, mit flottem Sommerhut oder mit Kippa, stets setzt er
den gleichen einstudierten feierlich lächelnden Gesichtsausdruck
auf und gibt wohlformulierte weichgespülte Formulierungen von sich. Es ist die Frage, ob und wie schnell er ohne seinen
"Präsidentenflüsterer" doch noch ein Präsident werden kann, der
nach allen Seiten - auch gegen sich selbst - verbindlich Kante
zeigt. Gelingt ihm das nicht, wird er nicht mehr lang im Amt bleiben,
denn die Presse, die nach wie vor Joachim Gauck gern
im Amt sehen möchte, lässt nicht locker.
Veröffentlicht
am 21.12.2011, ergänzt am 22.12.2012 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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(Bild ist am Kragen satirisch verfremdet)
Ein
gekaufter Präsident?
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In
diesen Tagen stellt sich die Frage nach dem Typ
Bundespräsident, den das Volk wirklich haben möchte. Mit
Bestimmtheit kann man sagen, dass der vom Volk gewünschte Typ
sehr von den Vorstellungen vieler Politiker abweicht. Wenn es
der Politik nicht gelingt, einen parteilosen Präsidenten zu
finden, so spielt als Strategie der "Entsorgung"
eines Kontrahenten eine große Rolle. Mit Christian
Wulff war letzteres der Fall. Beim amtierenden
Bundespräsidenten vollzog sich die Umwandlung zum politischen
Neutrum allerdings besonders rasant.
Christian
Wulff spricht mit seiner Art vornehmlich das weibliche
Geschlecht an und er dürfte dem Bild des idealen
Schwiegersohns entsprechen. Spötter nennen ihn den
"Begrüßungsonkel der Nation", weil seine Reden und
Auftritte so herrlich unverbindlich und allgemein gehalten
sind. Appellen an die Politik und die Gesellschaft fehlt es an
Schärfe und an Verbindlichkeit. Weichgespült und sanft
gleitet er über seine präsidiale Bühne, stets sehr darauf
bedacht, dass seine zweite Gattin im rechten Rampenlicht
steht.
In seinem präsidialen Dunstkreis bewegen sich
wohl- habende Menschen, die ihn mit Wohltaten bedenken und ihm
alljährlich ihre exklusiven Villen für Urlaube zur
Verfügung stellen. Deren Angebote nimmt er dankend an, um
sich als ein Teil dieser besonderen Gesellschaft zu fühlen.
Sein Lebensstil sollte natürlich schon dem eines Bundespräsidenten
entsprechen. Dafür ist seine Versorgung ja auch hoch genug und die
bis zum Lebensende gewährte Pension dürfte ihm bei
Kreditinstituten die Türen öffnen. Er sollte deshalb
Konditionen zahlen, die das Volk, das er als Präsident
vertritt, auch bezahlen muss. Alles Andere ist als Vorteilnahme im
Amt anzusehen. Ob es das Amt des Ministerpräsidenten oder des
Bundespräsidenten ist, ist dabei unerheblich.
Ganze Kerle
handeln anders und wissen, wann sie zurücktreten müssen -
nicht erst, wenn ihre Gattin damit einverstanden ist.
Klaus
Klee
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Das
schwarze Loch Maintals
Seit
Tagen geistert ein Bild durch die Presse, auf dem ein schwarzes Loch
unserer Milchstraße eine heiße Gaswolke an sich
zieht und demnächst verschluckt. Unwillkürlich muss man an das
schwarze Loch denken, in dem unsere Maintaler Haushalte
verschluckt werden, ohne dass Spuren davon zurück bleiben.
Jährlich werden Millionen beziffert, ehe sie für immer
verschwinden. Der Bürgermeister berichtete kürzlich von 17
Millionen Euro an Werten, die sich innerhalb der letzten 3 Jahre
unter seinen Augen in Nichts aufgelöst hätten. Das möchte er
nicht noch einmal erleben, weshalb er nun Magistrat und Parlament mit einem
"Weckruf" wachrüttelte. Dagegen soll nun endlich irgend etwas
unternommen werden, damit das schwarze Loch Maintals
seinen unglaublichen Einfluss verliert.
Vor einem Jahr war der
Maintaler Herrscher des schwarzen Loches noch von langjährigen Fraktionsvorsitzenden
umgeben, die ihm in letzter Konsequenz stets folgten, seine vor
über zehn Jahren aufgestellte "Liste der Grausamkeiten"
jedoch nicht ernst genug nahmen. Vier der fünf
Fraktionsvorsitzenden haben sich inzwischen klammheimlich verdrückt,
lassen ihn mit seinem Scherbenhaufen allein und wollen nichts mehr mit
den geminsam geschaffenen Problemen zu tun haben.
Das schwarze Loch wird weiterhin gierig
schlucken, weil die neu gewählten Fraktionsvor- sitzenden
vermutlich noch nicht in der Lage sind, den verhängnisvollen Regelkreis der letzten Jahre zu
durchbrechen. Die Lage ist ernst!

Das
schwarze Loch Maintals könnte in den kommenden Monaten auch die
für kurze Zeit aufgekommene Hoffnung vieler Wähler auf die
Hinwendung des Parlaments zur reinen bürgerbezogenen Sachpolitik
verschlucken. Wie bereits deutlich spürbar ist, änderte die
Maintaler SPD ihr Paarungsverhalten und wendet sich nun sehr stark
der örtlichen CDU zu. Es sind wohl Eifersüchteleien, die den
flotten Dreier der linken Mitte verhinderten, der für klare
Mehrheitsverhältnisse und eine betont soziale und bürgergerechte
Politik gesorgt hätte. Das Vakuum des schwarzen Loches scheint für
die SPD-Strategen eine gewaltige Anziehungskraft zu besitzen. Man
will vorrangig ins Zentrum der Macht - dorthin, wo die Gelder
verwaltet werden, mit denen man gestalten kann - wo sie letztendlich
aber auch verschwinden.
Auf
örtliche Bedeutung zurechtgestutzt
Maintals
neue Grüne rangieren sich gerade selbst aufs Abstellgleis. Sie
werden nicht nur von der politischen Konkurrenz als inhomogene
Truppe und als unnatürlich gewucherte Personenansammlung empfunden,
die ihren Zuwachs aus Einflüssen bezog, die mit ihrer Maintaler
Politik absolut nichts zu tun hatten. Hinzu kommt, dass sie erneut
von Personen dominiert werden, die dem alten strategischen Verhalten
näher stehen als der Erneuerung. In der Hoffnung auf Veränderungen
liefen Teile der SPD lange Zeit den neuen Grünen hinterher und
zeigten beim lebhaften Paarungstanz der Alternative WAM demonstrativ
die kalte Schulter. Nun sind alle linksmittigen Perspektiven dahin
und man macht der CDU Kuhaugen. Die Folge wird das Abschmelzen
starker sachpolitischer Positionen auf das alte Mittelmaß sein, das
von den verschmähten niedrigprozentigen Gruppierungen und Maintals
Bürgern ohne jede Chance der Mitgestaltung bis zum Ende der
Legislaturperiode ertragen werden muss. CDU und SPD könnten alleine
bestimmen, was in Maintal passiert.
Wird
die SPD zur größten Magistratsunterstützungsfraktion?
Der
treue politische Augenaufschlag der Maintaler CDU sollte die
Sozialdemokraten jetzt nicht allzu sehr auf ihrer Rückkehr zur
Macht beflügeln. Der Preis ist hoch! Die SPD sichert damit dem
Bürgermeister das Verbleiben im Amt, das ihm bei ähnlichem
Sachverhalt in anderen Gemeinden streitig gemacht würde. Wer einen
"Weckruf" startet, muss nämlich etwas verpennt haben. So
etwas reicht normalerweise für eine Abwahl aus. Dorothee Diehl
wurde wegen weitaus geringerer Auswirkungen ihrer Tätigkeit in die
Wüste geschickt und die Spitze des Umlandverbandes muss gehen, weil
sie angeblich zu wenig leistete. Da ist eine Kooperation von SPD und
CDU eine praktische Sache und würde Erhard Rohrbach
wohl eine ungestörte Restlaufzeit im Amt ermöglichen. Dafür
würde die SPD bereits im Vorfeld stärker in die Absichten des
Magistrats eingebunden. Ein interessanter Deal! Irgendwie
praktisch...!? Ob so Maintals Probleme wirklich gelöst werden?
Veröffentlicht
am 17.12.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Freie
Fahrt für Sachpolitik
Das
Maintaler Parlament schrammte bei seiner letzten Sitzung noch einmal
an einer gefährlichen Klippe vorbei, die sich beinahe ergeben
hätte. Als die Abgeordnete der Republikaner erneut nicht im
Parlament erschienen war, waren alle theoretischen Zahlen- spielchen
Makulatur. Für den Haushalt des Bürgermeisters zeichnete sich
keine noch so knappe Mehrheit mehr ab. Nachträgliche Diskussionen
darüber, was gewesen wäre wenn - irgendwie und obwohl es keiner
gewollt habe - der Haushalt mit kleinen Änderungen mit der Stimme
der REPs beschlossen worden wäre, sind Schnee von gestern.
Zumindest diese demokratische Katastrophe wurde abgewandt. Für neue
Beratungen benötigt das Parlament jetzt Zeit, die es sich selbst
verschaffte, indem die Entscheidung über den Doppelhaushalt 2012/13
verschoben wurde. Optimistisch stimmte das keinen der vielen
anwesenden Besucher der Sitzung.
Die
letzte Stadtverordnetenversammlung beseitigte bei mir alle Zweifel
und mir ist jetzt be- wusst, dass diese 45 Stadtverordneten und der
Magistrat weder den Maintaler Haushalt in Ordnung bringen,
geschweige denn, Maintal jemals aus der Schuldenfalle herausholen
können, wenn sie so weitermachen. Der Bürgermeister hat längst
vor den Problemen kapi- tuliert, in die Maintal während seiner
Bürgermeistertätigkeit schlidderte. Deshalb zog er die Reißleine,
verhedderte sich hoffungslos darin und seine Handlung wird von der
größten Magistratsunterstützungsfraktion auch noch als
"Weckruf" gefeiert. Die restlichen Fraktio- nen haben nach
all ihren Beratungen, Haushaltsklausuren und fraktionsübergreifenden
Gesprächen immer noch Beratungs- und Klärungsbedarf. Man könnte
meinen, alle irren in Rohrbachs Zahlenwerken herum und finden den
Ausgang nicht, weil die Zahlen nicht zweckmäßig geordnet und
zusammengefasst sind. Es fehlt womöglich an der richtigen
Systematik.
Grundbedingung
für alle Ergebnisverbesserungsüberlegungen müsste die Auflistung
aller Leistungen, Funktionen und deren Qualitätsmerkmale sein,
denen die jeweiligen Kosten- pakete zugeordnet sind. Danach kann
beurteilt werden, welche Kosten zur Grundsicherung und welche zum
Zusatznutzen gehören. Nur so kann entschieden werden, was unter
welchen Einbußen zu welchen Einsparungen führt. Kann nicht gespart
werden, müssen Gebühren, Eintrittspreise etc. erhöht werden. Das
leuchtet dann auch allen Bürgern ein.
Ein
solches qualitatives Kosten-/Nutzen-Zahlenwerk scheint aber nicht
vorzuliegen - es sei denn, die Fraktionen erarbeiten sich das selbst
oder haben es sich erarbeitet. Wenn das von kompetenter Seite in
einer brauchbaren Version erstellt würde, hätten alle Fraktionen
die gleichguten Beratungsunterlagen.
Es
scheint partout nicht die Erkenntnis zu reifen, dass man
professionelle Hilfe benötigt und dass man sich auch endlich mal
reiner Sachpolitik zuwenden muss. Bloßes Taktieren zur Erzielung
knappster Mehrheiten war lange Zeit ein Kardinalfehler der Maintaler
Politik und dies führte zu teilweise katastrophalen
Fehlentscheidungen der selbsternannten
Magistratsunterstützungsfraktionen. Deren Fraktionsvorsitzende
warfen inzwischen allesamt das Handtuch und hinterließen ein
finanzielles Chaos.
Benötigt
wird nun die effiziente Zusammenarbeit aller fähigen Köpfe des
Parlaments und der Stadtverwaltung sowie satte Mehrheiten für die
richtigen Lösungen. Wenn diese durch Hilfe von außen zustande
kommen, so ist das kein Makel und wahrscheinlich sogar eine gute
Investition. Das Do-it-yourselve-Gewurstel kann so nicht weiter
gehen. Bis März 2012 kann eine brauchbare Struktur in die
Entscheidungsprozesse kommen. Dazu muss man allerdings bald
beginnen.
Veröffentlicht
am 14.12.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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...rausgefallen
! |
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Amtszeit
wird zum Horror-Trip
In
der nächsten Stadtverordnetenversammlung sollte eigentlich der
Haushalt 2012/2013 für die Stadt Maintal verabschiedet werden.
Hierzu berieten die Fraktionen ausgiebig. Zwei Tage vorher steht
nahezu fest, wie sich die Parteien positionieren werden. Die Augen
sind plötzlich auf den einzig im Parlament verbliebenen REP, die
Stadtverordnete Mechthild Schilling gerichtet, die
allerdings bei den letzten Sitzungen nicht anwesend war. Mit ihrer
Stimme und den Stimmen von CDU und Grünen könnte der Maintaler
Haushalt mit kleinen Änderungen doch noch verabschiedet werden,
weil damit 23 Stimmen erreicht würden. Das ist natürlich
theoretisch absolut möglich, wenn alle Abgeordnete anwesend wären.
Maintal erhielte damit einen Haushalt, mit dem die nachhaltige
Haushaltskonsolidierung verschoben würde und mit dem weitere
Schulden aufgenommen werden müssten. Das zähe Ringen um die
wirklich nachhaltige Konsolidierung würde für zwei Jahre
ausgesetzt. Das kann nicht die Lösung sein, die Maintals Finanzen
wieder auf Kurs bringt.

Noch
ist offiziell nichts passiert. Hinter den Kulissen scheint jedoch
der Kampf um eine knappe Mehrheit für einen marginal geänderten
Haushaltsplan bedenkliche Formen anzunehmen. Wie im Blog von Jörg
Schuschkow, dem Vorsitzenden der WAM, zu lesen ist, sollen
motivierende Gespräche mit Frau Schilling geführt worden sein, dem
Haushalt zuzustimmen. Da sich rein rechnerisch daraus nur dann ein
Sinn ergibt, wenn die Grünen bereits im CDU-Boot wären, kann mit
etwas Phantasie und den bisherigen Äußerungen der Grünen zu einer
moderten Anhebung der Grundsteuer B das zu erwartende Stimm-
verhalten abgeleitet werden.
Maintals
Grüne sind jedoch seit der letzten Wahl kein homogener Haufen mehr
und es gibt durchaus Möglichkeiten, aus einem abgestimmten
Abstimmverhalten auszuscheren. Eine dieser Möglichkeiten ist, an
der Stadtverordnetenversammlung aus triftigem Grund nicht teilnehmen
zu können. Die Frontleute der Grünen hätten sich dann einmal mehr
mit ihrem guten Willen brav aber erfolglos angedient. Man kennt
solche Verhaltensweisen in der Maintaler Kommunalpolitik.
Alt-Bürgermeister
Dr. Walter Unger (SPD) vertritt in einem Leserbrief
vom 10. Dezember 2011 die Meinung, dass Lebensqualität in unserer
Stadt nun mal ihren Preis habe und er hält die Anhebung der
Grundsteuer B von ihrer finanziellen Breitenwirkung her für
durchaus richtig. Damit liegt er rechnerisch sicherlich nicht ganz
falsch und das wird auch der Grundgedanke von Erhard Rohrbach
gewesen sein. Fraglich ist jedoch, ob es der richtige Weg ist,
gerade die Grundsteuer B zu nehmen. Man hätte auch den Preis für
Trinkwasser (braucht jeder Bürger), Müll (verursacht jeder) oder
einen beliebigen Posten der Grundsicherung bzw. Grundentsorgung
nehmen können, wenn nur die gleichmäßige Verteilung der
finanziellen Belastung eine Rolle spielen würde. Nein - man wählte
ein Reizthema und einen für Neuansiedlungen besonders schädlichen
Eckwert.
Klar
ist, dass Maintal aus dem Teufelskreis der Verschuldung heraus muss.
Das geht nur mit strukturellen Veränderungen und einem konsequenten
Sparkurs ohne Sparschäden. Hierfür braucht man an den
verantwortlichen Stellen und der Politik gute Ideen und eine Reihe
von unternehmerischen Qualitäten. Wo das fehlt, braucht man
zumindest fremde Hilfe. Dazu gehört jedoch, dass man als
Stadtoberhaupt zu seinen Fehlern und Defiziten steht und notfalls
bekennt, nicht der zu sein, für den man ihn bei seiner Wahl hielt. Erhard
Rohrbach hätte das Amt ja nicht anzustreben brauchen. Es
hat ihn ja niemand dazu gezwungen! Mit seiner Kandidatur verhinderte
er allerdings eine bessere Lösung an der Rathausspitze. Vielleicht
hätte dann auch die SPD einen ganz anderen Kandidaten aufgeboten!?
Jetzt geht Erhard Rohrbach sogar dazu über, andersdenkende Bürger
zu verhöhnen (Scheck-Aktion) und sich womöglich über Mittelsleute
den REPs anzubiedern, nur um sich über Wasser zu halten. Seine
Rest-Amtszeit gerät für alle so langsam zum Horror-Trip.
Die
Verabschiedung des Haushaltsplans ohne griffiges besseres Konzept
lediglich zu blockieren, ist ebenfalls der falsche Weg. Etwas
Schmerzhaftes muss geschehen, das wissen alle Bürger. Es muss
jedoch aus der Schuldenfalle herausführen und nicht nur der
Bedienung der Kredite dienen. Wie zu lesen war, plant der Kreistag,
dem unser Bürger- meister ebenfalls angehört, bereits die nächste
Erhöhung der Kreis- und Schulumlage. Die allein frisst bereits das
auf, um was im Parlament derzeit gerungen wird. Die Schulden sind
halt überall und allgegenwärtig und überall sitzen die gleichen
sie verursachenden Personen.
Veröffentlicht
am 10.12.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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BürgerOffice
- ein großer Wurf?
Maintal
ist an einem Punkt angekommen, an dem der Magistrat zu drastischen
Mitteln greift, um das vielfältige ehrenamtliche Engagement zu
bündeln und dessen Steuerung zu übernehmen. Am 1. Januar 2012 geht
nämlich das bisherige SeniorenOffice, das Projekt "Soziale
Stadt" und der aus der Lokalen
Agenda hervorgegangene "Stadtleitbildpro-
zess" im neu gegründeten BürgerOffice auf.
Die zusammengefasste Verwaltungseinheit umfasst insgesamt 5
MitarbeiterInnen und verfügt über einen Etat, der zusammen mit dem
Haushaltsplan 2012/2013 festgelegt und genehmigt wird.
Der
erste Stadtrat Ralf Sachtleber klärte bereits
gegenüber der Maintaler Seniorenzei- tung auf, dass es sich um eine
organisatorische Maßnahme handele, die ausschließlich zum
Zuständigkeitsbereich der Verwaltung gehöre. Dennoch ist damit zu
rechnen, dass es dazu lebhafte Diskussionen geben wird, weshalb vom
Stadtrat vorsorglich bereits dafür geworben wird, dass alle
bisherigen ehrenamtlich Aktiven bei der Stange bleiben - mehr noch,
dass sie sogar weitere ehrenamtliche Leistungsträger zur
unentgeltlichen Mitarbeit motivieren. Nun muss sich zeigen, wo die
Grenzen bürgerschaftlichen Engagements verlaufen.

In
einem Schreiben an ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger
wird die neue Abteilung als Koordinierungsstelle der Bereiche
bürgerschaftlichen Engagements bezeichnet.
Im
Schreiben heißt es: "Mit der Einrichtung des BürgerOffice
Maintal wollen wir auf der Basis der bisher gesammelten
Erfahrungen neue Zielgruppen ansprechen. Wir
wollen interessante neue Projekte entwickeln. Wir hoffen,
dass alle, die sich bisher beteiligt und engagiert haben, auch
weiterhin aktiv mitarbeiten. Gemeinsam
möchten wir neue Ideen und damit auch neue engagierte
Weggefährtinnen und -gefährten finden."
Durchaus
interessant sind die möglichen Deutungen von "wir" im
Zusammenhang mit "Koordinierungsstelle". Das wirft
die Frage auf, ob mit "wir" die Gesamtheit aller bisher in die Prozesse
eingebundenen Personen und Gruppen gemeint sind oder alle Gruppen
einschließlich der Verwaltungseinheit oder gar alle zusammen
einschließlich des Magis- trats und der Fachabteilungen gemeint sind.
Hier könnten zukünftig die Grenzen zwischen ehrenamtlicher
Selbstgestaltung und gelenktem Aktivismus verschwimmen .
-
Die
stabilste und effektivste bisherige Einheit des
bürgerschaftlichen Engagements sind die vom SeniorenOffice
betreuten Seniorengruppen. Sie setzen nach wie vor Maßstäbe
und erbringen geldwerte Leistungen, die Beachtung
verdienen.
-
Das
Projekt "Lokale Agenda" starb infolge
organisatorischer Fehler und der nur mäßigen Beachtung ihrer
Arbeitsergebnisse und wurde vom Stadtleitbildprozess abgelöst. Dieser scheint nach knapp zwei
Jahren nun ebenfalls seinen Zenith zu überschreiten und erste
Erosionen unter den neu gewonnenen Aktivisten sind bereits
auszumachen. Das möchte man mit aller Macht verhindern und man
setzt verstärkt deshalb auf noch mehr der ohnehin im Stadtleitbildprozess
bereits reichlich vertretenen Senioren.
-
Beim
Projekt "Soziale Stadt" handelt es sich
vornehmlich um schwerpunktmäßige sozial betreute Integrationsbemühungen im Umgang
mit Migranten und sozial schwachen Bevölkerungsgruppen, die
mehr unter dem Gesichtspunkt "Hilfe durch Selbsthilfe"
stehen. Dieses Projekt sichert bisher enorme Fördergelder, ohne
die an eine Weiterführung nicht zu denken ist.
Es
ist die Frage, wie gut sich die drei Themenschwerpunkte miteinander vertragen. Dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass
"neue interessante Projekte" hinzu kommen, wobei sicher an
den Bürgerhaushalt gedacht ist.
Es wird zwangsläufig zu Diskussionen um Prioritäten kommen, wobei
sich alle jetzt zwangsweise und ohne eigenes Mitspracherecht
zusammengeführten Interessen zentral
"koordiniert" werden sollen. Die Befürchtung, dass dabei
das Engagement innerhalb der Gruppen leiden könnte, ist nicht
unbegründet und drückt sich auch in der Hoffnung des Stadtrats
aus, alle mögen bei der Stange bleiben. Hier zieht er wahrscheinlich
Schlüsse aus den Erfahrungen bei der Umwandlung der Lokalen Agenda in den
Stadtleitbildprozess. Ehrenamtliches Engagement ist nämlich eine äußerst
fragile Angelegenheit, bei der bereits der leiseste Verdacht der
Unterbewertung oder der zeitlichen Verzögerung schwer erarbeiteter
Arbeitsergebnisse verheerende Schäden bei der Motivation anrichtet.
Noch
hat die öffentliche Diskussion um diese neue Verwaltungseinheit und
ihre Haushalts- technische Wahrnehmung nicht begonnen. Sie bietet
jedoch größere Angriffsflächen als die bisherigen
Einzelaktivitäten, die ganz unterschiedliche
Kosten-/Nutzen-Verhältnisse hatten. Was im Grund genommen eine
interessante und nachvollziehbare Idee ist, könnte sich in Zeiten
leerer Kassen und des üblichen gegeneinander Ausspielens rasch ins
Gegenteil verkehren, weil es sich mal wieder um Sozialkosten
handelt.
Veröffentlicht
am 07.12.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Schluss
mit Lustig!
Das
öffentliche Äußern einer persönlichen Erkenntnis und das daraus
resultierende einzig noch hilfreiche Konzept wiegen manchmal
außerordentlich schwer, besonders, wenn lange Zeit die Strategie
"Hoffnung" das einzige Konzept war. Das permanente
Ziel, das Maintaler Haushaltsergebnis während seiner Amtszeit
jährlich um nur 1% zu
verbessern, wäre einfacher zu erreichen gewesen als jetzt 10% auf
einen Schlag. Das war unserem Bürgermeister bereits an dem Tag
klar, als er die 10% laut aussprach. Doch er gab mit der
Unterstützung der CDU, der Grünen und der FDP den Ball an die
Fachbereiche seiner Verwaltung weiter, um eine wirksame
Selbstbeschneidung durchzuführen und als Plan B gleich mögliche
Einnahmenerhöhungen mit auszuloten. Unter den Augen der Fraktionen
ließen sich die Fachabteilungen zu einigen Sparvorschlägen
hinreißen, die jedoch bei 5% ihrer Kosten versiegten, um das nicht
zu zerstören, was man jahrelang mühsam an Qualität und Leistung
aufgebaut hatte. Damit schleppte sich die Politik über die
Kommunalwahl und man war sich sicher, dass die Wähler
das Haushaltskonsolidierungskonzept des Bürgermeisters wegen seiner
gefühlten Absurdität nicht ernst nehmen würden. Das Dicke
Ende kam jetzt, als der Plan B - die geplanten Erhöhungen der
Einnahmen - auf dem Tisch lag. Nun merken alle, dass es Erhardt
Rohrbach tatsächlich ernst meint.
Alle Fraktionen - auch
die der CDU - beginnen jetzt, sich ernsthaft mit der
Beantwortung der wichtigen Fragen zur Haushaltskonsolidierung zu befassen. Dass sie noch am Anfang ihrer Überlegungen stehen,
zeigen die bisherigen dürftigen Ergebnisse. Sie sind jetzt dazu verdonnert, entweder
den Ideen des Bürgermeisters zuzustimmen oder ein alternatives
schlüssiges Konzept vorzulegen. Denn eines ist klar: So kann es
nicht weiter gehen!
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Alle an einem Tisch - bringen sie die Lösung oder sind sie ein Teil des
Problems?
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Verfolgt
man das, was bisher bekannt ist, so sind Zweifel berechtigt, dass es
zu einer optimalen Lösung kommen kann. Dem Magistrat und den
Fraktionen sitzen die Bürger im Nacken, die sich mit einer
Unterschriftenaktion zumindest gegen die exorbitante Erhöhung der
Grundsteuer B wenden.
Keiner
der Politiker hat jedoch eine vernünftige Idee, an
welcher Schraube der Einnahmen wirklich sinnvoll gedreht werden kann.
Von Schuldenabbau ist gar keine Rede, nur davon, wie man die Zinsen
für die Schulden aufbringen will. Aktionen gegen den MKK
hinsichtlich der Höhe der viel zu hohen Umlagen sind scheinbar auch
nicht angedacht. Ferner wird das Land nicht zur Einhaltung der
verfassungsgemäßen finanziellen Beteiligung angegangen. Hier freut
man sich lieber über bescheiden sprudelnde Fördergelder für Projekte.
Die
landesweiten Finanzkrisen schwächten sich immer wieder durch eine
Verbesserung des Wirtschaftsklimas ab, was für kurzfristige
Entspannung sorgte. Einige Kommunen konnten ihre Einnahmen über sinnvoll geplante und selbst vermarktete Wohngebiete
nachhaltig verbessern. Auch interessante Gewerbeansiedlungen konnten
kommunale Haushalte entlasten. All das wurde
in Maintal bisher versäumt, obwohl genügend neue Baugebiete ausgewiesen
wurden. Den Profit überließ man Investoren, die kostenintensive Infrastruktur muss
die Kommune jedoch bereitstellen.
Anstatt gut
die Hausaufgaben zu machen und wirklich umsetzbare Ideen zu
entwickeln, ist immer wieder zu spüren, dass der Bürgermeister
große Visionen umsetzen will. Der Wunsch, aus den Niederungen
heraus Großes zu schaffen, führte stets zu unsinnigen Kosten,
teilweise sogar zu Kreditaufnahmen, um diese Seifenblasen zu
finanzieren.
Der
Bürgermeister streut immer wieder in die Diskussion ein, dass es
anderen Gemeinden viel schlechter gehe und Maintal doch noch ganz
gut dastehe. Ja, was denn jetzt!? In der Tat sind die Politiker und
Teile der Bevölkerung immer wieder geneigt, die Achseln vor den
gravierenden Finanzproblemen zu zucken. Millionen, Milliarden,
Billionen, Trillionen - was ist das schon im Euroraum? Da sind
jährlich 5 Millionen Miese in Maintal doch gefühlte Peanuts!?
Die
Lockerheit, mit der Maintals finanzielle Misere in den Fraktionen, den
Gremien und in der Bevölkerung diskutiert wird, wird sich
hoffentlich bald verändern. Es ist unerheblich, ob man sich an der
Situation nicht schuldig fühlt, weil man bei vielen
Entscheidungen auf der anderen Seite stand oder zu diesem Zeitpunkt
noch nicht in der Verantwortung war. Das Problem ist da und die
Wähler möchten, dass sich die von ihnen gewählten Personen
optimal engagieren. Jetzt ist endlich die absolute Notwendigkeit zur
Sachpolitik gegeben und die parteipolitischen Überlegungen sowie
die persönlichen Schnapsideen einiger Politiker müssen
zurückgestellt werden. Jetzt ist Schluss mit Lustig!
Veröffentlicht
am 03.12.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Gebot
der Stunde:
Transparenz |
Der
Maintaler Haushaltsentwurf 2012/2013 ist für jedermann im Internet
abrufbar. Wer sich davon allerdings eine transparente und leicht
verständliche Lektüre verspricht, wird sehr bald merken, dass das
Zahlenwerk bestenfalls eine thematisch geordnete Zahlenansammlung
ist. Fragen wie "Mit welchem finanziellen Aufwand wird die
Aufgabe X oder Y betrieben und welche Einnahmen stehen damit im
direkten Zusammenhang?" sind mit dem Zahlenwerk nur sehr schwer
zu beantworten. Dabei geht es bei den Einsparungen genau um die
Beurteilung, welcher Nutzen einer Sache in welchem Ver- hältnis zu
den Kosten steht und ob sich hieraus ein Einsparansatz ergibt.
Man
muss sich gewaltig in die Hirnwindungen der Verfasser hineindenken,
um einen Nutzen aus dem Zahlenwerk zu ziehen. Man merkt, dass eine
wirksame Kostenrechnung mit der neuen Buchführung noch nicht
stattfindet.
Ein
gutes Beispiel ist das neue "BürgerOffice", in dem das
bisherige SeniorenOffice, das Projekt "Soziale Stadt" und
der "Stadtleitbild- Prozess" zusammengefasst werden. Man
muss sich mühsam die einzelnen Kostenpakete, die Fördergelder und
Einnahmen, die sich aus deren Tätigkeit ergeben, zusammensuchen, um
beurteilen zu können, ob der Aufwand und der Nutzen in einem
vernünftigen Verhältnis stehen.
Das
Zusammenlegen von Themen mag durch- aus Synergien freisetzen, man
muss sie jedoch weiterhin getrennt kritisch beurteilen können.
Das
gibt das Zahlenwerk nicht her und den Stadtverordneten wird dadurch
die Arbeit sehr erschwert. Wenn demnächst der angekündigte
Bürgerhaushalt verwirklicht werden soll, dann ist zuerst diese
Baustelle aufzuräumen. Vorher braucht man nicht zu beginnen.
Vielleicht wird den Verantwortlichen beim Aufräumen bereits klar,
wo das eigentliche Problem steckt!?
Klaus
Klee
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Das
braune Gespenst
Der
braune Sumpf der Vergangenheit kommt derzeit wieder gewaltig hoch. Es sind
zwar nicht die Reste der alten nationalsozialistischen Garden sondern die Neonazis,
die sich damaligen Gedankenguts bedienen, um sie für ihre Ausländerfeindlichkeit zu
instrumen- talisieren. Die Politiker und die
Sicherheitsorgane überbieten sich derzeit mit Vorschlägen, mit denen man aus dem guten Dutzend durch Neonazis verübten Ausländermorden
der letzten 10 Jahre Nutzen ziehen könnte. Jetzt wird die rechtsradikale Szene durchforstet und es werden
Gründe konstruiert, mit denen man die NPD verbieten kann. Irgendwie kommt
der Verdacht auf, alles passe plötzlich genau in die Strategie des
Innenministers und der ein NPD-Verbot fordernden Parteien. Man muss sich
jedoch fragen, warum die Aufklärung aller jetzt gebündelt thematisierten Morde bisher im
Sande verlief. Gab es hier Einflüsse, die den
rechtsradikalen Mördern halfen, ihre Taten zu verdecken, obwohl über 100 V-Männer
der Landeskriminalämter in die Szene eingeschleust waren? Handelt es sich
bei der jetzigen Offensive nur um Aktionen, die von anderen Absichten ablenken
sollen?
Wer und welche Organisationen stecken wirklich hinter den Morden? Führen
die Spuren auch in die rechtsradikale Szene des Auslands und wo laufen die
Fäden zusammen? Beim Rechtsradikalismus handelt es sich um weltweit
anzutreffende Phänomene, die sich demonstrativ der extremsten jemals
praktizierten Form bedienen. Das hat System!
Wenn
heute Politiker vollmundig versprechen, dass die Aufklärung mit aller
ihnen zur
Verfügung stehenden Macht betrieben werde, so sind berechtigte Zweifel an
deren Glaubwürdigkeit angebracht. Politik und Staat der Bundesrepublik
waren viele Jahre regelrecht braun unterwandert. Die belasteten Damen und
Herren stützten sich gegenseitig beim Vertuschen ihrer Vergangenheit. Echtes nationalsozialistisches
Gedankengut ist leider heute noch in der Bevölkerung präsent und wird
aus der Schublade geholt, wenn es um Fremdenfeindlichkeit, Arbeitslosigkeit, Sicherheit und Ordnung
geht, um auf alternative Wege der Vergangenheit hinzuweisen.
Wen wundert es, dass sich junge Menschen diesen Inhalten zuwenden, weil
ihnen die damaligen Auswirkungen vielfach unbekannt sind?
Die
Rahmenbedingungen, die persönlichen Perspektiven und das
soziale Umfeld vieler Menschen ähneln immer stärker der Zeit während und nach der
Weimarer Republik, wenn auch auf einem etwas anderen Niveau. Es riecht
deshalb förmlich wieder nach neuen Rattenfängern, die sich der derzeitigen
Verlierer unserer Gesellschaft annehmen und ihnen eine bessere Zukunft
versprechen könnten. Vielleicht wollen die Kreise, aus denen solche
Demagogen kommen könnten, nur nicht ins alte abgenutzte und negativ
besetzte braune Klischee gepresst werden. Man muss sich deshalb erst einmal
öffentlich wahrnehmbar deutlich davon distanzieren, um dann mit dem Aufbau neuer
unbelasteter Strukturen zu beginnen. Werden die Neonazis gerade rechts überholt?
Unser
Land ist meiner Meinung nach in großer Gefahr und es bedarf jetzt nur
noch eines besonders gravierenden Ereignisses, wie zum Beispiel des Zusammenbuchs der Währung mit dem Verlust aller Ersparnisse oder einer
ähnlichen Katastrophe mit Breitenwirkung und unsere Demokratie ist
ernsthaft in Gefahr. Es wird Zeit, dass alle wirklichen Demokraten endlich
aufwachen und sich einer Politik zuwenden, die die Menschen wieder
in den Fokus unserer demokratischen Lebensform stellt. Das braune Gespenst wäre
auch ohne Verbot über Nacht verschwunden!
Veröffentlicht
am 01.12.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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"Mit
aller uns zur Verfügung stehenden Macht..."
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Sie
sind ein Teil des Problems
An
nahezu alle Maintaler Kommunalpolitiker könnte man in diesen Tagen die
gleiche Frage stellen: "Bringen Sie die Lösung oder sind Sie
ein Teil des Problems?" Das gilt vor allen Dingen für die
Damen und Herren, die in der Stadtverordnetenversammlung in der ersten
Reihe sitzen. Alle Jahre wieder nehmen sie Haushaltsentwürfe entgegen,
studieren und beraten sie getrennt und zusammen, lassen sich das
Zahlenwerk von Mitarbeitern des Finanzwesens der Stadt Maintal erläutern
und lassen am Ende doch zu, dass mit kleinen Korrekturen so
weitergewurstelt wird wie bisher. Kommen sie thematisch in die Nähe des
eigentlichen Problems, wird ihnen die Sache zu heiß, weil sie merken,
dass sie Teil des Problems sind. Sie hätten bei vielen
Einzelentscheidungen der letzten Jahre qualifizierter beraten, diskutieren
und besser entscheiden müssen. Da war ihnen aber die eigene politische
Linie wichtiger als so manche Sachentscheidung. Es spricht absolut für
den Bürgermeister, dass er jetzt endlich die Reißleine zieht, auch wenn
es viel zu spät ist. Er kann offensichtlich das "weiter so!"
nicht mehr verantworten. So konsequent, wie er sein Anliegen vorträgt, so
konsequent müssten die Fraktionen entweder schlüssige bessere Konzepte
vorlegen oder dem Ansinnen zustimmen. Die heißeste Kartoffel der letzten
Jahre jetzt liegt auf dem Teller und sie dampft!

Foto:
Kalle
Maintaler Parlament - der Souverän
Was
passiert nun mit ihr? Warten, bis sie kühler oder gar kalt ist?
Warten, verschieben, verschleppen, aussitzen oder polemisch abbügeln
dürfte dem Ernst der Lage nicht gerecht werden. Es muss eine
Lösung gefunden werden!
Wer
will es dem Bürgermeister verdenken, dass er nach Steuer- und
Abgabenerhöhungen sucht, die aus seiner Sicht die Lasten in der
Bürgerschaft angemessen verteilen? Das ist für ihn erfolgversprechender,
als den Kampf bei den Zuweisungen und den Umlagen aufzu- nehmen, deren
Unwägbarkeiten offensichtlich eine solide Haushaltsplanung unmöglich
machen. Es ist sogar davon auszugehen, dass sich diese beiden Faktoren
noch stärker verändern, umso besser es dem Maintaler Haushalt geht, denn
wer besser dasteht, von dem kann man mehr verlangen. Die Bürger sollen damit nicht nur für Maintals Kassenlage
sondern indirekt auch für die schiefe Lage der Landes- und Kreisfinanzen
zur Kasse gebeten werden, weil es allerorten mit dem vollmundig angekündigten Sparen
nicht so recht klappt. An Geschenke zu Zeiten von Wahlen und an soziale
Errungenschaften gewöhnen sich die Bürger schnell und können sich
später schlecht davon trennen. Dafür bezahlt man ja Steuern, Gebühren
und Abgaben, mit denen allerdings nicht richtig umgegangen wird. Es wird
ja auch niemand ernsthaft zur Rechenschaft gezogen.
Das
Problem mit den nur unzuverlässig beplanbaren Mitteln ist nicht neu und
es wäre konsequent gewesen, zumindest dafür zu sorgen, dass Maintals
ehemaliger Speckgürtel - die kommunalen Immobilienwerte und Rücklagen -
nicht so leichtfertig unter Wert verspielt werden. Weil das in einigen Fällen
sogar nicht schnell genug ging, wie beim Bischofs- heimer
Rathaus, wurden Kredite zur Beschleunigung aufgenommen. Voraussehbare
Ausgaben wurden zudem nicht rechtzeitig eingeplant. Bei der
Sanierung der Hanauer Kläranlage zum Beispiel, an deren Kosten Maintal mit rund 5
Millionen Euro beteiligt war, wurden vorher keine Rücklagen gebildet und
bei Fälligkeit der Zahlung mussten andere Lösungswege gefunden werden. So
rutschte Maintal in die Schuldenfalle.
Die Beispiele lassen sich mühelos fortsetzen, in denen das Parlament
stets mit knappsten Abstimmergebnissen zu Ungunsten Maintals entschied. Es
sind wahrscheinlich stets die knappen Ergebnisse, die das Grundübel darstellen.
Vereinfacht dargestellt könnte man sagen, dass knapp die Hälfte des
Parlaments von allen wichtigen Entscheidungen nicht überzeugt war. Der
zahlenmäßig knappe Sieg in Folge zählte mehr als ein übergreifender
und tragfähiger Konsens. Es ist die politische Kultur Maintals, die am
Boden liegt und die gerade die Frontleute der Parteien und Fraktionen zu
vertreten haben.
Wenn
heute in der Zeitung steht, dass hinter den Kulissen intensiv um Lösungen
gerungen wird, so signalisiert das, dass nur um die paar Stimmen
gefeilscht wird, die knapp für eine Mehrheit sorgen. Bei den Maintaler
Grünen geht das sogar so weit, dass Abstimmungen frei gegeben werden,
damit wenigstens zwei oder drei Stimmen für ein solches Ergebnis gerettet
werden können - wenn man schon die gesamte Fraktion nicht überzeugen
konnte. Einige Kommunalpolitiker denken zudem stets "weiter" - an die
nächste Wahl, die nächste Kooperation, den nächsten Deal, vielleicht
sogar an einen Wechsel der Seiten. Das macht sie für den Wähler im Grund
genommen unberechenbar.
In
Sachen Haushalt gibt es jetzt nur zwei Möglichkeiten. Entweder holt man
kompetente Unterstützung hinzu oder man ist selbst in der Lage, gemeinsam
das Problem zu lösen. Ein halbherziger Kompromiss verschiebt nur die
Probleme ohne sie auch nur ansatzweise zu lösen. Die meisten Bürger, die
zur Kommunalwahl und zur Bürgermeisterwahl gingen, erwarten, dass die von
ihnen gewählten Stadtverordneten entweder ihren Job kompetent und
ordentlich machen oder ehrlich zugeben, dass sie hoffnungslos überfordert
sind und damit den Weg für eine professionelle Hilfe von außen frei machen.
Sie
sind also tatsächlich ein Teil des Problems!
Veröffentlicht
am 27.11.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Ist
jetzt fremde Hilfe notwendig?
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Ich
sehe sie noch vor mir, die Wahlkampfplakate unseres Bürger-
meisters von 2006 mit dem fetzigen Spruch: Er kann´s!
Man
glaubte offensichtlich, dass wenn jemand etwas schon einmal 5 Jahre
machte, dass er es dann kann. - Heute wissen wir genau, was er kann
und all
die Jahre konnte.
Und
er kann sogar noch viel mehr - mehr als jeder andere Bürger-
meister der Republik vor ihm konnte - er kann angeblich das Haus-
haltsergebnis dauerhaft und das sogar innerhalb eines Jahres um 10%
verbessern. Der Glauben an ihn ist so unerschütterlich, dass dieses
Ziel sogar eine Mehrheit im Parlament fand, ohne den Weg zu kennen. Nun
- nach der Kommunalwahl - kennen wir den Weg! |
Das
vollmundig angekündigte Sparen war bereits nominal bei der 5%-Marke erschöpft und real
wird es noch weit geringer sein, so dass jetzt die Differenz zu den 10% über Steuer-
und Abgabenerhöhungen hereingeholt werden sollen. Damit die
gewerbesteuerzahlenden Betriebe und die gewerblichen Vermieter nicht wegen
einer ähnlich dramatischen Gewerbesteuererhöhung verstimmt sind, soll die Zeche von den Eigenheimbesitzern, den Mietern,
den Familien mit Kleinkindern, den Hundebesitzern, den Friedhofsnutzern,
den Vereinen und anderen Betroffenen bezahlt werden. Gleichzeitig will man
die Leistungen kürzen. Das ist ein doppelt wirksames Vorgehen gegen ein
und die selbe Gruppe.
Das
Vorgehen müsste man eigentlich als dilettantisch bezeichnen, wenn man damit
die Verantwortlichen nicht unverdientermaßen zu Fachleuten erheben würde. Nur Fachleute
können sich nämlich dilettantisch verhalten. Dieses Verhalten ist anders
zu bewerten. Die Stadtverordneten sind Laien, Freizeitpolitiker, die wohl
kaum das wenig transparente und schwer zu durchschauende Zahlenwerk des Kämmerers entkeimen
können. Seit Jahren popeln sie mit mäßigem Erfolg nur an den ihnen zur Ablenkung
präsentierten Posten mit Reizpotenzial herum und sie bemerkten nicht, dass das ausgewiesene
Haushaltsergebnis an anderer Stelle exorbitant falsch ist. Wie sonst
konnten denn die tatsächlichen Jahres- endergebnisse viele Millionen Euro vom
Plan abweichen? Hier kann man wohl nicht gerade behaupten, gemeinsam an den
richtigen Stellschrauben gedreht zu haben. Die Stadtverordneten haben sich auch an Methoden
gewöhnt, wie sie auf dem türkischen Basar üblich sind: Den doppelten Betrag oder
Prozentsatz fordern und sich darüber freuen, dass man nach den
Verhandlungen bei der Hälfte des
Betrages herauskommt. Mit anderen Worten: 695 Prozentpunkte fordern und
sich bei 500 einigen.
So primitiv geht es
taktisch tatsächlich im Parlament zu!
Besonders
gravierend wirkten sich einige Fehlentscheidungen der Vergangenheit aus,
wie zum Beispiel die Kostenübernahme für den Abriss des Bischofsheimer
Rathauses, wofür ein rentierlicher Kredit aufgenommen wurde. Er sollte
mit dem Verkaufserlös des Grund- stücks abgelöst werden. Die
Stadtverordneten beschlossen aber beim Verkauf, mit dem Erlös die Straße
Alt-Bischofsheim zu sanieren. So wurde über Nacht aus dem rentierlichen ein
unrentierlicher Kredit, der nun auf Jahre hinaus die Zinslast beeinflusst.

Beim
HÖHL-Gelände verschlief das Parlament die Chance, das Gelände -
ähnlich wie in anderen Gemeinden des Umlandes - selbst zu erschließen
und lukrativ zu vermarkten. Man hatte alle Trümpfe in der Hand, wohl aber
nicht mit der Raffinesse der Höhls gerechnet. Auch hier
lagen anschließend alle Vorteile beim Grundstückseigentümer und beim
Investor. Für die notwendige Entwässerung - nun auch noch des
zusätzlichen Baugebietes "am Weides" - sorgt die Stadt Maintal,
die unter anderem auch deswegen im nächsten Jahr die Kanalgebühren erhöhen
wird. Der kommunale Ausverkauf zu spendablen Bedingungen ohne echte Gegenleistungen
ist ein Teil der hausgemachten Misere Maintals.
Die
jetzigen Steuererhöhungen werden Maintal stadtentwicklungsseitig so schwer schaden, dass die
nächsten Belastungen bald auf uns zukommen werden, weil - trotz
Neubaugebieten - immer weniger Bürger immer mehr Kosten zu tragen haben.
Es ist blauäugig, jetzt mit einer Hauruck-Aktion an eine schnelle und nachhaltige
Gesundung der Maintaler Finanzen zu glauben. Mit der Aktion könnte man
zwar ausgeglichene Haushalte ausweisen. Die Verschuldung würde jedoch um
keinen Cent zurückgeführt. Damit könnte man allenthalben die
Kreditneuaufnahme verhindern - wenn nichts dazwischen kommt. In Maintal
kommt allerdings permanent etwas dazwischen...!
Der
Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung haben zehn Jahre gebraucht,
um Maintal zu ruinieren. Es wird wohl auch mindestens zehn Jahre dauern,
bis der Schaden wieder behoben ist, wenn uns die Zinslast bis dahin
nicht gänzlich ruiniert hat.
An
diesem Punkt sind jetzt Fachleute gefragt, die man nun endlich hinzuziehen
sollte. Das fordern auch weite Teile der Bevölkerung. Doch der
Bürgermeister will andere Wege gehen und hat dafür einen völlig neuen
Haushaltsposten geschaffen. Es wird bereits visionär von einem "Bürgerhaushalt" gesprochen, den
man mit geschulten Laien betreiben will, aber nur dann betreiben kann, wenn sich die
Finanzen einigermaßen im grünen Bereich befinden. Wahrscheinlich soll
die jetzige Hauruck-Aktion genau diesen Anschein erwecken. Sauber
ausgedacht!
Veröffentlicht
am 19.11.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Erhardt´s
persönliche Kampagneneröffnung
Am
Elftenelften Elfuhrelf, Ihr Leut´
hab´
ich mich diesjahr echt gefreut,
da war
die Haushaltsrede fertig
und
die Konsequenz allgegenwärtig.
Die
Grundsteuer B, die soll es richten,
das
ist doch kein Scherz, mitnichten!
Mit
ihr da trifft es doch fast jeden,
das
ist sozial - gerecht halt eben!
Ihr
Narren, guckt doch nicht gequält!
Ihr
habt mich mehrmals gleich gewählt!
Ich
bin´s doch - Euer Erhardt, schaut,
ich
hab doch so auf Euch gebaut!
Wer
"A" sagt, muss auch sagen "B"!
Manchmal
tut´s halt furchtbar weh!
Auch
ich bin deshalb sehr bedrückt,
mach
mich dennoch nicht verrückt!
Das
Parlament hat auch geschlafen,
die
müsst Ihr deshalb mitbestrafen!
Ein
Jahrzehnt gepennt, ganz munter
ging´s
halt rasant den Berg hinunter.
Nun
ist es Zeit für einen Schnitt,
drum
bitt´ ich Euch, macht alle mit!
Ich
hab doch nur noch Euch, Ihr Lieben!
Ihr
allein seid mir geblieben!
Ich
ruf´ Euch zu - aus meinem Narrenbau:
"Gleich
dreifach
Maintal
HELAU!
Grundsteuer
HELAU!
Rohrbach
HELAU!" |
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Stempel
der Nebensächlichkeit
Zeitungsberichterstattung
und Öffentlichkeitsarbeit leiden bekanntlich, wenn sie als
lückenhaft oder als zeitlich nicht mehr aktuell empfunden werden. Nach
einer Woche hat ein Ereignis, über das noch nicht berichtet ist, den
Stempel der Nebensächlichkeit. Das erlebe ich gerade im Zusammenhang mit
meiner Lesung an der AES (Albert-Einstein-Schule). Ich werde bereits
gefragt, ob die Lesung überhaupt stattfand. Im
Beitrag "Autorengespräch als Mission"
stellte ich vorab vor, unter welcher Intention meine Lesung stehen würde, die im Rahmen
der diesjährigen Reihe "Literatur im Gespräch" der AES in Maintal
stattfand. Gleichzeitig war bekannt, dass
die Lesung mit einer projizierten Präsentation kombiniert sein würde, die
besonders den jungen Teilnehmern einen besseren Einstieg und ein
eindringlicheres Erlebnis bieten sollte. Das weicht erheblich von normalen
Lesungen ab und wäre schon deshalb als besonderes Ereignis zu werten. Für die Schüler wurde es
tatsächlich zu einem nachhaltigen Erlebnis, wie ich während der Lesung
sehen konnte. Jetzt bleibt bei mir aus verschiedenen Gründen ein fader
Beigeschmack zurück, weil die begleitende Öffentlichkeitsarbeit und die Abstimmung
zwischen der Lokalpresse und der Schule sowie das öffentlich lesbare Ergebnis den Gesamteindruck der Literaturreihe 2011 verfälscht. Dazu trugen
leider die
Schule und die Zeitungsredaktion, die es besser hätten wissen müssen, gleichermaßen bei.
Der
Maintal TAGESANZEIGER begleitete die Lesereihe hautnah mit
äußerst engagierten und lesenswerten Artikeln und vermittelte seinen
Lesern, was sie versäumten. Sie teilte sich jedoch die Berichterstattung mit
der Schule, deren Berichte journalistisch gesehen nur teilweise
gleichwertig waren. Sie kamen zudem mit erheblicher zeitlicher Verzögerung beim
Leser an.
Ein Bericht zu meiner Lesung - ausgerechnet über den eines Maintaler Autors - ist auch nach
einer Woche noch nicht erschienen und jetzt, nach Beendigung der
Lesereihe, auch nicht mehr vernünftig in den betreffenden Gesamtkontext zu stellen.
Das ist für die Abrundung der Gesamtinformation sehr unglücklich und
erweckt beim aufmerksamen Leser den Eindruck unterschiedlicher Wertung
bzw. Gewichtung.
Bei
der Aufteilung der Berichterstattung gab es zudem Auffälligkeiten, die amüsant
waren und tief blicken ließen. Den Start der Literaturreihe im
attraktiven Auditorium mit Asfa
Wossen Prinz Assarate aus Äthiopien als honorarträchtigem
Glanzpunkt behielt
sich der Chefredakteur des Tagesanzeigers vor, der sich standesgemäß von einem Berufsfotografen
begleiten ließ. Die anderen Redakteure behalfen sich bei den
selbstloseren und in Klassenzimmern lesenden Autoren fotografisch mit
eigenen Bordmitteln. Überschwänglich fiel natürlich die
Berichterstattung über Prinz Assarate aus, obwohl der privilegierte Autor
mit seinen wohlwollend an minder privilegierte Migranten erteilten Ratschlägen
bei mir einen schalen Eindruck hinterließ. Ein Tipp für die Zukunft: Der Erfolg von Literatur ist eine Frage der Wahrnehmung.
Dazu gehört der richtige Rahmen und eine zeitnahe, ausgewogene und
sachliche Berichterstattung.
Und
wie empfindet der Leser Veranstaltungen, über die gar nicht oder
weit hinter der Aktualität berichtet wird? Die Antwort ist einfach:
"Es wird schon nicht so toll gewesen sein!" Genau dieser
Eindruck ist aber falsch.
Das
ist schlicht gesagt "ganz schön blöd" gelaufen. Schade!
Veröffentlicht
am 16.11.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Die
Narren und die Presse
Das
war für die eingefleischten Karnevalisten ein tolles Datum: 11.11.11
um 11 Uhr 11 !
Nun
ist sie wieder da - die "fünfte Jahreszeit" mit "Gott
Jokus", den "Tollitäten", dem "Narrenbau",
den "karnevalistischen Höhepunkten" und all dem Gedöns,
ohne das die Berichterstatter nicht auskommen können. Trotzdem kann ein
normaler Leser wohl kaum nachempfinden, wie solche Veranstaltungen
wirklich abliefen, wenn er nicht selbst dabei war oder einfach keinen
"Draht" zum Karneval hat. Was übermitteln die Pressemenschen
also, wenn ausnahmslos alle Veranstaltungen angeblich so toll waren und es
nur voll besetzte Säle mit ausgelassener Stimmung gab? Wirkliche
Stimmungsberichte - oder sind es eher saisonale Pflichtübungen? Sie
berichten auf jeden Fall mit einem festen Wortschatz über immer gleiche
Rituale, die offenbar der Belustigung und der Erholung der menschlichen
Psyche dienen, die in diesen Zeiten besonders leidet. Die meisten Menschen
können nämlich die Steine, die ihnen im Leben in den Weg gelegt werden,
nicht mehr bewegen und schon gar nicht mehr selbst aus dem Weg räumen. Da
bleibt oft nur das närrische Vergessen und für eine gewisse Zeit die
Flucht unter die Narrenkappe.

Die
Zeitungsmenschen haben naturgemäß eine Abneigung gegen die als
Leserservice für Vereine und Vereinsmitglieder abzuliefernde
Berichterstattung, wenn sie nicht selbst vom närrischen Bazillus befallen
sind. Sie erleben die Karnevalisten und deren Veranstaltungen aus einer
gewissen Distanz und begnügen sich mit ausgeschmückten Aufzählungen
ohne jede Kritik. Die Leser will man ja nicht verärgern und so wichtig
erscheint Kritik nun auch nicht, dass man deswegen womöglich Abonnenten
verliert. In Wirklichkeit wäre solide Kritik für manche Veranstalter
sehr hilfreich, um sich verbessern zu können. So aber erhalten sie die
Bestätigung, dass angeblich wieder alles paletti war - oft als
Trugschluss. Dies trifft allerdings auch auf Veranstaltungen anderer Art
zu.
Ich
selbst betätigte mich über 20 Jahre intensiv karnevalistisch und konnte
auf meine Art viel in meinem Verein bewegen. Der Weg vom knochentiefen
Bumm-Baaf-Karneval zu einer attraktiven Fastnachtsrevue war steinig und es
waren gewaltige Widerstände zu überwinden. Längst sind die neue
Programmgestaltung und deren Abläufe feste Erfolgsgrößen und die
erfolgreiche Jugendarbeit - speziell der Umgang mit der Sprache - wichtige
Faktoren, die anerkannt sind. Das alles wäre jedoch ohne flankierende
konstruktive Kritik von außen, die für die Protagonisten der
Weiterentwicklung äußerst hilfreich waren, nicht möglich gewesen.
Vielleicht
erlebe ich ja doch noch, dass die Lobhudelei wieder einer ausgewogenen und
fachkritischen Berichterstattung weicht, für die man jedoch sachkundige
Berichterstatter braucht, die Courage besitzen. Abgehobene Kritik ist
allerdings genauso unbrauchbar, wie Streicheleinheiten aus der
Floskel-Schachtel. Vielleicht gelingt es ja, vereinsneutrale und
sachkundige Kenner des Maintaler Karnevals für die Berichterstattung zu
engagieren. Ich schreibe dies bewusst vor der ersten
Berichterstattung der Kampagne 2011/2012 und stelle damit keinen aktuellen
Bezug her. Bei Kritik verstehen manche Journalisten und die meisten Narren
nämlich keinen Spaß!
Veröffentlicht
am 13.11.2011 © Klaus Klee
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Autorengespräch
als Mission
Der
Schritt von der Neugier zur aufbereiteten Zeitgeschichte ist manchmal sehr
kurz. Wenn sich plötzlich eine Welt öffnet, von der man bisher nichts
kannte oder der man keine Beachtung schenkte, so kann das die eigene Welt
verändern. Vielleicht weckt das Autorengespräch zu meinem Buch "VERMISST
- das kurze Leben des Walter Michel", das am Mittwoch, dem 9.
November 2011 um 11:45 bis 13:15 Uhr in der Albert-Einstein- Schule
stattfindet, beim einen oder anderen Besucher ebenfalls die Neugier,
betagte Familienangehörige zu befragen oder in dessen Nachlässen nach
Spuren ihrer Vergangenheit zu suchen. Leider gehen solche Spuren all zu
oft verloren, was den Folgegenerationen ein Stück ihrer
Familiengeschichte nimmt. Die Zielgruppe des Autorengesprächs sind die 9.
Klassen und die Oberstufe sowie Besucher, die den Weg zur Veranstaltung
finden. Die Besucher erwartet eine kompakt aufbereitete und visualisierte
Information, der eine Diskussion folgen wird. Primär geht es mir als
Autor bei dieser Veranstaltung nicht um den Verkauf meines Buches, sondern
darum, die Erinnerung wach zu halten und die Erkenntnisse meiner
umfangreichen Recherchen weiter zu geben. Viel zu lang blieben
Geschichten, die das Leben schrieb, im Verborgenen, so dass junge Menschen
daraus nichts lernen konnten. Schulen und Lehreinrichtungen zeigen
verstärkt Interesse, zumal das Buch bereits als Sachbuch und Lehrmittel
in der Deutschen Nationalbibliothek gelistet ist.
Welches
Interesse der Lesestoff wecken kann, zeigt das Beispiel unseres
Ex-Landrats Karl Eyerkaufer, der das Buch nach eigenen Schilderungen als
Urlaubslektüre erwarb, innerhalb weniger Tage förmlich verschlang und
darin längst vergessene Ortsnamen fand, die er von Erzählungen seines
Vaters kannte. Die Schilderungen im Buch schlossen nicht nur
Erkenntnislücken, sondern weckten bei ihm das Bedürfnis, nach dem Urlaub
die alten Unterlagen seines Vaters hervorzukramen, um sich ihnen
ausführlich zu widmen.
Bei
anderen Senioren, die zur Gruppe der noch lebenden Zeitzeugen zählen, kam
es beim Lesen zum Entschluss, endlich nach 65 Jahren wieder über das
verdrängte Grauen zu sprechen und in zwei Fällen wurde ich mit sehr
starken Erregungen konfrontiert, die aus den heftigen Erinnerungen
resultierten. Damals erhielten die Soldaten nämlich keine Therapie, um
ihr Trauma zu verarbeiten. Sie begruben die Erinnerung für immer und zu
ihrem eigenen Schutz. Nun brachen die alten Wunden wieder auf.
Im
Autorengespräch werden auch Parallelen aufgezeigt, die den Soldatentod
damals und heute greifbar machen, denn die Themen
"Rahmenbedingungen", "Lebensplanung" und die
Entscheidung "Berufssoldat" zu werden, sind heute wieder
brandaktuell. Auch das Bestreben, zu bestimmten Militäreinheiten zu
gelangen, bei denen man voraussichtlich nie selbst zur Waffe greifen
müsse, ist wieder spürbar. Der Einsatzfall kommt schnell und die Chance,
im Leichensack nach Hause zu kommen oder für immer vom Erdboden zu
verschwinden, ist als Berufssoldat greifbarer als mancher junge Mensch
glaubt.
Inwieweit
die Inhalte des Autorengesprächs einen größeren Personenkreis
erreichen, wird vom Interesse der Presse und deren Berichterstattung
abhängen. Hier könnten informierte und interessierte Redakteure auch die
pazifistische Botschaft transportieren, die hinter den Erkenntnissen steht
sowie verdeutlichen, wie wichtig die Wachsamkeit gegenüber der Politik
ist. Militär ist ein Geschäft, aber auch eine Notwendigkeit, um sich vor
dem Militär zu schützen, das in anderen Ländern ein wichtiger Baustein
der Konjunktur ist. Menschen werden regelrecht militärisch verbraucht,
wenn sie von der Politik und von bestimmten Interessengruppen ins Feld
geführt werden. Das zu verdeutlichen, ist mein eigentliches Anliegen.
Diese Thematik zu transportieren, erfordert auch journalistisch gesehen
Courage. Ich bin gespannt, wer diese Herausforderung annimmt.
Veröffentlicht
am 08.11.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Attila
lebt!
Das
diesjährige Programm der Gruppe MIKROKOSMOS erreichte erneut die Herzen
und die Köpfe der Besucher. Lokales Kabarett scheint das ganz besondere
Erlebnis für viele Freunde der Satire und des Humors zu sein. So konnte
das Ensemble an allen vier Veranstaltungstagen nur zufriedene Besucher
verabschieden, die allesamt beabsichtigen, im nächsten Jahr wieder dabei
sein zu wollen. Der erlauchte Kreis von 480 Personen, der die
Eintrittskarten während des nur 13-minütigen Verkaufs ergatterte, musste
während des Programms miterleben, wie während des Sketches "Maintal -
bei uns wird Lärmschutz groß geschrieben" MIKROKOSMOS-Maskottchen "Attila" Opfers eines städtischen
Laubsaugers wurde. Allzu trostlos hing die Hundeleine aus dem Rohr heraus,
so dass sich nun etliche Besucher erkundigten, wie es Attila geht und ob
er wieder Teil des Programms sein kann. So sehr hat man sich an diese
Rollenfigur gewöhnt. Die lokalen Kabarettisten geben Entwarnung:
Attila geht es den Umständen entsprechend gut!
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Die
Mikrokosmonauten verstehen es immer wieder, Fiktionen derart echt zu
inszenieren, dass sich das Publikum nicht mehr ganz sicher ist, was
Realität und was Fiktion ist. So testen die Veranstalter bereits zu
Beginn eines jeden Programms mit dem Wort "Attila", wie
groß der Anteil des Stammpublikums ist und mit dem harmlosen Wort
"Wachenbuchen" analysieren die Kabarettisten den
spezifischen Anteil des Hochstädter Publikums. Entsprechend stellt
man sich dann auf das Publikum ein. Schon aus diesem Grund darf
"Attila" nicht sterben, wie bereits vermutet wurde. |
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So
mancher Zuschauer vermisste anfänglich die Dialoge an den Fenstern,
die in den letzten zwei Jahren das Programm belebten. Die
konzeptionelle Änderung wurde jedoch sofort angenommen und die
Gespräche vor der Kneipentür "Zum Labbeduddel"
öffneten ein neues Kapitel der Programmgestaltung. Die insgesamt 41
Programmpunkte boten so viel Abwechslung und immer wieder die nötigen
Momente, in denen Gehaltvolles "sacken" konnte, so dass die
Zeit vor und hinter der Bühne wie im Flug verging.
An
dieser Stelle bedankt sich das Lokale Kabarett MIKROKOSMOS nochmals
beim Publikum und nimmt den großen Zuspruch als Verpflichtung
entgegen, im nächsten Jahr an gleicher Stelle wieder zu
präsentieren, wie sehr man erneut "dem Volk aufs Maul
geschaut" hat. Sollten Sie bis dahin in Hochstadt
"Attila" begegnen, so kann es sein, dass er im Auftrag der
Kabarettisten gerade ermittelt oder nur einer läufigen Hündin
nachrennt.
Nix
fer unguud!
Veröffentlicht
am 06.11.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Information
unerwünscht
Die
SPD, die Grünen und die Wahlinitiative Maintal (WAM) waren bei der
Kommunalwahl erfolgreich und legten zu Lasten von CDU und FDP prozentual
kräftig zu. Die Botschaft der Wähler war damit sehr deutlich. Was
Maintals Politiker daraus machen, ist allerdings befremdlich. Ohne hier
auf Details einzugehen, kann man sagen, dass der Zuwachs der WAM andere
Gründe hatte als der von außen beeinflusste Zuwachs der Maintaler
Grünen. Beide Parteien waren jedoch auf das Ergebnis nicht wirklich
vorbereitet und der daraus resultierende listengemäße personelle Zuwachs
entspricht nun nicht so ganz den Wunschvorstellungen der Wähler. Der
Anteil an nicht versierten kommunalpolitischen Einsteigern ist zu hoch und
bei der WAM ist nun ein linkes Übergewicht sehr deutlich zu spüren.
Sollte ihr Vorsitzender Jörg Schuschkow tatsächlich
Maintal verlassen, wie er bereits verlauten ließ, bricht die Säule der
Mitte bei der WAM weg und die WAM könnte endlich mühelos von allen
Parteien in die ganz linke Ecke geschoben werden, wie man es bereits seit
ihrem Bestehen anstrebt. Einige Grünen schotten sich jetzt bereits gegen
Informationen der WAM ab.
Der
Stadtverordnete Klaus Seibert ließ offiziell von der WAM
per Verteiler allen über das Internet erreichbaren Parlamentskollegen
einen Artikel der FAZ zukommen, der seiner Meinung nach wichtige
Informationen für die bevorstehenden Beratungen zum Maintaler
Doppelhaushalt 2012/2013 enthält. Die Neu-Grüne Elke Nagel
schrieb zurück, "Ich bin sehr wohl selbst in
der Lage, meine Zeitung selbst zu lesen und brauche dafür Ihre
pseudokommunistischen Kommentare nicht", obwohl im Anschreiben
ausdrücklich keine Sachverhalte kommentiert wurden und sogar der Hinweis
vorlag, die Leser mögen sich selbst ihre Meinung bilden. Hier hat sich
wohl ein bestimmtes Gedankengut bei der Stadtverordneten festgesetzt, das
sie so hemmungslos auslebt. Scheuklappen engen das Gesichtsfeld ein. Es
ist die Frage, ob sie sich freiwillig selbst einengt oder andere ihr die
Sicht einengen.
Verwirrend
ist die Verwendung des Bestimmungsworts "pseudo..."
, das dem Wort "...kommunistisch"
die Bedeutung "falsch, unecht
oder vorgetäuscht" gibt. Wenn es sich bei einem "pseudokommunistischen"
um ein nur "vorgetäuschtes
kommunistisches Verhalten" handelt, dann bekommt die
Entrüstung darüber einen ganz anderen Sinn. Vielleicht sollt sie ihre
Gedanken erst einmal sortieren.
Dass Klaus Seibert
Mitglied der DKP ist, daraus hat er nie einen
Hehl gemacht und er hat ehrenwerte Gründe dafür, die allerdings nicht
jedem bekannt sind. Es ist ein Gebot der Demokratie, dass man sich gegenseitig
respektiert, wenn man dazu berufen wurde,
gemeinsam Probleme zu lösen.
Man
muss berücksichtigen, dass die Maintaler Grünen zur Zeit von der WAM
wegen ihres Kurses kräftig angegriffen werden und bei einigen Grünen die
Nerven blank liegen. Nur so ist die Reaktion halbwegs zu verstehen.
Absolut unverständlich ist allerdings, dass man sich gegen den Dialog
unter Stadtverordneten sperrt und sich informativ regelrecht abschottet.
Was können denn Maintals Kommunalpolitiker zur Lösung der Probleme
anderes anstreben, als miteinander zu kommunizieren und sich gegenseitig
Informationen zukommen zu lassen, die später qualifizierte Entscheidungen
ermöglichen? Wer hier Scheuklappen aufsetzt und nur der Richtung eigener
Vordenker folgt, erweist Maintal einen schlechten Dienst.
Veröffentlicht
am 03.11.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Grüne
Scheuklappen
gehalten
von
verschiedenen
Fraktionshänden?
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Ein
Happen Kabarett vorab
Die
Hälfte der Veranstaltungen des Kabarett-Programms der Gruppe MIKROKOSMOS
sind inzwischen absolviert und die bisherigen Besucher waren alle mehr als
zufriedenge- stellt. Bei den restlichen Veranstaltungen werden die
Besucher das gleiche Programm erleben können, denn die Mischung der 41
Sketche und Programmpunkte erwies sich sowohl von der Spannungskurve als
auch von der technischen Durchführbarkeit als perfekt. So können sich
alle Besucher später programmtechnisch korrekt austauschen, denn wegen
der begrenzten Besucherzahl ist die Mund-zu-Mund-Information für die
Öffentlich- keitsarbeit sehr wichtig. Auch in diesem Jahr versuchten
wieder Interessierte, doch noch einen Platz zu ergattern, weil Besucher
kurzfristig verhindert sein können und einige Chancen konnten auch noch
in allerletzter Minute genutzt werden. So werden am nächsten Wochenende
vermutlich wieder einige leer Ausgegangene am Eingang auf ihre Chance
lauern.
Das
Publikum zeigte eine große Beherrschung
Natürlich
wollen die Mikrokosmonauten den noch kommenden Besuchern nicht verraten,
was viele Besucher der ersten Veranstaltungen beschäftigte. Für die
Veranstalter war und ist es ein Experiment. Würden die Besucher einen
Blick unter die Decke wagen?
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30
Minuten
Ungewissheit
darüber,
wer
oder was
bis
zum Beginn
des
Programms
auf
der Bühne lag |
Zumindest
wurde darauf geachtet, ob sich etwas bewegt. Anfänglich blieben die
Plätze direkt vor der Bühne sogar leer, denn man weiß ja nie!? Konnte
man den Springerstiefeln und den Schnürsenkeln entnehmen, was des
Rätsels Lösung war? Die Hälfte der Besucher kennt inzwischen das
Geheimnis. Die andere Hälfte kann ihren Gefühlen noch freien Lauf
lassen. Für viele Menschen sind die Tage derart eintönig, dass ihnen nur
etwas Schlimmes die Bilanz des Tages retten kann. Nur so ist die hohe Zahl
der Gaffer in solchen Situationen zu erklären. Ist allerdings ein Tuch
über den Tatort gedeckt, überkommt so manchen Menschen die
Erleichterung, nicht mehr helfen zu müssen. Damit lässt dann auch die
Neugier nach und die Selbstbeherrschung steigt.
Sie
sehen, die Mikrokosmonauten arbeiten bereits lang vor dem Programm mit
ihrem Publikum - auch auf die Gefahr, dass mitunter dabei auch Tabus
gebrochen werden. Nach den letzten Veranstaltungen werden Interessierte
auf dieser Homepage einen ausführlichen Veranstaltungsbericht vorfinden.
Der wird sicher etwas anders ausfallen als der Bericht im Maintal
TAGESANZEIGER, der die Programmpunkte nur kurz anriss.
Veröffentlicht
am 31.10.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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1.000.000.000.000
Euro - "Rettungsschirm"
Otto-Normalverbraucher
müssen sich zukünftig beim Geld an neue Dimensionen gewöhnen und
begreifen, dass die von ihnen gewählten Politiker offensichtlich
XXXL-Spendierhosen anhaben. Aus dem Euro-Wahn wurde inzwischen ein
Europa-Wahn und die Politiker reden uns ein, dass Europa - und wir
mittendrin - das Maß aller Dinge sei. Deutschland wird politisch in
vielen Köpfen mit Europa so verbunden, als seien wir für ganz Europa und
die Weltwirtschaft verantwortlich. In Wahrheit geht es mal wieder nur um
die Banken, die uns alle fest im Griff haben und uns mit ihren Raubzügen
bis aufs Hemd ausplündern. Diese Geldvermehrungsmaschinen richten
inzwischen ganze Staaten, möglicherweise sogar Währungszonen zu
Grunde, ohne dass die Politik diesem Treiben Einhalt gebieten kann. Sie
ist bereits Teil des Systems, denn die Banken haben sie fest im Griff.
Trotz aller Beteuerungen haftet letztendlich für den
"Rettungsschirm" der Banken jeder Bürger in der Euro-Zone. Wird
er wirksam, so steigen die Preise, die Steuern, die Abgaben und die
Inflation besorgt den Rest. Gerettet sind die Banken und die
Spekulanten. In der Weltwirtschaftskrise des letzten Jahrhunderts -
als die Spekulationsblase platzte - wurden innerhalb kurzer Zeit
Geldscheine und Banknoten gedruckt, wie sie hier abgebildet sind. Oft
reichten sie gerade mal für ein Brot oder 250 Gramm Fett. Haben wir denn
aus der Geschichte nichts gelernt?


Wer
kann es kritischen Bürgern verdenken, wenn sie das gesamte
Wirtschaftssystem infrage stellen und nicht mehr an die Eigenregulierung
und Selbstheilungskräfte der freien Marktwirtschaft glauben?
In
den letzten Jahren hat sich die Weltwirtschaft in einen gigantischen
Strudel verwandelt, der von Spekulanten und Finanzhaien angetrieben wird.
In den Sog kommen Rohstoffe, Energie, Nahrungsmittel und andere Güter,
mit denen sie nach belieben zocken. Längst sind sie nicht mehr damit
zufrieden, Menschen die Ersparnisse abzuknöpfen, um sie mit einem Knall
wertlos zu stellen. Sie treiben Staaten in den Ruin und gefährden die
gesamte Weltwirtschaft, weil sie von den Krisen profitieren.
Was
oder wen wählen wir eigentlich, wenn wir unser Kreuz machen?
Bis
auf einige wenige Ausnahmen wählen wir eine Mischpoke, die sich als
Handlanger des Kapitals betätigen - eine gemischte Bauchschmerzenriege,
der man alle Skrupel langsam abgewöhnt. Ein Teil dieser Helfershelfer
scheinen der Scientology nahe zu stehen und mit ihrer Klientel zusammen
die Weltherrschaft ihrer kleinen Welt anzustreben. Zumindest hat ihr
öffentliches Auftreten diese Züge. Ein Grund also, ihnen heftigst zu
misstrauen.
Dazwischen
tummeln sich die volksnahen Politiker, die eher unbedarfte Zeitgenossen
imitieren. Auch ihnen muss unser größtes Misstrauen gelten, weil dies
einer Tarnung ähnelt.
Es
wird vermutlich nicht mehr lang dauern, bis sich die Geschichte endgültig
wiederholt, dessen bin ich sicher. Das zeigt bereits die Flucht in
Immobilien, Edelmetalle und Sachwerte. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis
eine Partei erneut propagandistisch mit einem durchschlagenden
Vermarktungskonzept alle Kritiker und Unzufriedenen einsammelt und den
Rest der Parteienlandschaft vom Feld fegt. Wir nähern uns dem Zeitpunkt,
an dem das Maß voll ist. Warum erkennen die "bürgerlichen"
Parteien nicht, was die Stunde geschlagen hat? Müssen wir uns denn wie
Lemminge auf die Klippe zu bewegen?
In
den nächsten Tagen werden uns wichtige nationale EUROPA-Entscheidungen
einen weiteren Schritt näher an den Abgrund treiben. Damit wächst die
Gefahr von Rechts.
Veröffentlicht
am 20.10.2011 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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