Humor - Satire - Infotainment - Maintaler Kommunalpolitik
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Der Mai ist gekommen... Erster Mai - Tag der Arbeit - paradox! Mein erster wirklich arbeitsfreier Tag im Leben! Wie ich mich fühle? Irgendwie unsicher! Mein erster Gedanke galt Loriots satirischem Sketch vom älterem Ehepaar, bei dem die Frau auf ihren Mann einredet: "Was machst Du denn? Mach doch etwas, was dir Spaß macht!" ohne zu begreifen, dass man einmal "Nichts - garnichts" machen will. "Lese doch mal ein gutes Buch!" Ach ja, im Ruhestand soll man sich ja der Muße widmen. Mein Griff geht in den Bücherschrank und ich halte ein Büchlein aus dem Jahre 1910 in Händen mit dem Titel "Halt! Steh still mein Freund!" aus der Schriftenreihe "Der Lebensfreude" von P. J. Tonger. Hier spricht mich auf Seite 92 folgendes Gedicht an:
Mit diesen Zeilen bin ich automatisch bei denen, die - wie ich selbst - immer nur einer Sache dienten, ohne an sich selbst zu denken. Wenn man dann im Alltag aufgegangen ist und wegen seines Engagements in Turbulenzen gerät, erkennt man, was das Umfeld wirklich wert ist. Auf Seite 132 heißt es dazu:
Ich legte das Lyrik-Bändchen weg und ging an den PC in der Erwartung, eine e-mail als Antwort auf meine Abschiedsmails vorzufinden. Es war bezeichnend, dass gerade der ehemalige Vorgesetzte zuerst reagiert hatte, dem ich heute noch die allergrößte Hochachtung zolle. Seine Worte taten mir gut, ebenso die anderen Mails, die man aber an einer Hand abzählen konnte. Einer der größten Visionäre meiner jetzt ehemaligen Firma hatte mich bereits am vorherigen Abend zu später Stunde angerufen und so auf seine Art Abschied von mir genommen. 2. Mai - der erste arbeitsfreie Arbeitstag Wie ich es mir vorgenommen hatte, verließ ich um 7 Uhr das Haus und fuhr in meinen Garten. Dort ließ ich mich zum Frühstück nieder und schlug die Zeitung auf. Im Maintal Tagesanzeiger gibt es die Möglichkeit "Guten Morgen Anzeigen" aufzugeben. Genau das war geschehen und ich fand folgende Anzeige vor:
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