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Programme

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

 

 

Nachdem sich das lokale Kabarett MIKROKOSMOS in  Maintal etabliert hat und das Publikum mit durchweg guten Programmen begeisterte, hat es eine eigene Website verdient. Hier können sich Freunde des Kabaretts informieren.

 

Im Jahr 2009 und 2010 lief das Programm über vier Veranstaltungen, die allesamt innerhalb weniger Stunden ausverkauft waren. Von Jahr zu Jahr wächst die Besucherzahl und die Kabarettgruppe ist bemüht, weiterhin Wege zu finden, um der Nachfrage gerecht zu werden.

 

Das Konzept

 

In Maintal gastieren immer wieder exzellente externe Kabarettisten mit ihren aktuellen Programmen. Die Themen sind überregional gewählt und von allgemeiner Natur. Es fehlt natürlich der lokale Bezug. Was lag da näher, als ein Kabarett zu gründen, das sich mit lokalen Themen befasst. In einer bunten Mischung von Politik, Zeitkritik, lokalen Besonderheiten und allerlei ortsbezogenem Nonsens wird eine Kleinstadtatmosphäre erzeugt, die kritisch und liebenswert zugleich ist. Viele Besucher finden sich darin wieder und schätzen das besondere Angebot.

 

Nach ersten gesammelten Erfahrungen reifte auch das räumliche Konzept und man entschloss sich, eine zweckmäßige Kleinkunstbühne zu schaffen, die rasch aufgebaut und einfach in der Handhabung ist. Das Evangelische Gemeindezentrum in Hochstadt bietet räumlich und logistisch hervorragende Voraussetzungen. Im Zuschauerraum haben 120 Besucher Platz, die sehr engen Kontakt mit der Bühne und den Akteuren haben. Das bietet auch die Gelegenheit zur Interaktion.

 

Alljährlich kommen neue Ideen hinzu, die zunächst handwerklich umgesetzt werden müssen. Das geht zwischen den Ensemblemitgliedern und Wilhelm Walzer Hand in Hand, der die Schreinerarbeiten durchführt. Die Mannschaft der Bühnentechnik muss sich ebenfalls immer wieder auf neue Gegebenheiten und Herausforderungen einstellen.

 

 

 

 

 

 

 

              

                                      Bühne in Jahr 2009 und 2010

                                                                   Bühnen-Konzept 2011 im Entwurf

 

 

Von Nichts kommt auch nichts!

 

Dieses geflügelte Wort spornt alljährlich die Ensemblemitglieder an und ganz besonders die Kreativen unter ihnen. Sie legen den Grundstein für das Gelingen.

Die Zeit der Vorbereitung ist für das Ensemble alljährlich spannend. Das betrifft den Inhalt des Programms, die Ausarbeitung der gesammelten und spontanen Ideen sowie das Konzept der Präsentation. Nichts soll dem Zufall überlassen bleiben und dennoch soll Spontaneität auf keine Hindernisse stoßen. Hierzu gehört natürlich in besonderem Maß das Bühnenkonzept. Das war im Jahr 2005 genauso wichtig wie heute, auch wenn die Rahmenbedingungen völlig anders sind. Auch 2011 rangen die Ensemblemitglieder mit ihren Ideen und kamen zum Entschluss, die bisherige Bühne zu verändern, damit die seitliche Verlagerung des Geschehens noch attraktiver und die Bühne dadurch breiter wird. Die dabei entstehende Asymmetrie wird vom Betrachter aus gesehen voll ausgeglichen. Etwas mehr darüber erfahren Sie auf der Seite der Vorbereitungen für 2011, die sich mit dem rein technischen Teil befasst.

 

Wer mit offenen Augen durchs Leben geht, dem fliegen die Themen nur so zu. Hier bedurfte es bisher noch keiner aufwändigen Kraftakte. Anspruchsvoller ist dann schon deren Umsetzung, um einen möglichst hohen Prozentsatz des Publikums thematisch mitzunehmen. Da gehen die Empfindungen im Publikum manchmal ganz schön auseinander. Dieser Aufgabe stellten sich 2011 Brigitte Rosanowitsch-Galinski, Frank Walzer, Nina Stein, Colin Stein, Johannes Matthias, Gisela Jeske und Klaus Klee. Die so entstandenen Manuskripte müssen nach der Verteilung der Rollen so angepasst werden, dass sich jeder Mitspieler optimal darin wiederfindet. Dafür werden viele Proben benötigt, an deren Ende in jedem Jahr die grenzenlose Spannung des ersten Auftritts steht, denn der nur schwer zu kalkulierende Faktor ist  das Publikum, das inzwischen verwöhnt ist. Die Mikrokosmonauten nehmen diese Erwartungshaltung ernst.

 

 

 

 

Wie alles begann...

 

Am Mittwoch, dem 21. Mai 2003 wurde die HMV-Kabarett-Truppe aus der Taufe gehoben. Zu diesem Zweck fanden sich interessierte Mitglieder in der Geschäftsstelle ein, um sich zunächst über eine Vorführung des historischen Programmes "PINKS an die Macht" der Münchner Lach- und Schieß- gesellschaft einzustimmen. In der anschließenden Diskussion setzte sich bei den Anwesenden die Ansicht durch, dass die erfolgreiche Erarbeitung und Präsentation von zeitkritischen Sketchen und Liedern durchaus im Bereich der vorhandenen Möglichkeiten liegt.

 

Im Rahmen der Verarbeitung geeigneter Themen sollten verschiedene Techniken erarbeitet bzw. vermittelt werden, die für den Aufbau von Sketchen, Monologen und Texten kabarettistischer Songs erforderlich sind. Es ist kein Geheimnis, dass diese Techniken natürlich auch beim Aufbau von Nummern der HMV-Sitzungsprogramme sehr hilfreich sind. Aus diesem Grund war ein zunehmendes Interesse an der neuen Vereinsaktivität für einen Teil der Aktiven vorhanden. Dass gerade die Jugend besonderes Interesse am Kabarett zeigt, war deutlich spürbar.

 

Das Team setzte sich aus Mitgliedern zusammen, die auf oder hinter der Bühne mitwirken wollen oder die Aktivitäten anderweitig unterstützen. Die Kabarettgruppe brachte ihr erstes Brainstorming hinter sich und tauschte sich über geplante Arbeitsweisen aus. Im Sinne einer noch größeren Vielfalt der im Programm benötigten "Typen" wurden mögliche Kandidaten in Erwägung gezogen, die in den nächsten Tagen angesprochen wurden.

 

Da die Gruppe immer noch auf der Suche nach einem treffenden Namen war, kam der Name "Mikrokosmos" ins Spiel. Einen breiten Rahmen nahm die erste Sammlung möglicher Themen ein. Es bestand allgemein die Ansicht, dass Politik zu den zentralen Themen gehören muss, jedoch so aufbereitet sein soll, dass sie nicht nach irgend einer Seite überlastig ist.

 

Erste Ergebnisse wurden bereits für den Herbst 2003 angestrebt, die allerdings zunächst in einem kleinen Kreis angetestet werden sollten. Das Team war für Anregungen und Informationen zu den Themen dankbar.

 

Die Kabarett-Gruppe bestand 2003 aus folgenden Mitgliedern: (alphabetisch aufgelistet) · Angela Cercas · Katja Heide · Isabella Isabella · Pia Jost · Silvia Koffler · Carolina Schock · Nina Stein · Klaus Klee · Helmut Roog · Michael Sessner · Colin Stein und Frank Walzer.

Es traten ferner Christine Rothaut, René Kröller und Harald Bodens auf. Im Jahr 2010 stieß Brigitte Rosanowitsch zum Ensemble.

 

Bei den nächsten Treffen wurden Referate über verschiedene Techniken des Umganges mit Texten, Gestik und Mimik gehalten, um die Grundlagen zu schaffen. Nun dauerte es noch über ein Jahr, bis das erste Programm fertig war.

 

Zum Hochstädter Altstadtfest 2005 wurde das erste Kabarettprogramm aufgeführt, das nur 60 Minuten lang war. Eine zu diesem Zweck entworfene und von Klaus Klee und Wilhelm Walzer gebaute Bühnenkonstruktion bot den Akteuren auf engstem Raum Platz in der Attrappe eines überdimensionalen Fernsehgerätes. Das inhaltlich recht gute Programm litt allerdings unter der Unruhe, die während eines Volksfestes herrscht. Danach stand fest, dass Open Air nicht der richtige Ort für Kabarett ist.

 

Der nächste AHA-Effekt kam, als ausgewählte Nummern des Programms während der Kampagneneröffnung des Vereins aufgeführt wurden. Schnell wurde deutlich, dass sich Kabarett und Karneval ebenfalls nicht vertragen. So kam es zum Entschluss, die Aufführung künftiger Programme ins nahe  Evangelische Gemeindezentrum zu verlagern. Damit war bereits die erste Bühnenkonstruktion Geschichte geworden.

 

2006 startete MIKROKOSMOS mit neuem Konzept und neuer Ausstattung unter dem Motto "jetzt überdacht" und lieferte zwei Veranstaltungen ab.

2007 gab es erneut zwei Veranstaltungen unter dem gleichen Motto.

2008 wurden erstmals drei Veranstaltungen unter dem Motto "Gedöns un Grafaame" angeboten, ehe 2009 schließlich vier Veranstaltungen unter dem Motto "Bis aaner weint" aufgeführt wurden. 2010 blieb man ebenfalls bei vier Veranstaltungen, diesmal unter dem Titel "Da geht´s de Mensche, wie de Leut´".

 

Während dieser sechs Jahre bewältigten die Kabarettisten zahlreiche pikante und kritische Herausforderungen, wie den Umgang mit Pietät, Sexualität, Religion, Rechtsradikalismus, einer blutigen Operation und ähnlichem mehr. Gerade die Politik entwickelte sich innerhalb der Programme besonders bemerkenswert. Es ist die bunte Mischung, die die Qualität des Programms ausmacht und die schauspielerischen Leistungen, mit denen sich die Texte so richtig entfalten. Kabarett MIKROKOSMOS - ein absolutes Muss!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Es wächst und gedeiht!"