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Am
Anfang gab es nur Beete
Heute
ist es ein Park
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Wie Alles begann...
An
einem Sonntag im Jahr 1984 unterhielten wir uns darüber, dass unsere
Familie einen
Garten im Fechenheimer Mainbogen besitzt, der seit über 60 Jahren
verpachtet ist. Meine Frau kam sofort auf die Idee, dass wir eine Radtour
machen und uns ansehen sollten, wo sich der Garten genau befindet. Zusammen
mit Schwägerin und Schwager machten wir uns zu einer Besichtigungstour auf. Ich fand den Garten auf Anhieb, da er mir von
zahlreichen Spaziergängen mit meinen Eltern gut bekannt war.
Was
wir antrafen, war "wildromantisch", wenn man es mit positiver Geisteshaltung
beschreibt. Das ca. 600 m² große Stück Land war mit einem unglaublich
geflickten und verrosteten Maschendrahtzaun eingesäumt. Im schmalen
und endlos lang wirkenden Garten stand eine Holzhütte und ein Schuppen
voller Gerümpel. In voller Länge teilte ein naturbelassener Weg die
Beete, die üppig mit Gemüse und Blumen bepflanzt waren. Hinter der Hütte
befand sich eine nicht mehr als 20 m² große Rasenfläche, auf der ein
alter klappriger Liegestuhl stand. Vor der Hütte stand eine knallrot
gestrichene alte Gartenbank in der prallen Sonne und an einem niedrigen Zäunchen
war ein einfacher runder Blechgrill platziert. Alles wirkte irgendwie
spartanisch, stillos arrangiert und vergammelt.
Die Pächter hatten den Garten gut genutzt aber kaum als
Erholungsraum hergerichtet. Und trotzdem zog er uns
magisch an.
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Die
Pächter - ein betagtes Ehepaar, deren Kinder schon
lang aus dem Haus waren - zeigten sich kooperativ,
weil ihnen die Arbeit von Jahr zu Jahr schwerer
fiel. Sie wollten sich verkleinern und liebäugelten
mit einem Garten innerhalb einer Kleingartenanlage.
Dort mussten sie allerdings eine Abstandszahlung
für die Hütte leisten. Wir arrangierten uns,
zahlten einen beachtenswerten Betrag zur
Realisierung ihres neuen Gartens und nahmen im
darauffolgenden Frühjahr den Garten wieder in
familiären Besitz. Oft wurden wir gefragt, warum
wir nicht einfach gekündigt hätten. Es war nicht
unsere Art, Menschen zu vertreiben, die so viel
Herzblut in den Garten gesteckt hatten.
Das
erste Problem, mit dem wir konfrontiert wurden, war
die Hütte, die in einem jämmerlichen Zustand war.
Also brachten wir das zuerst in Ordnung.
Gleichzeitig stellten wir fest, dass wir viel zu
wenig Schutz vor Sonne und Regen hatten, also
versahen wir die Hütte mit einem Vordach. Nun
konnten wir Zug um Zug den Garten so umgestalten,
wie wir es für richtig hielten.
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Die
Hütte war bis zum Brand im Jahr 2007 umrahmt von verschiedenfarbigen Rhododendren und wildem Wein |
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Sanft
geschwungene Wege
lockern
sichtlich auf
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Mit großem
Arbeitseinsatz veränderte sich der Garten von Jahr zu Jahr und
entwickelte sich zu einem abwechslungsreich gestalteten Gelände, in dem
wir sehr viel Zeit verbringen.

Die langweiligen langgezogenen Beete gehören schon lang
der Vergangenheit an und der Garten erinnert heute schon eher an einen
Park. Brunnen und Wasserfässer sind naturnah verkleidet Nirgendwo sind
grell-bunte Wasserfässer zu finden, die so viele Gärtner bevorzugen.

Der Garten ist mit Obstbäumen und Stauden gut
durchsetzt und in mehrere Zonen eingeteilt, in denen sich auch ein kleiner
Teich befindet. Aus den sandigen und bei Regenwetter schlammigen Wegen
sind feste Wege geworden, die von Rasen eingefasst sind. Da sich der
Garten im Überschwemmungsgebiet des Mains befindet, sind feste Wege und
Befestigungen wichtig, die bei Hochwasser nicht weggeschwemmt werden
können.
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Fingerhut
in voller Blüte
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Licht
und Schatten schaffen für jede Pflanze das richtige Kleinklima
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Blumenbeete
statt langer Rabatte
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Der
Frühling taucht den Garten in helles Licht
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Eine
schwere runde Eichenbank als Ort der Ruhe |
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In
den Blumenbeeten herrschen winterfeste Stauden vor |
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Ganz ohne Topfpflanzen geht es halt nicht |
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Hobbyschmied
bei der Stärkung
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Die
Feldschmiede |
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 Über
alle Jahreszeiten hinweg bieten die vielfältigen Eindrücke einen
besonderen Balsam für die Seele |
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Der Freizeitteil des Gartens ist so
gegliedert, dass man ihn nicht auf einen Blick erfassen kann. Hinter jeder
Hecke und jedem Teilabschnitt öffnet sich ein anderer Lebensraum, eine
andere Klimazone. Gerade das für jede Pflanzenart individuelle Kleinklima
ermöglicht eine Pflanzenvielfalt, die gelegentlich botanische Züge
annimmt. Dennoch hat die gesamte Anlage einen rustikalen Charme, der den
Besucher in seinen Bann zieht.
Die Fläche, die als reiner Nutzgarten
dient, ist durch eine Lingusterhecke abgeteilt, die seit dem ersten Tag
ihres Bestehens von Hand geschnitten wird. Das garantiert eine
hervorragende Form und eine hohe Dichte. Momentan folgen als
Zaunbepflanzung weitere Lingusterheckenabschnitte. Sie dienen als Blick-
und Windfang und bei Hochwasser gleichzeitig als nützlicher Schutz gegen
das fließende Wasser und seine Gewalt.
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Ein
gutes Drittel des Gartens ist als Nutzgarten angelegt
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Im Nutzgarten sind Komposter, Wasserplatz
mit Pumpe, Frühbeetkästen, Beerenobst und allerlei Gemüse zu finden.
Übrigens - die Erntezeit ist gleichzeitig Einkochzeit und die Zeit des
Entsaftens. Hier können wir die Ernte gleich verarbeiten und nehmen die
lagerfertigen oder zum direkten Verzehr bestimmten Lebensmittel fix und
fertig mit nach Hause.
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Die Hecken wachsen
schnell und auch im Nutzgarten wird bald ein herrliches Kleinklima
herrschen.
Leider
herrscht
in
unserem
Garten
nicht
immer
eitel
Sonnenschein.
Wir
werden
in
unregelmäßigen
Abständen
vom
Hochwasser
heimgesucht,
dessen
Schäden
immer
wieder
beseitigt
werden
müssen.
Zwei
Tage vor
Weihnachten
2007
wurden
große
Teile
des
Gartens
durch
ein
Feuer
vernichtet,
bei dem
nicht
nur
unsere
Hütte
sondern
auch die
der
Nachbarn
abbrannte.
Wenn
Sie das
interessiert,
dann
klicken
Sie
bitte
auf
Bilder vom Hochwasser
2003
Der
Feuerteufel schlug 2006 zu Neuanfang
nach dem Feuer
Garten
ab 2008
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