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Maintaler Rathaus - Eingangsbereich

Die hier zu lesenden politischen Satiren 

setzen vielfach auf Presseberichten auf 

und handeln von Personen und 

politischen Ereignissen seit Juli 2003, 

die die Politik der 

Stadt Maintal  

des Main-Kinzig-Kreises 

prägen oder zumindest zeitweise einen 

wie auch immer gearteten Eindruck hinterlassen.

 

2. Hälfte Februar 2006

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Tag Titel des Beitrages Erläuterungen
28.02.2006

Bediensteter der Stadt Maintal wollte ich momentan nicht sein

Mit den Mobilfunkbetreibern geschunkelt und dann verstoßen worden

Warum nicht mal auf eine Gegenveranstaltung gehen?

Unterstützen und helfen, wo es angebracht ist.

Bedienstete müssen mittragen, was Politiker verzapfen

Mobilfunkstrategie des Rathauses treibt Stilblüten

SPD lädt zum traditionellen Heringsessen nach Wachenbuchen ein

Jusos setzen sich für Verbesserungen im JUZ Bischofsheim ein

27.02.2006

Hochstädter Kreppelzeitung wird immer noch verkauft

Öffentlichkeit ist beim Mobilfunk unzureichend informiert

Ein kleines Lebenszeichen von InJu gefunden

"Chefache" - "wemmer Scheiß gebaut hat"

Erfolgsstory "Kreppelzeitung" geht weiter

SPD und Mobilfunk-Initiative nehmen CDU und Magistrat in die Zange

Wahlwerbung der InJu kommt langsam in Schwung

Hanauer Straßenbahnen mit einem 30-Millionen-Defizit

26.02.2006

Jürgen Malbrich: Heim- und Klinikaufenthalt

Erneuter Vorstoß zur "subjektiven Sicherheit" scheint gescheitert

War die nächste "Lösung" schon vor der PEN-Absage geboren?

VdK: Gedanken zu den aktuellen "Rathaus-Pressemitteilungen"

Populistische Behauptung als verkürzte Darstellung

Sozialpolitische Gedanken mit kommunalem Bezug

Wahlkampfthema "Freiwilliger Polizeidienst" kann nicht begeistern

Anbieter übernehmen sogar Arbeiten des Magistrats

Mitanbieter-Vertreter VdK mit eigenem Zustandsbericht

Vorwurf von Jörg Schuschkow erregt die SPD-Fraktionsspitze

25.02.2006

Selbst "Rente ab 67" war keine Klippe

Neue politische Kraft skizziert ihr konkurrierendes Umfeld

Flankenangriff der Grünen

"Münte" war für viele Anwesenden ein starkes Erlebnis

WAM deckt die Schwachstellen der Parteienlandschaft auf

Grüne zum Problem ums Bischofsheimer Rathaus

24.02.2006

Die blauen Augen kann man langsam einpacken

Franz Müntefering trifft heute nicht nur auf Sympathisanten

Rasmussen-Verkauf scheint nahezu perfekt - Belegschaft in Sorge

Wahlkampfknüller der SPD im Bischofsheimer Bürgerhaus

23.02.2006

SPD hat ihr Wahlkampfthema gefunden

Rasmussen wird zum Wahlkampfthema

Es rettet sich grandioser, wenn etwas am Boden liegt

Bischofsheimer Rathaus bietet SPD Möglichkeit zur Rehabilitation

WAM stürzt sich auf ein heikles Thema, das noch gar nicht reif ist

Bischofsheimer Straßenfest soll gerettet werden

22.02.2006

Ruhe bewahren und besonnen verhandeln

Alter neuer Wahlkampfknüller der CDU

Rasmussen will verkaufen

Freiwilliger Polizeitdienst wird wieder aufgewärmt

21.02.2006

Parlaments-Schonwaschgang mit leichtem Schleuderprgramm

Ein in der Kommunalpolitik Ergrauter will es noch einmal wissen

Heute wird die Hochstädter Kreppelzeitung gedruckt.

Parlament hatte Grund zum Feiern - das Trauerspiel ist um

Friedrich Raab (SPD) startet vom vorletzten Listenplatz

Kreppelzeitung immer vielseitiger und wegen der Wahl auch politischer

20.02.2006

Auf - zum letzten parlamentarischen Gefecht vor der Wahl

Bei Neckermann ist die Welt nicht mehr in Ordnung

Ökologische Themen in Maintal unter der Wahrnehmungsgrenze

Stadtverordnetenversammlung mit brisantem Inhalt

Belegschaft kommt zunehmend in schweres Fahrwasser

WAM will Treiber ökologischer Themen werden

19.02.2006

Von Placebo- und Cyberspace-Kandidaten

Zwei, die auszogen, um die Wähler zu beeindrucken

18.02.2006

Weitblick-Lektion für Kurzsichtige

Wahlkampf ist zähflüssig und langweilig

Im Prinzip Ja - aber erst noch einmal prüfen...

Kommunale Spielplatz-Reisende

Bischofsheimer Rathaus und kein Ende...

Die Wähler kommen aus dem Gähnen nicht mehr heraus

Straßensanierungskompromiss mit Zeitspiel

Alle wollen das Gleiche - nur jeder für sich

17.02.2006

Maintaler können Franz Müntefering live erleben

Wenn man in eine bestimmte Ecke gestellt wird

"Aber ein Mast muss es schon sein!"

Richtungweisende Aktivitäten

Hoffnung mit realem Antlitz

SPD erwartet am 24. Februar den Vizekanzler und Arbeitsminister

Eins und Eins ist nicht immer Zwei

Mobilfunk-Diskussion bekommt bei öffentlichem Interesse Unterstützung

Workshop zur Entwicklung der Kinder-Tagesbetreuung

Der Gasmarkt scheint sich zu öffnen

16.02.2006

Am Montag ist beim Thema Bischofsheimer Rathaus alles möglich

Bischofsheimer Themen-Hopping der CDU geht weiter

Polit-Promi-Geflüster aus der VIP-Lounge

Von Nullen und Spitzenkandidaten

Großes Polit-Domino - wer fällt alles um?

Straßenfest wird zu neuer politischen Herausforderung

Dessous sind als Geschenke im Kommen

Polit-Splitter der Lokalpresse

 

 

 

28. Februar 2006

 

 

Bediensteter der Stadt Maintal wollte ich momentan nicht sein! 

 

Ich stelle mir das schlimm vor, wenn man als fleißiger, gewissenhafter und politisch völlig neutraler Mitarbeiter in einer Stadtverwaltung arbeitet und von Parteigängern umgeben ist, Kollegen und Vorgesetzten, die auf der politischen Schiene fahren und die Verwaltungsarbeit mit Inhalten anreichern, die nur noch politisch zu begründen sind. Dazu gehören auch politisch herbeigeführte Restriktionen wie im Finanz- bereich, von denen man weiß, dass sie eine normal funktionierende Verwaltung ohne diese Polit-Strategen so nie hinzunehmen hätte.

 

Wesentlich verschärft wird die Situation dadurch, dass Magistratsmitglieder nun auch noch in den Wahlkampf verstrickt sind und für die politischen Gegner als Zielscheiben dienen. Was immer hier als Thema herhalten muss - 1-Euro-Jobs, Mobilfunk, ins schiefe Licht geratene Bauangelegenheiten, Jugendarbeit, Soziales ganz allgemein und viele andere Themen - es fällt letztendlich zu einem guten Teil auch auf die Mitarbeiter der Verwaltung zurück, denen man eine bestimmte Vorgehensweise vorgab, obwohl sie diese vielleicht nicht für richtig hielten. Mich erreichen immer wieder Informationen, mit der Entrüstungen einhergehen, die vielfältige Ursachen haben. 

  • Die WAM geißelt gerade wieder die 1-Euro-Jobs in der Stadt Maintal und zieht die negativen Beispiele nicht gerade aus dem Hut, sondern hat Kontakt mit Menschen, die inzwischen angeblich entbehrlich sind, obwohl ihre Arbeit von 1-Euro-Jobbern verrichtet werden. Wie sonst lassen sich die ganz direkten Beschuldigungen rechtfertigen?

  • Beim Mobilfunk gibt es politische Ansichten im Rathaus, die jeden Präventionsgedanken vermissen lassen - also passiert NICHTS.

  • Öffentliche Umweltinformationen - speziell im Bereich der Strahlung - werden zurückgehalten - ja förmlich unterdrückt.

  • Überflüssigen Baugebieten wird das Wort geredet, nur um Investoren zu befriedigen.

  • Die subjektive Unsicherheit der Bevölkerung wird mit dem Freiwilligen Polizeidienst geradezu herbeigeredet.

  • Eine Kooperation mit Hanau gerät zunehmend auf eine Chefsachen-Schiene und damit womöglich aus dem Ruder.

Die Liste könnte man beliebig verlängern. Und immer wieder sind Bedienstete der Stadt Maintal, die diesen Spielchen ausgesetzt sind, von den Auswirkungen betroffen. Maintal muss wieder zu einer politisch unbelasteten Verwaltungsarbeit zurück finden, in der das Vertrauen der Geschäftspartner der Stadt einen hohen Stellenwert hat und die Bediensteten der Stadt nur ihrem Fachwissen und ihrer korrekten Dienstauffassung verpflichtet sind. Das Arbeiten am Gängelband oder als politischer Selbstläufer mit den Folgen, wie wir sie erleben, muss für die politisch unbelasteten Bediensteten der Stadt recht unbefriedigend sein und als Last empfunden werden. Ob sich nach der Kommunalwahl daran etwas ändern wird oder erst nach der nächsten Bürgermeisterwahl, wird man sehen.

 

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Mit den Mobilfunkbetreibern geschunkelt und dann verstoßen worden

 

Die Mobilfunkdebatte nimmt in Maintal langsam wieder an Fahrt auf, nachdem die Dickfelligkeit der CDU und der Magistratsmitglieder aus der gleichen Ecke immer unerträglicher wird. Die Mobilfunk-Bürgerinitiative fordert zu Recht die Bekanntgabe der Senderstandorte, die so langsam das ganze Stadtgebiet zupflastern, um ihrerseits Konzepte zu erarbeiten, mit denen man die Bürger vor Sendeanlagen in Wohngebieten bestmöglichst schützen kann. Anstelle der Informationen erhielt die BI MwW am 02.03.2005 und am 08.02.2006 folgende Stellungnahme aus dem Maintaler Rathaus:

 

 

 

  • Sowohl die Bundesnetzagentur als auch die Mobilfunkbetreiber geben die Standortplanungsdaten ausschließlich unter der Verpflichtung zur absoluten Vertraulichkeit den Kommunen zu deren internen Dienstgebrauch zur Kenntnis. Die Stadtverwaltung unterwirft sich dieser privatrechtlichen Verpflichtung, deren Verletzung Regressansprüche nach sich ziehen kann. 

  • Netzdaten der Mobilfunkbetreiber werden als Betriebsgeheimnis eingestuft. Selbst Adressen von Mobilfunkantennen-Standorten dürfen ohne Einwilligung der Mobilfunkbetreiber nicht herausgegeben werden.

  • Beschlüsse der Maintaler parlamentarischen Gremien können nichts an der vorherrschenden Rechtsauffassung zum Umgang mit Standortplanungsdaten ändern. Auch mag ein Gerichtsbeschluss die Bundesregierung hinsichtlich Verbraucher- information binden. Jedoch hat keine Kommune das Recht, ohne Aufgabendelegation anstelle der Bundesregierung zu handeln. 

  • Zum anderen, und das ist der wesentliche Aspekt, sind wir der falsche Ansprechpartner in Sachen Datenweitergabe, da die Mobilfunkbetreiber dem Magistrat der Stadt Maintal untersagen, ihre Planungsdaten an Dritte weiterzugeben.

 

 

Für wie blöd werden denn die Mitglieder der BI MwW gehalten? Was sollen denn die Bürger von ihren Veraltungsgewaltigen halten, wenn sie sich freiwillig einer privatrechtlichen Verpflichtung unterwerfen, die Aktivitäten mit den Mobilfunkbetreibern einstellen und angeblich den Ball an die Fraktionsvorsitzenden abgaben, die ohne derartige Informationen keine Chance bei ihren Gesprächen haben.

 

Otto Einsporn von der BI MwW weist auf folgende Sachlage hin, über die man im Rathaus einmal nachdenken sollte, ehe man sich wieder unter den Röcken der Mobilfunkbetreiber verkriecht:

 

Nach dem Kommentar von Prof. Dr. Christian Schrader, Arbeitskreis Recht des BUND, enthält das am 14. Februar 2005 in Kraft getretene Bundesumweltinformationsgesetz folgende wichtige Passagen: 

  • Die Bundesrepublik Deutschland ist verpflichtet, ihren Bürgern und Organisationen der Zivilgesellschaft mehr Rechte und Pflichten beim Schutz der Umwelt zu gewähren. Diesem Ziel dient ein verbesserter Zugang zu Informationen über die Umwelt. 

  • Dem erweiterten Umweltbegriff sind der Zustand der menschlichen Gesundheit und Sicherheit und die Lebensbedingungen des Menschen unterworfen. Auch strittige Kosten-Nutzen-Analysen, die bei der Frage nach dem Bedarf von Vorhaben eine Rolle spielen, müssen auf Verlangen offen gelegt werden. 

  • Nach einem erweiterten Behördenbegriff sind neben Bundes-, Länder- und Gemeindebehörden auch Gemeindeverbände, sonstige juristische Personen des öffentlichen Rechts, natürliche und juristische Personen des Privatrechts und auch private Stellen die öffentliche Aufgaben wahrnehmen zur Information verpflichtet. 

  • Der europäische Gerichtshof hat für die Umweltinformationsrichtlinie entschieden, dass deutsche Behörden direkt aufgrund der Richtline Informationen herausgeben müssen, solange es kein entsprechendes Ländergesetz gibt. 

  • Anfragen sind binnen eines Monats zu beantworten und es ist beim Ausnahmegrund "Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse" zu berücksichtigen, dass Emissionen in die Umwelt keine Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse mehr sein können. 

  • Die EG-Richtlinie 2003/4/EG sieht zusätzlich vor, dass die Behörden die Öffentlichkeit unaufgefordert über bestimmte Umweltinformationen unterrichten müssen. Dazu gehören unter anderem Konzepte, Pläne und Programme mit Bezug zur Umwelt, Genehmigungsbescheide und Überwachungsdaten. 

  • Wenn die Behörden keinerlei Umweltinformationen ins Internet stellen, sollte dies als Verstoß gegen europäische Verpflichtungen öffentlich aufgegriffen werden.

Die Bevölkerung sollte endlich erkennen, dass nur ein vernünftiges Konzept Mobilfunkbetreiber und Bürger gleichermaßen zufrieden stellen kann und diese Einsicht von den Magistratsmitgliedern einfordern. Das muss allerdings von einem unabhängigen Institut erarbeitet als Arbeitsgrundlage für den Magistrat gelten. Die Stadt Attendorn z.B. mit ihrer vergleichbaren Struktur fordert ihre Bürger und ortsansässigen Unternehmen offensiv auf, jeden angebotenen Antennenstandort bzw. Vertrag vom Mobilfunkbetreiber mit der Stadt abstimmen zu lassen. Somit ist die Stadtverwaltung der kompetente Ansprechpartner für die Mobilfunkbetreiber. 

 

In Maintal beklagt der zuständige Dezernent den Autoritätsverlust gegenüber den Mobilfunkbetreibern, weil man ihn nicht lässt, wie er es möchte. Dabei hat er erst mit den Mobilfunkbetreibern eifrig geschunkelt und wurde anschließend verstoßen. Wenn z.B. der Mietvertrag des Mobilfunksenders am Wachenbuchener Friedhof all die Passagen unverändert enthält, die auch im übersandten Mietvertrag von Vodafone für die Philipp-Weber-Straße 1+1a enthalten waren, dann wundert es mich nicht, dass man sich auch freiwillig einer privatrechtlichen Verpflichtung unterwarf. Das wäre dann mehr als nur geschunkelt.

 

Sollte das so sein, dann sollte das Parlament doch noch einmal genauer hinsehen.

 

 

 

SPD

 

 

Warum nicht mal auf eine "Gegenveranstaltung" gehen?!

 

Das Heringsessen in Wachenbuchen soll nicht nur für alle Sozialdemokraten, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger aus Dörnigheim, Bischofsheim und aus Hochstadt zu einer Kultveranstaltung in Maintal geworden sein, wie Dr. Jochen Schild versichert. Jahr für Jahr fänden sich Bürgerinnen und Bürger aus allen Maintaler Stadtteilen beim traditionellen Heringsessen des SPD-Ortsvereins Wachenbuchen ein.

Es hätte sich mittlerweile auch zu einer Art Gegenveranstaltung zu dem sogenannten Heringsessen der CDU in Bischofsheim entwickelt, meint er. "Während sich die Christdemokraten ihre politische Veranstaltung von Sponsoren finanzieren lässt und deswegen alle Eingeladenen kostenfrei bewirten kann, ist dies in Wachenbuchen ehrlich ganz anders", so seine Information. 

 

Hier würde das Heringsessen schon am Tag zuvor nach einem alten Rezept vorbereitet. Dazu bereiteten die Helfer und Helferinnen aus Schmand, kleingeschnittenen Zwiebeln, Äpfeln, Gurken und anderen Zutaten eine herzhafte Soße, die man dann erst mal über Nacht 24 Stunden ziehen lässt. Am Aschermitttwochabend kämen dann die Matjesheringe auf dem Teller zusammen mit dieser köstlichen Schmandsoße. Die Gäste zahlen dafür dann einen geringen Unkostenbeitrag. 

 

Mit dem Brustton der Überzeugung mein Dr. Jochen Schild: "Es lohnt sich, dafür der Einladung der Wachenbucher Sozialdemokraten Folge zu leisten. Die Köstlichkeit dieses Heringsessen in Wachenbuchen, auch wenn sie etwas kosten muss, weil eben keiner die Sozis sponsert, hat sich in Maintal herumgesprochen." 

 

An manchem Aschermittwoch in den vergangenen Jahren war der ganze Heringsvorat schon nach einer Stunde ausverkauft. Prominente Politiker brauchen in Wachenbuchen nicht eingeladen zu werden. Die kommen mittlerweile jedes Jahr von selbst, weil sie sich das traditionelle Heringsessen und das Publikum, das sich hier einfindet, nicht missen wollen. Deswegen sind auch Die SPD-Kandidaten für die Kommunalwahl dabei. 

 

Eingeladen sind wieder vor allem alle Maintaler und Maintalerinnen, an diesem "integrativen Event" aller Maintaler Stadtteile teilzunehmen, und sich die Heringe, bevor sie denn ausverkauft sind, schmecken zu lassen. 

 

Das Heringsessen beginnt am Mittwoch, 1.März, ab 19 Uhr im Bürgerhaus Wachenbuchen.

 

Na denn - auf geht´s - aber nach Wachenbuchen!

 

 

 

 

JUSOS

in Maintal

 

Unterstützen und helfen, wo es angebracht ist

 

Es ist gut, dass die Maintaler Jusos das Jugendzentrum in Bischofsheim besuchten und den Kontakt auch weiter intensi- vieren wollen. Die Einrichtung besitzt in der spezifischen Wohnlage Bischofsheims einen hohen Stellenwert bei den Jugendlichen und ihren Eltern und der Kontakt zwischen Betreuern und Jugendlichen ist außergewöhnlich vertrauensvoll und intensiv. 

Leider werden immer wieder Versuche unternommen, die Einrichtung in einem schiefen Licht darzustellen, damit ein anderer Standort gesucht werden kann. Hier ist jedoch ein gewaltiges Umdenken erforderlich. Wenn der Einrichtung noch bessere Möglichkeiten der Jugendbetreuung gegeben werden sollen, so wären natürlich andere Räumlichkeiten sinnvoll. Dazu muss aber erst einmal der Stellenwert der Einrichtung in die Köpfe all der Bürger, die mit einer räumlich nahen Einrichtung an einem anderen Standort zusammenleben müssen. Die Betreuungs- personen sind meiner Meinung nach in dem Dilemma, Vertrauenspersonen der Jugendlichen und  gleichzeitig in höchstem Maß von der Stadtverwaltung abhängig zu sein.

Weil den Jugendlichen und den Betreuern einfach die Lobby fehlt, versuchen sie, mit den vorhandenen Mitteln den Mangel so gut wie es geht unauffällig zu verwalten, um sich nicht den Unmut wichtiger Personen zuzuziehen. Wenn die Jusos hier ein anderes Bewusstsein bei allen Beteiligten und Verantwortlichen herbeiführen können, dann dürfte die Jugendarbeit in dem Bereich einen ganzen Schritt voran kommen. Ganz schlimm wären Wahlkampfaktivitäten, von denen  man später nichts mehr hört.

 

 

27. Februar 2006

 

 

Hochstädter Kreppelzeitung wird immer noch verkauft

 

Seit Samstag kommt sie unter die Leute und bis zum Fastnachtsdienstag kann man sie noch kaufen - die Hochstädter Kreppelzeitung. Wer noch eines der begehrten Sammlerobjekte dieses humoristisch-satirischen Witzblattes mit 104-jähriger Geschichte erstehen möchte, der kann sie in der Postagentur in Hochstadt erwerben. Heute und Morgen werde ich selbst außerdem in Wachenbuchen, Dörnigheim und in Bischofsheim an belebten Orten die diesjährigen Restexemplare anbieten.

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+++ Hochstädter Kreppelzeitung 2006 +++ mit Stadtteilseiten +++

WAHL ENTSCHIEDEN

...SPANNENDER ALS FRÜHER

Die diesjährige Ausgabe wurde um drei Stadtteilseiten erweitert, in denen allerlei Kurioses zu finden ist. Neben den traditionellen Schmankerln, mit denen so manche "Missetat" durch den Kakao gezogen wird, nimmt die Kreppelzeitung natürlich die Kommunalpolitik und ihre Helden auf die Schippe. 

 

Wie das Titelblatt bereits vermittelt, werden nach der Wahl möglicherweise wieder die gleichen Fraktionsvorsitzenden starten wie in der letzten Legislaturperiode, in der allerdings Angelika Feuerbach wieder absprang und Walter Prokopp die CDU-Fraktion führte. 

In diese feste Wand der etablierten Parteien legt Jörg Schuschkow nun eine Sprengladung, um das politische Gebilde zu erschüttern. Allerdings legte die Jugend der Maintaler Kommunalwahl ebenfalls ein eigenes Ei ins Nest, in das die Kreppelzeitung schon mal einen Blick warf. 

 

Die Themen sind also weit gefächert und die ersten Lobesworte trafen aus der Leserschaft bereits ein.

 

Wer noch eine Kreppelzeitung erstehen möchte, sollte sich bei mir melden ( klaus-edith.klee@t-online.de ) .

Ich werde dann sicher einen Weg finden, wie die Zeitung noch an Mann oder Frau kommt.

 

Ihr

Klaus Klee

 

 

 

 

 

 

 

 

Öffentlichkeit ist beim Mobilfunk unzureichend informiert

 

Irgendwie bin ich stolz auf die Eigentümergemeinschaft der Philipp-Weber-Straße 1 und 1a, der ich angehöre. Im Januar hatte sie ganz entschlossen einen Vertrag mit Vodafone abgelehnt, um nicht nur den eigenen, sondern auch den Interessen der umliegenden Siedlung am Luisantring Rechnung zu tragen. Leider finden heute derartige Aktionen in der Presse nicht die Beachtung, die sie verdienten.

 

Unter den Links der eigentlichen Meldung und dem des einen Tag später erörterten Mobilfunkvertrags können Sie die Details noch einmal nachvollziehen.

 

Zum Thema Mobilfunk meldet sich heute die SPD zu Wort und nimmt Bezug auf obige Artikel sowie den Bericht "Aber ein Mast muss es schon sein", in dem die Haltung des Magistrats deutlich wird. 

 

Im Wahlprogramm der CDU kann man nachvollziehen, dass die gesamte CDU die fragwürdige Haltung des Dezernenten übernahm. Mit keinem einzigen Wort ist hier von Prävention, von Vorsorge, von Konzepten die Rede, mit der man die Mobilfunkbetreiber konfrontieren könnte. Hier lesen Sie alles, was die CDU zu Mobilfunk zu sagen hat.

 

 

MOBILFUNK

 

Wir setzen uns dafür ein, daß wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse von unabhängigen Forschungs- instituten zum Schutze der Gesundheit der Bürger in die Gesetze eingearbeitet werden. Die bundesdeutsche gesetzliche Regelung wird von vielen Initiatoren beklagt. 

Wir verlangen vom Gesetzgeber baurechtliche Regelungen für mehr Einfluß der Kommunen auf den Ausbau und die Standorte der Mobilfunkanlagen. Wir fordern unsere Abgeordneten im Hessischen Landtag und im Bundestag auf, diese Vorhaben zu unterstützen.

 

Auch die Bürgerinitiative bemängelt die Haltung des Magistrats und beklagt, dass die Bürger nicht genug sensibilisiert sind und sich diese lasche Haltung im Rathaus gefallen lassen.

 

Inzwischen gehen die Betreiber immer stärker dazu über, kleinere Sendeanlagen in Wohngebieten und Siedlungen unter zu bringen und richten sich an Eigentümer, denen der schnelle Euro offensichtlich wichtiger ist als die Gesundheit, der Wert der Immobilie oder auch der Mietwert bei vermieteten Objekten. Sie schädigen nicht nur sich, sondern auch ihre Nachbarn auf vielfältige Weise. 

 

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass viele Menschen auf der Suche nach einer Wohnung oder einer Immobilie zuerst die Dächer der Umgegend nach Antennen absuchen und dann einen Blick auf die Klingelleisten werfen, ehe sie sich überhaupt für ein Objekt interessieren.

Besonders unverschämt empfinde ich die Ignoranz gegenüber dem Maintaler Ärzteappell von über 25 Ärzten, die eindringlich vor der Mobilfunkstrahlung warnen.

 

Noch sind allerdings die gefährlichsten Strahlungen direkt am Ohr zu messen, die von Handys und von DECT-Telefonen (schnurlos) ausgehen. 

Die nächstgrößte Gefahr scheint jedoch vom Rathaus auszugehen, wenn die Vorsorge nicht erfolgt..

 

 

 

 

InJu

 

 

Ein kleines Lebenszeichen von InJu gefunden

 

Den bisher unauffälligsten Gang in die Öffentlichkeit zur Kommunalwahl kann man eben bei der "InJu - Initiative Jugend" feststellen. Heute kam ein kleines Lebenszeichen in Form einer Schützenhilfe von JAM.

 

Bereits im Gespräch mit dem Spitzenkandidaten Sunny Bawer wurde deutlich, dass die Wahlkampfmittel von InJu begrenzt sein würden. Seit drei Wochen versuche ich, mehr Informationen zu bekommen, um wenigstens auf dieser Seite etwas für die Jugendlichen zu tun, die in der Kommunal- politik mit interessanten Themen mitmischen wollen. 

Doch die inneren Strukturen der kleinen Gruppe scheinen kompliziert zu sein. 

Inzwischen haben zumindest über meine spärlichen Informa- tionen andere Jugendorganisationen thematische  Gemein- samkeiten mit der InJu entdeckt und werden sicher auch den Kontakt suchen. Wenn allerdings zur Kommunalwahl etwas passieren soll, dann muss jetzt langsam mal "Butter bei die Fische", wie man so schön sagt.

 

JAM begrüßt Jugendinitiative

 

Maintal (pm/leg). ~ lm Namen der Jugendvertretung JAM (Jugend aktiv für Maintal) begrüßt Sprecherin Catherine Finette, dass fünf junge Maintaler die Wählerinitiative "lnJu - Initiative Jugend" ins Leben gerufen haben und nun einen Sitz im Stadtparlament anstreben. 

Da die InJu ähnliche Ziele wie JAM verfolge - wie etwa die Senkung von Busfahrpreisen für Jugendliche -, hofft die Jugendvertretung in Zukunft auf noch bessere Repräsentanz von Jugendlichen auf der politischen Ebene. Hier liege die Vermutung nahe, dass sich die InJu aus JAM gebildet habe. 

 

Die Berichte, wonach alle fünf Kandidaten für die Kommunalwahl bei JAM engagiert seien, stimme jedoch nicht. Nur zwei der InJu-Mitglieder seien bei der Maintaler Jugendvertretung aktiv. "Wir freuen uns dennoch auf eine zukünftige Zusammenarbeit und wünschen der inJu einen erfolgreichen Wahlkampf", so Catherine Finette abschließend.

 

 

 

 

 

 

 

 

"Chefsache" - "wemmer Scheiß gebaut hat"

 

Mit "Chefsachen" ist das bekanntlich so eine Sache. Mir sagte mal ein Zeitgenosse: "Chefsache sin Sache, die mer uff sich zieht, wemmer Scheiß gebaut hat, oder Sache, die mer niemand sonst zutraut." Was nun auf den Hanauer OB Claus Kaminsky (SPD) zutrifft, kann jeder für sich entscheiden. 

 

Da wir ja immer von Hanau lernen wollen, sollten wir genau beobachten, wie Hanau bei den Verkehrsbetrieben wieder aus den roten Zahlen kommen will, denn auch das könnte bei ähnlichen ausgegliederten städtischen Betrieben in Maintal akut werden. Dann wird die Sache wahrscheinlich auch zur Chefsache erklärt werden und die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe wird ähnlich klein und das gesamte Parlament muss - wie in Hanau - erleben, was dabei herauskommt, ohne wirklich Einfluss zu haben. 

 

Warum ich das schreibe? Nur um klar zu machen, dass Privatisierungen eigene Spielregeln haben, die scheinbar Stadtverordnete nicht wahr haben wollen, wenn sie derartige Entscheidungen treffen. Bei der nächsten anstehenden Privatisierung oder Ausgliederung sollte man genauestens darauf achten, welche Situationen man heraufbeschwört. Stadtoberhäupter neigen dazu, alles alleine regeln zu wollen.

 

Sanierung ist Chefsache 

OB Kaminsky: Kommission soll Hanauer Verkehrsbetrieb retten 

 

Eine Sanierungskommission soll jetzt den angeschlagenen städtischen Verkehrsbetrieb Hanauer Straßenbahn (HSB) retten. Der Omnibusbetrieb hat in gut einem Jahr 30 Millionen Euro Schulden angehäuft.

 

Hanau · Nach einem Krisengespräch am gestrigen Sonntag mit Verdi-Chef Eberhard Lorenz kündigte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) die sofortige Einsetzung einer Sanierungskommission an. Ihr sollen neben Kaminsky und Lorenz der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Müller (SPD), Holding-Geschäftsführer Michael Schweitzer und Vertreter des HSB-Betriebsrates angehören. Die HSB, die nur Buslinien im Stadtgebiet von Hanau fährt, muss bis 2008 ihren Verlust auf 3,5 Millionen Euro drücken.

 

Der OB, der die Rettung der HSB zur Chefsache gemacht hat, bekräftigte gestern nochmals, dass ein Arbeitsplatzabbau trotz des heftigen Spardrucks vermieden werden soll. Bei der HSB in Hanau sind 200 Menschen beschäftigt. Den 120 Mitarbeitern des Tochterunternehmen KvK (Kraftverkehr Kinzigtal) mit Linien etwa in Bad Hersfeld und Rüsselsheim teilte er schriftlich mit, "dass sie um ihren Arbeitsplatz nicht bangen" müssten.

 

Wie berichtet, geht das Gros des Defizits von der KvK aus, die sich vermeintlich seit 2004 mit Dumpingangeboten in Hessen an Ausschreibung von Buslinien beteiligt hat. Im Frühling 2005 begann das mutmaßliche System von Ex-Vorstandschef Ulrich Hoffmann zu bröckeln. Gegen den einst ersten Busfahrer der Stadt ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Hanau.

 

Nachdem im Sommer die Buchprüfer ihre Arbeit aufgenommen hatten, ging im Herbst der Aufsichtsratvorsitzende und Stadtrat Ulrich Müller mit dem Verdacht auf Untreue an die Öffentlichkeit; seinerzeit ging man von vier Millionen Euro Verlust bei der KvK aus.

 

Die KvK wurde 1999 von der HSB gekauft, um sich im freien Wettbewerb zu profilieren und letztlich auch um die HSB zu sichern. Die 30,4 Millionen Euro Schulden setzen sich verschiedenen größeren Posten zusammen. An dem Gesamtdefizit hat die HSB mit ihren Linien einen Anteil von nur 5,8 Millionen Euro. Es müssen 1,6 Millionen Euro operativer Verlust 2005 bei der KvK verbucht werden. Für nächsten vier Jahren wird ein Minus von 13,5 Millionen Euro für die KvK errechnet. Hinzu kommt ein Buchwertverlust für das Unternehmen von sieben Millionen Euro. Außerdem müssen zwei Millionen Euro Rücklagen gebildet werden, um die Pensionsansprüche des geschassten Vorstandsvorsitzenden zu zahlen. 

sun

 

 

 
 

Sanierungskommission bei HSB ist schlechter Faschingsscherz - 

Linkspartei: Jetzt wird der Bock zum Gärtner gemacht

 

Auf massive Kritik der Linkspartei ist die Besetzung einer sogenannten "Sanierungskommission" zur Rettung der Hanauer Straßenbahn AG (HSB) des Hanauer Oberbürgermeisters, Claus Kaminsky gestoßen. "Jetzt wird der Bock zum Gärtner gemacht. Genau diejenigen die das Desaster und den Skandal bei der HSB zu verantworten haben, sollen das Unternehmen jetzt sanieren. Für mich ist das ein schlechter Faschingsscherz", so Jochen Dohn, Spitzenkandidat der Linken für das Hanauer Kommunalparlament.

 

Für Dohn sind gerade die von Oberbürgermeister Claus Kaminsky berufene Aufsichtsratschef Müller und der Holding- Geschäfts- führer Schweitzer die Hauptschuldigen und Mitverantwortlichen an dem Skandal um die Hanauer Straßenbahn AG. Die Linke hätte eigentlich erwartet, dass die Verantwortlichen Ihren Hut nähmen und die weitere Entwicklung nicht länger blockierten. Bei einem sich kumulierenden Defizit von 30 Mill. € handele es sich ja nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um die Verschleuderung öffentlichen Eigentums.

 

Es sei unverfroren, jetzt so zu tun als habe man die Dinge fest in der Hand. Mit der hektischen Betriebsamkeit wolle der OB nur über eigene Versäumnisse hinwegtäuschen und die Öffentlichkeit beruhigen. Außerdem dränge sich der Verdacht auf, dass Aufsichtsratschef Müller, der ja auch Spitzenkandidat der SPD im Kommunalwahlkampf geschützt werden solle, so Dohn. Nach monatelangem Tiefschlaf komme jetzt das weiterwursteln ohne Konzept.

 

Es müsse jetzt endlich Schluss sein, mit der ewigen Mauschelei, Vertuschung und den Unwahrheiten, so Dohn weiter. Die Bürgerinnen und Bürger von Hanau sowie die um ihren Arbeitsplatz bangenden Beschäftigten seien es leid, ständig neue Hiobs- botschaften über die HSB zu lesen. Erst müsse aufgeklärt und die Fehler bzw. Ursachen schonungslos aufgedeckt werden, die Verantwortlichen müssten benannt und zu ihrer Verantwortung, wenn nötig gezwungen werden. Dann müsse ein Sanierungs- konzept auf den Tisch das von allen Beteiligten mitgetragen werden könne.

 

Laut Dohn drohe jetzt die Gefahr, dass die gleichen Fehler, die das Desaster verursacht hätten, wieder gemacht würden. Wer so leichtfertig und verantwortungslos mit anderer Leute Geld umgehe, habe überhaupt keine Legitimation mehr, an der Sanierung der städtischen Verkehrsbetriebe mitzuwirken.

 

Dohn forderte eine öffentliche Anhörung in der Hanauer Stadtverordnetenversammlung. Zur Rettung der HSB müssten die Stadtverordneten eine kompetente Kommission benennen. Die Stadtverordneten von SPD und CDU hätten zu lange tatenlos zugeschaut und ihre "Spitzenmänner" machen lassen. Dass die parlamentarische Kontrolle, wie auch die gesetzliche im Aufsichtsrat praktisch nicht funktioniert habe, sei eine wesentliche Erkenntnis aus dem Desaster und müsse aufgearbeitet werden. In diesem Zusammenhang forderte die Linke auch eine Offenlegung der Rolle die der Holding-Geschäftsführer Schweitzer spiele.

 

Auch müsse schnellstens und gründlich über die generelle politische Ausrichtung der großen Koalition von SPD/CDU und des Oberbürgermeisters Kaminsky diskutiert werden, der dabei sei, die Stadt Hanau zu einem Konzern umzubauen. Dies sei jetzt schon mal mit den Krankenhäusern und der HSB gründlich daneben gegangen. Die Zeche zahlten die Hanauer Bürgerinnen und Bürger. Genau dies aber gelte es in Zukunft zu verhindern.

 

 

 

 

26. Februar 2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Malbrich4

 

 

 

Was uns in Maintal bewegt:

- Heim- und Klinikaufenthalt  -

von

Jürgen Malbrich

Ihrem Mann in der SPD-Fraktion

 

Zunehmende Kritik an den Lebensbedingungen in Altenpflegeheimen stellt die stationäre Dauerpflege grundlegend in Frage. Gleichzeitig wächst im Zuge der demografischen Entwicklung die Zahl alter Menschen, die wegen wachsenden Hilfebedarfes - insbesondere bei demenziellen Erkrankungen - Heimpflege in Anspruch nehmen. Mit neuen Wohnformen im Grenzbereich zwischen ambulanter und stationärer Betreuung wird neuerdings der Versuch gemacht, familienähnliche Wohnformen mit komplexen Hilfsangeboten zu verbinden.

 

Für alte Maintalerinnen und Maintaler, die auf eine stationäre Hilfe angewiesen sind, müssen in unserer Stadt ausreichende Pflegeplätze in absehbarer Zeit zur Verfügung stehen. Auch ältere und pflegebedürftige Migrantinnen und Migranten sollen sich in unserer Mitte gut aufgehoben fühlen. Daher müssten ihnen Wohnheimplätze angeboten werden, die ihren kulturellen und religiösen Hintergrund berücksichtigen.

 

Nun zu den Alten- und Pflegeheimen im Main-Kinzig-Kreis, die zwar einerseits recht gut beurteilt werden, aber andererseits den Heimbewohnern und Angehörigen Probleme bereiten, da stets Zeitnot im Vordergrund steht. Speziell wird häufig der Mangel an Zeit für persönliche Gespräche des Pflegepersonals sowie der Schichtdienst bemängelt. Auch wird immer darauf hingewiesen, dass sich die Heime in Maintal, Hanau und Umgebung wohl teils massiv in ihrer personellen Besetzung unterscheiden.

 

Schon häufig wurde ein unabhängiges Bild vom Angebot der Alten-/Pflegeheime vermisst. Unter einer unabhängigen Kommission wäre eine aufzeig- und vergleichbare Leistungstransparenz für die Angehörigen vorteilhaft. Wir wissen zwar, dass im Kreis Zimmerangebote vorhanden sind, aber wissen möchten wir auch vergleichbar:

 

Wie ist das Verhältnis:

PflegerInnen / Pflegehilfskräfte zur Zahl der Bewohner? 

Wie ist die Belegung:  

unterschiedliche Pflegestufen - Zimmerangebote? 

Wie ist die Betreuung:  

Zeitnot - persönliche Gespräche - Eindruck (fachkundig/diskret)? 

Wie ist Sonstiges:  

Essen - Krankengymnastik - Arztbetreuung - somatische oder auch psychiatrische Betreuung?

Besonders schwierig ist die Situation alleinstehender Seniorinnen und Senioren sowie der Menschen mit Behinderungen bei einem Aufenthalt in den umliegenden Kliniken. Die Gesundheitsreform und das Gesetzgebungsverfahren zur neuen Kranken- hausfinanzierung sorgen dafür, dass diese Mitmenschen schlechter versorgt werden als früher. Durch die Abrechnung nach Fallpauschalen wird die Betreuung dieses Personenkreises immer unmenschlicher. Da zusätzliche Pflegehilfen im Kranken- haus von den Sozialhilfeträgern nicht mehr bezahlt werden, müssen sich Behinderte oder alte Menschen auf Verwandte oder Bekannte verlassen, die stundenweise die Betreuung übernehmen können.

 

Hilfe braucht dieser genannte Personenkreis beim täglichen Essen, bei der Überwachung der Einnahme von Medikamenten, beim Einflößen von Wasser. Das Krankenhauspersonal ist personell damit zur Zeit überfordert und das neue Abrechnungs- system sieht Betreuung von außen nicht mehr vor. Das Gesetz verbietet es dem Sozialhilfeträger oder den Krankenkassen sogar, ambulante Pflegehilfen zu bezahlen, weil die Versorgung der Behinderten oder alten Menschen ausreichend über die Fallpauschalen vom Krankenhaus abgedeckt sei.

 

Die Realität im Klinikalltag sieht aber anders aus: Es bleibt - nach Auskunft des Pflegepersonals - schlicht keine Zeit, behinderte oder alte Menschen mit teils sehr speziellen Handicaps ausreichend zu mobilisieren, bei der Tablettenausgabe just den richtigen Zeitpunkt herauszufinden, um Schluckstörungen zu umgehen, ihnen stundenlang beim Essen zu helfen. Wer nicht alleine essen kann, kriegt eine Infusion, und wer Bedürfnisse nicht artikulieren kann, bleibt eben unverstanden!

Für all' die Mitmenschen, die sich in Kliniken oder Heimen aufhalten, sollten wir die bereits guten Ansätze in unserer Stadt noch verbessern und fördern Einer Stadt, die so segensreiche Einrichtungen wie die Bürgerhilfe und die Haushaltshilfen in ihren Mauern wirken lässt, muss es auch gelingen, durch weitere Initiativgruppen den Kranken und Schwerstkranken in den Kliniken mit gezielten Besuchsdiensten zu helfen. Auch die Seniorinnen und Senioren und die Menschen mit Behinderungen sind Deutschland. Sie sind auch Maintal.

 

Jürgen Malbrich

VdK-Vorstandsmitglied und 

SPD-Kandidat zur Stadtverordnetenversammlung

 

 

 

 

 

 

CDU

 

 

SPD

 

Erneuter Vorstoß der CDU zur "subjektiven Sicherheit" scheint gescheitert

 

Wenn man die Presseberichterstattung und die Stellungnahmen der SPD Maintal zum Thema "Freiwilliger Polizeidienst" verfolgt, dann stellt man fest, dass die "subjektive Sicherheit" der Bürger längst als das enttarnt ist, was wirklich dahinter steht. Mit Hilfe von diffusen Ängsten soll eine Truppe aufgestellt werden, die unsere örtliche Polizei und die Ordnungskräfte "entlasten" sollen, damit die Landesregierung ungestört ihre Personalpolitik bei der Polizei fortführen kann. Was hier an Aufgaben angesprochen wird, ist auch auf andere Art zu lösen, wenn man es nur will. 

Derartige Veranstaltungen werden erfreulicherweise auch von den Vertretern anderer Parteien zur offensiven Diskussion genutzt. So gesehen muss man sich fragen, ob das Thema nicht eine unbeabsichtigte Steilvorlage der CDU für die SPD war.

 

Lesen sie dazu bitte den Artikel des Maintal TAGESANZEIGERs und die anschließende Pressemitteilung der Maintaler SPD.

 

 

 

SPD-Pressemitteilung

"Der freiwillige Polizeidienst ist für uns der falsche Weg!"

 

Da sind sich die Maintaler Sozialdemokraten auch nach der Informationsveranstaltung der CDU am gestrigen Abend sicher. Als ehrenwert bezeichnete heute die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Jennifer Gutberlet, das Ansinnen der CDU am gestrigen Abend, die zahlreichen Vertreter der SPD vom Vorhaben einen freiwilligen Polizeidienst in Maintal zu installieren, zu überzeugen. Dieses Vorhaben sei, so Gutberlet, allerdings nicht geglückt. 

 

"Für uns gibt es in diesem Thema einfach zu viele Unwägbarkeiten, wie auch der Referent Alois Lenz am ein oder anderen Punkt zugestehen musste" führt die SPD-Politikerin dazu aus. Für ihre Partei sei es eben nicht ausreichend, nur das subjektive Sicherheitsgefühl der Maintaler Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. "Vielmehr sehen wir es als notwendig an, objektive Verbesserungen zu erreichen", so Gutberlet weiter. Vor allem, dass an diesem Abend immer wieder nur von auffälligen Jugendlichen gesprochen wurde, stieß den anwesend Sozialdemokraten sauer auf. "Wenn es denn wirklich nur um Jugendliche geht, dann kann man die Probleme sicher nicht mit einem freiwilligen Polizeidienst lösen", bemerkt der Bischofsheimer Sozialdemokrat Jochen Spaeth dazu, "vielmehr muss man dann ernsthaft über eine Art "Streetworker- Projekt" nachdenken." Es könne nicht sein, dass man versuche die Probleme oder Konflikte in dieser Stadt zu lösen, indem man Freiwillige auf die Straße schicke, um einzelne Orte zu kontrollieren und damit höchstens einen Verdrängungsmechanismus, nicht aber eine Problemlösung in Gang setze. 

 

"Die freiwilligen Polizeihelfer erhalten eine 50stündige Ausbildung als Grundlage für ihr Aufgabe, das alleine zeigt uns, dass dieses Projekt nur eine subjektive Sicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger suggerieren kann", ergänzt der Hochstädter SPD-Vorsitzende Udo Stoppel. "Diese Personen, deren Engagement wir bewundern und zu schätzen wissen, haben letztendlich nicht mehr Befugnisse als jeder andere Bürger auch", so Stoppel weiter, "nur das sie eine Uniform dabei tragen. Und die Einschätzung der CDU, dass das alleine reicht, teilen wir nicht." Als zumindest sehr bedenklich bezeichnet die Hochstädter Stadtverordnete Ursula Pohl, die selbst seit vielen Jahren in diversen Positionen ehrenamtlich stark engagiert ist, die Regelung, die Arbeit dieser immerhin ehrenamtlichen Helfer mit einem Betrag von sieben Euro pro Stunde zu vergüten, wohingegen Ehrenamtliche im Bereich der Feuerwehr und des Rettungswesens ebenso wie die Ehrenamtlichen der zahlreichen Vereine und Institutionen für ihren Aufwand und ihren Einsatz keine Entschädigung erhielten. "Es ist aber für uns sicher keine Frage des Geldes", betonte Gutberlet, "vielmehr geht es uns darum, dass die Aktivitäten des Landes im Bereich der Polizei in den kommenden Jahren weitere Stellen abzubauen, durch ein solches Projekt unterstützt und die tatsächlichen Folgen damit verschleiert werden sollen." 

 

Der Finanzminister des Landes habe sich erst kürzlich auf einer Veranstaltung in Maintal damit gebrüstet bis zum Jahre 2008 im Land Hessen 10.000 Stellen abgebaut zu haben. "Und das in diesen Zeiten" so Karla Köllner

 

"Es kann nicht sein", so Gutberlet, "dass wir die originären Aufgaben des Landes finanzieren, wenn auch nur mit einem Betrag von rund 20.000 Euro und das Land das auch noch öffentlich als tolle Errungenschaft preist." Dass der anwesende Stadtrat Schächer dazu noch ausführte, dass es in Maintal eine Erhebung von so genannten Angsträumen gegeben habe und vor allem in diesen durch die freiwilligen Helfer Abhilfe geschaffen werden könne, empfindet Ursula Pohl fast als Frechheit. "Wir haben nach dieser Erhebung im Rahmen der sozialen Stadterneuerung gemeinsam mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um hier unmittelbar Abhilfe zu schaffen", so Pohl, "der zuständige Stadtrat Herr Schächer hat diese Maßnahmen jedoch geschoben oder ganz beiseite gelegt." Auch die Tatsache, dass es bisher keinerlei Erhebung über den Erfolg dieses Projektes, dass laut Herrn Lenz immerhin schon seit 2002 aktiv praktiziert wird, gebe, würde nicht gerade zum Meinungsumschwung ihrer Partei beitragen, ergänzt Karla Köllner. "Wir würden mehr davon halten, gegebenenfalls auch unter finanzieller Beteiligung der Stadt, eine weitere mit allen Kompetenzen ausgestatte Kraft für die Polizeistation in Maintal einzusetzen." 

 

"Wir sind uns mit den Kollegen der CDU sicher darüber einig, dass es in Maintal Problembereiche gibt an denen aktiv etwas getan werden muss. Und wir haben ebenso wie die CDU-Vorsitzende ein großes Interesse daran eine von breiten Mehrheiten getragene Lösung zu suchen und zu finden. Der Freiwillige Polizeidienst ist für uns jedoch keine Lösung" ", so Gutberlet abschließend.

 

 

 

 

 

 

War die nächste "Lösung" schon vor der PEN-Absage geboren?

 

Die Ereignisse ums Bischofsheimer Rathaus überschlagen sich förmlich. Immer deutlicher kommt heraus, dass das Büro Eisner in Maintal gleich an mehreren Stellen die Hebel ansetzte, um jetzt schnell zum niedrigsten Bodenrichtwert an das "Schnäppchen" zu kommen. Bereits Ende Januar wurde der Stadt Maintal ein Kaufangebot unterbreitet zum Preis von 340,-- Euro/m² abzüglich der Abrisskosten des Gebäudes. Man fügte ein Angebot vom 01.08.2005 und vom 10.01.2006 bei, um erneut ins Geschäft zu kommen, nachdem das erste Angebot offensichtlich nie angekommen zu sein scheint. Gleichzeitig wird in einem anderen Schriftstück die Liste der Gesprächspartner genannt, mit der man damals  Gespräche geführt hatte. Dennoch scheint das fehlende Angebot niemand zu Nachfragen verlasst zu haben. Lag es im Rathaus jedoch vor, dann muss man sich fragen, warum es der Arbeitsgruppe nicht vorgelegt wurde.

 

Inzwischen führte Frau Eisner vor der PEN-Absage eine ganze Reihe von Gesprächen, darunter auch mit Vertretern verschiedener Parteien und richtete jetzt - nachdem PEN abgesprungen ist - folgende Nachricht an die Stadtverordneten des alten Parlaments und an die Kandidaten der Stadtverordnetenwahl, damit flächendeckend die Informationen vorliegen. Man hat also bereits gelernt, wie man vorgehen muss, damit alle Entscheidungsträger informiert sind.

 

 

 

bzbau GmbH     Hans-Römhild-Straße 25     D-34128 Kassel 

 

An die Fraktionen der Parteien 

der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Maintal 

 

Ihr Zeichen/Ihre Nachricht vom                            Unser Zeichen                                           23.02.2006 

 

Nutzung des Grundstücks "Altes Rathaus" in Bischofsheim 

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

 

wir bitten Sie, folgende Beschlussvorlage in der nächsten Stadtverordnetenversammlung einzubringen. 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 

 

Das im städtischen Eigentum befindliche Grundstück "Altes Rathaus" soll zum aktuellen Bodenrichtwert an einen Investor veräußert werden. Als Nutzung soll ein Seniorenwohn- und - pflegeheim vorgesehen werden. Um eine dem Umfeld angepasste städtebauliche Gestaltung zu ermöglichen, soll die Möglichkeit bestehen, das "Alte Rathaus" abzureißen, auch weil nach den vorliegenden Gutachten der Sanierungs- und Umbauaufwand, abgesehen von einer eingeschränkten Nutzbarkeit, wirtschaftlich nicht darstellbar ist. 

 

Es soll eine Fußwegeverbindung zwischen Alt-Bischofsheim und Zwingerstraße geschaffen und der Wochenmarkt an der Straße Alt-Bischofsheim mit ca. 1.000 qm weiterhin genutzt werden können. Zudem soll eine Integration von Tageskaffee, Arztstation und Stadtladen mit 200 qm (Anmietung von der Stadt Maintal) erfolgen. 

 

Die Planung soll bezüglich Gestaltung, städtebaulicher Einbindung, Geschossigkeit etc. mit dem Stadtbauamt abgestimmt und das Recht eingeräumt werden, die Berechnungen der Ausnutzung auf die verbleibenden städtischen Flächen in Form von Baulasten einzutragen. Der Wochenmarkt müsste außerhalb der Beschickungszeiten für die PKW- Stellplätze der Senioreneinrichtung zur Verfügung stehen, sowie ein Überfahrtsrecht zur Erschließung gewährt werden. 

 

Begründung: 

 

Die ursprünglich vorgesehene Nutzung mit Wohnungen, kleinen Läden und Tiefgarage hat keine Zustimmung gefunden und ist sowohl wirtschaftlich als auch städtebaulich nicht gewünscht. 

 

Aufgrund der demografischen Bevölkerungsstruktur und -entwicklung besteht in Maintal ein erhebliches Defizit an Senioren Wohn- und Pflegeplätzen. Selbst nach Eröffnung des zweiten Bauabschnittes des DRK- Kleeblattes in Dörnigheim besteht immer noch bis 2010 ein Bedarf von über 200 Altenpflegeplätzen. 

 

Eine neue Senioren Wohn- und Pflegeeinrichtung auf dem Grundstück "Altes Rathaus" würde sich in einem gewachsenen Umfeld mit entsprechenden Infrastruktureinrichtungen in Kombination mit Stadtteilbüro, Kaffee, Notarztstation und Wochenmarkt sehr gut in Bischofsheim integrieren und zur Verbesserung des Umfeldes und Bereicherung der Angebote für die Bürger beitragen. 

 

Zum derzeitigen Sachstand: 

 

Wir haben uns mit einer Konzeption, die der o.9. Beschreibung entspricht am 29.07.2005 bei der Stadt Maintal beworben und mit Schreiben vom 10.01.2006 ein konkretes und wirtschaftlich interessantes Angebot abgegeben. 

 

Der Investor Theodor Semmelhaack aus Elmshorn, in dessen Auftrag wir tätig sind, hat zudem am 15.02.2006 unser Angebot bei der Stadt Maintal schriftlich bestätigt und eine Finanzierung für das Projekt zugesichert. 

 

Gern stellen wir Ihnen auch unser Konzept ihrer Fraktion und in der Stadtverordnetenversammlung vor. 

Zu Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung. 

Mit freundlichen Grüssen 

 

bzbau GmbH 

A. Hilke 

(Geschäftsführer)

 

 

 

Ja, wo sind wir denn inzwischen hingekommen? 

  • Da "spendiert" ein Bürger im Luisantring im letzten Jahr einen unterschriftsreifen, auf ihn exakt zugeschnittenen Bebauungsplan für den gesamten Bereich, 

  • Höhl "spendiert" die Planungen für ein neues Baugebiet, 

  • PEN bekommt zwischenzeitlich einen Beschluss zum Gelände am Bischofsheimer Rathaus gestrickt, der auch auf PEN zugeschnitten ist und 

  • bzbau, Kassel liefert eine komplett vorformulierte Beschlussvorlage, nachdem PEN den Rathaus-Spielchen zum Opfer fiel.

Wer verhandelt da eigentlich mit wem offiziell und nebenher, wenn es um Stadtentwicklungsplanung geht und wie sind diese Vorgehens- weisen zu erklären. Immer stärker werden die Stimmen, die den gesamten Arbeitskreis zum Bischofsheimer Rathaus und die Gesprächs- partner im Rathaus infrage stellen. Dumpf sind die Ahnungen, wie "alles so läuft" und warum es so läuft. 

 

Vor dieser aggressiven Akquisitionsarbeit, die jetzt im Raum steht und scheinbar nur auf schnelle Provisionen abzielt, sollten sich die neuen Stadtverordneten der nächsten Legislaturperiode in acht nehmen, wenn Sie obiges Schreiben gelesen haben.

 

(Siehe auch die "Gedanken zu den aktuellen "Rathaus-Pressemitteilungen")

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VdK

 

 

Gedanken

 

 

Ein starker Partner

mit Kompetenz und Erfahrung

 

Ortsverband Bischofsheim                                     ---                             Ortsverband Dörnigheim

 

Maintal, den 25.02.2006

Gedanken zu den aktuellen "Rathaus-Pressemitteilungen"

 

Mit Bedauern und gleichzeitiger Belustigung nehmen die Vorstände der VdK-Ortsverbände Bischofsheim und Dörnigheim nun die verschiedenen Pressemitteilungen der Maintaler Parteien zur Entwicklung der Neugestaltung des Rathaus-Geländes in Bischofsheim zur Kenntnis. Besonders erheitern die Vorschläge, dass nun eine neue Ausschreibung vorgenommen werden soll und erneut dann ein Arbeitskreis die evtl. eingehenden Bebauungsvorschläge erörtern und bewerten soll.

 

Hier hat doch schon die Vergangenheit gezeigt, dass dabei zuviel Zeit verloren geht. Die Fraktions-vorsitzenden sollten sich hier zurücknehmen und nicht erneut ohne die entsprechende Qualifikation in eine solche Arbeitsgruppe drängen. Man muss als gewählter Abgeordneter nicht von allen Dingen Ahnung haben - man sollte nur erkennen, dass es vielleicht in den Reihen der Fraktionen Damen oder Herren gibt, die auf speziellen Gebieten Erfahrungen und Kontakte mitbringen. Bezeichnend war doch, dass im alten Arbeitskreis "Rathaus" noch nicht einmal ein einziges Mitglied des Bauausschusses der Stadt Maintal vertreten war. 

 

Das dieser Arbeitskreis - unterstützt von einer einseitig orientierten Bürgerinitiative - dann noch von einem unglücklich agieren- den Stadtrat und einem hoch bezahlten aber hilflosen Mediator geleitet wurde, kein gutes Ergebnis vorzeigen würde, war vorherzusehen - zumal dieses Thema in der abgelaufenen Legislaturperiode unbedingt erledigt werden sollte. Auch wurde bis zum Rückzug der Firma PEN nicht dargelegt, welche Personen oder Gesellschaften sich hinter diesem Namen verbergen und wie die Kreditwürdigkeit dieser Firma einzuschätzen ist.

 

Obwohl uns die "Ruine" schon lange ärgert: "Auf ein Neues!" - der Mittelpunkt des Ortsteils Bischofsheim verdient eine bessere und besonnenere Planung. Keine neue zeitverzögernde Ausschreibung, sondern Direktansprache an bekannte Planer und Investoren, die dann die Vorschläge auf den Tisch und zur Abstimmung vorlegen können.

 

Jürgen Malbrich

 

 

 

 

 

WAM

 

 

Populistische Behauptung als verkürzte Darstellung

 

Im Wahlkampf werden mitunter Formulierungen benutzt, die faktisch zwar nicht direkt zu widerlegen sind, jedoch auch nicht ganz genau den Sachverhalt treffen. So behauptete Jörg Schuschkow (WAM) zum Thema Bischofsheimer Rathaus: "Im September letzten Jahres ist aber die Abstimmung gegen das von der SPD selbst eingebrachte VdK-Modell und zugunsten von PEN nicht etwa daran gescheitert, dass der Magistrat die SPD falsch informiert hat, sondern weil die Fraktionsspitze der SPD, Herr Kaiser und Frau Gutberlet, gegen die eigene Fraktion und für das PEN-Modell gestimmt haben".

 

Das ist eine verkürzte Darstellung, die in letzter Konsequenz zwar richtig ist, jedoch - differenziert betrachtet - anders aussieht. Der endgültigen Abstimmung zugunsten des PEN-Projekts ging die Abstimmung über das VdK-Modell voraus, das sehr viel weniger Stimmen bekam und bei dem sich die Fraktionsspitzen der SPD nicht geschlossen gegen den eigenen Antrag stellten. Erst als diese Entscheidung gefallen war, wählte man unter den vermutlich kleineren Übeln. Das Abstimmungsergebnis ist bekannt.

 

Das wiederum lässt sich recht einfach zur obigen Aussage zusammenziehen, denn dahinter steht der Gedankengang, dass eine Fraktion ihre Themen intern ergiebig ausdiskutiert und dabei die Fraktionsspitzen entschlossen voran gehen und sich als Führungspersonen nicht ihren ganz persönlichen Ansichten hingeben sollten. Man kann die Truppen nicht an die Front schicken und selbst kurz vor dem Ziel links abbiegen. Das vermittelt Jörg Schuschkow den Lesern mit seinem verkürzten Statement. 

 

Bliebe noch im Raum stehen, was denn eine Fraktionsspitze ist. Normalerweise ist das der Fraktionsvorsitzende. Auf den allein trifft die Behauptung von Jörg Schuschkow allerdings nicht zu. Hier wird der Sprachgebrauch benutzt, der sich für Fraktionsvorsitzende und Stellvertreter etwas locker gebildet hat. 

 

Es ist mir sonnenklar, dass die SPD-Fraktionsspitze das nicht so im Raum stehen lässt - pardon der Fraktionsvorsitzende.

Auf die Antwort sind (wären) nicht nur die Fraktionsmitglieder der SPD gespannt.

 

 

Die

Wochenend-

Glosse

 

 

 

Am Wasserhäusi an de Eck

 

Wasserhäuschen oder Trinkhallen sind beliebte Orte der Kommunikation. Hier gibt es Stammgäste und normale Kunden, die sich bei einem Bier und/oder einem Schnaps über allerlei aktuelle Themen unterhalten. Es sind zwar nicht die fundamentiertesten Argumente, die hier ausgetauscht werden, aber sie kommen oft der Wahrheit sehr nahe, die allerdings in Wirklichkeit kein normaler Bürger definitiv kennt. Trotzdem lohnt es sich manchmal, hinzuhören, was so die politische Überzeugungen prägt. Schließlich gehen gerade die dort anzutreffenden Zeitgenossen zu einem sehr hohen Prozentsatz wählen, wenn sie nicht sogar Parteimitglieder sind, die gelegentlich mit ihrem Wissen prahlen können.

Jezz scheint´s widder Beschäftichte an de Kraache se gehe,

die wo e Lewe lang brav de Schambes gemacht hawwe

unn jezz erlewe müsse, wie se nach England verkaaft wer´n...

 

Immer ruhich Blut - de Erhard hot ja e offiziell Telefonat gefihrt,

des wo immer e ganz besonner Werkung uff Leut hot.

 

Was fer e besonner Werkung soll en des sei ?

Maanst´de, de Rasmussen lässt sich in sei Karte enei gucke,

eh die Verträäch ausgehannelt sin ?

 

Es mecht doch immer Oidruck in de Firmeetaasche, 

wenn sich unsern Berjermaaster selbst um die Sach kimmert...

 

Unn - was hot er dann jezz ausgericht ?

Soviel ich waas, war er bloß orch beruhicht 

und hot des aach de Presse so gesacht !

 

Was en so beruhicht hot - des kann ich der saache :

Beim Rasmussen gibts weit un breit kaa Gelände, 

des mer fer Awweitsplätz in Bauland umwannele müsst....

 

25. Februar 2006

 

SPD

 

 

 

 

Selbst "Rente ab 67" war keine Klippe

 

Bis auf den letzten Platz besetzt war das Bischofsheimer Bürgerhaus bei der Wahlkampfveranstaltung der SPD mit dem Gastredner Franz Müntefering - Vizekanzler und Minister für Arbeit und Soziales. Die Genossen hatten den Auftritt perfekt vorbereitet und es waren nahezu alle Maintaler Parteien vertreten, die förmlich an Münteferings Lippen hingen.

 

Ehe es jedoch dazu kam, hielt nach der Eröffnung der Veranstaltung der Kreisbeigeordnete André Kavai (SPD) eine ansprechende Rede, die alle Kernpunkte der Kommunalpolitik umfasste. Franz Müntefering, der die Rede interessiert verfolgte, griff einige Punkte später auf und unterstrich ihren hohen Stellenwert. Seine Hauptthemen waren natürlich die großen bundespolitischen Themen. Wer erwartet hatte, dass das Thema "Rente ab 67" eine Klippe darstellte, der hatte sich geirrt. Unglaublich routiniert umschiffte er diese Passage, als sei Rente mit 67 eine Selbstverständlichkeit. Da an dieser Stelle noch einige Presseberichte aufgenommen werden, möchte ich hier nicht weiter inhaltlich auf die beiden Reden eingehen.

 

Der wesentliche Eindruck, den die SPD-Genossen hinterließen, war der einer selbstbewussten und verantwortungsbewussten Partei, die sich ihrer starken Wurzeln bewusst ist und Franz Müntefering kokettierte stolz mit seinen persönlichen "Roots", aus denen er die Kraft schöpft, die auch gestern Nachmittag zu spüren war. Es war die Authentizität des Franz Müntefering, die den Anwesenden signalisierte, dass hier kein Mann fremder Interessen, sondern ein Stück bundesdeutscher Geschichte und Sozialdemokratie am Mikrofon stand. Der SPD ist mit dieser Veranstaltung ein ganz besonderes Highlight gelungen, an das viele Besucher noch lange denken werden.

 

Franz Müntefering in Aktion

André Kavai mit beeindruckendem Redebeitrag

 

"Lohndumping macht keinen Sinn"

Wahlkampfauftritt in Bischofsheim: Vizekanzler Franz Müntefering will Arbeitsmarkt voranbringen

 

Maintal (leg). - Lang ist es her, dass in Maintal ein so prominenter Bundespolitiker angesagt war. Entsprechend gut besucht - wenn auch nicht bis auf den letzten Platz besetzt - war gestern Nachmittag der große Saal des Bischofsheimer Bürgerhauses, als Vize- kanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering auf Einladung der Maintaler SPD und des Kreisverbandes der Sozialdemokraten auftrat. Der frühere Vorsitzende der SPD-Bundespartei hielt eine kämpferische und streckenweise mitreißende Rede. Dabei stand die Bundespolitik, deutlich im Vordergrund, obwohl es ja eine Veranstaltung im Rahmen des Kommunalwahlkampfs war. Bekanntlich stimmen die Hessen am 26. März ja über die Zusammensetzungen der Kreistage und Gemeindevertretungen ab. 

 

Die Themen Bildung und Familie, aber vor allem die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit standen im Mittelpunkt der rund 50-miriütigen Rede des Arbeitsministers. Dabei machte er klar, dass er Lohndumping ablehne und damit auch keine Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Gerechte und faire Arbeitsvergütungen müsse es geben. Es sei dringend notwendig, in Deutschland endlich davon wegzukommen, dass die Menschen für die Wirtschaft da seien.

 

Vehement setzte sich der SPD-Politiker für die Einführung eines Mindestlohnes ein, denn die Menschen müssten, wenn sie voll arbeiteten, damit auch ihren Lebensunterhalt verdienen können. Dies sei in der Bundesrepublik leider immer öfter nicht mehr der Fall. Sowohl die Jugendarbeitslosigkeit als auch der Umstand, dass Menschen ab 50 keinen Job mehr finden, beschäftigen Müntefering besonders stark. Gegen beide Phänomene müsse die Politik etwas tun. Und dafür setze sich das Arbeitsministerium auch nachhaltig ein. Mit mehr Bildung und Förderung von Unternehmen, die Arbeitslose einstellen, die über 50 sind, sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass die Zahl der Erwerbslosen sinkt. Der Vizekanzler hofft, dass auch das Wirtschaftswachstum - für 2006 sind 1,5 Prozent prognostiziert - das seine dazu beitragen werde" damit es mit Deutschland wieder aufwärts geht. 

 

Auch das Thema Rente schnitt Müntefering gestern in Bischofsheim an. 1970 seien noch 97 ,5 Prozent aller Beschäftigten mit 65 in den Ruhestand gegangen, 2004 seien dies jedoch nur noch 37,1 Prozent gewesen. Im Schnitt scheiden die Bundesbürger heute mit 60,3 Jahren aus dem Beruf aus. Diese Zahlen führte er als Argument dafür an, dass das Rentenalter ab 2012 pro Jahr um einen Monat bis 2024 angehoben werden soll. Effektiv würden die Menschen auch dann noch durchschnittlich mit weniger als 65 Jahren in Rente gehen. Münteferings Rede wurde von den Besuchern, die vor allem der SPD zuzurechnen waren, mit großem Beifall aufgenommen.

 

 

 

 

 

 

Neue politische Kraft skizziert ihr konkurrierendes Umfeld

 

Das war eigentlich klar, dass sich die unvorbelastete WAM das bei den etablierten Parteien inzwischen ungeliebte Thema Bischofsheimer Rathaus herausgreift, um exemplarisch die Schwachstellen Maintaler Kommunalpolitik vorzuführen. Besonders unangenehm dürften Schuschkows deutliche Erinnerungen bei den SPD-Fraktionsspitzen ankommen. Auch die CDU dürfte nicht gerade begeistert reagieren, denn ihr ehemaliger Parteichef weiß genau, von was er spricht. Der Wahlkampf kann noch sehr interessant werden.

 

 

 

Stillstand in Sachen Rathaus Bischofsheim war vorhersehbar

WAM übt generelle Kritik an dem Verhalten der Maintaler Parteien

 

Die neueste Presseerklärung der SPD, in der sie erklärt, sie sei vom Magistrat hintergangen worden, kann die WAM nicht nachvollziehen. "Hier wird versucht, das eigene Versagen zu kaschieren", so WAM-Spitzenkandidat Schuschkow.

 

Das Thema Rathaus Bischofsheim schleppe sich nunmehr fast endlos dahin und wer ein bisschen Ahnung von dem Thema habe, den verwundere das auch nicht. Es sei doch schon vorher klar gewesen, dass der Magistrat den von ihm favorisierten PEN-Entwurf mit den "üblichen Mitteln" durchdrücken würde, führt Schuschkow weiter aus. Das Thema Rathaus war ursprüng- lich auf einem guten Weg, bis Erhard Rohrbach wieder zum Bürgermeister gewählt wurde. Danach schwenkte die CDU wider besseres Wissen von dem von ihr 2002 angestoßenen Projekt des Erhalts des Grundstücks im Eigentum der Stadt ab und auf die Linie des alten, neuen Bürgermeisters ein, obwohl dieser in seiner ersten Amtszeit schon erfolglos versucht habe, das Rathaus zu verkaufen. 

 

"Diese Erfolglosigkeit hatte die CDU ja schließlich dazu bewogen, in Sachen Rathaus die Initiative zu ergreifen und nach einer wirklich machbaren Lösung zu suchen", erklärt der ehemalige CDU-Parteichef. "Leider war der CDU nach Rohrbachs Entschei- dung, sich wieder für den Bürgermeisterposten aufstellen zu lassen, Personalpolitik wichtiger als Sachpolitik", bedauert er.

 

Jetzt sind wieder zwei Jahre verloren und nichts ist passiert, nur der Leerstand im Rathaus hat 300.000 € Kosten verursacht. Die Arbeitsgruppe-Rathaus, die in 14 Monaten 15 Sitzungen absolvierte, hat, außer erheblichen Kosten auch für diese Sitzungen, nichts eingebracht. "Ich hatte schon im Sommer 2004, als die Entscheidung zur Einrichtung der AG-Rathaus getroffen wurde, dagegen gestimmt und prophezeit, dass es damit nichts wird", blickt Schuschkow zurück. 

 

Hier wurde wieder das getan, was die WAM bei den Maintaler Parteien insgesamt bemängelt und was unbedingt geändert werden muss, soll unsere Stadt wieder in besseres Fahrwasser kommen. Statt eine politische Grundsatzentscheidung darüber zu treffen, was man mit dem Gelände anfangen will, wurde 15 Monate völlig ohne Ergebnis debattiert.

 

Auf den letzten Drücker kam dann die SPD mit dem VdK-Modell, das die WAM ausdrücklich gutheißt. "Im September letzten Jahres ist aber die Abstimmung gegen das von der SPD selbst eingebrachte VdK-Modell und zugunsten von PEN nicht etwa daran gescheitert, dass der Magistrat die SPD falsch informiert hat, sondern weil die Fraktionsspitze der SPD, Herr Kaiser und Frau Gutberlet, gegen die eigene Fraktion und für das PEN-Modell gestimmt haben", erinnert Schuschkow und bemerkt süffisant "Seltsam, dass sich nur Kaiser und Gutberlet hinters Licht führen ließen und nicht der Rest der SPD-Fraktion, in der das Abstimmungsverhalten ihrer Spitzenleute für großen Unmut sorgte."

 

Das Kardinalproblem sieht Schuschkow jedoch nicht in diesen politischen Spielchen einzelner, sondern schon im gesamten Ansatz. Bei der "Klappergass" könne man notfalls auf zufällige Mehrheiten im Parlament setzen, eine millionenschwere Entscheidung über das Rathausgelände Bischofsheim aber auf diese Hoppla-Hopp-Weise zuzulassen, das gehe nicht an. "Zufallsentscheidungen gibt es nicht. Wenn man Mehrheiten braucht, sucht man sich diese vorher zusammen", weiß Schuschkow noch aus seiner Zeit als CDU-Parteichef. "Wenn man dann sieht, dass man keine Mehrheiten bekommt, muss man eben bei solch wichtigen Themen Kompromisse schließen." Eine Entscheidung zuzulassen, von der man wisse, dass sie nur zustande gekommen sei, weil ein Stadtverordneter krank war und sie daher die nächste Sitzung nicht überlebe, sei unmöglich. "Damit lässt man nicht nur die Sache gegen die Wand laufen, sondern erschüttert auch das Vertrauen möglicher Investoren in die Fähigkeit der Maintaler Politik, verlässliche Entscheidungen zu treffen", so Schuschkow und bemerkt abschließend, die WAM werde sich mit allen Kräften für eine verlässliche, ehrliche Politik mit Vernunft und Menschenverstand einsetzen.

 

Weitere Informationen und ein Diskussionsforum finden sie wie immer auf der Internetseite der WAM unter www.wam-maintal.de .

 

 

 

 

 

 

Bündnis 90

die Grünen

 

 

Flankenangriff der Grünen

 

Im Rathaus geht es zu, wie in vielen Firmen, in denen Führungskräfte schon fertige Lösungen haben, aber die Probleme einfach nicht dazu passen wollen. Also wird zurechtgebogen und teilverändert, bis es wenigstens halbwegs passen könnte. Wen wundert es, dass solche verkorksten Lösungen niemand begeistern und "torpediert" werden? 

 

Mit dem Bischofsheimer Rathaus, das inzwischen - nach Abzug der Teilabrisskosten des Anbaues - kaum mehr als 350.000 Euro erzielen wird, bleibt nur zu hoffen, dass eine Lösung dabei herauskommt, bei der der Stadt wenigstens noch eine unbebaute Teilfläche als Wert verbleibt. Diese Teilfläche könnte aber so hohe Unterhaltungskosten verursachen, dass sie zukünftige Haushalte belastet. Beides wäre abzuwägen. Die nun wieder neu auflebende Angebotsrunde wird zeigen, wie groß überhaupt noch das Interesse von Investoren ist. Vielleicht überwiegt die Lust auf das Schnäppchen ja auch den "schweren Imageschaden", der jetzt hochstilisiert wird.

 

Festzuhalten ist, dass keine der etablierten Parteien bei diesem Thema eine gute Figur macht - allenfalls einzelne Kommunalpolitiker, die von Anfang an auf dem richtigen Weg waren. Oft ist das einzig Schlechte an einer Idee, dass sie die falschen Leute gehabt haben. Der Flankenangriff der Grünen wird die vier Parteien thematisch nur im Kreis herum treiben.

 

 

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24. Februar 2006

 

 

 

Die blauen Augen kann man langsam einpacken

 

Noch scheint das Klima bei der Firma Rasmussen recht zufriedenstellend zu sein, um den Übergang auf den zukünftigen Käufer vernünftig zu vollziehen. Wie das jedoch nach einem oder zwei Jahren aussehen wird, hängt von den Absichten ab, die der Käufer hat. Tatsächlich beunruhigend ist, dass das Kartellamt zustimmen muss. Das bedeutet, dass es sich um einen Mitwettbewerber handelt. In diesem Fall kann die Strategie im ungünstigsten Fall darin bestehen, das Knowhow, Brandnames, Patente und den Musterschutz zu übernehmen, um an den günstigsten Standorten hiermit zu produzieren. Das kann die Zusammenlegung von Konstruktionsabteilungen und Produktionen bedeuten. Im Extremfall kann es sogar den Grund haben, einen Mitwettbewerber vom Markt zu nehmen. 

Insofern sind die Befürchtungen der Belegschaftsvertretung mehr als berechtigt.

 

Es wird nun sehr von der Geschäftsführung und den Eigentümern abhängen, wie sie mit der über jahrzehnte gewachsenen Firmenphilo- sophie umgehen, zu der auch die mitarbeiterfreundliche Personalpolitik gehört, die enorme Leistungsbereitschaft bei den Mitarbeitern garantierte. Rasmussen gehört nicht zu den Unternehmen, in denen mäßige Führungskräfte in falschem Profitstreben Motivationen ruinieren. Was eine neue Führung hier implantiert, dürfte die wahre Unbekannte sein, gegen die man sich natürlich rüsten muss.

 

Der Betriebsratsvorsitzende Klaus Zirkel zog bereits alle Register, um wieder auf Augenhöhe mit der Geschäftsleitung zu kommen, nach- dem die Information zunächst nur schwach durchgedrungen zu sein scheint. Er stellt die Lage in einem Flyer dar, der vor allen Dingen auf § 613a BGB aufbaut. 

Man sieht, dass hier Fachleute am Werk sind, die auf Aufklärung setzen. Besonderen Wert legt er auf die Feststellung, dass dabei kollektivrechtliche Normen aus Betriebsvereinbarungen und dem Tarifvertrag in arbeitsvertragliche Bestimmungen umgewandelt werden. Die Leistungen des Tarifvertrages seien nun Bestandteil des Arbeitsvertrages. Das Gleiche gelte für die Betriebsvereinbarungen.

Das heißt, dass Arbeitsverträge schneller und einfacher abzuändern sind, als Tarifverträge.  Dann stehen Löhne und Gehälter, Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Arbeitszeiten etc. schnell zur Disposition. (Siehe auch HINTERGRUND)

 

Noch ist keine hochbrisante Situation gegeben und die Verträge könnten eine Reihe von sichernden Klauseln enthalten, die derzeitige Verhältnisse konservieren. Inzwischen habe ich allerdings meine blauen Augen eingemottet, denn ein ganz anderes Detail macht mich hellhörig. Wenn das Unternehmen in 2 Jahren an die Börse gehen soll, dann ziehen sich über der Belegschaft dunkle Wolken zusammen. Hier setzt man gewöhnlich Manager ein, die Shareholder Value über alles andere stellen. Bereits nach kurzer Zeit werden Analysten jeden Winkel des Unternehmens nach Optimierungspotenzialen abgegrast haben und ihre Empfehlungen abgeben, wie man die Rendite steigern kann. Bei Analysten liegt der Schwerpunkt immer beim Personal. Dann wird sich die Belegschaft entweder gewaltig die Gürtel enger schnallen müssen oder dezimiert werden. 

 

Greifen sogar Verlagerungen und Teilschließungen, dann wird es tatsächlich hart. Das wird aber sicher unser Bürgermeister Erhard Rohrbach auch so sehen, der schon mal herumrechnen sollte, was das für die Finanzen der Stadt Maintal bedeuten könnte, zumal Rasmussen zu den bedeutenden Steuereinnahmequellen gehört, was man von so manch anderen Lieblings-Unternehmen nicht sagen kann.

 

Bald neue Chefs aus England

Rasmussen-Verkauf voraussichtlich im März - Betriebsrat: "Rohrbach hat uns sehr enttäuscht"

 

Maintal (cn). - Der Verkauf der Norma-Unternehmensgruppe und damit auch der Maintaler Rasmussen GmbH geht womöglich schneller über die Bühne als vermutet. Die Verhandlungen mit einem Interessenten seien so weit fortgeschritten, dass bereits Mitte März die Verträge unterschriftsreif sein könnten. Wenn das Kartellamt zustimmt. 

 

Dies habe Firmenchef Jörgen Rasmussen gestern morgen auf einer kurzfristig einberufenen Betriebsversammlung erklärt, berichten Mitarbeiter. "Der Betriebsrat hat die Geschäftsführung um Informationen gebeten und die hat Herr Rasmussen gegeben", bestätigt Achim Breining, Marketingleiter der Rasmussen GmbH und momentan für die Pressearbeit zuständig, den Verlauf der Betriebsver- sammlung. Mehr wolle man momentan aber nicht dazu sagen. 

 

Auskunftsfreudiger gibt sich dagegen Michael Pilz von der IG Metall Hanau/Main-Kinzig. Er war gestern morgen ebenfalls bei der Versammlung in Hochstadt anwesend. "Herr Rasmussen hat den Mitarbeitern versichert, dass der Verkauf der gesamten Norma- Unternehmensgruppe mit ihren rund 1300 Mitarbeitern vernünftig über die Bühne gehen soll und er hoffe, dass in der Firma alles beim Alten bleibe." Eine Zusicherung aller tariflichen Vereinbarungen über den Verkauf hinaus sowie den Erhalt der Arbeitsplätze, wie vom Betriebsrat nachdrücklich gefordert, habe Jörgen Rasmussen nicht gemacht. Allerdings habe der Geschäftsführer bestätigt, dass Verhandlungen mit einem Hauptinteressenten so weit gediehen seien, dass man bereits Mitte März zum Abschluss kommen könnte. Vorausgesetzt, das Kartellamt stimme zu. 

 

Sehr hellhörig geworden 

 

Und genau diese Bemerkung des Firmenchefs lässt die Gewerkschafter aufhorchen. "Dann kann es sich bei dem potentiellen Investor eigentlich nur um einen Großen der Branche handeln", so Pilz weiter. Mittlerweile sickerte durch, dass es sich um einen Kaufinteres- senten aus Großbritannien handeln soll. 

Bei den etwa 700 Mitarbeitern in Hochstadt herrsche weiter Verunsicherung, betonte Betriebsrat Claus Zirkel nach der Versammlung. "Wir wissen doch alle, wie es bei anderen Firmen gelaufen ist." Höhl, Honeywell - selbst in Maintal gäbe es genug Beispiele. 

 

Beunruhigt und verunsichert 

 

"Beruhigt haben uns die Aussagen von Herrn Rasmussen nicht!", stellt Zirkel klar. "Besonders von Bürgermeister Rohrbach hätten wir uns mehr Unterstützung gewünscht", ärgert sich Zirkel über die beschwichtigenden Aussagen des Rathauschefs im Tagesanzeiger. Immerhin sei die Rasmussen GmbH einer der größten Steuerzahler im Ort. "Da kann es ihm doch nicht egal sein, was mit den Arbeitsplätzen passiert", so Zirkel. Ähnlich argumentiert auch die Wahlalternative Maintal - Soziale Gerechtigkeit (WAM) in einer Stellungnahme zu den Vorgängen bei Maintals größtem Arbeitgeber. "Selbst wenn die derzeitige Firmenleitung den geplanten Verkauf mit besten Absichten und Vorsätzen verfolgen sollte", sage das überhaupt nichts über die Absichten des Käufers aus, meint die WAM. "Die Äußerungen von Bürgermeister Rohrbach sind deshalb im günstigsten Fall als extrem blauäugig zu betrachten."

 

 

 

HINTERGRUND

 

Betriebsübergang nach § 613a BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)

 

§ 613a Rechte und Pflichten bei Betriebsübergang 

 

(1) Geht ein Betrieb oder Betriebsteil durch Rechtsgeschäft auf einen anderen Inhaber über, so tritt dieser in die Rechte und Pflichten aus den im Zeitpunkt des Übergangs bestehenden Arbeitsverhältnissen ein.

 

Sind diese Rechte und Pflichten durch Rechtsnormen eines Tarifvertrags oder durch eine Betriebsvereinbarung geregelt, so werden sie Inhalt des Arbeitsverhältnisses zwischen dem neuen Inhaber und dem Arbeitnehmer und dürfen nicht vor Ablauf eines Jahres nach dem Zeitpunkt des Übergangs zum Nachteil des Arbeitnehmers geändert werden.

 

      

 

 

Für die Metall- und Elektroindustrie Hessen gelten folgende Tarifverträge: 

  • Lohn, Gehalt und 

  • Ausbildungsvergütungen 

  • Manteltarifvertrag 

  • Lohnrahmentarifvertrag 

  • Gehaltsrahmentarifvertrag 

  • Entgelttarifvertrag (ERA) 

  • Abkommen für Auszubildende 

  • Tarifvertrag betriebliche Sonderzahlung 

  • Beschäftigungssicherung 

  • Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmer 

  • Altersteilzeit 

  • Vermögenswirksame Leistungen 

Dies sind noch nicht alle Tarifverträge. 

 

Satz 2 gilt nicht, wenn die Rechte und Pflichten bei dem neuen Inhaber durch Rechtsnormen eines anderen Tarifvertrags oder durch eine andere Betriebsvereinbarung geregelt werden. 

Vor Ablauf der Frist nach Satz 2 können die Rechte und Pflichten geändert werden, wenn der Tarifvertrag oder die Betriebsvereinbarung nicht mehr gilt oder bei fehlender beiderseitiger Tarifgebundenheit im Geltungsbereich eines anderen Tarifvertrags dessen Anwendung zwischen dem neuen Inhaber und dem Arbeitnehmer vereinbart wird.

 

(2) Der bisherige Arbeitgeber haftet neben dem neuen Inhaber für Verpflichtungen nach Absatz 1, soweit sie vor dem Zeitpunkt des Übergangs entstanden sind und vor Ablauf von einem Jahr nach diesem Zeitpunkt fällig werden, als Gesamtschuldner.

Werden solche Verpflichtungen nach dem Zeitpunkt des Übergangs fällig, so haftet der bisherige Arbeitgeber für sie jedoch nur in dem Umfang, der dem im Zeitpunkt des Übergangs abgelaufenen Teil ihres Bemessungszeitraums entspricht.

 

(3) Absatz 2 gilt nicht, wenn eine juristische Person oder eine Personenhandelsgesellschaft durch Umwandlung erlischt.

 

(4) Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses eines Arbeitnehmers durch den bisherigen Arbeitgeber oder durch den neuen Inhaber wegen des Übergangs eines Betriebs oder eines Betriebsteils ist unwirksam. 

Das Recht zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses aus anderen Gründen bleibt unberührt.

 

(5) Der bisherige Arbeitgeber oder der neue Inhaber hat die von einem Übergang betroffenen Arbeitnehmer vor dem Übergang in Textform zu unterrichten über: 1. den Zeitpunkt oder den geplanten Zeitpunkt des Übergangs, den Grund für den Übergang, die rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Übergangs für die Arbeitnehmer und die hinsichtlich der Arbeitnehmer in Aussicht genommenen Maßnahmen.

 

(6) Der Arbeitnehmer kann dem Übergang des Arbeitsverhältnisses innerhalb eines Monats nach Zugang der Unterrichtung nach Absatz 5 schriftlich widersprechen. Der Widerspruch kann gegenüber dem bisherigen Arbeitgeber oder dem neuen Inhaber erklärt werden.

 

 

 

 

 

 

SPD

 

 

Franz Müntefering trifft heute nicht nur auf Sympathisanten

 

Im Bischofsheimer Bürgerhaus wird heute ab 16:30 Uhr Vizekanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) erwartet, der die heimische SPD im Wahlkampf unterstützen will. Für viele Bürger ist es die Gelegenheit, sich den Mann anzusehen und anzuhören, der derzeit mit Angela Merkel politisch verheiratet zu sein scheint. Dennoch ist er derzeit der große Mann der SPD, der die schwierige Zeit der Koalition unbeschadet überstehen muss. Dazu gehören so unpopuläre Maßnahmen, wie die Mehrwertsteuererhöhung.

 

Franz Müntefering steht allerdings auch für die Rente ab 67.

 

Hier wird er seine ganze Redekunst aufwenden müssen, um davon abzulenken, dass man es gar nicht ernst damit meint, die Menschen bis 67 arbeiten zu lassen, sondern ihnen nur auf legale Art eine Rentenkürzung zu einem spätern Zeitpunkt unterzujubeln. Dennoch sollte man sich seine Argumente anhören und auf die Zwischentöne achten.

 

Franz Müntefering wird allerdings nicht nur Sympathisanten anlocken, davon kann man ausgehen. Derartige Veranstaltungen leben auch immer von Protesten und Protestlern.

Der Mann aus dem Sauerland ist allerdings so kampferprobt, dass er sicher keine Antwort schuldig bleiben wird. Schon aus diesem Grund ist die Veranstaltung interessant.

 

 

23. Februar 2006

 

 

SPD

 

 

SPD hat ihr Wahlkampfthema gefunden

 

Nun hat die SPD ihr durchschlagendes Wahlkampfthema gefunden: 

  • Schaffung von geeignetem Wohnraum für Senioren und eine attraktive Infrastruktur im Ortskern von Bischofsheim - oder so ähnlich...

Manchmal finden Strategen eine Idee erst beim zweiten Anlauf gut, wie man sieht - dafür dann aber um so enthusiastischer!

Und erst die Nebenthemen! Dabei kann man sich so richtig reinknien. 

 

Nebenthemen dürften sein:

  • Unzulänglichkeiten in der betreffenden Fachabteilung bzw. des Dezernats, dessen Leiter ein gegnerischer "Spitzenkandidat" ist

  • Verschlimmbesserungen wegen "Irrtümern" in der Verwaltung auf verschiedenen Gebieten

  • Unkenntnis in Sachen Baurecht und dessen Folgen

  • Herausstellen der außerordentlichen Vorarbeit des SPD-Stadtverordneten Jürgen Malbrich für seniorengerechtes Wohnen im Ortskern in seiner Eigenschaft als VdK-Vorstandsmitglied

  • Rollen der FDP und der Grünen bei diesem Thema in der Vergangenheit und bei einem Wiedereinzug ins Parlament

Außerdem ist nun für einige Parteistrategen ein geeigneter Grund gefunden, die letzte Parlamentsentscheidung plausibel erklären zu können. Etwas schwerer wird es Sepp Sigulla haben, sich wieder neu zu positionieren. Den alten Bau sollte er sich gleich aus dem Kopf schlagen und die Bischofsheimer Mitkämpfer sollten sich dafür lieber Gedanken machen, wie sie auf die Warteliste der nun von der SPD favorisierten Ersatzlösung kommen.

 

Im Rathaus wird man sich Gedanken machen müssen, wie man wirkliche Kompetenz wieder herstellt, damit auch Peter Arendt von den Grünen wieder beruhigt sein kann, denn die ganze Aktion - wie ein Reihe anderer Fälle innerhalb dieses Dezernates - wurden zu peinlichen Lachnummern oder Trauerspielen, bei denen am Ende immer eine vom Dezernat selbst beklagte "Rufschädigung" oder "Zerstörung des Verhandlungsklimas" stand. Das ist ja auch kein Wunder, wenn man immer nur Sandburgen baut, die schon zusammenfallen, ehe die Bagger kommen.

 

Die SPD-Fraktion nahm inzwischen zum Thema wie folgt Stellung:

 

 

 

Pressemitteilung der SPD Fraktion Maintal 

 

Rathaus Bischofsheim - Quo vadis?

 

Die jüngste Entwicklung zum ehemaligen Rathaus Bischofsheim und die neu entfachte Diskussion nimmt der Spitzenkandidat der Maintaler Sozialdemokraten, Karl-Heinz Kaiser, zum Anlass, die Position der SPD darzustellen. 

 

Ausgangssituation ist die Vorlage des Magistrates über die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das ehemalige Rathausgelände. Die Vorlage wurde zwar im Rahmen der letzten Stadtverordnetenversammlung wegen des Rückzuges von PEN zurückgestellt. Dennoch hat diese Vorlage bei den Sozialdemokraten für ein Höchstmaß an Kritik gesorgt. 

 

Bereits vor der Stadtverordnetenversammlung hatte die SPD klar gemacht, dass sie einem Aufstellungsbeschluss nicht zustimmen würde. Unabhängig von der Frage PEN oder Nicht-PEN fühlen sich die SPD Stadtverordneten vom Magistrat und Verwaltung hintergangen. "Es wird ein Rätsel bleiben, ob der 1. Stadtrat und seine Fachfrau in der Verwaltung im Rahmen der letzten Sitzungen der AG Rathaus dort bewusst oder unbewusst falsch informiert haben", so der Vorwurf von Kaiser. Aus seiner Sicht ist ein Fakt, dass den AG Mitgliedern gesagt wurde, dass verschiedene Konzepte nicht zeitnah zu realisieren wären, weil man zur Umsetzung einen Bebauungsplan aufstellen müsse. Genau aber für den jetzt abgesprungenen Investor PEN würde man keinen Bebauungsplan benötigen. Alleine aus dieser Situation heraus war für die SPD Fraktion klar, die Vorlage des Magistrates für einen Bebauungsplan nach dem Gusto von PEN abzulehnen. 

 

"Wenn Magistrat und Verwaltung sich geirrt haben, dann muss das Verfahren auf Basis der zuletzt vorliegenden Konzepte neu aufgerollt werden", so die Forderung von Kaiser. Aus seiner Sicht müssen für alle Konzepte die gleichen Vorrausetzung gelten und keiner darf durch bewusste oder unbewusste Fehler in der Beurteilung der Rechtssicherheit benachteiligt werden. Genau das aber ist aus SPD-Sicht im letzten September geschehen. Die damalige Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung wäre anders ausgefallen, wenn die Verwaltung die Frage Bebauungsplan ja oder nein für alle Konzepte geprüft hätte und nicht nur für die aus Sicht des Magistrat ungeliebten. 

 

"Natürlich haben wir erwartet, das Magistrat und Verwaltung das Baugesetzbuch kennen, aber offenbar müssen wir auch in diesem Bereich unsere Erwartungen zurückschrauben", so der Vorwurf von Kaiser. Die Sozialdemokraten setzten nun darauf, dass das von der SPD bevorzugte VdK-Konzept in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative neu beraten wird und eine faire Chance auf Bewertung hat. Die bevorstehende Kommunalwahl werden die Sozialdemokraten jedenfalls nicht nutzen, um das Thema auf Eis zu legen. Man wird im Wahlkampf deutlich machen, welche Vorstellungen die SPD in dieser Frage hat. Die Schaffung von geeignetem Wohnraum für Senioren an dieser zentralen Stelle im Stadtteil Bischofsheim und die Schaffung eines Kommunikationszentrums wie zum Beispiel des Stadtladens und Räumlichkeiten für Vereinsaktivitäten stellt keinen Widerspruch dar. An den grundsätzlichen Rahmenbedingungen, wie Erhalt des Spielplatzes und des Marktes darf aus SPD Sicht nicht gerüttelt werden. "Wenn alle Seiten zu ihrer Verantwortung stehen, dann werden in den nächsten Wochen die Grundsteine für eine umsetzbare und akzeptable Lösung geschaffen. Die Maintaler SPD wird ihren Anteil dazu beitragen", so Kaiser abschließend.

 

 

 

Bereits gestern  nahm sich die Frankfurter Rundschau des Themas an. Hieraus geht ebenfalls hervor, dass der Kaufpreis mit Tiefgarage unter 500.000 Euro lag - also dem Gegenwert von 3 halbwegs vernünftigen Eigentumswohnungen. 

Mit Hilfe der scheinbar etwas schwammigen Vorgaben der Arbeitsgruppe bzw. des Parlaments bzw. ihrer Ausschüsse nutzte das zuständige Dezernat die Gunst der Stunde damit, wie auf dem Basar um die Anzahl der Stellplätze zu feilschen. Was wäre gewesen, wenn PEN zum letzten Vorschlag "Ja" gesagt hätte? Dann hätte es wieder einen Aufstand im Parlament gegeben.

 

Man kann nur hoffen, dass möglichst viele Investoren diese Sache mitverfolgen, damit sie wissen, welch verrücktes Dorf Maintal ist, in dem sich drei Hauptamtliche sämtliche Unzulänglichkeiten teilen, die ein einziger Bürgermeister mit Sinn und Verstand für das Wesentliche nie anrichten würde. Man sollte im Wahlkampf darauf achten, welche Partei oder Parteien mittelfristig zu einer wirklichen Gesundung des Apparates beitragen kann oder können. 

 

Eine Partei wird als absolute Unterstützungspartei ihrer Parteikollegen im Magistrat wohl in einen Sack mit den hausgemachten Missständen des Rathauses gesteckt werden müssen. Aus ihrer Zusage gegenüber ihren Koryphäen im Rathaus werden sie vor der Wahl nicht mehr heraus kommen, auch wenn es jetzt immer peinlicher wird.

 

So gesehen ist es für die SPD ein gutes Wahlkampfthema - mal sehen, ob sie etwas daraus machen!?

 

Investor für Umgestaltung des Rathaus-Geländes 

zieht Angebot zurück

 

Gesellschaft sieht keine Basis für eine "gedeihliche Entwicklung" / 

Preisvorstellungen für Bau einer Tiefgarage zentraler Streitpunkt / 

Wahlkampfthema für die SPD

 

Der Projektentwickler für die Umgestaltung des ehemaligen Rathausgeländes in Bischofsheim ist abgesprungen. Die Grünen sprechen von einem Imageschaden für Maintal. 

 

MAINTAL. Der Rückzug der Projektentwicklungsgesellschaft (PEN) sorgte für eine Überraschung bei der Parlamentssitzung am Montagabend im Bischofsheimer Bürgerhaus. Der Investor begründete seine Entscheidung in einem Brief an die Stadt mit der "emotional aufgeladenen Atmosphäre, die keine Basis für eine gedeihliche Entwicklung des Projektes bietet". 

 

Es hatte sich im Vorfeld der Sitzung abgezeichnet, dass das Votum für die Aufstellung eines Bebau- ungsplanes für das 4440 Quadratmeter große Gelände knapp ausfallen oder sogar gekippt würde. SPD und FDP wollten die Magistratsvorlage ablehnen (die FR berichtete ). "Der vorgelegte Bebauungsplan auf der Grundlage des PEN-Modells hätte eine massive Einschränkung für künftige, potenzielle Investoren bedeutet", erklärte Jennifer GutberIet (SPD). 

 

Der Entwurf sieht einen Gebäudekomplex mit Wohnen und Gewerbe sowie acht Reihenhäuser vor. Die Verhandlungen stocken seit Wochen wegen der Tiefgarage, die die Stadt von PEN fordert. "Wir haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass wir die nicht wollen", sagte Geschäftsführer Manfred Tihme gestern auf Nachfrage. Gegenstand seines Angebots war, den Kaufpreis von 1,065 Millionen Euro um die Herstellungskosten für 33 unterirdische Parkplätze (rund 540.000 Euro) zu mindern.

Zwischenzeitlich ist von 380.000 Euro für 23 Stellplätzen die Rede. Doch auch darauf wollte sich die Stadt nicht einlassen. Die Summe ist ihr zu hoch und die Gesamtzahl der Stellplätze zu niedrig. 

 

Preisvorstellungen zu verschieden 

 

Die zu weit auseinander liegenden Preisvorstellungen sind für Tihme ein Grund, aus dem Projekt auszusteigen, der andere die kommunalpolitischen Unwägbarkeiten. Sie zeichneten sich am Montagabend ab und könnten sich nach dem 26. März fortsetzen, so seine Befürchtung: " Wir wollen nicht zwischen die Mühlsteine der Kommunalpolitik geraten." 

 

Um einen Stillstand bis zur konstituierenden Sitzung der neuen Stadtverordnetenversammlung am 24. April zu vermeiden, beschloss das Präsidium, alle bekannten Investoren des vergangenen Jahres anzuschreiben, ob und unter welchen Bedingungen sie ihre damaligen Angebote aufrechterhalten. "Wir fangen nicht mehr ganz von vorne an", sagte der Erste Stadtrat Erik Schächer (CDU) der FR. "Immerhin haben wir einen dicken Ordner voller Erkenntnisse als Grundlage für einen städtebaulichen Vertrag." 

 

"Wir haben einen Investor verprellt und das Image Maintals beschädigt", kommentierte Peter Arendt (Bündnis 90 / Die Grünen) die neueste Entwicklung, '"das ist keine gute Basis für Verhandlungen". Die SPD dagegen wittert Morgenluft, um die Idee von altersübergrei- fendem Wohnen auf dem Rathausgelände wieder aufzugreifen. SPD-Mitglied und VdK-Ortsgruppenchef Jürgen Malbrich war im Herbst mit seinem Konzept für unkonventionelle Wohnformen gescheitert. 

 

"Das wird unser Wahlkampfthema", kündigte SPD-Spitzenkandidat Karl-Heinz Kaiser an. FDP und CDU äußerten sich am Montag- abend noch zurückhaltend. Dieter Fritz (FDP) will die Arbeitsgruppe Rathaus in neuer Besetzung im Mai wieder aufleben lassen. CDU-Stadtverbandschefin Angelika Feuerbach, die ins Parlament einziehen will, warnt "vor einer Minimallösung, nur damit die Kuh vom Eis ist." Möglicherweise müssten die Auflagen überdacht werden, damit sich das Areal besser vermarkten lasse. Sie denkt dabei an eine Verkleinerung der Fläche für den Marktplatz: "800 Quadratmeter sind den Investoren vielleicht zu viel." 

 

ANDREA FREUND 

Siehe Kommentar

 

 

 

 

 

WAM

 

 

Rasmussen wird zum Wahlkampfthema

 

Die WAM äußert sich recht schnell zur Thematik Rasmussen und kramt aus dem Arbeitsplatz-Pannenfundus eine ganze Reihe von Beispielen hervor, die im ungünstigsten Fall auch hier eintreten könnten. Auch ist man schnell bei der Hand, auf den Bürgermeister loszugehen, der nach Kenntnis der auslösenden Äußerungen während der Betriebsversammlung offensichtlich Informationen aus erster Hand einholte, die einer vorläufigen Abschätzung der Lage dienten. Natürlich ist bekannt, dass Bürgermeister Rohrbach eher auf der Seite der Arbeitgeber als auf Seiten der Beschäftigten steht. Davon jedoch abzuleiten, dass er leichtfertig mit den möglichen Folgen des  Besitzwechsels des derzeit  größten Maintaler Arbeitgebers umgeht, erscheint doch zu gewagt.

 

Man mag dem Bürgermeister ja all das nachsagen können, was in der Pressemitteilung aufgezählt ist - in die Zukunft kann niemand sehen, auch nicht in den Kopf von Erhard Rohrbach, der ganz genau weiß - wie übrigens alle Maintaler Parteistrategen, dass auch das ein prima Wahlkampfthema sein könnte, weil man enorm viele Absichtserklärungen verkaufen kann, die garantiert vor der Wahl nicht mehr eingelöst zu werden brauchen. Außer der WAM werden sich noch mehr Parteienvertreter auf das Thema stürzen - vielleicht sogar die CDU. Aus diesem Grund warne ich vor allzu großer Aufgeregtheit, ehe offiziell keine Kaufinteressenten bekannt sind. Erst dann kann man an deren bisherigem Verhalten abschätzen, wohin die jeweilige Reise gehen würde. 

 

Ich reihe mich gern in die Schlange der Blauäugigen ein, die großes Vertrauen in die Institution Rasmussen setzen, die seit dem Beginn nach dem Krieg Vorbildliches geleistet hat, ein sehr gesundes Unternehmen ist und auch als sehr traditionsbewusst gilt. Natürlich muss die Belegschaft wachsam sein. Der Betriebsrat Klaus Zirkel darf sich aber jetzt nicht von Gewerkschaftsfunktionären, die auch obendrein noch in Wahlkämpfe verwickelt und erfolgsdurstig sind, das Heft aus der Hand nehmen lassen, wenn die Gefahr besteht, dass dadurch eine bisher mitarbeiterfreundliche Personalpolitik gefährdet wird, ehe überhaupt Käufer feststehen. Als leichte Beute für Wahlkämpfer sollte sich die Belegschaft jetzt nicht präsentieren. Nach der heutigen Beschäftigtenversammlung wird man sehen, ob und wie viel Porzellan dabei von welcher Seite zerschlagen wird.

 

 

 

Pressemitteilung der WAM zu Rasmussen

 

Äußerste Wachsamkeit ist geboten! 

WAM zum geplanten Verkauf von Rasmussen / Massive Kritik an Rohrbach

 

Wie ein Keulenschlag traf es die Maintaler als sie von dem geplanten Verkauf von Maintals derzeit größtem Arbeitgeber, der Firma Rasmussen erfuhren. Mehr als besorgt zeigt sich die Wahlalternative Maintal Soziale Gerechtigkeit (WAM). 

 

In einem solchen Fall ist immer äußerste Wachsamkeit von der Belegschaft, deren Betriebsrat und der zuständigen Gewerkschaft, in diesem Fall der IG Metall, gefordert. Selbst wenn die derzeitige Firmenleitung den geplanten Verkauf mit besten Absichten und Vorsätzen verfolgen sollte, sagt das überhaupt noch nichts über die wirklichen Absichten des zukünftigen Käufers aus. Zu viele Belegschaften, siehe Höhl, mussten dabei schon die bittersten Erfahrungen machen. 

 

Die Äußerungen von Bürgermeister Rohrbach, der einmal mehr kein Grund zur Besorgnis sieht, sind deshalb im günstigsten

Fall als extrem blauäugig zu betrachten, so die WAM. Der Bürgermeister erklärt, dass er mit dem Firmeninhaber Jörgen Rasmussen telefoniert habe. Und das reicht ihm dann auch schon, um zu solch einer abstrusen Feststellung zu kommen. Kein Wort davon, ob er sich einmal mit der Belegschaft, deren Betriebsrat oder der IG Metall über deren Einschätzung

unterhalten hat. Der frühere Rechtsanwalt des Arbeitgeberverbandes Rohrbach hat das garantiert nicht getan. 

 

Die WAM erinnert Herrn Rohrbach daran, dass es schließlich Jörgen Rasmussen ist, der den Betrieb verkaufen will. Und

was ist, wenn er sich den Meistbietenden aussucht und das ein Ausschlachter ist? Stellt sich Herr Rohrbach dann vor die Belegschaft und sagt, dass habe er nicht wissen können, fragt die Wahlalternative. Für die WAM ist das mehr als nur plumpe Naivität des Bürgermeisters. Schon öfters hat Herr Rohrbach bei Auseinandersetzungen um Arbeitsplätze in unserer Stadt gezeigt, für wessen Interessen er sich einsetzt. Das Beispiel Höhl ist jedem noch gut im Gedächtnis. Aber das Verhalten von Erhard Rohrbach war schon damals bei Honeywell bezeichnend. Wäre es nach dem Bürgermeister gegangen, hätte man mit diesem Konzern einen Grundstücksdeal durchgezogen. Die Firma hätte das Geld kassiert und wäre flugs ganz aus

unserer Stadt verschwunden, so wie es die ursprüngliche Absicht war. Dass heute noch über 200 Beschäftigte in unserer Stadt in diesem Betrieb arbeiten, ist nur dem engagierten Einsatz der Belegschaft zu verdanken. Unvergessen ist noch der Einzug von über 200 Beschäftigten ins Stadtparlament mit dem übergroßen Transparent: "Gibt s Bimbes"! 

 

Die WAM erinnert auch an die Demonstration der Beschäftigten der damaligen Maintal-Getränke GmbH mit ihren LKWs vor dem Rathaus. Hier nahm Erhard Rohrbach die Sorgen der Beschäftigten so ernst, dass er sich am Fenster hinter dem Vorhang versteckte. Sein Pech war, dass er dabei entdeckt wurde.

 

Die Wahlalternative Maintal Soziale Gerechtigkeit (WAM) erklärt sich mit dem Eintreten der Beschäftigten, des Betriebsrats und der Gewerkschaft für die Sicherung aller Arbeitsplätze bei Rasmussen solidarisch. Sie unterstützt deshalb die Forderung der Beschäftigten nach umfassender Information durch die Firmenleitung. Wir von der WAM werden auch im Rahmen unserer

Einflussmöglichkeiten versuchen, weitere Kreise in unserer Stadt für diese Problematik zu sensibilisieren. Viel zu viele Arbeitsplätze sind schon in unserer Stadt vernichtet worden. Deshalb ist Widerstand dagegen geradezu eine Bürgerpflicht, denn es geht dabei auch um das Gemeinwohl in unserer Stadt Maintal. Eine Augen-zu-und-durch-Politik à la Rohrbach ist dabei vollkommen fehl am Platz.

 

 

 

 

 

 

 

CDU

 

SPD

Kritik

 

 

Es rettet sich grandioser, wenn etwas am Boden liegt

 

Vielleicht ist die in der Schlagzeile wiedergegebene Einschätzung von SPD-Fraktions-Chef Karl-Heinz Kaiser nicht hundertprozentig richtig, denn es scheint eher so zu sein, dass man eine Sache grandioser retten kann, wenn man sie in eine fast ausweglose Situation hineinredet. Die im Artikel anskizzierten Vereinfachungen und Abgabenreduzierungen lassen sich sicher für einen Rathauschef und Kämmerer recht problemlos umsetzen. Sein Trumpf ist allerdings, dass nur er es kann - der Spitzenkandidat der CDU. Das kann natürlich verärgern und der Zorn ist verständlich, aber so ist es nun einmal. 

 

Mehr Brisanz kommt jedoch ins Thema, weil man auch die gesamte Maintaler Dimension betrachtet. Hier ist es in der Tat für die vielen Organisatoren und Helfer frustrierend, wenn außer einem Berg Arbeit nicht viel übrig bleibt. Man sollte nicht vergessen, dass ein Teil der Erlöse von Straßenfesten zu einem spätern Zeitpunkt z.B. als Hallengebühren und andere Abgaben für die Kernveranstaltungen der Vereine auch wieder an die Stadt bzw. die Stadthallen-GmbH zurückfließen. Die Vereine erwarten ja gar keine Leistungen der Stadt, sondern nur mehr Zurückhaltung bei der Erschließung von Einnahmequellen. Das Rad wurde einfach überdreht.

 

 

 

22. Februar 2006

 

 

 

Ruhe bewahren und besonnen verhandeln

 

Was heute als "Bombe" in der Presse einschlägt, ist eigentlich ein ganz normaler Vorgang, der in unseren Zeiten nur dadurch eher ungewöhnlich empfunden wird, weil der Firmeninhaber Jörgen Rasmussen die Belegschaft schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt von seiner Absicht informierte. Dass er den Betriebsrat und die Belegschaft zum gleichen Zeitpunkt informierte, sollte positiv gewertet werden. Allerdings gab das Vorgehen dem Betriebsrat und der Gewerkschaft praktisch keine Möglichkeit, während der Betriebsversammlung gut vorbereitet auf die Thematik einzugehen.

 

Die Firma Rasmussen ist ein solide gewachsenes Familienunternehmen, das meines Wissens nach seine Belegschaft in besonderem Maß pflegte und als feste Größe des Firmenerfolges ansieht. Wenn die Belegschaftsvertreter den Verlust besonderer Vergünstigungen befürchten, so spricht das für eine bisher besondere Vergütungs- und Leistungsstruktur, die nicht zustande gekommen wäre, wenn die Firmenleitung nicht diese Personalpolitik betriebe. Natürlich ist die jetzige Firmenleitung der richtige Verhandlungspartner, um in den Verkaufsverhandlungen den besonderen Schutz der Belegschaft einzubinden. 

Die Belegschaftsvertreter sind gut beraten, das Klima zwischen Firmenleitung und Belegschaft nicht leichtfertig und populistisch zu vergiften, denn im Grund genommen wäre man ohne entsprechende einvernehmliche Regelungen dem neuen Besitzer ausgeliefert.

Es zeichnet sich aber schon wieder ein Szenario ab, in dem die Belegschaftsvertretung zwar noch besonnen, die Gewerkschaft aber schon aufgeregt und vorschnell mit Drohgebärden reagiert, um ihren organisierten Kollegen zu beweisen, wie toll man kämpfen kann.

 

Ich unterstelle der Geschäftsleitung der Firma Rasmussen zunächst einmal, dass mit dem Verkauf des Unternehmens auch die bisherige Firmenkultur transferiert will, weil sie einfach zum Erfolgsrezept gehört. Dazu wird man die Absichten der Interessenten sicher sehr gewissenhaft prüfen, denn ich kann mir nicht denken, dass Jörgen Rasmussen das Lebenswerk seines Vaters über einen flotten Verkauf einer ungewissen Zukunft preis gibt.

 

 

Rasmussen vor dem Verkauf

Belegschaft verunsichert - Betriebsrat fordert Informationen - Rohrbach: Kein Grund zur Besorgnis

 

Maintal (cn). - Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Maintals größter Arbeitgeber, die Rasmussen GmbH in Hochstadt, soll an einen neuen Investor verkauft werden. Rund 700 Menschen stehen hier in Lohn und Brot. "Kein Grund zur Besorgnis", meinen die Geschäftsführung und der Maintaler Bürgermeister. "So nicht!", mahnen Betriebsratsvorsitzender und die IG Metall Main-Kinzig. 

 

Auslöser der Unruhe ist eine Betriebsversammlung vom 14. Februar. Nach Angaben von Mitarbeitern informierte Firmenchef Jörgen Rasmussen die Belegschaft von der Absicht, das Unternehmen zu verkaufen. Die Eigentümer seien alle im Rentenalter, Nachfolger in der Familie seien nicht in Sicht. Deswegen habe man sich "schweren Herzens" entschlossen, diesen Schritt zu gehen, mit der Absicht, die Zukunft des 1949 gegründeten Betriebs zu sichern. Verhandlungen mit potentiellen Käufern seien bereits in Gange. Sobald die Firmenleitung mehr wisse, erhielten die Beschäftigten weitere Informationen. 

 

"Dass sich die Inhaber beizeiten umsehen und mit offenen Karten spielen, werte ich als positives Zeichen", betont Bürgermeister Erhard Rohrbach die Vorgänge bei Maintals größtem Arbeitgeber. "Es gibt keinen Anlass, Arbeitsplätze in Frage zu stellen", betont der Rathauschef. Erst Anfang der Woche habe er mit Jörgen Rasmussen telefoniert und sich über die Sachlage informiert. Dieser habe ihn in seiner Meinung bestätigt. Der Betrieb sei gut aufgestellt. Bereits getätigte und noch bevorstehende Investitionen zeigten, dass der Standort Maintal wichtig für die Produktion des innovativen Unternehmens Norma (siehe Kasten) sei, Jörgen Rasmussen habe ihm versichert, so Rohrbach weiter, dass man die Verhandlungen mit den Interessenten in Ruhe angehe und kein Grund zur Eile sehe. 

 

"Wir waren alle schockiert" 

 

Ganz so rosig und sorglos sieht die Belegschaft der Rasmussen GmbH ihre Zukunft nicht. " Wir waren alle schockiert",' beschreibt Betriebsratsvorsitzender Klaus Zirkel die ersten Reaktionen bei besagter Betriebsversammlung. Nachdem man sich nun vom ersten Schrecken erholt habe, plane die Arbeitnehmervertretung bereits die nächsten Schritte. So einfach werden wir das nicht hinnehmen und - wenn es sein muss -notwendige Gegenmaßnahmen ergreifen." 

Die Befürchtung besteht, dass ein neuer Besitzer die tariflichen Vereinbarungen nicht übernimmt und eine härtere Gangart einschlägt. Auf einer Sitzung gestern Nachmittag diskutierte man das weitere Vorgehen. 

 

"Der Betriebsrat wird nicht tatenlos zusehen und sich dafür einsetzen, dass Arbeitnehmerrechte gewahrt werden" , fasst Ferdinand Hareter, Vertreter der IG Metall Fulda/Main-Kinzig, das Gespräch mit seinen Maintaler Kollegen zusammen. Seit der Ankündigung herrsche in dem Betrieb ein "Klima der Unruhe und Unsicherheit", so Hareter. Da man selbst nicht wisse, wie weit fortgeschritten die Verhandlungen bereits seien, wolle die Arbeitnehmervertretung zunächst Auskunft von der Geschäftsleitung und den Anteilseignern: "Wir haben einen Brief verfasst, in dem wir eine umfassende schriftliche Info über die Verkaufsabsichten fordern", so Hareter weiter. Darüber hinaus verlange der Betriebsrat eine Zusicherung aller tariflichen Vereinbarungen über den Verkauf hinaus sowie den Erhalt der Arbeitsplätze- " Wir haben den Verantwortlichen eine Woche Zeit gegeben", so Hareter. Bis dahin hoffe man aufeinen zufriedenstellende Antwort. Ansonsten werde man "andere Maßnahmen" ergreifen. 

 

Keine Infos aus der Firmenzentrale Wie weit die Verhandlungen fortgeschritten sind, das weiß selbst Peter Ostojic nicht. Seine PR-Agentur ist laut Homepage der Firma für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. "Von konkreten Verkaufsabsichten ist mir nichts bekannt. Davon höre ich jetzt zum ersten Mal", erklärte er gestern auf Anfrage des Tagesanzeiger. Auch in der Firmenzentrale in der Edisonstraße hielt man sich gestern bedeckt. "Herr Rasmussen ist im Ausland. So lange er nicht da ist, können wir keine Auskünfte geben."

 

 

 

 

 

 

Alter neuer Wahlkampfknüller der CDU

 

Und wieder ist die "subjektive Sicherheit" auf der Tagesordnung, die schon ausführlich und übrigens am gleichen Veranstaltungsort abgehandelt wurde. Warum man sich nicht Bischofsheim oder Dörnigheim aussuchte, damit auch die dortigen Bürger in den Genuss der Veranstaltung kommen, ist unklar. Vielleicht liegt es ja am kompakten Hochstadt, in dem sich die Freiwilligen Polizisten in spe nicht verlaufen können und auch in Häuser flüchten können, wenn die Gefahr zu groß wird, die sie entdeckt haben.

Ganz so "neutral" wird die Information diesmal allerdings nicht sein, denn mit Alois Lenz stellt ein Befürworter des Freiwilligen Polizei- dienstes den "gesetzlichen Rahmen" vor, der sich sicher mit den Wunschvorstellungen und den Absichten verbinden wird. Wer sich über Gebühr bedroht, belästigt, verunsichert und hilflos fühlt - besonders bei Nacht - sollte sich unbedingt  über die Wunderwaffe informieren.

 

 

 

 

 

 

 

Artikel entfernt

 

Mal wieder in eigener Sache wende ich mich an meine Leser, die seit gestern vielleicht einen kürzlich erstellten Artikel vermissen. Dass ich ihn entfernt habe, hat den Grund, damit er nicht mehr dauerhaft präsent ist und konstruktive Diskussionen in der betroffenen Gruppe durch die geäußerte Kritik nicht thematisch überlagert. Denken sie einfach, er hätte in der Tageszeitung gestanden, die Sie bereits weggeworfen haben.

Bemerken muss ich jedoch, dass die Resonanz auf den Artikel recht stark war, weil er ziemlich genau die Empfindungen der Leser zum Sachverhalt traf. Der Artikel war auch gar nicht als Botschaft gedacht sondern eine reine Situationsbeschreibung. Die Sache hat nur den Schönheitsfehler, dass es die Betroffenen vermutlich gar nicht lesen und keine Gelegenheit hätten, sich gegen die Kritik zu wehren. Eine Lokalzeitung dürfte dann allerdings vergleichsweise auch nicht über personenbezogene Dinge schreiben, wenn sie nicht sicher ist, dass es der Erwähnte erfährt. Das lasse ich in diesem Fall aber bewusst unberücksichtigt.

 

 

21. Februar 2006

 

 

 

Parlaments-Schonwaschgang mit leichtem Schleuderprogramm

 

Was eine hochinteressante Stadtverordnetensitzung hätte werden können, verlief völlig im Sand und war nach zwei Stunden schon zuende. Grund war die gute Vorbereitung der Ausschüsse, sodass 90% der Tagesordnungspunkte im "Block" verschwanden, die auch schnell abgenickt waren.

Zuvor wurde Dr. Jochen Schild (SPD) für Günther Lapp (SPD) als Nachrücker für alle Fälle begrüßt. Der Fall trat aber gar nicht ein, weil Erster Stadtrat Erik Schächer während des Berichtes des Magistrats verkündete, dass sich die PEN Projektentwicklungs GmbH  offiziell vom Projekt zurück gezogen hat.

 

Interessant ist, dass das Schreiben vom 16. Februar am Freitag, den 17. Februar bereits dem Magistrat vorlag, die Stadtverordneten jedoch nach Aussage von Stadtrat Schächer erst kurz vor der Sitzung am 20. Februar davon erfuhren. Hätten die Stadtverordneten meine Seite am Wochenende aufmerksamer gelesen, so hätten sie das schon erahnen können.

 

In der verlesenen Begründung meint PEN, dass "die Veröffentlichung in der Frankfurter Rundschau vom 16. Februar 2006 einmal mehr gezeigt habe, dass eine emotional aufgeladene Atmosphäre keine Basis für eine gedeihliche Entwicklung solcher Projekte bieten würde."

PEN halte es daher für sinnvoll, vom Projekt Abstand zu nehmen, um bei späteren Projekten nicht in die Mühlsteine der Kommunalpolitik zu kommen und dabei eine mögliche Rufschädigung hinzunehmen.

 

Es ist bezeichnend für derartige "Projekte", dass sich Öffentlichkeit angeblich verheerend auf Planungen auswirkt. Alles was im ganz kleinen Kreis bearbeitet wird, scheint zunehmend nicht der öffentlichen Meinung standzuhalten. Leider wurde das Geheimnis um den großen Investor im Hintergrund nicht gelüftet, der hier wohl die ein gewaltiges Wort mitzureden hatte.

 

Für die Fraktionen kam die Entscheidung äußerst gelegen, um das Thema doch noch aus dem Wahlkampf herauszuhalten. Schließlich haben sich die Meisten dabei nicht mit Ruhm bekleckert. Inzwischen wurden alle früheren Anbieter aufgefordert, ihre Angebote zu erneuern. Auf ein Neues!

 

Was jetzt noch blieb, waren die Fragen nach § 10 der Geschäftsordnung und ein Antrag der FDP als TOP 4, die Möglichkeiten und Folgen einer Kreisfreiheit der Stadt Hanau auf Maintal zu prüfen und in Zahlen darzustellen. Bei den Anfragen nach § 10 kam es zu einem deutlichen Übergewicht und einer FDP-Präsenz, die einige Fraktionsgrößen dazu verleiteten, von Wahlkampfgeklapper und Schaufensteranträgen zu sprechen.

 

Dabei wurden eigentlich nur detailliert die Konsequenzen einer Abschaffung der KITA-Gebühren für die Stadt, die Grundsteuer B und die daraus abgeleiteten finanziellen Folgen für eine 4-köpfige Familie mit 100 m² Wohnraum erfragt. Es kam immerhin heraus, dass der zuletzt erfragte Wert bei 261,-- Euro je Familie jährlich liegt. Eine andere Anfrage bezüglich einer Straßenanliegersatzung wurde abschlägig beschieden, weil die Verwaltungskosten zu hoch sein. Auch die Nachfassfragen erbrachten keine neuen Erkenntnisse.

 

Monika Vogel von den Grünen mahnte die Zusammenarbeit des Magistrat mit der Arbeitsgruppe für die Kooperation Hanau an. Hier äußerte sich Bürgermeister Erhard Rohrbach so, wie es die meisten Stadtverordneten bei Einsetzung des Ausschusses bereits befürchteten. Er erklärte kurzerhand die Themen zu Verwaltungsthemen und bestritt eine Unterrichtungspflicht für die Stadtverordneten. Die Bauaufsicht und einige andere Themen konnten seine Argumentation nicht abdecken und es blieb einmal mehr der Eindruck im Raum, dass die Herren Bürgermeister unter sich bleiben wollen.

 

Der verbliebene TOP 4 (Folgen Kreisfreiheit) wurde zwar von allen Parteien abgeschmettert, weil der Magistrat den größten Teil der Fragen angeblich gar nicht beantworten könne, weil sie nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fielen. Man machte es sich mit einigen Argumenten sehr leicht, den Antrag als "Schaufensterantrag" und als "völlig überflüssig" zu bezeichnen. Hierzu zog man die lange Kette des Anfrage- prozesses heran und sah die Verweigerung der FDP, die Anfrage nach § 11 und nicht nach § 10 behandeln zu lassen als "Wahlkampfge- klapper" an, weil ein Antrag nach § 11 nicht öffentlich behandelt worden wäre.

 

Was mich störte, war, dass ein Magistrat nicht die jeweiligen externen Stellen befragen kann, um zu den Antworten zu kommen, die bei entsprechender Sachlage ganz schnell akut werden könnten. Wer sonst, als der Magistrat, bekommt denn solche externen Auskünfte?

In einem Punkt schienen sich die Parlamentskollegen alle einig: Sie machen nahezu jedes Wahlkampfthema kaputt, weil möglichst alles so bleiben soll, wie es ist.

 

Was mit Sicherheit nicht so bleibt, ist die Besetzung des Postens des Stadtverordnetenvorstehers. So verabschiedete sich Dr. Peter Ravasc (CDU) mit Worten, die einem späten Lippenbekenntnis gleich kamen. Er will tatsächlich inzwischen erkannt haben, dass die Stadtverordnetenversammlung das Kontrollorgan des Magistrats sei und für die Bürger die besten Entscheidungen herbeiführen soll. Dann frage ich mich ernsthaft, warum er in der Spitze der CDU-Liste ebenfalls für die Unterstützung des Magistrats durch die CDU- Fraktion eintritt, was der Truppe den Anschein einer 5. Kolonne des Magistrats gibt. Seine dürren Worte standen für seine gesamte Amtszeit und hatten den Stadtverordneten praktisch nichts zu sagen.

 

Die letzte Stadtverordnetenversammlung der Legislaturperiode war Punkt 20 Uhr beendet und die SPD lud zu einem Umtrunk ein, den die Stadtverordneten sichtlich genossen. Was so am Rande des Abends gesprochen wurde, ist Stoff für weitere Betrachtungen, die in den nächsten Tagen folgen.

 

Der Maintal TAGESANZEIGER greift heute das wichtigste Detail der Stadtverordnetenversammlung auf.

 

 

 

 

 

SPD

Urgestein

 

 

Ein in der Kommunalpolitik Ergrauter will es noch einmal wissen

 

Am Rand der Stadtverordnetenversammlung sprach ich mit dem Parlaments-Urgestein Friedrich Raab (SPD), der eigentlich seine Aktivitäten zurückfahren wollte und sich deshalb auf den vorletzten Listenplatz seiner Partei setzen ließ. Mit funkelnden Augen und einem ganz entschlossenen Blick meinte er, dass er heute den Entschluss gefasst habe, es noch einmal wissen zu wollen und hofft, über das Wahlverfahren doch noch ziemlich weit nach vorne zu rutschen.

Er meinte, dass im Vorfeld der Wahl schon wieder versprochen und gelogen werde. So zitierte er eine alte Weisheit, dass "vor der Wahl, bei Beerdigungen und nach der Jagd am meisten gelogen werde". Im Zusammenhang mit der Wahl verprelle das die Wähler, wofür er auch Verständnis habe.

 

"Gehen Sie dennoch Wählen"

 

Das ist der eindringliche Rat an die Wähler, der Friedrich Raab am Herzen liegt. Er weist darauf hin, "dass die Fraktionen in den letzten 5 Jahren viel geleistet hätten und die Wahl sollte zugunsten der Leistungsträger ausgehen. Wenn das als Kriterium herangezogen wird, dann falle die Entscheidung schon richtig aus."

 

Natürlich ist sein Gegner Nr. 1 die CDU-Fraktion, die vor 5 Jahren mit 19 Sitzen als Wahlgewinner gestartet und am Ende der Legislaturperiode auf 15 Mandate geschrumpft war, während die SPD ihre 18 Mandate über die gesamte Zeit konservieren konnten. So war es der SPD über weite Teile der Legislaturperiode möglich, zusammen mit den 2 FDP-Abgeordneten, 4 Abgeordneten der Grünen und den parteilosen Abgeordneten die Politik in Maintal zu gestalten.

 

"Auch das sollte zur Wahlentscheidung herangezogen werden, auch wenn die derzeitige Opposition mit schönen Bildern und Utopien (Stadion in der Grünen Mitte) werben", meint Friedrich Raab und fuhr fort: "Die von der CDU zur Wahl angepriesenen Spitzenkandidaten Rohrbach und Schächer seien überhaupt nicht in der Lage, ein Mandat anzunehmen, da sie hauptamtliche Magistratsmitglieder seien - es sei denn, sie träten in ihren hauptamtlichen Funktionen zurück". 

 

Zum Schluss gab er der Hoffnung Ausdruck, dass die Wähler sich auf die Kandidaten konzentrieren sollten, die die Interessen der Bürger vertreten hätten und über den Brillenrand hinaus sehen könnten. Damit drückte er nochmals aus, dass es kein Ziel einer Fraktion sein kann, ausschließlich den eigenen Magistratmitgliedern zu folgen und deren Anliegen im Parlament zu vertreten. Die Wähler sollten auch das berücksichtigen.

 

 

 

 

HMV

Hochstadt

 

 

 

 

 

Am Donnerstag wird die Hochstädter Kreppelzeitung gedruckt

 

Am Donnerstag um 13 Uhr werden innerhalb von knapp 25 Minuten im Hanauer Druckzentrum die ca. 1.800 Exemplare der 32-seitigen Hochstädter Kreppelzeitung gedruckt. Bis zur letzten Minute wurde an der Aktualität des politischen und zeitkritischen Teiles gefeilt. Die gestrige Parlamentssitzung brachte keine neuen Erkenntnisse, so dass Sie sich auf eine höchst aktuelle Kreppelzeitung freuen können.

 

Es ist normalerweise nicht üblich, vor Fastnachtssamstag auf den Inhalt einzugehen. Für die politisch und zeitkritisch interessierten Bürger möchte ich eine Ausnahme machen, damit sich auch Politiker darauf einstellen können. So wurde folgendes thematisiert:

  • Kommunalwahlszenario auf der Titelseite

  • Erfreuliches von der Kelterei HÖHL

  • typischer Ablauf einer Durchschnitts-Parlamentssitzung

  • Rednerpanne des Jahres

  • 3 Stadtteilseiten mit aktuellen Themen incl. Sport

  • Situation rund ums Bischofsheimer Rathaus

  • Blitzer in Maintal

  • Neues Altes vom Verkehrsausschuss

  • Mobilfunkmast in Wachenbuchen

  • Das Geschenk des Jahres

  • Mittel gegen illegale Gartenhütten und

  • die 10 stärksten Dementis des Jahres

Man soll mit Vorschusslorbeeren vorsichtig sein, aber nicht in diesem Fall, denn ich behaupte ganz einfach, dass diese Kreppelzeitung die gelungenste Kreppelzeitung ist, an der ich mitwirken durfte. Immerhin ist es ein Vierteljarhundert, auf das ich zurückblicke. Im 25. Jahr meiner Mitwirkung und über weite Strecken der Leitung der ehrwürdigen Kreppelzeitungsredaktion übernahm das Multitalent des HMVs Frank Walzer die Redaktion, weil er Journalismus von der Pike auf erlernte und einfach der richtige Mann dafür ist. Er verstand es, mit einer straffen Organisation und dennoch lockeren Führung die Talente der einzelnen Kreppelzeitungsredakteure zu fordern und voll zur Entfaltung zu bringen. Mit der Hochstädter Kreppelzeitung 2006 wird der Humor-Musik-Verein "Edelweiß" seine außergewöhnliche Leistung der Kampagne abrunden und die Leser sollten sich dieses Exemplar nicht entgehen lassen.

 

Wegen des Fastnachtsumzuges ist die Zeit für den Straßenverkauf am Vormittag des Fastnachtssamstag erneut etwas knapp, weshalb die Zeitungen bis zum Aschermittwoch unter die Leute gebracht werden. Die Kreppelzeitung ist mehr als nur ein Fastnachtsblatt - das wissen aber immer mehr Maintaler Bürger.

 

 

20. Februar 2006

 

 

 

+

 

 

Auf - zum letzten parlamentarischen Gefecht vor der Wahl

 

Im Maintaler Parlament werden heute Abend noch einmal die wehrhaften Truppenteile der Fraktionen aufeinandertreffen und für einen nachhaltigen Eindruck beim Wähler sorgen wollen. Eine große Gelegenheit wird sich bei der Diskussion ums Bischofsheimer Rathaus bieten. 

Den entscheidenden Wurf wird es jedoch eher nicht geben, denn dazu müsste man erst einmal zugeben, dass man in trauter Einigkeit gewaltig auf dem Holzweg war.

 

Inzwischen begeben sich nach meinen Informationen einige Anbieter bereits wieder in die Startlöcher, wenn die Sache mit PEN kippt. Ärgerlich wäre nur, wenn man nie erfahren würde, ob Wohnbau HESS in der letzten Runde wirklich nur zwei oder klammheimlich über PEN drei Angebote platziert hatte.

 

Passend zum Thema möchte ich meine Leser auf eine Kampfmaschine der tierischen Art aus der Feder von Kurt Halbritter aufmerksam machen, die das Verhalten der Fraktionen über weite Teile der fast abgelaufenen Legislaturperiode karikiert. Sie steht für die Behäbigkeit und die Beweglichkeit des Parlaments, das über weite Strecken Schwung und Frische vermissen ließ. 

Was blieb, war erstarrte Wehrhaftigkeit, die alles lähmte. Auch die Truppenteile, die "ihren Magistrat" pausenlos stützten, obwohl er oft sehr weit daneben lag, könnte die Karikatur verkörpern, denn auch fragwürdige Argumente ihrer Strategen konnten selten den Panzer durchdringen. Erleben sie heute Abend nochmals die Parade der namhaften Kämpfer aller Parteien - es lohnt sich!

 

 

Rolle rückwärts in der Rathaus-Diskussion?

Heute Abend im Stadtparlament: Alles scheint wieder offen

 

Maintal (dm). - "Rolle rückwärts" in der Diskussion um die Zukunft des Bischofsheimer Rathausplatzes: Über das von der Maintaler Stadtverordnetenversammlung im Herbst vergangenen Jahres mit hauchdünner Mehrheit beschlossene, sogenannte "PEN-Modell" mehren sich die Zweifel, eine Realisierung des Projekts in geplanter Form kann keineswegs mehr als sicher gelten. 

 

In der Sitzung heute Abend sind deutliche Worte zu erwarten. Zumindest die Fraktionen von SPD und FDP haben angekündigt, in der heutigen Parlamentssitzung (ab 18 Uhr im Bürgerhaus Bischofsheim) gegen die Aufstellung eines Bebauungsplanes zu votieren. 

 

Ärger sitzt tief 

 

Auch Stadtverordnete anderer Fraktionen liebäugeln mit einem Nein zur Vorlage des Magistrats. Der Ärger der Volksvertreter sitzt tief, denn zum einen hatte Stadtrat und Baudezernent Erik Schächer immer wieder erklärt, dass die Aufstellung eines Bebauungsplans gar nicht nötig sei, wurde jedoch vom Main-Kinzig-Kreis als Bauaufsicht aus Gründen der Rechtssicherheit eines Besseren belehrt. Zum anderen gestalten sich die Verhandlungsgespräche der Stadt Maintal mit dem Investor PEN (Projektentwicklungs GmbH Bruchköbel) als sehr schwierig. Denn der festgelegte Kaufpreis von 1,065 Millionen Euro soll nach dem Willen der PEN deutlich gedrückt werden, und zwar um den Wert der 23 geplanten Tiefgaragenplätze - immerhin rund 380 000 Euro. Eine Einigung zwischen Investor und Stadt ist dem Vernehmen nach noch nicht in greifbare Nähe gerückt. 

 

Viele Ungewissheiten 

 

Vieles spricht also dafür, dass es heute keine Mehrheit für einen Aufstellungsbeschluss geben wird, was auch den knappen Grundsatzbeschluss "Pro PEN" wieder ins Wanken bringen könnte. 'Nach PEN-Planung soll auf dem Rathaus- platz nach Abriss des Rathaus-Hauptgebäudes ein L-förmiges Bauwerk für Ladengeschäfte, Büros, Stadtladen sowie weitere Wohnungen entstehen und im rückwärtigen Bereich zusätzlich zehn Reihenhäuser. Dass der Verkaufserlös bröckeln könnte, sehen die Stadtverordneten mit . Argusaugen. Entsprechend interessant und brisant dürfte die Diskussion am heutigen Abend werden. 

 

Auf der heutigen Tagesordnung stehen unter anderem auch eine Tätigkeitsbeschreibung der zukünftigen Maintaler Kinder- und Familienbeauftragten - es geht um die Nachfolge von Editha Kaudelka - sowie weitere Vorlagen zur städtebaulichen Entwicklung. Die Sitzung ist wie immer öffentlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei Neckermann ist die Welt nicht mehr in Ordnung

 

Der DGB Maintal macht in einer Pressemitteilung auf das Schicksal vieler Neckermann-Beschäftigten aufmerksam, die in die Maschinerie der Geschäfts-Optimierung gerieten, auf Teile ihres Entgeltes und auf Leistungen zugunsten des Ergebnisses verzichteten und nun einer ungewissen Zukunft entgegen gehen. Jedermann weiß, wie es mit der Arbeitslosigkeit aussieht und wie schnell man auch in der Hartz-IV- Maschinerie landet. 

 

Da sich diese Geschäftspraktiken immer mehr durchsetzen und fast jeden Arbeitsplatz erreichen können - ja vielleicht sogar werden, ist tatsächlich die größtmögliche Solidarität unter den Berufstätigen erforderlich, um den öffentlichen Druck auf die Geschäftsleitungen zu erhöhen. Das soziale Klima wird in unserem Land durch diese Praktiken nachhaltig vergiftet. Die Raffgier scheint noch nicht einmal vor dem drohenden Elend der Betriebsangehörigen Halt zu machen. Wir nähern uns dem Punkt, an dem man sich für existenzloses Elend oder eine andere Art von Leibeigenschaft entscheiden kann, in der man zum willkürlichen Spielball der Herren wird. 

Wo sind wir nur hingekommen!

 

Hoffentlich erinnern sich sie Wähler bei den nächsten Wahlen, welche Parteien  diese Spirale vor der Bundestagswahl noch schneller drehen wollten. Beim richtigen Wählen fängt Solidarität bereits an.

 

 

 

Kündigungen bei Neckermann

DGB: Auch viele Maintaler sind davon betroffen

 

Nachdem im November und Dezember des letzten Jahres viel über drohende Kündigungen bei Neckermann berichtet wurde, ist es danach etwas still um dieses Thema geworden. Fast könnte man meinen, alles sei schon vorbei, oder es sei gar nichts passiert. Es ist ja auch nur eine Meldung unter vielen, denn in der Stadt und der unmittelbaren Nachbarschaft von Maintal gibt es zahlreiche Entlassungen. Und auch bei Neckermann sind Dutzende Maintaler, vor allem Frauen, von dem dortigen Personalabbau betroffen. Dazu nimmt nun der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), Ortsverband Maintal Stellung.

 

Neckermann ist ebenso wie die Konzernschwester Quelle in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation: Weniger Bestellungen als die Jahre zuvor und gravierende Fehler der Vorstände, die fast alle heute nicht mehr da sind, haben ihren Teil dazu beigetragen.

 

Und doch ist seit Januar 2006 bei Neckermann alles etwas anders: Aus der einen Neckermann Versand AG sind fünf neue Gesellschaften entstanden: Die neckermann de. GmbH und die vier Servicegesellschaften Logistik GmbH, Contact Customer Service GmbH, Contact Vertrieb GmbH und die Management/Service GmbH. Bei der neckermann de. GmbH gibt es keine betriebsbedingten Beendigungskündigungen. Hier gilt weiter ein mit der Gewerkschaft ver.di ausgehandelter Sanierungstarifvertrag, der dies ausschließt.

 

Erst ausgliedern, dann entlassen

 

In den neuen Gesellschaften allerdings werden mindestens 200 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren, vor allem in der Logistik (Versand). Viele von ihnen wohnen in Maintal. Alle, die jetzt gehen müssen, haben bei Neckermann über ein Jahr lang Sparprogramme über sich ergehen lassen, auf Urlaubsgeld und Lohn verzichtet. Genützt hat es ihnen nichts. Der Dank ist die Entlassung und mit den genannten Verzichten verringert sich nun auch noch das Arbeitslosengeld. Für den DGB Maintal ist das ein weiterer Beweis, dass Verzicht zum einen keinen Arbeitsplatz rettet und sich zum anderen sogar noch zum absoluten Nachteil der betroffenen Kolleginnen und Kollegen auswirkt. Auch wenn einige Beschäftigte in eine Transfergesellschaft gehen, viele haben Angst, keinen Job mehr zu erhalten und bald Hartz IV – Opfer zu werden.

 

Tarifflucht

 

Es ist zudem zu befürchten, dass der Kostendruck auf die, die bleiben dürfen, weiter steigen wird. Die Leistungen der Kolleginnen und Kollegen in den Servicegesellschaften müssen möglichst billig sein, damit die neckermann de. GmbH einen ordentlichen Gewinn für die Aktionäre wie die Milliardärin Frau Schickedanz abwerfen kann. Und weil manche dann angeblich zu teuer sind, sollen sie lieber auch noch gehen, damit man Neue zu billigeren Konditionen einstellen kann. Bei ihnen muss man dann keine Tarifverträge mehr anwenden.

 

Solidarität ist gefordert

 

Die Betriebsräte bei Neckermann befürchten, dass die Löhne und Gehälter bald so niedrig sind, dass man davon nicht mehr richtig leben kann. Die Gewerkschaft ver.di und die Betriebsräte fordern für die einzelnen Servicegesellschaften eine Tarifanbindung an den Einzelhandelstarifvertrag. Für die bevorstehenden Auseinandersetzungen ist ein langer Atem der Kolleginnen und Kollegen nötig, denn sie alle wissen: Ohne Kampf bekommen sie nichts mehr. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Maintal wird im Rahmen seiner Möglichkeiten die Beschäftigten bei Neckermann in dieser Auseinandersetzung unterstützen. Dazu gehört auch, hier in unserer Stadt Solidarität zu organisieren.

 

 

 

 

 

 

WAM

 

 

Ökologische Themen in Maintal unter der Wahrnehmungsgrenze

 

Nun bin ich aber gespannt, was die WAM in Maintal ökologisch bewegen will. 

  • Ist es die Rettung der Streuobstwiesen oder die der Grünen Mitte mit ihrem Krüppelwäldchen und den gefährlichen "Bodenschätzen"? 

  • Sollen Baugebiete mit neuen Straßen und ihrer Bodenversiegelung verhindert werden? 

  • Können Gärtner mit rechtlich etwas wackeligen Hütten auf Unterstützung rechnen?

  • Spielt vielleicht sogar die Mobilfunkstrahlung eine Rolle?

  • Was ist "ökologische Entwicklung in Vereinen"?

Fragen über Fragen, die rein "ökosophisch" angerissen wurden. Das Thema Umwelt scheint seit einiger Zeit in Maintal eine eher unter- geordnete Rolle zu spielen, weshalb man auch von den Grünen kaum mehr etwas wahrnimmt. Mal sehen, was die WAM reißen kann.

 

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19. Februar 2006

 

 

 

Von Placebo- oder Cyberspace-Kandidaten

 

Wer kennt ihn nicht, den stolzen Ritter und seinen treuer Diener, die auszogen und gegen Windmühlen kämpften. Ein findiger Hersteller zeitgemäßen Büroschmucks liefert die beiden Figuren jetzt als "Schraubenmännchen".

 

So, wie der findige Hersteller hat auch die überaus findige Maintaler CDU nach dem idealen Material gesucht, aus dem Spitzenkandidaten herzustellen sind. Das setzt natürlich voraus, dass man einen enormen Mangel an Spitzenkandidaten hat. Die, die in die Nähe von Spitzenkandidaten kommen, scheinen wegen den virtuellen Spitzenkandidaten nicht gerade verletzt zu sein ob dieser öffentlichen Herabsetzung. 

So zieht man in eine Art von Cyberspace-Wahlkampf mit virtuellen Kandidaten, um das vorzutäuschen, was man in der Mannschaft vermisst: ausreichende politische Potenz. Die einzigen Parteifreunde, denen man etwas zutraut, sitzen im Magistrat,  danach kommt lange gar nichts - das ist die Botschaft an die Wähler.

 

Hier vergessen aber viele, dass es um Wahltaktik geht, denn die meisten Wähler kommen mit dem Kumulieren und dem Panaschieren nicht zurecht. Also rechnen die Parteien damit, dass viele Wähler wählen, wie sie es gewohnt sind und nur ihre bevorzugte Partei ankreuzen. 

Bei Parteien mit mehr als 15 Kandidaten erhalten so die ersten 15 Kandidaten je drei Stimmen. Im Fall der CDU würden Platz 3-17 profitieren.

Würde man sich für InJu entscheiden und nur InJu ankreuzen, erhielten die InJu- Kandidaten 5 x 3 = 15 Stimmen und 30 weitere Stimmen wären verloren. 

Ähnlich sieht es bei den REPs aus.

Für nicht so bewegliche Wähler bleibt neben dem Kumulieren, Panaschieren, Streichen und den Mischvarianten oft nur die altgewohnte Art zu wählen. Wer so strukturiert ist, der merkt möglicherweise auch nicht, was die CDU bezwecken will. 

Es ist also ein Kreuz mit den Kreuzchen.

 

Mal so unter uns gesagt: 

Dass man die beiden Hauptamtlichen an die Spitze der Kandidatenliste setzte, sollte sicher auch ein klares Zeichen an die Wähler sein, dass die Fraktion auch in der nächsten Legislaturperiode ihren beiden Hauptamtlichen zuarbeitet und nach Möglichkeit alles verhindert, was ihre gewohnt freie Arbeitsweise behindern könnte. Dass die Kandidaten dabei den wahren Sinn eines Stadtverordneten - zum Wohl der Bürger sachlich fundamentierte Entscheidungen zu treffen - hintenanstellen, sollten mündige Wähler erkennen und entsprechend darauf reagieren. Wählen hat auch etwas mit Demokratie zu tun.

 

 

Die

Wochenend-

Glosse

 

 

 

Am Wasserhäusi an de Eck

 

Wasserhäuschen oder Trinkhallen sind beliebte Orte der Kommunikation. Hier gibt es Stammgäste und normale Kunden, die sich bei einem Bier und/oder einem Schnaps über allerlei aktuelle Themen unterhalten. Es sind zwar nicht die fundamentiertesten Argumente, die hier ausgetauscht werden, aber sie kommen oft der Wahrheit sehr nahe, die allerdings in Wirklichkeit kein normaler Bürger definitiv kennt. Trotzdem lohnt es sich manchmal, hinzuhören, was so die politische Überzeugungen prägt. Schließlich gehen gerade die dort anzutreffenden Zeitgenossen zu einem sehr hohen Prozentsatz wählen, wenn sie nicht sogar Parteimitglieder sind, die gelegentlich mit ihrem Wissen prahlen können.

Was seechste dann dadezu, dass am nächste Freitach de Münte kemmt ?

Da habt ´er vielleicht geguckt, als ers geleese habt !

 

Was is schon de Müntefering - wo mir en Erhard Rohrbach hawwe !

Der vertritt am Aschermittwoch unsern Verteidichungsminister !

 

Der werd sei Last hawwe, sich selber se verteidiche !

Wart emol, was mir dem noch fer e Feuer unnern Hinnern mache !

 

Da müsst ´er euch awwer warm aaziehe bei unserer Doppelspitz...

 

Doppelspitz... !  Die könne ja gar kaa Stadtverordente wer ´n !

Des sinn doch Blender fer die, die wo kaa Ahnung hawwe !

So Wähler hawwe mir gar kaa, die so bleed wähle däte !

 

Wemmer im Kreis net aach so en blinde Kandidat laafe hätte,

dät ich dich jetzt mit euerm Kavai ärjern...

 

Komm  sei friedlich !  Trinke mer liewer aan...

Du siehst doch, dass uns sogar unser eichene Leut verarsche!

 

18. Februar 2006

 

 

 

Weitblick-Lektion für Kurzsichtige

 

Am Montag wird es während der Parlamentssitzung wieder um das Bischofsheimer Rathaus gehen, bei dem der momentan noch favorisierte Investor bzw. dessen Planungsbüro wegen der Tiefgarage den Preis um 300 - 500 Tausend Euro drücken möchte. Gleichzeitig musste man erkennen, dass gar nicht so gebaut werden kann, wie es vom Investor vorgesehen ist. Die Kiste ist also total verfahren und soll jetzt über eine Bebauungsplanänderung gesundgebetet werden. Die SPD-Fraktion ist mit ihren offensichtlich geläuterten Fraktionsspitzen fest entschlossen, den Antrag des Magistrats abzuschmettern, benötigt jedoch die Stimmen von FDP, den Fraktionslosen und den REPs, wenn in den anderen Parteien nicht auch noch die Vernunft einzieht. 

 

Momentan tendieren die Genossen wieder zu anderen Modellen, die zum Tragen kämen, wenn PEN sich wieder zurückzieht oder zurück- ziehen muss. Auch bei der CDU wird inzwischen mit einem anderen Investor vorsichtig diskutiert, nachdem auch im Rathaus dessen Angebote vorliegen. Das kann bis zum Montag noch recht interessant werden.

 

Es hat ja oft keinen Sinn, vergangene gescheiterte Bewusstmachungen wieder in Erinnerung zu rufen, aber am 21. September 2005 wurde allen Fraktionen ein Schreiben zum damaligen Angebot GARTNER übermittelt, das auch Gegenstand im Maintal TAGESANZEIGER war. Wenn man heute noch einmal liest, was vielleicht einige Stadtverordnete nie gehört und gelesen haben, dann war eigentlich damals schon abzusehen, wohin die Reise mit PEN geht. Vielleicht lesen die Stadtverordneten und die Herren des Magistrats noch einmal nach, was ihnen heute sehr bekannt vorkommen müsste. Warum haben immer nur die Anderen Weitblick?

 

 

 

Zu "Altes Rathaus" in Maintal-Bischofsheim

21. September 2005

 

 

Magistrat will "Modell A" 

Jetzt scheinen die Würfel endgültig gefallen: 

Auf dem Bischofsheimer Rathausplatz wird das alte Hauptgebäude abgerissen und durch eine Mischbebauung aus "Wohnen und Gewerbe" plus Tiefgarage ersetzt. Im hinteren Teil (Richtung Zwingerstraße) entstehen zehn Reihenhäuser. Wochenmarkt, Spielplatz und die Verbindung zur Zwingerstraße bleiben erhalten. Der Magistrat hat sich der Empfehlung der "Arbeitsgruppe Rathaus" angeschlossen und will das Stadtparlament in der Sitzung am kommenden Montag über eine entsprechende Vorlage abstimmen lassen. Rund 500 000 Euro soll der Verkauf in den Stadtsäckel spülen. Weiter auf der Titelseite der Printausgabe. (dm)

 

 

So stand es am 20. September 2005 im Tagesanzeiger.

Bekanntlich habe ich Herrn Gartner (Modell B) seinerzeit für das Projekt Rathausplatz und die öffentliche Ausschreibung gewonnen. Wie es jetzt aussieht wird das Modell A im Schlussspurt von den Entscheidungsträgern favorisiert, nachdem es zunächst so ausgesehen hatte, als würde Modell B eher auf breite Zustimmung stoßen.

 

Ich habe Herrn Gartner hierauf dieser Tage angesprochen, und als Reaktion die beiliegende interne E-Mail erhalten. Wie Sie sehen ist Herr Gartner ein fairer Verlierer und akzeptiert natürlich die Gegebenheiten zumal dann, wenn das Modell A den Entscheidern besser gefällt. Ich erlaube mir trotzdem noch einmal, Modell B ins Gespräch zu bringen, weil Herr Gartner in seinem etwas resignierenden Text, wichtige Punkte angemerkt hat, die möglicherweise nicht richtig gewertet wurden.

 

So merkt er an, dass er im Sommer wg. seines sehr niedrig erscheinenden Kaufpreis von € 350.000,-- regelrecht verlacht wurde, während sich nun zeigt, dass auch Modell A nach zusätzlicher Einplanung einer Tiefgarage mit € 500.000,-- sehr in die Nähe des Kaufpreisangebotes von Herrn Gartner kommt. Herr Gartner liegt im übrigen deshalb niedriger, weil er die Vorgaben nach entsprechender Gewerbefläche im Sinne der Einplanung von immerhin 7 (mit Stadtladen 8) Geschäftseinheiten umgesetzt hat, und nach den Gesprächen mit konkreten Interessenten davon ausgehen muss, diese Geschäfte privat zu halten, wobei er mit sehr niedrigen Mieten auch für den Stadtladen gerechnet hat. Er würde also auf Dauer eine erhebliche private Bindung an Bischofsheim eingehen. Er hat einen Besserungsschein angeboten, der sogar bei Teilverkauf von Gewerbeflächen eine spätere Aufstockung des Kaufpreises bedeuten würde. 

 

Ist dies gewertet worden?

 

Als sehr interessant erscheint mir sein interner Hinweis auf die Büros des Modells A. Herr Gartner hatte mir in der Tat schon nach der öffentlichen Ausstellung der Modelle berichtet, dass er bei Durchrechnung des Modells A nicht auf den Kaufpreis für A gekommen wäre, weil er hier in Bischofsheim nicht mit einer realen Vermietungs- und Verkaufschance für Büros ausgehe. Er vermutet, dass Modell A sogar darauf angewiesen ist, später eine Umwidmung dieser Flächen in Wohnungen zu beantragen. Dann aber wäre die öffentlichen Ausschreibung und Fairness durchaus zu hinterfragen. 

 

Weiter ist nach der Verantwortung der Entscheidungsträger für die lokale Wirtschaft zu fragen, zumal im Modell B immerhin 7 Geschäfte + Stadtladen eingeplant sind, während A neben den Stadtladen meines Wissens nur 2 Einheiten vorsieht. Würde sich nicht hieraus bei Modell B ein deutlicher Wachstumseffekt für Gewerbe und neue Arbeitsplätze ergeben? Insgesamt erscheint mir (möglicherweise bedingt durch das einfacherer Animationsprogramm der Architektin zu B), dass das mutige Plazakonzept mit dem Brunnen sowie der Spielpark, und die historisch anmutenden Gebäudefronten zuletzt völlig aus dem Fokus geraten sind, also wichtige Elemente die auch in den Medien zunächst sehr gelobt wurden.

 

Dies alles wirft bei mir folgende Fragen auf:

  1. Bei der Erst-Präsentation hat der Projekt-Entwickler mehr als 1 Mio € geboten und wurde schon aufgrund des höheren Kaufangebotes (nicht vom Konzept und Darstellung her) Modell B möglicherweise intern vorgezogen, obwohl seinerzeit gar keine Tiefgarage bei A eingeplant war. 

  2. Vergleich der Gewerbeeinheiten; der Standort soll doch mit Ladengeschäften "bereichert" werden. Modell A hat meines Wissens drei Einheiten vorgesehen, Modell B acht. Auswirkung für neue lokale Arbeitsverhältnisse? 

  3. Modell A hat mehrere Büroeinheiten eingeplant; sind diese überhaupt vermietbar und wenn ja, zu welchen Konditionen (höher als die Miete für Wohnungen)? 

  4. Wurde denn das Angebot des Projektentwicklers von Modell B, einen Besserungsschein im Kaufvertrag mit einzubringen, bei der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit berücksichtigt? 

  5. Es soll ja der "Betonklotz" abgerissen werden und der Platz neu "gestaltet" werden; wieder durch eine "Blockbebauung" von der Straße her? 

  6. Wurde das "gestalterische Element" überhaupt berücksichtigt? Eines was "alt" und "neu" zusammenbringt wie in Modell B? 

  7. Nachdem jetzt nur noch eine Differenz von ca. 150 TDM zwischen den beiden Angeboten besteht, sollte doch zum einen die Gestaltung, der Faktor mehr Arbeitsplätze (mehr Ladeneinheiten) sowie der "Besserungsschein" bei der Entscheidung höher gewichtet werden. 

  8. Es fand doch eine "öffentliche Befragung" statt; mir ist nicht bekannt, dass dies veröffentlicht wurde. Mag sein, dass hier das "Modell C" überwiegend gefragt war, aber welches Modell kam auf Platz 2? Wie also sah das Meinungsbild zwischen A und B aus?

Allein diese Punkte zeigen auf, dass man vor der endgültigen Entscheidung noch einmal gewisse Aspekte durchdenken könnte, wozu ich hiermit anregen möchte.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Mideck

 

 

 

 

 

 

 

 

Wahlkampf ist zähflüssig und langweilig

 

Ein bedenkliches Thema ist momentan der müde und ideenlose Wahlkampf, den auch die heutige Spitzmaus bemängelt. Dem will man nun entgegensteuern, indem man in einer Serie die neuen "Gesichter" in der Szene - sprich: Kandidaten zur Kommunalwahl - vorstellt. Mit diesem Ansinnen sprach ich bereits vor einigen Wochen die Parteien an und bot auf meiner Homepage eine Dauerplattform bis zur Wahl an, auf die man zu jeder Zeit zurückgreifen kann. Das Interesse wurde zwar bekundet, getan hat sich jedoch nichts. Wer vorn ist, will auch vorn bleiben.

 

Die erste Vorstellung eines Kandidaten im Maintaler macht eigentlich keine Lust auf mehr Informationen dieser Art. Ob es am Kandidaten oder am Verfasser lag, ist schwer zu sagen. Vielleicht hat man auch nur an der falschen Ecke angefangen oder man will, dass sich die Portraits im Laufe der Zeit steigern. Da muss ja einer mal den Anfang machen. 

 

Die Parteien setzen bisher mehr auf die eigene Vorstellung ihrer Kandidaten, indem "Neu" und "Bewährt" gemischt über Themen hinweg "verkauft" werden. Jürgen Malbrich, der wegen seiner sozialen Aktivitäten und Kompetenz eine Größe für sich darstellt, geht über meine Homepage einen eigenen Weg, der sicher auch seine Wirkung - wenn auch nur in sehr begrenztem Rahmen - zeigen wird. 

 

Viele Wähler fragen sich momentan, warum sich die Parteien jetzt im Wahlkampf über Kreuz mit angeblichen Fehlern und Versäumnissen anschwärzen, wo sie doch auch ihren Teil zu den Missständen beitrugen. Man ist schließlich nicht nur für das verantwortlich, was man anstellt, sondern auch für das, was man nicht verhindert.

 

"Habt´er dann kaa gescheit´ Thema?"

 

Ein wirklich "gescheites" Thema wäre die innere Erneuerung der Parteien, der Parteistrukturen und die Aussicht, wie wieder mehr Vertrauen und Dynamik ins politische Geschäft kommen könnte. Hier könnte eine entsprechende Aufmachung dafür sorgen, dass der Wähler auch merkt, dass sich etwas tut. Auch eine Erneuerung des parlamentarischen Umganges und der Informationsstrategie wäre wünschenswert, damit Entscheidungen auf einer breiteren Basis vorbereitet werden. Allzu destruktiv war die gegenseitige "Kaputtmacherei" und das unerträgliche Zeitspiel, das man nun auch am Bischofsheimer Rathaus wieder feststellt. Schattenboxen, Verwirrspiele, Kungelei und Verweigerung haben die Wähler gründlich satt. Dazu im Hintergrund immer so ein schwacher Verdacht, dass nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht. Hier müssten allerdings die Parteien auch offen zu ihren Fehlern stehen und nicht immer nur mit dem Finger auf die Anderen zeigen.

 

Humor außerhalb des Karnevals

 

Einige Worte muss man aber noch über den "Humor" unseres Stadtoberhauptes verlieren. Unabhängig davon, dass dieser Uralt-Witz seine beste Zeit schon hinter sich hat, sollte man darauf achten, aus welcher Position heraus man ihn erzählt, damit sich niemand betroffen fühlt, der es gar nicht verdient, so veräppelt zu werden. Das kann man mit einem anderen Uralt-Witz - der nicht vom Bürgermeister erzählt wurde - demonstrieren. Man sollte sich dabei nur vorstellen, wie unterschiedlich dieser in der Chefetage und in der Werkstatt aufgenommen wird:

 

Kommt der Boss zum Prokuristen und fragt, was er denn mit seinem Weihnachtsgeld gemacht habe. Dieser erzählt eher beiläufig, dass er sich davon ein kleines Wochenendgrundstück im Vordertaunus gekauft habe. Er geht weiter und stellt einem Abteilungsleiter die gleiche Frage, der darauf erzählt, er habe sich ein gebrauchtes Motorrad gekauft. Als der Boss einem Arbeiter in der Werkstatt nochmals die gleiche Frage stellte, meinte dieser, er sei mit seiner Schwiegermutter in Hanau gewesen und habe ein Hemd gekauft. Als der Boss fragte: "...und der Rest...?" sagte der Arbeiter: "Den hat meine Schwiegermutter draufbezahlt!"

 

Über so etwas lacht man besser unter sich und nicht im großen Kreis. Lediglich im Karneval lässt sich das übergreifend absetzen.

 

SPITZMAUS

 

An alle Wahlkämpfer 

 

Klappergass' und Spielplätze, Höhl und Rathaus, naja, alles wichtige Themen, aber echte Wahlkampfknaller sind nicht dabei. Alles schon zu ausgelutscht oder einfach nicht interessant genug. Richtig Brisantes ist den Maintaler Lokalpolitikern noch nicht eingefallen, um Schwung in den eigenen Wahlkampf zu bringen und so richtig die Werbetrommel zu rühren. Vielleicht sorgt ja das neue, 80.000 Zuschauer fassende Olympiastadion noch für Wirbel. Mit Ruderregattastrecke nebendran, und alles in der" Grünen Mitte". 

Mal im Ernst: Der Wahlkampf verläuft eher mau. Der Tagesanzeiger versucht jetzt mit Einzelportraits mehr Pep in die Sache zu bringen. Denn es kann ja nicht sein, dass immer nur die hinlänglich bekannten Personen hinlänglich bekannte Thesen zum Besten geben. Die CDU gibt sich bürgernah, immerhin, die SPD hat sogar "Kompetenzteams" gebildet, die WAM motzt von links und die neue Junge Liste hüllt sich in Schweigen. Das ist hoffentlich nur eine Zwischenbilanz, die sich in den nächsten Tagen und Wochen noch deutlich verändert. 

Was auf jeden Fall noch bevorsteht, ist die Podiumsdiskussion. Der Tagesanzeiger lädt ein für den Dienstag vor der Wahl, 21. März, ab 19.30 Uhr im Dörnigheimer Evangelischen Gemeindezentrum. Hoffentlich kommt da mehr raus als hohle Phrasen. Auch mit der ewigen Litanei vom fehlenden Geld sollte man's nicht bewenden lassen, wenn man für das Stadtparlament kandidiert und wirklich was bewegen will. 

Die Wähler werden jedenfalls genau hinschauen, viele sicherlich von der Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens Gebrauch machen. Wer also nur Blabla oder gar nichts bringt, wird abgestraft. Das gilt aber nicht für den Chef im Rathaus. Denn der Bürgermeister steht erst im Jahr 2009 wieder zur Wahl. Fest steht, dass von allein nichts läuft. 

 

Da fällt der Spitzmaus ein gemeiner Witz ein. Stehen zwei vor dem Rathaus. Fragt der eine den anderen: " Weißt du, wie viele da drin arbeiten?" Meint der andere: "Höchstens die Hälfte." Woher die Spitzmaus den kennt? Sie werden's nicht glauben: vom Bürgermeister persönlich. Der Mann hat eben Humor. .. 

 

Noch ein Schlusssatz für alle Wahlkämpfer aus Tolstois "Kalender der Weisheit": "Alles Gute wird nur durch Anstrengung erreicht." 

In diesem Sinne ein schönes Wochenende! dm

 

 

 

 

 

 

 

 

SPD

 

 

 

 

Im Prinzip ja - aber lieber erst noch einmal prüfen...

 

Zack - den Spieß umgedreht! So schnell kann es gehen. Irgendwie kann die CDU und die FDP mit einer kleinen Hoffnung punkten und die SPD und mal sehen, wer noch, kann zwar nicht sofort aber kurz nach der Wahl einer Straßensanierung in Alt Bischofsheim zustimmen. Jetzt haben irgendwie alle gewonnen, obwohl alles so ist, wie vorher. 

So etwas kann man eigentlich nur in einem gemütlichen fraktionsübergreifenden Gespräch erreichen, doch davon wird man nichts erfahren. Am Montag werden wir wissen, wer alles beim Thema gewonnen hat - dann muss es aber mit dem Thema auch gut sein, sonst wird es langweilig.

 

 

 

SPD-Pressemitteilung

"Klappergasse" beschäftigt noch einmal den Ausschuss

 

Der Antrag der SPD-Fraktion den Magistrat mit der Vorlage noch einmal in eine "Ehrenrunde" zu schicken, wurde am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss einstimmig beschlossen. "Die zeitliche Anpassung der Sanierung der Straße Alt Bischofsheim an die Neugestaltung des ehemaligen Rathauses Bischofsheim sehen wir nicht mehr als gegeben an", erläuterte dazu der Fraktions- vorsitzende Karl-Heinz Kaiser

 

"Da der Magistrat nicht wie angekündigt seiner Aufgabe, umgehend einen städtebaulichen Vertrag zum ehemaligen Rathausgelände in Bischofsheim vorzulegen, nachgekommen ist und wir heute davon überzeugt sind, dass sich in diesem Bereich auch in den nächsten Zeit nicht allzu viel bewegen wird, kann man diesen Zusammenhang nicht mehr aufrechterhalten", so der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten weiter. 

 

Der Grund dafür, diese Vorlage trotzdem nicht unmittelbar zu beschließen sieht Kaiser in der erneut schlechten Vorarbeit des zuständigen Baudezernenten. "Unsere Fragen, ob den der im Haushalt bereitgestellte Betrag von 85.000 € zur Sanierung der Straße ausreichen wird und wie der Untergrund aussieht und welche Schäden hier zu erwarten sind, wurden mehr als ungenau und unzureichend beantwortet." "Wir haben den Magistrat deshalb beauftragt umgehend und noch in dieser Legislaturperiode zu prüfen," so Kaiser weiter "welche Kosten bei der Sanierung der Straße entstehen werden, welche Arbeiten am Untergrund der Straße durchzuführen sind und welche Maßnahmen nötig sind, um die Straße alternativ in bituminöser Bauweiße oder mit diagonal verlegten Betonpflastersteinen für die Durchfahrt von Schwerlastverkehr in Form der Busse auf Dauer nutzbar zu machen." 

 

"Wir hätten auch gerne hierzu bereits im Dezember eine Diskussion mit der CDU geführt, aber damals hatte diese zu dem Thema nichts beizutragen. Und wir sind nicht bereit uns auf dieses Wahlkampfgeplänkel der CDU mit ungewissem Ausgang für den städtischen Haushalt einzulassen." 

Eine sachliche Diskussion sei mit seiner Fraktion aber jederzeit möglich, so Kaiser abschließend.

 

 

 

 

 

 

 

SPD

 

 

Kommunale Spielplatz-Reisende

 

Unabhängig davon, dass die Maintaler Spielplätze ein wichtiges Thema sind, sie sollten aber ganzjährlich im Fokus sein. Eigentlich sind sie das ja auch, sie müssen aber zu Wahlkampfzeiten für alle Partein herhalten. Nun war auch das Kompetenz-Team der SPD vor Ort und bestätigt das, was ausgangs der Winterzeit überall anzutreffen ist - es ist Arbeit da!

Die zuständigen Fachabteilungen werden sicher schon ihr Maßnahmenpaket geschnürt haben und nach der kalten Jahreszeit die Arbeit aufnehmen. Ob die Begehungen darauf wirklich einen Einfluss haben werden, sei dahingestellt. Man kann das Feld der Öffentlichkeits- arbeit auf diesem Gebiet allerdings nicht der Konkurrenz überlassen, dafür haben die Wähler absolut Verständnis und warten nun auf richtige Themen.

 

 

 

SPD-Pressemitteilung

Für unsere Jugend muss mehr getan werden!

 

…Unter diesem Motto will die SPD die Erweiterung und Modernisierung der städtischen Spiel und Bolzplätze in der nächsten Wahlperiode weiter vorantreiben. Noch einmal fordern die Genossen, dass überalterte Spielgeräte ausgetauscht werden müssen. "Die Spielplätze müssen in einen Zustand gebracht werden, der die Sicherheit der spielenden Kinder gewährleistet." so der neue Mann im Bereich Soziales Frank Maisch

 

Zu diesen Forderungen hat das Kompetenzteam Soziales der Maintaler SPD, besetzt durch die derzeitige Sozialausschuss- vorsitzende Jennifer Gutberlet und ihre bewährten Mitstreiter Ursula Pohl und Helmut Reider sowie den erstmals für die SPD kandidierenden Frank Maisch am 11.02.06 den Waldspielplatz und den dahinter liegenden Bolzplatz in Hochstadt begutachtet. 

"Der Spielplatz hat in den vergangenen Jahren viel von seinem Glanz verloren. Das frühere Wahrzeichen, die Seilbahn, ist nicht mehr vorhanden. Die wenigen Spielgeräte befinden sich teilweise in einem schlechten Zustand." so der Hochstädter Maisch weiter. 

 

"Wir fordern den Magistrat auf, hier dringend Abhilfe zu schaffen. Die Sanierung und Aufstockung der Spielgeräte würde diesen Spielplatz für die Maintaler Kinder deutlich sicherer und attraktiver machen." ergänzt der früherer STEB-Vorsitzende Helmut Reider. Nach Begutachtung des Bolzplatzes war man sich darüber einig, dass sich der Boden in einem guten Zustand befindet. Die Fußballtore aber, sollten erneuert werden. Die zusammengeschraubten Rohre (Foto) bilden seit langer Zeit das "Eckige" auf dem Bolzplatz. Wir sind der Meinung, dass das Jahr der Fußballweltmeisterschaft ein guter Zeitpunkt ist, um sich hier als Kommune den Aktivitäten unserer Spitzensportler anzupassen und etwas für die Bolzplätze und damit für unsere Kinder und Jugendlichen zu tun.

 

 

 

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17. Februar 2006

 

SPD

Maintal

 

 

 

Maintaler können Franz Müntefering live erleben

 

Manchmal ist es nicht einfach, eine Nachricht zurück zu halten, wenn man die Töne der Buschtrommeln bereits vernommen hat. Nun kam endlich die offizielle Bestätigung durch die Bischofsheimer SPD-Vorsitzende Helia Habibzadeh und das grüne Licht für die Presse. Der gelang es offensichtlich nicht, die Neuigkeit punktgenau in der für die Leser wesentlich interessanteren Samstags-Ausgabe unter zu bringen. Also muss die Nachricht raus, denn nichts ist uninteressanter, als eine Nachricht, die bereits in der Fläche ist.

 

Jetzt steht es also fest: Vizekanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering wird am Freitag, dem 24. Februar zwischen 16:30 und 18 Uhr in Bischofsheimer Bürgerhaus erwartet, wo die Maintaler SPD ihre sicher bedeutendste Wahlkampfveranstaltung zelebrieren wird.

 

Die Bischofsheimer Genossen bereiten die Veranstaltung mit tatkräftiger Unterstützung des Unterbezirks Main-Kinzig vor und es werden eine ganze Reihe von namhaften Rednern auftreten, die den Wählern vermitteln wollen, was sozialdemokratische Politik beinhaltet. Die wohl interessanteste Rede dürfe der ehemalige Parteichef der SPD und Verfechter der 67er- Regelung bei der Rente halten, denn seine karge Sprechweise, die stets das Wesentliche aus den Themen herauszumeißeln versteht, wird dem Inhalt Schärfe und Klarheit geben, wie man es von ihm gewohnt ist. Der Maintaler SPD ist mit dieser Verpflichtung ein großer Coup gelungen, bei dem die CDU jetzt eigentlich nur noch mit Angela Merkel gleichziehen kann.

 

In den Internet-Schlagzeilen des Maintal TAGESANZEIGERs liest sich die Neuigkeit so:

 

Franz Müntefering kommt nach Maintal 

 

Ein Coup der besonderen Art ist der Maintaler SPD gelungen. Die Sozialdemokraten konnten für eine Wahlkampf- veranstaltung am Freitag, 24. Februar, den Vizekanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering gewinnen. Der frühere Parteichef der SPD wird von 16.30 bis 18 Uhr im Bischofsheimer Bürgerhaus zu Gast sein. 

 

Die Bischofsheimer SPD-Ortsvereinsvorsitzende Helia Habibzadeh teilte dem Tagesanzeiger gestern diese Neuigkeit mit. Die Sozialdemokratin freut sich sehr über diese prominente Unterstützung aus Berlin. "Vor allem deshalb, weil der Main-Kinzig-Kreis ja auch selbst vielfältige und erfolgreiche Aktivitäten im Arbeitsmarktbereich vorzuweisen hat". Die Veranstaltung werde gemeinsam von der Bischofsheimer, Maintaler SPD und dem Unterbezirk Main-Kinzig der Genossen organisiert. Alle Bürgerinnen und Bürger seien herzlich eingeladen, am Freitag kommender Woche den seit 36 Jahren ersten sozialdemokratischen Vizekanzler und damit Nachfolger von Willy Brandt - er bekleidete diese Position in der ersten großen Koalition von 1966 bis 1969 -, aber auch das Programm der SPD auf Stadt- und Kreisebene für die Kommunalwahl am 26. März genauer kennen zu lernen. 

 

Gespannt sein dürfen die Besucherinnen und Besucher der SPD-Wahlkampfveranstaltung sicherlich auch darauf, ob "Münte", wie er im Volksmund genannt wird, auch die von ihm losgetretene Diskussion um die Rente erst ab 67 ansprechen wird. Der Besuch des langjährigen sozialdemokratischen Fahrensmanns wird in der zweitgrößten Stadt des Main-Kinzig-Kreises sicherlich für großes Interesse sorgen. Denn es ist schon eine geraume Zeit her, dass ein so prominenter Bundespolitiker in Maintal zu Gast war. (leg)

 

 

 

 

 

 

Wenn man in eine bestimmte Ecke gestellt wird

 

Es gibt im politischen Umfeld Beobachtungen und Deutungen, die öffentlich geäußert schnell zur Fehlinformation werden können. Das musste ich während der letzten Bauausschusssitzung erleben, als ich von einigen CDU-Stadtverordneten direkt angesprochen wurde, ob es stimme, dass ich "bei der WAM sei". Schließlich habe man mich dort mehrmals gesehen und es gäbe auch noch andere Hinweise, die meine Nähe zur WAM signalisieren würden. 

 

Recht ungläubig wurde ich betrachtet, als ich erklärte, weder einer Partei anzugehören, noch in einer Partei mitzuarbeiten. Als ich in den letzten Tagen mit dem Spitzenkandidat der Initiative Jugend sprach, erkannte ich bei ihm ein ähnliches Interesse an politischen Prozessen und Gruppierungen, das auch mich umtreibt. Es ist eigentlich erforderlich, in alle Parteien und Gruppierungen einmal hinein zu schnuppern, um sich ein Bild machen zu können. Bei InJu führten die Erfahrungen zum Entschluss, sogar eine eigene Gruppierung zu bilden. 

 

Oft kommt man auch enger mit Gruppen in Verbindung, wenn man sich an einer politischen Aktion beteiligt. Geht es zum Beispiel um eine antifaschistische Aktion, so sind die sie tragenden Gruppierungen schon eher  links. Hiervon aber gleich abzuleiten, man sei dort Mitglied, ist eine Annahme, die man schon hinterfragen sollte, ehe man so etwas verbreitet. 

 

Natürlich werde ich weiterhin versuchen, in rein demokratische Parteien und Gruppierungen hinein zu schnuppern, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet. Ich bin ja auch erst ganz am Anfang meiner Tätigkeit. Es scheint wohl an meiner Person zu liegen, dass mir einige Parteien und Gruppierungen hierzu noch keine Gelegenheit boten. Was nicht ist, kann ja noch werden.

 

 

 

 

Mobilfunk

in Maintal

 

 

"Aber ein Mast muss es schon sein!"

 

Wie man eine Bürgersprechstunde nutzen kann, zeigten Prof. Dr. Guido Zimmer (Maintaler Ärzte-Appell in Sachen Mobilfunk) und Dipl.-Ing. Otto Einsporn von der Bürgerinitiative MwW e.V. Ende Dezember bei Bürgermeister Erhard Rohrbach. Der Sprechstunde  folgte am 09.02.2006 ein weiteres vertiefendes Gespräch mit Stadtrat Erik Schächer, Ruth Karich und Martin Weiß. Diese Runde wurde von Seiten der Mobilfunk-Initiative neben Prof. Dr. Guido Zimmer und Otto Einsporn komplettiert um Sandra Kirchner, Vorsitzende der Bürgerinitiative MwW und Angela Lochmann

 

Kernthema war der empfundene Stillstand des Themas auf städtischer Seite.  Wenn man die von der Bürgerinitiative erstellten Gesprächs- protokolle verfolgt, so herrschen auf beiden Seiten die gleichen Auffassungen vor, die bereits vor der Ablehnung des Sendemastes an der Bleiche bestanden. Im Rathaus gibt es scheinbar keinerlei Überlegungen zur Risiko-Diskussion und eine präventive Strategie wird nicht für notwendig gehalten. Es liegt wohl am fehlenden nachhaltigen Druck der Bevölkerung. 

 

Wie aus dem Protokoll hervorgeht, scheint Bürgermeister Erhard Rohrbach dennoch bereit zu sein, ein vernünftiges Konzept zur Verringerung der Strahlenbelastung zu unterstützen.

 

In Klartext liest sich das so: 

 

"Der Bürgermeister sagte dazu deutlich, dass die mehrjährige Mobilfunkdiskussion in Maintal durch verschiedene Umstände belastet sei und dabei viel Porzellan zerschlagen wurde. Die Stadt Maintal wird entsprechend den Stadtverordnetenbeschlüssen keine weiteren Mobilfunkantennen auf städtischen Grundstücken zulassen. Die Stadt hat aber keinen Einfluss auf die Errichtung von Mobilfunkantennen auf Privatgrundstücken.

Die derzeitige Situation in Sachen Mobilfunk-Netzausbau in Maintal ist unstrittig unbefriedigend. Eine Wiederaufnahme der Mobilfunk- Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und den Bürgern wäre wünschenswert, um einen weiteren Wildwuchs von Mobilfunkantennen mit den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung in oder in der Nähe von Wohngebieten zu verhindern.

Der Bürgermeister sagte ausdrücklich zu, eine Initiative der Bürger für eine Wiederaufnahme der Mobilfunk-Gespräche persönlich zu unterstützen!"

 

Das zweite Gespräch legte dann die Befindlichkeiten der Fachabteilung offen. Im Protokoll ist zu lesen:

 

"Die Genehmigung für den nach schwierigen Verhandlungen unterschriftsreif vorgelegten Vertrag über den Antennenstandort "An der Bleiche" wurde zunächst von betroffenen Bürgern energisch bekämpft und danach auch von den parlamentarischen Gremien verweigert. Das Verhandlungsmandat und die Glaubwürdigkeit der Stadtverwaltung wurden dadurch so schwer beschädigt, dass die Mobilfunkbetreiber seitdem keine ernstzunehmenden Verhandlungskontakte über Antennenstandorte mehr aufgenommen haben.

 

Der Beschluss über die Einsetzung des Akteneinsichtausschusses Mobilfunk wird von der Stadtverwaltung als ungerechtfertigtes Misstrauensvotum gegenüber ihrer Arbeit in Sachen Mobilfunk empfunden. Im Abschlußbericht des Akteneinsichtsausschusses wurden die Verhandlungsbemühungen der Stadtverwaltung um einen angemessenen Ausgleich zwischen dem Gesundheitsinteresse der Bürger und dem Wirtschaftsinteresse der Mobilfunkbetreiber nicht anerkannt, was besonders Herrn Schächer persönlich sehr verletzt hat.

Die Stadtverwaltung stellt die Grenzwerte nach der 26.BimSchV und die Aussage des Gesetzgebers, dass diese Grenzwerte ausreichend vor den gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung schützen, grundsätzlich nicht ernsthaft in Frage."

 

Die Aussicht, wie es denn nun weiter geht, klärt eine andere Passage:

 

"Herr Schächer äußerte, dass lt. Stadtverordnetenbeschluss derzeit die Fraktionsvorsitzenden die Verhandlungen über den Mobilfunknetzausbau in Maintal mit den Mobilfunkbetreibern führen und die Stadtverwaltung hier keinen eigenen Handlungsbedarf mehr sieht."

 

So einfach kann verantwortliche Arbeit im Rathaus sein. Besonders interessant ist die Passage, dass "die Glaubwürdigkeit der  Stadtverwaltung schwer beschädigt wurde". Hier erinnere ich nur an den Mobilfunkmast in Wachenbuchen, in dessen parlamentarischem Verfahren sich der überwiegende Teil des Parlaments nachträglich getäuscht sieht. Hier wurde absolut im Sinne der Mobilfunkbetreiber vorbereitet und durchgezogen. Wenn man daran die "Glaubwürdigkeit" gegenüber den Mobilfunkbetreibern misst, ist in der Tat das "Versagen" der Fachabteilung an der Bleiche ein herber Rückschlag in der Zuversicht, dass man im Maintaler Rathaus jede Unterstützung habe. Hier ist ein Umdenken erforderlich, bei dem zunächst Ursache und Wirkung richtig gestellt werden muss.

 

Wie geht es nun weiter?

 

In der Bürgersprechstunde am 09.02.2006 wurde innerhalb der Lokalen Agenda 21 eine neue Arbeitsgruppe mit den möglichen Namen "AG Umwelt" angedacht und die Themenkreise, wie z.B. "Lärmschutz in Maintal" und "Schadstoffe in Maintal" zum Thema "Mobilfunk in Maintal" mit einzubeziehen. Alle drei Themenkreise sind in Maintal aktuell, von allgemeinem Interesse und wären eine gut zusammen zu behandelnde Arbeitsaufgabe für eine AG "Umwelt" in der Lokalen Agenda 21.

 

Hier könnte man endlich die Erkenntnisse von Attendorn einbringen, das ein übergreifendes Konzept zur Verminderung der Mobilfunk- strahlung in Wohngebieten erarbeitete und deren Bürgermeister die Bürger eindringlich und nachhaltig ermahnt, jede Zusammenarbeit mit Mobilfunkbetreibern über die Stadt zu koordinieren, damit das übergreifende Konzept durchgesetzt werden kann. 

 

In Maintal gibt es allerdings auch Hauseigentümer bzw. Eigentümergemeinschaften, die sich jetzt schon sehr verantwortungsvoll verhalten, wie der kürzlich hier erschienene  Artikel Mobilfunkantenne in Hochstadt verhindert bewies. Leider ist die öffentliche Beachtung solcher Entscheidungen und Veröffentlicheungen gleich Null.

Die Bürgerinitiative MwW wird deshalb ihre Anstrengungen verstärkten und leider auch zu populistischen Mitteln greifen müssen, die über das Bürgerinteresse hinweg den Druck ausüben, den sich die Stadtverwaltung offenbar wünscht, um "in die Puschen" zu kommen.

 

Wie bemerkt Otto Einsporn so schön:

  • Ludwig Ehrhard: Er verstand Politik nicht nur als die "Kunst des Möglichen", sondern als die viel schwierigere Kunst, das sachlich Notwendige politisch möglich zu machen. 

  • Albert Einstein: Man kann ein Problem nicht mit der gleichen Denkweise lösen, mit der es erschaffen wurde

Vielleicht sollten die Verantwortlichen einmal diese beiden Bemerkungen auf sich wirken lassen.

 

Ach so - das hätte ich ja bald vergessen: 

  • Landrat Erich Pipa stellt sich offiziell für Mobilfunkdiskussionen als Moderator zur Verfügung. Allerdings nur, wenn es sich um einen richtigen Sendemast handelt... . 

Bei so viel Unterstützung - Landrat und Bürgermeister - was kann da noch schief gehen!

 

 

 

 

 

 

Richtungweisende Aktivitäten

 

Wenn Verbesserungen kein Geld kosten und mit wenigen Maßnahmen realisiert werden können, dann spricht man auch von genialen Lösungen. Die interessieren natürlich auch unseren Magistrat, der die Kosten im Auge behalten muss. So gesehen war der Workshop, den Karin Hahn, Fachbereichsleiterin Kinder, Familie und Jugend ausrichtete, für viele Einrichtungen Maintals ein Gewinn. Mit den Erkenntnissen wird jetzt dezentral versucht, ein Optimum zu erzielen.

 

 

 

 

 

 

 

Hoffnung mit realem Antlitz

 

So langsam kommt auf dem Gasmarkt etwas in Bewegung. Die neuesten Nachrichten suggerieren einen Durchbruch, mit dem es allerdings nicht weit her sein wird. Was da als offener Markt zu kommen scheint, dürfte längst aufeinander abgestimmt sein, wie bei den Mineralölgesellschaften, die zu den besten Reisezeiten synchron die Preise anheben. Dennoch könnte es Entwicklungen geben, mit denen derzeit niemand ernsthaft rechnet oder rechnen kann. Vorerst muss man sich mit den Pressemeldungen zufrieden geben, die zumindest Hoffnung verbreiten. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

 

Gasversorger öffnen Netze 

Entega und Mainova lassen vorzeitig Konkurrenz zu 

 

Von Herbst an sollen Kunden ihren Erdgas-Anbieter frei wählen können; zwei hessische Unternehmen preschen schon mal vor: Die Darmstädter Entega will den Wechsel sofort ermöglichen, die Frankfurter Mainova von April an. Dass deshalb auch die Preise sinken, ist aber eher unwahrscheinlich.

 

Darmstadt · Echten Wettbewerb wird es vorerst nicht geben: Zwar können Konkurrenten jetzt Kunden der Entega mit Gas beliefern, einkaufen müssen sie es aber ebenso wie diese bei der Entega - zum gleichen Preis, wie Haushaltskunden. Das bedeutet: Ein Konkurrent müsste Verluste hinnehmen, wenn er die Preise der Entega unterbieten wollte.

 

Bei größerer Abnahmemenge könne man "über den Preis verhandeln", sagt Entega- Geschäftsführer Karl-Heinz Koch. Konkurrenten hätten aber die Möglichkeit, schon vor der Öffnung des Gasmarktes am 1. Oktober Kunden zu gewinnen. Mit ähnlichen Übergangsmodellen hatte auch die Öffnung des Strommarktes begonnen.

 

Wie die Entega will es auch die Frankfurter Mainova halten: Das Unternehmen verkauft Gas an die Konkurrenz und liefert dieses selbst an die Haushalte. Der Kunde rechnet aber mit seinem neuen Anbieter ab. Die Details müssen nach Auskunft von Pressesprecher Heinz Becker noch geklärt werden, es sei aber möglich, dass das Unternehmen seinen Konkurrenten ebenfalls den Preis für Haushaltskunden berechne. Noch hätten sich allerdings keine Gasunternehmen gemeldet. 

 

Wer einen Einstieg in den Markt eines Konkurrenten plane, werde aber auch auf den Überraschungseffekt setzen, ohne dies lange vorher anzukündigen, vermutet Becker. "Mittelfristig wird sich was tun."

 

Vom 1. Oktober an sollen Kunden in Deutschland ihren Gasanbieter frei wählen können. Die Konkurrenzunternehmen sind dann nicht mehr gezwungen, ihr Gas beim örtlichen Versorger zu kaufen, sie verhandeln mit diesem nur noch über die Kosten für die Nutzung von dessen Strom- und Gasnetzen.

 

Diese so genannten Netzentgelte werden ebenfalls von Oktober an von der Bundesnetzagentur und dem hessischen Wirtschaftsministerium überprüft und gegebenenfalls nach unten korrigiert. Dies soll verhindern, dass Versorger ihre Monopolstellungen ausnutzen können. 

Eske Hicken

 

 

 

 

16. Februar 2006

 

 

 

Am Montag ist beim Thema Bischofsheimer Rathaus alles möglich

 

Die Frankfurter Rundschau ging gestern den Möglichkeiten nach, die sich aus der Abstimmung zum Bischofsheimer Rathausgelände ergeben. Eines scheint deutlich: Die kürzlich noch geschlossenen Reihen der Befürworter des PEN-Projektes  bröckeln gewaltig.

Eigentlich ist es ja ganz sympathisch, wenn Politiker gelegentlich erkennen lassen, dass sie sich geirrt haben. Es fällt halt verdammt schwer, das auch offen zuzugeben. Der Wähler sollte sich jetzt aber nicht schon wieder täuschen lassen, wenn derartige Einsichten demonstriert werden. Vielleicht hängen sie ja auch mit erschreckenden Erkenntnissen über die Stimmungslage eines Stadtteiles zusammen, den die CDU scheinbar zur neuen Hochburg ausbauen will. Wegen der Rathaus-Entscheidung hat nicht nur die SPD-Fraktionsspitze ganz schlechte Karten, sondern auch Parteigrößen anderer Parteien, die möglicherweise jetzt zur Korrektur ansetzen, damit Bischofsheim nicht gänzlich verloren geht. Die Auswirkungen dürften sich wegen der bekannt niedrigen Wahlbeteiligung dieses Ortsteiles in Grenzen halten, es zählt jedoch jede Stimme. Die Situation hat auch Dr. Dieter Fritz (FDP) erkannt, der beim Thema Bischofsheim nun zu punkten versucht, wo es nur geht. Peter Arendt (Grüne) braucht es in Bischofsheim erst gar nicht zu versuchen, wie man weiß.

Bleibt die Frage, welche Erleuchtung die CDU noch heimsucht, um aus Bischofsheim ein komplettes Sorglos-Paket zu schnüren.

Bis zum Montag halte ich alles für möglich.

 

Das Rathaus-Projekt verzögert sich

SPD und FDP werden gegen Bebauungsplan stimmen / Investor will Kaufpreis unter ein Million drücken

 

Der Investorenvertrag für die Umgestaltung des ehemaligen Rathausgeländes in Bischofsheim kann nicht mehr in dieser Legislaturperiode geschlossen werden. Die Stadt muss zunächst einen Bebauungsplan für das Areal aufstellen.

 

MAINTAL . Das Kreisbauamt forderte die Stadt vor zwei Monaten auf, einen Bebauungsplan aufzustellen, "um Rechts- sicherheit zu haben und berechtigte Einwände der Nachbarn zu vermeiden", so Kreispressesprecher John-Karten Mewes. Der Bau von acht Reihenhäusern ist hinter dem alten Rathaus geplant, das abgerissen werden soll. Paragraph 34 des Baugesetzbuches schreibe vor, "dass Aussehen und Größe von Neubauten dem Umfeld entsprechen müssen", erklärt Baudezernent und Erster Stadtrat Erik Schächer (CDU). "Auf den Nachbargrundstücken stehen nur Scheunen und Gartenhütten.

 

"Ziemlich ärgerlich" nennt es der SPD-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Kaiser, dass Schächer noch im Herbst 2005 in der Arbeitsgemeinschaft Rathaus immer wieder versichert habe, für das Rathausgelände müsse kein Bebauungsplan aufgestellt werden. "Ich erwarte, dass ein Fachmann wie er das Baugesetzbuch kennt", sagt dazu der FDP-Fraktionsvorsitzende Dieter Fritz. In der AG sei es stets um mehrere Varianten gegangen, erklärt Schächer auf Nachfrage. Erst als die Planung "konkret" gewesen sei, habe man sie beim Kreis prüfen lassen.

 

SPD und FDP werden in der Parlamentssitzung am kommenden Montag, 20. Februar, im Bischofsheimer Bürgerhaus (Beginn 18 Uhr) gegen die Aufstellung des Bebauungsplanes votieren. Kaiser hat den Eindruck, dass der Magistrat den Plan "so hinbiegen will, das er passgenau die Ansprüche des Investors erfüllt".

 

Schließen sich SPD- und FDP-Stadtverordnete aus den Reihen der drei Fraktionslosen und der zwei rechtsextremem Republikaner an, wäre die Magistratsvorlage mit einer knappen Mehrheit gegen die Stimmen von CDU und Grünen vom Tisch. "Und dann", prognostiziert Dieter Fritz" "muss über das Thema Rathaus Bischofsheim nach der Kommunalwahl neu diskutiert werden". Jetzt räche sich, dass das PEN -Modell nur mit einer hauchdünnen Mehrheit (21:20) verabschiedet wurde. Das kann nicht tragfähig sein".

 

Konzept mit Marktplatz

 

Das Konzept der Bruchköbeler Investoren PEN (Projektentwicklungs GmbH) sieht im vorderen Bereich einen Marktplatz und einen L-förmigen Riegel mit Stadtladen, Geschäften und Wohnungen vor, dahinter acht Reihenhäuser, einen Spielplatz und den Durchgang zur Zwingerstraße. Die "schwierigen Verhandlungen", so verlautet aus dem Rathaus, hängen derzeit unter anderem an der Tiefgarage. Die schreibt die Stadt Maintal PEN vor, um genügend Parkraum für den geplanten Ortsmittelpunkt zu haben. Der Investor will den Kaufpreis von 1,065 Millionen Euro für das 4400 Quadratmeter große Gelände um den Wert der 23 unterirdischen Stellplätze mindern. Die rund 380.000 Euro entsprechen 17.000 Euro pro Platz. Die Stadt bietet aber nur "einige tausend" Euro an, so Ruth Karich, Fachbereichsleiterin für Stadtentwicklung.

 

Stimmen mehren sich, dass die Front der Befürworter des PEN-Modells bröckelt. Die Befürchtung wird laut, dass der Investor "den Verkaufserlös diktieren will", so CDU- Fraktionschef Walter Prokopp. Immerhin habe die Stadt schon eine Menge Vorarbeiten zugunsten von PEN geleistet, gibt Dieter Fritz zu bedenken. Der Projektentwickler wollte gestern zu den neuesten Entwicklungen gegenüber der Frankfurter Rundschau keine Stellung nehmen.

ANDREA FREUND

 

 

 

 

 

 

 

Bischofsheimer Themen-Hopping der CDU geht weiter

 

Es gibt in Bischofsheim eben kein Thema, auf das die CDU nicht sofort aufspringt. Nach der gebrochenen Lanze für eine Straßenbau- maßnahme kommt jetzt die Rettungsaktion für das Bischofsheimer Straßenfest. Es ist aber auch zu blöd, dass diese EU-Richtlinien sowie die umfangreichen Verordnungen und Auflagen bestehen, die über die zur Berechnung kommenden Kosten den Vereinen Lust und Laune verderben. Auch in den anderen Stadtteilen wächst der Zorn über das Abkassieren der Stadt bei Festen, die eigentlich das Image der Stadt Maintal deutlich verbessern sollen. Mit moderaten Preisen für Speisen und Getränke kann der Bürger so ein kleines Bonbon für die sonst so gnadenlose Melkerei zugunsten des Gemeinwohls erhaschen. Die hohen Kosten machen dies aber fast zunichte.

 

In Bischofsheim scheint Bürgermeister Erhard Rohrbach jetzt den "Retter in der Not" zu signalisieren, wohl wissend, dass bis zur Kommunalwahl keine verbindliche Regelung getroffen werden kann. Man müsste sich nämlich etwas einfallen lassen, was alle anderen Stadtteile ebenfalls entlastet. Es ist nur dumm, dass jetzt alle anderen Parteien möglicherweise versuchen werden, Erhard Rohrbach den Ball vor dem Tor abzujagen, um ihn weit ins Abseits zu befördern. Der Sache selbst kann das nur schaden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Polit-Promi-Geflüster aus der VIP-Lounge

 

                   

 

      Kleines Sortiment als Geschenkvorschlag für politisch aktive Damen mit Sex-Appeal

 

Jede Art von Feierlichkeiten kann über den eingeladenen Personenkreis schnell zur politisch verdächtigen Veranstaltung werden. Das hält sich oft nur dadurch in Grenzen, dass eine Reihe von gern gesehenen Gästen nicht kommen. Jetzt ist es immer eine spannende Frage, was man so schenkt. Wie aus normalerweise gut informierten Kreisen zu erfahren war, sind Dessous momentan der Renner. Parteienbezug sollte dabei selbstverständlich sein - und wenn es nur die Farben sind - um den Spirit zu stärken.

Für die Fanartikel-Kollektionen der Parteien böten verschiede Farbvarianten mit und ohne Logo eine interessante Bereicherung, damit man nicht so lange suchen muss. Auch sollten alle Größen vorgehalten werden - man weiß ja nie!

Noch völlig offen ist das Sortiment für die Herren und man muss nächste Gelegenheiten abwarten, damit auch dieses Geheimnis gelüftet wird. Jetzt habe ich ganz vergessen, aus welcher Stadt die Information stammte. Egal - passiert ist passiert.

 

 

 

 

 

Von Nullen und Spitzenkandidaten

 

In unserem Lokalblatt sind immer wieder interessante Politik-Splitter zu lesen. So korrigiert sich Dr. Walter Unger heute für seine vergessene Null beim Kaufpreis des Höhl-Geländes. In der Meldung zum Politischen Aschermittwoch der CDU geht es nicht um Nullen, sondern um verloren gegangene Möglichkeiten. Zuerst dachte ich bei der Überschrift, Erhard Rohrbach sei überraschend zum neuen  Verteidigungsminister berufen worden und ich suchte schon nach der Meldung, dass Josef Jung abgesetzt sei. Nun ist es nicht so. Schade eigentlich, denn der Auftritt von Jung wäre so kurz vor dem Wahltermin natürlich eine bombige Sache für die CDU gewesen. Vielleicht hätte man ja auch den taufrischen Ritter wider den tierischen Ernst Friedrich Merz engagieren können, der eine gut abgelagerte Rede hätte halten könnten, wie in Aachen. Nein - es muss der neue Maintaler Spitzenkandidat der CDU Erhard Rohrbach sein.

Wie passend, dass der Veranstaltungsort Bischofsheim ist - der Wahlkampfschwerpunkt der CDU in Maintal.

Mal sehen, was die anderen Parteien dagegenzusetzen haben... .