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Titel
des Beitrages |
Erläuterungen |
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28.
Februar 2006
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Bediensteter
der Stadt Maintal wollte ich momentan nicht sein!
Ich
stelle mir das schlimm vor, wenn man als fleißiger, gewissenhafter und
politisch völlig neutraler Mitarbeiter in einer Stadtverwaltung arbeitet
und von Parteigängern umgeben ist, Kollegen und Vorgesetzten, die auf der
politischen Schiene fahren und die Verwaltungsarbeit mit Inhalten
anreichern, die nur noch politisch zu begründen sind. Dazu gehören auch
politisch herbeigeführte Restriktionen wie im Finanz- bereich, von denen
man weiß, dass sie eine normal funktionierende Verwaltung ohne diese
Polit-Strategen so nie hinzunehmen hätte.
Wesentlich
verschärft wird die Situation dadurch, dass Magistratsmitglieder nun auch
noch in den Wahlkampf verstrickt sind und für die politischen Gegner als
Zielscheiben dienen. Was immer hier als Thema herhalten muss -
1-Euro-Jobs, Mobilfunk, ins schiefe Licht geratene Bauangelegenheiten,
Jugendarbeit, Soziales ganz allgemein und viele andere Themen - es fällt
letztendlich zu einem guten Teil auch auf die Mitarbeiter der Verwaltung
zurück, denen man eine bestimmte Vorgehensweise vorgab, obwohl sie diese
vielleicht nicht für richtig hielten. Mich erreichen immer wieder
Informationen, mit der Entrüstungen einhergehen, die vielfältige
Ursachen haben.
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Die
WAM geißelt gerade wieder die 1-Euro-Jobs in der Stadt Maintal und
zieht die negativen Beispiele nicht gerade aus dem Hut, sondern hat
Kontakt mit Menschen, die inzwischen angeblich entbehrlich sind,
obwohl ihre Arbeit von 1-Euro-Jobbern verrichtet werden. Wie sonst
lassen sich die ganz direkten Beschuldigungen rechtfertigen?
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Beim
Mobilfunk gibt es politische Ansichten im Rathaus, die jeden
Präventionsgedanken vermissen lassen - also passiert NICHTS.
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Öffentliche
Umweltinformationen - speziell im Bereich der Strahlung - werden
zurückgehalten - ja förmlich unterdrückt.
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Überflüssigen
Baugebieten wird das Wort geredet, nur um Investoren zu befriedigen.
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Die
subjektive Unsicherheit der Bevölkerung wird mit dem Freiwilligen
Polizeidienst geradezu herbeigeredet.
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Eine
Kooperation mit Hanau gerät zunehmend auf eine Chefsachen-Schiene und
damit womöglich aus dem Ruder.
Die
Liste könnte man beliebig verlängern. Und immer wieder sind Bedienstete
der Stadt Maintal, die diesen Spielchen ausgesetzt sind, von den
Auswirkungen betroffen. Maintal muss wieder zu einer politisch
unbelasteten Verwaltungsarbeit zurück finden, in der das Vertrauen der
Geschäftspartner der Stadt einen hohen Stellenwert hat und die
Bediensteten der Stadt nur ihrem Fachwissen und ihrer korrekten
Dienstauffassung verpflichtet sind. Das Arbeiten am Gängelband oder als
politischer Selbstläufer mit den Folgen, wie wir sie erleben, muss für
die politisch unbelasteten Bediensteten der Stadt recht unbefriedigend
sein und als Last empfunden werden. Ob sich nach der Kommunalwahl daran
etwas ändern wird oder erst nach der nächsten Bürgermeisterwahl, wird
man sehen.
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Mit
den Mobilfunkbetreibern geschunkelt und dann
verstoßen worden
Die
Mobilfunkdebatte nimmt in Maintal langsam wieder an Fahrt auf, nachdem die
Dickfelligkeit der CDU und der Magistratsmitglieder aus der gleichen Ecke
immer unerträglicher wird. Die Mobilfunk-Bürgerinitiative fordert zu
Recht die Bekanntgabe der Senderstandorte, die so langsam das ganze
Stadtgebiet zupflastern, um ihrerseits Konzepte zu erarbeiten, mit denen
man die Bürger vor Sendeanlagen in Wohngebieten bestmöglichst schützen
kann. Anstelle der Informationen erhielt die BI MwW am 02.03.2005 und am
08.02.2006 folgende Stellungnahme aus dem Maintaler Rathaus:
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Sowohl
die Bundesnetzagentur als auch die Mobilfunkbetreiber geben die
Standortplanungsdaten ausschließlich unter der Verpflichtung
zur absoluten Vertraulichkeit den Kommunen zu deren internen
Dienstgebrauch zur Kenntnis. Die
Stadtverwaltung unterwirft sich dieser privatrechtlichen
Verpflichtung, deren Verletzung Regressansprüche nach
sich ziehen kann.
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Netzdaten
der Mobilfunkbetreiber werden als Betriebsgeheimnis eingestuft.
Selbst Adressen von Mobilfunkantennen-Standorten dürfen ohne
Einwilligung der Mobilfunkbetreiber nicht herausgegeben werden.
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Beschlüsse
der Maintaler parlamentarischen Gremien können nichts an der
vorherrschenden Rechtsauffassung zum Umgang mit
Standortplanungsdaten ändern. Auch mag ein Gerichtsbeschluss
die Bundesregierung hinsichtlich Verbraucher- information
binden. Jedoch hat keine Kommune das Recht, ohne
Aufgabendelegation anstelle der Bundesregierung zu
handeln.
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Zum
anderen, und das ist der wesentliche Aspekt, sind wir der
falsche Ansprechpartner in Sachen Datenweitergabe, da
die Mobilfunkbetreiber dem Magistrat der Stadt Maintal
untersagen, ihre Planungsdaten an Dritte weiterzugeben.
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Für
wie blöd werden denn die Mitglieder der BI MwW gehalten? Was sollen denn
die Bürger von ihren Veraltungsgewaltigen halten, wenn sie sich
freiwillig einer privatrechtlichen Verpflichtung unterwerfen, die
Aktivitäten mit den Mobilfunkbetreibern einstellen und angeblich den Ball
an die Fraktionsvorsitzenden abgaben, die ohne derartige Informationen
keine Chance bei ihren Gesprächen haben.
Otto
Einsporn von der BI MwW weist auf folgende Sachlage hin, über die man im
Rathaus einmal nachdenken sollte, ehe man sich wieder unter den Röcken
der Mobilfunkbetreiber verkriecht:
Nach
dem Kommentar von Prof. Dr. Christian Schrader, Arbeitskreis
Recht des BUND, enthält das am 14. Februar 2005 in Kraft getretene
Bundesumweltinformationsgesetz folgende wichtige Passagen:
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Die
Bundesrepublik Deutschland ist verpflichtet, ihren Bürgern und
Organisationen der Zivilgesellschaft mehr Rechte und Pflichten beim
Schutz der Umwelt zu gewähren. Diesem Ziel dient ein verbesserter
Zugang zu Informationen über die Umwelt.
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Dem
erweiterten Umweltbegriff sind der Zustand der menschlichen Gesundheit
und Sicherheit und die Lebensbedingungen des Menschen unterworfen.
Auch strittige Kosten-Nutzen-Analysen, die bei der Frage nach dem
Bedarf von Vorhaben eine Rolle spielen, müssen auf Verlangen offen
gelegt werden.
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Nach
einem erweiterten Behördenbegriff sind neben Bundes-, Länder- und
Gemeindebehörden auch Gemeindeverbände, sonstige juristische
Personen des öffentlichen Rechts, natürliche und juristische
Personen des Privatrechts und auch private Stellen die öffentliche
Aufgaben wahrnehmen zur Information verpflichtet.
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Der
europäische Gerichtshof hat für die Umweltinformationsrichtlinie
entschieden, dass deutsche Behörden direkt aufgrund der Richtline
Informationen herausgeben müssen, solange es kein entsprechendes
Ländergesetz gibt.
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Anfragen
sind binnen eines Monats zu beantworten und es ist beim Ausnahmegrund
"Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse" zu berücksichtigen,
dass Emissionen in die Umwelt
keine Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse mehr sein
können.
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Die
EG-Richtlinie 2003/4/EG sieht zusätzlich vor, dass die Behörden die
Öffentlichkeit unaufgefordert über bestimmte Umweltinformationen
unterrichten müssen. Dazu gehören unter anderem Konzepte, Pläne und
Programme mit Bezug zur Umwelt, Genehmigungsbescheide und
Überwachungsdaten.
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Wenn
die Behörden keinerlei Umweltinformationen ins Internet stellen,
sollte dies als Verstoß gegen europäische Verpflichtungen
öffentlich aufgegriffen werden.
Die
Bevölkerung sollte endlich erkennen, dass nur ein vernünftiges Konzept
Mobilfunkbetreiber und Bürger gleichermaßen zufrieden stellen kann und
diese Einsicht von den Magistratsmitgliedern einfordern. Das
muss allerdings von einem unabhängigen Institut erarbeitet als
Arbeitsgrundlage für den Magistrat gelten. Die Stadt Attendorn z.B. mit
ihrer vergleichbaren Struktur fordert ihre Bürger und ortsansässigen
Unternehmen offensiv auf, jeden angebotenen Antennenstandort bzw. Vertrag
vom Mobilfunkbetreiber mit der Stadt abstimmen zu lassen. Somit ist die
Stadtverwaltung der kompetente Ansprechpartner für die
Mobilfunkbetreiber.
In
Maintal beklagt der zuständige Dezernent den Autoritätsverlust
gegenüber den Mobilfunkbetreibern, weil man ihn nicht lässt, wie er es
möchte. Dabei hat er erst mit den Mobilfunkbetreibern eifrig geschunkelt
und wurde anschließend verstoßen. Wenn z.B. der Mietvertrag des
Mobilfunksenders am Wachenbuchener Friedhof all die Passagen unverändert
enthält, die auch im übersandten Mietvertrag von Vodafone für die
Philipp-Weber-Straße 1+1a enthalten waren, dann wundert es mich nicht,
dass man sich auch freiwillig einer privatrechtlichen Verpflichtung
unterwarf. Das wäre dann mehr als nur geschunkelt.
Sollte
das so sein, dann sollte das Parlament doch noch einmal genauer hinsehen.
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SPD
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Warum
nicht mal auf eine "Gegenveranstaltung"
gehen?!
Das
Heringsessen in Wachenbuchen soll nicht nur für alle Sozialdemokraten,
sondern für alle Bürgerinnen und Bürger aus Dörnigheim, Bischofsheim
und aus Hochstadt zu einer Kultveranstaltung in Maintal geworden sein, wie
Dr. Jochen Schild versichert. Jahr für Jahr fänden sich
Bürgerinnen und Bürger aus allen Maintaler Stadtteilen beim
traditionellen Heringsessen des SPD-Ortsvereins Wachenbuchen ein.
Es
hätte sich mittlerweile auch zu einer Art Gegenveranstaltung zu
dem sogenannten Heringsessen der CDU in Bischofsheim entwickelt, meint er.
"Während sich die Christdemokraten ihre politische Veranstaltung von
Sponsoren finanzieren lässt und deswegen alle Eingeladenen kostenfrei
bewirten kann, ist dies in Wachenbuchen ehrlich ganz anders", so
seine Information.
Hier
würde das Heringsessen schon am Tag zuvor nach einem alten Rezept
vorbereitet. Dazu bereiteten die Helfer und Helferinnen aus Schmand,
kleingeschnittenen Zwiebeln, Äpfeln, Gurken und anderen Zutaten eine
herzhafte Soße, die man dann erst mal über Nacht 24 Stunden ziehen
lässt. Am Aschermitttwochabend kämen dann die Matjesheringe auf dem
Teller zusammen mit dieser köstlichen Schmandsoße. Die Gäste zahlen
dafür dann einen geringen Unkostenbeitrag.
Mit
dem Brustton der Überzeugung mein Dr. Jochen Schild: "Es
lohnt sich, dafür der Einladung der Wachenbucher Sozialdemokraten Folge
zu leisten. Die Köstlichkeit dieses Heringsessen in Wachenbuchen, auch
wenn sie etwas kosten muss, weil eben keiner die Sozis sponsert, hat sich
in Maintal herumgesprochen."
An
manchem Aschermittwoch in den vergangenen Jahren war der ganze
Heringsvorat schon nach einer Stunde ausverkauft. Prominente Politiker
brauchen in Wachenbuchen nicht eingeladen zu werden. Die kommen
mittlerweile jedes Jahr von selbst, weil sie sich das traditionelle
Heringsessen und das Publikum, das sich hier einfindet, nicht missen
wollen. Deswegen sind auch Die SPD-Kandidaten für die Kommunalwahl
dabei.
Eingeladen
sind wieder vor allem alle Maintaler und Maintalerinnen, an diesem
"integrativen Event" aller Maintaler Stadtteile teilzunehmen,
und sich die Heringe, bevor sie denn ausverkauft sind, schmecken zu
lassen.
Das
Heringsessen beginnt am Mittwoch, 1.März, ab 19 Uhr im Bürgerhaus
Wachenbuchen.
Na
denn - auf geht´s - aber nach Wachenbuchen!
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JUSOS
in
Maintal
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Unterstützen
und helfen, wo es angebracht ist
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Es
ist gut, dass die Maintaler Jusos das Jugendzentrum in Bischofsheim
besuchten und den Kontakt auch weiter intensi- vieren wollen. Die
Einrichtung besitzt in der spezifischen Wohnlage Bischofsheims einen
hohen Stellenwert bei den Jugendlichen und ihren Eltern und der
Kontakt zwischen Betreuern und Jugendlichen ist außergewöhnlich
vertrauensvoll und intensiv.
Leider
werden immer wieder Versuche unternommen, die Einrichtung in einem
schiefen Licht darzustellen, damit ein anderer Standort gesucht werden
kann. Hier ist jedoch ein gewaltiges Umdenken erforderlich. Wenn der
Einrichtung noch bessere Möglichkeiten der Jugendbetreuung gegeben
werden sollen, so wären natürlich andere Räumlichkeiten sinnvoll.
Dazu muss aber erst einmal der Stellenwert der Einrichtung in die
Köpfe all der Bürger, die mit einer räumlich nahen Einrichtung an
einem anderen Standort zusammenleben müssen. Die Betreuungs-
personen sind meiner Meinung nach in dem Dilemma, Vertrauenspersonen
der Jugendlichen und gleichzeitig in höchstem Maß von der
Stadtverwaltung abhängig zu sein. |
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Weil
den Jugendlichen und den Betreuern einfach die Lobby fehlt, versuchen sie,
mit den vorhandenen Mitteln den Mangel so gut wie es geht unauffällig zu
verwalten, um sich nicht den Unmut wichtiger Personen zuzuziehen. Wenn die
Jusos hier ein anderes Bewusstsein bei allen Beteiligten und
Verantwortlichen herbeiführen können, dann dürfte die Jugendarbeit in
dem Bereich einen ganzen Schritt voran kommen. Ganz schlimm wären
Wahlkampfaktivitäten, von denen man später nichts mehr hört.
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27.
Februar 2006
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Hochstädter
Kreppelzeitung wird immer noch verkauft
Seit
Samstag kommt sie unter die Leute und bis zum Fastnachtsdienstag kann man
sie noch kaufen - die Hochstädter
Kreppelzeitung. Wer noch eines der begehrten
Sammlerobjekte dieses humoristisch-satirischen Witzblattes mit
104-jähriger Geschichte erstehen möchte, der kann sie in der Postagentur
in Hochstadt erwerben. Heute und Morgen werde ich selbst außerdem in
Wachenbuchen, Dörnigheim und in Bischofsheim an belebten Orten die
diesjährigen Restexemplare anbieten.
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Hochstädter Kreppelzeitung 2006 +++ mit Stadtteilseiten +++

WAHL
ENTSCHIEDEN
...SPANNENDER
ALS FRÜHER |
Die
diesjährige Ausgabe wurde um
drei Stadtteilseiten erweitert, in denen allerlei Kurioses zu
finden ist. Neben den traditionellen Schmankerln, mit denen so
manche "Missetat" durch den Kakao gezogen wird, nimmt die
Kreppelzeitung natürlich die Kommunalpolitik und ihre Helden auf
die Schippe.
Wie
das Titelblatt bereits vermittelt, werden nach der Wahl
möglicherweise wieder die gleichen Fraktionsvorsitzenden starten
wie in der letzten Legislaturperiode, in der allerdings Angelika
Feuerbach wieder absprang und Walter Prokopp
die CDU-Fraktion führte.
In
diese feste Wand der etablierten Parteien legt Jörg
Schuschkow nun eine Sprengladung, um das politische Gebilde
zu erschüttern. Allerdings legte die Jugend der Maintaler
Kommunalwahl ebenfalls ein eigenes Ei ins Nest, in das die
Kreppelzeitung schon mal einen Blick warf.
Die
Themen sind also weit gefächert und die ersten Lobesworte trafen
aus der Leserschaft bereits ein. |
Wer
noch eine Kreppelzeitung erstehen möchte, sollte sich bei mir melden ( klaus-edith.klee@t-online.de
) .
Ich
werde dann sicher einen Weg finden, wie die Zeitung noch an Mann oder Frau
kommt.
Ihr
Klaus
Klee
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Öffentlichkeit
ist beim Mobilfunk unzureichend
informiert
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Irgendwie
bin ich stolz auf die Eigentümergemeinschaft der
Philipp-Weber-Straße 1 und 1a, der ich angehöre. Im Januar hatte
sie ganz entschlossen einen Vertrag mit Vodafone
abgelehnt, um nicht nur den
eigenen, sondern auch den Interessen der umliegenden Siedlung am
Luisantring Rechnung zu tragen. Leider finden heute derartige
Aktionen in der Presse nicht die Beachtung, die sie verdienten.
Unter
den Links der eigentlichen
Meldung und dem des einen Tag später erörterten Mobilfunkvertrags
können Sie die Details noch einmal nachvollziehen.
Zum
Thema Mobilfunk meldet sich heute die SPD zu Wort und nimmt Bezug
auf obige Artikel sowie den Bericht "Aber
ein Mast muss es schon sein", in dem die Haltung des
Magistrats deutlich wird.
Im
Wahlprogramm der CDU kann man nachvollziehen, dass die gesamte CDU
die fragwürdige Haltung des Dezernenten übernahm. Mit keinem
einzigen Wort ist hier von Prävention, von Vorsorge, von Konzepten
die Rede, mit der man die Mobilfunkbetreiber konfrontieren könnte.
Hier lesen Sie alles, was die CDU zu Mobilfunk zu sagen hat.
MOBILFUNK
Wir
setzen uns dafür ein, daß wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse
von unabhängigen Forschungs- instituten zum Schutze der Gesundheit
der Bürger in die Gesetze eingearbeitet werden. Die bundesdeutsche
gesetzliche Regelung wird von vielen Initiatoren beklagt.
Wir
verlangen vom Gesetzgeber baurechtliche Regelungen für mehr
Einfluß der Kommunen auf den Ausbau und die Standorte der
Mobilfunkanlagen. Wir fordern unsere Abgeordneten im Hessischen
Landtag und im Bundestag auf, diese Vorhaben zu unterstützen.
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Auch
die Bürgerinitiative bemängelt die Haltung des Magistrats und
beklagt, dass die Bürger nicht genug sensibilisiert sind und sich
diese lasche Haltung im Rathaus gefallen lassen.
Inzwischen
gehen die Betreiber immer stärker dazu über, kleinere Sendeanlagen
in Wohngebieten und Siedlungen unter zu bringen und richten sich an
Eigentümer, denen der schnelle Euro offensichtlich wichtiger ist
als die Gesundheit, der Wert der Immobilie oder auch der Mietwert
bei vermieteten Objekten. Sie
schädigen nicht nur sich, sondern auch ihre Nachbarn auf
vielfältige Weise.
Es
ist längst kein Geheimnis mehr, dass viele Menschen auf der Suche
nach einer Wohnung oder einer Immobilie zuerst die Dächer der
Umgegend nach Antennen absuchen und dann einen Blick auf die
Klingelleisten werfen, ehe sie sich überhaupt für ein Objekt
interessieren.
Besonders
unverschämt empfinde ich die Ignoranz gegenüber dem Maintaler
Ärzteappell von über 25 Ärzten, die eindringlich vor der
Mobilfunkstrahlung warnen. |
Noch
sind allerdings die gefährlichsten Strahlungen direkt am Ohr zu messen,
die von Handys und von DECT-Telefonen (schnurlos) ausgehen.
Die
nächstgrößte Gefahr scheint jedoch vom Rathaus auszugehen, wenn die
Vorsorge nicht erfolgt..
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InJu
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Ein
kleines Lebenszeichen von InJu gefunden
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Den
bisher unauffälligsten Gang in die Öffentlichkeit zur Kommunalwahl
kann man eben bei der "InJu - Initiative Jugend"
feststellen. Heute kam ein kleines Lebenszeichen in Form einer
Schützenhilfe von JAM.
Bereits
im Gespräch mit dem Spitzenkandidaten Sunny Bawer
wurde deutlich, dass die Wahlkampfmittel von InJu begrenzt
sein würden. Seit drei Wochen versuche ich, mehr Informationen zu
bekommen, um wenigstens auf dieser Seite etwas für die Jugendlichen
zu tun, die in der Kommunal- politik mit interessanten Themen
mitmischen wollen.
Doch
die inneren Strukturen der kleinen Gruppe scheinen kompliziert zu
sein.
Inzwischen
haben zumindest über meine spärlichen Informa- tionen andere
Jugendorganisationen thematische Gemein- samkeiten mit der
InJu entdeckt und werden sicher auch den Kontakt suchen. Wenn
allerdings zur Kommunalwahl etwas passieren soll, dann muss jetzt
langsam mal "Butter bei die Fische", wie man so schön
sagt. |
JAM
begrüßt Jugendinitiative
Maintal
(pm/leg). ~ lm Namen der Jugendvertretung JAM (Jugend aktiv für
Maintal) begrüßt Sprecherin Catherine Finette, dass
fünf junge Maintaler die Wählerinitiative "lnJu -
Initiative Jugend" ins Leben gerufen haben und nun einen
Sitz im Stadtparlament anstreben.
Da
die InJu ähnliche Ziele wie JAM verfolge - wie etwa die Senkung von
Busfahrpreisen für Jugendliche -, hofft die Jugendvertretung in
Zukunft auf noch bessere Repräsentanz von Jugendlichen auf der
politischen Ebene. Hier liege die Vermutung nahe, dass sich die InJu
aus JAM gebildet habe.
Die
Berichte, wonach alle fünf Kandidaten für die Kommunalwahl bei JAM
engagiert seien, stimme jedoch nicht. Nur zwei der InJu-Mitglieder
seien bei der Maintaler Jugendvertretung aktiv. "Wir freuen uns
dennoch auf eine zukünftige Zusammenarbeit und wünschen der inJu
einen erfolgreichen Wahlkampf", so Catherine Finette
abschließend.
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"Chefsache"
- "wemmer Scheiß gebaut hat"
Mit
"Chefsachen" ist das bekanntlich so eine Sache. Mir sagte mal
ein Zeitgenosse: "Chefsache sin Sache, die mer uff sich zieht, wemmer
Scheiß gebaut hat, oder Sache, die mer niemand sonst zutraut." Was
nun auf den Hanauer OB Claus Kaminsky (SPD) zutrifft, kann
jeder für sich entscheiden.
Da
wir ja immer von Hanau lernen wollen, sollten wir genau beobachten, wie
Hanau bei den Verkehrsbetrieben wieder aus den roten Zahlen kommen will,
denn auch das könnte bei ähnlichen ausgegliederten städtischen
Betrieben in Maintal akut werden. Dann wird die Sache wahrscheinlich auch
zur Chefsache erklärt werden und die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe
wird ähnlich klein und das gesamte Parlament muss - wie in Hanau -
erleben, was dabei herauskommt, ohne wirklich Einfluss zu haben.
Warum
ich das schreibe? Nur um klar zu machen, dass Privatisierungen eigene
Spielregeln haben, die scheinbar Stadtverordnete nicht wahr haben wollen,
wenn sie derartige Entscheidungen treffen. Bei der nächsten anstehenden
Privatisierung oder Ausgliederung sollte man genauestens darauf achten,
welche Situationen man heraufbeschwört. Stadtoberhäupter neigen dazu,
alles alleine regeln zu wollen.
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Sanierung
ist Chefsache
OB
Kaminsky: Kommission soll Hanauer Verkehrsbetrieb retten
Eine
Sanierungskommission soll jetzt den angeschlagenen städtischen
Verkehrsbetrieb Hanauer Straßenbahn (HSB) retten. Der
Omnibusbetrieb hat in gut einem Jahr 30 Millionen Euro Schulden
angehäuft.
Hanau
· Nach einem Krisengespräch am gestrigen Sonntag mit Verdi-Chef
Eberhard Lorenz kündigte Oberbürgermeister Claus Kaminsky
(SPD) die sofortige Einsetzung einer Sanierungskommission an. Ihr
sollen neben Kaminsky und Lorenz der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich
Müller (SPD), Holding-Geschäftsführer Michael
Schweitzer und Vertreter des HSB-Betriebsrates angehören.
Die HSB, die nur Buslinien im Stadtgebiet von Hanau fährt, muss bis
2008 ihren Verlust auf 3,5 Millionen Euro drücken.
Der
OB, der die Rettung der HSB zur Chefsache gemacht hat, bekräftigte
gestern nochmals, dass ein Arbeitsplatzabbau trotz des heftigen
Spardrucks vermieden werden soll. Bei der HSB in Hanau sind 200
Menschen beschäftigt. Den 120 Mitarbeitern des Tochterunternehmen
KvK (Kraftverkehr Kinzigtal) mit Linien etwa in Bad Hersfeld und
Rüsselsheim teilte er schriftlich mit, "dass sie um ihren
Arbeitsplatz nicht bangen" müssten.
Wie
berichtet, geht das Gros des Defizits von der KvK aus, die sich
vermeintlich seit 2004 mit Dumpingangeboten in Hessen an
Ausschreibung von Buslinien beteiligt hat. Im Frühling 2005 begann
das mutmaßliche System von Ex-Vorstandschef Ulrich Hoffmann
zu bröckeln. Gegen den einst ersten Busfahrer der Stadt ermittelt
nun die Staatsanwaltschaft Hanau.
Nachdem
im Sommer die Buchprüfer ihre Arbeit aufgenommen hatten, ging im
Herbst der Aufsichtsratvorsitzende und Stadtrat Ulrich Müller
mit dem Verdacht auf Untreue an die Öffentlichkeit; seinerzeit ging
man von vier Millionen Euro Verlust bei der KvK aus.
Die
KvK wurde 1999 von der HSB gekauft, um sich im freien Wettbewerb zu
profilieren und letztlich auch um die HSB zu sichern. Die 30,4
Millionen Euro Schulden setzen sich verschiedenen größeren Posten
zusammen. An dem Gesamtdefizit hat die HSB mit ihren Linien einen
Anteil von nur 5,8 Millionen Euro. Es müssen 1,6 Millionen Euro
operativer Verlust 2005 bei der KvK verbucht werden. Für nächsten
vier Jahren wird ein Minus von 13,5 Millionen Euro für die KvK
errechnet. Hinzu kommt ein Buchwertverlust für das Unternehmen von
sieben Millionen Euro. Außerdem müssen zwei Millionen Euro
Rücklagen gebildet werden, um die Pensionsansprüche des
geschassten Vorstandsvorsitzenden zu zahlen.
sun
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Sanierungskommission
bei HSB ist schlechter Faschingsscherz -
Linkspartei:
Jetzt wird der Bock zum Gärtner gemacht
Auf
massive Kritik der Linkspartei ist die Besetzung einer sogenannten
"Sanierungskommission" zur Rettung der Hanauer
Straßenbahn AG (HSB) des Hanauer Oberbürgermeisters, Claus
Kaminsky gestoßen. "Jetzt wird der Bock zum Gärtner
gemacht. Genau diejenigen die das Desaster und den Skandal bei der
HSB zu verantworten haben, sollen das Unternehmen jetzt sanieren.
Für mich ist das ein schlechter Faschingsscherz", so Jochen
Dohn, Spitzenkandidat der Linken für das Hanauer
Kommunalparlament.
Für
Dohn sind gerade die von Oberbürgermeister Claus Kaminsky
berufene Aufsichtsratschef Müller und der Holding- Geschäfts-
führer Schweitzer die Hauptschuldigen und Mitverantwortlichen an
dem Skandal um die Hanauer Straßenbahn AG. Die Linke hätte
eigentlich erwartet, dass die Verantwortlichen Ihren Hut nähmen und
die weitere Entwicklung nicht länger blockierten. Bei einem sich
kumulierenden Defizit von 30 Mill. € handele es sich ja nicht um
ein Kavaliersdelikt, sondern um die Verschleuderung öffentlichen
Eigentums.
Es
sei unverfroren, jetzt so zu tun als habe man die Dinge fest in der
Hand. Mit der hektischen Betriebsamkeit wolle der OB nur über
eigene Versäumnisse hinwegtäuschen und die Öffentlichkeit
beruhigen. Außerdem dränge sich der Verdacht auf, dass
Aufsichtsratschef Müller, der ja auch Spitzenkandidat der SPD im
Kommunalwahlkampf geschützt werden solle, so Dohn. Nach
monatelangem Tiefschlaf komme jetzt das weiterwursteln ohne Konzept.
Es
müsse jetzt endlich Schluss sein, mit der ewigen Mauschelei,
Vertuschung und den Unwahrheiten, so Dohn weiter. Die Bürgerinnen
und Bürger von Hanau sowie die um ihren Arbeitsplatz bangenden
Beschäftigten seien es leid, ständig neue Hiobs- botschaften über
die HSB zu lesen. Erst müsse aufgeklärt und die Fehler bzw.
Ursachen schonungslos aufgedeckt werden, die Verantwortlichen
müssten benannt und zu ihrer Verantwortung, wenn nötig gezwungen
werden. Dann müsse ein Sanierungs- konzept auf den Tisch das von
allen Beteiligten mitgetragen werden könne.
Laut
Dohn drohe jetzt die Gefahr, dass die gleichen Fehler, die das
Desaster verursacht hätten, wieder gemacht würden. Wer so
leichtfertig und verantwortungslos mit anderer Leute Geld umgehe,
habe überhaupt keine Legitimation mehr, an der Sanierung der
städtischen Verkehrsbetriebe mitzuwirken.
Dohn
forderte eine öffentliche Anhörung in der Hanauer
Stadtverordnetenversammlung. Zur Rettung der HSB müssten die
Stadtverordneten eine kompetente Kommission benennen. Die
Stadtverordneten von SPD und CDU hätten zu lange tatenlos
zugeschaut und ihre "Spitzenmänner" machen lassen. Dass
die parlamentarische Kontrolle, wie auch die gesetzliche im
Aufsichtsrat praktisch nicht funktioniert habe, sei eine wesentliche
Erkenntnis aus dem Desaster und müsse aufgearbeitet werden. In
diesem Zusammenhang forderte die Linke auch eine Offenlegung der
Rolle die der Holding-Geschäftsführer Schweitzer spiele.
Auch
müsse schnellstens und gründlich über die generelle politische
Ausrichtung der großen Koalition von SPD/CDU und des
Oberbürgermeisters Kaminsky diskutiert werden, der dabei sei, die
Stadt Hanau zu einem Konzern umzubauen. Dies sei jetzt schon mal mit
den Krankenhäusern und der HSB gründlich daneben gegangen. Die
Zeche zahlten die Hanauer Bürgerinnen und Bürger. Genau dies aber
gelte es in Zukunft zu verhindern.
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26.
Februar 2006
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Malbrich4
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Was
uns in Maintal bewegt:
- Heim-
und Klinikaufenthalt -
von
Jürgen
Malbrich
Ihrem
Mann in der SPD-Fraktion
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Zunehmende
Kritik an den Lebensbedingungen in Altenpflegeheimen stellt die
stationäre Dauerpflege grundlegend in Frage. Gleichzeitig wächst
im Zuge der demografischen Entwicklung die Zahl alter Menschen, die
wegen wachsenden Hilfebedarfes - insbesondere bei demenziellen
Erkrankungen - Heimpflege in Anspruch nehmen. Mit neuen Wohnformen
im Grenzbereich zwischen ambulanter und stationärer Betreuung wird
neuerdings der Versuch gemacht, familienähnliche Wohnformen mit
komplexen Hilfsangeboten zu verbinden.
Für
alte Maintalerinnen und Maintaler, die auf eine stationäre Hilfe
angewiesen sind, müssen in unserer Stadt ausreichende Pflegeplätze
in absehbarer Zeit zur Verfügung stehen. Auch ältere und
pflegebedürftige Migrantinnen und Migranten sollen sich in unserer
Mitte gut aufgehoben fühlen. Daher müssten ihnen Wohnheimplätze
angeboten werden, die ihren kulturellen und religiösen Hintergrund
berücksichtigen.
Nun
zu den Alten- und Pflegeheimen im Main-Kinzig-Kreis, die zwar
einerseits recht gut beurteilt werden, aber andererseits den
Heimbewohnern und Angehörigen Probleme bereiten, da stets Zeitnot
im Vordergrund steht. Speziell wird häufig der Mangel an Zeit für
persönliche Gespräche des Pflegepersonals sowie der Schichtdienst
bemängelt. Auch wird immer darauf hingewiesen, dass sich die Heime
in Maintal, Hanau und Umgebung wohl teils massiv in ihrer
personellen Besetzung unterscheiden.
Schon
häufig wurde ein unabhängiges Bild vom Angebot der
Alten-/Pflegeheime vermisst. Unter einer unabhängigen Kommission
wäre eine aufzeig- und vergleichbare Leistungstransparenz für die
Angehörigen vorteilhaft. Wir wissen zwar, dass im Kreis
Zimmerangebote vorhanden sind, aber wissen möchten wir auch
vergleichbar:
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Wie
ist das Verhältnis: |
PflegerInnen
/ Pflegehilfskräfte zur Zahl der Bewohner? |
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Wie
ist die Belegung: |
unterschiedliche
Pflegestufen - Zimmerangebote? |
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Wie
ist die Betreuung: |
Zeitnot
- persönliche Gespräche - Eindruck
(fachkundig/diskret)? |
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Wie
ist Sonstiges: |
Essen
- Krankengymnastik - Arztbetreuung - somatische oder auch
psychiatrische Betreuung? |
Besonders
schwierig ist die Situation alleinstehender Seniorinnen und Senioren
sowie der Menschen mit Behinderungen bei einem Aufenthalt in den
umliegenden Kliniken. Die Gesundheitsreform und das
Gesetzgebungsverfahren zur neuen Kranken- hausfinanzierung sorgen
dafür, dass diese Mitmenschen schlechter versorgt werden als
früher. Durch die Abrechnung nach Fallpauschalen wird die Betreuung
dieses Personenkreises immer unmenschlicher. Da zusätzliche
Pflegehilfen im Kranken- haus von den Sozialhilfeträgern nicht mehr
bezahlt werden, müssen sich Behinderte oder alte Menschen auf
Verwandte oder Bekannte verlassen, die stundenweise die Betreuung
übernehmen können.
Hilfe
braucht dieser genannte Personenkreis beim täglichen Essen, bei der
Überwachung der Einnahme von Medikamenten, beim Einflößen von
Wasser. Das Krankenhauspersonal ist personell damit zur Zeit
überfordert und das neue Abrechnungs- system sieht Betreuung von
außen nicht mehr vor. Das Gesetz verbietet es dem
Sozialhilfeträger oder den Krankenkassen sogar, ambulante
Pflegehilfen zu bezahlen, weil die Versorgung der Behinderten oder
alten Menschen ausreichend über die Fallpauschalen vom Krankenhaus
abgedeckt sei.
Die
Realität im Klinikalltag sieht aber anders aus: Es bleibt - nach
Auskunft des Pflegepersonals - schlicht keine Zeit, behinderte oder
alte Menschen mit teils sehr speziellen Handicaps ausreichend zu
mobilisieren, bei der Tablettenausgabe just den richtigen Zeitpunkt
herauszufinden, um Schluckstörungen zu umgehen, ihnen stundenlang
beim Essen zu helfen. Wer nicht alleine essen kann, kriegt eine
Infusion, und wer Bedürfnisse nicht artikulieren kann, bleibt eben
unverstanden!
Für
all' die Mitmenschen, die sich in Kliniken oder Heimen aufhalten,
sollten wir die bereits guten Ansätze in unserer Stadt noch
verbessern und fördern Einer Stadt, die so segensreiche
Einrichtungen wie die Bürgerhilfe und die Haushaltshilfen in ihren
Mauern wirken lässt, muss es auch gelingen, durch weitere
Initiativgruppen den Kranken und Schwerstkranken in den Kliniken mit
gezielten Besuchsdiensten zu helfen. Auch die Seniorinnen und
Senioren und die Menschen mit Behinderungen sind Deutschland. Sie
sind auch Maintal.
Jürgen
Malbrich
VdK-Vorstandsmitglied
und
SPD-Kandidat
zur Stadtverordnetenversammlung
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CDU

SPD
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Erneuter
Vorstoß der CDU zur "subjektiven Sicherheit" scheint
gescheitert
Wenn
man die Presseberichterstattung und die Stellungnahmen der SPD Maintal zum
Thema "Freiwilliger Polizeidienst" verfolgt, dann stellt man
fest, dass die "subjektive Sicherheit" der Bürger längst als
das enttarnt ist, was wirklich dahinter steht. Mit Hilfe von diffusen
Ängsten soll eine Truppe aufgestellt werden, die unsere örtliche Polizei
und die Ordnungskräfte "entlasten" sollen, damit die
Landesregierung ungestört ihre Personalpolitik bei der Polizei
fortführen kann. Was hier an Aufgaben angesprochen wird, ist auch auf
andere Art zu lösen, wenn man es nur will.
Derartige
Veranstaltungen werden erfreulicherweise auch von den Vertretern anderer
Parteien zur offensiven Diskussion genutzt. So gesehen muss man sich
fragen, ob das Thema nicht eine unbeabsichtigte Steilvorlage der CDU für
die SPD war.
Lesen
sie dazu bitte den Artikel des Maintal TAGESANZEIGERs und die
anschließende Pressemitteilung der Maintaler SPD.

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SPD-Pressemitteilung
"Der
freiwillige Polizeidienst ist für uns der falsche Weg!"
Da
sind sich die Maintaler Sozialdemokraten auch nach der
Informationsveranstaltung der CDU am gestrigen Abend sicher. Als
ehrenwert bezeichnete heute die stellvertretende
SPD-Fraktionsvorsitzende Jennifer Gutberlet, das
Ansinnen der CDU am gestrigen Abend, die zahlreichen Vertreter der
SPD vom Vorhaben einen freiwilligen Polizeidienst in Maintal zu
installieren, zu überzeugen. Dieses Vorhaben sei, so Gutberlet,
allerdings nicht geglückt.
"Für
uns gibt es in diesem Thema einfach zu viele Unwägbarkeiten, wie
auch der Referent Alois Lenz am ein oder anderen Punkt
zugestehen musste" führt die SPD-Politikerin dazu aus. Für
ihre Partei sei es eben nicht ausreichend, nur das subjektive
Sicherheitsgefühl der Maintaler Bürgerinnen und Bürger zu
verbessern. "Vielmehr
sehen wir es als notwendig an, objektive Verbesserungen zu erreichen",
so Gutberlet weiter. Vor allem, dass an diesem Abend immer wieder
nur von auffälligen Jugendlichen gesprochen wurde, stieß den
anwesend Sozialdemokraten sauer auf. "Wenn es denn wirklich nur
um Jugendliche geht, dann kann man die Probleme sicher nicht mit
einem freiwilligen Polizeidienst lösen", bemerkt der
Bischofsheimer Sozialdemokrat Jochen Spaeth dazu,
"vielmehr muss man dann ernsthaft über eine Art
"Streetworker- Projekt" nachdenken." Es könne nicht
sein, dass man versuche die Probleme oder Konflikte in dieser Stadt
zu lösen, indem man Freiwillige auf die Straße schicke, um
einzelne Orte zu kontrollieren und damit höchstens einen
Verdrängungsmechanismus, nicht aber eine Problemlösung in Gang
setze.
"Die
freiwilligen Polizeihelfer erhalten eine 50stündige Ausbildung als
Grundlage für ihr Aufgabe, das alleine zeigt uns, dass dieses
Projekt nur eine subjektive Sicherheit für unsere Bürgerinnen und
Bürger suggerieren kann", ergänzt der Hochstädter
SPD-Vorsitzende Udo Stoppel. "Diese Personen,
deren Engagement wir bewundern und zu schätzen wissen, haben
letztendlich nicht mehr Befugnisse als jeder andere Bürger
auch", so Stoppel weiter, "nur das sie eine Uniform dabei
tragen. Und die Einschätzung der CDU, dass das alleine reicht,
teilen wir nicht." Als zumindest sehr bedenklich bezeichnet die
Hochstädter Stadtverordnete Ursula Pohl, die selbst
seit vielen Jahren in diversen Positionen ehrenamtlich stark
engagiert ist, die Regelung, die Arbeit dieser immerhin
ehrenamtlichen Helfer mit einem Betrag von sieben Euro pro Stunde zu
vergüten, wohingegen Ehrenamtliche im Bereich der Feuerwehr und des
Rettungswesens ebenso wie die Ehrenamtlichen der zahlreichen Vereine
und Institutionen für ihren Aufwand und ihren Einsatz keine
Entschädigung erhielten. "Es ist aber für uns sicher keine
Frage des Geldes", betonte Gutberlet, "vielmehr geht es
uns darum, dass die Aktivitäten des Landes im Bereich der Polizei
in den kommenden Jahren weitere Stellen abzubauen, durch ein solches
Projekt unterstützt und die tatsächlichen Folgen damit
verschleiert werden sollen."
Der
Finanzminister des Landes habe sich erst kürzlich auf einer
Veranstaltung in Maintal damit gebrüstet bis zum Jahre 2008 im Land
Hessen 10.000 Stellen abgebaut zu haben. "Und das in diesen
Zeiten" so Karla Köllner.
"Es
kann nicht sein", so Gutberlet, "dass wir die originären
Aufgaben des Landes finanzieren, wenn auch nur mit einem Betrag von
rund 20.000 Euro und das Land das auch noch öffentlich als tolle
Errungenschaft preist." Dass der anwesende Stadtrat Schächer
dazu noch ausführte, dass es in Maintal eine Erhebung
von so genannten Angsträumen gegeben habe und vor allem in
diesen durch die
freiwilligen Helfer Abhilfe geschaffen werden könne,
empfindet Ursula Pohl fast als Frechheit. "Wir
haben nach dieser Erhebung im Rahmen der sozialen Stadterneuerung
gemeinsam mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern eine Reihe
von Maßnahmen beschlossen, um hier unmittelbar Abhilfe zu
schaffen", so Pohl, "der
zuständige Stadtrat Herr Schächer hat diese Maßnahmen jedoch
geschoben oder ganz beiseite gelegt." Auch die Tatsache,
dass es bisher keinerlei Erhebung über den Erfolg dieses Projektes,
dass laut Herrn Lenz immerhin schon seit 2002 aktiv praktiziert
wird, gebe, würde nicht gerade zum Meinungsumschwung ihrer Partei
beitragen, ergänzt Karla Köllner. "Wir
würden mehr davon halten, gegebenenfalls auch unter finanzieller
Beteiligung der Stadt, eine weitere mit allen Kompetenzen
ausgestatte Kraft für die Polizeistation in Maintal
einzusetzen."
"Wir
sind uns mit den Kollegen der CDU sicher darüber einig, dass es in
Maintal Problembereiche gibt an denen aktiv etwas getan werden muss.
Und wir haben ebenso wie die CDU-Vorsitzende ein großes Interesse
daran eine von breiten Mehrheiten getragene Lösung zu suchen und zu
finden. Der Freiwillige Polizeidienst ist für uns jedoch keine
Lösung" ", so Gutberlet abschließend.
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War
die nächste "Lösung"
schon vor der PEN-Absage geboren?
Die
Ereignisse ums Bischofsheimer Rathaus überschlagen sich förmlich. Immer
deutlicher kommt heraus, dass das Büro Eisner in Maintal gleich an
mehreren Stellen die Hebel ansetzte, um jetzt schnell zum niedrigsten
Bodenrichtwert an das "Schnäppchen" zu kommen. Bereits Ende
Januar wurde der Stadt Maintal ein Kaufangebot unterbreitet zum Preis von
340,-- Euro/m² abzüglich der Abrisskosten des Gebäudes. Man fügte ein
Angebot vom 01.08.2005 und vom 10.01.2006 bei, um erneut ins Geschäft zu
kommen, nachdem das erste Angebot offensichtlich nie angekommen zu sein
scheint. Gleichzeitig wird in einem anderen Schriftstück die Liste der
Gesprächspartner genannt, mit der man damals Gespräche geführt
hatte. Dennoch scheint das fehlende Angebot niemand zu Nachfragen verlasst
zu haben. Lag es im Rathaus jedoch vor, dann muss man sich fragen, warum
es der Arbeitsgruppe nicht vorgelegt wurde.
Inzwischen
führte Frau Eisner vor der PEN-Absage eine ganze Reihe von Gesprächen,
darunter auch mit Vertretern verschiedener Parteien und richtete jetzt -
nachdem PEN abgesprungen ist - folgende Nachricht an die Stadtverordneten
des alten Parlaments und an die Kandidaten der Stadtverordnetenwahl, damit
flächendeckend die Informationen vorliegen. Man hat also bereits gelernt,
wie man vorgehen muss, damit alle Entscheidungsträger informiert sind.
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bzbau
GmbH Hans-Römhild-Straße 25
D-34128 Kassel
An
die Fraktionen der Parteien
der
Stadtverordnetenversammlung der Stadt Maintal
Ihr
Zeichen/Ihre Nachricht vom
Unser Zeichen
23.02.2006
Nutzung
des Grundstücks "Altes Rathaus" in Bischofsheim
Sehr
geehrte Damen und Herren,
wir
bitten Sie, folgende Beschlussvorlage in der nächsten
Stadtverordnetenversammlung einzubringen.
Die
Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Das
im städtischen Eigentum befindliche Grundstück "Altes
Rathaus" soll zum aktuellen Bodenrichtwert an einen Investor
veräußert werden. Als Nutzung soll ein Seniorenwohn- und -
pflegeheim vorgesehen werden. Um eine dem Umfeld angepasste
städtebauliche Gestaltung zu ermöglichen, soll die Möglichkeit
bestehen, das "Alte Rathaus" abzureißen, auch weil nach
den vorliegenden Gutachten der Sanierungs- und Umbauaufwand,
abgesehen von einer eingeschränkten Nutzbarkeit, wirtschaftlich
nicht darstellbar ist.
Es
soll eine Fußwegeverbindung zwischen Alt-Bischofsheim und
Zwingerstraße geschaffen und der Wochenmarkt an der Straße
Alt-Bischofsheim mit ca. 1.000 qm weiterhin genutzt werden können.
Zudem soll eine Integration von Tageskaffee, Arztstation und
Stadtladen mit 200 qm (Anmietung von der Stadt Maintal)
erfolgen.
Die
Planung soll bezüglich Gestaltung, städtebaulicher Einbindung, Geschossigkeit
etc. mit dem Stadtbauamt abgestimmt und das Recht eingeräumt
werden, die Berechnungen der Ausnutzung auf die verbleibenden
städtischen Flächen in Form von Baulasten einzutragen. Der
Wochenmarkt müsste außerhalb der Beschickungszeiten für die PKW-
Stellplätze der Senioreneinrichtung zur Verfügung stehen, sowie
ein Überfahrtsrecht zur Erschließung gewährt werden.
Begründung:
Die
ursprünglich vorgesehene Nutzung mit Wohnungen, kleinen Läden und
Tiefgarage hat keine Zustimmung gefunden und ist sowohl
wirtschaftlich als auch städtebaulich nicht gewünscht.
Aufgrund
der demografischen Bevölkerungsstruktur und -entwicklung besteht in
Maintal ein erhebliches Defizit an Senioren Wohn- und
Pflegeplätzen. Selbst nach Eröffnung des zweiten Bauabschnittes
des DRK- Kleeblattes in Dörnigheim besteht immer noch bis 2010 ein
Bedarf von über 200 Altenpflegeplätzen.
Eine
neue Senioren Wohn- und Pflegeeinrichtung auf dem Grundstück
"Altes Rathaus" würde sich in einem gewachsenen Umfeld
mit entsprechenden Infrastruktureinrichtungen in Kombination mit
Stadtteilbüro, Kaffee, Notarztstation und Wochenmarkt sehr gut in
Bischofsheim integrieren und zur Verbesserung des Umfeldes und
Bereicherung der Angebote für die Bürger beitragen.
Zum
derzeitigen Sachstand:
Wir
haben uns mit einer Konzeption, die der o.9. Beschreibung entspricht
am 29.07.2005 bei der Stadt Maintal beworben und mit Schreiben vom
10.01.2006 ein konkretes und wirtschaftlich interessantes Angebot
abgegeben.
Der
Investor Theodor Semmelhaack
aus Elmshorn, in dessen Auftrag wir tätig sind, hat zudem am
15.02.2006 unser Angebot bei der Stadt Maintal schriftlich
bestätigt und eine Finanzierung für das Projekt zugesichert.
Gern
stellen wir Ihnen auch unser Konzept ihrer Fraktion und in der
Stadtverordnetenversammlung vor.
Zu
Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.
Mit
freundlichen Grüssen
bzbau
GmbH
A.
Hilke
(Geschäftsführer)
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Ja,
wo sind wir denn inzwischen hingekommen?
-
Da
"spendiert" ein Bürger im Luisantring im letzten Jahr einen
unterschriftsreifen, auf ihn exakt zugeschnittenen Bebauungsplan für
den gesamten Bereich,
-
Höhl
"spendiert" die Planungen für ein neues Baugebiet,
-
PEN
bekommt zwischenzeitlich einen Beschluss zum Gelände am
Bischofsheimer Rathaus gestrickt, der auch auf PEN zugeschnitten ist
und
-
bzbau,
Kassel liefert eine komplett vorformulierte Beschlussvorlage, nachdem
PEN den Rathaus-Spielchen zum Opfer fiel.
Wer
verhandelt da eigentlich mit wem offiziell und nebenher, wenn es um
Stadtentwicklungsplanung geht und wie sind diese Vorgehens- weisen zu
erklären. Immer stärker werden die Stimmen, die den gesamten
Arbeitskreis zum Bischofsheimer Rathaus und die Gesprächs- partner im
Rathaus infrage stellen. Dumpf sind die Ahnungen, wie "alles so
läuft" und warum es so läuft.
Vor
dieser aggressiven Akquisitionsarbeit, die jetzt im Raum steht und
scheinbar nur auf schnelle Provisionen abzielt, sollten sich die neuen
Stadtverordneten der nächsten Legislaturperiode in acht nehmen, wenn Sie
obiges Schreiben gelesen haben.
(Siehe
auch die "Gedanken zu den aktuellen
"Rathaus-Pressemitteilungen")
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VdK
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Gedanken
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Ein
starker Partner
mit
Kompetenz und Erfahrung |
Ortsverband
Bischofsheim
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Ortsverband Dörnigheim
Maintal,
den 25.02.2006
Gedanken
zu den aktuellen "Rathaus-Pressemitteilungen"
Mit
Bedauern und gleichzeitiger Belustigung nehmen die Vorstände der
VdK-Ortsverbände Bischofsheim und Dörnigheim nun die verschiedenen
Pressemitteilungen der Maintaler Parteien zur Entwicklung der
Neugestaltung des Rathaus-Geländes in Bischofsheim zur Kenntnis.
Besonders erheitern die Vorschläge, dass nun eine neue
Ausschreibung vorgenommen werden soll und erneut dann ein
Arbeitskreis die evtl. eingehenden Bebauungsvorschläge erörtern
und bewerten soll.
Hier
hat doch schon die Vergangenheit gezeigt, dass dabei zuviel Zeit
verloren geht. Die Fraktions-vorsitzenden sollten sich hier
zurücknehmen und nicht erneut ohne die entsprechende Qualifikation
in eine solche Arbeitsgruppe drängen. Man muss als gewählter
Abgeordneter nicht von allen Dingen Ahnung haben - man sollte nur
erkennen, dass es vielleicht in den Reihen der Fraktionen Damen oder
Herren gibt, die auf speziellen Gebieten Erfahrungen und Kontakte
mitbringen. Bezeichnend war doch, dass im alten Arbeitskreis
"Rathaus" noch nicht einmal ein einziges Mitglied des
Bauausschusses der Stadt Maintal vertreten war.
Das
dieser Arbeitskreis - unterstützt von einer einseitig orientierten
Bürgerinitiative - dann noch von einem unglücklich agieren- den
Stadtrat und einem hoch bezahlten aber hilflosen Mediator geleitet
wurde, kein gutes Ergebnis vorzeigen würde, war vorherzusehen -
zumal dieses Thema in der abgelaufenen Legislaturperiode unbedingt
erledigt werden sollte. Auch wurde bis zum Rückzug der Firma PEN
nicht dargelegt, welche Personen oder Gesellschaften sich hinter
diesem Namen verbergen und wie die Kreditwürdigkeit dieser Firma
einzuschätzen ist.
Obwohl
uns die "Ruine" schon lange ärgert: "Auf ein
Neues!" - der Mittelpunkt des Ortsteils Bischofsheim verdient
eine bessere und besonnenere Planung. Keine neue zeitverzögernde
Ausschreibung, sondern Direktansprache an bekannte Planer und
Investoren, die dann die Vorschläge auf den Tisch und zur
Abstimmung vorlegen können.
Jürgen
Malbrich
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WAM
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Populistische
Behauptung als verkürzte Darstellung
Im
Wahlkampf werden mitunter Formulierungen benutzt, die faktisch zwar nicht
direkt zu widerlegen sind, jedoch auch nicht ganz genau den Sachverhalt treffen.
So behauptete Jörg Schuschkow (WAM) zum Thema
Bischofsheimer Rathaus: "Im
September letzten Jahres ist aber die Abstimmung gegen das von der
SPD selbst eingebrachte VdK-Modell und zugunsten von PEN nicht etwa
daran gescheitert, dass der Magistrat die SPD falsch informiert hat,
sondern weil die Fraktionsspitze der SPD, Herr Kaiser und Frau
Gutberlet, gegen die eigene Fraktion und für das PEN-Modell
gestimmt haben".
Das
ist eine verkürzte Darstellung, die in letzter Konsequenz zwar richtig
ist, jedoch - differenziert betrachtet - anders aussieht. Der endgültigen
Abstimmung zugunsten des PEN-Projekts ging die Abstimmung über das
VdK-Modell voraus, das sehr viel weniger Stimmen bekam und bei dem sich
die Fraktionsspitzen der SPD nicht geschlossen gegen den eigenen Antrag
stellten. Erst als diese Entscheidung gefallen war, wählte man unter den
vermutlich kleineren Übeln. Das Abstimmungsergebnis ist bekannt.
Das
wiederum lässt sich recht einfach zur obigen Aussage zusammenziehen, denn
dahinter steht der Gedankengang, dass eine Fraktion ihre Themen intern
ergiebig ausdiskutiert und dabei die Fraktionsspitzen entschlossen voran
gehen und sich als Führungspersonen nicht ihren ganz persönlichen
Ansichten hingeben sollten. Man kann die Truppen nicht an die Front
schicken und selbst kurz vor dem Ziel links abbiegen. Das vermittelt Jörg
Schuschkow den Lesern mit seinem verkürzten Statement.
Bliebe
noch im Raum stehen, was denn eine Fraktionsspitze ist. Normalerweise ist
das der Fraktionsvorsitzende. Auf den allein trifft die Behauptung von Jörg
Schuschkow allerdings nicht zu. Hier wird der Sprachgebrauch
benutzt, der sich für Fraktionsvorsitzende und Stellvertreter etwas
locker gebildet hat.
Es
ist mir sonnenklar, dass die SPD-Fraktionsspitze das nicht so im Raum
stehen lässt - pardon der Fraktionsvorsitzende.
Auf
die Antwort sind (wären) nicht nur die Fraktionsmitglieder der SPD gespannt.
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Die
Wochenend-
Glosse
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Am Wasserhäusi
an de Eck
Wasserhäuschen
oder Trinkhallen sind beliebte Orte der Kommunikation. Hier gibt es Stammgäste
und normale Kunden, die sich bei einem Bier und/oder einem Schnaps über
allerlei aktuelle Themen unterhalten. Es sind zwar nicht die
fundamentiertesten Argumente, die hier ausgetauscht werden, aber sie
kommen oft der Wahrheit sehr nahe, die allerdings in Wirklichkeit kein
normaler Bürger definitiv kennt. Trotzdem lohnt es sich manchmal, hinzuhören,
was so die politische Überzeugungen prägt. Schließlich gehen gerade die
dort anzutreffenden Zeitgenossen zu einem sehr hohen Prozentsatz wählen,
wenn sie nicht sogar Parteimitglieder sind, die gelegentlich mit ihrem
Wissen prahlen können.
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Jezz
scheint´s widder Beschäftichte an de Kraache se gehe,
die
wo e Lewe lang brav de Schambes gemacht hawwe
unn
jezz erlewe müsse, wie se nach England verkaaft wer´n...
Immer
ruhich Blut - de Erhard hot ja e offiziell Telefonat gefihrt,
des
wo immer e ganz besonner Werkung uff Leut hot.
Was
fer e besonner Werkung soll en des sei ?
Maanst´de,
de Rasmussen lässt sich in sei Karte enei gucke,
eh
die Verträäch ausgehannelt sin ?
Es
mecht doch immer Oidruck in de Firmeetaasche,
wenn
sich unsern Berjermaaster selbst um die Sach kimmert...
Unn
- was hot er dann jezz ausgericht ?
Soviel
ich waas, war er bloß orch beruhicht
und
hot des aach de Presse so gesacht !
Was
en so beruhicht hot - des kann ich der saache :
Beim
Rasmussen gibts weit un breit kaa Gelände,
des
mer fer Awweitsplätz in Bauland umwannele müsst....
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25.
Februar 2006
SPD

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Selbst
"Rente ab 67" war keine Klippe
Bis
auf den letzten Platz besetzt war das Bischofsheimer Bürgerhaus bei der
Wahlkampfveranstaltung der SPD mit dem Gastredner Franz Müntefering
- Vizekanzler und Minister für Arbeit und Soziales. Die Genossen hatten
den Auftritt perfekt vorbereitet und es waren nahezu alle Maintaler
Parteien vertreten, die förmlich an Münteferings Lippen hingen.
Ehe
es jedoch dazu kam, hielt nach der Eröffnung der Veranstaltung der
Kreisbeigeordnete André Kavai (SPD) eine ansprechende Rede,
die alle Kernpunkte der Kommunalpolitik umfasste. Franz Müntefering,
der die Rede interessiert verfolgte, griff einige Punkte später auf und
unterstrich ihren hohen Stellenwert. Seine Hauptthemen waren natürlich
die großen bundespolitischen Themen. Wer erwartet hatte, dass das Thema
"Rente ab 67" eine Klippe darstellte, der hatte sich geirrt.
Unglaublich routiniert umschiffte er diese Passage, als sei Rente mit 67
eine Selbstverständlichkeit. Da an dieser Stelle noch
einige Presseberichte aufgenommen werden, möchte ich hier nicht weiter
inhaltlich auf die beiden Reden eingehen.
Der
wesentliche Eindruck, den die SPD-Genossen hinterließen, war der einer
selbstbewussten und verantwortungsbewussten Partei, die sich ihrer starken
Wurzeln bewusst ist und Franz Müntefering kokettierte stolz mit seinen
persönlichen "Roots", aus denen er die Kraft schöpft, die auch
gestern Nachmittag zu spüren war. Es war die Authentizität des Franz
Müntefering, die den Anwesenden signalisierte, dass hier kein
Mann fremder Interessen, sondern ein Stück bundesdeutscher Geschichte und
Sozialdemokratie am Mikrofon stand. Der SPD ist mit dieser Veranstaltung
ein ganz besonderes Highlight gelungen, an das viele Besucher noch lange
denken werden.
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Franz
Müntefering in Aktion |

André
Kavai mit beeindruckendem Redebeitrag |
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"Lohndumping
macht keinen Sinn"
Wahlkampfauftritt
in Bischofsheim: Vizekanzler Franz Müntefering will Arbeitsmarkt
voranbringen
Maintal
(leg). - Lang ist es her, dass in Maintal ein so prominenter
Bundespolitiker angesagt war. Entsprechend gut besucht - wenn auch
nicht bis auf den letzten Platz besetzt - war gestern Nachmittag der
große Saal des Bischofsheimer Bürgerhauses, als Vize- kanzler und
Arbeitsminister Franz Müntefering auf Einladung der
Maintaler SPD und des Kreisverbandes der Sozialdemokraten auftrat.
Der frühere Vorsitzende der SPD-Bundespartei hielt eine
kämpferische und streckenweise mitreißende Rede. Dabei stand die
Bundespolitik, deutlich im Vordergrund, obwohl es ja eine
Veranstaltung im Rahmen des Kommunalwahlkampfs war. Bekanntlich
stimmen die Hessen am 26. März ja über die Zusammensetzungen der
Kreistage und Gemeindevertretungen ab.
Die
Themen Bildung und Familie, aber vor allem die Bekämpfung der
Arbeitslosigkeit standen im Mittelpunkt der rund 50-miriütigen Rede
des Arbeitsministers. Dabei machte er klar, dass er Lohndumping
ablehne und damit auch keine Arbeitsplätze geschaffen werden
könnten. Gerechte und faire Arbeitsvergütungen müsse es geben. Es
sei dringend notwendig, in Deutschland endlich davon wegzukommen,
dass die Menschen für die Wirtschaft da seien.
Vehement
setzte sich der SPD-Politiker für die Einführung eines Mindestlohnes
ein, denn die Menschen müssten, wenn sie voll arbeiteten, damit auch
ihren Lebensunterhalt verdienen können. Dies sei in der
Bundesrepublik leider immer öfter nicht mehr der Fall. Sowohl die
Jugendarbeitslosigkeit als auch der Umstand, dass Menschen ab 50 keinen
Job mehr finden, beschäftigen Müntefering besonders stark. Gegen
beide Phänomene müsse die Politik etwas tun. Und dafür setze sich
das Arbeitsministerium auch nachhaltig ein. Mit mehr Bildung und
Förderung von Unternehmen, die Arbeitslose einstellen, die über 50
sind, sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass die Zahl
der Erwerbslosen sinkt. Der Vizekanzler hofft, dass auch das
Wirtschaftswachstum - für 2006 sind 1,5 Prozent prognostiziert -
das seine dazu beitragen werde" damit es mit Deutschland wieder
aufwärts geht.
Auch
das Thema Rente schnitt Müntefering gestern in Bischofsheim an.
1970 seien noch 97 ,5 Prozent aller Beschäftigten mit 65 in den
Ruhestand gegangen, 2004 seien dies jedoch nur noch 37,1 Prozent
gewesen. Im Schnitt scheiden die Bundesbürger heute mit 60,3 Jahren
aus dem Beruf aus. Diese Zahlen führte er als Argument dafür an,
dass das Rentenalter ab 2012 pro Jahr um einen Monat bis 2024
angehoben werden soll. Effektiv würden die Menschen auch dann noch
durchschnittlich mit weniger als 65 Jahren in Rente gehen.
Münteferings Rede wurde von den Besuchern, die vor allem der SPD
zuzurechnen waren, mit großem Beifall aufgenommen.
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Neue
politische Kraft skizziert ihr konkurrierendes
Umfeld
Das
war eigentlich klar, dass sich die unvorbelastete WAM das bei den
etablierten Parteien inzwischen ungeliebte Thema Bischofsheimer Rathaus
herausgreift, um exemplarisch die Schwachstellen Maintaler Kommunalpolitik
vorzuführen. Besonders unangenehm dürften Schuschkows deutliche
Erinnerungen bei den SPD-Fraktionsspitzen ankommen. Auch die CDU dürfte
nicht gerade begeistert reagieren, denn ihr ehemaliger Parteichef weiß
genau, von was er spricht. Der Wahlkampf kann noch sehr interessant
werden.
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Stillstand
in Sachen Rathaus Bischofsheim war vorhersehbar
WAM
übt generelle Kritik an dem Verhalten der Maintaler Parteien
Die
neueste Presseerklärung der SPD, in der sie erklärt, sie sei vom
Magistrat hintergangen worden, kann die WAM nicht nachvollziehen.
"Hier wird versucht, das eigene Versagen zu kaschieren",
so WAM-Spitzenkandidat Schuschkow.
Das
Thema Rathaus Bischofsheim schleppe sich nunmehr fast endlos dahin
und wer ein bisschen Ahnung von dem Thema habe, den verwundere das
auch nicht. Es sei doch schon vorher klar gewesen, dass der
Magistrat den von ihm favorisierten PEN-Entwurf mit den
"üblichen Mitteln" durchdrücken würde, führt
Schuschkow weiter aus. Das Thema Rathaus war ursprüng- lich auf
einem guten Weg, bis Erhard Rohrbach wieder zum
Bürgermeister gewählt wurde. Danach schwenkte die CDU wider
besseres Wissen von dem von ihr 2002 angestoßenen Projekt des
Erhalts des Grundstücks im Eigentum der Stadt ab und auf die Linie
des alten, neuen Bürgermeisters ein, obwohl dieser in seiner ersten
Amtszeit schon erfolglos versucht habe, das Rathaus zu
verkaufen.
"Diese
Erfolglosigkeit hatte die CDU ja schließlich dazu bewogen, in
Sachen Rathaus die Initiative zu ergreifen und nach einer wirklich
machbaren Lösung zu suchen", erklärt der ehemalige
CDU-Parteichef. "Leider war der CDU nach Rohrbachs Entschei-
dung, sich wieder für den Bürgermeisterposten aufstellen zu
lassen, Personalpolitik wichtiger als Sachpolitik", bedauert
er.
Jetzt
sind wieder zwei Jahre verloren und nichts ist passiert, nur der
Leerstand im Rathaus hat 300.000 € Kosten verursacht. Die
Arbeitsgruppe-Rathaus, die in 14 Monaten 15 Sitzungen absolvierte,
hat, außer erheblichen Kosten auch für diese Sitzungen, nichts
eingebracht. "Ich hatte schon im Sommer 2004, als die
Entscheidung zur Einrichtung der AG-Rathaus getroffen wurde, dagegen
gestimmt und prophezeit, dass es damit nichts wird", blickt
Schuschkow zurück.
Hier
wurde wieder das getan, was die WAM bei den Maintaler Parteien
insgesamt bemängelt und was unbedingt geändert werden muss, soll
unsere Stadt wieder in besseres Fahrwasser kommen. Statt eine
politische Grundsatzentscheidung darüber zu treffen, was man mit
dem Gelände anfangen will, wurde 15 Monate völlig ohne Ergebnis
debattiert.
Auf
den letzten Drücker kam dann die SPD mit dem VdK-Modell, das die
WAM ausdrücklich gutheißt. "Im
September letzten Jahres ist aber die Abstimmung gegen das von der
SPD selbst eingebrachte VdK-Modell und zugunsten von PEN nicht etwa
daran gescheitert, dass der Magistrat die SPD falsch informiert hat,
sondern weil die Fraktionsspitze der SPD, Herr Kaiser und Frau
Gutberlet, gegen die eigene Fraktion und für das PEN-Modell
gestimmt haben", erinnert Schuschkow und bemerkt
süffisant "Seltsam,
dass sich nur Kaiser und Gutberlet hinters Licht führen ließen und
nicht der Rest der SPD-Fraktion, in der das Abstimmungsverhalten
ihrer Spitzenleute für großen Unmut sorgte."
Das
Kardinalproblem sieht Schuschkow jedoch nicht in diesen politischen
Spielchen einzelner, sondern schon im gesamten Ansatz. Bei der
"Klappergass" könne man notfalls auf zufällige
Mehrheiten im Parlament setzen, eine millionenschwere Entscheidung
über das Rathausgelände Bischofsheim aber auf diese
Hoppla-Hopp-Weise zuzulassen, das gehe nicht an.
"Zufallsentscheidungen gibt es nicht. Wenn man Mehrheiten
braucht, sucht man sich diese vorher zusammen", weiß
Schuschkow noch aus seiner Zeit als CDU-Parteichef. "Wenn man
dann sieht, dass man keine Mehrheiten bekommt, muss man eben bei
solch wichtigen Themen Kompromisse schließen." Eine
Entscheidung zuzulassen, von der man wisse, dass sie nur zustande
gekommen sei, weil ein Stadtverordneter krank war und sie daher die
nächste Sitzung nicht überlebe, sei unmöglich. "Damit lässt
man nicht nur die Sache gegen die Wand laufen, sondern erschüttert
auch das Vertrauen möglicher Investoren in die Fähigkeit der
Maintaler Politik, verlässliche Entscheidungen zu treffen", so
Schuschkow und bemerkt abschließend, die WAM werde sich mit allen
Kräften für eine verlässliche, ehrliche Politik mit Vernunft und
Menschenverstand einsetzen.
Weitere
Informationen und ein Diskussionsforum finden sie wie immer auf der
Internetseite der WAM unter www.wam-maintal.de
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Bündnis
90
die
Grünen
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Flankenangriff
der Grünen
Im
Rathaus geht es zu, wie in vielen Firmen, in denen Führungskräfte schon
fertige Lösungen haben, aber die Probleme einfach nicht dazu passen
wollen. Also wird zurechtgebogen und teilverändert, bis es wenigstens
halbwegs passen könnte. Wen wundert es, dass solche verkorksten Lösungen
niemand begeistern und "torpediert" werden?
Mit
dem Bischofsheimer Rathaus, das inzwischen - nach Abzug der
Teilabrisskosten des Anbaues - kaum mehr als 350.000 Euro erzielen wird,
bleibt nur zu hoffen, dass eine Lösung dabei herauskommt, bei der der
Stadt wenigstens noch eine unbebaute Teilfläche als Wert verbleibt. Diese
Teilfläche könnte aber so hohe Unterhaltungskosten verursachen, dass sie
zukünftige Haushalte belastet. Beides wäre abzuwägen. Die nun wieder
neu auflebende Angebotsrunde wird zeigen, wie groß überhaupt noch das
Interesse von Investoren ist. Vielleicht überwiegt die Lust auf das
Schnäppchen ja auch den "schweren Imageschaden", der jetzt
hochstilisiert wird.
Festzuhalten
ist, dass keine der etablierten Parteien bei diesem Thema eine gute Figur
macht - allenfalls einzelne Kommunalpolitiker, die von Anfang an auf dem
richtigen Weg waren. Oft ist das einzig Schlechte an einer Idee, dass sie
die falschen Leute gehabt haben. Der Flankenangriff der Grünen wird die
vier Parteien thematisch nur im Kreis herum treiben.

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24.
Februar 2006

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Die
blauen Augen kann man langsam einpacken
Noch
scheint das Klima bei der Firma Rasmussen recht zufriedenstellend zu sein,
um den Übergang auf den zukünftigen Käufer vernünftig zu vollziehen.
Wie das jedoch nach einem oder zwei Jahren aussehen wird, hängt von den
Absichten ab, die der Käufer hat. Tatsächlich beunruhigend ist, dass das
Kartellamt zustimmen muss. Das bedeutet, dass es sich um einen
Mitwettbewerber handelt. In diesem Fall kann die Strategie im
ungünstigsten Fall darin bestehen, das Knowhow, Brandnames, Patente und
den Musterschutz zu übernehmen, um an den günstigsten Standorten hiermit
zu produzieren. Das kann die Zusammenlegung von Konstruktionsabteilungen
und Produktionen bedeuten. Im Extremfall kann es sogar den Grund haben,
einen Mitwettbewerber vom Markt zu nehmen.
Insofern
sind die Befürchtungen der Belegschaftsvertretung mehr als berechtigt.
Es
wird nun sehr von der Geschäftsführung und den Eigentümern abhängen,
wie sie mit der über jahrzehnte gewachsenen Firmenphilo- sophie umgehen,
zu der auch die mitarbeiterfreundliche Personalpolitik gehört, die enorme
Leistungsbereitschaft bei den Mitarbeitern garantierte. Rasmussen gehört
nicht zu den Unternehmen, in denen mäßige Führungskräfte in falschem
Profitstreben Motivationen ruinieren. Was eine neue Führung hier
implantiert, dürfte die wahre Unbekannte sein, gegen die man sich
natürlich rüsten muss.
Der
Betriebsratsvorsitzende Klaus Zirkel zog bereits alle
Register, um wieder auf Augenhöhe mit der Geschäftsleitung zu kommen,
nach- dem die Information zunächst nur schwach durchgedrungen zu sein
scheint. Er stellt die Lage in einem Flyer dar, der vor allen Dingen auf
§ 613a BGB aufbaut.
Man
sieht, dass hier Fachleute am Werk sind, die auf Aufklärung setzen.
Besonderen Wert legt er auf die Feststellung, dass dabei
kollektivrechtliche Normen aus Betriebsvereinbarungen und dem Tarifvertrag
in arbeitsvertragliche Bestimmungen umgewandelt werden. Die Leistungen des
Tarifvertrages seien nun Bestandteil des Arbeitsvertrages. Das Gleiche
gelte für die Betriebsvereinbarungen.
Das
heißt, dass Arbeitsverträge schneller und einfacher abzuändern sind,
als Tarifverträge. Dann stehen Löhne und Gehälter, Weihnachts-
und Urlaubsgeld sowie Arbeitszeiten etc. schnell zur Disposition. (Siehe
auch HINTERGRUND)
Noch
ist keine hochbrisante Situation gegeben und die Verträge könnten eine
Reihe von sichernden Klauseln enthalten, die derzeitige Verhältnisse
konservieren. Inzwischen habe ich allerdings meine blauen Augen
eingemottet, denn ein ganz anderes Detail macht mich hellhörig. Wenn das
Unternehmen in 2 Jahren an die Börse gehen soll, dann ziehen sich über
der Belegschaft dunkle Wolken zusammen. Hier setzt man gewöhnlich Manager
ein, die Shareholder Value über alles andere stellen. Bereits nach kurzer
Zeit werden Analysten jeden Winkel des Unternehmens nach
Optimierungspotenzialen abgegrast haben und ihre Empfehlungen abgeben, wie
man die Rendite steigern kann. Bei Analysten liegt der Schwerpunkt immer
beim Personal. Dann wird sich die Belegschaft entweder gewaltig die
Gürtel enger schnallen müssen oder dezimiert werden.
Greifen
sogar Verlagerungen und Teilschließungen, dann wird es tatsächlich hart.
Das wird aber sicher unser Bürgermeister Erhard Rohrbach
auch so sehen, der schon mal herumrechnen sollte, was das für die
Finanzen der Stadt Maintal bedeuten könnte, zumal Rasmussen zu den
bedeutenden Steuereinnahmequellen gehört, was man von so manch anderen
Lieblings-Unternehmen nicht sagen kann.
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Bald
neue Chefs aus England
Rasmussen-Verkauf
voraussichtlich im März - Betriebsrat: "Rohrbach hat uns sehr
enttäuscht"
Maintal
(cn). - Der Verkauf der Norma-Unternehmensgruppe und damit auch der
Maintaler Rasmussen GmbH geht womöglich schneller über die Bühne
als vermutet. Die Verhandlungen mit einem Interessenten seien so
weit fortgeschritten, dass bereits Mitte März die Verträge
unterschriftsreif sein könnten. Wenn das Kartellamt zustimmt.
Dies
habe Firmenchef Jörgen Rasmussen gestern morgen auf
einer kurzfristig einberufenen Betriebsversammlung erklärt,
berichten Mitarbeiter. "Der Betriebsrat hat die
Geschäftsführung um Informationen gebeten und die hat Herr
Rasmussen gegeben", bestätigt Achim Breining,
Marketingleiter der Rasmussen GmbH und momentan für die
Pressearbeit zuständig, den Verlauf der Betriebsver- sammlung. Mehr
wolle man momentan aber nicht dazu sagen.
Auskunftsfreudiger
gibt sich dagegen Michael Pilz von der IG Metall
Hanau/Main-Kinzig. Er war gestern morgen ebenfalls bei der Versammlung
in Hochstadt anwesend. "Herr Rasmussen hat den Mitarbeitern
versichert, dass der Verkauf der gesamten Norma- Unternehmensgruppe
mit ihren rund 1300 Mitarbeitern vernünftig über die Bühne gehen
soll und er hoffe, dass in der Firma alles beim Alten bleibe."
Eine Zusicherung aller tariflichen Vereinbarungen über den Verkauf
hinaus sowie den Erhalt der Arbeitsplätze, wie vom Betriebsrat
nachdrücklich gefordert, habe Jörgen Rasmussen nicht
gemacht. Allerdings habe der Geschäftsführer bestätigt, dass
Verhandlungen mit einem Hauptinteressenten so weit gediehen seien,
dass man bereits Mitte März zum Abschluss kommen könnte.
Vorausgesetzt, das Kartellamt stimme zu.
Sehr
hellhörig geworden
Und
genau diese Bemerkung des Firmenchefs lässt die Gewerkschafter aufhorchen.
"Dann kann es sich bei dem potentiellen Investor eigentlich nur
um einen Großen der Branche handeln", so Pilz weiter.
Mittlerweile sickerte durch, dass es sich um einen Kaufinteres-
senten aus Großbritannien handeln soll.
Bei
den etwa 700 Mitarbeitern in Hochstadt herrsche weiter
Verunsicherung, betonte Betriebsrat Claus Zirkel nach
der Versammlung. "Wir wissen doch alle, wie es bei anderen
Firmen gelaufen ist." Höhl, Honeywell - selbst in Maintal
gäbe es genug Beispiele.
Beunruhigt
und verunsichert
"Beruhigt
haben uns die Aussagen von Herrn Rasmussen nicht!", stellt Zirkel
klar. "Besonders von Bürgermeister Rohrbach hätten wir uns
mehr Unterstützung gewünscht", ärgert sich Zirkel über die
beschwichtigenden Aussagen des Rathauschefs im Tagesanzeiger.
Immerhin sei die Rasmussen GmbH einer der größten Steuerzahler im
Ort. "Da kann es ihm doch nicht egal sein, was mit den
Arbeitsplätzen passiert", so Zirkel. Ähnlich argumentiert auch
die Wahlalternative Maintal - Soziale Gerechtigkeit (WAM) in einer
Stellungnahme zu den Vorgängen bei Maintals größtem Arbeitgeber.
"Selbst wenn die derzeitige Firmenleitung den geplanten Verkauf
mit besten Absichten und Vorsätzen verfolgen sollte", sage das
überhaupt nichts über die Absichten des Käufers aus, meint die
WAM. "Die Äußerungen von Bürgermeister Rohrbach sind deshalb
im günstigsten Fall als extrem blauäugig zu betrachten."
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HINTERGRUND
Betriebsübergang
nach § 613a BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)
§
613a Rechte und Pflichten bei Betriebsübergang
(1)
Geht ein Betrieb oder Betriebsteil durch Rechtsgeschäft auf einen
anderen Inhaber über, so tritt dieser in die Rechte und Pflichten
aus den im Zeitpunkt des Übergangs bestehenden
Arbeitsverhältnissen ein.
Sind
diese Rechte und Pflichten durch Rechtsnormen eines Tarifvertrags
oder durch eine Betriebsvereinbarung geregelt, so werden sie Inhalt
des Arbeitsverhältnisses zwischen dem neuen Inhaber und dem
Arbeitnehmer und dürfen nicht vor Ablauf eines Jahres nach dem
Zeitpunkt des Übergangs zum Nachteil des Arbeitnehmers geändert
werden.


Für
die Metall- und Elektroindustrie Hessen gelten folgende
Tarifverträge:
-
Lohn,
Gehalt und
-
Ausbildungsvergütungen
-
Manteltarifvertrag
-
Lohnrahmentarifvertrag
-
Gehaltsrahmentarifvertrag
-
Entgelttarifvertrag
(ERA)
-
Abkommen
für Auszubildende
-
Tarifvertrag
betriebliche Sonderzahlung
-
Beschäftigungssicherung
-
Kündigungsschutz
für ältere Arbeitnehmer
-
Altersteilzeit
-
Vermögenswirksame
Leistungen
Dies
sind noch nicht alle Tarifverträge.
Satz 2
gilt nicht, wenn die Rechte und Pflichten bei dem neuen Inhaber
durch Rechtsnormen eines anderen Tarifvertrags oder durch eine
andere Betriebsvereinbarung geregelt werden.
Vor
Ablauf der Frist nach Satz 2 können die Rechte und Pflichten
geändert werden, wenn der Tarifvertrag oder die
Betriebsvereinbarung nicht mehr gilt oder bei fehlender
beiderseitiger Tarifgebundenheit im Geltungsbereich eines anderen
Tarifvertrags dessen Anwendung zwischen dem neuen Inhaber und dem
Arbeitnehmer vereinbart wird.
(2)
Der bisherige Arbeitgeber haftet neben dem neuen Inhaber für
Verpflichtungen nach Absatz 1, soweit sie vor dem Zeitpunkt des
Übergangs entstanden sind und vor Ablauf von einem Jahr nach diesem
Zeitpunkt fällig werden, als Gesamtschuldner.
Werden
solche Verpflichtungen nach dem Zeitpunkt des Übergangs fällig, so
haftet der bisherige Arbeitgeber für sie jedoch nur in dem Umfang,
der dem im Zeitpunkt des Übergangs abgelaufenen Teil ihres
Bemessungszeitraums entspricht.
(3)
Absatz 2 gilt nicht, wenn eine juristische Person oder eine
Personenhandelsgesellschaft durch Umwandlung erlischt.
(4)
Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses eines Arbeitnehmers durch
den bisherigen Arbeitgeber oder durch den neuen Inhaber wegen des
Übergangs eines Betriebs oder eines Betriebsteils ist
unwirksam.
Das
Recht zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses aus anderen Gründen
bleibt unberührt.
(5)
Der bisherige Arbeitgeber oder der neue Inhaber hat die von einem
Übergang betroffenen Arbeitnehmer vor dem Übergang in Textform zu
unterrichten über: 1. den Zeitpunkt oder den geplanten Zeitpunkt
des Übergangs, den Grund für den Übergang, die rechtlichen,
wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Übergangs für die
Arbeitnehmer und die hinsichtlich der Arbeitnehmer in Aussicht
genommenen Maßnahmen.
(6)
Der Arbeitnehmer kann dem Übergang des Arbeitsverhältnisses
innerhalb eines Monats nach Zugang der Unterrichtung nach
Absatz 5 schriftlich widersprechen. Der Widerspruch kann
gegenüber dem bisherigen Arbeitgeber oder dem neuen Inhaber
erklärt werden.
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SPD
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Franz
Müntefering trifft heute nicht nur auf Sympathisanten
 |
Im
Bischofsheimer Bürgerhaus wird heute ab 16:30 Uhr Vizekanzler und
Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) erwartet, der
die heimische SPD im Wahlkampf unterstützen will. Für viele
Bürger ist es die Gelegenheit, sich den Mann
anzusehen und anzuhören, der derzeit mit Angela Merkel politisch
verheiratet zu sein scheint. Dennoch ist er derzeit der große Mann
der SPD, der die schwierige Zeit der Koalition unbeschadet
überstehen muss. Dazu gehören so unpopuläre Maßnahmen, wie die
Mehrwertsteuererhöhung.
Franz
Müntefering steht allerdings auch für die Rente
ab 67.
Hier
wird er seine ganze Redekunst aufwenden müssen, um davon
abzulenken, dass man es gar nicht ernst damit meint, die Menschen
bis 67 arbeiten zu lassen, sondern ihnen nur auf legale Art eine
Rentenkürzung zu einem spätern Zeitpunkt unterzujubeln. Dennoch
sollte man sich seine Argumente anhören und auf die Zwischentöne
achten.
Franz
Müntefering wird allerdings nicht nur Sympathisanten
anlocken, davon kann man ausgehen. Derartige Veranstaltungen leben
auch immer von Protesten und Protestlern.
Der
Mann aus dem Sauerland ist allerdings so kampferprobt, dass er
sicher keine Antwort schuldig bleiben wird. Schon aus diesem Grund
ist die Veranstaltung interessant. |
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23.
Februar 2006
SPD
|
SPD
hat ihr Wahlkampfthema gefunden
Nun
hat die SPD ihr durchschlagendes Wahlkampfthema gefunden:
Manchmal
finden Strategen eine Idee erst beim zweiten Anlauf gut, wie man sieht -
dafür dann aber um so enthusiastischer!
Und
erst die Nebenthemen! Dabei kann man sich so richtig reinknien.
Nebenthemen
dürften sein:
-
Unzulänglichkeiten
in der betreffenden Fachabteilung bzw. des Dezernats, dessen Leiter
ein gegnerischer "Spitzenkandidat" ist
-
Verschlimmbesserungen
wegen "Irrtümern" in der Verwaltung auf verschiedenen
Gebieten
-
Unkenntnis
in Sachen Baurecht und dessen Folgen
-
Herausstellen
der außerordentlichen Vorarbeit des SPD-Stadtverordneten Jürgen
Malbrich für seniorengerechtes Wohnen im Ortskern in seiner Eigenschaft als
VdK-Vorstandsmitglied
-
Rollen
der FDP und der Grünen bei diesem Thema in der Vergangenheit und bei
einem Wiedereinzug ins Parlament
Außerdem
ist nun für einige Parteistrategen ein geeigneter Grund gefunden, die
letzte Parlamentsentscheidung plausibel erklären zu können. Etwas
schwerer wird es Sepp Sigulla haben, sich wieder neu zu
positionieren. Den alten Bau sollte er sich gleich aus dem Kopf schlagen
und die Bischofsheimer Mitkämpfer sollten sich dafür lieber Gedanken machen,
wie sie auf die Warteliste der nun von der SPD favorisierten
Ersatzlösung kommen.
Im
Rathaus wird man sich Gedanken machen müssen, wie man wirkliche Kompetenz
wieder herstellt, damit auch Peter Arendt von den Grünen
wieder beruhigt sein kann, denn die ganze Aktion - wie ein Reihe anderer
Fälle innerhalb dieses Dezernates - wurden zu peinlichen Lachnummern oder
Trauerspielen, bei denen am Ende immer eine vom Dezernat selbst beklagte
"Rufschädigung" oder "Zerstörung des
Verhandlungsklimas" stand. Das ist ja auch kein Wunder, wenn man
immer nur Sandburgen baut, die schon zusammenfallen, ehe die Bagger
kommen.
Die
SPD-Fraktion nahm inzwischen zum Thema wie folgt Stellung:
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Pressemitteilung
der SPD Fraktion Maintal
Rathaus
Bischofsheim - Quo vadis?
Die
jüngste Entwicklung zum ehemaligen Rathaus Bischofsheim und die neu
entfachte Diskussion nimmt der Spitzenkandidat der Maintaler
Sozialdemokraten, Karl-Heinz Kaiser, zum Anlass, die
Position der SPD darzustellen.
Ausgangssituation
ist die Vorlage des Magistrates über die Aufstellung eines
Bebauungsplanes für das ehemalige Rathausgelände. Die Vorlage
wurde zwar im Rahmen der letzten Stadtverordnetenversammlung wegen
des Rückzuges von PEN zurückgestellt. Dennoch hat diese Vorlage
bei den Sozialdemokraten für ein Höchstmaß an Kritik
gesorgt.
Bereits
vor der Stadtverordnetenversammlung hatte die SPD klar gemacht, dass
sie einem Aufstellungsbeschluss nicht zustimmen würde. Unabhängig
von der Frage PEN oder Nicht-PEN fühlen sich die SPD
Stadtverordneten vom Magistrat und Verwaltung hintergangen. "Es
wird ein Rätsel bleiben, ob der 1. Stadtrat und seine Fachfrau in
der Verwaltung im Rahmen der letzten Sitzungen der AG Rathaus dort
bewusst oder unbewusst falsch informiert haben", so der Vorwurf
von Kaiser. Aus seiner Sicht ist ein Fakt, dass den AG Mitgliedern
gesagt wurde, dass verschiedene Konzepte nicht zeitnah zu
realisieren wären, weil man zur Umsetzung einen Bebauungsplan
aufstellen müsse. Genau aber für den jetzt abgesprungenen Investor
PEN würde man keinen Bebauungsplan benötigen. Alleine aus dieser
Situation heraus war für die SPD Fraktion klar, die Vorlage des
Magistrates für einen Bebauungsplan nach dem Gusto von PEN
abzulehnen.
"Wenn
Magistrat und Verwaltung sich geirrt haben, dann muss das Verfahren
auf Basis der zuletzt vorliegenden Konzepte neu aufgerollt
werden", so die Forderung von Kaiser. Aus seiner Sicht müssen
für alle Konzepte die gleichen Vorrausetzung gelten und keiner darf
durch bewusste oder unbewusste Fehler in der Beurteilung der
Rechtssicherheit benachteiligt werden. Genau das aber ist aus SPD-Sicht
im letzten September geschehen. Die damalige Entscheidung der
Stadtverordnetenversammlung wäre anders ausgefallen, wenn die
Verwaltung die Frage Bebauungsplan ja oder nein für alle Konzepte
geprüft hätte und nicht nur für die aus Sicht des Magistrat
ungeliebten.
"Natürlich
haben wir erwartet, das Magistrat und Verwaltung das Baugesetzbuch
kennen, aber offenbar müssen wir auch in diesem Bereich unsere
Erwartungen zurückschrauben", so der Vorwurf von Kaiser. Die
Sozialdemokraten setzten nun darauf, dass das von der SPD bevorzugte
VdK-Konzept in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative neu beraten
wird und eine faire Chance auf Bewertung hat. Die bevorstehende
Kommunalwahl werden die Sozialdemokraten jedenfalls nicht nutzen, um
das Thema auf Eis zu legen. Man wird im Wahlkampf deutlich machen,
welche Vorstellungen die SPD in dieser Frage hat. Die Schaffung von
geeignetem Wohnraum für Senioren an dieser zentralen Stelle im
Stadtteil Bischofsheim und die Schaffung eines
Kommunikationszentrums wie zum Beispiel des Stadtladens und
Räumlichkeiten für Vereinsaktivitäten stellt keinen Widerspruch
dar. An den grundsätzlichen Rahmenbedingungen, wie Erhalt des
Spielplatzes und des Marktes darf aus SPD Sicht nicht gerüttelt
werden. "Wenn alle Seiten zu ihrer Verantwortung stehen, dann
werden in den nächsten Wochen die Grundsteine für eine umsetzbare
und akzeptable Lösung geschaffen. Die Maintaler SPD wird ihren
Anteil dazu beitragen", so Kaiser abschließend.
|
|
Bereits
gestern nahm sich die Frankfurter Rundschau des Themas an.
Hieraus geht ebenfalls hervor, dass der Kaufpreis mit
Tiefgarage unter 500.000 Euro lag - also dem Gegenwert von 3 halbwegs
vernünftigen Eigentumswohnungen.
Mit Hilfe der
scheinbar etwas schwammigen Vorgaben der Arbeitsgruppe bzw. des Parlaments
bzw. ihrer Ausschüsse nutzte das zuständige Dezernat die Gunst der
Stunde damit, wie auf dem Basar um die Anzahl der Stellplätze zu
feilschen. Was wäre gewesen, wenn PEN zum letzten Vorschlag
"Ja" gesagt hätte? Dann hätte es wieder einen Aufstand im
Parlament gegeben.
Man
kann nur hoffen, dass möglichst viele Investoren diese Sache
mitverfolgen, damit sie wissen, welch verrücktes Dorf Maintal ist, in dem
sich drei Hauptamtliche sämtliche Unzulänglichkeiten teilen, die ein
einziger Bürgermeister mit Sinn und Verstand für das Wesentliche nie
anrichten würde. Man sollte im Wahlkampf darauf achten, welche Partei
oder Parteien mittelfristig zu einer wirklichen Gesundung des Apparates
beitragen kann oder können.
Eine
Partei wird als absolute Unterstützungspartei ihrer Parteikollegen im
Magistrat wohl in einen Sack mit den hausgemachten Missständen des
Rathauses gesteckt werden müssen. Aus ihrer Zusage gegenüber ihren
Koryphäen im Rathaus werden sie vor der Wahl nicht mehr heraus kommen,
auch wenn es jetzt immer peinlicher wird.
So
gesehen ist es für die SPD ein gutes Wahlkampfthema - mal sehen, ob sie
etwas daraus machen!?
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Investor
für Umgestaltung des Rathaus-Geländes
zieht
Angebot zurück
Gesellschaft
sieht keine Basis für eine "gedeihliche Entwicklung"
/
Preisvorstellungen
für Bau einer Tiefgarage zentraler Streitpunkt /
Wahlkampfthema
für die SPD
Der
Projektentwickler für die Umgestaltung des ehemaligen
Rathausgeländes in Bischofsheim ist abgesprungen. Die Grünen
sprechen von einem Imageschaden für Maintal.
MAINTAL.
Der Rückzug der Projektentwicklungsgesellschaft (PEN) sorgte für
eine Überraschung bei der Parlamentssitzung am Montagabend im
Bischofsheimer Bürgerhaus. Der Investor begründete seine
Entscheidung in einem Brief an die Stadt mit der "emotional
aufgeladenen Atmosphäre, die keine Basis für eine gedeihliche
Entwicklung des Projektes bietet".
Es
hatte sich im Vorfeld der Sitzung abgezeichnet, dass das Votum für
die Aufstellung eines Bebau- ungsplanes für das 4440 Quadratmeter
große Gelände knapp ausfallen oder sogar gekippt würde. SPD und
FDP wollten die Magistratsvorlage ablehnen (die FR berichtete ).
"Der vorgelegte Bebauungsplan auf der Grundlage des PEN-Modells
hätte eine massive Einschränkung für künftige, potenzielle
Investoren bedeutet", erklärte Jennifer GutberIet (SPD).
Der
Entwurf sieht einen Gebäudekomplex mit Wohnen und Gewerbe sowie
acht Reihenhäuser vor. Die Verhandlungen stocken seit Wochen wegen
der Tiefgarage, die die Stadt von PEN fordert. "Wir haben nie
einen Hehl daraus gemacht, dass wir die nicht wollen", sagte
Geschäftsführer Manfred Tihme gestern auf Nachfrage.
Gegenstand seines Angebots
war, den Kaufpreis von 1,065 Millionen Euro um die
Herstellungskosten für 33 unterirdische Parkplätze (rund 540.000
Euro) zu mindern.
Zwischenzeitlich
ist von 380.000 Euro für 23 Stellplätzen die Rede. Doch
auch darauf wollte sich die Stadt nicht einlassen. Die Summe ist ihr
zu hoch und die Gesamtzahl der Stellplätze zu niedrig. |
|
Preisvorstellungen
zu verschieden
Die
zu weit auseinander liegenden Preisvorstellungen sind für Tihme ein
Grund, aus dem Projekt auszusteigen, der andere die
kommunalpolitischen Unwägbarkeiten. Sie zeichneten sich am
Montagabend ab und könnten sich nach dem 26. März fortsetzen, so
seine Befürchtung: " Wir wollen nicht zwischen die Mühlsteine
der Kommunalpolitik geraten."
Um
einen Stillstand bis zur konstituierenden Sitzung der neuen
Stadtverordnetenversammlung am 24. April zu vermeiden, beschloss das
Präsidium, alle bekannten Investoren des vergangenen Jahres
anzuschreiben, ob und unter welchen Bedingungen sie ihre damaligen
Angebote aufrechterhalten. "Wir fangen nicht mehr ganz von
vorne an", sagte der Erste Stadtrat Erik Schächer
(CDU) der FR. "Immerhin haben wir einen dicken Ordner voller
Erkenntnisse als Grundlage für einen städtebaulichen
Vertrag."
"Wir
haben einen Investor verprellt und das Image Maintals
beschädigt", kommentierte Peter Arendt (Bündnis
90 / Die Grünen) die neueste Entwicklung, '"das ist keine gute
Basis für Verhandlungen". Die SPD dagegen wittert Morgenluft,
um die Idee von altersübergrei- fendem Wohnen auf dem
Rathausgelände wieder aufzugreifen. SPD-Mitglied und
VdK-Ortsgruppenchef Jürgen Malbrich war im Herbst mit
seinem Konzept für unkonventionelle Wohnformen gescheitert.
"Das
wird unser Wahlkampfthema", kündigte SPD-Spitzenkandidat Karl-Heinz
Kaiser an. FDP und CDU äußerten sich am Montag- abend noch
zurückhaltend. Dieter Fritz (FDP) will die
Arbeitsgruppe Rathaus in neuer Besetzung im Mai wieder aufleben
lassen. CDU-Stadtverbandschefin Angelika Feuerbach,
die ins Parlament einziehen will, warnt "vor einer
Minimallösung, nur damit die Kuh vom Eis ist." Möglicherweise
müssten die Auflagen überdacht werden, damit sich das Areal besser
vermarkten lasse. Sie denkt dabei an eine Verkleinerung der Fläche
für den Marktplatz: "800 Quadratmeter sind den Investoren
vielleicht zu viel."
ANDREA
FREUND
Siehe
Kommentar
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WAM
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Rasmussen
wird zum Wahlkampfthema
Die
WAM äußert sich recht schnell zur Thematik Rasmussen und kramt aus dem
Arbeitsplatz-Pannenfundus eine ganze Reihe von Beispielen hervor, die im
ungünstigsten Fall auch hier eintreten könnten. Auch ist man schnell bei
der Hand, auf den Bürgermeister loszugehen, der nach Kenntnis der
auslösenden Äußerungen während der Betriebsversammlung offensichtlich
Informationen aus erster Hand einholte, die einer vorläufigen
Abschätzung der Lage dienten. Natürlich ist bekannt, dass Bürgermeister
Rohrbach eher auf der Seite der Arbeitgeber als auf Seiten der
Beschäftigten steht. Davon jedoch abzuleiten, dass er leichtfertig mit
den möglichen Folgen des Besitzwechsels des derzeit größten
Maintaler Arbeitgebers umgeht, erscheint doch zu gewagt.
Man
mag dem Bürgermeister ja all das nachsagen können, was in der
Pressemitteilung aufgezählt ist - in die Zukunft kann niemand sehen, auch
nicht in den Kopf von Erhard Rohrbach, der ganz genau weiß
- wie übrigens alle Maintaler Parteistrategen, dass auch das ein prima
Wahlkampfthema sein könnte, weil man enorm viele Absichtserklärungen
verkaufen kann, die garantiert vor der Wahl nicht mehr eingelöst zu
werden brauchen. Außer der WAM werden sich noch mehr Parteienvertreter
auf das Thema stürzen - vielleicht sogar die CDU. Aus diesem Grund warne
ich vor allzu großer Aufgeregtheit, ehe offiziell keine Kaufinteressenten
bekannt sind. Erst dann kann man an deren bisherigem Verhalten
abschätzen, wohin die jeweilige Reise gehen würde.
Ich
reihe mich gern in die Schlange der Blauäugigen ein, die großes
Vertrauen in die Institution Rasmussen setzen, die seit dem Beginn nach
dem Krieg Vorbildliches geleistet hat, ein sehr gesundes Unternehmen ist
und auch als sehr traditionsbewusst gilt. Natürlich muss die Belegschaft
wachsam sein. Der Betriebsrat Klaus Zirkel darf sich aber
jetzt nicht von Gewerkschaftsfunktionären, die auch obendrein noch in
Wahlkämpfe verwickelt und erfolgsdurstig sind, das Heft aus der Hand
nehmen lassen, wenn die Gefahr besteht, dass dadurch eine bisher
mitarbeiterfreundliche Personalpolitik gefährdet wird, ehe überhaupt
Käufer feststehen. Als leichte Beute für Wahlkämpfer sollte sich die
Belegschaft jetzt nicht präsentieren. Nach der heutigen
Beschäftigtenversammlung wird man sehen, ob und wie viel Porzellan dabei
von welcher Seite zerschlagen wird.
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Pressemitteilung
der WAM zu Rasmussen
Äußerste
Wachsamkeit ist geboten!
WAM
zum geplanten Verkauf von Rasmussen / Massive Kritik an Rohrbach
Wie
ein Keulenschlag traf es die Maintaler als sie von dem geplanten
Verkauf von Maintals derzeit
größtem Arbeitgeber, der Firma Rasmussen erfuhren. Mehr als
besorgt zeigt sich die Wahlalternative Maintal Soziale Gerechtigkeit
(WAM).
In
einem solchen Fall ist immer äußerste Wachsamkeit von der Belegschaft,
deren Betriebsrat und der zuständigen Gewerkschaft, in diesem Fall
der IG Metall, gefordert. Selbst wenn die derzeitige Firmenleitung
den geplanten Verkauf mit besten
Absichten und Vorsätzen verfolgen sollte, sagt das
überhaupt noch nichts über die wirklichen Absichten des
zukünftigen Käufers aus. Zu
viele Belegschaften, siehe Höhl, mussten dabei schon die bittersten
Erfahrungen machen.
Die
Äußerungen von Bürgermeister Rohrbach, der
einmal mehr kein Grund zur Besorgnis sieht, sind deshalb im
günstigsten
Fall
als extrem blauäugig zu betrachten, so die WAM. Der
Bürgermeister erklärt, dass er mit dem Firmeninhaber Jörgen
Rasmussen telefoniert
habe. Und das reicht ihm dann auch schon, um zu solch einer abstrusen
Feststellung zu kommen. Kein Wort davon, ob er sich einmal mit der Belegschaft,
deren Betriebsrat oder der IG Metall über deren Einschätzung
unterhalten
hat. Der frühere Rechtsanwalt des Arbeitgeberverbandes Rohrbach hat
das garantiert nicht getan.
Die
WAM erinnert Herrn Rohrbach daran, dass es
schließlich Jörgen Rasmussen ist, der den Betrieb
verkaufen will. Und
was
ist, wenn er sich den Meistbietenden aussucht und das ein
Ausschlachter ist? Stellt sich
Herr Rohrbach dann vor die Belegschaft und sagt, dass habe er
nicht wissen können, fragt die Wahlalternative. Für
die WAM ist das mehr als nur plumpe Naivität des Bürgermeisters.
Schon öfters hat Herr Rohrbach
bei Auseinandersetzungen um Arbeitsplätze in unserer
Stadt gezeigt, für wessen Interessen er sich einsetzt. Das Beispiel
Höhl ist jedem noch gut im
Gedächtnis. Aber das Verhalten von Erhard Rohrbach
war schon damals bei Honeywell bezeichnend. Wäre es nach dem Bürgermeister
gegangen, hätte man mit diesem Konzern einen Grundstücksdeal durchgezogen.
Die Firma hätte das Geld kassiert und wäre flugs ganz aus
unserer
Stadt verschwunden, so wie es die ursprüngliche Absicht war. Dass heute
noch über 200 Beschäftigte in unserer Stadt in diesem Betrieb arbeiten,
ist nur dem engagierten Einsatz der Belegschaft zu verdanken. Unvergessen
ist noch der Einzug von über 200 Beschäftigten ins Stadtparlament
mit dem übergroßen Transparent: "Gibt s Bimbes"!
Die
WAM erinnert auch an die
Demonstration der Beschäftigten der damaligen Maintal-Getränke
GmbH mit ihren LKWs vor dem Rathaus. Hier nahm Erhard Rohrbach
die Sorgen der Beschäftigten so ernst, dass er sich am
Fenster hinter dem Vorhang
versteckte. Sein Pech war, dass er dabei entdeckt wurde.
Die
Wahlalternative Maintal Soziale Gerechtigkeit (WAM) erklärt sich
mit dem Eintreten der
Beschäftigten, des Betriebsrats und der Gewerkschaft für die
Sicherung aller Arbeitsplätze bei Rasmussen solidarisch. Sie
unterstützt deshalb die
Forderung der Beschäftigten nach umfassender Information durch die
Firmenleitung. Wir von der WAM werden auch im Rahmen unserer
Einflussmöglichkeiten
versuchen, weitere Kreise in unserer Stadt für diese Problematik
zu sensibilisieren. Viel zu viele Arbeitsplätze sind schon in unserer
Stadt vernichtet worden. Deshalb ist Widerstand dagegen geradezu eine
Bürgerpflicht, denn es geht dabei auch um das Gemeinwohl in unserer
Stadt Maintal. Eine
Augen-zu-und-durch-Politik à la Rohrbach ist dabei vollkommen
fehl am Platz.
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CDU
SPD
Kritik
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Es
rettet sich grandioser, wenn etwas am Boden liegt
Vielleicht
ist die in der Schlagzeile wiedergegebene Einschätzung von
SPD-Fraktions-Chef Karl-Heinz Kaiser nicht hundertprozentig
richtig, denn es scheint eher so zu sein, dass man eine Sache grandioser
retten kann, wenn man sie in eine fast ausweglose Situation hineinredet.
Die im Artikel anskizzierten Vereinfachungen und Abgabenreduzierungen
lassen sich sicher für einen Rathauschef und Kämmerer recht problemlos
umsetzen. Sein Trumpf ist allerdings, dass nur er es kann - der
Spitzenkandidat der CDU. Das kann natürlich verärgern und der Zorn ist
verständlich, aber so ist es nun einmal.
Mehr
Brisanz kommt jedoch ins Thema, weil man auch die gesamte Maintaler
Dimension betrachtet. Hier ist es in der Tat für die vielen Organisatoren
und Helfer frustrierend, wenn außer einem Berg Arbeit nicht viel übrig
bleibt. Man sollte nicht vergessen, dass ein Teil der Erlöse von
Straßenfesten zu einem spätern Zeitpunkt z.B. als Hallengebühren und
andere Abgaben für die Kernveranstaltungen der Vereine auch wieder an die
Stadt bzw. die Stadthallen-GmbH zurückfließen. Die Vereine erwarten ja
gar keine Leistungen der Stadt, sondern nur mehr Zurückhaltung bei der
Erschließung von Einnahmequellen. Das Rad wurde einfach überdreht.

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22.
Februar 2006
|
Ruhe
bewahren und besonnen verhandeln
|
Was
heute als "Bombe" in der Presse einschlägt, ist
eigentlich ein ganz normaler Vorgang, der in unseren Zeiten nur
dadurch eher ungewöhnlich empfunden wird, weil der Firmeninhaber Jörgen
Rasmussen die Belegschaft schon zu einem sehr frühen
Zeitpunkt von seiner Absicht informierte. Dass er den Betriebsrat
und die Belegschaft zum gleichen Zeitpunkt informierte, sollte
positiv gewertet werden. Allerdings gab das Vorgehen dem Betriebsrat
und der Gewerkschaft praktisch keine Möglichkeit, während der
Betriebsversammlung gut vorbereitet auf die Thematik einzugehen.
Die
Firma Rasmussen ist ein solide gewachsenes Familienunternehmen, das
meines Wissens nach seine Belegschaft in besonderem Maß pflegte und
als feste Größe des Firmenerfolges ansieht. Wenn die
Belegschaftsvertreter den Verlust besonderer Vergünstigungen
befürchten, so spricht das für eine bisher besondere Vergütungs-
und Leistungsstruktur, die nicht zustande gekommen wäre, wenn die
Firmenleitung nicht diese Personalpolitik betriebe. Natürlich ist
die jetzige Firmenleitung der richtige Verhandlungspartner, um in
den Verkaufsverhandlungen den besonderen Schutz der Belegschaft
einzubinden.
Die
Belegschaftsvertreter sind gut beraten, das Klima zwischen
Firmenleitung und Belegschaft nicht leichtfertig und populistisch zu
vergiften, denn im Grund genommen wäre man ohne entsprechende
einvernehmliche Regelungen dem neuen Besitzer ausgeliefert. |
 |
Es
zeichnet sich aber schon wieder ein Szenario ab, in dem die
Belegschaftsvertretung zwar noch besonnen, die Gewerkschaft aber schon
aufgeregt und vorschnell mit Drohgebärden reagiert, um ihren
organisierten Kollegen zu beweisen, wie toll man kämpfen kann.
Ich
unterstelle der Geschäftsleitung der Firma Rasmussen zunächst einmal,
dass mit dem Verkauf des Unternehmens auch die bisherige Firmenkultur
transferiert will, weil sie einfach zum Erfolgsrezept gehört. Dazu wird
man die Absichten der Interessenten sicher sehr gewissenhaft prüfen, denn
ich kann mir nicht denken, dass Jörgen Rasmussen das
Lebenswerk seines Vaters über einen flotten Verkauf einer ungewissen
Zukunft preis gibt.
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Rasmussen
vor dem Verkauf
Belegschaft
verunsichert - Betriebsrat fordert Informationen - Rohrbach: Kein
Grund zur Besorgnis
Maintal
(cn). - Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Maintals größter
Arbeitgeber, die Rasmussen GmbH in Hochstadt, soll an einen
neuen Investor verkauft werden. Rund 700 Menschen stehen hier in
Lohn und Brot. "Kein Grund zur Besorgnis", meinen die
Geschäftsführung und der Maintaler Bürgermeister. "So
nicht!", mahnen Betriebsratsvorsitzender und die IG Metall
Main-Kinzig.
Auslöser
der Unruhe ist eine Betriebsversammlung vom 14. Februar. Nach
Angaben von Mitarbeitern informierte Firmenchef Jörgen
Rasmussen die Belegschaft von der Absicht, das Unternehmen
zu verkaufen. Die Eigentümer seien alle im Rentenalter, Nachfolger
in der Familie seien nicht in Sicht. Deswegen habe man sich
"schweren Herzens" entschlossen, diesen Schritt zu gehen,
mit der Absicht, die Zukunft des 1949 gegründeten Betriebs zu
sichern. Verhandlungen mit potentiellen Käufern seien bereits in
Gange. Sobald die Firmenleitung mehr wisse, erhielten die
Beschäftigten weitere Informationen.
"Dass
sich die Inhaber beizeiten umsehen und mit offenen Karten spielen,
werte ich als positives Zeichen", betont Bürgermeister Erhard
Rohrbach die Vorgänge bei Maintals größtem Arbeitgeber.
"Es gibt keinen Anlass, Arbeitsplätze in Frage zu
stellen", betont der Rathauschef. Erst Anfang der Woche habe er
mit Jörgen Rasmussen telefoniert und sich über die Sachlage
informiert. Dieser habe ihn in seiner Meinung bestätigt. Der
Betrieb sei gut aufgestellt. Bereits getätigte und noch
bevorstehende Investitionen zeigten, dass der Standort Maintal
wichtig für die Produktion des innovativen Unternehmens Norma
(siehe Kasten) sei, Jörgen Rasmussen habe ihm
versichert, so Rohrbach weiter, dass man die Verhandlungen mit den
Interessenten in Ruhe angehe und kein Grund zur Eile sehe.
"Wir
waren alle schockiert"
Ganz
so rosig und sorglos sieht die Belegschaft der Rasmussen GmbH ihre
Zukunft nicht. " Wir waren alle schockiert",' beschreibt
Betriebsratsvorsitzender Klaus Zirkel die ersten
Reaktionen bei besagter Betriebsversammlung. Nachdem man sich nun
vom ersten Schrecken erholt habe, plane die Arbeitnehmervertretung
bereits die nächsten Schritte. So einfach werden wir das nicht
hinnehmen und - wenn es sein muss -notwendige Gegenmaßnahmen
ergreifen."
Die
Befürchtung besteht, dass ein neuer Besitzer die tariflichen
Vereinbarungen nicht übernimmt und eine härtere Gangart
einschlägt. Auf einer Sitzung gestern Nachmittag diskutierte man
das weitere Vorgehen.
"Der
Betriebsrat wird nicht tatenlos zusehen und sich dafür einsetzen,
dass Arbeitnehmerrechte gewahrt werden" , fasst Ferdinand
Hareter, Vertreter der IG Metall Fulda/Main-Kinzig, das
Gespräch mit seinen Maintaler Kollegen zusammen. Seit der
Ankündigung herrsche in dem Betrieb ein "Klima der Unruhe und
Unsicherheit", so Hareter. Da man selbst nicht wisse, wie weit
fortgeschritten die Verhandlungen bereits seien, wolle die
Arbeitnehmervertretung zunächst Auskunft von der Geschäftsleitung
und den Anteilseignern: "Wir haben einen Brief verfasst, in dem
wir eine umfassende schriftliche Info über die Verkaufsabsichten
fordern", so Hareter weiter. Darüber hinaus verlange der
Betriebsrat eine Zusicherung aller tariflichen Vereinbarungen über
den Verkauf hinaus sowie den Erhalt der Arbeitsplätze- " Wir
haben den Verantwortlichen eine Woche Zeit gegeben", so Hareter.
Bis dahin hoffe man aufeinen zufriedenstellende Antwort. Ansonsten
werde man "andere Maßnahmen" ergreifen.
Keine
Infos aus der Firmenzentrale Wie weit die Verhandlungen
fortgeschritten sind, das weiß selbst Peter Ostojic
nicht. Seine PR-Agentur ist laut Homepage der Firma für die Presse-
und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. "Von konkreten Verkaufsabsichten
ist mir nichts bekannt. Davon höre ich jetzt zum ersten Mal",
erklärte er gestern auf Anfrage des Tagesanzeiger. Auch in der
Firmenzentrale in der Edisonstraße hielt man sich gestern bedeckt.
"Herr Rasmussen ist im Ausland. So lange er nicht da ist,
können wir keine Auskünfte geben."
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Alter
neuer Wahlkampfknüller der CDU
Und
wieder ist die "subjektive Sicherheit" auf der Tagesordnung, die
schon ausführlich und übrigens am gleichen Veranstaltungsort abgehandelt
wurde. Warum man sich nicht Bischofsheim oder Dörnigheim aussuchte, damit
auch die dortigen Bürger in den Genuss der Veranstaltung kommen, ist
unklar. Vielleicht liegt es ja am kompakten Hochstadt, in dem sich die
Freiwilligen Polizisten in spe nicht verlaufen können und auch in Häuser
flüchten können, wenn die Gefahr zu groß wird, die sie entdeckt haben.
Ganz
so "neutral" wird die Information diesmal allerdings nicht sein,
denn mit Alois Lenz stellt ein Befürworter des Freiwilligen
Polizei- dienstes den "gesetzlichen Rahmen" vor, der sich sicher
mit den Wunschvorstellungen und den Absichten verbinden wird. Wer sich
über Gebühr bedroht, belästigt, verunsichert und hilflos fühlt -
besonders bei Nacht - sollte sich unbedingt über die Wunderwaffe
informieren.
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Artikel
entfernt
Mal
wieder in eigener Sache wende ich mich an meine Leser, die seit gestern
vielleicht einen kürzlich erstellten Artikel vermissen. Dass ich ihn
entfernt habe, hat den Grund, damit er nicht mehr dauerhaft präsent ist
und konstruktive Diskussionen in der betroffenen Gruppe durch die
geäußerte Kritik nicht thematisch überlagert. Denken sie einfach, er
hätte in der Tageszeitung gestanden, die Sie bereits weggeworfen haben.
Bemerken
muss ich jedoch, dass die Resonanz auf den Artikel recht stark war, weil
er ziemlich genau die Empfindungen der Leser zum Sachverhalt traf. Der
Artikel war auch gar nicht als Botschaft gedacht sondern eine reine
Situationsbeschreibung. Die Sache hat nur den Schönheitsfehler, dass es
die Betroffenen vermutlich gar nicht lesen und keine Gelegenheit hätten,
sich gegen die Kritik zu wehren. Eine Lokalzeitung dürfte dann allerdings
vergleichsweise auch nicht über personenbezogene Dinge schreiben, wenn
sie nicht sicher ist, dass es der Erwähnte erfährt. Das lasse ich in
diesem Fall aber bewusst unberücksichtigt.
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21.
Februar 2006
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Parlaments-Schonwaschgang
mit leichtem Schleuderprogramm
Was
eine hochinteressante Stadtverordnetensitzung hätte werden können,
verlief völlig im Sand und war nach zwei Stunden schon zuende. Grund war
die gute Vorbereitung der Ausschüsse, sodass 90% der Tagesordnungspunkte
im "Block" verschwanden, die auch schnell abgenickt waren.
Zuvor
wurde Dr. Jochen Schild (SPD) für Günther Lapp
(SPD) als Nachrücker für alle Fälle begrüßt. Der Fall trat aber gar
nicht ein, weil Erster Stadtrat Erik Schächer während des
Berichtes des Magistrats verkündete, dass sich die PEN
Projektentwicklungs GmbH offiziell vom Projekt zurück gezogen
hat.
Interessant
ist, dass das Schreiben vom 16. Februar am Freitag, den 17. Februar
bereits dem Magistrat vorlag, die Stadtverordneten jedoch nach Aussage von
Stadtrat Schächer erst kurz vor der Sitzung am 20. Februar davon erfuhren. Hätten die
Stadtverordneten meine Seite am Wochenende aufmerksamer gelesen, so
hätten sie das schon erahnen können.
In
der verlesenen Begründung meint PEN, dass "die Veröffentlichung in
der Frankfurter Rundschau vom 16. Februar 2006 einmal mehr gezeigt
habe, dass eine emotional aufgeladene Atmosphäre keine Basis für eine
gedeihliche Entwicklung solcher Projekte bieten würde."
PEN
halte es daher für sinnvoll, vom Projekt Abstand zu nehmen, um bei
späteren Projekten nicht in die Mühlsteine der Kommunalpolitik zu kommen
und dabei eine mögliche Rufschädigung hinzunehmen.
Es
ist bezeichnend für derartige "Projekte", dass sich
Öffentlichkeit angeblich verheerend auf Planungen auswirkt. Alles was im
ganz kleinen Kreis bearbeitet wird, scheint zunehmend nicht der
öffentlichen Meinung standzuhalten. Leider wurde das Geheimnis um den
großen Investor im Hintergrund nicht gelüftet, der hier wohl die ein
gewaltiges Wort mitzureden hatte.
Für
die Fraktionen kam die Entscheidung äußerst gelegen, um das Thema doch
noch aus dem Wahlkampf
herauszuhalten. Schließlich haben sich die Meisten dabei nicht mit Ruhm
bekleckert. Inzwischen wurden alle früheren Anbieter aufgefordert, ihre
Angebote zu erneuern. Auf ein Neues!
Was
jetzt noch blieb, waren die Fragen nach § 10 der Geschäftsordnung und
ein Antrag der FDP als TOP 4, die Möglichkeiten und Folgen einer Kreisfreiheit der
Stadt Hanau auf Maintal zu prüfen und in Zahlen darzustellen. Bei den
Anfragen nach § 10 kam es zu einem deutlichen
Übergewicht und einer FDP-Präsenz, die einige Fraktionsgrößen dazu
verleiteten, von Wahlkampfgeklapper und Schaufensteranträgen zu sprechen.
Dabei
wurden eigentlich nur detailliert die Konsequenzen einer Abschaffung der
KITA-Gebühren für die Stadt, die Grundsteuer B und die daraus
abgeleiteten finanziellen Folgen für eine 4-köpfige Familie mit 100 m²
Wohnraum erfragt. Es kam immerhin heraus, dass der zuletzt erfragte Wert
bei 261,-- Euro je Familie jährlich liegt. Eine andere Anfrage bezüglich
einer Straßenanliegersatzung wurde abschlägig beschieden, weil die
Verwaltungskosten zu hoch sein. Auch die Nachfassfragen erbrachten keine
neuen Erkenntnisse.
Monika
Vogel von den Grünen mahnte die Zusammenarbeit des Magistrat mit
der Arbeitsgruppe für die Kooperation Hanau an. Hier äußerte sich
Bürgermeister Erhard Rohrbach so, wie es die meisten
Stadtverordneten bei Einsetzung des Ausschusses bereits befürchteten. Er
erklärte kurzerhand die Themen zu Verwaltungsthemen und bestritt eine
Unterrichtungspflicht für die Stadtverordneten. Die Bauaufsicht und einige
andere Themen konnten seine Argumentation nicht abdecken und es blieb
einmal mehr der Eindruck im Raum, dass die Herren Bürgermeister unter sich bleiben wollen.
Der
verbliebene TOP 4 (Folgen Kreisfreiheit) wurde zwar von allen Parteien
abgeschmettert, weil der Magistrat den größten Teil der Fragen angeblich
gar nicht
beantworten könne, weil sie nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fielen.
Man machte es sich mit einigen Argumenten sehr leicht, den Antrag als
"Schaufensterantrag" und als "völlig überflüssig"
zu bezeichnen. Hierzu zog man die lange Kette des Anfrage- prozesses heran und
sah die Verweigerung der FDP, die Anfrage nach § 11 und nicht nach § 10
behandeln zu lassen als "Wahlkampfge- klapper" an, weil ein Antrag
nach § 11 nicht öffentlich behandelt worden wäre.
Was
mich störte, war, dass ein Magistrat nicht die jeweiligen externen Stellen befragen
kann, um zu den Antworten zu kommen, die bei entsprechender Sachlage
ganz schnell akut werden könnten. Wer sonst, als der Magistrat, bekommt
denn solche externen Auskünfte?
In
einem Punkt schienen sich die Parlamentskollegen alle einig: Sie machen nahezu
jedes Wahlkampfthema kaputt, weil möglichst alles so bleiben soll, wie es
ist.
Was
mit Sicherheit nicht so bleibt, ist die Besetzung des Postens des
Stadtverordnetenvorstehers. So verabschiedete sich Dr. Peter Ravasc
(CDU) mit Worten, die einem späten Lippenbekenntnis gleich kamen. Er will
tatsächlich inzwischen erkannt haben, dass die Stadtverordnetenversammlung das Kontrollorgan des Magistrats sei und für die Bürger die
besten Entscheidungen herbeiführen soll. Dann frage ich mich ernsthaft,
warum er in der Spitze der CDU-Liste ebenfalls für die Unterstützung des
Magistrats durch die CDU- Fraktion eintritt, was der Truppe den Anschein
einer 5. Kolonne des Magistrats gibt. Seine dürren Worte standen für
seine gesamte Amtszeit und hatten den Stadtverordneten praktisch nichts zu
sagen.
Die
letzte Stadtverordnetenversammlung der Legislaturperiode war Punkt 20 Uhr
beendet und die SPD lud zu einem Umtrunk ein, den die Stadtverordneten
sichtlich genossen. Was so am Rande des Abends gesprochen wurde, ist Stoff
für weitere Betrachtungen, die in den nächsten Tagen folgen.
Der
Maintal TAGESANZEIGER greift heute das wichtigste Detail der
Stadtverordnetenversammlung auf.

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|
SPD
Urgestein
|
Ein
in der Kommunalpolitik Ergrauter will es noch
einmal wissen
 |
Am
Rand der Stadtverordnetenversammlung sprach ich mit dem
Parlaments-Urgestein Friedrich Raab (SPD), der
eigentlich seine Aktivitäten zurückfahren wollte und sich deshalb
auf den vorletzten Listenplatz seiner Partei setzen ließ. Mit
funkelnden Augen und einem ganz entschlossenen Blick meinte er, dass
er heute den Entschluss gefasst habe, es noch einmal wissen zu
wollen und hofft, über das Wahlverfahren doch noch ziemlich weit
nach vorne zu rutschen.
Er
meinte, dass im Vorfeld der Wahl schon wieder
versprochen und gelogen werde. So zitierte er eine alte Weisheit,
dass "vor der Wahl, bei Beerdigungen und nach der Jagd am
meisten gelogen werde". Im Zusammenhang mit der Wahl verprelle
das die Wähler, wofür er auch Verständnis habe. |
"Gehen
Sie dennoch Wählen"
Das
ist der eindringliche Rat an die Wähler, der Friedrich Raab
am Herzen liegt. Er weist darauf hin, "dass die Fraktionen in den
letzten 5 Jahren viel geleistet hätten und die Wahl sollte zugunsten der
Leistungsträger ausgehen. Wenn das als Kriterium herangezogen
wird, dann falle die Entscheidung schon richtig aus."
Natürlich
ist sein Gegner Nr. 1 die CDU-Fraktion, die vor 5 Jahren mit 19 Sitzen als
Wahlgewinner gestartet und am Ende der Legislaturperiode auf 15
Mandate geschrumpft war, während die SPD ihre 18 Mandate über die
gesamte Zeit konservieren konnten. So war es der SPD über weite Teile der
Legislaturperiode möglich, zusammen mit den 2 FDP-Abgeordneten, 4 Abgeordneten der
Grünen und den parteilosen Abgeordneten die Politik in Maintal zu gestalten.
"Auch
das sollte zur Wahlentscheidung herangezogen werden, auch wenn die
derzeitige Opposition mit schönen Bildern und Utopien (Stadion in der
Grünen Mitte) werben", meint Friedrich Raab und fuhr fort: "Die
von der CDU zur Wahl angepriesenen Spitzenkandidaten Rohrbach und
Schächer seien überhaupt nicht in der Lage, ein Mandat anzunehmen, da
sie hauptamtliche Magistratsmitglieder seien - es sei denn, sie träten in
ihren hauptamtlichen Funktionen zurück".
Zum
Schluss gab er der Hoffnung Ausdruck, dass die Wähler sich auf die
Kandidaten konzentrieren sollten, die die Interessen der Bürger vertreten
hätten und über den Brillenrand hinaus sehen könnten. Damit drückte er
nochmals aus, dass es kein Ziel einer Fraktion sein kann, ausschließlich
den eigenen Magistratmitgliedern zu folgen und deren Anliegen im Parlament
zu vertreten. Die Wähler sollten auch das berücksichtigen.
|
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HMV
Hochstadt
|
Am
Donnerstag wird die Hochstädter Kreppelzeitung gedruckt
Am
Donnerstag um 13 Uhr werden innerhalb von knapp 25 Minuten im Hanauer Druckzentrum
die ca. 1.800 Exemplare der 32-seitigen Hochstädter Kreppelzeitung gedruckt. Bis zur
letzten Minute wurde an der Aktualität des politischen und zeitkritischen
Teiles gefeilt. Die gestrige Parlamentssitzung brachte keine neuen
Erkenntnisse, so dass Sie sich auf eine höchst aktuelle Kreppelzeitung
freuen können.
Es
ist normalerweise nicht üblich, vor Fastnachtssamstag auf den Inhalt
einzugehen. Für die politisch und zeitkritisch interessierten Bürger
möchte ich eine Ausnahme machen, damit sich auch Politiker darauf
einstellen können. So wurde folgendes thematisiert:
-
Kommunalwahlszenario
auf der Titelseite
-
Erfreuliches
von der Kelterei HÖHL
-
typischer
Ablauf einer Durchschnitts-Parlamentssitzung
-
Rednerpanne
des Jahres
-
3
Stadtteilseiten mit aktuellen Themen incl. Sport
-
Situation
rund ums Bischofsheimer Rathaus
-
Blitzer
in Maintal
-
Neues
Altes vom Verkehrsausschuss
-
Mobilfunkmast
in Wachenbuchen
-
Das
Geschenk des Jahres
-
Mittel
gegen illegale Gartenhütten und
-
die
10 stärksten Dementis des Jahres
Man
soll mit Vorschusslorbeeren vorsichtig sein, aber nicht in diesem Fall,
denn ich behaupte ganz einfach, dass diese Kreppelzeitung die gelungenste
Kreppelzeitung ist, an der ich mitwirken durfte. Immerhin ist es ein
Vierteljarhundert, auf das ich zurückblicke. Im 25. Jahr meiner
Mitwirkung und über weite Strecken der Leitung der ehrwürdigen
Kreppelzeitungsredaktion übernahm das Multitalent des HMVs Frank
Walzer die Redaktion, weil er Journalismus von der Pike auf
erlernte und einfach der richtige Mann dafür ist. Er verstand es, mit einer
straffen Organisation und dennoch lockeren Führung die Talente der
einzelnen Kreppelzeitungsredakteure zu fordern und voll zur Entfaltung zu
bringen. Mit der Hochstädter Kreppelzeitung 2006
wird der Humor-Musik-Verein "Edelweiß" seine außergewöhnliche
Leistung der Kampagne abrunden und die Leser sollten sich dieses Exemplar
nicht entgehen lassen.
Wegen
des Fastnachtsumzuges ist die Zeit für den Straßenverkauf am Vormittag
des Fastnachtssamstag erneut etwas knapp, weshalb die Zeitungen bis zum
Aschermittwoch unter die Leute gebracht werden. Die Kreppelzeitung ist mehr
als nur ein Fastnachtsblatt - das wissen aber immer mehr Maintaler
Bürger.
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20.
Februar 2006

+
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Auf
- zum letzten parlamentarischen Gefecht vor der Wahl
|
Im
Maintaler Parlament werden heute Abend noch einmal die wehrhaften
Truppenteile der Fraktionen aufeinandertreffen und für einen
nachhaltigen Eindruck beim Wähler sorgen wollen. Eine große
Gelegenheit wird sich bei der Diskussion ums Bischofsheimer Rathaus
bieten.
Den
entscheidenden Wurf wird es jedoch eher nicht geben, denn dazu
müsste man erst einmal zugeben, dass man in trauter Einigkeit
gewaltig auf dem Holzweg war.
Inzwischen
begeben sich nach meinen Informationen einige Anbieter bereits
wieder in die Startlöcher, wenn die Sache mit PEN kippt. Ärgerlich
wäre nur, wenn man nie erfahren würde, ob Wohnbau HESS in der
letzten Runde wirklich nur zwei oder klammheimlich über PEN drei
Angebote platziert hatte.
Passend
zum Thema möchte ich meine Leser auf eine Kampfmaschine der
tierischen Art aus der Feder von Kurt Halbritter
aufmerksam machen, die das Verhalten der Fraktionen über weite
Teile der fast abgelaufenen Legislaturperiode karikiert. Sie steht
für die Behäbigkeit und die Beweglichkeit des Parlaments, das
über weite Strecken Schwung und Frische vermissen ließ. |
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Was
blieb, war erstarrte Wehrhaftigkeit, die alles lähmte. Auch die
Truppenteile, die "ihren Magistrat" pausenlos stützten, obwohl
er oft sehr weit daneben lag, könnte die Karikatur verkörpern, denn auch
fragwürdige Argumente ihrer Strategen konnten selten den Panzer
durchdringen. Erleben sie heute Abend nochmals die Parade der namhaften
Kämpfer aller Parteien - es lohnt sich!
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Rolle
rückwärts in der Rathaus-Diskussion?
Heute
Abend im Stadtparlament: Alles scheint wieder offen
Maintal
(dm). - "Rolle rückwärts" in der Diskussion um die
Zukunft des Bischofsheimer Rathausplatzes: Über das von der Maintaler
Stadtverordnetenversammlung im Herbst vergangenen Jahres mit
hauchdünner Mehrheit beschlossene, sogenannte
"PEN-Modell" mehren sich die Zweifel, eine Realisierung
des Projekts in geplanter Form kann keineswegs mehr als sicher
gelten.
In
der Sitzung heute Abend sind deutliche Worte zu erwarten. Zumindest
die Fraktionen von SPD und FDP haben angekündigt, in der heutigen
Parlamentssitzung (ab 18 Uhr im Bürgerhaus Bischofsheim) gegen die
Aufstellung eines Bebauungsplanes zu votieren.
Ärger
sitzt tief
Auch
Stadtverordnete anderer Fraktionen liebäugeln mit einem Nein zur
Vorlage des Magistrats. Der Ärger der Volksvertreter sitzt tief,
denn zum einen hatte Stadtrat und Baudezernent Erik Schächer
immer wieder erklärt, dass die Aufstellung eines Bebauungsplans gar
nicht nötig sei, wurde jedoch vom Main-Kinzig-Kreis als Bauaufsicht
aus Gründen der Rechtssicherheit eines Besseren belehrt. Zum
anderen gestalten sich die Verhandlungsgespräche der Stadt Maintal
mit dem Investor PEN (Projektentwicklungs GmbH Bruchköbel) als sehr
schwierig. Denn der festgelegte Kaufpreis von 1,065 Millionen Euro
soll nach dem Willen der PEN deutlich gedrückt werden, und zwar um
den Wert der 23 geplanten Tiefgaragenplätze - immerhin rund 380 000
Euro. Eine Einigung zwischen Investor und Stadt ist dem Vernehmen
nach noch nicht in greifbare Nähe gerückt.
Viele
Ungewissheiten
Vieles
spricht also dafür, dass es heute keine Mehrheit für einen
Aufstellungsbeschluss geben wird, was auch den knappen
Grundsatzbeschluss "Pro PEN" wieder ins Wanken bringen
könnte. 'Nach PEN-Planung soll auf dem Rathaus- platz nach Abriss
des Rathaus-Hauptgebäudes ein L-förmiges Bauwerk für
Ladengeschäfte, Büros, Stadtladen sowie weitere Wohnungen
entstehen und im rückwärtigen Bereich zusätzlich zehn
Reihenhäuser. Dass der Verkaufserlös bröckeln könnte, sehen die
Stadtverordneten mit . Argusaugen. Entsprechend interessant und
brisant dürfte die Diskussion am heutigen Abend werden.
Auf
der heutigen Tagesordnung stehen unter anderem auch eine
Tätigkeitsbeschreibung der zukünftigen Maintaler Kinder- und
Familienbeauftragten - es geht um die Nachfolge von Editha
Kaudelka - sowie weitere Vorlagen zur städtebaulichen
Entwicklung. Die Sitzung ist wie immer öffentlich.
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Bei
Neckermann ist die Welt nicht mehr in Ordnung
Der
DGB Maintal macht in einer Pressemitteilung auf das Schicksal vieler
Neckermann-Beschäftigten aufmerksam, die in die Maschinerie der
Geschäfts-Optimierung gerieten, auf Teile ihres Entgeltes und auf
Leistungen zugunsten des Ergebnisses verzichteten und nun einer ungewissen
Zukunft entgegen gehen. Jedermann weiß, wie es mit der Arbeitslosigkeit
aussieht und wie schnell man auch in der Hartz-IV- Maschinerie landet.
Da
sich diese Geschäftspraktiken immer mehr durchsetzen und fast jeden
Arbeitsplatz erreichen können - ja vielleicht sogar werden, ist
tatsächlich die größtmögliche Solidarität unter den Berufstätigen erforderlich, um den
öffentlichen Druck auf die Geschäftsleitungen zu erhöhen. Das soziale
Klima wird in unserem Land durch diese Praktiken nachhaltig vergiftet. Die
Raffgier scheint noch nicht einmal vor dem drohenden Elend der Betriebsangehörigen Halt zu machen. Wir nähern uns dem Punkt, an dem man
sich für existenzloses Elend oder eine andere Art von Leibeigenschaft
entscheiden kann, in der man zum willkürlichen Spielball der Herren wird.
Wo sind wir nur hingekommen!
Hoffentlich
erinnern sich sie Wähler bei den nächsten Wahlen, welche Parteien
diese Spirale vor der Bundestagswahl noch schneller drehen wollten. Beim
richtigen Wählen fängt Solidarität bereits an.
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Kündigungen
bei Neckermann
DGB:
Auch viele Maintaler sind davon betroffen
Nachdem
im November und Dezember des letzten Jahres viel über drohende
Kündigungen bei Neckermann berichtet wurde, ist es danach etwas
still um dieses Thema geworden. Fast könnte man meinen, alles sei
schon vorbei, oder es sei gar nichts passiert. Es ist ja auch nur
eine Meldung unter vielen, denn in der Stadt und der unmittelbaren
Nachbarschaft von Maintal gibt es zahlreiche Entlassungen. Und auch
bei Neckermann sind Dutzende Maintaler, vor allem Frauen, von dem
dortigen Personalabbau betroffen. Dazu nimmt nun der Deutsche
Gewerkschaftsbund (DGB), Ortsverband Maintal Stellung.
Neckermann
ist ebenso wie die Konzernschwester Quelle in einer schwierigen
wirtschaftlichen Situation: Weniger Bestellungen als die Jahre zuvor
und gravierende Fehler der Vorstände, die fast alle heute nicht
mehr da sind, haben ihren Teil dazu beigetragen.
Und
doch ist seit Januar 2006 bei Neckermann alles etwas anders: Aus der
einen Neckermann Versand AG sind fünf neue Gesellschaften
entstanden: Die neckermann de. GmbH und die vier
Servicegesellschaften Logistik GmbH, Contact Customer Service GmbH,
Contact Vertrieb GmbH und die Management/Service GmbH. Bei der
neckermann de. GmbH gibt es keine betriebsbedingten
Beendigungskündigungen. Hier gilt weiter ein mit der Gewerkschaft
ver.di ausgehandelter Sanierungstarifvertrag, der dies ausschließt.
Erst
ausgliedern, dann entlassen
In
den neuen Gesellschaften allerdings werden mindestens 200
Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren, vor allem in der
Logistik (Versand). Viele von ihnen wohnen in Maintal. Alle,
die jetzt gehen müssen, haben bei Neckermann über ein Jahr lang
Sparprogramme über sich ergehen lassen, auf Urlaubsgeld und Lohn
verzichtet. Genützt hat es ihnen nichts. Der Dank ist die
Entlassung und mit den
genannten Verzichten verringert sich nun auch noch das
Arbeitslosengeld. Für den DGB Maintal ist das ein weiterer
Beweis, dass Verzicht zum einen keinen Arbeitsplatz rettet und sich
zum anderen sogar noch zum absoluten Nachteil der betroffenen
Kolleginnen und Kollegen auswirkt. Auch wenn einige Beschäftigte in
eine Transfergesellschaft gehen, viele haben Angst, keinen Job mehr
zu erhalten und bald Hartz IV – Opfer zu werden.
Tarifflucht
Es
ist zudem zu befürchten, dass der Kostendruck auf die, die bleiben
dürfen, weiter steigen wird. Die Leistungen der Kolleginnen und
Kollegen in den Servicegesellschaften müssen möglichst billig
sein, damit die neckermann de. GmbH einen ordentlichen Gewinn für
die Aktionäre wie die Milliardärin Frau Schickedanz abwerfen kann.
Und weil manche dann angeblich zu teuer sind, sollen sie lieber auch
noch gehen, damit man Neue zu billigeren Konditionen einstellen
kann. Bei ihnen muss man dann keine Tarifverträge mehr anwenden.
Solidarität
ist gefordert
Die
Betriebsräte bei Neckermann befürchten, dass die Löhne und
Gehälter bald so niedrig sind, dass man davon nicht mehr richtig
leben kann. Die Gewerkschaft ver.di und die Betriebsräte fordern
für die einzelnen Servicegesellschaften eine Tarifanbindung an den
Einzelhandelstarifvertrag. Für die bevorstehenden
Auseinandersetzungen ist ein langer Atem der Kolleginnen und
Kollegen nötig, denn sie alle wissen: Ohne Kampf bekommen sie
nichts mehr. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Maintal wird im
Rahmen seiner Möglichkeiten die Beschäftigten bei Neckermann in
dieser Auseinandersetzung unterstützen. Dazu gehört auch, hier in
unserer Stadt Solidarität zu organisieren.
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WAM

|
Ökologische
Themen in Maintal unter der Wahrnehmungsgrenze
|
Nun
bin ich aber gespannt, was die WAM in Maintal ökologisch bewegen
will.
-
Ist
es die Rettung der Streuobstwiesen oder die der Grünen Mitte
mit ihrem Krüppelwäldchen und den gefährlichen
"Bodenschätzen"?
-
Sollen
Baugebiete mit neuen Straßen und ihrer Bodenversiegelung
verhindert werden?
-
Können
Gärtner mit rechtlich etwas wackeligen Hütten auf
Unterstützung rechnen?
-
Spielt
vielleicht sogar die Mobilfunkstrahlung eine Rolle?
-
Was
ist "ökologische Entwicklung in Vereinen"?
|
 |
Fragen
über Fragen, die rein "ökosophisch" angerissen wurden. Das
Thema Umwelt scheint seit einiger Zeit in Maintal eine eher unter-
geordnete Rolle zu spielen, weshalb man auch von den Grünen kaum mehr
etwas wahrnimmt. Mal sehen, was die WAM reißen kann.
|
|
.
19.
Februar 2006

|
Von
Placebo- oder Cyberspace-Kandidaten
|
Wer
kennt ihn nicht, den stolzen Ritter und seinen treuer Diener, die
auszogen und gegen Windmühlen kämpften. Ein findiger Hersteller
zeitgemäßen Büroschmucks liefert die beiden Figuren jetzt als
"Schraubenmännchen".
So,
wie der findige Hersteller hat auch die überaus findige Maintaler
CDU nach dem idealen Material gesucht, aus dem Spitzenkandidaten
herzustellen sind. Das setzt natürlich voraus, dass man einen
enormen Mangel an Spitzenkandidaten hat. Die, die in die Nähe von
Spitzenkandidaten kommen, scheinen wegen den virtuellen
Spitzenkandidaten nicht gerade verletzt zu sein ob dieser
öffentlichen Herabsetzung.
So
zieht man in eine Art von Cyberspace-Wahlkampf mit virtuellen
Kandidaten, um das vorzutäuschen, was man in der Mannschaft
vermisst: ausreichende politische Potenz. Die einzigen
Parteifreunde, denen man etwas zutraut, sitzen im Magistrat,
danach kommt lange gar nichts - das ist die Botschaft an die
Wähler.
Hier
vergessen aber viele, dass es um Wahltaktik geht, denn die meisten
Wähler kommen mit dem Kumulieren und dem Panaschieren nicht
zurecht. Also rechnen die Parteien damit, dass viele Wähler
wählen, wie sie es gewohnt sind und nur ihre bevorzugte Partei
ankreuzen.
Bei
Parteien mit mehr als 15 Kandidaten erhalten so die ersten 15
Kandidaten je drei Stimmen. Im Fall der CDU würden Platz 3-17
profitieren.
Würde
man sich für InJu entscheiden und nur InJu ankreuzen, erhielten die
InJu- Kandidaten 5 x 3 = 15 Stimmen und 30 weitere Stimmen wären
verloren.
Ähnlich
sieht es bei den REPs aus. |

|
Für
nicht so bewegliche Wähler bleibt neben dem Kumulieren, Panaschieren,
Streichen und den Mischvarianten oft nur die altgewohnte Art zu wählen.
Wer so strukturiert ist, der merkt möglicherweise auch nicht, was die CDU
bezwecken will.
Es
ist also ein Kreuz mit den Kreuzchen.
Mal
so unter uns gesagt:
Dass
man die beiden Hauptamtlichen an die Spitze der Kandidatenliste setzte,
sollte sicher auch ein klares Zeichen an die Wähler sein, dass die
Fraktion auch in der nächsten Legislaturperiode ihren beiden
Hauptamtlichen zuarbeitet und nach Möglichkeit alles verhindert, was ihre
gewohnt freie Arbeitsweise behindern könnte. Dass die Kandidaten dabei
den wahren Sinn eines Stadtverordneten - zum Wohl der Bürger sachlich
fundamentierte Entscheidungen zu treffen - hintenanstellen, sollten
mündige Wähler erkennen und entsprechend darauf reagieren. Wählen hat
auch etwas mit Demokratie zu tun.
|
|
Die
Wochenend-
Glosse
|
Am Wasserhäusi
an de Eck
Wasserhäuschen
oder Trinkhallen sind beliebte Orte der Kommunikation. Hier gibt es Stammgäste
und normale Kunden, die sich bei einem Bier und/oder einem Schnaps über
allerlei aktuelle Themen unterhalten. Es sind zwar nicht die
fundamentiertesten Argumente, die hier ausgetauscht werden, aber sie
kommen oft der Wahrheit sehr nahe, die allerdings in Wirklichkeit kein
normaler Bürger definitiv kennt. Trotzdem lohnt es sich manchmal, hinzuhören,
was so die politische Überzeugungen prägt. Schließlich gehen gerade die
dort anzutreffenden Zeitgenossen zu einem sehr hohen Prozentsatz wählen,
wenn sie nicht sogar Parteimitglieder sind, die gelegentlich mit ihrem
Wissen prahlen können.
 |
Was
seechste dann dadezu, dass am nächste Freitach de Münte kemmt ?
Da
habt ´er vielleicht geguckt, als ers geleese habt !
Was
is schon de Müntefering - wo mir en Erhard Rohrbach hawwe !
Der
vertritt am Aschermittwoch unsern Verteidichungsminister !
Der
werd sei Last hawwe, sich selber se verteidiche !
Wart
emol, was mir dem noch fer e Feuer unnern Hinnern mache !
Da
müsst ´er euch awwer warm aaziehe bei unserer Doppelspitz...
Doppelspitz...
! Die könne ja gar kaa Stadtverordente wer ´n !
Des
sinn doch Blender fer die, die wo kaa Ahnung hawwe !
So
Wähler hawwe mir gar kaa, die so bleed wähle däte !
Wemmer
im Kreis net aach so en blinde Kandidat laafe hätte,
dät
ich dich jetzt mit euerm Kavai ärjern...
Komm
sei friedlich ! Trinke mer liewer aan...
Du
siehst doch, dass uns sogar unser eichene Leut verarsche!
|
|
|
18.
Februar 2006
|
Weitblick-Lektion
für Kurzsichtige
Am
Montag wird es während der Parlamentssitzung wieder um das Bischofsheimer
Rathaus gehen, bei dem der momentan noch favorisierte Investor bzw. dessen
Planungsbüro wegen der Tiefgarage den Preis um 300 - 500 Tausend Euro
drücken möchte. Gleichzeitig musste man erkennen, dass gar nicht so
gebaut werden kann, wie es vom Investor vorgesehen ist. Die Kiste ist also
total verfahren und soll jetzt über eine Bebauungsplanänderung
gesundgebetet werden. Die SPD-Fraktion ist mit ihren offensichtlich
geläuterten Fraktionsspitzen fest entschlossen, den Antrag des Magistrats
abzuschmettern, benötigt jedoch die Stimmen von FDP, den Fraktionslosen
und den REPs, wenn in den anderen Parteien nicht auch noch die Vernunft
einzieht.
Momentan
tendieren die Genossen wieder zu anderen Modellen, die zum Tragen kämen,
wenn PEN sich wieder zurückzieht oder zurück- ziehen muss. Auch bei der
CDU wird inzwischen mit einem anderen Investor vorsichtig diskutiert,
nachdem auch im Rathaus dessen Angebote vorliegen. Das kann bis zum Montag
noch recht interessant werden.
Es
hat ja oft keinen Sinn, vergangene gescheiterte Bewusstmachungen wieder in
Erinnerung zu rufen, aber am 21. September 2005 wurde allen Fraktionen ein
Schreiben zum damaligen Angebot GARTNER übermittelt, das auch Gegenstand
im Maintal TAGESANZEIGER war. Wenn man heute noch einmal liest, was
vielleicht einige Stadtverordnete nie gehört und gelesen haben, dann war
eigentlich damals schon abzusehen, wohin die Reise mit PEN geht.
Vielleicht lesen die Stadtverordneten und die Herren des Magistrats noch
einmal nach, was ihnen heute sehr bekannt vorkommen müsste. Warum haben
immer nur die Anderen Weitblick?
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Zu
"Altes Rathaus" in Maintal-Bischofsheim
21.
September 2005
Magistrat
will "Modell A"
Jetzt
scheinen die Würfel endgültig gefallen:
Auf
dem Bischofsheimer Rathausplatz wird das alte Hauptgebäude
abgerissen und durch eine Mischbebauung aus "Wohnen und
Gewerbe" plus Tiefgarage ersetzt. Im hinteren Teil (Richtung
Zwingerstraße) entstehen zehn Reihenhäuser. Wochenmarkt,
Spielplatz und die Verbindung zur Zwingerstraße bleiben erhalten.
Der Magistrat hat sich der Empfehlung der "Arbeitsgruppe
Rathaus" angeschlossen und will das Stadtparlament in der
Sitzung am kommenden Montag über eine entsprechende Vorlage
abstimmen lassen. Rund 500 000 Euro soll der Verkauf in den
Stadtsäckel spülen. Weiter auf der Titelseite der Printausgabe.
(dm)
So
stand es am 20. September 2005 im Tagesanzeiger.
Bekanntlich
habe ich Herrn Gartner (Modell B) seinerzeit für das Projekt
Rathausplatz und die öffentliche Ausschreibung gewonnen. Wie es
jetzt aussieht wird das Modell A im Schlussspurt von den
Entscheidungsträgern favorisiert, nachdem es zunächst so
ausgesehen hatte, als würde Modell B eher auf breite Zustimmung
stoßen.
Ich
habe Herrn Gartner hierauf dieser Tage angesprochen, und als
Reaktion die beiliegende interne E-Mail erhalten. Wie Sie sehen ist
Herr Gartner ein fairer Verlierer und akzeptiert natürlich die
Gegebenheiten zumal dann, wenn das Modell A den Entscheidern besser
gefällt. Ich erlaube mir trotzdem noch einmal, Modell B ins
Gespräch zu bringen, weil Herr Gartner in seinem etwas
resignierenden Text, wichtige Punkte angemerkt hat, die
möglicherweise nicht richtig gewertet wurden.
So
merkt er an, dass er im Sommer wg. seines sehr niedrig erscheinenden
Kaufpreis von € 350.000,-- regelrecht verlacht wurde, während
sich nun zeigt, dass auch Modell A nach zusätzlicher Einplanung
einer Tiefgarage mit € 500.000,-- sehr in die Nähe des Kaufpreisangebotes von Herrn Gartner kommt. Herr Gartner liegt im
übrigen deshalb niedriger, weil er die Vorgaben nach entsprechender
Gewerbefläche im Sinne der Einplanung
von immerhin 7 (mit Stadtladen 8) Geschäftseinheiten umgesetzt
hat, und nach den Gesprächen mit konkreten Interessenten davon
ausgehen muss, diese Geschäfte privat zu halten, wobei er mit sehr
niedrigen Mieten auch für den Stadtladen gerechnet hat. Er
würde also auf Dauer eine erhebliche private Bindung an
Bischofsheim eingehen. Er
hat einen Besserungsschein angeboten, der sogar bei Teilverkauf von
Gewerbeflächen eine spätere Aufstockung des Kaufpreises bedeuten
würde.
Ist
dies gewertet worden?
Als
sehr interessant erscheint mir sein interner Hinweis auf die Büros
des Modells A. Herr Gartner hatte mir in der Tat schon nach der
öffentlichen Ausstellung der Modelle berichtet, dass er bei
Durchrechnung des Modells A nicht auf den Kaufpreis für A gekommen
wäre, weil er hier in Bischofsheim nicht mit einer realen
Vermietungs- und Verkaufschance für Büros ausgehe. Er
vermutet, dass Modell A sogar darauf angewiesen ist, später eine
Umwidmung dieser Flächen in Wohnungen zu beantragen. Dann
aber wäre die öffentlichen Ausschreibung und Fairness durchaus zu
hinterfragen.
Weiter
ist nach der Verantwortung der Entscheidungsträger für die lokale
Wirtschaft zu fragen, zumal im Modell B immerhin 7 Geschäfte +
Stadtladen eingeplant sind, während A neben den Stadtladen meines
Wissens nur 2 Einheiten vorsieht. Würde
sich nicht hieraus bei Modell B ein deutlicher Wachstumseffekt für
Gewerbe und neue Arbeitsplätze ergeben? Insgesamt erscheint
mir (möglicherweise bedingt durch das einfacherer
Animationsprogramm der Architektin zu B), dass das mutige
Plazakonzept mit dem Brunnen sowie der Spielpark, und die historisch
anmutenden Gebäudefronten zuletzt völlig aus dem Fokus geraten
sind, also wichtige Elemente die auch in den Medien zunächst sehr
gelobt wurden.
Dies
alles wirft bei mir folgende Fragen auf:
-
Bei
der Erst-Präsentation hat der Projekt-Entwickler mehr als 1 Mio
€ geboten und wurde schon aufgrund des höheren Kaufangebotes
(nicht vom Konzept und Darstellung her) Modell B möglicherweise
intern vorgezogen, obwohl seinerzeit gar keine Tiefgarage bei A
eingeplant war.
-
Vergleich
der Gewerbeeinheiten; der Standort soll doch mit
Ladengeschäften "bereichert" werden. Modell A hat
meines Wissens drei Einheiten vorgesehen, Modell B acht.
Auswirkung für neue lokale Arbeitsverhältnisse?
-
Modell
A hat mehrere Büroeinheiten eingeplant; sind diese überhaupt
vermietbar und wenn ja, zu welchen Konditionen (höher als die
Miete für Wohnungen)?
-
Wurde
denn das Angebot des Projektentwicklers von Modell B, einen
Besserungsschein im Kaufvertrag mit einzubringen, bei der
Beurteilung der Wirtschaftlichkeit berücksichtigt?
-
Es
soll ja der "Betonklotz" abgerissen werden und der
Platz neu "gestaltet" werden; wieder durch eine
"Blockbebauung" von der Straße her?
-
Wurde
das "gestalterische Element" überhaupt
berücksichtigt? Eines was "alt" und "neu"
zusammenbringt wie in Modell B?
-
Nachdem
jetzt nur noch eine Differenz von ca. 150 TDM zwischen den
beiden Angeboten besteht, sollte doch zum einen die Gestaltung,
der Faktor mehr Arbeitsplätze (mehr Ladeneinheiten) sowie der
"Besserungsschein" bei der Entscheidung höher
gewichtet werden.
-
Es
fand doch eine "öffentliche Befragung" statt; mir ist
nicht bekannt, dass dies veröffentlicht wurde. Mag sein, dass
hier das "Modell C" überwiegend gefragt war, aber
welches Modell kam auf Platz 2? Wie also sah das Meinungsbild
zwischen A und B aus?
Allein
diese Punkte zeigen auf, dass man vor der endgültigen Entscheidung
noch einmal gewisse Aspekte durchdenken könnte, wozu ich hiermit
anregen möchte.
Mit
freundlichen Grüßen
Dietmar
Mideck
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Wahlkampf
ist zähflüssig und langweilig
Ein
bedenkliches Thema ist momentan der müde und ideenlose Wahlkampf, den
auch die heutige Spitzmaus bemängelt. Dem will man nun entgegensteuern,
indem man in einer Serie die neuen "Gesichter" in der Szene -
sprich: Kandidaten zur Kommunalwahl - vorstellt. Mit diesem Ansinnen
sprach ich bereits vor einigen Wochen die Parteien an und bot auf meiner
Homepage eine
Dauerplattform bis zur Wahl an, auf die man zu jeder Zeit zurückgreifen
kann. Das Interesse wurde zwar bekundet, getan hat sich jedoch nichts. Wer
vorn ist, will auch vorn bleiben.
Die
erste Vorstellung eines Kandidaten im Maintaler macht eigentlich keine
Lust auf mehr Informationen dieser Art. Ob es am Kandidaten oder am Verfasser lag, ist
schwer zu sagen. Vielleicht hat man auch nur an der falschen Ecke
angefangen oder man will, dass sich die Portraits im Laufe der Zeit
steigern. Da muss ja einer mal den Anfang machen.
Die
Parteien setzen bisher mehr auf die eigene Vorstellung ihrer Kandidaten,
indem "Neu" und "Bewährt" gemischt über Themen
hinweg "verkauft" werden. Jürgen Malbrich, der
wegen seiner sozialen Aktivitäten und Kompetenz eine Größe für sich darstellt, geht
über meine Homepage einen eigenen Weg, der sicher auch seine Wirkung -
wenn auch nur in sehr begrenztem Rahmen - zeigen wird.
Viele
Wähler fragen sich momentan, warum sich die Parteien jetzt im Wahlkampf
über Kreuz mit angeblichen Fehlern und Versäumnissen anschwärzen, wo
sie doch auch ihren Teil zu den Missständen beitrugen. Man ist
schließlich nicht nur für das verantwortlich, was man anstellt, sondern
auch für das, was man nicht verhindert.
"Habt´er
dann kaa gescheit´ Thema?"
Ein
wirklich "gescheites" Thema wäre die innere Erneuerung der
Parteien, der Parteistrukturen und die Aussicht, wie wieder mehr Vertrauen
und Dynamik ins politische Geschäft kommen könnte. Hier könnte eine
entsprechende Aufmachung dafür sorgen, dass der Wähler auch merkt, dass
sich etwas tut. Auch eine Erneuerung des parlamentarischen Umganges und
der Informationsstrategie wäre wünschenswert, damit Entscheidungen auf
einer breiteren Basis vorbereitet werden. Allzu destruktiv war die gegenseitige "Kaputtmacherei" und das unerträgliche
Zeitspiel, das man nun auch am Bischofsheimer Rathaus wieder feststellt.
Schattenboxen, Verwirrspiele, Kungelei und Verweigerung haben die Wähler
gründlich satt. Dazu im Hintergrund immer so ein schwacher Verdacht,
dass nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht. Hier müssten allerdings
die Parteien
auch offen zu ihren Fehlern stehen und nicht immer nur mit dem Finger auf die Anderen
zeigen.
Humor
außerhalb des Karnevals
Einige
Worte muss man aber noch über den "Humor" unseres
Stadtoberhauptes verlieren. Unabhängig davon, dass dieser Uralt-Witz
seine beste Zeit schon hinter sich hat, sollte man darauf achten, aus
welcher Position heraus man ihn erzählt, damit sich niemand betroffen
fühlt, der es gar nicht verdient, so veräppelt zu werden. Das kann man
mit einem anderen Uralt-Witz - der nicht vom Bürgermeister erzählt wurde
- demonstrieren. Man sollte sich dabei nur vorstellen, wie unterschiedlich
dieser in der Chefetage und in der Werkstatt aufgenommen wird:
Kommt
der Boss zum Prokuristen und fragt, was er denn mit seinem Weihnachtsgeld
gemacht habe. Dieser erzählt eher beiläufig, dass er sich davon ein
kleines Wochenendgrundstück im Vordertaunus gekauft habe. Er geht weiter
und stellt einem Abteilungsleiter die gleiche Frage, der darauf erzählt,
er habe sich ein gebrauchtes Motorrad gekauft. Als der Boss einem Arbeiter
in der Werkstatt nochmals die gleiche Frage stellte, meinte dieser, er sei
mit seiner Schwiegermutter in Hanau gewesen und habe ein Hemd gekauft. Als
der Boss fragte: "...und der Rest...?" sagte der Arbeiter:
"Den hat meine Schwiegermutter draufbezahlt!"
Über
so etwas lacht man besser unter sich und nicht im großen Kreis. Lediglich
im Karneval lässt sich das übergreifend absetzen.

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An
alle Wahlkämpfer
Klappergass'
und Spielplätze, Höhl und Rathaus, naja, alles wichtige Themen,
aber echte Wahlkampfknaller sind nicht dabei. Alles schon zu
ausgelutscht oder einfach nicht interessant genug. Richtig Brisantes
ist den Maintaler Lokalpolitikern noch nicht eingefallen, um Schwung
in den eigenen Wahlkampf zu bringen und so richtig die Werbetrommel
zu rühren. Vielleicht sorgt ja das neue, 80.000 Zuschauer fassende
Olympiastadion noch für Wirbel. Mit Ruderregattastrecke nebendran,
und alles in der" Grünen Mitte".
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Mal
im Ernst: Der Wahlkampf verläuft eher mau. Der Tagesanzeiger
versucht jetzt mit Einzelportraits mehr Pep in die Sache zu bringen.
Denn es kann ja nicht sein, dass immer nur die hinlänglich
bekannten Personen hinlänglich bekannte Thesen zum Besten geben.
Die CDU gibt sich bürgernah, immerhin, die SPD hat sogar
"Kompetenzteams" gebildet, die WAM motzt von links und die
neue Junge Liste hüllt sich in Schweigen. Das ist hoffentlich nur
eine Zwischenbilanz, die sich in den nächsten Tagen und Wochen noch
deutlich verändert.
Was
auf jeden Fall noch bevorsteht, ist die Podiumsdiskussion. Der
Tagesanzeiger lädt ein für den Dienstag vor der Wahl, 21. März,
ab 19.30 Uhr im Dörnigheimer Evangelischen Gemeindezentrum.
Hoffentlich kommt da mehr raus als hohle Phrasen. Auch mit der
ewigen Litanei vom fehlenden Geld sollte man's nicht bewenden
lassen, wenn man für das Stadtparlament kandidiert und wirklich was
bewegen will.
Die
Wähler werden jedenfalls genau hinschauen, viele sicherlich von der
Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens Gebrauch machen. Wer
also nur Blabla oder gar nichts bringt, wird abgestraft. Das gilt
aber nicht für den Chef im Rathaus. Denn der Bürgermeister steht
erst im Jahr 2009 wieder zur Wahl. Fest steht, dass von allein
nichts läuft.
Da
fällt der Spitzmaus ein gemeiner Witz ein. Stehen zwei vor dem
Rathaus. Fragt der eine den anderen: " Weißt du, wie viele da
drin arbeiten?" Meint der andere: "Höchstens die
Hälfte." Woher die Spitzmaus den kennt? Sie werden's nicht
glauben: vom Bürgermeister persönlich. Der Mann hat eben Humor.
..
Noch
ein Schlusssatz für alle Wahlkämpfer aus Tolstois "Kalender
der Weisheit": "Alles Gute wird nur durch Anstrengung
erreicht."
In
diesem Sinne ein schönes Wochenende! dm
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SPD

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Im
Prinzip ja - aber lieber erst noch einmal prüfen...
Zack
- den Spieß umgedreht! So schnell kann es gehen. Irgendwie kann die CDU
und die FDP mit einer kleinen Hoffnung punkten und die SPD und mal sehen,
wer noch, kann zwar nicht sofort aber kurz nach der Wahl einer
Straßensanierung in Alt Bischofsheim zustimmen. Jetzt haben irgendwie
alle gewonnen, obwohl alles so ist, wie vorher.
So
etwas kann man eigentlich nur in einem gemütlichen
fraktionsübergreifenden Gespräch erreichen, doch davon wird man nichts
erfahren. Am Montag werden wir wissen, wer alles beim Thema gewonnen hat -
dann muss es aber mit dem Thema auch gut sein, sonst wird es langweilig.
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SPD-Pressemitteilung
"Klappergasse"
beschäftigt noch einmal den Ausschuss
Der
Antrag der SPD-Fraktion den Magistrat mit der Vorlage noch einmal in
eine "Ehrenrunde" zu schicken, wurde am Dienstag im Haupt-
und Finanzausschuss einstimmig beschlossen. "Die
zeitliche Anpassung der Sanierung der Straße Alt Bischofsheim an
die Neugestaltung des ehemaligen Rathauses Bischofsheim sehen wir
nicht mehr als gegeben an", erläuterte dazu der
Fraktions- vorsitzende Karl-Heinz Kaiser.
"Da
der Magistrat nicht wie angekündigt seiner Aufgabe, umgehend einen
städtebaulichen Vertrag zum ehemaligen Rathausgelände in
Bischofsheim vorzulegen, nachgekommen ist und wir heute davon
überzeugt sind, dass sich in diesem Bereich auch in den nächsten
Zeit nicht allzu viel bewegen wird, kann man diesen Zusammenhang
nicht mehr aufrechterhalten", so der Spitzenkandidat der
Sozialdemokraten weiter.
Der
Grund dafür, diese Vorlage trotzdem nicht unmittelbar zu
beschließen sieht Kaiser in der erneut schlechten Vorarbeit des
zuständigen Baudezernenten. "Unsere Fragen, ob den der im
Haushalt bereitgestellte Betrag von 85.000 € zur Sanierung der
Straße ausreichen wird und wie der Untergrund aussieht und welche
Schäden hier zu erwarten sind, wurden mehr als ungenau und
unzureichend beantwortet." "Wir
haben den Magistrat deshalb beauftragt umgehend und noch in dieser
Legislaturperiode zu prüfen," so Kaiser weiter "welche
Kosten bei der Sanierung der Straße entstehen werden, welche
Arbeiten am Untergrund der Straße durchzuführen sind und welche
Maßnahmen nötig sind, um die Straße alternativ in
bituminöser Bauweiße oder mit diagonal verlegten
Betonpflastersteinen für die Durchfahrt von Schwerlastverkehr in
Form der Busse auf Dauer nutzbar zu machen."
"Wir
hätten auch gerne hierzu bereits im Dezember eine Diskussion mit
der CDU geführt, aber damals hatte diese zu dem Thema nichts
beizutragen. Und wir sind nicht bereit uns auf dieses
Wahlkampfgeplänkel der CDU mit ungewissem Ausgang für den
städtischen Haushalt einzulassen."
Eine
sachliche Diskussion sei mit seiner Fraktion aber jederzeit
möglich, so Kaiser abschließend.
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SPD
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Kommunale
Spielplatz-Reisende
Unabhängig
davon, dass die Maintaler Spielplätze ein wichtiges Thema sind, sie
sollten aber ganzjährlich im Fokus sein. Eigentlich sind sie das ja auch,
sie müssen aber zu Wahlkampfzeiten für alle Partein herhalten. Nun war
auch das Kompetenz-Team der SPD vor Ort und bestätigt das, was ausgangs
der Winterzeit überall anzutreffen ist - es ist Arbeit da!
Die
zuständigen Fachabteilungen werden sicher schon ihr Maßnahmenpaket
geschnürt haben und nach der kalten Jahreszeit die Arbeit aufnehmen. Ob
die Begehungen darauf wirklich einen Einfluss haben werden, sei
dahingestellt. Man kann das Feld der Öffentlichkeits- arbeit auf diesem
Gebiet allerdings nicht der Konkurrenz überlassen, dafür haben die
Wähler absolut Verständnis und warten nun auf richtige Themen.
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SPD-Pressemitteilung
Für
unsere Jugend muss mehr getan werden!
…Unter
diesem Motto will die SPD die Erweiterung und Modernisierung der
städtischen Spiel und Bolzplätze in der nächsten Wahlperiode
weiter vorantreiben. Noch einmal fordern die Genossen, dass
überalterte Spielgeräte ausgetauscht werden müssen. "Die
Spielplätze müssen in einen Zustand gebracht werden, der die
Sicherheit der spielenden Kinder gewährleistet." so der
neue Mann im Bereich Soziales Frank Maisch.
Zu
diesen Forderungen hat das Kompetenzteam Soziales der Maintaler SPD,
besetzt durch die derzeitige Sozialausschuss- vorsitzende Jennifer
Gutberlet und ihre bewährten Mitstreiter Ursula Pohl
und Helmut Reider sowie den erstmals für die SPD
kandidierenden Frank Maisch am 11.02.06 den
Waldspielplatz und den dahinter liegenden Bolzplatz in Hochstadt
begutachtet.
"Der
Spielplatz hat in den vergangenen Jahren viel von seinem Glanz
verloren. Das frühere Wahrzeichen, die Seilbahn, ist nicht mehr
vorhanden. Die wenigen Spielgeräte befinden sich teilweise in einem
schlechten Zustand." so der Hochstädter Maisch weiter.
"Wir
fordern den Magistrat auf, hier dringend Abhilfe zu schaffen. Die
Sanierung und Aufstockung der Spielgeräte würde diesen Spielplatz
für die Maintaler Kinder deutlich sicherer und attraktiver
machen." ergänzt der früherer STEB-Vorsitzende Helmut
Reider. Nach Begutachtung des Bolzplatzes war man sich
darüber einig, dass sich der Boden in einem guten Zustand befindet.
Die Fußballtore aber, sollten erneuert werden. Die
zusammengeschraubten Rohre (Foto) bilden seit langer Zeit das
"Eckige" auf dem Bolzplatz. Wir sind der Meinung, dass das
Jahr der Fußballweltmeisterschaft ein guter Zeitpunkt ist, um sich
hier als Kommune den Aktivitäten unserer Spitzensportler anzupassen
und etwas für die Bolzplätze und damit für unsere Kinder und
Jugendlichen zu tun.
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17.
Februar 2006
SPD
Maintal
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Maintaler
können Franz Müntefering live erleben
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Manchmal
ist es nicht einfach, eine Nachricht zurück zu halten, wenn man die
Töne der Buschtrommeln bereits vernommen hat. Nun kam endlich die
offizielle Bestätigung durch die Bischofsheimer SPD-Vorsitzende Helia
Habibzadeh und das grüne Licht für die Presse. Der gelang
es offensichtlich nicht, die Neuigkeit punktgenau in der für die
Leser wesentlich interessanteren Samstags-Ausgabe unter zu bringen.
Also muss die Nachricht raus, denn nichts ist uninteressanter, als
eine Nachricht, die bereits in der Fläche ist.
Jetzt
steht es also fest: Vizekanzler und Arbeitsminister Franz
Müntefering wird am Freitag, dem 24. Februar zwischen 16:30
und 18 Uhr in Bischofsheimer Bürgerhaus erwartet, wo die Maintaler
SPD ihre sicher bedeutendste Wahlkampfveranstaltung zelebrieren
wird.
Die
Bischofsheimer Genossen bereiten die Veranstaltung mit tatkräftiger
Unterstützung des Unterbezirks Main-Kinzig vor und es werden eine
ganze Reihe von namhaften Rednern auftreten, die den Wählern
vermitteln wollen, was sozialdemokratische Politik beinhaltet. Die
wohl interessanteste Rede dürfe der ehemalige Parteichef der SPD
und Verfechter der 67er- Regelung bei der Rente halten, denn seine
karge Sprechweise, die stets das Wesentliche aus den Themen
herauszumeißeln versteht, wird dem Inhalt Schärfe und Klarheit
geben, wie man es von ihm gewohnt ist. Der Maintaler SPD ist mit
dieser Verpflichtung ein großer Coup gelungen, bei dem die CDU
jetzt eigentlich nur noch mit Angela Merkel gleichziehen
kann. |
In
den Internet-Schlagzeilen des Maintal TAGESANZEIGERs liest sich die
Neuigkeit so:
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Franz
Müntefering kommt nach Maintal
Ein
Coup der besonderen Art ist der Maintaler SPD gelungen. Die
Sozialdemokraten konnten für eine Wahlkampf- veranstaltung am
Freitag, 24. Februar, den Vizekanzler und Arbeitsminister Franz
Müntefering gewinnen. Der frühere Parteichef der SPD wird
von 16.30 bis 18 Uhr im Bischofsheimer Bürgerhaus zu Gast
sein.
Die
Bischofsheimer SPD-Ortsvereinsvorsitzende Helia Habibzadeh
teilte dem Tagesanzeiger gestern diese Neuigkeit mit. Die
Sozialdemokratin freut sich sehr über diese prominente
Unterstützung aus Berlin. "Vor allem deshalb, weil der
Main-Kinzig-Kreis ja auch selbst vielfältige und erfolgreiche
Aktivitäten im Arbeitsmarktbereich vorzuweisen hat". Die
Veranstaltung werde gemeinsam von der Bischofsheimer, Maintaler SPD
und dem Unterbezirk Main-Kinzig der Genossen organisiert. Alle
Bürgerinnen und Bürger seien herzlich eingeladen, am Freitag
kommender Woche den seit 36 Jahren ersten sozialdemokratischen
Vizekanzler und damit Nachfolger von Willy Brandt - er bekleidete
diese Position in der ersten großen Koalition von 1966 bis 1969 -,
aber auch das Programm der SPD auf Stadt- und Kreisebene für die
Kommunalwahl am 26. März genauer kennen zu lernen.
Gespannt
sein dürfen die Besucherinnen und Besucher der
SPD-Wahlkampfveranstaltung sicherlich auch darauf, ob "Münte",
wie er im Volksmund genannt wird, auch die von ihm losgetretene
Diskussion um die Rente erst ab 67 ansprechen wird. Der Besuch des
langjährigen sozialdemokratischen Fahrensmanns wird in der
zweitgrößten Stadt des Main-Kinzig-Kreises sicherlich für großes
Interesse sorgen. Denn es ist schon eine geraume Zeit her, dass ein
so prominenter Bundespolitiker in Maintal zu Gast war. (leg)
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Wenn
man in eine bestimmte Ecke gestellt wird
Es
gibt im politischen Umfeld Beobachtungen und Deutungen, die öffentlich
geäußert schnell zur Fehlinformation werden können. Das musste ich
während der letzten Bauausschusssitzung erleben, als ich von einigen
CDU-Stadtverordneten direkt angesprochen wurde, ob es stimme, dass ich
"bei der WAM sei". Schließlich habe man mich dort mehrmals
gesehen und es gäbe auch noch andere Hinweise, die meine Nähe zur WAM
signalisieren würden.
Recht
ungläubig wurde ich betrachtet, als ich erklärte, weder einer Partei
anzugehören, noch in einer Partei mitzuarbeiten. Als ich in den letzten
Tagen mit dem Spitzenkandidat der Initiative Jugend sprach, erkannte ich
bei ihm ein ähnliches Interesse an politischen Prozessen und
Gruppierungen, das auch mich umtreibt. Es ist eigentlich erforderlich, in
alle Parteien und Gruppierungen einmal hinein zu schnuppern, um sich ein
Bild machen zu können. Bei InJu führten die Erfahrungen zum Entschluss,
sogar eine eigene Gruppierung zu bilden.
Oft
kommt man auch enger mit Gruppen in Verbindung, wenn man sich an einer
politischen Aktion beteiligt. Geht es zum Beispiel um eine
antifaschistische Aktion, so sind die sie tragenden Gruppierungen schon
eher links. Hiervon aber gleich abzuleiten, man sei dort Mitglied,
ist eine Annahme, die man schon hinterfragen sollte, ehe man so etwas
verbreitet.
Natürlich
werde ich weiterhin versuchen, in rein demokratische Parteien und
Gruppierungen hinein zu schnuppern, wenn sich die Möglichkeit dazu
bietet. Ich bin ja auch erst ganz am Anfang meiner Tätigkeit. Es scheint
wohl an meiner Person zu liegen, dass mir einige Parteien und
Gruppierungen hierzu noch keine Gelegenheit boten. Was nicht ist, kann ja
noch werden.
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Mobilfunk
in
Maintal
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"Aber
ein Mast muss es schon sein!"
Wie
man eine Bürgersprechstunde nutzen kann, zeigten Prof. Dr. Guido
Zimmer (Maintaler Ärzte-Appell in Sachen Mobilfunk) und Dipl.-Ing.
Otto Einsporn von der Bürgerinitiative MwW e.V. Ende Dezember bei
Bürgermeister Erhard Rohrbach. Der Sprechstunde
folgte am 09.02.2006 ein weiteres vertiefendes Gespräch mit Stadtrat Erik
Schächer, Ruth Karich und Martin Weiß. Diese
Runde wurde von Seiten der Mobilfunk-Initiative neben Prof. Dr. Guido
Zimmer und Otto Einsporn komplettiert um Sandra Kirchner,
Vorsitzende der Bürgerinitiative MwW und Angela Lochmann.
Kernthema
war der empfundene Stillstand des Themas auf städtischer Seite.
Wenn man die von der Bürgerinitiative erstellten Gesprächs- protokolle
verfolgt, so herrschen auf beiden Seiten die gleichen Auffassungen vor,
die bereits vor der Ablehnung des Sendemastes an der Bleiche bestanden. Im
Rathaus gibt es scheinbar keinerlei Überlegungen zur Risiko-Diskussion
und eine präventive Strategie wird nicht für notwendig gehalten. Es
liegt wohl am fehlenden nachhaltigen Druck der Bevölkerung.
Wie
aus dem Protokoll hervorgeht, scheint Bürgermeister Erhard Rohrbach
dennoch bereit zu sein, ein vernünftiges Konzept zur Verringerung der
Strahlenbelastung zu unterstützen.
In
Klartext liest sich das so:
"Der
Bürgermeister sagte dazu deutlich, dass
die mehrjährige Mobilfunkdiskussion in Maintal durch verschiedene
Umstände belastet sei und dabei viel Porzellan zerschlagen wurde.
Die Stadt Maintal wird entsprechend den Stadtverordnetenbeschlüssen keine
weiteren Mobilfunkantennen auf städtischen Grundstücken zulassen. Die
Stadt hat aber keinen Einfluss auf die Errichtung von Mobilfunkantennen
auf Privatgrundstücken.
Die
derzeitige Situation in Sachen Mobilfunk-Netzausbau in Maintal ist
unstrittig unbefriedigend. Eine Wiederaufnahme der Mobilfunk- Gespräche
zwischen der Stadtverwaltung und den Bürgern wäre wünschenswert, um
einen weiteren Wildwuchs von Mobilfunkantennen mit den damit verbundenen
gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung in oder in der Nähe von
Wohngebieten zu verhindern.
Der
Bürgermeister sagte ausdrücklich zu, eine Initiative der Bürger für
eine Wiederaufnahme der Mobilfunk-Gespräche persönlich zu unterstützen!"
Das
zweite Gespräch legte dann die Befindlichkeiten der Fachabteilung offen.
Im Protokoll ist zu lesen:
"Die
Genehmigung für den nach schwierigen Verhandlungen unterschriftsreif
vorgelegten Vertrag über den Antennenstandort "An der Bleiche"
wurde zunächst von betroffenen Bürgern energisch
bekämpft und danach auch von
den parlamentarischen Gremien verweigert. Das
Verhandlungsmandat und die Glaubwürdigkeit der Stadtverwaltung wurden
dadurch so schwer beschädigt, dass die Mobilfunkbetreiber seitdem keine
ernstzunehmenden Verhandlungskontakte über Antennenstandorte mehr
aufgenommen haben.
Der
Beschluss über die Einsetzung des Akteneinsichtausschusses Mobilfunk wird
von der Stadtverwaltung als ungerechtfertigtes Misstrauensvotum gegenüber
ihrer Arbeit in Sachen Mobilfunk empfunden. Im Abschlußbericht des
Akteneinsichtsausschusses wurden die
Verhandlungsbemühungen der Stadtverwaltung um einen angemessenen
Ausgleich zwischen dem Gesundheitsinteresse der Bürger und dem
Wirtschaftsinteresse der Mobilfunkbetreiber nicht anerkannt, was
besonders Herrn Schächer persönlich sehr verletzt hat.
Die
Stadtverwaltung stellt die Grenzwerte nach der 26.BimSchV und die Aussage
des Gesetzgebers, dass diese Grenzwerte ausreichend vor den
gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung schützen,
grundsätzlich nicht ernsthaft in Frage."
Die
Aussicht, wie es denn nun weiter geht, klärt eine andere Passage:
"Herr
Schächer äußerte, dass lt. Stadtverordnetenbeschluss derzeit die
Fraktionsvorsitzenden die Verhandlungen über den Mobilfunknetzausbau in
Maintal mit den Mobilfunkbetreibern führen und die
Stadtverwaltung hier keinen eigenen Handlungsbedarf mehr sieht."
So
einfach kann verantwortliche Arbeit im Rathaus sein. Besonders interessant
ist die Passage, dass "die Glaubwürdigkeit der Stadtverwaltung
schwer beschädigt wurde". Hier erinnere ich nur an den Mobilfunkmast
in Wachenbuchen, in dessen parlamentarischem Verfahren sich der
überwiegende Teil des Parlaments nachträglich getäuscht sieht. Hier
wurde absolut im Sinne der Mobilfunkbetreiber vorbereitet und
durchgezogen. Wenn man daran die "Glaubwürdigkeit" gegenüber
den Mobilfunkbetreibern misst, ist in der Tat das "Versagen" der
Fachabteilung an der Bleiche ein herber Rückschlag in der Zuversicht,
dass man im Maintaler Rathaus jede Unterstützung habe. Hier ist ein
Umdenken erforderlich, bei dem zunächst Ursache und Wirkung richtig
gestellt werden muss.
Wie
geht es nun weiter?
In
der Bürgersprechstunde am 09.02.2006 wurde innerhalb der Lokalen Agenda
21 eine neue Arbeitsgruppe mit den möglichen Namen "AG Umwelt"
angedacht und die Themenkreise, wie z.B. "Lärmschutz in Maintal"
und "Schadstoffe in Maintal" zum Thema "Mobilfunk
in Maintal" mit einzubeziehen. Alle drei Themenkreise sind in
Maintal aktuell, von allgemeinem Interesse und wären eine gut zusammen zu
behandelnde Arbeitsaufgabe für eine AG "Umwelt" in der Lokalen
Agenda 21.
Hier
könnte man endlich die Erkenntnisse von Attendorn einbringen, das ein
übergreifendes Konzept zur Verminderung der Mobilfunk- strahlung in
Wohngebieten erarbeitete und deren Bürgermeister die Bürger eindringlich
und nachhaltig ermahnt, jede Zusammenarbeit mit Mobilfunkbetreibern über
die Stadt zu koordinieren, damit das übergreifende Konzept durchgesetzt
werden kann.
In
Maintal gibt es allerdings auch Hauseigentümer bzw.
Eigentümergemeinschaften, die sich jetzt schon sehr verantwortungsvoll
verhalten, wie der kürzlich hier erschienene Artikel Mobilfunkantenne
in Hochstadt verhindert
bewies. Leider ist die öffentliche Beachtung
solcher Entscheidungen und Veröffentlicheungen gleich Null.
Die
Bürgerinitiative MwW wird deshalb ihre Anstrengungen verstärkten und
leider auch zu populistischen Mitteln greifen müssen, die über das
Bürgerinteresse hinweg den Druck ausüben, den sich die Stadtverwaltung
offenbar wünscht, um "in die Puschen" zu kommen.
Wie
bemerkt Otto Einsporn so schön:
-
Ludwig
Ehrhard: Er verstand Politik nicht nur als die "Kunst des
Möglichen", sondern als die viel schwierigere Kunst, das
sachlich Notwendige politisch möglich zu machen.
-
Albert
Einstein: Man kann ein Problem nicht mit der gleichen
Denkweise lösen, mit der es erschaffen wurde
Vielleicht
sollten die Verantwortlichen einmal diese beiden Bemerkungen auf sich
wirken lassen.
Ach
so - das hätte ich ja bald vergessen:
Bei
so viel Unterstützung - Landrat und Bürgermeister - was kann da noch
schief gehen!
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Richtungweisende
Aktivitäten
Wenn
Verbesserungen kein Geld kosten und mit wenigen Maßnahmen realisiert
werden können, dann spricht man auch von genialen Lösungen. Die
interessieren natürlich auch unseren Magistrat, der die Kosten im Auge
behalten muss. So gesehen war der Workshop, den Karin Hahn,
Fachbereichsleiterin Kinder, Familie und Jugend ausrichtete, für viele
Einrichtungen Maintals ein Gewinn. Mit den Erkenntnissen wird jetzt
dezentral versucht, ein Optimum zu erzielen.

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Hoffnung
mit realem Antlitz
So
langsam kommt auf dem Gasmarkt etwas in Bewegung. Die neuesten Nachrichten
suggerieren einen Durchbruch, mit dem es allerdings nicht weit her sein
wird. Was da als offener Markt zu kommen scheint, dürfte längst
aufeinander abgestimmt sein, wie bei den Mineralölgesellschaften, die zu
den besten Reisezeiten synchron die Preise anheben. Dennoch könnte es
Entwicklungen geben, mit denen derzeit niemand ernsthaft rechnet oder
rechnen kann. Vorerst muss man sich mit den Pressemeldungen zufrieden
geben, die zumindest Hoffnung verbreiten. Die Hoffnung stirbt bekanntlich
zuletzt.
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Gasversorger
öffnen Netze
Entega
und Mainova lassen vorzeitig Konkurrenz zu
Von
Herbst an sollen Kunden ihren Erdgas-Anbieter frei wählen können;
zwei hessische Unternehmen preschen schon mal vor: Die Darmstädter Entega
will den Wechsel sofort ermöglichen, die Frankfurter Mainova
von April an. Dass deshalb auch die Preise sinken, ist aber eher
unwahrscheinlich.
Darmstadt
· Echten Wettbewerb wird es vorerst nicht geben: Zwar können
Konkurrenten jetzt Kunden der Entega
mit Gas beliefern, einkaufen müssen sie es aber ebenso wie diese
bei der Entega - zum gleichen
Preis, wie Haushaltskunden. Das bedeutet: Ein Konkurrent müsste
Verluste hinnehmen, wenn er die Preise der Entega
unterbieten wollte.
Bei
größerer Abnahmemenge könne man "über den Preis
verhandeln", sagt Entega-
Geschäftsführer Karl-Heinz Koch. Konkurrenten
hätten aber die Möglichkeit, schon vor der Öffnung des Gasmarktes
am 1. Oktober Kunden zu gewinnen. Mit ähnlichen Übergangsmodellen
hatte auch die Öffnung des Strommarktes begonnen.
Wie
die Entega will es auch die
Frankfurter Mainova halten: Das
Unternehmen verkauft Gas an die Konkurrenz und liefert dieses selbst
an die Haushalte. Der Kunde rechnet aber mit seinem neuen Anbieter
ab. Die Details müssen nach Auskunft von Pressesprecher Heinz
Becker noch geklärt werden, es sei aber möglich, dass das
Unternehmen seinen Konkurrenten ebenfalls den Preis für
Haushaltskunden berechne. Noch hätten sich allerdings keine
Gasunternehmen gemeldet.
Wer
einen Einstieg in den Markt eines Konkurrenten plane, werde aber
auch auf den Überraschungseffekt setzen, ohne dies lange vorher
anzukündigen, vermutet Becker. "Mittelfristig wird sich was
tun."
Vom
1. Oktober an sollen Kunden in Deutschland ihren Gasanbieter frei
wählen können. Die Konkurrenzunternehmen sind dann nicht mehr
gezwungen, ihr Gas beim örtlichen Versorger zu kaufen, sie
verhandeln mit diesem nur noch über die Kosten für die Nutzung von
dessen Strom- und Gasnetzen.
Diese
so genannten Netzentgelte werden ebenfalls von Oktober an von der
Bundesnetzagentur und dem hessischen Wirtschaftsministerium
überprüft und gegebenenfalls nach unten korrigiert. Dies soll
verhindern, dass Versorger ihre Monopolstellungen ausnutzen
können.
Eske
Hicken
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16.
Februar 2006

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Am
Montag ist beim Thema Bischofsheimer Rathaus alles
möglich
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Die
Frankfurter Rundschau ging gestern den Möglichkeiten nach,
die sich aus der Abstimmung zum Bischofsheimer Rathausgelände
ergeben. Eines scheint deutlich: Die kürzlich noch geschlossenen
Reihen der Befürworter des PEN-Projektes bröckeln gewaltig.
Eigentlich
ist es ja ganz sympathisch, wenn Politiker gelegentlich erkennen
lassen, dass sie sich geirrt haben. Es fällt halt verdammt schwer,
das auch offen zuzugeben. Der Wähler sollte sich jetzt aber nicht
schon wieder täuschen lassen, wenn derartige Einsichten
demonstriert werden. Vielleicht hängen sie ja auch mit
erschreckenden Erkenntnissen über die Stimmungslage eines
Stadtteiles zusammen, den die CDU scheinbar zur neuen Hochburg
ausbauen will. Wegen der Rathaus-Entscheidung hat nicht nur die
SPD-Fraktionsspitze ganz schlechte Karten, sondern auch
Parteigrößen anderer Parteien, die möglicherweise jetzt zur
Korrektur ansetzen, damit Bischofsheim nicht gänzlich verloren
geht. Die Auswirkungen dürften sich wegen der bekannt niedrigen
Wahlbeteiligung dieses Ortsteiles in Grenzen halten, es zählt
jedoch jede Stimme. Die Situation hat auch Dr. Dieter Fritz
(FDP) erkannt, der beim Thema Bischofsheim nun zu punkten versucht,
wo es nur geht. Peter Arendt (Grüne) braucht es in
Bischofsheim erst gar nicht zu versuchen, wie man weiß.
Bleibt
die Frage, welche Erleuchtung die CDU noch heimsucht, um aus
Bischofsheim ein komplettes Sorglos-Paket zu schnüren.
Bis
zum Montag halte ich alles für möglich. |
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Das
Rathaus-Projekt verzögert sich
SPD
und FDP werden gegen Bebauungsplan stimmen / Investor will Kaufpreis
unter ein Million drücken
Der
Investorenvertrag für die Umgestaltung des ehemaligen
Rathausgeländes in Bischofsheim kann nicht mehr in dieser
Legislaturperiode geschlossen werden. Die Stadt muss zunächst einen
Bebauungsplan für das Areal aufstellen.
MAINTAL
. Das Kreisbauamt forderte die Stadt vor zwei Monaten auf, einen
Bebauungsplan aufzustellen, "um Rechts- sicherheit zu haben und
berechtigte Einwände der Nachbarn zu vermeiden", so
Kreispressesprecher John-Karten Mewes. Der Bau von
acht Reihenhäusern ist hinter dem alten Rathaus geplant, das
abgerissen werden soll. Paragraph 34 des Baugesetzbuches schreibe
vor, "dass Aussehen und Größe von Neubauten dem Umfeld
entsprechen müssen", erklärt Baudezernent und Erster Stadtrat
Erik Schächer (CDU). "Auf den Nachbargrundstücken
stehen nur Scheunen und Gartenhütten.
"Ziemlich
ärgerlich" nennt es der SPD-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz
Kaiser, dass Schächer noch im Herbst 2005 in der
Arbeitsgemeinschaft Rathaus immer wieder versichert habe, für das
Rathausgelände müsse kein Bebauungsplan aufgestellt werden.
"Ich erwarte, dass ein Fachmann wie er das Baugesetzbuch
kennt", sagt dazu der FDP-Fraktionsvorsitzende Dieter
Fritz. In der AG sei es stets um mehrere Varianten gegangen,
erklärt Schächer auf Nachfrage. Erst als die Planung
"konkret" gewesen sei, habe man sie beim Kreis prüfen
lassen.
SPD
und FDP werden in der Parlamentssitzung am kommenden Montag, 20.
Februar, im Bischofsheimer Bürgerhaus (Beginn 18 Uhr) gegen die
Aufstellung des Bebauungsplanes votieren. Kaiser hat den Eindruck,
dass der Magistrat den Plan "so hinbiegen will, das er
passgenau die Ansprüche des Investors erfüllt".
Schließen
sich SPD- und FDP-Stadtverordnete aus den Reihen der drei
Fraktionslosen und der zwei rechtsextremem Republikaner an, wäre
die Magistratsvorlage mit einer knappen Mehrheit gegen die Stimmen
von CDU und Grünen vom Tisch. "Und dann", prognostiziert
Dieter Fritz" "muss über das Thema Rathaus Bischofsheim
nach der Kommunalwahl neu diskutiert werden". Jetzt räche
sich, dass das PEN -Modell nur mit einer hauchdünnen Mehrheit
(21:20) verabschiedet wurde. Das kann nicht tragfähig sein".
Konzept
mit Marktplatz
Das
Konzept der Bruchköbeler Investoren PEN (Projektentwicklungs GmbH)
sieht im vorderen Bereich einen Marktplatz und einen L-förmigen
Riegel mit Stadtladen, Geschäften und Wohnungen vor, dahinter acht
Reihenhäuser, einen Spielplatz und den Durchgang zur
Zwingerstraße. Die "schwierigen Verhandlungen", so verlautet
aus dem Rathaus, hängen derzeit unter anderem an der Tiefgarage.
Die schreibt die Stadt Maintal PEN vor, um genügend Parkraum für
den geplanten Ortsmittelpunkt zu haben. Der Investor will den
Kaufpreis von 1,065 Millionen Euro für das 4400 Quadratmeter große
Gelände um den Wert der 23 unterirdischen Stellplätze mindern. Die
rund 380.000 Euro entsprechen 17.000 Euro pro Platz. Die Stadt
bietet aber nur "einige tausend" Euro an, so Ruth
Karich, Fachbereichsleiterin für Stadtentwicklung.
Stimmen
mehren sich, dass die Front der Befürworter des PEN-Modells
bröckelt. Die Befürchtung wird laut, dass der Investor "den
Verkaufserlös diktieren will", so CDU- Fraktionschef Walter
Prokopp. Immerhin habe die Stadt schon eine Menge
Vorarbeiten zugunsten von PEN geleistet, gibt Dieter Fritz
zu bedenken. Der Projektentwickler wollte gestern zu den neuesten
Entwicklungen gegenüber der Frankfurter Rundschau keine
Stellung nehmen.
ANDREA
FREUND
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Bischofsheimer
Themen-Hopping der CDU geht weiter
Es
gibt in Bischofsheim eben kein Thema, auf das die CDU nicht sofort
aufspringt. Nach der gebrochenen Lanze für eine Straßenbau- maßnahme
kommt jetzt die Rettungsaktion für das Bischofsheimer Straßenfest. Es
ist aber auch zu blöd, dass diese EU-Richtlinien sowie die umfangreichen
Verordnungen und Auflagen bestehen, die über die zur Berechnung kommenden
Kosten den Vereinen Lust und Laune verderben. Auch in den anderen
Stadtteilen wächst der Zorn über das Abkassieren der Stadt bei Festen,
die eigentlich das Image der Stadt Maintal deutlich verbessern sollen. Mit
moderaten Preisen für Speisen und Getränke kann der Bürger so ein
kleines Bonbon für die sonst so gnadenlose Melkerei zugunsten des
Gemeinwohls erhaschen. Die hohen Kosten machen dies aber fast zunichte.
In
Bischofsheim scheint Bürgermeister Erhard Rohrbach jetzt
den "Retter in der Not" zu signalisieren, wohl wissend, dass bis
zur Kommunalwahl keine verbindliche Regelung getroffen werden kann. Man
müsste sich nämlich etwas einfallen lassen, was alle anderen Stadtteile
ebenfalls entlastet. Es ist nur dumm, dass jetzt alle anderen Parteien
möglicherweise versuchen werden, Erhard Rohrbach den Ball
vor dem Tor abzujagen, um ihn weit ins Abseits zu befördern. Der Sache
selbst kann das nur schaden.
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Kleines Sortiment als
Geschenkvorschlag für politisch aktive Damen mit Sex-Appeal |
Jede
Art von Feierlichkeiten kann über den eingeladenen Personenkreis schnell
zur politisch verdächtigen Veranstaltung werden. Das hält sich oft nur
dadurch in Grenzen, dass eine Reihe von gern gesehenen Gästen nicht
kommen. Jetzt ist es immer eine spannende Frage, was man so schenkt. Wie
aus normalerweise gut informierten Kreisen zu erfahren war, sind Dessous
momentan der Renner. Parteienbezug sollte dabei selbstverständlich sein -
und wenn es nur die Farben sind - um den Spirit zu stärken.
Für
die Fanartikel-Kollektionen der Parteien böten verschiede Farbvarianten
mit und ohne Logo eine interessante Bereicherung, damit man nicht so lange
suchen muss. Auch sollten alle Größen vorgehalten werden - man weiß ja
nie!
Noch
völlig offen ist das Sortiment für die Herren und man muss nächste
Gelegenheiten abwarten, damit auch dieses Geheimnis gelüftet wird. Jetzt
habe ich ganz vergessen, aus welcher Stadt die Information stammte. Egal -
passiert ist passiert.
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Von
Nullen und Spitzenkandidaten
In
unserem Lokalblatt sind immer wieder interessante Politik-Splitter zu
lesen. So korrigiert sich Dr. Walter Unger heute für seine
vergessene Null beim Kaufpreis des Höhl-Geländes. In der Meldung zum
Politischen Aschermittwoch der CDU geht es nicht um Nullen, sondern um
verloren gegangene Möglichkeiten. Zuerst dachte ich bei der Überschrift,
Erhard Rohrbach sei überraschend zum neuen
Verteidigungsminister berufen worden und ich suchte schon nach der
Meldung, dass Josef Jung abgesetzt sei. Nun ist es nicht so.
Schade eigentlich, denn der Auftritt von Jung wäre so kurz vor dem
Wahltermin natürlich eine bombige Sache für die CDU gewesen. Vielleicht
hätte man ja auch den taufrischen Ritter wider den tierischen Ernst Friedrich
Merz engagieren können, der eine gut abgelagerte Rede hätte
halten könnten, wie in Aachen. Nein - es muss der neue Maintaler
Spitzenkandidat der CDU Erhard Rohrbach sein.
Wie
passend, dass der Veranstaltungsort Bischofsheim ist - der
Wahlkampfschwerpunkt der CDU in Maintal.
Mal
sehen, was die anderen Parteien dagegenzusetzen haben... .
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