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Wie
alles begann...
Am
Mittwoch, dem 21. Mai 2003 wurde die HMV-Kabarett-Truppe aus der Taufe
gehoben. Zu diesem Zweck fanden sich interessierte Mitglieder in der
Geschäftsstelle ein, um sich zunächst über eine Vorführung des
historischen Programmes "PINKS an die Macht" der Münchner Lach-
und Schieß- gesellschaft einzustimmen. In der anschließenden Diskussion
setzte sich bei den Anwesenden die Ansicht durch, dass die erfolgreiche
Erarbeitung und Präsentation von zeitkritischen Sketchen und Liedern
durchaus im Bereich der vorhandenen Möglichkeiten liegt.
Im
Rahmen der Verarbeitung geeigneter Themen sollten verschiedene Techniken
erarbeitet bzw. vermittelt werden, die für den Aufbau von Sketchen,
Monologen und Texten kabarettistischer Songs erforderlich sind. Es ist
kein Geheimnis, dass diese Techniken natürlich auch beim Aufbau von
Nummern der HMV-Sitzungsprogramme sehr hilfreich sind. Aus diesem Grund
war ein zunehmendes Interesse an der neuen Vereinsaktivität für einen
Teil der Aktiven vorhanden. Dass gerade die Jugend besonderes
Interesse am Kabarett zeigt, war deutlich spürbar.
Das
Team setzte sich aus Mitgliedern zusammen, die auf oder hinter der Bühne
mitwirken wollen oder die Aktivitäten anderweitig unterstützen. Die
Kabarettgruppe brachte ihr erstes Brainstorming hinter sich und tauschte
sich über geplante Arbeitsweisen aus. Im Sinne einer noch größeren
Vielfalt der im Programm benötigten "Typen" wurden mögliche
Kandidaten in Erwägung gezogen, die in den nächsten Tagen angesprochen wurden.
Da die Gruppe immer noch auf der
Suche nach einem treffenden Namen war, kam der Name
"Mikrokosmos" ins Spiel. Einen breiten Rahmen nahm die erste
Sammlung möglicher Themen ein. Es
bestand allgemein die Ansicht, dass Politik zu den zentralen
Themen gehören muss, jedoch so aufbereitet sein soll, dass sie nicht nach
irgend einer Seite überlastig ist.
Erste
Ergebnisse wurden bereits für den Herbst 2003 angestrebt, die allerdings
zunächst in einem kleinen Kreis angetestet werden sollten. Das Team war für Anregungen und Informationen zu den Themen dankbar.
Die
Kabarett-Gruppe bestand 2003 aus folgenden Mitgliedern: (alphabetisch
aufgelistet) · Angela Cercas · Katja Heide · Isabella Isabella ·
Pia Jost · Silvia Koffler · Carolina Schock · Nina Stein · Klaus Klee
· Helmut Roog · Michael Sessner · Colin Stein und Frank Walzer.
Es
traten ferner Christine Rothaut, René
Kröller und Harald Bodens auf. Im Jahr 2010 stieß Brigitte
Rosanowitsch zum Ensemble.
Bei
den nächsten Treffen wurden Referate über verschiedene Techniken des
Umganges mit Texten, Gestik und Mimik gehalten, um die Grundlagen zu
schaffen. Nun dauerte es noch über ein Jahr, bis das erste Programm
fertig war.
Zum
Hochstädter Altstadtfest 2005 wurde das
erste Kabarettprogramm aufgeführt, das nur 60 Minuten lang war.
Eine zu diesem Zweck entworfene und von Klaus Klee und Wilhelm
Walzer gebaute Bühnenkonstruktion bot den Akteuren auf
engstem Raum Platz in der Attrappe eines überdimensionalen
Fernsehgerätes. Das inhaltlich recht gute Programm litt allerdings unter
der Unruhe, die während eines Volksfestes herrscht. Danach stand fest,
dass Open Air nicht der richtige Ort für Kabarett ist.
Der
nächste AHA-Effekt kam, als ausgewählte Nummern des Programms während
der Kampagneneröffnung des Vereins aufgeführt wurden. Schnell wurde
deutlich, dass sich Kabarett und Karneval ebenfalls nicht vertragen. So
kam es zum Entschluss, die Aufführung künftiger Programme ins nahe
Evangelische Gemeindezentrum zu verlagern. Damit war bereits die erste
Bühnenkonstruktion Geschichte geworden.
2006
startete MIKROKOSMOS mit neuem Konzept und neuer Ausstattung unter dem Motto
"jetzt überdacht" und lieferte zwei Veranstaltungen ab.
2007
gab es erneut zwei Veranstaltungen unter dem gleichen Motto.
2008
wurden erstmals drei Veranstaltungen unter dem Motto "Gedöns un
Grafaame"
angeboten, ehe 2009 schließlich vier Veranstaltungen unter dem Motto
"Bis aaner weint" aufgeführt wurden. 2010 blieb man ebenfalls
bei vier Veranstaltungen, diesmal unter dem Titel "Da geht´s de
Mensche, wie de Leut´".
Während
dieser sechs Jahre bewältigten die Kabarettisten zahlreiche pikante und
kritische Herausforderungen, wie den Umgang mit Pietät, Sexualität,
Religion, Rechtsradikalismus, einer blutigen Operation und ähnlichem
mehr. Gerade die Politik entwickelte sich innerhalb der Programme
besonders bemerkenswert. Es ist die bunte Mischung, die die Qualität des
Programms ausmacht und die schauspielerischen Leistungen, mit denen sich
die Texte so richtig entfalten. Kabarett MIKROKOSMOS - ein
absolutes Muss!
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