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Kommunales:
Dokumentationen:
Satiren:
Wissenswertes:
Persönliches:
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VORSICHT!
Keine
Satire! |
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Kommunalwahlen
bieten alle fünf Jahre die Möglichkeit, neue Volksvertreter zu wählen,
die über die wichtigen Veränderungen in der Gemeinde bestimmen. Auch
wenn die meisten Bürger nur wenig Interesse an der Kommunalpolitik
zeigen, so kann man sie über eine verstärkte Pressetätigkeit und
Aktivitäten in geeigneten Medien sensibilisieren. Diese Website ist eine
der Möglichkeiten, Wähler ortsunabhängig thematisch zu erreichen. Für
die Zeit nach der Wahl kann es interessant sein, Positionen der Parteien
nachzuempfinden, die sie im Wahlkampf vertraten. Kooperationen und andere
Interessen ändern einiges.
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Die
Wahl 2011 war von organisatorischen Pannen überschattet, die sich sowohl
auf die Wahlbeteiligung als auch auf das Ergebnis auswirkten. Das nahm
etwas den Bemühungen um eine möglichst hohe Wahlbeteiligung den Erfolg.
Das ist schade und bei der Stichwahl zur Landratswahl gelangte die
Wahlbeteiligung zu einem absoluten Tiefststand von 15,6%.
Diese
Website wird auf dieser Homepage weiterhin präsent sein. Als kleiner
Wegweiser bietet sich die chronologische Reihenfolge der Wahlphase oder
die thematische Auswahl an. |
| 17.01.
bis 23.01.2011 |
Grundsätzliches,
Haushaltsplan, Sparprogramm, Infobroschüre, Sportplätze und
Freizeitanlage Grüne Mitte, Veranstaltungshinweise |
| 24.01.
bis 30.01.2011 |
Presse
und freie Meinungsäußerung, Maintal-Forum, Sportplätze und
Freizeitanlage Grüne Mitte, Erfreuliches, Bedenkliches |
| 31.01.
bis 06.02.2011 |
Wahlverfahren,
Wahlprogramme und Absichten, Sportplätze und
Freizeitanlage Grüne Mitte, Internetauftritte und Drucksachen |
| 07.02.
bis 13.02.2011 |
Kult
- Kultur - Kulturbeauftragter, Sportplätze,
Freizeitanlage Grüne Mitte, Haushaltskonsolidierung, Einsparliste,
Verdienste |
| 14.02.
bis 20.02.2011 |
Spardiskussion,
Vorentscheidungen zur Wahl, Werbemittel und Plakate, Sportplätze und
Freizeitanlage Grüne Mitte |
| 21.02.
bis 27.02.2011 |
Plakate,
Broschüren, Flyer, Finanzen, Konsolidierungsprogramm, Sparen,
Sportstätte Grüne Mitte, Sozialpolitik und Kultur |
| 28.02.
bis 06.03.2011 |
Stadtverordnetenversammlung
Teil 2, Konsolidierungsprogramm, Sparen, Sozialpolitik und Kultur,
schnelles Internet, Kurioses |
| 07.03.
bis 13.03.2011 |
Konsolidierungsprogramm, Sparen, Sozialpolitik und Kultur,
schnelles Internet, Wahlkampf, Kurioses, neue Gesichter, Maintal Forum |
| 14.03.
bis 20.03.2011 |
Grundsätzliches
zur Wahl Kernkraftthema zur Wahl, Aktuelles, Konsolidierung, Soziales,
Sportstätte Grüne Mitte |
| 21.03.
bis 27.03.2011 |
Zündstoff
für Spätinformierer, fragwürdige Öffentlichkeitsarbeit, Fragen an
Politiker, Maintal-Forum, Kultur, Podiumsdiskussion |
| Prognose |
Eigene
Prognose ohne jede Erhebung, nur nach dem bisherigen Gefühl - Stand 25.
März 2011 |
| Das
Tohuwabohu |
Überfüllte
Wahllokale, Lange Warteschlangen, zu wenig Wahlkabinen, fehlende
Wahlzettel, Wähler gehen, ohne gewählt zu haben |
| WAHLERGEBNIS |
Maintal
hat gewählt - Trendergebnis hr-online, Endergebnisse,
Kandidatenspiegel, Landratswahl, Kreistagswahl, Schuldenbremse |
| Auswirkungen |
Machtbazillus
bekämpfen, zu viel Perspektive, Fraktionsvorsitze
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Kommentare
zu Artikeln, Leserbriefen und Sachverhalten von A bis Z:
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Wahlkampf
- Zeit der Stärken und Schwächen
Wahlkampfzeiten
sind harte Zeiten für die Wahlkämpfer, von denen auf der einen Seite
Kampfeslust und Schlagkraft und auf der anderen Seite große Beherrschung
abverlangt wird. In solchen Fällen hilft eine Strategie und relative
Gelassenheit. Leider ist in unseren Breiten davon nicht viel zu spüren.
Verschiedene Parteiebenen ergreifen das Wort und reagieren spontan auf
jede noch so kleine argumentative Vorteilnahme der politischen Gegner, um
sie in der Luft zu zerreißen. Im Wechselspiel entsteht so beim Wähler
der Eindruck, dass man es in der Kommunalpolitik nur mit Flaschen zu tun hat,
die wirres Zeug planen und vertreten. Jeder spricht jedem die Kompetenz ab
und bezichtigt die jeweils andere Partei der Versäumnisse, der Lüge oder
der Unglaubwürdigkeit. Wir Wähler stehen dazwischen und warten vergeblich auf die wirklich realistischen Ziele und
echten Visionen.
Das
Hauptproblem besteht darin, dass wir es mit Menschen aus Fleisch und Blut
zu tun haben, die aufgekratzt bis zum Umfallen für ihr Lager kämpfen und auf jeden
Fall siegen wollen. Auf diesem Weg bleibt sehr oft die volle Wahrheit auf
der Strecke. Es gilt, "das Gesicht nicht zu verlieren", "zu
seinen früheren Aussagen zu stehen" oder auch nur "auf keinen
Fall nachzugeben", als handele es sich hierbei um Tugenden. Dabei
sind erkannte Fehler und Irrwege eine Chance zur rechtzeitigen Umkehr.
Nein! - Der Gegner soll merken, dass man wie ein Fels in der Brandung
steht.
Die Wortwahl wird immer härter. Mit der Faust direkt aufs Auge des Gegners,
es soll schmerzen, wenn auch nur mit Worten und provozieren soll es.
Vielleicht macht der Gegner auf diese Weise Fehler, die ihm in der
öffentlichen Wahrnehmung schaden.
In
den Wochen bis zur Wahl sammeln sich auf diese Weise viele Argumente an,
die man nach der Wahl mit dem vergleichen sollte, was die Politiker aus
ihren Ankündigungen und Versprechungen machen.
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Woche
vom 17.01.
bis 23.01.2011
Jetzt noch 9 Wochen bis zur Wahl
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Presse,
Informationspolitik
und
Öffentlichkeit
Die
Leser meiner Homepage, die sich für das Maintaler Geschehen
interessieren, verfolgten in den letzten Tagen, wie es bei den Grünen um
den Umgang mit Informationen und Kritik bestellt ist. Es ist natürlich
verständlich, dass man sich als Partei nur positiv darstellen will und
einem Webmaster das Amt entzieht, wenn er unabgestimmte Inhalte auf die
Homepage stellt, die nicht erwünscht sind. Man kann davon
ausgehen, dass der rührige Webmaster nur das wollte, was er für richtig hielt und
was für die Grünen Maintals in der Wahrnehmung sehr vorteilhaft
wäre.
Viele
Maintaler nahmen das als Signale der Erneuerung und einer neuen
Offenheit gegenüber Kritik auf. Nun sind diese Bürger irritiert.
Souveräne Strategen nutzen Kritik von außen für eigene Überlegungen und
schätzen durchaus Stimmen aus dem Volk, weil zu ihren Events ja nur wenige parteilose
Bürger kommen. Nun ist der Eindruck korrigiert. Auf
diese Weise wird aber die alte Garde für
die reformbewussten neuen Mitstreiter der Grünen zur Hypothek, denn die scheinen ihre Erfahrung rigoros
auszuspielen, um bis nach der Wahl ihr Gesicht wahren zu dürfen. Erneuerung
braucht eben Zeit.
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Taktischer
Informations-Flyer Erstmals
und mitten im Wahlkampf informiert der Kämmerer der Stadt Maintal über
das Zahlenwerk des Haushalts und beschreibt die großen Posten der
Einnahmen und der Ausgaben. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als sei
man im Rathaus von einem neuen Geist beflügelt und räume Bürgernähe breiten Raum ein. Art und Zeitpunkt lassen aber die Bürger
misstrauisch werden. Was steckt wirklich dahinter? In
der letzten Parlamentssitzung beschlossen die Stadtverordneten, dass ein
Einsparziel von 10% für das Jahr 2011 festgeschrieben wird. Der Auftrag
wurde an die Verwaltung adressiert, die nun konkrete Details zu erarbeiten
hat, welche einzeln diskutiert und dann im Parlament verabschiedet werden
sollen. Es ist also keineswegs so, dass sich die Ausgaben im Jahr 2011 um
1,9 Mio. € verringern, wie es im Flyer steht. Es handelt sich nur um
eine Vorgabe. Umgesetzt ist noch nichts! Es
liegt die Vermutung nahe, dass mit dem Flyer die Verwaltung unter Druck
gesetzt wird, denn das Ziel von 10% über alle Fachbereiche hinweg ist
schwierig umzusetzen. Die Fachabteilungen sind gezwungen, sich bis zu einem
gewissen Grad selbst infrage zu stellen. Der Magistrat selbst denkt jedoch
nicht an eine personelle Reduzierung, die langfristig einen echten Beitrag
zur dauerhaften Konsolidierung bringen würde. Die
Mehrzahl der Bürger bringt den Flyer natürlich mit dem Wahlkampf in
Verbindung. Hier wollen sich wohl drei Parteien gleichzeitig für
einen Sparansatz feiern, der ebenso taff wie unrealistisch ist. So kann der
Bürgermeister auch auf eine kleine Mehrheit bauen, mit der er eine
parlamentarische Zurechtweisung übersteht. Auf der einen Seite mimt er
den sachlichen Aufklärer und den tieftraurigen Boten kommender
Zumutungen und auf der anderen Seite den raffinierten
Taktiker, der im Amt Wahlkampf betreibt. Es ist absolut
verständlich, dass die politischen Gegner Zweifel anmelden und das
Zahlenwerk sowie den Zeitpunkt der Information kritisieren. Zehn
Jahre lang hatte Erhard Rohrbach Zeit, die Bürger auf diese
Weise zu
informieren und jährlich hätte er 1% der Kosten nachhaltig einsparen
können, um zum gleichen Ergebnis zu kommen. Das wäre
locker erreichbar gewesen. Nun aber auf einem Streich 10% anzustreben, ist
unrealistisch und das weiß er auch - das hoffe ich jedenfalls. Blickt
man erfolgreichen Managern über die Schulter, die Ergebnisse nachhaltig verbessern, so stellt man fest, dass die hohe Kunst darin
besteht, die Kosten ohne jeden Verlust an Qualität zu reduzieren. Das
Ziel lautet: Gemeinsam mit den Partnern entbehrlichen Aufwand
dauerhaft zu eliminieren, damit alle Seiten davon profitieren. Dazu bedarf es
eines exzellenten Controllings und aufwändiger, fairer Analysen. Ich bezweifle, dass
solche Kosten-/ Nutzen-Analysen zurzeit überhaupt vorliegen. Unter
dem Strich bleibt der Eindruck, dass mit dem Flyer Schwächen
kaschiert werden sollen. Dazu gehört auch, dass die Finanzsituation
auf Fehler der Vergangenheit zurück zu führen ist, weil man die
Einnahmen im Umgang mit Investoren bewusst vernachlässigte. Man
baut nämlich auf die Investoren mangels eigener Planung. Die Rechnung
bezahlen jetzt die Bürger. Sachpolitik
und Wahlkampf Aus
der Ankündigung des Magistrats geht hervor, dass bereits bis zur
nächsten Parlamentssitzung alle Sparvorschläge der Fachbereiche auf dem
Tisch liegen müssen, damit sie noch vom alten Parlament
verabschiedet werden können. Man befürchtet wohl, dass die Karten nach
der Wahl neu gemischt sind. CDU,
Grüne und FDP wollen voreilig den Weg zementieren, der
Maintals Haushalt nachhaltig entlasten soll. Unter diesem Zeitdruck kann man
jedoch keine qualifizierten Konzepte erarbeiten. Da hilft es auch nicht,
wenn man den Bürgern und Wählern weismacht, dass hinter dem
Sparziel von 10% wirklich Substanz stecke. Dafür spricht schon, dass es Erhard
Rohrbach zehn Jahre lang im Amt nicht gelang, die richtigen Schritte
auszuarbeiten und einzuleiten. Wieso jetzt auf einmal? So
wird tagtäglich bis zur Wahl mit unsauberen Argumenten geblendet und der Wahnwitz gebetsmühlenartig zur Freude der eigenen Klientel
wiederholt. So dumm, wie einige Strategen annehmen, sind die Wähler aber
nicht. Das würde sich sofort bestätigen, wenn auch die Frustrierten zur
Wahl gehen würden. Rohrbachs
Reputation Interessanterweise
greift nun die Opposition die Qualifikation und die Reputation des
Bürgermeisters an. Nach zehn Jahren Amtszeit kommt dieser Angriff aber reichlich spät. Offenbar macht man das daran fest, welche Erfolge er
wirklich nachweisen kann und wie das Verhältnis von echter Arbeit zu Repräsentation aussieht. Die von seinen Parteifreunden stets beschworene
Notwendigkeit eines Stadtrats deutet ebenfalls darauf hin, dass er das reine
Arbeitspaket, das Bürgermeister von Gemeinden mit nur einem Wahlbeamten
leisten, nicht zu bewältigen vermag. Offensichtlich besitzen andere
Gemeinden gleicher Größe einen Bürgermeister mit anderen
Qualifikationen. Im
Grund genommen leitet ein Bürgermeister die Verwaltung und ist für die
Umsetzung der Beschlüsse der Gremien verantwortlich. Wie er das mit
seiner Mannschaft umsetzt und welches Arbeitspaket er selbst stemmt, bleibt ihm überlassen. In der letzten Amtszeit
standen Erhard Rohrbach sogar zwei Stadträte zur Seite.
Fairerweise muss man zugeben, dass er den zweiten Stadtrat von
seiner Vorgängerin erbte, die sich der Kärrnerarbeit eines
Bürgermeisters nicht gerade verpflichtet fühlte und die SPD gegen
die Widerstände der eigenen Partei mit ins Boot zog. Als neu
gewählt wurde, verzichtete er auf den Zweiten Stadtrat. Sollte der Verzicht auf den zweiten Stadtrat mit der inzwischen erworbenen
Routine zu erklären sein? Wenn
Erhard Rohrbach vertritt, dass praktisch alle Ausgabenposten
auf den Tisch und kritisch hinterfragt werden müssen, so muss sich auch der
Magistrat einer Kosten-/Nutzen- Betrachtung unterziehen lassen. Das
würde zwar nicht sofort zu einer Einsparung führen, aber Zeichen
für die Zukunft setzen. Aber - wer weiß, ob die neuen
Konstellationen nicht einen Stadtratsposten besetzen wollen!?
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Haushaltsplan
2011, Sparprogramm, Infobroschüre |





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Vision
oder Hirngespinst? Vor
einigen Jahren fiel die Idee vom Himmel, dass man neue Baugebiete
benötige. Der Blick fiel dabei auch auf Dörnigheim - speziell auf die
Eichenheege und die Dicke Buche. In bester Baulage befinden sich dort aber
Sportstätten, die heute recht
abgewirtschaftet sind. Man ließ sehenden Auges ein Stück Maintaler
Infrastruktur und Lebensqualität vergammeln. Wollte man so der Idee Vorschub
leisten, dass man beide Anlagen verkaufen und eine neue Sportstätte
errichten könne? Diese wäre ja dann auch einige Jahre neu und verursachten
lange Zeit keine Erhaltungskosten. Die
Strategen verwurstelten schnell die Ideen der Zukunftswerkstatt und
der Lokalen Agenda mit der neuen Sportstätte und luden Vereine, Bürger und Stadtverordnete nach Bad Hersfeld ein, um die dortige
Anlage zu begutachten. Ein Sport- und Freizeitpark mit einer zentralen
Sportstätte war als Vision geboren. Zuhause legte man dann ein Projekt
zur Sportstättenplanung auf, bei dem sich viele Bürger
einbrachten. Letztendlich platzte die Bombe, als feststand, dass der
Fußballverein GERMANIA die Sportstätte allein nutzen will. Das allein
wirft einen Schatten auf das Vorgehen. Alle
Gespräche blieben bisher erfolglos, so dass die Strategen auf die neue Idee kamen,
die beiden Vereine GERMANIA und DSV müssten eine Spielgemeinschaft bilden
oder gar fusionieren. Der Konflikt ist inzwischen auf dem Höhepunkt und
ein willkommenes Wahlkampfthema, zumal den Gegnern das Hochwasser eine
Steilvorlage lieferte. Für
Maintals Grüne wird das Thema zur Zerreißprobe. Dabei ist gegen die
Freizeitanlage grundsätzlich nichts einzuwenden, wenn die Versiegelung
der Flächen im
Rahmen bleibt. Vandalismus und exzessive Nutzung zerstörten allerdings bisher fast
alle Einrichtungen, mit denen man die grüne Mitte aufwerten wollte. Das führt zu
großen Zweifeln, ob sich die geplanten Maßnahmen lohnen werden. Die Sportplätze
begrüßte Peter Arendt im Parlament im Zusammenhang
mit dem Outing von Wolfgang Holland nicht und meinte, man
müsse aber auf
die beiden Vereine Druck ausüben. Jetzt steht er wieder zu den
Sportplätzen und lobt sogar deren Vorteile an dieser Stelle. Unterschwellig stellte
er in den
Raum, dass die bestehenden Anlagen bald nicht mehr gepflegt werden könnten.
CDU, FDP und Grüne sehen in den Sportplätzen und der Freizeitanlage ein
Muss, als gäbe es nur diese eine Lösung. Mir
würde es schon reichen, wenn der Bürgermeister endlich den Investor nennen
würde, der sich für die Grundstücke interessiert, denn für einen
rentierlichen Kredit zum Bau der Sportstätte benötigt man einen
Vorvertrag für das Gelände an der Eichenheege. Den soll es angeblich
aber noch gar nicht geben...!? |
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Sportplätze
und Freizeitanlage in der grünen Mitte |



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Wahlprogramm mit
Erfolgsgarantie Der
Anspruch ist hoch und die Motivation ist stark, das ist das Signal, das
von der Ankündigung der CDU ausgeht. Wenn das neue
Wahlprogramm endlich auf dem Tisch liegt, wird man sehen, wie viel
Textbausteine mit welchen neuen Ideen verwoben sind. Vor allen Dingen wird der
Fingerabdruck von Angelika Feuerbach zu spüren sein. Das Wahlergebnis wird zeigen, ob
sich die Arbeit gelohnt hat und ob man die Wähler erreichen konnte. Große
Überraschungen wird es vermutlich nicht geben und der Freiwillige
Polizeidienst wird ebenso Bestandteil sein, wie der Sportplatz in
der grünen Mitte.
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Versammlungsankündigungen |

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Woche
vom 24.01. bis
30.01.2011
Jetzt noch 8 Wochen bis zur Wahl
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Grüne
Woche in Maintal
Diese
Woche stand ganz im Zeichen der kleinen Parteien, weshalb auch die
Grünen und die WAM für größere Anteile der Berichte und
Kommentare sorgten. CDU und SPD wirken noch gebremst und in Sammlung
der Kräfte und der Wahlkampfmittel befindlich. Dadurch entsteht
vielleicht ein falscher Eindruck und die Annahme, Grüne und WAM
ständen in dieser Woche in meinem Fokus. Es ist aber schlichtweg
so, dass man nur kommentieren kann, was an öffentlicher Wahrnehmung
ankam. Bei CDU, SPD und der FDP war das in dieser Woche recht wenig,
bei den Grünen mehr als ihnen lieb war.
Die
Grünen lassen derzeit über sich berichten, betreiben also keine
spürbare Pressetätigkeit. Das hat irgendwie Charme, zeigt jedoch
auch Defizite, die bald behoben werden sollten. Dafür wurde publik,
was man nicht zu lesen wünscht und deshalb von der Homepage nahm.
Dumm für die Grünen war nur, dass das sofort bemerkt und
thematisiert wurde. Inzwischen haben sich die Wogen wieder
geglättet und die Aufgeregtheiten legen sich. Die Sachthemen
überwiegen und man feilt am Profil für die Wahl. Im Hintergrund
gehen die Veränderungen ihren Weg und am 2. Februar wird über das
Wahlprogramm entschieden. Dann kommt der weitaus schwierigere Teil
der Umsetzung, der vermittelt, wie sehr sich die Grünen wirklich
erneuert haben.
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Einmal
Politiker "stellen"
Ein
Teil unserer Kommunalpolitiker gehen mit Fragen und Meinungen der
Wähler recht ungeschickt um, wie man immer wieder feststellt.
Werden sie direkt angesprochen, so gehen sie einer Antwort nicht aus
dem Weg. Das sind aber Ausnahmen, wie sie an Infoständen, ihren
Veranstaltungen oder auf Festen vorkommen können. Wird über
ihre Verhaltensweisen kritisch berichtet, oder werden diese
eigenwillig kommentiert, so spielen sie die Eiche an der sich die
Sau wetzt und sie schweigen. Unangenehme Kritik wird einfach
ausgeblendet, es sei denn, sie kommt offiziell vom etablierten
politischen Gegner. Manche Politiker sind zur offenen Diskussion in
Foren bereit und können demonstrieren, dass sie durchaus bereit
sind, ihre Überzeugungen dort jederzeit und nachlesbar in
Stein zu meißeln. Die Gefahr, sich dabei zu blamieren, ist
allerdings recht groß, wie man im Maintal-Forum leicht feststellt.
Einige Maintaler PolitikerInnen (um allen genannten Rechnung
zu tragen) werden vor der Wahl vom Maintal
TAGESANZEIGER auf einer Podiumsdiskussion "gestellt"
und können dort den Fragen nicht mehr ausweichen. Das ist doch die
Gelegenheit, Fragen zu stellen. Genau darum wirbt die Zeitung und
die Bürger sollten vom Angebot Gebrauch machen. Stoff können die
veröffentlichten Wahlprogramme, aber auch die letzte
Wahlperiode liefern. Es schadet gar nichts, wenn die Fragen
spitz und provokant formuliert sind, denn dann kann man testen, wie
es um die mentale Stärke der KandidatInnen bestellt ist, die
an der Spitze stehen. Stellen Sie die PolitikerInnen und
ziehen Sie aus ihren Reaktionen die richtigen Schlüsse. Sie müssen
sie danach wieder sehr lange ohne echte Kritikoffenheit ertragen.
Persona
ingrata
Wie
zunächst dem erfrischenden Leserbrief von Herrn Passet zu
entnehmen ist, hätte ich mich unbeliebt gemacht, würde jetzt aber
mit meiner Website ernst genommen. Ich glaube, dass das schon
längere Zeit auch bei der Zielgruppe meiner Arbeit der Fall ist.
Das merkt man am Umgang mit den Inhalten, die auf meinen Seiten zu
lesen sind. Da gerät der CDU-Mann Friedhelm Nagel wegen
seiner grünen Gattin schon mal aus der Fassung. Meine Person und
meine Meinungen sind von solchen Personen einfach nur nicht erwünscht.
Danke
aber für den Glückwunsch!
Brechts
Geschichten
Amüsiert
dürfte ein Teil meiner Leser den Leserbrief von Friedhelm Duch
gelesen haben, der auf Platz 2 der Liste der Grünen kandidiert und
nach dem von Monika Vogel bereits angekündigten Rückzug vom
Fraktionsvorsitz im Jahr 2013 als Nachfolger vorgesehen ist. Er ist
Betroffener meiner bisherigen Kritik und zeigt deshalb deutlich sein
Unbehagen, dass dies bis zum Wahltag so weiter gehen könnte. Das
verstehe ich gut!
Ich
selbst war nicht ganz so amüsiert, weil ich mich nun doch sehr um
seine Interpretationsfähigkeit und seine Vorstellung von
"gewissen Grenzen" (!?) sorge. Jeder liest aber meine
Kommentare anders. Es wird interessant sein, wie sich diese Art der
Äußerung im Parlament bewährt. Dass er ins Parlament soll,
beweist ganz klar die Platzierung auf der Liste.
Mich
hat letzteres - ehrlich gesagt - überrascht bis zu dem
Zeitpunkt, als ich merkte, für welche Linie der Maintaler Grünen
er steht.
Meine
Linie kommt der Art von Brechts "Herrn K." manchmal
tatsächlich sehr nahe, denn ich ziehe meine Motivation aus meiner
Vision, wie eine ideale Welt auszusehen hat und arbeite darauf hin.
Wie viel Erfolg ich bei so viel Widerstand habe, bleibt offen. Nur
gut, dass bei Maintals Grünen ein Prozess eingesetzt hat, der zwar
noch lange nicht beendet ist, aber erste Wirkungen zeigt. Ob
überhebliche Polemik zu den Tugenden zählt, auf denen man aufbauen
kann, ist fraglich aber hilfreich beim Kumulieren und
Panaschieren.
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Presse
und freie Meinungsäußerung |


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Anmerkungen
zum Text und zum Inhalt:
Text
und Wortwahl des Leserbriefes werfen doch einige Fragen
auf..
-
Welche
Dinge gäbe es denn zu beweisen?
-
Wann
habe ich jemals behauptet, meine Meinung entspräche einer
absoluten Wahrheit?
-
Kann
ein Mensch, der öffentlich so viele Fragen stellt und
sich zweifelnd äußert, wie er was verstanden hat, sich
für einen absolut Durchblickenden halten?
-
Wann
habe ich Menschen diffamiert oder die Gossensprache
benutzt?
-
Was
wollte Friedhelm Duch eigentlich sagen und
bezwecken?
Er
wollte sagen:
"Als
belesener Mensch sage ich dir auf links-intellektuelle
Art:
Lass'
uns in Ruhe, du störst unser politisches Vorgehen, deine
Wertungen und Wahrnehmungen stören uns, du bist ein
Diffamierer, ein unbelehrbarer Rechthaber und Demagoge.
Du bist dem Herrn Keuner aus den Geschichten von Bert
Brecht sehr ähnlich."
Lieber
Friedhelm, warum hast Du denn das nicht so geschrieben?
Ich
zumindest hätte Dich doch verstanden....
Dazu
muss man Brechts Geschichte "Wenn Herr K. einen
Menschen liebte" kennen:
"Was
tun Sie", wurde Herr K. gefragt, "wenn Sie einen
Menschen lieben?"
"Ich
mache einen Entwurf von ihm", sagte Herr K., "und
sorge, dass er ihm sehr ähnlich wird."
"Wer?
Der Entwurf?"
"Nein",
sagte Herr K., "Der Mensch".
Es
stört einen Teil der Grünen, dass ich ihnen zu verstehen
gebe, wie sie sein müssten, um als Grüne in Maintal eine
breitere Akzeptanz zu erhalten. Sie wollen aber weitestgehend
so bleiben wie sie sind, weil sie sich genau so besonders gut
finden. Das ist allerdings auch die Hauptschwierigkeit im
Erneuerungsprozess.
|
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|
Moderne
Bürgerbeteiligung
Im
Maintal-Forum
mit derzeit 436 Benutzern und 112 aktiven Benutzern werden
inzwischen 137 Themen behandelt und 1887 Beiträge verwaltet. Viele
Themen sind von nur mäßigem Interesse. Es sind aber auch sehr gute
Themen dabei. Die "Renner" drehen sich um die DSL-Versorgung
in Maintal und kommunalpolitische Themen, aber auch um
"Nazistrukturen in Maintal" mit den absonderlichsten
Beiträgen. Der Magistrat richtete mit mäßigem Erfolg aber
breitgefächert das Thema Stadtleitbildprozess ein, um
dort Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung und der
zeitnahen Artikulierung einzuräumen. Politische Themen werden
gut angenommen, aber nur von wenigen Politikern genutzt. Man kann
eher sagen, dass sie das Medium meiden, wie der Teufel das
Weihwasser. Der Grund ist einfach: Was hier steht, ist wie in Stein
gemeißelt und kann noch lange nachvollzogen werden.
Bürgermeister
Erhard Rohrbach stellt sich ebenso wie Maintals
Stadtverordnetenvorsteher Wolf- Rüdiger Fritz, Jörg
Schuschkow oder Götz Winter mit offenem Visier. Das
ringt vielen Bürgern Achtung ab, während sich andere Politiker
hinter einem Pseudonym verstecken.
Ich
habe mal einen Auszug eines Disputs neben abgebildet, den ich für
den Wahlkampf für sehr wesentlich halte. Wenn Sie diesen zuende
verfolgen wollen, so nutzen Sie bitte den am Ende des Textes
vermerkten Link.
Sie
sehen, moderne Medien werden genutzt - leider zu wenig. Menschen,
die sich papierlos informieren und die Möglichkeit des Dialogs
nutzen wollen, können den Akteuren auf den Zahn fühlen. Innerhalb
einiger Themen wird auch provoziert und gereizt, um Aussagen heraus
zu locken. Teilnehmer, die unter ihrem vollen Namen schreiben,
sollten sich ihre Beiträge gut überlegen, sonst kommt es zu
verbalen Entgleisungen, wie zum Beispiel bei den Themen, die sich
ums Radfahren drehen oder auch an anderen Stellen, an denen
persönliche Aversionen offen ausgetragen werden. Auch diese
Beiträge verbleiben im Forum. Über eine Suchfunktion können sogar
die Beiträge personenbezogen sortiert werden.
Ach
so - zum nebenstehenden Disput habe ich mich gar nicht geäußert.
Das ist auch nicht nötig, denn er spricht für sich selbst.
Verfolgen Sie ruhig, wie es mit dem Thema weitergeht.
Es
lohnt sich! |
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Interessantes
aus dem Maintal-Forum |
Eintrag
vom 26.1.2011 Erhard Rohrbach zum Thema Erhöhung
Grundsteuer:
...ein
Blick ins Gesetz verhilft zur Klarheit.
ich
zitiere § 93 der Hessischen Gemeindeordnung:
(1)
Die Gemeinde erhebt Abgaben nach den gesetzlichen
Vorschriften.
(2)
Die Gemeinde hat die zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen
Einnahmen 1. soweit vertretbar und geboten aus Entgelten für ihre
Leistungen, 2. im Übrigen aus Steuern zu beschaffen, soweit
sonstige Einnahmen nicht ausreichen.
(3)
Die Gemeinde darf Kredite nur aufnehmen, wenn eine andere
Finanzierung nicht möglich ist oder wirtschaftlich unzweckmäßig
wäre.
Eine
Reduzierung von Steuereinnahmen bei einem defizitären Haushalt ist
daher nicht zulässig.
Eintrag
vom 27.1.2011 Jörg Schuschkow zum gleichen Thema:
Sehr
geehrter Herr Bürgermeister Rohrbach,
ich
sehe das nicht in der von Ihnen zitierten Vorschrift.
Wenn
man das tatsächlich aus dieser Vorschrift so schließen müsste,
dann hieße das auch, dass
-
die
Abschaffung der Straßenbeitragssatzung nicht zulässig war
(Reduzierung von Einnahmen)
-
die
Grundsteuern und sonstigen Einnahmen der Gemeinde so weit
erhöht werden müssten, bis das Defizit ausgeglichen ist, also
um rund 5 Mio. € (oder ist das für die Zeit nach der Wahl bei
Ihnen und Ihren Unterstützerfraktionen von CDU, FDP und Grünen
schon in der Planung?)
-
der
vielfältige Verzicht auf Einnahmen in der Vergangenheit, siehe http://www.wam-maintal.de/Verschwendung.htm
ebenfalls nicht zulässig war
Ich
frage mich dann auch, warum Sie gegen die Entscheidung von CDU, FDP
und Grünen keinen Widerspruch eingelegt haben, die in den
Haushaltsbeschlüssen ja nicht der vom Magistrat vorgeschlagenen
Grundsteuererhöhung zugestimmt, sondern den Betrag vermindert
haben. Das war ja, nach ihrer Aussage hier, nach dem Gesetz nicht
zulässig.
Ich
bin, wie gesagt, gerne bereit, mich mit politischen Argumenten für
eine Steuererhöhung auseinander zu setzen, die es durchaus geben
kann. Aber ich mag nicht auf der Ebene dieser scheinrechtlichen Fata
Morgana diskutieren.
@
kecks
Darum
geht es bei der Straßenbeitragssatzung ja nicht. Da wurde von Herrn
Rohrbach gesagt, er wolle sie ja nicht einführen, sei aber durch
den MKK dazu gezwungen. Das war die gleiche Scheindiskussion, die
der Bürgermeister jetzt mit seinen Argumenten wieder bei der
Grundsteuer anfängt. Hier ist es jetzt angeblich rechtlich nicht
möglich, die Grundsteuer zu senken. Dabei wurde z.B. in der
Vergangenheit die Gewerbesteuer trotz eines defizitären Haushalts
gesenkt.
Nun
zu den Schulden:
Da
vertritt die WAM ganz klar den Standpunkt, dass erst mal gespart
werden muss, bevor wir die Steuern erhöhen. Wenn Sie persönlich
Schulden machen, können Sie auch nicht zu ihrem Arbeitgeber gehen
und sagen: "Chef, ich hab zu hohe Ausgaben, ich erhöhe jetzt
mein Gehalt." Genau das macht die Mehrheit aus CDU, FDP und
Grünen aber in Maintal. Sparvorschläge bzw. Vorschläge zu
Einnahmeerhöhungen wurden immer wieder abgelehnt und - ich sage es
immer wieder - an dem Millionenprojekt in der Grünen Mitte wird
ebenfalls festgehalten. Mag sein, daß wir irgendwann das Geld
dafür bekommen, aber das Rathausgelände im Bischofsheim hat
gezeigt, wie lange die Stadt Zinsen für ihre Vorausleistungen
zahlen muss, bis sie Geld bekommt.
Wenn
alle, aber auch alle Sparmöglichkeiten ausgeschöpft sind, dann
kann man über Einnahmeerhöhungen nachdenken. Dann kann man das den
Bürgerinnen und Bürgern auch klarmachen. Und ich denke, dann
würden auch alle politischen Kräfte zustimmen.
Als
Zweites kommt noch dazu, dass die schlechte Haushaltslage der Stadt
ja nicht vollständig selber gemacht ist, sondern von Kreis, Land
und Bund abhängt. Nur da regiert eben auf alle Ebenen auch die
Partei des Bürgermeisters, die CDU.
Ich
würde von einem verantwortungsbewussten Stadtoberhaupt erwarten, dass
es mal über den parteipolitischen Schatten springt und klar gegen
seine eigene Partei Stellung bezieht, wenn die Mist baut.
Auf
Kreisebene ist unser Bürgermeister CDU-Abgeordneter und bestimmt
selbst mit.
Es
muss sich also auch etwas in Kreis, Land und Bund tun, damit nicht
alle Sparbemühungen, die wir hier machen, gleich wieder von dort
konterkariert werden. Im Moment finanzieren CDU und FDP im Bund ihre
Steuersenkungspläne zu Lasten der Kommunen, die dann die Steuern
vor Ort erhöhen und der Bürger steht mit weniger da als vorher.
Die Landesregierung saniert ihren Haushalt und will Millionen bei
den Zuschüssen für die Kommunen streichen.
Und
da zitiere ich auch mal aus einem Gesetz, nämlich der hessischen
Verfassung, wo es in Art. 137 Abs. 5 heißt:
Der
Staat hat den Gemeinden und Gemeindeverbänden die zur Durchführung
ihrer eigenen und der übertragenen Aufgaben erforderlichen
Geldmittel im Wege des Lasten- und Finanzausgleichs zu sichern. Er
stellt ihnen für ihre freiwillige öffentliche Tätigkeit in
eigener Verantwortung zu verwaltende Einnahmequellen zur Verfügung.
Das
könnte unser Bürgermeister ja einmal bei seiner Landesregierung
einfordern, wenn er sich schon auf Gesetze bezieht.
http://forum.maintal.de/showthread.php?p=2053#post2053
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Maintaler
Planwirtschaft
Wir
haben noch 9 lange Wochen des Wahlkampfs vor uns und die Inhalte der
Wahlprogramme jeder einzelnen Partei sollen in unseren Kopf. Nun
feilen ja einige Parteien noch an den Formulierungen und sind noch
gar nicht präsentationsfähig. Nicht so die SPD. Wie im Wahlkampf
üblich, geben die politischen Gegner und der mitunter auch im Amt
befindliche Magistratspolitiker die Vorlagen für die Themen. Im
neben stehenden Artikel war es eine inszenierte Empörung der CDU
zur genutzten Chance der SPD, das Hochwasser für ihre Argumentation
zu nutzen. Das Wasser ist momentan wieder fort, das von jedem
Bürger Erlebbare bleibt in den Köpfen zurück. Also fasst die SPD
wirksam nach und verstärkt beim Wähler den Eindruck, dass hier von
CDU, FDP und Grünen ein Projekt verfolgt wird, das schon wegen des
immer wiederkehrenden Hochwassers mit hohem Aufwand verbunden ist,
um die Auswirkungen in Grenzen zu halten. Hinzu kommen die Bedenken
hinsichtlich der Umwelt und die Finanzierungsprobleme in Zeiten
knapper Kassen. Beim Bohren dieses dicken Brettes kommt auch das
Thema auf den Tisch, wie man mit den bestehenden Sportstätten
verfahren will. Die Stadionbefürworter haben da eine einfache
Antwort: "Die werden mit der neuen Anlage ersetzt". Wer
mitmacht, ist also im Boot, der Rest muss sich mit maroden Plätzen
abfinden. Da bleibt doch nur die Fusion der Vereine. Irgendwie hört
sich das nach Planwirtschaft an. Gut, dass darüber heftig
gestritten wird.
Neue
Marschrichtung
Auch
bei den Maintaler Grünen geht jetzt die Entwicklung in Richtung
Bürgerbefragung und Bürgerwille, um das umstrittene Projekt der
Sport- anlage am Rand der grünen Mitte zu einer akzeptablen Lösung
zu führen. Inwieweit sich der alte Standpunkt von der neuen Fassung
unterscheidet, wird die endgültige Fassung zeigen, die allerdings
noch verabschiedet werden muss. Hier ist noch einmal die alte
Fassung:
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Auszug
aus dem
Wahlprogramm
2006
Sportanlage
Maintal Mitte
BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN stehen einer neuen Sportanlage in der Grünen Mitte
skeptisch gegenüber. Der Bau einer neuen und modernen Sportanlage als
Ersatz für die Sportanlage Eichenheege und der "Dicken Buche"
bietet einige Chancen. Vor dem Bau sind bei einer solchen neuen Anlage
viele Fragen zu klären, angefangen von der Naturverträglichkeit über
den Ausgleich der Überschwem- mungsflächen bis hin zur Akzeptanz bei den
Nutzerinnen und Nutzern sowie vor allem der Finanzierung. Wir werden einer
solchen Anlage nur zustimmen, wenn diese offenen Fragen zufriedenstellend
geklärt sind.
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Bekanntlich
trugen die Grünen die bisherigen Entscheidungen mit, obwohl die
Naturverträglichkeit, der Ausgleich der Überschwemmungs- flächen,
die Akzeptanz der Nutzer und die Finanzierung noch nicht zufrieden-
stellend geklärt sind. Somit war das Wahlprogramm 2006 an diesem
Punkt schlichtweg Makulatur. Mit
der neu erarbeiteten Fassung sollte man jetzt nicht nur die Wahl
beeinflussen, sondern sie sollte auch wirklicher Handlungsleitfaden
sein, den man nicht wieder aus Machtinteresse verlässt. Die
Erneuerung muss auch in diesem Punkt erfolgen, wenn sie glaubhaft
sein soll. Alternative
Wundertüte Teil
2 der Erkenntnisse, die unsere Lokalpresse bei der letzten Sitzung
der Grünen aufnahm, lässt Spannung aufkommen, was davon mit
welcher Formulierung im Wahlprogramm stehen wird. Alternativen
gehören eigentlich in kein Wahlprogramm, weil sie nicht vermitteln,
was die Partei wirklich will. Sie lenken nur ab. Dennoch
ist es gut, dass möglichst viele Wähler erfahren, welche
Alternativen von den Grünen diskutiert werden. Alternative
1: Errichtung
eines Fußballplatzes für GERMANIA und DSV. Alternative
2: Errichtung
einer Freizeit- und Erholungsanlage zwischen Surfsee und Anglersee Alternative
3: Kombination
von 1 und 2. Alternative
4: Aufforstung
des gesamten Bereiches zu einer Parklandschaft, jedoch ohne Bebauung Alternative
5: Grüne
Mitte bleibt unverändert. GERMANIA und DSV werden auf einem
Sportplatz zusammengeführt und mit dem Erlös des frei werdenden
Geländes die Sanierung finanziert. Vermutlich
sollen die Bürger darüber entscheiden, was wirklich gewollt ist.
Da Mittel für ein echtes Wahlverfahren fehlen, wird wohl ein
Verfahren gewählt werden, das zu einer mäßigen Beteiligung
führt. Ob dieses Ergebnis dann repräsentativ ist, ist fraglich.
Der Weg zum Ziel ist jedoch interessant und bereits ein Fortschritt. Stuttgart
21 lässt grüßen! Spezialität Tatsachen
verbiegen
Peter
Heckert aus Hochstadt spricht in seinem Leserbrief das Verbiegen
von Tatsachen und die "Alibiveranstaltungen" der Stadt an,
mit denen zeitversetzt daraus auf ganz andere Art Kapital geschlagen
werden soll. Umso häufiger die Bürger erkennen, dass das
Instrument der Bürgerbeteiligung missbraucht wird, desto
weniger Bürger beteiligen sich an solchen Prozessen. Das merkt man
beim als Mega-Projekt aufgezogenen Stadtleitbildprozess. Die
Fraktion der Grünen nutzt auch heute noch in schöner Einheit mit
der CDU und der FDP diese Instrumente in der beschrieben Weise. Auch
das Signal des sich Öffnens kann nicht verdecken, dass die
bisherige Fraktion der Grünen diejenigen unterstützte, die sich
der Ergebnisse früherer Arbeitsgruppen bedienten, um sie heftig
zurechtgebogen zur Durchsetzung von Projekten zu nutzen. Oft
bediente man sich auch fehlerhafter Protokolle, wie dem zum
Arbeitskreis der Sportstätte in der grünen Mitte.
Momentan
versuchen die Erneuerer in den Reihen der Grünen, die Welt wieder
im Sinne wahrhaftiger Achtung des Willens der Bürger gerade zu
rücken und nehmen dabei die alte Fraktion mit. Peter Arendt
kann das verschmerzen, denn er scheidet ja nach der Wahl aus. Mit
Interesse verfolge ich, wie sich dann Monika Vogel und Friedhelm
Duch als neuer zweiter Mann der neuen Fraktion verhalten werden,
wenn "Butter bei die Fisch'" müssen.
Spezialität
Statistiken
zurechtbiegen
Unser
Bürgermeister musste schon suchen, bis er die richtigen Zahlen
fand, mit denen er die Maintaler Grundsteuer vergleichen konnte. Es
war die Vergleichszahl für die gesamte Bundesrepublik. Hätte er
sie mit Hessen verglichen, so hätte Maintal zu den Spitzenreitern
gehört. Das fand Brigitta Trunski heraus, die sich nicht mit
Augenwischereien vergackeiern lässt. Diese Praxis ist im Rathaus
aber nicht neu. Zu jedem Thema werden die für alle möglichen
Argumentationen günstigsten Eckwerte herausgesucht. Kein Wunder,
wenn viele Bürger Zahlen und Argumenten aus dem Rathaus nicht mehr
trauen. Spezialität Luftschlösser Ludwig
Stein aus Wachenbuchen ist ein alter Hase im politischen
Geschäft. Seitdem er nicht mehr politisch aktiv ist, meldet er sich
regelmäßig zu Wort, um unseren Kommunalpolitikern zu sagen, was
Sache ist. In seinem Leserbrief nimmt er sich der Maintaler
Luftschlösser an. Dabei
erwähnt er auch das von der SPD erwähnte Outlet-Center, das
eigentlich nur als Beispiel für die Gestaltung eines
Einkaufszentrums ins Spiel gebracht und von der Presse als absurde
Idee für Maintal hochstilisiert wurde. Hätte die SPD das nur nie
erwähnt. Im Karneval wird sie sich dazu noch einiges anhören
müssen. Wesentlich
substanzieller sind die restlichen Themen des Leserbriefs. So
langsam wollen die Bürger mal erfahren, welcher Investor hinter dem
Projekt der Sportstätte, dem Freizeitpark und der Vermarktung der
alten Sportplätze steckt. Schulden ohne Käufer des Geländes, das
die GERMANIA nutzt, sind nicht vertretbar. Dazu müssen sich die
Befürworter des Projekts langsam äußern. Ein
ganz anderes Thema stellt die Zwangsheirat der beiden Vereine und
die Realisierung des Spielbetriebes dar. Abgesehen davon, dass sich
die beiden Vereine nicht grün sind, ist dieses Ansinnen höchst
umstritten. Zwangsläufig wird es in beiden Vereinen viel Unruhe
geben und es sind Massenaustritte zu befürchten. Der eben schon nur
mäßige Besuch der Spiele wird noch stärker leiden, weil die
Bürger kurze Wege wollen. Wenn
davon die Rede ist, dass es im Volk brodelt, so ist das nicht aus
der Luft gegriffen. In Zeiten, in denen Staatsmänner über Nacht
abserviert werden, könnte auch in Maintal der Unmut wachsen. Die
Politiker wären gut beraten, wenn sie wieder zur Vernunft kämen. |
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Sportplätze
und Freizeitanlage in der grünen Mitte |



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Wahrnehmung
Maintals
Grüne rücken nach dem erhofften Zulauf an interessierten Bürgern
zunehmend wieder ins Interesse der Bürger. Das neue Wahlprogramm
wurde öffentlich beraten und in großem Kreis erarbeitet. Jetzt
muss es nur noch am 2. Februar verabschiedet werden.
Wie von
mehreren Seiten zu hören ist, zeichneten sich die Beratungen durch
Fairness und Sachlichkeit und nicht durch raffiniertes Taktieren
aus, so dass die auf dieser Homepage von mir geäußerte
Befürchtung, dass "die Betonköpfe der Partei die Neuen
zureiten werden", nicht eintrat. Das lässt hoffen! Es dürfte
noch ein langer Weg werden, bis die Öffentlichkeit die
Veränderungen registriert. Der Anfang scheint jedenfalls gemacht.
Die Grünen müssen ihr in Veränderung befindliches Image gut
verkaufen, wenn sie daraus Nutzen ziehen wollen. Durch Turbulenzen
am Rande haben sie bereits die Aufmerksamkeit gewonnen. Jetzt
müssen sie gut aufpassen, dass sie das nicht wieder
verspielen.
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Infiltration
bei den Grünen?
Es
gibt Politiker, die sich über Bürger und Bürger, die sich über
Politiker äußern. Bürger, die nicht in einer Partei sind,
äußern sich grundsätzlich privat. Von Friedhelm
Nagel, dem Beisitzer des CDU-Stadtverbandes, der seine nun bei den
Maintaler Grünen aktiven Gattin öffentlich in einem
Leserbrief unterstützte, wurde die private Schiene gewählt, obwohl hier doch eher politische
Gründe die Hand führten. CDU und Grüne hätte man sofort in einen direkten
Zusammenhang gebracht, wenn Herr Nagel seinen parteilichen Status
im Leserbrief offenbart hätte. Ganz schön raffiniert! Grundsätzlich ist es völlig normal, dass
innerhalb von Familien unterschiedliche politische Richtungen
anzutreffen sind. In diesem Fall ist die "Verstärkung"
der Grünen und die Schützenhilfe jedoch nicht mehr so
ganz unverfänglich. Lockere Parteiarbeit am Küchentisch ist nun mal
kritisch.
Ein
Leser stellte deshalb die Frage, ob es sich hierbei um
"parteiüber- greifendes Familiensplitting" handele und
mit dem Verhalten den Wählern der "Etablierten" die Augen
zuge- schmiert werden sollen.
Ich
fürchte eher, dass dahinter eine Art Infiltration steckt, die nicht
öffentlich werden sollte. Doch ich hoffe im Sinne der Erneuerung
der Grünen,
dass ich mich irre.
Umverteilung
und Schulden
Der
WAM würde man ja gern das Image der Mecker- und Moserpartei
anhängen, die sich populistisch aufbläst, um im Endeffekt doch
nichts zu erreichen. Nebenstehender Artikel zeigt jedoch, dass sie
alle ernst zu nehmenden Informationen verarbeitet, was man von
einigen politischen Gegnern nicht behaupten kann. Es geht
schlichtweg um Ursachen und deren Wirkung, um praktiziertes
Verfassungsrecht. Genau an diesem Punkt wird deutlich, zu was
Politiker fähig sind, wenn sie einseitig Interessen
vertreten. Das führt zur Umverteilung der Lasten in der
Gesellschaft.
Die
sogenannte Schuldenbremse ist nun ein Mittel, zusätzlich die Last
kaskadenartig vom Bund über die Länder in die Kommunen zu
verschieben, denn verschuldet bis über beide Ohren sind alle. Mit
den Folgen sind die letzten in der Kette - die Kommunen restlos
überfordert, obwohl deren Landesverfassungen ihnen den größten
wirtschaftlichen Schutz garantieren. Wen wundert es, wenn in
Städten wie Maintal die absolute Ratlosigkeit herrscht, wie man aus
dem Dilemma heraus kommen soll. Sparen ist sicher ein Mittel, das
kurzfristig wirksam ist. Dabei darf man aber nicht gleichzeitig
aufgrund von windigen Annahmen Kosten generieren, um an anderer
Stelle die Sparschrauben immer fester anzuziehen. Es wäre besser,
die Parteien würden sich an Bedarfen und Notwendigkeiten
orientieren, anstelle konstruierter Lösungen, für die bei der
Bürgerschaft kein Bedarf besteht. Die Wähler haben es in der Hand,
wem sie ihre Stimme geben. Wenn doch nur alle Versprechungen der
Parteien belastbar wären!?
Schwache
Argumente Das
war für mich rein rechnerisch neu, dass CDU, FDP und Grüne bei
sechs Parteien im Parlament "die große Mehrheit der
Parteien" bilden. Es ist eine knappe Mehrheit der Stimmen, die
Entscheidungen mittragen, die lediglich der Vorplanung gelten. Über
die Realisierung ist noch gar nicht entschieden - sonst wäre es ja
kein Wahlkampfthema. Zum
eigentlichen Thema wiederholt Markus Heber lediglich
stereotyp, was ihm seine Mentoren in der Partei vorkauen. Um zu
überzeugen, hätte ich stärkere Argumente erwartet. Die CDU und
die sie flankierenden Parteien wollen immerzu den Eindruck erwecken,
als würden die Sportplätze und die Freizeitanlage als Geschenke
vom Himmel fallen. Für diese Schnapsidee wird ein großes
städtisches Grundstück aus dem Tafelsilber der Stadt geopfert. Zur
Umsetzung sind die Strategen sogar bereit, sich auf unbestimmte Zeit
neu zu verschulden. Darauf gilt es zu antworten. |

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Woche
vom 31.01. bis 06.02.2011
Jetzt noch 7 Wochen bis zur Wahl
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Wahlkampf
mit Amtsvorteil
Die
Woche begann recht verhalten. Am Dienstag eröffnete die SPD den
Schlagabtausch, nachdem in der vorigen Woche Erhard Rohrbach
(Listenplatz 1 der CDU) in seiner Funktion als Bürgermeister seine
eigene Wirtschaftsförderung lobte. Das rief natürlich die SPD auf
den Plan, die sich wohl mächtig über die provokante
Wahlkampfnummer im Amt aufgeregt hatte. Der Dummy-Kandidat (wird als
Bürgermeister wohl kein Stadtverordneter werden wollen) wurde
daraufhin wegen seiner eher bestandspflegenden Aktivitäten
gescholten, bei der die Wirtschaftsförderin Anke Gemein nur
die Direktiven Rohrbachs mit geringen finanziellen Mitteln umsetzt.
Der große Wurf sei das nicht, ließen die Genossen verlauten. Ihre
Politik sei auf mehr Attraktivität der Gewerbegebiete gerichtet,
wofür investiert werden müsse. Das haben die Wähler nun
vernommen. Beide Artikel übernahm ich nicht, weil diese Art des
Wahlkampfs recht fragwürdig ist. Die städtische Verwaltung sollte
meiner Meinung nach aus dem Wahlkampf herausgehalten werden. Das
gilt auch für die Diskussion um den derzeitigen Sport- und
Kulturbeauftragten und die Spekulationen, ob das Amt neu besetzt
wird.
Natürlich
wird die Vorlage des Magistrats zu den konkret angedachten
Einsparungen mit Spannung erwartet, um entweder laut jammern oder
stramm dafür argumentieren zu können, denn dem Wahlkampf fehlen
die zündenden Themen, für oder gegen die man argumentieren kann.
Vielleicht liegt es daran, weil sich die Parteistrategen während
der gesamten Legislaturperiode kaum dafür interessieren, was die
Bürger wirklich wollen. Nun fehlt ihnen womöglich die
Orientierung.
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Politische
Motivationen
Maintals
Parteienlandschaft ist sehr überschaubar, weil auf kommunaler Ebene
ordentliche Arbeitspakete zu bewältigen sind, die nur von ernst zu
nehmenden Organisationen geleistet werden können.
Spaßgruppierungen haben hieran kein Interesse.
Was
ist jedoch so interessant an der Kommunalpolitik, dass sich
gewählte Kandidaten diese Arbeit aufhalsen?
Die
Motivationen sind vielfältig und je nach Kandidat verschieden. Da
gibt es Menschen, die vieles verändern möchten und andere, die
alles erhalten wollen, so, wie es schon immer war. Andere sehen die
Kluft zwischen den Privilegierten und den Benachteiligten und
wollen etwas dagegen tun. Es gibt sicher auch Personen, die aus
Eigennutz handeln, weil ihre Interessen betroffen sind. Alle wollen
etwas bewirken und glauben, dass sie es können. Wen wir auch immer
wählen, wir bestärken sie damit in ihrem Glauben.
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Todesurteil
für die
öffentliche
Wahrnehmung
Redakteurin
Martina Faust vom Maintal TAGESANZEIGER bringt auf den
Punkt, was sie vom CDU- Wahlprogramm hält. Wer diesen Kommentar
gelesen hat, wird sich wohl kaum mehr die Mühe machen, das
Wahlprogramm der Maintaler CDU zu lesen. Der Kommentar kommt
einem Todesurteil des Wahlprogramms in der öffentlichen Wahrnehmung
gleich. Unsere Presse ist bekanntlich der erste Anlaufpunkt der
Parteien, um Neuigkeiten zu verbreiten. Also erfolgt dort die erste
Bewertung, Wenn der erste Eindruck eines Wahlprogramms so
heftig ist, dass man ihn mit 70 Zeilen auf den Punkt bringen kann,
dann schlägt das vernichtende (oder ernüchternde) Urteil durch.
Worthülsen, vage Sprüche, Allgemeinplätze und nebulöse
Ankündigungen in Wahlprogrammen können allerdings auch der
Orientierung dienen, wenn man die nötige Intelligenz besitzt.
Eigentlich bestätigte sich nur, was die meisten Wähler seit Jahren
von der CDU erleben.
Immer
so weiter
Konservativ
durch ausgefahrene Wege weiter fahren, so könnte man das
bezeichnen, was bisher vom Wahlprogramm der Maintaler CDU bekannt
ist. Wie aus dem neben stehenden Artikel zu ersehen ist, befasst
sich das Wahlprogramm mit Aussagen zu den Themen
-
Bürgerbeteiligung,
-
Sportstätte
GERMANIA + "X",
-
Vereinszusammenschlüsse,
-
Nachhaltig
ausgeglichener Haushalt,
-
Kinderbetreuung,
-
Übernahme
der Grundschulträgerschaft,
-
Ehrenämter,
-
Grüner
Ring für Rad- und Wanderwege.
Dabei
fällt auf, dass als Instrument der Bürgerbeteiligung der neue
Stadtleitbildprozess herhalten soll. Da die einzelnen Gruppen sehr
stark mit Mitgliedern der Parteien und Angestellten der Stadt
durchsetzt sind, kann man leicht einen der Beweggründe erahnen, die
zu dieser Strategie führten. Für diese Zwecke werden auch wieder die
jährlichen Bürgerversammlungen missbraucht werden.
Belustigend
fand ich den Ausdruck des Stolzes von Markus Heber über die
Durchsetzung der Erhöhung der Grundsteuer, die er als mutige Tat
seiner Partei feiert. Es war wohl eher die späte Rache für die Schlappe bei der
Straßenbeitragssatzung.
Mit
der Förderung der Ehrenämter bläst die CDU kräftig heiße Luft
unter einen Ballon, der längst alleine fliegt. Aufopfernde
Vereinsarbeit und Mitwirkung in Organisationen, die die Auswirkungen neoliberaler Politik abmildern, würde auch ohne den
Zuspruch der CDU weitergeführt werden, weil ihn sozial denkende
Menschen betreiben. Dass
die Streuobstwiesen nicht fehlen durften, ist Ehrensache. Das
bewirkt nichts und ist so herrlich neutral in der Aussage. Kurz
gesagt: Mit der CDU wird alles so weiter gehen wie bisher - weil es
von ihr für richtig gehalten wird.
Jetzt
kommt´s noch bunter...
"Maintal
soll noch bunter werden", wenn die FDP wieder den Sprung ins
Parlament schaffen sollte. So steht es inhaltlich im Wahlprogramm
und auf den Plakaten. Dass es die FDP stets bunt trieb, ist ja
bekannt. Also im Grund genommen ist das nicht neu. Interessant ist,
dass die FDP mit dem Thema "Kulturbeauftragter für
Maintal" ihr Wahlkampfthema gefunden hat. Der bisherige Leiter
des Amtes für Kultur und Sport, der demnächst in den Ruhestand
wechselt, soll es auch als Ehrenamtlicher nicht werden, so legte
sich die FDP jetzt fest. Irgendwie passt das zur kürzlich
kursierenden Aufregung in einer Stadtleitbild- Projektgruppe und ich
vermute, dass die FDP je nach Wahlausgang ihren Kandidaten aus dem
Eimer - pardon, aus dem Hut zieht. Bei der Besetzung dieser Funktion
scheint die FDP ja einen besonderen Einfluss zu haben.
Als
Allheilmittel betrachtet nun auch die FDP den Stadtleitbildprozess,
mit dem man Bürgerbeteiligung gezielt simulieren kann. Dabei kommen
die Gruppenstärken kaum über ein Dutzend Teilnehmer hinaus, wobei
die ganz normalen Bürger in der Minderzahl sind. Parteimitglieder,
Funktionsträger und rührige Interessengruppen haben das Sagen. Das
weiß auch Dr. Dieter Fritz. Dennoch (oder gerade deswegen?)
schlägt er eine Stadtleitbildgruppe für die Sport- und
Freizeitanlage in der grünen Mitte vor. Die Aufzählung der
Kriterien für eine Zustimmung zu diesem Projekt
-
Natur-
und Artenschutz wird gewährleistet
-
Hochwasserschutz
geklärt
-
Parkraumfrage
geklärt
-
Vandalismus
ausgeschlossen
-
Finanzierung
ohne Kreditaufnahme
-
keine
Bürgerbefragung
ist
die Aussage, dass es gar nicht durchführbar ist. Das hätte man
besser klar sagen sollen.
Dieses
Wahlprogramm, das man hoffentlich bald zu lesen bekommt, dürfte
hinsichtlich der nachhaltigen Konsolidierung des Haushalts
interessant sein. Ob es aber reicht, damit wieder ins Parlament zu
kommen, bleibt abzuwarten.
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Wahlprogramme
und Absichten |


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Blauflügelige
Ödlandschrecke
Loeki
Häger-Hogerland las ihren deutschen Landsleuten mal wieder die
Leviten und machte sich über die Parteien und die Vereine lustig.
Man solle - mit anderen Worten - alles mit holländischer Lebensart
angehen, dann wären so unsinnige Projekte wie die neue Sportstätte
in der grünen Mitte vom Tisch. So einfach ist das! Frau
Häger-Hogerland weiß wie keine zweite Person der Region, was im
beplanten Gebiet schützenswert ist und was nicht. Maintal sollte
ihre fachliche Kompetenz nutzen. Ihre Argumente sind von der Sache
her hieb- und stichfest. Dennoch stößt sie bei vielen Menschen auf
Ablehnung, weil sie unsere Landsleute und unsere Lebensart immer
wieder pauschal diffamiert oder lächerlich macht. Da kann sie sich
noch so engagiert für die "Blauflügelige
Ödlandschrecke" einsetzen; viele Leser können damit gar
nichts anfangen und würden die Gattung eher der
Leserbrief-Schreiberin zuordnen. Würde sie das Sachliche von der
Polemik trennen, so würde man sich auch mit ihren Argumenten
auseinander setzen. So aber wetzte sie sich einmal mehr an der
Eiche. Übrigens:
Das Thema Bad Hersfeld wird gar nicht mehr zur Orientierung genutzt,
seit dem die Sportanlage nur noch einem Verein dienen soll. Dass das
Projekt nur Wahlkampfgelaber dient, ist eine
Fehleinschätzung. Man sollte nicht die unternehmerische Kraft
unterschätzen, die dahinter steht.
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Sportplätze
und Freizeitanlage in der grünen Mitte |
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In
der Neuzeit angekommen
Wesentliche
Informationsquellen für interessierte Wähler und engagierte
Bürger sind neben der Presse und pressenaher Informationsseiten die
Homepages der Parteien. Vom Grad des Ausbaues der Seiten leiten ein
Teil der Internet-Nutzer ab, wie nahe die Parteien am Zeitgeschehen
und zeitgemäßen Informationstechniken sind. Das Erscheinungsbild
der Homepages hat sich gewaltig verbessert und die Funktionalität
stieg. Eine bedauernswerte Ausnahme bildet die Seite der FDP
mit ihrem schlichten Aufbau, den Formatfehlern und der begrenzten
Information.
Eine
große Rolle spielt die Aktualität und die Offenheit gegenüber dem
gesamten politischen Spektrum von der politischen Konkurrenz bis zu
den ungebundenen Kritikern. Hier ist die WAM nahezu vorbildlich.
CDU, FDP und GRÜNE zeigen auf ihren Seiten nur, was ihnen
genehm ist. Die SPD ringt teilweise noch mit sich, denn die Links
werden grade "überarbeitet". Alle genannten Parteien
pflegen ihre Presseseiten, sofern es sich um ihre eigenen
Artikel handelt. Ein Spiegel der Meinungen entsteht dadurch nicht.
Das unterstreicht einmal mehr, wie wichtig die Presse und meine
Seiten sind, wenn man einen ausreichenden Überblick wünscht.
In
den kommenden Wochen werden wir noch mit Flyern und Drucksachen der
Parteien überschwemmt. Noch sind diese nicht bei den Wählern
angekommen. Ersatzweise muss man mit dem "Bischofsheimer
Kurier" auskommen, den die CDU vertreibt und den man auch über
das Internet herunterladen kann.
Die
Informationen sind leider etwas aufgebauscht und nur wenige
Bischofsheimer Bürger werden die vermittelte Jubelstimmung und die
Selbstbeweihräucherung der CDU gut finden. Dafür hat die CDU mit
starker Unterstützung der Grünen zu lange die Bischofsheimer
gedemütigt und an der Nase herumgeführt. "Was lange währt,
wird endlich gut", das man auf der Titelseite lesen kann, liest
sich sarkastisch und unehrlich, denn auch heute ist noch kein
Vertrag und kein Städtebaulicher Vertrag mit HESS
abgeschlossen. Überhaupt schmückt sich die CDU mit Federn, für
die sie bestenfalls die Vorlage lieferte.
Absolut
unakzeptabel ist die Verwendung des Maintal-Wappens auf der
Partei-Postille, denn sie vermittelt die Verknüpfung von Amt und
Partei.
Für
die Nutzung des Wappens und des Logos "Stadt-Land-Fluss"
wurde genau aus dem Grund festgelegt, dass sie nicht für politische
Schriften verwendet werden dürfen. Hier gönnt sich er
Bürgermeister wohl persönlich eine Ausnahme. Interessant zum Thema
Sportstätte in der grünen Mitte ist die Formulierung:
"Städtische Mittel können wir hierfür nicht
verwenden...." und dann "Wir müssen also einen
langen Atem haben". Beim Gelände an der Eichenheege handelt es
sich um städtischen Besitz. Der "lange Atem" könnte
bedeuten, dass viele Jahre lang Zinsen für den Kredit zu verkraften
sind.
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Die
Parteien im Internet und auf Papier |
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Die
Homepage der Maintaler
CDU ist übersichtlich gestaltet. Bereits das
Titelbild signalisiert: "Diese Seiten sind
aktuell". So findet man im Pressespiegel die
neuesten Artikel, erfährt, wer sich im Parlament und in den
Gremien befindet, was die Partei will und welche Termine
es gibt, an denen man die Partei erleben kann. Unter
"Aktuelles" präsentiert sich die Maintaler CDU mit
vielen Bildern und Informationen. Allerdings sucht man derzeit
noch vergebens das Wahlprogramm für die nächste
Legislaturperiode. Im Bereich der Links sind leider nur
CDU-freundliche und keine kritischen Quellen vertreten.
Von
der Homepage kann man das aktuelle Druckwerk "Bischofsheimer
Kurier" herunter laden, das den Eindruck vermittelt, dass
nahezu alles, was in Maintal passiert, der CDU zuzuschreiben
ist. Man prahlt mit der Bebauung des ehemaligen Rathausplatzes
und rühmt
sich damit, die Sanierung der Straße und des Kanals Alt
Bischofsheim angestoßen zu haben, wofür der Verkaufserlös
des Geländes ausgegeben wird. Bezüglich der grünen Mitte
wird informiert, was dort "geschieht", als wäre
schon die Entscheidung gefallen. Die Druckschrift soll die
Bürger von Bischofsheim positiv stimmen, nachdem man sie
jahrelang reizte und düpierte.
Dennoch
kann der Auftritt Konservative erfreuen, denn das
Erscheinungsbild stimmt. |
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Die
Maintaler SPD hat gleich zwei Homepages. Eine
Adresse führt zur Hauptseite, die allerdings stark von der
Kreis-SPD dominiert wird. Will man zur Wahlkampfseite
der Maintaler SPD gelangen, auf der man lokale
Informationen findet, so sollte man den zweiten
Link benutzen.
Neben
allen parteibezogenen Informationen, die auch die CDU bietet,
sind erfreulicherweise bereits die Leitlinien (sie entsprechen dem
Wahlprogramm) zu finden
und es gibt sogar die Möglichkeit, mit der SPD darüber zu
diskutieren. Darüber hinaus gibt es einen Presseservice. Die
empfohlenen Links sind derzeit entfernt und werden
überarbeitet. Man kann gespannt sein, welchen Links sich die
SPD stellen wird.
Mitte
Februar kommt der Wahlkampf-Flyer der SPD in die Haushalte.
Hier ist nicht nur die gesamte Mannschaft abgebildet, die sich
zur Wahl stellt, sondern es ist auch das Wahlprogramm in
eingängiger Kurzform skizziert.
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Bündnis
90 Die Grünen haben ihre Homepage neu gestaltet und
schlossen damit zum Standard von CDU und SPD auf. Auch hier findet man alle
parteibezogenen Informationen. Da das Wahlprogramm gerade erst
fertig wurde, ist es noch nicht auf der Homepage zugänglich.
Erfreulicherweise führt ein Link zu Informationen, die man
für das Kumulieren und Panaschieren benötigt. Ferner wird
ein Crashkurs über Kommunalpolitik angeboten. Unter
"Downloads" können das alte Wahlprogramm, die
Satzung des Ortsverbands und das Funktionskonzept der
Sportanlage Grüne Mitte heruntergeladen werden. Die
externen Links, die eigentlich mehr Tiefe in die politische
Information bringen sollen, sind stark eingegrenzt.
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Druckschriften
folgen |
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Die
Maintaler FDP wartet mit einer recht handwerklich
hergestellten Homepage mit teilweise unhandlichem Format auf.
Trotzdem sind auch hier die wesentlichen Informationen zu
finden. Das neue Wahlprogramm
ist seit dem Wochenende präsent.
Man merkt, dass die Maintaler FDP der Internet-Information
noch keine große Bedeutung als übergreifende
Informationsquelle beimisst. Links auf
Informationsquellen, die nicht dem Parteispektrum zugeordnet
werden können, findet man auch hier vergeblich. |
Druckschriften
folgen |
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Die
Wahlalternative Maintal (WAM) wartet mit einer
Homepage auf, die sehr gut strukturiert und frei von
überregionalen Parteiinformationen ist. Darüber hinaus
betreibt der Vorsitzende Jörg
Schuschkow einen Blog, der ebenfalls sehr informativ
ist. Ganz oben auf der Navigationsleiste befindet sich das Wahlprogramm.
Neben allen relevanten Informationen zur Partei, einem
Diskussionsforum und einem Gästebuch findet man Links zur
Presse, zu meiner politischen Website und - als einzige
Maintaler Partei - zu den Homepages aller anderen Parteien.
Offener kann man sich nicht der Kritik und dem politischen Dialog
stellen.
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Druckschriften
folgen |
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Die
Republikaner besitzen auf kommunaler Ebene keine Homepage,
auf der man sich informieren könnte. |
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Woche
vom 07.02. bis
13.02.2011
Jetzt noch 6 Wochen bis zur Wahl
|
Sie
wissen durchaus, was sie tun
Übers
Wochenende wirkten bei einigen politikinteressierten Bürgerinnen
und Bürgern die jüngsten Diskussionen nach, die von Spekulationen
über die Schaffung des Postens eines ehrenamtlichen
Kulturbeauftragten ausgelöst wurden. Der Versuch, die bisherige
Wahrnehmung des Amtes für Kultur und die Person von Herbert
Begemann zu beschädigen, führte zu heftigen Reaktionen,
die noch einige Tage nachwirken werden.
Die
meisten Wahlprogramme sind jetzt im Internet einsehbar, verkorkten
Flaschen gleich, in denen mächtig Eigenleben zelebriert wird. An
einigen Stellen treffen sich Standpunkte mit denen der favorisierten
Partner politischer Spielgemeinschaften, obwohl es noch zu keiner
echten Vermengung der Basisansichten kommt. Trennschärfe ist
angesagt.
Der
"Knaller" der Woche war die Veröffentlichung des von der
Stadtverwaltung zusammengetragenen und den geistigen Brandstiftern
Maintals ausgearbeiteten Konsolidierungsprogramms. Es ist
keine Frage, dass mit Maintals Finanzen anders umgegangen werden
muss, solange die Haushalte defizitär sind. Hierbei sind Konzepte
gefragt, die sowohl unnötige Ausgaben reduzieren als auch die
Einnahmen mittel- und langfristig erhöhen. Gemeint sind damit aber
nicht kräftige Steuer- und Abgabenerhöhungen, sondern sinnvolle
strukturelle Maßnahmen, die auf das Gewerbe- und Einkommen-
steueraufkommen einwirken. Auch beim Verkauf städtischer
Liegenschaften und im Umgang mit Investoren ließen sich bessere
Ergebnisse erzielen. Eine professionelle Erschließung und
Eigenvermarktung von Flächen wäre sicher lukrativer als den
Investoren die Gewinne zu überlassen. Auch wenn es dabei
kurzfristig zur Höherverschuldung kommen sollte, wird eine solide
Rentabilitätsrechnung für den Kapitalrückfluss sorgen. All das
kommt in den Konsolidierungsideen des Bürgermeisters nicht vor. Er
kennt nur das Streichinstrument und die bevorzugte Zielgruppe - die
Nutznießer von Sozialleistungen. Dass die Bürger für ihre hohen
Abgaben einen qualitativen Gegenwert erwarten und nicht auch hier
noch die Umverteilung wünschen, ist legitim. Eine Badewanne zu
besitzen ist Zivilisation, eine Badewanne benutzen ist Kultur. Erhard
Rohrbach und die ihn unterstützenden Parteien möchten jedoch
aus dieser Badewanne das Wasser ablassen, weil sie meinen, die
Bürger würden übermütig darin plantschen. |
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Erstaunlicherweise
hört und sieht man nichts von Maintals Grünen, obwohl die
Zeit bis zur Wahl sehr knapp ist. Bei ihnen soll doch angeblich die
Erneuerung im Gang sein. Leider ist den Wählern immer noch nicht
klar, worin die inhaltliche Erneuerung bestehen soll. Selbst
das Konsolidierungskonzept des Bürgermeisters, das tief in die
soziale Arbeit von Monika Vogel einschneidet, lockt sie nicht
aus der Reserve. Vielleicht steht ja eine Strategie und die
Befürchtung dahinter, in der öffentlichen Diskussion eine
schlechte Figur zu machen. Ohne sichtbare Trennschärfe werden
jedoch die Bürger eher stämmige Originale als sich im Wind
biegende Halme wählen. Wenn Maintals Grüne zudem nicht den Nimbus
der machtorientierten Wendehälse abschütteln, werden sie kaum aus
dem nationalen grünen Wählerpotenzial schöpfen können. Es wird
Zeit, sich endlich glaubhaft positiv zu präsentieren.
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Kraftloser
Reflex
Irgendwie
scheint es zu verbinden, wenn man mit Unterstützung der gleichen
Partei ins Amt kommt. So ergriff der herrlich unpolitische (oder ist es der unpolitische Herrliche?) Stadtrat Ralf
Sachtleber Partei für
seinen gescholtenen Mitarbeiter. Mehr als ein kraftloser Reflex kam
dabei allerdings nicht zustande. Dass Herbert Begemann mit
immer geringeren finanziellen Mitteln ein Thema gestalten soll, das
in anderen Städten mit einer echten Kulturpolitik große Summen
verschlingt, hat seinen Preis. Die Stadtverordneten selbst legen
über den Haushalt fest, welchen Stellenwert sie der Kultur zubilligen. Das
wollte Sachtleber eigentlich sagen, empörte sich jedoch ersatzweise
über eine "maßlose Unterstellung", die aber historisch
nicht wegzudiskutieren ist.
Maintals
Ökosoph und Kandidat der WAM, Rolf-Dewet Klar, brachte es in
einem Leserbrief auf den Punkt, wie es um die parteienorientierte
Parteilosigkeit des Stadtrats bestellt ist und in welchem Glashaus
er sitzt. Format bekommen Amtsträger durch Begeisterung für
ihr Metier. Leider sind dem Format bei knappen Kassen Grenzen
gesetzt und die Kraft fließt nur noch in eine Art kreative
Mangelverwaltung. Amtsinhaber Herbert Begemann wird von dem bald
auf natürliche Weise entbunden sein. Dem Stadtrat stehen da ganz
andere Zeiten bevor.
Kultur
ist Teil des Programms
Beim
Punkt "Kultur" des neuen FDP- Wahlprogramms erkennt man
die Handschrift von Gert Eimer, der sich auf diesem Gebiet in
Dörnigheim bereits einen Namen machte. Seine Ideen trug er in die
Leitprojektgruppe, die im Rahmen des Stadtleitbildes nach neuen
Wegen sucht. Nach einer Reihe von Diskussionen präsentierte das
Ehepaar Eimer ein Konzept, mit dem die Gruppe jedoch nicht klar kam.
Daraufhin zog sich das Ehepaar Eimer aus der Leitprojektgruppe
zurück. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Gert Eimer je
nach Wahlausgang das vakante Amt des Kulturbeauftragten anstrebt.
Neue
Töne
Aus
der Ecke seiner momentanen Ausschusstätigkeit heraus packte Alexander
Kühn das Thema Kultur an und verkündet die Notwendigkeit, in Maintal
endlich ernsthaft darüber nachzudenken. Im
Gegensatz zum Fraktionsvorsitzenden Karl-Heinz Kaiser sprach
er vom Engagement und den Verdiensten, die Herbert Begemann
habe und erinnert seine Parlamentskollegen daran, dass es
letztendlich die Stadtverordneten waren, die bestimmten, auf welcher
Flamme in Maintal die Kultur kocht.. Mit der Neubesetzung des
Postens müsse ein kultureller Neuanfang einher gehen. Diesen
skizzierte die FDP bereits in ihrem Wahlprogramm, wenn auch nicht
sehr einfallsreich. Kultur
schaffen oder
Kultur verwalten? Die
Gremien müssen sich erst einmal darüber klar werden, ob man
zukünftig das Schaffen von Kultur fördern will oder bestehende
Kultur zu verwalten gedenkt. Dabei scheint die Konzentration auf
Kulturschaffende sinnvoller zu sein, weil nur einzigartige Nischen
einen Kontrast zum großen Angebot der Rhein-Main-Region bilden und
Chancen haben. |
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Kult
- Kultur - Kulturbeauftragter |



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Gutachten
wird ignoriert
Die
Frage steht immer wieder im Raum: "Warum überhaupt und warum
gerade dort?" Viele Naturfreunde können es nach wie vor nicht
fassen, dass ein Stück schützenswerte Natur verbaut werden soll,
wo es doch auch andere Optionen für einen Sportplatz gäbe. Brigitta
Trunski gehört zu den Bewahrern der Flächen neben dem
Schwimmbad und sie verweist mit Recht auf das Gutachten, das zur
Entscheidungsfindung in Auftrag gegeben wurde. Pech für die
Befürworter des Sportplatzes, dass das Gutachten nicht so ausfiel,
wie man es sich erhoffte. Es deswegen beharrlich tot zu
schweigen, ist allerdings der falsche Weg. Gut, dass sie den Grünen
mal richtig auf die Füße trat, die derweil mit Alternativen
operieren, anstelle eine klare Position zu beziehen.
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Sportplätze
und Freizeitanlage in der grünen Mitte |

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Schweinsgalopp
Die
Kritik an den momentan in Maintal tonangebenden Fraktionen wird
schärfer, denn noch vor der Wahl will Bürgermeister Erhard
Rohrbach das 10%-Programm mit Hilfe seiner Hausmacht in konkrete
Zahlen und Fakten packen. Die WAM vermutet, dass sich die CDU nicht
mehr sicher ist, ob FDP und Grüne ihr nach der Wahl noch zu
Mehrheiten verhelfen können. Wenn das eintreten soll, müssen SPD
und WAM noch kräftig zulegen. Fragwürdiger ist, dass es Erhard
Rohrbach und dessen Verwaltung innerhalb von vier Wochen
gelingen soll, was innerhalb von zehn Jahren nicht ansatzweise
möglich war. Zweifel sind angebracht.
Sprengstoff
fürs Parlament
Im
Internet kann man bereits die Liste "Umsetzung der
Konsolidierungs- maßnahmen" einsehen, die in der nächsten
Parlamentssitzung zur Abstimmung vorliegt. Zuvor befassen sich noch
die Ausschüsse mit dem Papier. Die Stadtverordneten beschlossen in
ihrer letzten Sitzung, dass der Magistrat das Einsparziel von 10%
mit konkreten Zahlen belegen soll. Das vorliegende Papier beziffert
jedoch nur knapp über 5% Einsparung. Der Löwenanteil wird durch
Personaleinsparungen erzielt, wovon auf Soziales, Kinder, Familien,
Jugend, Kinderbetreuung, Familienförderung sowie Kultur und Sport
73% der Personaleinsparungen entfallen. Da bei der Kinderbetreuung
und der Familienförderung erst 50% der Einsparungen ermittelt sind,
sind weiteren personelle Auswirkungen wahrscheinlich.
Sieht
man sich an, dass ein Teil der Leistungen, die der Bauhof bzw. die
Eigenbetriebe erbringen, eingespart werden, muss auch in diesem
Bereich mit einem noch nicht bezifferten Personalabbau gerechnet
werden.
Es
fällt auf, dass die Stadtentwicklung und die innere Verwaltung
bisher die geringsten Potenziale bezifferten. Geht man davon aus,
dass noch 50% der Einsparungen in diesen Bereichen beziffert werden
müssen, so kann man davon sprechen, dass einige Katzen noch nicht
aus dem Sack sind.
Interessant
ist auch, dass man sich bei den Asylbewerbern und beim
Beratungsdienst für KDV-Team und anderen sozialen Posten recht
schnell einig war.
Für
Friedhofsgebühren wird gerade eine neue Gebührensatzung
vorbereitet, weshalb die Zahlen noch fehlen. In der Liste
befinden sich hinter den Posten
-
Bürgerhäuser
-
Investitionen
MSHD
-
Straßenreinigung
-
Stadtentwässerung
-
Abfallwirtschaft
-
Wertstoffe/DSD
-
Stadtwald
die
Vermerke "keine Vorgaben".
Hier
stellt sich die Frage, ob sich der Hinweis nur auf die Einsparung
von Kosten bezieht oder man eventuelle Gebührenerhöhungen nicht
als Einsparung sondern als Beitrag zur Haushaltskonsolidierung
sieht.
Ist
das Zahlenwerk bewusst so abgefasst, dass es abgelehnt wird, um den Folgen für den Wahlkampf zu
entgehen?
Die Katze, die noch im Sack steckt, lässt sich nämlich
genüsslich thematisieren.
Wird
das Sparziel korrigiert?
Die
Äußerung des Bürgermeisters auf der Sitzung des
Stadtelternbeirats zum bezifferten Einsparergebnis 2011 lässt die
Frage offen, ob das Ziel 10% als nicht erreichbar angesehen wird und
deshalb nach unten korrigiert werden muss. Vieles spricht dafür,
dass das Ziel zu vollmundig war, denn wirkliche und nachhaltige
Einsparungen gelangen während der Ära Rohrbach nur sehr spärlich.
Warum also gerade jetzt? Sollte das Ziel dennoch erreichbar sein, so
muss man dem Magistrat vorwerfen, jahrelang Misswirtschaft betrieben
zu haben. Eine Reduzierung des Sparziels würde diesen Eindruck
etwas korrigieren.
Eltern,
Kinder und Jugendliche besonders betroffen
Es
entspricht durchaus der Ideologie von CDU und FDP, dass Leistungen
im Sozialbereich als Geschenke ans Volk und nicht als Notwendigkeit
angesehen werden. Bürgerlich satt lässt sich ja so locker ein
Sparpapier entwerfen. Besonders betroffen sind Eltern, Kinder und
Jugendliche. Viele Kürzungen betreffen Zuschüsse zu ehrenamtlichem
Engagement. Es ist eine Tatsache, dass ohne dieses Engagement in
Maintal nichts mehr laufen würde. Zudem beabsichtigen der Magistrat
und die ihn stützenden Politiker, noch mehr kostenintensive
Aufgaben auf Vereine und Organisationen zu verlagern.
Irgendwann
ist der Punkt erreicht, an dem man sich fragen muss, ob wir uns
dieses Management überhaupt noch leisten können, das sich von der
Größe her selbst bestimmt und Kosten verursacht, die
teilweise unvertretbar sind und sich selbst vom
Sparen ausnimmt.
Mogelpackung
CDU,
FDP und Grüne beschlossen in der letzten Parlamentssitzung, dass
die Fachabteilungen und Bereiche der Stadtverwaltung konkrete
Sparvorschläge erarbeiten, die dem Parlament bis zum 21. Februar
2011 zur Genehmigung vorgelegt werden. Man wollte damit bewusst den
Eindruck erwecken, dass hinter den Vorschlägen keine politischen
Ideen sondern auf Machbarkeit geprüfte Lösungen stecken. Die
städtische Verwaltung sollte weitgehende Einschnitte selbst
vorschlagen, um sie während der Umsetzung beim Wort nehmen zu
können. Was nun auf dem Tisch liegt, ist machbar, wenn man
zukunftsweisende Strategien der Stadtentwicklung völlig außer Acht lässt. Es hat
den Anschein, dass zumindest im Bereich des Sozialen kräftig nachgeholfen wurde.
Gerade bei der Kinderbetreuung
gehen die Vorschläge kräftig an die Substanz. Dennoch gingen mitten in der
Sparwut scheinbar plötzlich die Ideen aus und bei 50% des Zieles endet
das wundersame Werk. Das wirft die Frage auf, warum das so ist, wo
doch vorher 10% realistisch erschienen. Man muss annehmen, dass es
sich nur um die halbe Wahrheit handelt, also das Papier eine
Mogelpackung ist. Das gilt es schnellstens zu klären.
Bürgerhäuser
sollen
an
die Vereine gehen
Seit
einigen Jahren werden schlaue Überlegungen angestellt, wie man den
Kostenblock der Verwaltung der Bürgerhäuser in Hochstadt und
Wachenbuchen gänzlich eliminieren kann. In den ersten Gesprächen
mit den Vereinen wurde ganz schnell klar, dass kein Verein ein
Bürgerhaus alleine unterhalten kann. Zu marode war die Bausubstanz
und die Risiken unvertretbar hoch. Selbst
nach der erfolgten Teilsanierung des Hochstädter Bürgerhauses wird
sich die Haltung der Vereine nicht ändern. Die Verwaltung und die
Belegungs- und Abrechnungsabläufe können einfach nicht
ehrenamtlich und völlig neutral geleistet werden. Konflikte wären
vorprogrammiert. Es ist auch nicht einzusehen, warum
dieses Gemeinschaftseigentum von nur einem Verein und auch noch
ehrenamtlich verwaltet werden soll.
|
|
Finanzen,
Haushaltskonsolidierung, Sparen |

Liste
der konkreten Einsparungen
Vorlage
für die Stadtverordnetenversammlung am 21.02.2011






|
|
Unpassender
Zeitpunkt
Ja,
mit den Ehrungen ist das schon so eine Sache! Auf der einen Seite
hat man es mit einem verdienten Menschen zu tun und auf der anderen
Seite haben wir gerade Wahlkampf. Da kommt man schnell auf den
Gedanken, dass eine Ehrung gerade zu diesem Zeitpunkt eine handfeste
Unterstützung darstellt. Dr. Dieter Fritz hätte die Ehrung
sicher auch zu einem anderen nicht so verfänglichen Zeitpunkt
entgegen genommen, aber - was soll er machen. Die meisten Leser
halten die Auszeichnung für eine FDP-Auszeichnung, weil der
hessische Landesvorsitzende der FDP Jörg-Uwe Hahn die Medaille
übergab. Sie haben Recht! Es ist eine Ehrungsform der FDP für
25-jährige Mitgliedschaft , wie Thomas Schäfer bestätigte. Herzlichen
Glückwunsch!
|

|
|
|
Woche
vom 14.02. bis
20.02.2011
Jetzt noch 5 Wochen bis zur Wahl
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Gremien
tagten in dieser Woche
In
dieser Woche tagten die Ausschüsse der
Stadtverordnetenversammlung. Die Sitzungen sind öffentlich, was
einige Bürger regelmäßig zur Information nutzen. Leider sind die
Termine zeitgleich, weshalb man sich schon entscheiden muss, was von
größerem Interesse ist. Am Dienstag, dem 15. Februar tagte um 18:30
Uhr der Ausschuss für Soziales, Jugend, Sport und Kultur und
um 19:00 Uhr im Rathaus der Ausschuss für Bau,
Umwelt und Stadtentwicklung in der Raiffeisenbank Hochstadt. Es
folgten am Mittwoch, dem 16. Februar um 18:30 Uhr der Haupt- und
Finanzausschuss und um 19:00 Uhr der Verkehrsausschuss.
Zuvor und danach fanden die Fraktionssitzungen statt, in
denen alle TOPs der Sitzungen besprochen wurden. Bei den
Ausschusssitzungen kristallisiert sich bereits ein Meinungsspiegel
heraus, der vorsichtige Vorhersagen für die zu erwartenden
Entscheidungen zulässt. Wie wenig lernfähig und demokratisch offen
sich die Damen und Herren in den Sitzungen in der Regel gegenübersitzen, zeigt
das nebenstehende Bild. Mit vorschnellen Plädoyers gingen einige
schon vor den Sitzungen an die Presse und hatte sich praktisch schon
festgelegt, ehe man die Argumente der anderen Seite angehört hatte. |
|
Am
Mittwoch sahen sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses
einer engagierten Zuschauermenge gegenüber, die jedes Wort und jede
Geste mitverfolgte. Auch amtierende und zukünftige
Kommunalpolitiker verfolgten die Diskussionen, um daraus ihre
Rückschlüsse zu ziehen. Schließlich standen sie bei den
Beratungen und der möglichen Beschlussfassung - wie 36 ihrer
Kolleginnen und Kollegen im Parlament - außen vor. Während bei CDU
und FDP hinsichtlich der Konsolidierungsvorschläge alles paletti zu
sein schien (weil auf deren Mist die Sache ja auch gewachsen war),
hatten SPD, Grüne und die WAM enormen Klärungsbedarf. So nutzten
sie die Erklärungsversuche des Magistrats zu den Nachfassfragen als
Diskussionsgrundlage für ihre Fraktionssitzungen. Eine Einigung war
somit an diesem Abend geplatzt. An der Haltung von Peter Arendt
(Grüne) war zu erkennen, dass es schwer ist, dieses Konzept seiner
in Erneuerung befindlichen Partei zu verkaufen. Allzu doll hatten es
die neoliberalen Kräfte getrieben. Der Schwerpunkt der
Entscheidungsfindung wird sich nun am Wochenende abspielen, wenn die
Änderungsanträge festgezurrt und Mehrheiten gesucht werden, ehe am
Montag um 16 Uhr 30 (ohne einige wichtige Ausschussmitglieder) das
Sparkonzept in die Stadtverordnetenversammlung delegiert wird. Das
wird wohl beantragt werden. Zumindest ist das der bisherige
Erkenntnisstand.
|
|
Qualität
der Planungen
An
den Haushaltsplanungen der letzten Jahre entdeckt man Auffälligkeiten, die einige
Fragen aufwerfen.
Die
Unterschiede zwischen den geplanten Defiziten und den dazuge-
hörigen
Jahresergebnissen sind beträchtlich.
-
In
den Jahren 2006 bis 2008 betrug die Summe der Abweichungen 6,41 Mio. €
von veranschlagten 8,88 Mio €. Das sind 72,8% Abweichung.
-
Im
Jahr 2009 betrug sie 134% .
-
Für
das Jahr 2010 liegt das Ergebnis noch gar nicht vor.
Die
Planungen scheinen strategische Komponenten zu enthalten, die das
Parlament nicht entkeimen kann.
In
den Jahren 2006 bis 2008, in denen die wichtigsten Einnahmequellen um
insgesamt 12 Mio. stiegen, fand eine deutliche Konjunkturerholung
statt, ehe dann der Einbruch kam. Im Jahr
2009
gingen infolge der Krise die Einnahmen der wichtigsten Quellen um 7,3 Mio. €
zurück. Ohne den Einbruch hätte es mindestens ein positives Ergebnis von
1,12 Mio. € gegeben. So gesehen war der Haushalt 2009 in Erwartung
von konjunkturellen Einbrüchen durchaus pessimistisch
angelegt, jedoch mit einer 134%-igen Ungenauigkeit. Die
jetzige Konjunktur müsste eigentlich zu einer deutlichen Erholung
und positiveren Zahlen führen. Es
stellt sich deshalb die Frage, wie genau der Haushaltsplan 2011 ist, wenn noch
nicht einmal die Zahlen von 2010 offiziell vorliegen.
Bei
dieser Größenordnung der Ungenauigkeit wirken die
320.000 € Einsparung zur Reduzierung des planerischen
Defizits gerade im Sozialbereich wie ein
Treppenwitz.
Vergammeln
und
verrotten lassen
Am
Beispiel der Sparvorschläge für die Friedhöfe, die in die
Richtung vergammeln und verrotten bei avisierten
Gebührenerhöhungen deuten, lässt sich zwar nicht das gesamte
Paket charakterisieren, sie rufen jedoch die Friedhofs-Events der
CDU in Erinnerung. Vor der letzten Kommunalwahl wollte die CDU mit
der besonderen Fürsorge für die Friedhöfe punkten. Damals galt
es, mit dieser Aktion den Zweiten Stadtrat Wassermann zu
diskreditieren. 2011 werden trotz hoher Friedhofs- gebühren
Leistungskürzungen und nochmalige Erhöhungen angestrebt. Das ist
"Politik nach Kassenlage". Im Fall der Friedhöfe sind
Verträge betroffen, die für lange Zeit geschlossen wurden.
Nachträgliche Korrekturen der Leistungen verstoßen eindeutig gegen
diese Verträge.
"Wer
keine Verantwortung wahrnehmen kann, darf diese auch nicht
übertragen bekommen..."
Dieser
Satz aus dem Mund von Thomas Schäfer (FDP) ist es wert,
ernst genommen zu werden. Er zeigt, wie liberale Gesinnung in
Maintal zu verstehen ist. Was heißt "liberal"?
li|be|ral
[lat.(-fr.)]: 1. dem
einzelnen wenige Einschränkungen auferlegend, die
Selbstverantwortung des Individuums unterstützend, freiheitlich.
2. die Weltanschauung des Liberalismus (1) betreffend, sie
vertretend. 3. nach allen
Seiten offen. 4. eine den Liberalismus (1) vertretende Partei
(1) betreffend, zu ihr gehörend.
(c)
Dudenverlag.
liberal
[lat.], freiheitlich gesinnt; vorurteilsfrei
für die Autonomie des Individuums eintretend.
(c)
Meyers Lexikonverlag.
In
unserem Land sind die Parteien immer noch der legitime Spiegel der
Bevölkerungsgruppen. Das Volk entscheidet, welche der vertretenen
politischen Richtungen es wünscht. Wer in diesem Rennen die Nase
vorn hat, übernimmt die Führung und damit die Verantwortung für
seine Politik. Der an der Führung gehinderten Opposition kann man
jedoch nicht die Verantwortung für das Gemeinwesen absprechen, nur
weil ihr einige Stimmen fehlen. Das Parlament ist der Ort, an dem
die divergierenden Standpunkte diskutiert und gewichtet werden
sollen. Das ist demokratisch und liberal - im ureigensten Sinn. Was Thomas
Schäfer vertritt, ist - wie so oft - leider höchst bedenklich.
Es gibt jedoch solche und solche Liberale. Herr Schäfer ist halt
ein solcher.
Es
geht um viel mehr
Aus
der Lokalpresse konnte man am Sitzungstag des Haupt- und Finanz-
ausschusses entnehmen, dass
bereits die Entscheidung im Haupt- und Finanzausschuss bindend ist
und die Stadtverordnetenversammlung den Beschluss nur noch zur
Kenntnis nimmt. Auf welche Bestimmung das Verfahren
zurückgeht, wird sicher erläutert werden. Somit wird das Votum
anstelle von 45 nur noch von 9 Stadtverordneten erteilt. Somit
wurden innerhalb der Fraktionen Vorentscheidungen getroffen, ohne
dass die Stadtverordneten einen direkten Gedankenaustausch mit ihren
Kollegen der anderen Parteien hatten. Also greifen
"demokratische" Vorentscheidung in mehreren Stufen.
Grüne, FDP und die WAM stellen nur je 1 Mitglied im Ausschuss, die
REPs sind völlig außen vor. Entsprechend den bisherigen
öffentlichen Äußerungen votieren CDU und FDP für den vom
Bürgermeister vorgelegten Antrag. SPD und WAM lehnen diesen ab. Die
Grünen äußerten sich bisher nicht und müssen heute Abend endlich
Farbe bekennen. Ausgerechnet Peter Arendt, der Maintal
verlässt und den die Auswirkungen nicht mehr tangieren dürften,
ist das Zünglein an der Waage.
Für
die Grünen bedeutet das, dass sie an ihrer heutigen Entscheidung in
der öffentlichen Wahrnehmung steigen oder sich danach im freien
Fall befinden. Eines der glaubhaften politischen Standbeine der
Grünen würde wegbrechen und könnte auch mit sonstigen
Erneuerungen nicht abgefangen werden.
Lesen
Sie auch:
"Das
Zünglein an der Waage".
Mit
ver.di gedroht
Neben
der SPD stemmt sich auch die Wahlalternative Maintal (WAM) gegen die
Unausgewogenheit der vorgeschlagenen Sparmaßnahmen. Nun will man
SPD und WAM zwingen, sich der Frage stellen, welche Maßnahmen sie
denn ersatzweise vorschlagen, um den Haushalt nachhaltig zu
konsolidieren. Hier wird die WAM unter Anderem erneut den Vorschlag
unterbreiten, den Magistrat zukünftig um einen Hauptamtlichen -
sprich: den Stadtrat - zu reduzieren. Das würde zwar erst nach
Ablauf der Amtszeit greifen, dafür aber einen hochdotierten Posten
mitsamt der Ruhebezüge dauerhaft einsparen. Sicher wird die WAM
einer moderaten Entschlackung der Kosten in allen Bereichen und
deutlich besseren Ergebnissen bei der Immobilienvermarktung
zustimmen.
SPD
und WAM
als
Hoffnungsträger
Für
die SPD ist die sozial einseitige Ausprägung des
Konsolidierungs- papiers eine gewaltige Steilvorlage, die sie nur
dann umfassend für den Wahlkampf nutzen kann, wenn die bisherigen
Protagonisten die Welt nicht vorher wieder von sich aus gerade
rücken. Hier kann die SPD nicht nur Profil zeigen, sondern auch
wieder aufbauen.
Sozialdemokratische
Politik geht oft im Tagesgeschäft unter, weil eher machtpolitisch
taktiert wird. Nun geht es taktisch konkret um den krassen
Widerspruch, dass in allen Parteien breiter Konsens besteht, dass
Maintal das Profil einer kinder- und familien- freundlichen Stadt
ausbaut und dem radikalen Abbau personeller und finanzieller
Ausstattung bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Noch
gilt dieses Attribut als Trumpf bei zuzugswilligen Familien. Damit
soll nach dem Willen von CDU, FDP und den Grünen jetzt Schluss
sein, weil die Qualität der Betreuung als Einsparpotenzial
ausgedeutet wurde. Wen wundert es, dass sich nun viele Eltern hinter
der SPD und der WAM sammeln!?
Meine
Intention
Eine
meiner Intentionen, warum ich diese Website betreibe, ist es, einen
Gegenpol zur Politikverdrossenheit zu bilden. Neben der
Präsentation der Presse und den Drucksachen der Parteien sowie den
Ergüssen des Magistrats spielt die Kommentierung eine große Rolle.
Diese passt zwar nicht jedem Zeitgenossen, ist aber für die
Emotionalisierung der Leser sehr wichtig. Dabei spielt der Kontrast
zu den betont sachlich gehaltenen Artikeln der Presse eine große
Rolle. Immer mit mindest einem Ohr an der Bevölkerung ist es gar
nicht so schwer, zu erkennen, wie Nachrichten bei den Menschen
ankommen und was sie bei ihnen bewirken. Meist bestätigt sich der
Grund der Politikverdrossenheit und man geht schnell über die
Nachricht hinweg. Die
größte Wirkung auf die Politikverdrossenheit liefern jedoch Akte,
die sich aus verfahrener Lage zum Guten wenden. Das macht den
Menschen Mut und holt die Politiker in den Fokus, die für das in
der Sache Gute stehen. Das heißt nicht, dass es sich bei den
Protagonisten um gute oder schlechte Menschen handelt. Es ist nur
ihre politische Einstellung, die bewertet und kommentiert wird. Na
ja - ein wenig glaubt man auch, in ihren strittigen Handlungen ihren
Charakter zu erkennen. Aber noch ein Effekt tritt dabei auf: Die
"Guten" werden nicht so kritisch durchleuchtet, weil man
sich mit ihnen in Übereinstimmung befindet. Das ist aber ein
Fehler. Man darf keinen unserer Politiker aus den Augen verlieren
und muss auch die Politiker kritisch beurteilen, die auf der
eigenen Linie zu liegen scheinen. Oft befinden sie sich nur zu
Zeiten des Wahlkampfes auf dieser Linie und verfallen für den Rest
der Legislaturperiode in alte politische Verhaltensmuster. Ein
gewisser Abstand zu ihnen hilft dabei.
Papierlos
und verwittert
Vielleicht
wäre es ganz gut, wenn sich die Leser die Konsolidierungsliste
ansehen würden, die im Internet abrufbar ist. Martina
Faust vom Maintal TAGESANZEIGER greift in ihrem Artikel
einige Punkte auf, die ihr besonders auffielen. Einige dieser Punkte
führten in der HuFiA-Sitzung zu Rückfragen, die nur mäßig gut
beantwortet werden konnten.
Einer
der Punkte ist die Einsparung, die durch den Wegfall von
Sitzungs- unterlagen in Papierform erreicht werden sollen. Das
setzt voraus, dass alle Stadtverordneten über einen Laptop, einen
Internet- Anschluss und die Freigabe zur vollen Einsicht des Portals
verfügen. Auf die Frage, wer von den neun Ausschussmitgliedern
diese Voraussetzungen erfüllen, meldeten sich gerade mal drei
Personen. Natürlich verfügen viele über PCs, können sie aber
nicht mit in die Sitzungen nehmen. Von allen 45 Stadtverordneten
dürften höchstens 50% papierlos arbeiten. Der Rest könnte sich
vorbehaltlos den Ansichten ihrer parteilichen Vordenker
anschließen. Politik würde dadurch für unkritische Abgeordnete
einfacher.
Mit
dem Wegfall der bisherigen Praktikantenstelle für
Sozialarbeiter bzw, -arbeiterinnen, die diese Praktika zum
Abschluss ihrer Ausbildung benötigen, will die Stadt 38.000
€ einsparen. Dabei vergessen die Ideengeber, dass jeder Nutzer des
Arbeitsmarktes auch einen angemessenen Anteil zur Ausbildung leisten
sollte.
Wen
wundert da noch der allgemeine Fachkräftemangel?
Die
Renovierung der Trauerhalle auf dem alten Dörnigheimer
Friedhof wird auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Vielleicht
soll das verwitterte Gebäude auf diese Weise ein Symbol der
Vergänglichkeit darstellen. Eigentlich werden die
Sanierungsmaßnahmen nur zeitlich verschoben - eine Maintaler Unart!
Massive
Proteste
Im
Nachgang zur Ausschusssitzung des HuFiA organisiert der STEB
(Stadtelternbeirat) jetzt mit einer Unterschriftenaktion den breiten
außerparlamentarischen Widerstand gegen die Einschnitte in der
Kinder- und Familienbetreuung. Inzwischen zeichnet sich Bewegung in
der Front der Befürworter des rigorosen Sparzieles ab, denn die
Grünen legen Änderungsanträge vor. Dass man das Sparpapier
nicht rundweg ablehnt, ist vernünftig, denn gegen das sinnvolle Sparen
ist natürlich grundsätzlich nichts einzuwenden. Das begreifen
sogar die
Bürger.
Einmal
mehr zeigt sich, dass sich mit der Brechstange keine Probleme lösen
lassen.
Die vom STEB angekündigte Rede vor dem Parlament und die
Über- gabe von Unterschriftslisten an den die Bürgernähe
schätzenden Bürger- meister verspricht eine
muntere Debatte, nachdem diese von immer mehr
Stadtverordneten für notwendig gehalten wird. Das Flugblatt des
STEB, das Maintal in den nächsten Tagen förmlich überfluten wird,
wird regional und überregional große Aufmerksamkeit erhalten und
dient zuzugswilligen Neubürgern als heftige und eindringliche Warnung.
Der
Magistrat sollte schnellstens gegensteuern.
Flankierende
Maßnahme
Sehr
richtig bemerkt die WAM, dass das Grundübel der Finanzmisere die
Missachtung der Verfassung ist. Dort ist zugesichert, dass das Land
die Kreise und Kommunen mit den erforderlichen Mitteln auszustatten
hat, um die ihnen übertragenen Aufgaben zu meistern.
Das heißt im
Klartext, dass Maintal wegen der groben Missachtung der Verfassung für Schulden des
Landes aufkommt, die aus der Politik von CDU und FDP resultieren. Genau diese Parteien spielen sich
jedoch kommunal als Sparkommissare
auf, um indirekt in den Kommunen das Geld für die unsolide
Landespolitik aufzutreiben. Wie in Maintal, sind auch im Land und im
Bund die Gründe für die Haushaltslagen hausgemacht. Anstelle sich
zum Vollstrecker aufzuschwingen, sollten CDU und FDP zusammen mit
dem Rest des Parlaments die Einhaltung des § 137 Abs. 5 der
hessischen Verfassung einklagen.
Starker
Kommentar
Es
ist bemerkenswert, wenn eine unabhängige Tageszeitung klar zu
erkennen gibt, dass sie auf der Seite der Bürger, der
Verhältnismäßigkeit und der Vernunft steht. Auf unsere
Maintaler Journalistinnen und Journalisten wirkt die gesamte Wucht
der politischen Argumentation ein und es ist verständlich, dass
ihnen so manche verbogene und in die Irre führende Argumentation
gegen den Strich geht. Sie müssen die Leser korrekt informieren und
damit oft auch Texte veröffentlichen, von denen sie genau wissen,
dass sie sich gegen die Verfasser selbst richten. In diesen Fällen
ist ein Kommentar unerlässlich. Zurück bleibt die Frage, wie es um
den Realitätssinn von Parteien oder Politikern bestellt ist, wenn
sie sich mit ihren Standpunkten so weit von der Bürgermeinung
entfernen.
Bestmögliche
Verteidigung nach dem Angriff missrät
Den
neben stehenden Artikel musste ich gleich mehrmals lesen, um die
Zitate auf mich wirken zu lassen. Dann kam mir unweigerlich die
Erkenntnis, dass die politischen Moritatensänger der Maintaler CDU
bei mir wieder etwas mehr an Ansehen verloren haben.
Gut -
von Angelika Feuerbach ist man ja so manche Argumentation
gewohnt und man fragt sich allent- halben, warum ihr so viele
Fraktions- mitglieder bereitwillig folgen. Ihre politischen Weisheiten bestehen aus Bewahren,
Erhalten, Beschützen, wenn es um die konservative
Wähler- schaft geht. Die Leistungsträger in sozialen Spannungsfeldern
bedient sie mit Sparen, Kürzungen von Leistungen,
Steuererhöhungen. Aus ihr
spricht stellvertretend die tumbe, satte Bürgerschaft.
Wilfried
Ohl, der politische Spätein- steiger, misst den
Sparvorschlägen deshalb eine besondere Qualität zu, weil sie direkt aus
den Fachbereichen kämen. Gerade die Sitzung des HuFiA zeigte aber,
dass die Leiter dieser Fachbereiche kein Wort zu den ihnen bestens
bekannten qualitativen Auswirkungen von sich gaben (oder geben
durften). Ihm ist entgangen, dass der Sozialbereich eigentlich die Aufgabe
hatte, sich selbst infrage zu stellen.
Markus
Heber als zukünftiger Boss der CDU-Fraktion fällt immer
häufiger als Wiederkäuer von Plattitüden auf. Wie er jemals eine
vernünftige Linie in die Maintaler CDU bringen will, ist mir
schleierhaft. Mit einfältigen Sprüchen auf die Konkurrenz
einzudreschen, zeugt von wenig Souveränität. Ihm entgeht, dass SPD
und WAM an den großen Rädern drehen, mit denen sich die Lage
Maintals umfassend erholen könnte, während er mit seiner Mannschaft
und im Gleichklang mit dem Bürgermeister nur irrwitzige
Sandkastenspiele betreibt.
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Quelle: Haushaltspläne der Stadt Maintal von 2006 bis 2011
Quelle: Haushaltspläne der Stadt Maintal von 2006 bis 2011

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Im
Fokus der öffentlichen Wahrnehmung
Im
Zusammenhang mit dem Haushaltskonsolidierungspapier stehen nur
wenige Personen im Fokus. Sie gelten als die Weichensteller
der Maßnahmen, die in ihrem Gesamtziel von vielen Bürgern
und der Maintaler Opposition als völlig einseitig und
schädlich für die Zukunft Maintals bezeichnet werden.
Für
Bürgermeister Erhard Rohrbach (CDU) gehört Sparen
seit vielen Jahren zum politischen Vokabular und als Mittel,
um konservative Politik in die richtige Richtung zu lenken.
Die Aufstellung des Haushalts ist ein wichtiges Instrument, um
angebliche oder tatsächliche Notwendigkeiten abzubilden. Wie
groß immer wieder die Abweichungen zwischen Planung und den
Ergebnissen der Geschäftsjahre sind, zeigt die Fülle der
Fehleinschätzungen, die in den Haushalten stecken. So ist
auch immer wieder von "Luftbuchungen" und anderen
Faktoren die Rede. Mehrmals wurden die Haushalte von der
Kommunalaufsicht mit Auflagen versehen, die stets gut zur
Politik des Bürgermeisters und der CDU passten. Das lässt
den Verdacht zu, dass mit manchen Haushalten Auflagen
förmlich erzeugt werden sollten, um den politischen Gegner
von Außen her zu bekämpfen.
Der
FDP-Mann Thomas Schäfer gilt als kompromissloser
Kämpfer, wenn es darum geht, soziale und umweltfreundliche
Politik nieder zu halten. Neben seiner Härte in der Sache
lebt er im Parlament auch simple Feindbilder aus.
Feindbild Nummer 1 ist die WAM, weil er sie der linken Szene
zuordnet. Schäfer ist ein Mann, der Formfehler der
politischen Konkurrenz genüsslich auskostet, indem er seine
liberal-konservative Gesinnung rigoros auslebt. Seinen Platz
im Haupt- und Finanzausschuss nutzt er natürlich ebenfalls
zur Durchsetzung seiner Gesinnung.
Angelika
Feuerbach (CDU) gilt als eine der Gestaltungspersonen
konservativer Politik, in der die Leistungsträger der
Gesellschaft vor den Nutzern von Sozialleistungen geschützt
werden müssen. So sind für sie Kürzungen im Sozialbereich
ein Mittel, um teuere Fehler auf anderen politischernFeldern
zu kompensieren. Sie hält wie Thomas Schäfer von der
FDP das Ziel von 10% Einsparung über alle Ausgabenfelder für
realistisch, obwohl seit über 10 Jahren die CDU-Politik noch
nicht einmal zu einem Bruchteil dieses Zieles führten.
Sie zieht sich nun aus der Kommunalpolitik zurück, möchte
aber die Weichen für die nächsten 5 Jahre stellen, damit
sich ihr Nachfolger Markus Heber daran orientieren kann
(oder muss).
Der
Noch-Fraktionsvorsitzende Peter Arendt (Grüne), der
ebenfalls aus der Maintaler Politik aussteigt, folgte bisher
stets Versuchungen der Machtpolitik. Gestalten - das ist sein
Ding. Wirklich grüne Politik, wie sie von den Bürgern
verstanden wird, überließ er Monika Vogel und dem
parteilosen Hartmut König. Arendts Person war es, die
Maintals Grüne auf der Beliebtheitsskala fast bis auf Null
sinken ließ. So ergab sich durch den Wegzug von Peter
Arendt die Chance der Erneuerung, die ansatzweise jetzt
sogar von Monika Vogel genutzt wird. Nun wird es in der
aktuellen Debatte um harte soziale Einschnitte ausgerechnet an
ihm liegen, wie sich Maintals Grüne neu positionieren. Damit
leben muss dann anschließend Monika Vogel.
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Die
Pro-Akteure

Erhard
Rohrbach

Thomas
Schäfer

Angelika
Feuerbach

Peter
Arendt
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CDU
verteidigt Einschnitte
im
Kita- und Jugendbereich
Maintaler
Christdemokraten wollen dem Konsolidierungsprogramm zustimmen
-
Heftige
Kritik vor allem an die Adresse der SPD |
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Maintal
(Ieg/pp). - Wenig überra- schend begrüßten gestern die
Maintaler Christdemokraten das vom Magistrat vorgelegte
Konsolidie- rungsprogramm. Die CDU mit Partei- chef Markus
Heber und der nicht mehr für das Stadtparlament kandi-
dierenden Fraktionsvorsitzenden Angelika Feuerbach verteidigt
auch die Einschnitte im Kita-Bereich. Wörtlich heißt es in
der Stellung- nahme der Christdemokraten: " Wer
in Maintal weiterhin anspruchsvolle Kinder- und Jugendarbeit
anbieten will, muss jetzt auch hier Einschnitte
vornehmen." Wenn die Handlungs- fähigkeit der
Stadt Maintal erhalten werden solle, müsse die Schulden-
spirale beendet werden, argumentiert Angelika Feuerbach.
"Leistungen auf Pump sind eine Belastung für zu- künftige
Generationen", ergänzt Markus Heber. "Daher
werden die Christdemokraten am Montag in der
Stadtverordnetenversammlung den Konsolidierungsvorschlägen
des Magistrats zustimmen", so die CDU. Das ist im
Übrigen ein interessanter Passus, da die Maintaler Christdemokraten wohl davon ausgehen, dass die endgültige Entscheidung
über das Konsolidierungsprogramm nun doch im Stadtparlament
fallen wird. Der ursprüngliche Antrag sieht nämlich vor,
dass die Stadtverordne- tenversammlung lediglich den Beschluss
des Haupt- und Finanz- ausschusses zur Kenntnis nimmt.
"Sozialdemokraten und WAM reden zwar von der
Notwendigkeit des Sparens, lassen diesen Worten aber keine
Taten folgen", behaupten die Christdemokraten. |
Einen
Tag nach Bekanntwerden des Konsolidierungsprogramm sei im
Tagesanzeiger zu lesen gewesen, dass der
SPD-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Kaiser die Vorschläge des
Magistrats ablehne, eine Prüfung habe eroffenbar nicht für
nötig gehalten, kritisiert Feuerbach. "Eigene
Ideen der Sozialdemokraten gibt es jedoch nicht. Bereits zu
den Haushaltsberatungen im November hatte die SPD-Fraktion
eigene Anträge angekündigt", bringt die
CDU-Fraktionschefin in Erinnerung. Am Ende sei es dann bei der
"schlichten Ablehnung" des Haushaltsentwurfs
geblieben. "Den Sozialdemokraten geht es in
Wahlkampfzeiten aber offenbar nicht mehr um die
Sachpolitik", behauptet Feuerbach weiter. "Wir
begrüßen ausdrücklich, dass die Vorschläge über
Haushaltsverbesserungen aus der Verwaltung selbst
kommen", erklärt derweil Wilfried Ohl,
stellvertretender CDU-Fraktions- vorsitzender. "Dadurch
ist gewähr- leistet, dass diese sachlich gerecht- fertigt
sind und mit Augenmaß geschehen. Wir haben uns schon zu den
Haushaltsberatungen im Dezember entschlossen, zehn Prozent in
allen Gebieten einzusparen", führen die Christdemokraten
weiter aus. Das bedeute gleichzeitig, dass die Bereiche mit
einem besonders hohen Zuschussbedarf auch in einem ent-
sprechenden Maß auf Leistungen verzichten müssten. "Wer
in Maintal weiterhin anspruchsvolle Kinder- und Jugendarbeit
anbieten will, muss jetzt auch hier Einschnitte
vornehmen", |
machen
dieChristdemokraten eine bemerkenswerte Gleichung auf. Im
Übrigen werde nicht nur im Bereich von Kindern und
Jugendlichen gespart, sondern auf allen Gebieten müsse
"Bescheidenheit walten". Mit dem Bau des Kinder- und
Jugendhauses habe die Stadt zudem bewiesen, welchen hohen
Stellenwert die junge Generation einnehme. Bei
den Einsparungen müsse überprüft werden, ob nicht
Leistungen erbracht würden, die in der Verantwortung anderer
stünden. So seien zum Beispiel Deutschunterricht und
Hausaufgabenbetreuung Aufgabe der Schulen.
"Ausgabenbegrenzung
bedeutet, den finanziellen Spielraum der Stadt zu
erhalten", hebt Markus Heber hervor. "Es
ist besonders vor der Kommu- nalwahl bequemer, Konsolidierungs-
vorschläge abzulehnen und sich so vor unpopulären, aber
notwendigen Entscheidungen zu drücken, als gemeinsam nach
Lösungen zu suchen", kritisiert der CDU-Chef die
SPD. " Wir sind sicher, dass die Maintaler Bürger eine
nachhaltige Sicherung des Haushalts befürworten, denn es ist
im Interesse einer funktionierenden Gemeinde", erklären
die Christdemokraten. " Wir wollen verstärkt das
Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern suchen, um auch
deren Erfahrungen und Sach- verstand in den Konsolidierungs-
prozess mit einzubeziehen", erklärt die CDU
abschließend. |
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|
Es
wird geklebt
Nun
beginnt wieder die Zeit der Plakate, die uns suggerieren sollen, was
die Stärken der Parteien und der Kandidaten sind. Die Grünen
warten mit einem Plakat auf, auf dem sie tatsächlich behaupten, sie
stünden für eine GRÜNE Politik. Sie bauen auch auf eine GRÜNE
Zukunft, wollen das im Tempo 30 erledigen und setzen sich für eine
kinderfreundliche Stadt ein. Das riecht nach Erneuerung und den
Worten und Bildern müssen nun Taten folgen. Bekanntlich läuft das
Konsolidierungsprogramm in eine ganz andere Richtung.
Irritation
Die
Kombination zweier Plakate ganz anderer Art animierten mich zu einer
minimalen Retusche. Wie schnell kann das Wähler irritieren, die
meinen, es sei sowieso alles "Zirkus".

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Ins
eine Ohr hinein...
Die
Biologin Loeiki Häger- Hogerland aus Hochstadt erläuterte
in einem Leserbrief erneut, warum die grüne Mitte im Bereich rund
um das Schwimmbad so bedeutend für die Ökologie und den
Hochwasserschutz Maintals ist. Dabei geht sie auch auf mögliche
Gefahren für Gebäude und Sportanlagen ein, die aus dem Untergrund
und dem regelmäßigen Hochwasser resultieren.
Die
FDP gibt im Wahlprogramm vor, um den Hochwasserschutz besorgt zu
sein. Man wird sehen, wie ehrlich das gemeint ist. Momentan ist von
Einsicht nicht viel zu spüren. FDP und CDU sind deutlich auf
Investitionskurs und wollen unbedingt einige der letzten
Grundstücke der Stadt an Inestoren verscherbeln um damit
vermeintlich eine Zukunftsplanung verwirklichen zu können. Man wird
sehen, was stärker ist: die Vernunft oder die Profilierungssucht.
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Sportplätze
und Freizeitanlage in der grünen Mitte
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| Woche
vom 21.02. bis
27.02.2011
Jetzt noch 4 Wochen bis zur Wahl |
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Das
Kind mit dem Bad ausschütten?
Nicht
wirklich - oder !??
Zweifellos
ergibt sich in dieser Woche in der Stadtverordnetenversammlung die Möglichkeit, sich positiv oder extrem negativ
im Bewusstsein der
Wähler einzuprägen. Als Multiplikator fungiert dabei der
Stadtelternbeirat, die Stimme der jungen Familien mit Kindern. Das
ist ja nicht ganz die Klientel von CDU und FDP, die junge Familien nur
zum Füllen der Häuser ihrer Lieblingsinvestoren benötigen. Man
hat die jungen Eltern und die sozial denkenden Bürger Maintals
herausgefordert und muss nun mit deren Widerstand leben. Die beiden
sparwütigen Parteien werden deswegen wohl kaum an einen Kurswechsel denken.
Die
Debatte um die Streichungen im Kinder- und Familienbereich wird
allerdings sehr
eng mit der zukünftigen Stadtentwicklung verknüpft werden, denn das
Prädikat "Kinder- und Familienfreundlichkeit" steht auf
dem Prüfstand. Irgendwie zieren sich CDU und FDP plötzlich
angesichts der geballten Bürgerreaktion und eine Mehrheit im
Präsidium beschloss eine Woche
Bedenkzeit. Bis dahin muss Klarheit herrschen, was man den Kindern,
den Erzieherinnen den Eltern und der Stadtentwicklung antut.
Vielleicht reift ja noch die Einsicht, dass man dickere Bretter
bohren muss und lässt diese sozialfeindlichen Spielchen. Die
wirklichen Querdenker unserer Gesellschaft sollten den Druck auf die
Parteien erhöhen, sonst geht die Sitzung des Haupt- und
Finanzausschusses am 28.02.2011 aus, wie das Hornberger Schießen. |
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Verpackungsschwindel
bei den GRÜNEN? Auf
Maintals Straßen bestaunen viele Bürger die lebensfrohen Plakate
der Grünen, auf denen Teddybären geherzt und Bobbycars geschoben
werden. Die kinderfreundliche Stadt soll angeblich eines der Ziele
sein. Doch auf den zweiten Blick stellt man fest, dass es eben nur
die Teddybären sind, denen die volle Aufmerksamkeit gilt und Monika
Vogel im nächsten Moment aufzuspringen scheint, um auf dem
Bobbycar schnell um die nächste Ecke zu verschwinden, weil der
große Zampano Peter Arendt um die Ecke kommen
könnte. Was ist aus der avisierten Erneuerung geworden?
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Hatte
ich vor Wochen noch die Vision, eine Interessengruppe könnte
sich der Maintaler Grünen bemächtigen, um auf dem Trend der
Bundes-Grünen erneut ins Maintaler Parlament einzuziehen, so
befürchte ich jetzt, dass die Alt- Grünen selbst diese
Interessen- gruppe sind. Mit fremder Hilfe ließen sie sich
den Mitgliederbestand auffüllen und treten mit Kandidaten
an, die mit ihrem guten Namen den inzwischen verbrauchten Ruf
der Alt-Grünen kompensieren. Ihrer Unerfahrenheit ist es zu
verdanken, dass sie sich von Peter Arendt in eine
Richtung locken lassen, in der die gleiche Politik wie zuvor
betrieben wird. Jetzt sollte man unbedingt Monika Vogel
im Auge behalten, die eine immer zweifelhaftere Rolle spielt.
Sie mimt die Fachfrau fürs Soziale - nur nicht konsequent
genug. |
Als
zukünftige Fraktionsvorsitzende erschreckend profillos wird sie nur
noch von Listenplatz 2 - Kandidat Friedhelm Duch in
Harmlosigkeit übertroffen. Das ist auch der Presse nicht
entgangen. Hartmut König passt als glaubwürdiger
Parteiloser inzwischen immer weniger zur Truppe, die scheinerneuert eine Mogelpackung zu sein scheint. Eine Chance zur Erneuerung ist
möglicherweise vertan. Am Montag könnte das zur Gewissheit werden. |

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Verzögerungstaktik
Die
Stadtverordnetenversammlung vom 21. Februar war hinsichtlich der
Beschlussfähigkeit eine blamable Veranstaltung. Aber - wie heißt
es im Volksmund so schön:
Zum
Zögern muss man sich auch erst einmal entschließen.
Was
bereitet denn nun den Politikern so große Schwierigkeiten?
-
Die
Schwere der Aufgabe?
-
Die
Einsicht, zu weit gegangen zu sein?
-
Die
Zweifel, an den richtigen Rädern zu drehen?
-
Die
Wahl der falschen Mittel zur Konsolidierung?
-
Der
Bürgermeister, der als Treiber der Aktion seine Vorschläge
und Vorgehens- weise verteidigt?
-
Die
inzwischen transparenten Ursachen der Verschuldung?
-
Oder
der Blick auf die Wahl?
Es
ist hauptsächlich die Angst vor der Reaktion der Wähler. Die
dürfte bei CDU und FDP sehr hoch sein, denn die Bevölkerung setzt
die soziale Stoßrichtung der Sparmaßnahmen mit deren
Gesinnung gleich. Und - mal ehrlich gesagt - für Familien und
für Bürger mit einem ausgeprägten Gemeinsinn sind diese
Parteien nicht wählbar, wenn sie an ihrer Haltung festhalten.
Die
Reaktion von SPD, WAM und den Grünen, die gar nicht heftig genug
ausfallen kann, wird von den Wählern nicht als billige Haltung vor
der Wahl angesehen, sondern als mutiger Schritt, endlich an den
richtigen Rädern der Politik zu drehen, damit die Maintaler
Finanzen nachhaltig gesunden. Es wird aber auch deutlich, welche
Spielchen der Bürgermeister seit Jahren spielt. Davon kann
sich die CDU nicht so schnell befreien.
Chlorix
für verstopfte Köpfe
"Wenn
ich eine Meinung habe, dann können mich auch Tatsachen nicht davon
abringen!" - so könnte der eine oder andere Parlamentarier
zitiert werden, wenn er (oder sie) ihre Gedanken freigäben. So
festgefahren ist momentan der ohnehin spärliche
Gedankenaustausch zwischen den Parteien. Meinen Informationen nach
gab es dennoch in der vorigen Woche Gespräche zwischen SPD und den
Grünen, um auszuloten, welche Gemeinsamkeiten es in der Sache gibt.
Das lässt hoffen, denn Politik heißt, dass man miteinander
spricht. Ideologische Onanie in den eigenen Reihen war noch nie von
Erfolg gekrönt. In den Reihen der neuen Grünen sieht man das eine
oder andere Gesicht, das man aus anderen Parteien kennt. Das lässt
auf einen zukünftigen Dialog hoffen, der keinen Betoncharakter hat. Wenn
die WAM uns nun einreden will, sie habe keinen Beratungsbedarf mehr
und könne sich auf die reine Verweigerungshaltung zurück ziehen,
so muss man das nicht so ernst nehmen. Auch dort ist noch nicht
alles restlos klar. Mit der Einsparung des Postens des Stadtrats
allein kommt man nicht aus der Situation, in die uns der Magistrat
über viele Jahre hinweg hineinmanövrierte. Ich glaube auch nicht,
dass ein ehrenamtliches Magistratsmitglied der WAM anstelle der FDP
diese Entwicklung hätte beeinflussen können. Vieles liegt in der
Verantwortung aller Fraktionen des Parlaments. Die
Aufgabe der Stunde ist es, den kleinbürgerlichen Pfropf im Denken
der Protagonisten Maintaler Politik zu lösen. Nicht kleckern und
nicht klotzen, sondern sauber analysieren und mit Bedacht einen Weg
aus der Situation finden, so wäre es richtig. Dabei müssten
Übereinstimmungen herrschen, die mindestens 2/3 des Parlaments
überzeugt mittragen. Es muss Schluss sein mit den knappen
Mehrheiten und der Vergewaltigung der politisch Unterlegenen. Wenn
die Denkpause auch hierzu Einsichten erzeugt, könnte es mit Maintal
wieder aufwärts gehen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Vertagung
- Idee der SPD
Es
war tatsächlich die SPD, die den Tagesordnungspunkt verschieben
ließ. Zu kurz war der Zeitraum, der für Beratungen zur Verfügung
stand und zu dürftig die Erklärungen zu den einzelnen Punkten des
Sparpapiers, um schnelle Entscheidungen zu treffen. Dieser Eindruck
steht bei einigen Beobachtern im Raum. Für die WAM war angeblich
alles klar und die Informationslage für ein klares Votum
ausreichend. Bei CDU und FDP liegt dagegen überhaupt kein
Klärungsbedarf vor. Dort hat man das Messer fest angesetzt und ist
zum Schnitt bereit. Was
unterscheidet nun die SPD von den anderen Parteien? Sind deren
Stadtverordnete gründlicher und vorsichtiger oder sind sie gar
schwer von Begriff? Die WAM, die den gleichen Kurs verfolgt, ist
doch auch beschlussfähig! Oder geht es nur darum, den Konflikt noch
einige Tage länger auszuschlachten? Falsch
gedacht! Es soll den Grünen, die beim Thema Kinder- und Familie
sehr kompetent besetzt sind, noch etwas Zeit für das richtige Votum
geben. Auch bei den Grünen stehen Hemmungen im Raum, von bereits
bezogenen Positionen abzurücken. Das ist der Preis für zu forsches
Vorpreschen wider jede Erfahrung. Wie konnte überhaupt ein Ziel von
10% angestrebt werden, nachdem in der Vergangenheit noch nicht
einmal ein Zehntel davon je in Angriff genommen oder gar umgesetzt
wurde?! Das muss ja zu eklatanten Einschnitten genau an den
Stellen führen, an denen die größten Personalkosten
entstehen! Das Gesamtgebilde der
Kinder- betreuung ist wegen der Nichtbe- setzung von offenen Stellen bereis geschwächt. Nun sollen
diese Stellen gänzlich gestrichen und zusätzlicher Stellenabbau
betrieben werden! Freien Trägern sollen Zuschüsse gekürzt oder
ganz gestrichen werden! Wer das wirklich will und das mit
demografischen Veränderungen und anderen Argumenten begründet,
verliert die Zukunft Maintals aus den Augen. Aus diesem Grund
brauchen SPD und Grüne noch Bedenkzeit. Die
Zukunft der Kinder Einige
Bürger glauben tatsächlich, bei den gegenwärtigen Aufregungen
zwischen den Parteien ginge es nur um Wahlkampf auf dem Rücken der
Kinder und der Familien. Tatsächlich geht es CDU, FDP und den
Grünen beim Sparprogramm in erster Linie um
Vergangenheitsbewältigung und erst dann um die Zukunftsentwicklung.
Gerade die steht aber im Fokus von SPD und WAM. Die in Erneuerung
befindlichen Grünen schwanken in zwischen in der Blickrichtung,
denn auch dort hat man erkannt, dass die Zukunft den heutigen
Kindern und Jugendlichen gehört. Sie sind das wahre Kapital unserer
Gesellschaft. Deshalb muss dieses Kapital früh und umfassend gehegt
und gepflegt werden. Der hohe Anteil an Kindern mit
Migrationshintergrund rät zu besonderen Anstrengungen, um ihnen
gute Chancen zu bieten, einen Beruf zu erlernen oder zu
studieren. In
der Bevölkerung gilt es, die Solidarität zu stärken und radikal-
konservativer Verweigerung die Stirn zu bieten. Es
ist schon bedenklich, dass viele unserer bessergestellten Familien
ihre Kinder privilegiert erziehen lassen und auf Schulen schicken,
in denen sie von anderen Kindern getrennt aufwachsen. Diese Eltern
haben natürlich kein Interesse daran, mit ihren Steuern andere
Kinder zu subventionieren und fühlen sich von den Sparvorschlägen,
die von CDU und FDP getragen werden, durchaus angesprochen. Sie
werden diesen Parteien ihre Stimmen geben. Hier wird über deutliche
politische Signale ein Keil in die Bevölkerung getrieben. Es geht
in Wirklichkeit um eine Spaltung der Gesellschaft in eine mäßig
gebildete Unterschicht und eine privilegierte Oberschicht. Die
Parteien müssen nun zeigen, für welche Richtung sie stehen. Sie
müssen zeigen, wie sie mit denen umgehen, die in Zukunft unsere
Gesellschaft bilden. Ich jedenfalls setze auf die Zukunft der Kinder
und nicht auf gefährliches Flickwerk zur Haushaltskonsolidierung. |
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Letzte
Stadtverordnetenversammlung vor der Wahl |
1.
Teil am 21. Februar 2011
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Zweigeteiltes
Schaulaufen der Kandidaten
Der
erste Teil der letzten Stadtverordnetenversammlung vor der
Wahl stand unter dem Eindruck massiver Proteste der Erzieher,
der Gewerkschaft ver.di
und der Maintaler Elternschaft gegen die Sparschwerpunkte des
Konsolidierungspapiers. Das Bürgerhaus war proppenvoll und
der Geräuschpegel entsprechend des hohen Kinderanteils sehr
hoch. Den Stadtverordnetenvorsteher verleitete dies zu einer
rüden Zurechtweisung. Doch die vielen Bürgerinnen und
Bürger wurden enttäuscht, weil der Haupt- und
Finanzausschuss anlässlich seiner Sondersitzung nicht zu
einer Einigung in der Lage war und das Präsidium den
Tagesordnungspunkt auf den 28. Februar um 19 Uhr verlegte. Am
gleichen Tag soll eine ganztägige Sitzung des Haupt- und
Finanzausschusses stattfinden, um zu einer Lösung zu kommen.
Zumindest konnte Manuela Lörke vom Stadtelternbeirat
von ihrem Rederecht Gebrauch machen und den Stadtverordneten
nochmals eindringlich ins Gewissen reden. Nun liegt es an den
Ausschussmitgliedern, über die unsozialen Sparvorschläge des
Magistrats, die dieser ohne jede qualitative Gewichtung aus
den Fachbereichen presste, zu entscheiden.
Nach
einigen Formalien begann das 30-minütige Schaulaufen zu den
Fragen an den Magistrat nach §10. Selbstverständlich hatten
alle Fragen einen mehr oder weniger wichtigen Hintergrund.
Einige Abgeordnete nutzten die Zuschauerkulisse dazu, sich gut
zu präsentieren. Dazu muss man wissen, dass diese
Fragen zuvor schriftlich eingereicht und auf gleichem Weg
beantwortet werden. Es bleibt den Einreichern überlassen, ob
sie sich mit der Schriftform zufrieden geben oder ein munteres
publikumswirksames Frage- und Antwortspiel bevorzugen.
Nach
den Blockabstimmungen, in denen wieder viele TOPs
verschwanden, behandelte man noch einige Rest-Anträge, bei
denen der Antrag auf die Umwandlung der bereits mit 30 Kmh
beruhigten Zone rechts vom Kreuzstein in eine Tempo-30-Zone
breiten Raum einnahm. Das Schaulaufen wollte kein Ende nehmen,
ging es doch um die Aufhebung der bestehenden
Vorfahrtsreglungen und den Schilderwald.
Den
Rest des Programms konnte man vernachlässigen, wenn auch der
nicht öffentliche Teil das Publikum interessiert hätte.
Dabei ging es um eine Ehrenbürgerschaft, nachdem die
Benennung eines Straßenabschnitts, die dem gleichem Zweck
dienen sollte, zurückgezogen war,
Mit
den Ehrenbürgerschaften ist das in Maintal so eine Sache.
Zunächst muss Einigkeit über die Verleihung herrschen.
Danach kommt bei recht eigenwilligen Kandidaten der weitaus
schwierigere Teil, die Klärung, ob die Ehrenbürgerschaft
auch angenommen wird. Um kritische Argumentationen nicht in
die Öffentlichkeit zu tragen und einer möglichen Ablehnung
vorzubeugen, erfolgen solche Beratungen und Beschlüsse unter
Ausschluss der Öffentlichkeit, auch wenn das bereits die
Ehrenhaftigkeit infrage stellt.
Die
Sitzung war bereits um 20 Uhr 15 beendet und wird am 28.2.2011
um 19 Uhr fortgesetzt.
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Pressemitteilung
22.
Februar 2011
Warum
am Montag nicht abgestimmt wurde
Die
WAM hätte kein Problem gehabt, am vergangenen Montag eine
Entscheidung zu treffen. Wir waren vorbereitet und hatten auch
als einzige Fraktion detaillierte Änderungsanträge gestellt.
Beratungsbedarf bestand bei uns nicht mehr. Für die WAM war
schon bei den Haushaltsberatungen im Dezember 2010 ganz klar,
daß wir einer Einsparung von 10% im Kita- und Sozialbereich
der Stadt Maintal nicht zustimmen können. Diese Einsparung läßt
sich nur über Personalabbau erreichen. Wie man das genau
bezeichnet, ist egal. Fakt ist, daß man Personalkosten nur über
Stellenabbau einsparen kann.
Da
CDU, Grüne und FDP am 21.02.2011 in der Sitzung des Haupt-
und Finanzausschusses erklärt haben, daß sie von der
Einsparung von 10% in diesem Bereich kein Stück abgehen
werden, fehlt für uns auch jede Basis für Verhandlungen. Wir
sind zwar bereit, über Einsparungen zu reden. Einige Vorschläge
im Konsolidierungsprogramm stammen sogar aus unseren
Haushaltsanträgen, die in den letzten Jahren abgelehnt
wurden. Aber wir wollen Schwerpunkt setzen und sind nicht
bereit, Leistungskürzungen bei den Kindern zuzustimmen.
Die
Folgekosten, obwohl sie sich nicht darstellen und beziffern
lassen, sind für
die Gesellschaft höher, als das, was es uns jetzt kostet.
Einerseits wird z.B. Integration verlangt, andererseits
streicht man Deutschunterricht für Migrantenkinder. Hier ist
die Folge, daß man diesen Kindern die Aussichten in der
Schule verbaut und am Ende neue Hartz IV-Empfänger
produziert.
Da
die anderen Fraktionen noch Beratungsbedarf sahen und es Usus
ist, sich einem solchen Anliegen nicht zu widersetzen, haben
wir uns bei der Abstimmung enthalten. Allerdings sehen wir
durchaus kritisch, daß durch die nötige Sondersitzungen der
Stadtverordnetenversammlung, des Ausschusses und der
Fraktionen am 28.02.2011 laut Bürgermeister Rohrbach über
5.000 € an Kosten entstehen. Konsolidierung versuchen, indem
man erst einmal vermeidbare Kosten verursacht, ist für uns
nicht akzeptabel.
Wir
übersehen dabei aber nicht, daß die Ursache der Unklarheiten
darin liegt, daß die Haushaltsberatungen im Dezember 2010 auf
ungenügender Grundlage stattfanden. Der Magistrat, obwohl mit
Stadtrat und Bürgermeister doppelt besetzt, hat es nicht
geschafft, einen ordnungsgemäßen Haushaltsentwurf
vorzulegen. Hätte der Magistrat seine Hausaufgaben gemacht
und bereits Anfang oder auch Mitte 2010 mit der Konsolidierung
angefangen, hätten die Ergebnisse im November vorgelegen.
Bisher
haben Bürgermeister Rohrbach und Stadtrat Sachtleber keine
Erklärung geliefert, wieso das nicht geschehen ist. Es war ja
jetzt innerhalb von zwei Monaten möglich,
Konsolidierungsvorschläge auf den Tisch zu legen. Man hat
2010 die Dinge einfach zu lange schleifen lassen, wie es
leider beim Stadtoberhaupt immer der Fall ist. Die Einsparung
von 10% war dann ein Schnellschuss. Ansonsten hätte man gar
nichts vorweisen können. Das kommt einem so vor, wie bei
einem Schüler, der seinem Lehrer erklärt, der Hund habe die
Hausaufgaben gefressen. Die Kosten trägt jetzt wieder der
Steuerzahler. CDU, FDP, Grüne und Republikaner haben das
damals akzeptiert, statt den Haushalt insgesamt zurückzuweisen.
Jörg
Schuschkow
Pressemitteilung
23.
Februar 2011
Die
Fakten müssen auf den Tisch!
SPD
Maintal drängt auf eine sozial ausgewogene Haushalts-
konsolidierung | Keine Kürzungen im Bereich
Kinderbetreuung
Als
richtigen Schritt bezeichnet die Maintaler SPD die
Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses in einer
weiteren Sitzung das vom Magistrat vorgelegte
Haushaltssanierungskonzept zu beraten.
"Wir
haben mit unserem Antrag bewirkt, dass über das Sparprogramm
des Bürgermeisters nun ordnungsgemäß beraten werden kann
und alle Fakten auf den Tisch gelegt werden müssen. Ein
bloßes Abnicken des Konsolidierungsprogramms durch die
Mitglieder des Ausschusses, wie vom Bürgermeister anvisiert,
wird es nicht geben", so der SPD Fraktionsvorsitzende
Karl-Heinz Kaiser.
Nach
Auffassung der SPD ist dieser Weg eine geeignete Möglichkeit
in einem transparenten und öffentlichen Verfahren über
notwendige Haushaltskonsolidierungen zu sprechen. Im Hinblick
auf die bevorstehende Beratung hat die SPD Fraktion den
Magistrat aufgefordert schriftlich darzulegen,
1.
welche Konsequenzen sich aus den Kürzungen in den
verschiedenen Produktbereichen ergeben und wie eine daraus
entstehende notwendige Kompensation der wegfallenden
Leistungen umgesetzt werden soll;
2.
welche Einsparungen durch Verwaltungshandeln ohne die
Notwendigkeit der Beteiligung der parlamentarischen Gremien
vorgenommen werden können.
Die
SPD macht erneut deutlich, dass sie keinen Kürzungen im
Bereich der Kinderbetreuung zustimmen wird.
"Leistungskürzungen im Bereich der Kinderbetreuung,
insbesondere eine Reduzierung des Personals, sind mit der SPD
nicht verhandelbar. Dies ist der falsche Weg für die
Entwicklung der Stadt Maintal. Wir sind sehr wohl an einer
sozial- verträglichen Haushaltskonsolidierung interessiert.
Dies setzt jedoch voraus, dass man neben berechtigten
Einsparungen auch notwendige wirtschaftliche Impulse setzt um
die Einnahmen zu erhöhen, bzw. alternative
Finanzierungsmodelle zur Entlastung des städtischen Haushalts
ohne Qualitätsverluste nutzt. Soziale Ausgewogenheit und
wirtschaftliche Dynamik gehören miteinander in ein
einheitliches Haushaltssanierungskonzept vernetzt", so
der SPD Vorsitzende Sebastian Maier.
"Bürgermeister
Rohrbach hat Einsparungen in Höhe von 1.9 Mio. Euro
angekündigt, bisher kann er nur 950.000 Euro zusammenbringen.
Zieht man die Luftnummern und die Einsparmöglichkeiten in der
Verwaltung ab, bleiben nur noch Kürzungen im Bereich der
Kinderbetreuung übrig.
Mit
einer Haushaltskonsolidierung hat das wenig zu tun, insofern
ist es gut und richtig, dass die SPD hier die Verantwortung
übernommen hat, Impulse setzt und alle Möglichkeiten für
eine sozialverträgliche Haushaltssanierung im Interesse der
Bürgerinnen und Bürger ausschöpft", so der SPD
Fraktionsvorsitzende abschließend.
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Gute
Öffentlichkeitsarbeit
Immer
mehr Plakate überfluten derzeit Maintal. Sie stehen rum und hängen
in verschiedenen Höhen. Manche so hoch, dass man die umfangreichen
Texte nicht lesen kann. Macht nichts! Die
SPD stellt auf nebenstehenden Plakaten ihre Kandidaten und die
Schwerpunkte ihrer Kommunalpolitik vor. Die Plakate für
Wachenbuchen und Hochstadt folgen noch auf dieser Seite. In diesem
Jahr fällt die gute Ausprägungen der Homepages auf, auf denen man
sich umfassend und papierlos informieren kann. Interessant sind die
dort abgebildeten Flyer, auf denen komprimiert das Wahlprogramm
vorgestellt wird. Mit kräftigem ROT, der Farbe des Sozialen und des
Kampfes wirbt die SPD verstärkt um Wähler. Sie will damit
besonders Familien mit Kindern, Alleinerziehende, Menschen in
angespannten Lebenssituationen und die Bürgerschaft ansprechen, die
gesellschaftliche Solidarität als Bürgerpflicht lebt. Den
Bürgern, die den neuen Chef der Maintaler SPD - Sebastian Maier
- noch nicht kennen, kann an dieser Stelle vermittelt werden,
dass er der Treiber und die erste Arbeitskraft der verbesserter
Öffentlichkeitsarbeit der SPD ist. Auch das ist ein klares Zeichen
der Erneuerung, ohne die eine Partei dem Verstauben im Stillstand
erliegen würde. |
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Plakate,
Broschüren, Flyer |


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Wohngebiet
für Kinderlose?
In
der Stadtverordnetenversammlung geht es vorrangig um das Sparen und
um die neue politische Richtung, in der die alte parlamentarische
Mehr- heit mit Eltern und Kindern umgehen will, die wegen der
vollmundig verbreiteten Maintaler Qualitäten den Weg nach Maintal
fanden oder sich zumindest hier gut aufgehoben fühlten. Mit der
Qualität der Kinder- und Familienbetreuung soll nun Schluss sein,
denn sie soll für das ehrgeizige Sparprogramm des Bürgermeisters
geopfert werden. In
der gleichen Versammlung geht es aber auch darum, ein weiteres
neues Baugebiet auszuweisen. Folgt man der Logik politischer
Inspiration, so denkt man hier wohl eher an Kinderlose oder betagte
Konservative. Sie sollten sportlich uninteressiert sein und für
längere Zeit die rege Rest-Geschäftigkeit des in Vertreibung
befindlichen Gewerbes mögen. Na denn! Schulden
- ungebremst Wenn
man als Bürger schon nichts vom Sparen verstehen sollte, so ist der
Begriff "Schulden" und Zinsen möglicherweise geläufiger. Verschuldete
Mitmenschen können durchaus ohne eigene Schuld in die Fänge von
Banken geraten. Der Regelfall ist allerdings eigenes Verschulden.
Schulden können sich aber auch "rentieren", wenn man
damit ein langfristiges Ziel wie zum Beispiel Wohneigentum
angestrebt. Finanziert und abgetragen wird eine Hypothek mit den
eingesparten Mieten, die man für vergleichbaren Wohnraum zahlen
müsste. Zu Krediten für Konsumgüter und Reisen lässt sich
dagegen nur schwer eine Amortisationsrechnung aufstellen. Man muss
also genau unterscheiden, um welche Schulden es sich handelt. Interessant
sind die statistischen Werte der Pro-Kopf-Verschuldung der Kommunen
auf Landes- und auf kommunaler Ebene. Der
Landesdurchschnitt (obige Grafik) der Verschuldung der Kommunen lag
zwischen 2000 und 2008 im Schnitt bei 1.500 €
Pro-Kopf-Verschuldung und stieg im Jahr 2009 infolge des
Konjunkturprogramms und anderer Einflüsse an. Ganz anders in
Maintal. Hier stieg sie vom Trend her stetig und überproportional.
Wie aus der aktuellen Planung hervorgeht, soll sich die
Pro-Kopf-Verschuldung von 2004 bis 2014 verdoppeln. Der
Anstieg der Verschuldung wäre wegen des sehr hohen Anteils an
"rentierlichen Krediten" eigentlich zu verschmerzen, weil
der Rückfluss langfristig gesichert erscheint. Die Verschuldung
unterschneidet jedoch die Entwicklung des Vermögens der Kommune.
Diesem Aspekt muss größte Aufmerksamkeit gelten. Des
Volkes Stimme Unsere
Kommunalpolitiker dürften Leserbriefe zunehmend ernster nehmen,
denn wir befinden uns in einer Zeit des Widerstands. Das zeigen die
immer häufigeren Proteste der Bürger gegen Vorgehensweisen der
Politiker. Dabei werden Ziele gar nicht infrage gestellt, sondern
nur der Weg dorthin. Beim
Sparvorgang zum Maintaler Haushalt ist den meisten Bürgern bewusst,
dass die vom Magistrat bis zum Jahr 2014 hochgerechnete Verschuldung
und die in einem Flyer prognostizierte Entwicklung des Eigenkapitals
auf einen kapitalen Crash hinauslaufen. Dagegen muss etwas
unternommen werden. Es ist allerdings die Frage, ob Sparen allein
die Lösung ist. Die
Entwicklung der Einnahmen zeigt, dass Finanzen konjunkturabhängig
gewaltig schwanken und Planzahlen dadurch ungenau werden. Wie aus
inoffiziellen Quellen zu erfahren war, wird sich das Ergebnis 2010
nach vorsichtigen Berechnungen bei 6 Mio. € anstelle der geplanten
9,21 Mi. € bewegen. Das ist eine Abweichung von 35% und wirft die
Frage auf, wie belastbar die Planung für 2011 ist. Auf
jeden Fall erscheinen strukturelle Maßnahmen und eine andere
Vorgehensweise im Bereich der Stadtentwicklungsplanung zur
Verbesserung der Einnahmenseite besser angebracht als sich kaputt zu
sparen. Das wird sich zwar erst in ein bis zwei Jahren auszahlen,
dafür aber umso nachhaltiger. Neuer
Aspekt ein Verwirrspiel? Monika
Vogel von den Grünen bringt einen neuen Aspekt ein: "Nicht
mehr zeitgemäße Strukturen" müsse man im Zusammenhang mit
den Sparvorschlägen anpacken. Sie spricht von Visionen als seien
sie vorhanden. Davon merkt man aber im Sparpapier nichts. Das
Argument, es gehe um Verbesserungen, die mit Einsparungen einher
gingen, steht auf schwachen Beinen. Wenn das so wäre, dann hätten
ja in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses die
Fachbereichsleiter genau diese Verbesserungen als Argumente
vorstellen können. So aber übernahm der Bürgermeister
höchstpersönlich das Argumentieren. Dabei war mit keinem Wort von
"Verbesserungen" die Rede. Inwieweit
das Sparen und Optimieren über alle Bereiche hinweg der Kinder- und
Familienbetreuung zugute kommen soll, bleibt nebulös. Die Grünen
sollten sich jetzt nicht mit taktischen Spielchen abgeben, sondern
klar Farbe bekennen. Visionen müssen reifen und sind nicht auf
Kommando abrufbar. Bis dahin muss der Schwerpunkt auf dem Erhalt des
Status Quo liegen. "Komm
zu mich, ich
lern dich Deutsch" So
ungefähr könnte der Satz lauten, den zukünftig noch mehr junge
Leute mit ausländischen Wurzeln nach ihrem vergeigten
Hauptschulab- schluss an ihre jüngeren Landsleute richten.
Anschließend schließt sich hinter ihnen die Tür zur Zukunft. Wir
produzieren Hartz- IV-Empfänger, indem wir ihnen den Schlüssel zum
Leben nehmen - die Chance, die deutsche Sprache umfassend zu
erlernen. In
Maintal sollen knappste Zuschüsse zum Deutsch-Unterricht für
Kinder mit Migrationshintergrund gestrichen werden, um Fehler des
Magistrats zu kompensieren, die sich zu einem Schuldenberg
aufgetürmt haben. Das wirft die Frage auf, wie strategisch unsere
Kommunalpolitiker überhaupt denken können, wenn sie Wirkungen
verdrängen, die in einigen Jahren ein Vielfaches kosten werden.
Gott sei Dank gibt es auch noch Politiker und Parteien, die das
rechtzeitig erkannt haben und dagegen Front machen. Für die ist es
eine leichte Übung, in der Maßnahme des Magistrats die Handschrift
von CDU und FDP zu erkennen. Dahinter steckt eine Bildungspolitik,
die etwas mit Gesellschaftsveränderung zu tun hat. Bürgermeister
Rohrbach reicht den Schwarzen Peter indessen an den Schulträger
weiter und verweist auf den Ausstieg des MKK aus der
Sprachförderung, obwohl er weiß, dass die Langzeitfolgen doch den
Maintaler Haushalt treffen. Derweil reden sich Lehrkräfte und
soziale Einrichtungen den Mund fusselig, um die kommunalen
Betonköpfe weich zu klopfen. Diese sind jedoch zu Standbildern
erstarrt, die sich ein Schild mit der Aufschrift umhängten: "Heute
keine Denkprozesse!" Flurschaden
ist riesig Die
Bürger schalten sich regelmäßig in die Debatten ein, um Einfluss
zu nehmen, wie man den Leserbriefen entnehmen kann, die den Maintal
TAGESANZEIGER erreichen. Aus ihnen spricht immer häufiger
blanke Enttäuschung und Unverständnis, wie solche
Kommunalpolitiker nur haben gewählt werden können. Politiker, die
Kinder ausbaden lassen, was sie selbst verbockt haben, zeigen sich
stur und uneinsichtig. Dabei wurden deren Wähler rechtzeitig
gewarnt - wie man sieht: erfolglos! Trotzig
werden sie sich am Montag wieder gegenüber sitzen und ihre
abgeleierten Argumente bringen, die in die Irre führen. Das
Schlimme ist, dass derzeit viele zuzugs- und abwanderungswillige
Familien genau dieses Trauerspiel interessiert verfolgen und
Schlüsse daraus ziehen. Der Magistrat und die ihn stützenden
Fraktionen sind sich des Flurschadens offenbar nicht bewusst, den
gerade sie anrichten. Erkenntnisveranstaltung? Die
Grünen kündigen für Dienstag eine Diskussion über Bildung an und
werden sich an ihren Beschlüssen des Vortages messen lassen
müssen. Oder sollte das bereits ein Fingerzeig auf das Votum sein?
Einmal mehr steht an diesem Tag die Glaubwürdigkeit auf dem Spiel. |
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Finanzen,
Konsolidierungsprogramm, Sparen |

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Gegen
Umweltschutz Aus
der Sicht einiger Fraktionen ist der Widerstand der Region gegen den
Ausbau des Kohle-Kraftwerks Staudinger Nonsens und nicht wert, dass
man ihn unterstützt. So könnte man angesichts des Beschlusses der
Stadtverordnetenversammlung denken. Hat E.ON nicht mehrfach und
ausführlich dargelegt, welcher Segen dieser umweltfreundliche Umbau
für die Region ist. Energieversorger lügen doch nicht - oder? Natürlich
lügen sie nicht, sie benutzen ihre Argumente nur sehr verdreht.
Für ihre politischen Unterstützer, zu denen hauptsächlich CDU und
FDP zählen muss genügend Spielraum für Interpretationen bleiben.
Nun setzten die Grünen noch vor der Wahl den Hebel an, um zu
dokumentieren, dass sie in diesem Punkt zu ihren Wurzeln stehen.
Prompt "platzt" das Jamaika- Bündnis. Interessant ist,
dass CDU und FDP dazu die Stimmen der REPs benötigten und dankend
annahmen. So ist es immer wieder möglich, für die Energiekonzerne
Allianzen zu bilden. Noch
ist die Sache nicht vom Tisch, denn vorläufig wurden nur nicht die
formalen Kriterien der "Dringlichkeit" anerkannt. Damit
erlagen auch die Grünen einmal den Formalprinzipien, wie es auch
der WAM schon oft erging. Ordnung muss sein, wenn sie obendrein
Interessen unterstützt. Der Bürger versteht das mehrheitlich nicht
und meint, CDU und FDP seien grundsätzlich dagegen. Sind sie das? Andere
Interessen Die
WAM bedauert mal wieder die Lobbyarbeit einiger Parteien. Sie wird
wohl nicht von Energiekonzernen profitieren, sonst könnten sie
deren Motivation verstehen. Der Fisch stinkt am Kopf. In Darmstadt
sitzt ein FDP- Mann als Regierungspräsident, der über jeden
Richterspruch erhaben Genehmigungen und Teilgenehmi- gungen erteilt.
Auch unter anderer Führung waren die Entscheidungen des
Regierungspräsidiums noch nie neutral und ausgewogen. Es ist ein
politisches Instrument, das rigoros genutzt wird. Maintal ist
ebenfalls von diesem Regierungspräsident abhängig. Da macht
man sich doch nicht unbeliebt! |
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Ökologie,
Umwelt, Energiepolitik |

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Rette
sich, wer kann...
Vier
Wochen vor der Wahl liegen die Nerven bei der CDU blank, die FDP
wankt und die Grünen können sich über ihre Erneuerungsposition
freuen. Wenn sie sich von einigen abstrusen Positionen
verabschieden, dann wird ihnen das als Lerneffekt zugestanden.
Die
Sportstätte in der grünen Mitte ist eine der bisherigen
Hauptprojekte der Politik von CDU, FDP und den Grünen. Das Projekt
ist jedoch in der Bevölkerung höchst umstritten, nicht zuletzt,
weil es in der momentanen Finanzsituation Maintals zunächst zu
einer hohen Kreditaufnahme und der Erhöhung der Zinslast führt.
Ferner handelt es sich um einen gewaltigen Eingriff in geschützte
Naturbereiche, die zudem zu den Poldern gegen das Hochwasser
gehören. All das wurde bisher von den genannten Parteien
missachtet. Da man aber die Meinung vieler Bürger und Wähler nicht
einfach so übergehen kann, bauten die drei Parteien in ihre
Wahlprogramme Hintertürchen ein, durch die sie sowohl flüchten als
auch wieder eintreten können. Zumindest die CDU nutzt angesichts
der miesen Chancen für die Wahl dieses Türchen. Wer glaubt, dass
alle Eigentümer der fraglichen Flächen in der grünen Mitte am
gleichen Tag ihre Absagen erteilten, irrt. Diese Entwicklung war
schon länger absehbar. Warum sollten sich die Eigentümer auch mit
Almosen abspeisen lassen, wenn die damit verbundenen
Austauschflächen an der Eichenheege für den 40-fachen Preis den
Besitzer wechseln. Die Flächen in der Grünen Mitte müssten im
Rahmen des Projekts ohnehin umgewandelt werden, sodass sie dann den
20-fachen Wert besitzen. Wer ist schon so blöd? SPD
und WAM sind gut beraten, jetzt nicht zu jubilieren, denn das riecht
nach einer Wahlkampf-Finte. Auch bei den Grünen nimmt das etwas
Druck aus dem Kessel. Die Einzigen, die den Kessel weiter befeuern,
sind die Freien Demokraten. Wie in vielen anderen Situationen nehmen
sie erneut die Rolle der enttäuschten Kämpfer ein, die es
einzig auf die sinnvolle Nutzung (den Ausverkauf) des städtischen
Besitzes anlegen, um Haushaltslöcher zu stopfen und ein wenig
Gestaltungsspielraum für Investoren zu erzeugen. Das
markanteste Signal, das von dieser Nachricht ausgeht, ist das
Zerbröseln der Allianz zwischen CDU, FDP und den Grünen. Wer jetzt
wie Position bezieht, wird lange Zeit auch daran gemessen
werden. Ehrliches Handeln ist nun oberstes Gebot. Die Bürger wollen
ernst genommen werden und sind das schlitzohrige Taktieren satt. SPD
und WAM haben momentan in der Wählerschaft die Nase vorn und die
Grünen können zu ihnen aufschließen. CDU und FDP sind dagegen im
Tief. Auch wenn die Bundespolitik weit weg zu sein scheint,
dürfte auch der Berliner Wind kräftig in die Maintaler Wahlbüros
wehen. Das hat man inzwischen erkannt und gibt sich zumindest bei
der geplanten Sportstätte einsichtig. Vorsicht ist angebracht!
Hintertür
nicht verschlossen Der
Artikel vom 25.02.2011 in der Frankfurter Rundschau, in dem
einige Zusatzstatements enthalten sind, verstärken den Eindruck,
dass es sich bei dem Eis, auf das man das Projekt des Sportplatzes
in der grünen Mitte angeblich legte, aus Softeis besteht und
höchstens einen Monat gekühlt haltbar ist. Was sind bei einer
Denkperiode von über sechs Jahren vier Wochen, in denen man ohne
Aktivitäten "nachdenken" will?! Nach
wie vor hält der Bürgermeister an seinem Prestigeobjekt fest und
untermauert es mit allen Argumenten. Bedenklich
ist die Unredlichkeit, mit der Angelika Feuerbach politisch
argumentiert, wenn sie behauptet, die SPD sei 2006 noch für die
Sportstätte gewesen. Das ist nachweislich nicht der Fall. Die SPD
befürwortete 2006 Untersuchungen zur Klärung, für
die Geldmittel benötigt wurden. Das ist ein großer Unterschied. Erhard
Rohrbach verniedlicht das natur- schädliche Problem
damit, dass davon nur ein ganz kleiner Teil der der grünen Mitte
betroffen sei, als würde man nur an einer Riesenpizza knabbern. Er
stilisiert dabei seinen Sportplatz mit modifizierter Freizeit-
umgebung zum "wichtigen Standort- vorteil" hoch. Zweifel
kommen schon dadurch auf, weil man sieht, wie schädlich er an
anderer Stelle mit echten Standortvorteilen wie der Kinder- und
Familienfreundlichkeit umgeht. Die
Hintertür steht also sperrangelweit offen, bis die Wahlkampfhatz
vorüber ist. Solange Maintals Grüne an der Idee des Freizeitparks
festhalten, ist das Projekt noch nicht vom Tisch. Nach der Wahl kann
das Gespenst der Enteignung Gestalt annehmen, weil mit dem wichtigen
Standortvorteil argumentiert werden kann. Wenn man das beabsichtigt,
dann sollte es der Bürgermeister vor der Wahl sagen. SPD und WAM
wären gut beraten, wenn sie zwischenzeitlich den Hebel an der
Eichenheege ansetzen würden. Die
Angst des Tormanns vor dem Elfmeter Vier
Wochen vor dem Wahltag wird es der einen oder anderen Partei mulmig.
Zu viel Druck ist im Kessel und es ist zu früh das schlimmste
eingetreten, was Politiker fürchten: Die Wähler sind
aufgewacht. Geweckt vom Stadtelternbeirat und sozial engagierten
Gruppen, von unseren ausländischen Mitbürgern, der Presse und
anderen Quellen bilden sie sich zunehmend ihre Meinung und
überlegen sich, an welcher Stelle welche Kreuzchen am sinnvollsten
wären. Bei der CDU trat zuerst das extrem flaue Gefühl auf, wohl
bewusst, dass man heuer als Kandidaten zusätzlich nicht viel in die
Waagschale zu werfen hat. So muss sogar der Bürgermeister die Liste
anführen, der gar nicht antreten wird. Die vorrübergehende
Denkpause, die verkündet wurde, ist ein weiterer trauriger
Ausdruck der Hilflosigkeit. Blackbox
Eichenheege Norbert
Schumacher aus Dörnigheim will endlich wissen, was überhaupt an
der Eichenheege geplant ist. Solange das nicht bekannt ist, muss man
mit allem rechnen. Normalerweise kann man davon ausgehen, dass sich
die Objekte an der Umgebung orientieren und das ließe sogar
befürchten, dass dort auch Hochhäuser entstehen könnten. Immerhin muss der
Baugrund so viel Gewinn abwerfen, dass man davon ein Stadion und
einen Freizeitpark bauen kann. Zumindest wäre das mit einer kurzen
Bauzeit verbunden und die Bedenken von Herrn Schumacher hielten sich
in Grenzen. In
Maintal wird jedoch alles taktisch und scheibchenweise entschieden.
Erst kommt das Luftschloss und dann der Preis, der dafür zu zahlen
ist. Beides zusammen würde unsere Politiker auch überfordern.
Vielleicht gingen sie deshalb ja noch nicht der Frage nach der
Bebauungsplanung auf den Grund. |
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Sportplätze
und Freizeitanlage in der grünen Mitte |

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25.02.1011
Jörg Andersson
Maintal
Grüne
Mitte steht auf der Kippe
Gut
zwei Jahre nach dem Grundsatzbeschluss für den Bau der Sport-
und Freizeitanlage "Grüne Mitte" steht die
Finanzierung des Projektes auf der Kippe.
Hintergrund:
Eine Reihe von Grundstücksbesitzern ist nicht bereit,
Flächen zum Preis von zehn Euro pro Quadratmeter zu
verkaufen, den ein Gutachter- ausschuss festgelegt hat. Laut
Bürgermeister Erhard Rohrbach (CDU) handelt es sich im
Wesentlichen um drei zentral liegende Eigentümer, die 15 Euro
und mehr verlangten. Weil es mit dem Magistrat nicht zu
Nachverhandlungen kommen werde, sei das Projekt "derzeit
nicht realisierbar".
"Damit
wird das gesamte Projekt in Frage gestellt", kommentiert
CDU- Fraktionschefin Angelika Feuerbach die Situation. Eine
Bezahlung über dem Gutachterwert sei kein Thema und würde
zudem automatisch Nachforderungen anderer Eigentümer zur
Folge haben. Damit gerate die gesamte Finanzierung ins Wanken.
Die
CDU spricht von einer Denkpause. Nun
gelte es, abzuwarten ob die Eigentümer eine andere
Entscheidung treffen oder neue Lösungswege zu finden.
Finanziert
werden soll die "Grüne Mitte" über den Verkauf der
Sportanlage des FC Germania Dörnigheim an der Eichenheege.
Das Grundstück soll als Bauland vermarktet werden, weil die
beiden alten Fußballplätze sanierungsreif sind und das
Gelände wegen Lärm und Parkplätzen in einem
konfliktträchtigen Anwohnerumfeld liegt. Auch fehlt der Stadt
Geld, das Dörnigheimer Gelände und andere veraltete
Sportstätten zu renovieren. Ende 2008 hatten die Sportler
einem Umzug unter der Prämisse zugestimmt, in der Grünen
Mitte vergleichbare Bedingungen vorzufinden.
"Wir
halten den Bau einer Sport- und Freizeitanlage neben dem
Schwimmbad nach wie vor für eine gute Entscheidung",
betonen die Christdemokraten und erinnern, dass 2006 auch noch
die SPD dieser Idee zugestimmt habe.
Zuletzt
waren die Sozialdemokraten auf Distanz gegangen. Unter anderem
aus Landschaftsschutz-Bedenken. Zudem aus der Erwägung, das
Areal würde durch die Einzäunung von Germania-Gelände
seinen öffentlichen Charakter verlieren. Zu den Gegnern
gehört ferner die Wahltalternative Maintal (WAM), die stets
ein teures "Prestigeprojekt" rügte.
Die
"Grüne Mitte" ist von einem Frankfurter
Landschaftsarchitekturbüro als "naturnahes,
landschaftliches Freizeitsportgelände" konzipiert
worden. Das
Sportgelände umfasse mit knapp 60000 Quadratmetern nur einen
kleinen Teil der Grünen Mitte, die mehr als 2,4
Millionen Quadratmeter umfasse, argumentierte Rathauschef
Rohrbach.
Der
Sport- und Freizeitpark sei ein wichtiger Standortfaktor,
unterstrich der Bürgermeister, der weiter hofft, das
"Vernunft und Einsicht" obsiegten. Ohne
attraktive, zentrale Anlagen drohten den Maintaler
Sportvereinen, die im Jugendbereich vielfach bereits
Spielgemeinschaften gründen müssten, Nachwuchsprobleme.
Die "Grüne Mitte" mit ihren Schwimmbad-Parkplätzen
vertrage eine Doppelnutzung. In dem auf mehr als vier
Millionen Euro Baukosten geschätzten Projekt sollen
Naturbikerbahn, Skateranlage, Kletterwand,
Abenteuerspielplatz, Rasenspielfelder oder Ähnliches
integriert werden.
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Woche
vom 28.02. bis
06.03.2011
Jetzt noch 3 Wochen bis zur Wahl
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"Maintal
Helau! - Sparpaket Helau! - Kommunalwahl Helau!"
Der
Auftakt dieser Woche ist der zweite Teil der
Stadtverordnetenversammlung, in dem das Sparpaket beschlossen oder
zur Kenntnis genommen wird. Wenn sich die politischen Kräfte
Maintals, die sich allen Gesellschaftsschichten verbunden fühlen,
nicht die Oberhand gewinnen, wird Maintal die härtesten sozialen
Einschnitte hinnehmen, die es je erlebte. Die Handschrift stammt vom
Bürgermeister höchstpersönlich. Und weil sich Bürgermeister Erhard
Rohrbach so großer Verdienste schuldig machte, wurde er
anlässlich der "Gala"-Sitzung der Karnevalgesellschaft
"Käwer" Hochstadt mit dem Prinzenorden für
besondere Verdienste im Männerballett ausgezeichnet. Damit setzt sie für zukünftige
Empfänger des Prinzenordens neue Maßstäbe. Noch unsensibler kann
ein Karnevalsverein gar nicht sein, wenn er vor der Wahl so
einseitig Ehrungen für Personen erteilt, die für soziale Grausamkeiten
stehen. Vielleicht sollte
damit ja ein akademischer Anspruch signalisiert werden, wie
ihn die Aachener Karnevalgesellschaft pflegt.
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In
Aachen wurde K.T. zu Guttenberg just zu dem Zeitpunkt geehrt, als er sein ethisch
bedenklichstes Ka- binettstückchen ablieferte. In Maintal ist es halt
Erhard Rohrbach nach seiner Bankrotterklärung Maintaler
Haushaltspolitik, die er ein Jahrzehnt lang mit seinen
Unterstützungsfraktionen gestaltete. |
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Mit dieser Ehrung wurde der
traditionelle Karneval auf den Kopf gestellt. Wo "die
Obrigkeit" sich der Kritik stellen sollte, wird im Wahlkampf
unverblümt für den Spitzenkandidat einer Partei Werbung betrieben
und sich demonstrativ auf die Seite gestellt, der man sich in
mehrerlei Hinsicht besonders verpflichtet fühlt. Ein
Narr, wer böses dabei denkt!
Entgegen
den Erwartungen wurde die Kerndebatte zum Sparkonzept bis zum Juni
vertagt, weil die Grünen noch Klärungsbedarf haben und erst noch
Vorgaben zur Mindestpersonalausstattung der Kitas einholen wollen,
um nicht über die Sparmaßnahmen hinweg wichtige Landeszuschüsse
zu verlieren, die für die besondere Qualität der Maintaler
Kinderbetreuung gewährt werden. In der Debatte wurde auch klar,
dass Maintal das strukturelle Defizit mit Sparmaßnahmen allein
genauso wenig ausgleichen kann, wie alle anderen Städte und
Gemeinden mit einer ähnlichen Bevölkerungs- und Gewerbestruktur.
Also ist hier der Hebel anzusetzen und Sparschäden sind tunlichst
zu vermeiden. Das ist aber noch nicht in allen Köpfen angekommen.
Es wird Zeit, dass das Parlament neu durchmischt wird. Der Wähler
hat es jetzt in der Hand, wie Maintals Probleme in Zukunft gelöst
werden.
Wenn
"neoliberal" zum Schimpfwort wird
Im
Maintal-Forum und auf dieser Website kam es wiederholt zur
Verwendung des Wortes "neoliberal" im Zusammen- hang mit
dem Auftreten der heimischen FDP, was wohl als Schimpfwort
verstanden wurde. Tatsächlich wurde es in einem missbilligenden
Zusammenhang verwendet und das aus gutem Grund. Neoliberalismus ist
ein weites Feld, das aus mehreren grundsätzlichen Sichten
betrachtet werden kann und muss. Seinen Ursprung nahm er in der Zeit
der ersten Weltwirtschaftskrise und war das genaue Gegenteil dessen,
was man heute landläufig darunter versteht. Der Begriff ist seit
den 60er Jahren im Wandel und seitdem mit der sozialen
Marktwirtschaft verbunden. Ende der 80er Jahre nahm der Begriff so
langsam die heutige Auslegungsform an, die auf Deregulierung und
Privatisierung setzt, um die öffentlichen Haushalte zu
entlasten.
Bezüglich
des Maintaler Haushalts stehen bei der Maintaler FDP vornehmlich die
Sozialleistungen in der Kritik. Fürsorge für die sozial
Schwächsten scheint erst und nur dann akzeptiert zu werden, wenn
die Lösung sozialer Bindungen unmittelbar bevorsteht. Akzeptiert
wird von der FDP nur akute Not. Neoliberale lehnen eine gerechtere
Verteilung gesellschaftlichen Eigentums und der sozialen Lasten ab.
Sozialstaatliche Maßnahmen, wie sie nach den Vorstellungen der FDP
in Maintal zurückgeführt werden sollen, bringen angeblich die
Tüchtigen und die Erfolgreichen um den Ertrag ihrer Arbeit. Mit
anderen Worten vertreten neoliberale Kräfte die Ansicht, dass es
sozial denkende Menschen stets auf das Geld anderer abgesehen haben,
um sie um den Ertrag ihrer Leistungen und Ersparnisse zu bringen.
Wie sonst konnte es zum Ausdruck "Verkommenheit der
Bürger" kommen? Neoliberale bekämpfen prinzipiell die
faktische Gleichheit und die soziale Gerechtigkeit. Sie wollen die
leistungsorientierte Bürgerschaft über ihre eigennützigen
Strategien hinweg vereinnahmen und finden auch genügend
gleichgesinnte Sympathisanten.
Interessant
ist allerdings, dass sich kein Neoliberaler selbst als solcher
bezeichnet, auch wenn er alle Kriterien erfüllt. Dabei war diese
Bewegung zum Entstehungszeitraum eine richtige Sache. Bedenklich
ist, was im Laufe der Jahrzehnte daraus wurde und heute eine Art
soziale Unkultur darstellt. Angeblich soll der Gegenpol zum
Neoliberalismus der Sozialismus und der Wohlfahrtsstaat sein. Beides
hat seine Befürworter. Es sind allerdings die Menschen, die aus all
dem erst das machen, was es heute ist - negativ besetzte Synonyme.
Viele Begriffe benutzt man im Unterbewusstsein als abfällige
Bemerkungen. Vielleicht sollte man drastischere Worte verwenden, die
keine Mehrfachdeutungen zulassen.
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Einmal
kommt für jeden die Stunde der Wahrheit
Heute
Abend. am 28. Februar könnte es im Bischofsheimer Bürgerhaus um 19
Uhr noch einmal hoch her gehen, wenn viele Maintaler Eltern und
sozial engagierte Bürgerinnen und Bürger zur Kenntnis nehmen
müssen, was der Haupt- und Finanzausschuss und die
Stadtverordnetenversammlung entscheidet. Noch nie wurden solch
gravierende Einschnitte im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit
vorgelegt, weil noch nie das vom Bürgermeister ausgewiesene Defizit
so hoch war. Wie hoch es tatsächlich ausfallen wird, kann man nur
erahnen. Es wird wahrscheinlich ebenso wenig eintreffen, wie alle
Defizite der Jahre zuvor. Auch die 9,2 Mio. € für 2010 werden
voraussichtlich nur ca. 6 Mio. € betragen und eine weitere
wirtschaftliche Verbesserung ist Fakt. Die Formel heißt seit Jahren
schlicht: Mit Defiziten Soziales bekämpfen! So
einfach kann Politik sein! Im
Ausschuss fiel
keine Entscheidung Die
Ausschussmitglieder tagten am Vormittag, gingen mit Erkenntnissen in
die Fraktionen und trafen sich vor der Stadtverordnetenversammlung,
um eigentlich zu einer Entscheidung zu kommen. Nach reiflicher Über-
legung
entschloss sich die SPD, dem Papier nicht zuzustimmen, nachdem
ihre Änderungsanträge abgelehnt worden waren. Der Ausschuss
kam zum Votum, dass die Personalseite des Bereichs der
Kinderbetreuung bis zum Juni nicht verändert wird und der
Fachbereich neue Konzepte zur Optimierung erarbeiten soll. Parallel
dazu reifen Überlegungen der Kommunen. gemeinsam gegen die zu
geringe Ausstattung mit Finanz- mitteln seitens der Länder und der
Landkreise vorzugehen. Beschlüsse dazu sind in den entsprechenden
Gremien im Laufe des März zu erwarten. Ferner wird geklärt, welche
personelle Mindestausstattung der Kitas für die Inanspruchnahme von
Fördermitteln vorgeschrieben ist. Die Grünen setzen auf neue
Konzepte, bei denen Kitas und Grundschulen stärker kooperieren, um
die Kinder effizienter an die Schule heran zu führen. Dabei spielt
die Einbindung der Eltern eine stärkere Rolle als bisher. Ein
wesentlicher Effekt soll darin bestehen, mit vorhandenen Mitteln
besser auszukommen. Damit
kommen die Parteien ohne Lösung über den Wahltermin hinweg. Bissige
Rededuelle ohne
Annäherung Der
zweite Teil der letzten Sitzung des alten Maintaler Parlaments war
im Grund genommen eine Farce und für Besucher eher verwirrend. Die
Redner versicherten sich des gegen- seitigen Unverständnisses und
ergingen sich in Schuldzuweisungen. In ihrer letzen Rede als
scheidende Fraktionsvorsitzende der CDU verteidigte Angelika
Feuerbach vehement das Sparkonzept, das ein wichtiger Beitrag
zur Konsolidierung sei. Karlheinz Kaiser verteidigte die
Haltung der SPD, welche das Konzept als unausgewogen ablehnt. Er
hielt dem Bürgermeister vor, die Bürger mit dem an alle Haushalte
verteilten Flyer getäuscht zu haben, indem behauptet wurde, die 1,9
Mio € seien bereits eingespart. Noch nicht einmal die Hälfte
davon sei beziffert, geschweige denn umgesetzt. Peter
Arendt, der ebenfalls aus- scheidende Fraktionsvorsitzende der
Grünen, führte aus, dass die Vorgabe der 10%-igen Einsparung an
die Fachabteilungen ergingen, um diese auf Machbarkeit zu
überprüfen und im Falle des Nichterreichens dies zu begründen,
damit das Parlament die richtigen Entscheidungen treffen könne.
Dort, wo es nicht möglich sei, 10% einzusparen, müssten andere
Überlegungen (Erhöhung der Gebühren) greifen. Ohne eine solche
Vorgabe würde sich jedoch gar nichts bewegen. Verkommenheit
der Bürger Ausschussmitglied Thomas
Schäfer von der FDP entfaltete daraufhin das Bild vom
nimmersatten Bürger, der immer mehr verlange und partout nicht
bereit sei, Einschränkungen hinzunehmen. Besonders die Vereine
würden immerzu fordern und wären nie zufrieden. Der neu
eingeleitete Bürgerbeteiligungsprozess sei ein Lichtblick und
erster Schritt zu mehr Eigenverantwortung. Wiederholt fiel das
Argument, dass man späteren Generationen keinen Schuldenberg
hinterlassen könne. In diesem Zusammenhang war sogar von
"Verkommenheit vieler
Bürger" die Rede. Die
erste substanzielle Rede des Abends hielt Jörg Schuschkow,
der Fraktionsvorsitzende der WAM, der mehr Sachlichkeit in
die Debatte brachte. Er zeigte auf, dass die WAM zwar in vielen
Punkten dem aktuellen Sparkonzept zustimmen könne, nur eben nicht
in den unsozialen Teilen. Er reklamierte auch den falschen Ansatz,
der dieser Konsolidierung zugrunde liegt. Mit dem Sparziel, das noch
nicht einmal erreicht werde, könne nur die Zinslast eines Jahres
ausgeglichen werden. Er fragte, wie die Konsolidierung in den Jahren
danach aussieht. Widerspüchliches Bürgermeister
Erhard Rohrbach stellte im Laufe des Abends selbst das Erreichen des
Einsparzieles infrage und gab die Unsinnigkeit der Zielsetzung zu,
als er auf den Befund des Landesrechnungshofes aus dem Jahr 2004
verwies, in dem attestiert wurde, dass Maintal sparsam verwaltet
würde und keine Ansätze zum Sparen gefunden worden seien. An
diesem Zustand habe sich bis heute nichts geändert. Also gibt es
eigentlich gar keine Potenziale, die man heben kann. Was soll also
seine Vorgabe von 10%? Verbissener
Schlagabtausch Für
die Besucher entspann sich dann eine interessante Debatte zwischen
Abgeordneten der zweiten Reihe, die in manchen Teilen sehr ins
Detail ging und auf Inhalten der Ausschuss- sitzung aufbauten, denen
die Besucher nicht beigewohnt hatten. Monika Vogel von den
Grünen ließ erkennen, dass es im Bereich der Kitas durchaus
Konzepte gibt, über die man nachdenken müsse, ehe abschließend
über Einsparungen entschieden werden könne. Einige sehr emotionale
Reden, die stark auf den ideologischen Fundamenten der Parteien
aufbauten, hatten durchaus Unterhaltungswert, brachten letztlich
aber keinen Umdenkprozess ingang. So
blieb es bei der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses, die
Personalfrage im Bereich 4 bis Juni auszusetzen. Bewusst
falsch verstanden Bürgermeister
Erhard Rohrbach griff nur an einem Punkt in die Debatte ein,
als er auf seine Art Herbert Hept von der WAM zurechtstutzte,
der dem Magistrat vorwarf, damals beim HÖHL-Gelände auf eine
Eigen- vermarktung und beim Braubach- Center auf Mehreinnahmen
verzichtet zu haben, was zu einer finanziellen Verschlechterung
geführt hätte. Erhard Rohrbach forderte Herbert Hept
barsch auf, nicht weiterhin zu monieren, man habe bei HÖHL auf
Ausgleichzahlungen verzichtet. Das
war aber gar nicht das Thema, sondern die verpasste Chance, laut
Vertrag das Gelände zum damaligen Verkaufspreis zurück zu nehmen,
zu erschließen und anschließend selbst zu vermarkten. Das war aber
von den Magistratsunterstützungsfraktionen abgelehnt worden, weil
man das der Verwaltung nicht zutraute und nicht den gleichen Mut
aufbrachte, mit dem andere Gemeinden satte Gewinne erzielen. Leider
blieb diese Fehlinterpretation sowie die barsche Zurückweisung
ungeahndet. Beim Braubach-Center seien die 100.000 €
Preisdifferenz übrigens längst wieder hereingeholt worden, meinte
Bürgermeister Rohrbach. Für nicht informierte Besucher bleib
dieser Fauxpas weitestgehend im Dunklen. "Ergebnisoffen"
- Folge
der Konzeptlosigkeit Wie
auch immer die Ausgangsbasis des Rohrbach´schen Sparziels von den
einzelnen Parteien bezeichnet wird, sie besteht aus Konzeptlosigkeit
und als peinlicher Ausgang eines Schnellschusses. Das haben sogar
CDU und Grüne erkannt. Die FDP sieht darin keinen Hinderungsgrund
für einen Scharfen Galopp, denn die Zeit für das politische
Überleben wird für die FDP knapp. Als der Kämmerer die
Einführung der kaufmännischen Buchführung als einen der Gründe
für die finanzielle Lage Maintals nannte, wurde klar, dass
bestimmte Arten von Buchungen am ausgewiesenen Defizit schuld sind
und die geklonte Darstellung von Zahlen zu Zerrbildern führt, die
von Stadtverordneten nur schwer entschlüsselt werden können. Es
ging stets um die Darstellung von Handlungszwängen, die geeignet
sind, politische Ziele umzusetzen. In diesem Jahr ging der Magistrat
zu weit, als er die Fachbereiche direkt in Zugzwang brachte und
diese dabei offenbarten, auf die Fragestellung gar nicht vorbereitet
zu sein und auch über keine Optimierungskonzepte zu verfügen.
Permanente Verbesserung von Strukturen und Abläufen ist aber eine
Führungsaufgabe. Nun müssen erst Konzepte erarbeitet werden, ehe
feststeht, dass die Fachabteilungen bereits am Limit arbeiten.
Zumindest werden sie das Signal der Politik nutzen. Die
Folgen werden Erhöhungen der Entgelte für Leistungen städtischer
Einrichtungen sein, die die ähnlich konzeptlose Streichorgie
"freiwilliger Leistungen" abrunden. Nennen wir also
das Erarbeiten von Konzepten in Hoppla-Hopp-Mainier als
Lösung "Ergebnisoffenheit". Den Grünen verhilft
das zu etwas mehr Luft vor der eigentlichen Entscheidung. Eines muss
dabei aber jedem Bürger klar geworden sein: Das
Sparziel 2011 ist ohne gravierende Verteuerungen städtischer
Leistungen nach der Wahl nicht zu erreichen. Haben
die Grünen den Schlüssel zum
Erfolg?
Viel
wurde in letzter Zeit über die Grünen geschrieben und sie selbst
hielten sich öffentlich bedeckt. Das war ihr gutes Recht, jedoch
taktisch recht unklug. Umso mehr schärfte sich der Blick auf sie
und umso stärker wurden die Zweifel an ihrer Fähigkeit zur
Erneuerung. Mit den Statements, mit denen sie nun an die Presse
gingen, bestätigen sie indirekt die ihnen bisher entgegen
gebrachten Ressentiments. Bei der Behauptung, die Grünen stünden auch
nach dem Weggang ihres Fraktionsvorsitzenden für eine verlässliche,
zukunftsorientierte grüne Politik, stören besonders die
gelb markierten Worte, weil genau das in der Vergangenheit sehr oft
nicht der Fall war. Auch ist es albern, stark
herauszustreichen, dass Peter Arendt seine Partei im Haupt-
und Finanzausschuss so vertrat, wie man es von einem
Fraktionsvorsitzenden erwartet. Er spielte lediglich seine Rolle bis
zum Schluss wie seine Amtskollegin Angelika Feuerbach.
Wenn
Peter Thrun meint, Maintal entginge beim ausgewiesenen
Defizit den Auflagen der Kommunalaufsicht, so ist das blauäugig.
Positiv ist die angestoßene Initiative zu sehen, dass sich die
Fachabteilungen nun mit Optimierungskonzepten befassen um damit der
schmerzhaften Selbst- beschneidung entgegen zu wirken. Das könnte
ein Schlüssel zum Erfolg sein. Ob er das allerdings angesichts der Zielvorgaben sein wird, ist in der Tat
"ergebnisoffen".
Unverständnis
wächst
Die
Wähler haben es momentan nicht leicht, die Vorgänge in der
Maintaler Politik richtig einzuordnen. Vielleicht liegt es daran,
dass Arbeitsweisen des Berufslebens anders als die der kommunalen
Verwaltung und der politischen Gremien gestaltet sind. Das Denken
fängt hier meistens erst dann an, wenn ein Problem eintritt.
Vorsorgliches Querdenken und das Erarbeiten von Alternativen ist
nicht ausgeprägt, deshalb fehlen auch die dafür erforderlichen
Grundlagen. So kommt es, dass man in Maintal seit Jahren Zuschüsse
kassiert, ohne die Voraussetzungen genau zu kennen. Das versteht
kein normaler Bürger.
Tschüss
und weg!
Viele
Jahre prägten Angelika Feuerbach und Peter Arendt die
Maintaler Kommunalpolitik, hielten ihren Arbeitsaufwand und erlebte
Selbstbestätigung in der Waage. Nun traten sie von der politischen
Bühne ab. Beide versuchten, die Felder für ihre NachfolgerInnen zu
bestellen. Zumindest lassen die an ihre Stelle tretenden Personen
nicht erkennen, sehr viel verändern zu wollen. Ob dadurch wirkliche
Löcher entstehen, wird man sehen. Beide verdienen unseren Dank,
sich in ihrer Freizeit intensiv mit unseren Problemen befasst zu
haben - wenn auch nicht immer mit dem von uns gewünschten Ergebnis.
Nur wer nichts macht, macht keine Fehler.
Große
Sprünge
mit
leerem Beutel
Der
Leserbrief im MTA von Jürgen Malbrich trifft zwar den Kern
der Sache, zerstört aber gleichzeitig die Hoffnung und Zuversicht,
dass es für Maintal eine bessere Zukunft geben könnte. Das wird
die Verdrossenheit fördern und noch mehr Menschen von der Wahl
abhalten. Die Wähler müssen sich ja nicht für Parteien
entscheiden, die für große Sprünge mit leerem Beutel bekannt sind
und Prestigeobjekte umsetzen wollen, die sich Maintal gar nicht
leisten kann. Es wäre schon gut, wenn man sich in Zukunft der
finanziellen Verlockung kritisch stellen würde, Maintal immer
höher zu verschulden, nur, weil hohe Zuschüsse winken. Maintal
kann es sich nicht leisten, politische kurzfristig die Wirtschaft zu
subventionieren, um anschließend langfristig Schulden abzutragen,
während sich die Wirtschaft längst erholt hat.
Interessant
wird aus diesem Grund das Thema "Schuldenbremse", über
das zur Kommunalwahl ebenfalls entschieden wird. Maintals Grüne
nahmen sich nun des Themas an.
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Letzte
Stadtverordnetenversammlung vor der Wahl |
Bilder
vom 28. Februar 2011
Vor
der Stadtverordnetenversammlung tagte der Haupt- und Finanzausschuss

Im
Eingangsbereich sammelten sich die
Eltern
Monika Böttcher im Gespräch mit Erhard Rohrbach

Rege
Diskussionen vor dem Beginn der Stadtverordnetenversammlung

Die
Zuschauer verfolgen gespannt die Stadtverordnetenversammlung

Peter
Arendt verteidigt das
Sparprogramm
Jörg Schuschkow stellt Sachverhalte klar
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Sturm
der Entrüstung blieb beim Publikum aus
Mit
großer Geduld verfolgten die Besucher, darunter viele Eltern
und Erzieherinnen, die Debatte. An mehreren Stellen brandete
Applaus auf und auch Zwischenrufe waren zu hören. Diese
Reaktionen beeinflussten durchaus die Redner, die sich in
weiten Teilen mehr an die Besucher als an ihre
Abgeordnetenkollegen wandten. So mussten einige Redner
unbedingt loswerden, dass die Debatte offensichtlich für den
Wahlkampf missbraucht werde. Mag sein - aber einige
Redebeiträge verstärkten geradezu die bestens bekannten
Ideologien, wie die der FDP, die wohl am weitesten von den
Bedürfnissen der Mehrheit der Bürger entfernt ist. Man
gewann beim Argument, man könne den Kindern keinen so hohen
Schuldenberg hinterlassen, den Eindruck, dass ausschließlich
diese Zielgruppe den Schuldenberg abzutragen hätte und nicht
diejenigen, die von der Umverteilung der letzten Jahre am
stärksten profitierten. Doch auch hier bleib ein Sturm der
Entrüstung aus, weil das für die Bürger nicht neu war. Bei
den Besuchern erfüllten alle Parteien eigentlich die in sie
gesetzten Erwartungen, auch wenn sie weiß Gott nicht die
Wunschvorstellungen erfüllten. Für die Grünen ergaben sich
aus der Debatte keine publikumswirksamen Nachteile, weil sie
vermitteln konnten, dass die zeitliche Verschiebung Chancen
auf inhaltliche Verbesserungen eröffnen würden. Dabei wurde
jedoch allzu oft auf Gebührenerhöhungen als Alternative zu
Einsparungen verwiesen. Das dicke Ende kommt also noch - nur
nach der Wahl!
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Hastige
Pendler
Das
zentrale Maintaler Entrée, der Bahnhofsvorplatz in Dörnigheim,
wurde am Donnerstag gleich von zwei Interessengruppen genutzt. Die
Stadtleitbildgruppe "Maintal Entrée" stellte im alten
Bahnhofsgebäude den Fortgang der Beratungen vor und die SPD
stürzte sich mit Würstchen und Getränken auf die Pendler, um sie
mit Informationen rund um die Maintaler SPD-Politik zu versorgen.
Mit Karl-Heinz Kaiser, Sebastian Maier, Jochen
Späth, Dr. Jochen Schild und Janna Ulrich, die
für die SPD im Kreistag kandidiert, waren Ansprechpartner
vertreten, die im Fall ihrer Wahl ihr Mandat auch annehmen
werden. Im
Bahnhofsgebäude entspannen sich derweil interessante Gespräche
rund um die Bahnhofsumgestaltung. Die Informationen können auch im
Internet auf den Seiten der Gruppe im Stadtleitbildprozess abgerufen
werden. Politiker und Aktivisten litten etwas unter der Hast, mit
der die Pendler nach Hause strömten. Echte
Bürgerbeteiligung Nun
hat Markus Heber, der den Listenplatz 2 der Maintaler CDU
einnimmt, doch noch ein Thema gefunden, mit dem er von Wählern
wahrgenommen werden kann. Er macht sich zusammen mit seinem
Parteikollegen Götz Winter derzeit um die Versorgung der
Hochstädter mit schnellem Internet stark. Die eigens gegründete
Bürgerinitiative, der auch Olaf Lochmann von der
Agendagruppe Mobilfunk angehört, ist auf einem guten Weg. Die
Gruppe macht nicht nur im Rathaus Dampf, sie schaufeln auch die
Anbieter durcheinander, spielen sie gekonnt gegeneinander aus und
werden am Ende hoffentlich erfolgreich sein. Interessant
ist, dass die CDU, die lange Zeit die hilflose Argumentation des
Bürgermeisters zu erfolglosen Gesprächen mit der TELEKOM hinnahm
und die Bedeutung des schnellen Internets als wichtigen
Standortvorteil ignorierte, nun endlich aufwacht. Mit diesem Thema
könnte die CDU jetzt sogar im Wahlkampf punkten, wenn sich bis zur
Wahl noch Erfolge abzeichnen und es der CDU gelingt, das Thema
erfolgreich zu besetzen. Es wäre ein erster Sieg echter
Bürgerbeteiligung, welche so bisher nie gewollt und möglich war. |
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Stadtentwicklung,
Wahlkampf, schnelles Internet |
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Blamage
des Magistrats
Es
dauerte eine ganze Woche, bis der Maintal TAGESANZEIGER seine
Gedanken zu dem, was am Montag im Parlament und im Ausschuss
passiert war, restlos sortiert hatte. Die Analyse fällt umso
vernichtender aus. Eigentlich hätte Lars Erik Gerth den
Kommentar inhaltlich schon am Dienstag schreiben können, es geht
aber eben im Verlagshaus recht stressig zu. Nun ist zu lesen, was
eigentlich jeden Wähler bewegen und zum Nachdenken anregen müsste.
Die Erkenntnisse sind vielfältig und zeigen, wie derzeit in Maintal
Politik "gemacht" wird. Es geht weniger um weittragende
Sachentscheidungen, sondern um Trennschärfe. Während CDU, FDP und
Grüne ihre eigene Trennschärfe zur Wahrnehmung pflegen, versuchen
SPD und WAM, das andere Lager bei den Bürgern ins Meinungsabseits
zu manövrieren. Mit was ginge das besser, als die Qualität der
Arbeit des Magistrats in den Fokus zu rücken, der von CDU, FDP und
Grünen so tatkräftig unterstützt wird. Einmal mehr wird sichtbar,
wie sehr man die Arbeit des Magistrats kontrollieren muss, um mit
den politischen Entscheidungen die richtigen Schritte einzuleiten.
Nun stehen sie nach ihrer vorzeitigen Ja-Sagerei vor dem Dilemma,
erst einmal vom Magistrat belastbare Hausaufgaben einzufordern.
Jeder blamiert sich so gut erkann. Beim
Geld hört Moral auf Es
ist schon bezeichnend für CDU und FDP, die Hausaufgabenhilfe und
die Deutschkurse für Kinder mit Migrationshintergrund streichen zu
wollen. Aufgrund des Aufschreies in der Bevölkerung und der
Intervention der politischen Gegner unternahmen sie zusammen mit den
Grünen jetzt den Versuch den Schaden zu begrenzen. Das soll
signalisieren, dass man die Notwendigkeit durchaus sieht, nur diese
Kosten auf andere Schultern verteilen will. Man gewinnt den
Eindruck, dass Kinder zum Spielball der Interessen werden und
Kräften ausgesetzt werden, gegen die sie sich selbst nicht wehren
können. Irgendwie hat das etwas Unanständiges und ist unserer
Kultur nicht würdig. Wer will aber von Politikern auch noch Ethik
und Moral erwarten!?
Gewerkschaft
mahnt zur Vernunft
Manchem
Bürger geht es gegen den Strich, wenn sich Gewerkschaften in
kommunale Probleme hängen, doch wenn es um Arbeitsplätze geht,
sind die Gewerkschaften die Einzigen, die Arbeitnehmer effektiv
unterstützen können. So zeigt ver.di Hanau
alle Facetten des Sparprogramms auf, das in Summe die Einsparung von
11 Mann-Jahren bzw. Personen ins Auge fasst. Und das sollen erst 50%
der Einsparungen sein. Die Arbeitnehmervertretung bezweifelt, dass sich
bei einem derart starken Personalabbau die Qualität der
Kinderbetreuung und die gute Vorbereitung auf das Leben aufrecht erhalten
werden kann. Seit
Jahren ist der Sozialbereich der Hauptangriffspunkt von CDU und FDP und Bürgermeister Rohrbach liefert mit seinen
jährlichen überzogenen
Defizit-Prognosen die Steilvorlagen. Die gleichen Parteien betreiben
auch die schleichende Privatisierung und setzen mit falsch
verstandener Bürgerbeteiligung darauf, Lasten der Kommune auf
Schultern der Vereine und ehrenamtlich tätigen Personen zu
verlagern. Es werden auf dreiste Art Schein-Notwendigkeiten
konstruiert, um zum politischen Ziel zu kommen. Dabei gerät allzu
oft das Augenmaß und die Verhältnismäßigkeit aus dem Lot. Hoffnungsträger für
einen Tag Am
Montag meldete sich die Neu- Grüne Elke Nagel mit neben
stehendem Leserbrief zu Wort, um aus ihrer Sicht den in den letzten
Tagen entstandenen Eindruck zu korrigieren. Mit ihren Argumenten
gibt sie allerdings einen bedenklichen Einblick in die
Gestaltungskraft der Neuen bei den Grünen, die sehr von der
Dominanz von Peter Arendt und Monika Vogel limitiert
wird. Dabei ist doch klar, dass es wohl schwere Fehler der Alt-Grünen
waren, die sie derart im öffentlichen Ansehen abgleiten ließen. Was Frau
Nagel harmlos als "am Rockzipfel der CDU hängen"
bezeichnet, ist wohl mehr die starke Haftung eines Kaugummis, die dauerhaft Spuren
hinterließ. Die Haltung zum Sparpaket
wird zeigen, was wirklich Sache ist. Solange gelten die Grünen noch einen
knappen Tag als Hoffnungsträger. Liberaler
Opportunismus Mit
wem ich mich auch in den letzten Tagen unterhalte, immer wieder
höre ich, dass die FDP als die wahren Brunnenvergifter Maintaler
Politik angesehen werden. Sie befruchten die inhaltsleere Politik
der CDU und setzen gefährliche Akzente. Allzu einseitig ist die
Politik auf Bürger ausgerichtet, die ganz gut ohne soziale
Leistungen auskommen. Schön für sie! Dann sollten auch nur diese
Bürger die FDP wählen. Bundesweit wollen das nur noch 5%. In
Maintal gibt es keine prozentuale Hürde. Dort wird die FDP wieder
im Parlament vertreten sein. Ob ihr dann noch ein Platz im Magistrat
zustehen wird, bleibt allerdings abzuwarten. Wenn
man die Leserbriefe des Ehepaars Eimer aus Dörnigheim richtig
versteht, so sollen die akuten Einsparungen auf dem Weg der
Verlagerung auf Privatpersonen, auf Eltern, Ausländer oder
gemeinnützige Institutionen erreicht werden. Das wirft die Frage
auf, was mit dem so eingesparten Geld geschieht. Vermutlich soll damit genau so weitergewurstelt werden wie bisher. Interessant
ist, dass die Konsolidierungsvorschläge von SPD und WAM gar nicht
gesehen werden. Vielleicht spielen sie sich ja in Regionen ab, in
die CDU und FDP noch nie vorgedrungen sind. Wenn es um das Große
und Ganze geht, dann kommen aus dieser Ecke lediglich
Privatisierungsideen. So wird - sollten diese Parteien in Zukunft
die Maintaler Politik bestimmen - das Schwimmbad wieder auf die
Agenda kommen - jetzt, wo es saniert ist. Dass Maintal wachsen muss,
um die Fixkosten der Stadt auszunutzen, wie es SPD und WAM
vorschlagen, ist der einzige Weg aus der Misere. Das
Thema Sprachförderung in den Kitas und der Grundschule wird immer
häufiger von "liberal denkenden" Bürgern in eine andere
finanzielle Ecke geschoben. Die Ausländer sollen selbst dafür
aufkommen, wenn sie sich schon in unserem Land befinden. Das ist
Opportunismus pur und zielt auf Fremdenfeindlichkeit ab. Opfer sind
die Kinder, weil sie keine Lobby in der Politik haben. |
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Finanzen,
Konsolidierungsprogramm, Sparen |
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"De
HESS
lacht
zur
Fassenacht!"
Verkauf
der schönen Braut
Das
war sicher ein ganz großer Tag im Leben des Spitzenkandidaten der
Maintaler CDU, dass er seine längste Verkaufsverhandlung
rechtzeitig vor der Wahl zum Abschluss bringen konnte. Seit
über einem Jahrzehnt und immer mit dem gleichen Investor stand er
in Verhandlung und der Preis verringerte sich trotz allgemeiner
Verteuerung im Lauf der Jahre auf einen Bruchteil der
ursprünglichen Kaufsumme. War in einem früheren Haushalt mal die
Rede von knapp 3,5 Mio. € (damals noch 6,5 Mio. DM)
Verkaufserlös, der zum Ausgleich des Haushalts eingestellt wurde,
so liegt dieser heute trotz erfolgtem Abriss des Gebäudes und
enormer Planungs- und Verfahrenskosten unter 900.000 €. Die
endgültigen Verhandlungen begannen im Jahr 2006 und nahmen nochmals
5 Jahre in Anspruch, damit die Finanzie- rungsprobleme des Investors
zeitlich überbrückt werden konnten. Maintal weiß, was ihre
Investoren wünschen. Die Geburt eines neuen Platzes ist eingeleitet
und die Bagger können anrollen. Ein Schmankerl ganz am Rand: Mit
dem Verkaufserlös wird nicht etwa der Kredit für den Abriss des
Rathauses abgelöst (der ist längst als Verlust abgeschrieben),
sondern die Straße Alt-Bischofsheim saniert, die von den
Baufahrzeugen zuvor ramponiert wird. Wer jetzt noch Zweifel hat, wo
das Maintaler Defizit her kommt, sollte kurz nachdenken oder für
immer schweigen. Heimlichtuerei? Verträge
und deren Details müssen notariell protokolliert werden, wenn sich
damit Eigentumsverhältnisse von Immobilien ändern. Über den Notar
verständigen sich in der Regel die Vertragsparteien. Karla
Köllner hinterfragt in ihrem Leserbrief, warum das in Fall HESS
ausgerechnet in Hanau geschehen musste und nicht bei einem Maintaler
Notar. Sie bringt dabei den Gedanken ins Spiel, dass dort Maintaler
Bürger beschäftigt seien, die Steuern und Abgaben bezahlen
würden. Es wird vielen Lesern so ergangen sein wie mir, dass dieses
Argument nicht so ganz überzeugt. Mir kam sofort ein ganz anderer
Gedanke. Beim hiesigen Notar ist Jörg Schuschkow, der
Vorsitzende der WAM beschäftigt. Vielleicht gibt es ja Passagen des
Vertrags, die nur einem ganz engen Personenkreis bekannt sein
sollen. Bei der Quasi-Aufhebung der Spekulationsklausel zum Deal mit
HÖHL störte es ja auch, dass die Originalvertragstexte bekannt
wurden. Nur was der Bürger nicht weiß, das regt ihn auch nicht
auf. |

Auf
Kosten der Stadt wurde das alte Rathaus abgerissen und damit
"die Braut schön gemacht..." 
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Urteile
bestätigen lassen
Bereits
jetzt ist festzustellen, dass die einzig wirklich interessante
politische Veranstaltung vor der Wahl die Podiumsdiskussion des Maintal
TAGESANZEIGERs sein wird. Nur wenige Bürger lassen sich bei den
Parteien sehen. Über dieses Phänomen sollten die Parteien mal in
Ruhe nachdenken. Liegt es an den unerfüllbaren Erwartungen, an der
Glaubwürdigkeit ihrer Aussagen, am Verhalten vor und nach Wahlen
oder einfach nur am Desintersse?
Zur
Podiumsdiskussion müssen die Frontleute der Parteien dann
Farbe bekennen und sie sind dabei unter genauester
Beobachtung. Kein Fehler wird verziehen und dumme Antworten wirken
sich gnadenlos aus. Mit Markus Heber und Monika Vogel
steigen zwei Kempen in den Ring, die dort noch nicht standen. Von
beiden erwarten die Bürger, dass sie dem Ruf ihrer Parteien gerecht
werden, denn nichts ist beruhigender als bestätigte Urteile. Man
muss nicht umdenken. Wie schön, wenn es ganz anders käme! |
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Wochenendgedanken
der Tagespresse |

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Woche
vom 07.03. bis
13.03.2011
Jetzt noch 2 Wochen bis zur Wahl
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Diese
Argumente
haben
kurze Beine...!
Die
FDP gibt sich seriös und wirbt für Verzicht, damit es den Kindern
mal gut geht. Nur muss man genauer hinsehen, wer auf was verzichten soll und
welchen Kindern es später mal gut gehen soll. Da ist nicht von den selben
Bevölkerungsschichten die Rede. Wer den Menschen erklärt,
der Staat könne jemals wieder schuldenfrei sein, lügt die Menschen
schamlos an. Mit Sparen kommt man noch nicht einmal in eine spürbar
entspannte Lage. Dafür sind die Ansprüche der Etablierten und die
Gier der Lobbyisten viel zu hoch. Es geht den derart agierenden
Parteien nur um Verzicht im Sinne der Umverteilung von unten
nach oben. Eine kleine Minderheit will bestimmen, wie gut es
der Mehrheit der Bürger gehen darf. Man muss schon zu dieser
Minderheit gehören und mit diesem Gedankengut ausgestattet sein,
wenn man ihnen die Stimmen gibt. |
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Man
muss es mit
Humor nehmen!
Fassenacht
kurz vor der Wahl, das ist für Karnevalisten, die Humoristen und
die Kabarettisten ein gefundenes Fressen. Während den Sitzungen
mussten sich die Politiker einiges anhören. Zum Einsatz kamen
Waffen, die von der harmlosen Klatsche über das spielerisch
beherrschte Florett bis zum plumpen Holzhammer reichten. So mancher
Redner meinte, er könne etwas bewirken, wenn er kräftig
draufschlug und billig grobe Unverschämtheiten absondern
würde. Das kam weder beim Publikum noch bei den Zielpersonen an.
Verpackung und Wortwahl wollen auch in der Bütt gut überlegt sein.
Die Zielpersonen müssen sich lachend wiedererkennen können, damit
die Worte wenigstens einen Hauch von Therapie erfüllen. Ich weiß
genau, wovon ich rede, denn ich fand in meiner karnevalistisch
aktiven Zeit auch erst nach einigen Ausrutschern den richtigen
Ton. Elli
Bauscher, die selten eine der Stadtverordnetenversammlungen
versäumte und gut informiert ist, nahm sich zur Fassenacht die
Politik aufs Korn und zeichnete ein liebenswertes kritisches Bild
von Maintal.
Unserem
Spar-Bürgermeister hielt sie vor, mit seinem vorübergehenden
Rückzug vom Bürgermeisteramt mit der Interimsbürgermeisterin und
dem in ihrem Schlepptau importierten Zweiten Stadtrat sowie der Ab -
und der Neuwahl enorme Kosten verur- sacht zu haben. Aber auch
andere Entwicklungen zeigte sie gnadenlos auf. Die
Hochstädter Kreppelzeitung fand am Wochenende reißenden
Absatz und auch hier wurde der Politik ein Spiegel
vorgehalten. Was es bewirkt, wird man sehen. Bald ist
Aschermittwoch und der Wahlkampf flammt wieder auf.. Die Parteien
treten mit saueren Heringen, Pellkartoffeln und kämpferischen
Worten in ihren Arenen gegeneinander an und versuchen, den eine oder
anderen Wähler noch auf ihre Seite zu ziehen. Im
Bischofsheimer Bürgerhaus fährt die CDU wieder groß auf und
bewirtet die Besucher kostenlos. Irgendwie fallen Speisen und
Getränke wieder vom Himmel. Die SPD verkriecht sich wieder
familiär in engen Räumen des Bürgerhauses von Wachenbuchen um
sich gruppendynamisch bei selbst bezahlten Heringen Mut zu machen.
So kann man auch am Aschermittwoch noch im Bewusstsein Lieder
singen, wessen Brot man isst. Maintal
HELAU!
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Maintal
lacht
zur
Fassenacht
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Politischer
Aschermittwoch in Maintal |
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Das
Salz in der Suppe
Politischer
Aschermittwoch und obendrein Kommunalwahl, da kommen
zwei Komponenten zusammen, die nach Regie, Benefiz und
Entertainment schreien. Das oberste Ziel einer solchen
Veranstaltung ist die Begeisterung der eigenen Klientel
und das Anlocken neuer Sympathisanten. Dabei ist Masse
deutlich wichtiger als Klasse, denn alle haben später
die gleiche Stimme. Es spielt keine Rolle, ob man von
sehr intelligenten Menschen gewählt wird oder von
verköstigten Schnorrern. Generell gilt auch hier: "Wess´
Brot ich ess´, dess´ Lied ich sing!" Perfekt
ist es, wenn man sich den Bierschaum oder die
Heringssauce aus den Mundwinkeln wischen kann, während
man sich mit der anderen Hand auf die Schenkel klopft.
Häme und Spott sind das Salz in der Suppe. Aus diesem
Grund erlauben sich sogar hochseriöse Politiker dumme
Plattitüden, um das gemeine Volk zu begeistern. Das ist
nicht jedem Politiker gegeben, so etwas lässt sich aber
lernen. Es gehört jedoch etwas Talent dazu. Die
Wähler, die sich bereits entschieden haben, suchen auf
derartigen Veranstaltungen Bestätigung und den
Schulterschluss mit Gleichgesinnten. Parteien sollten
deshalb die Wirkung nicht unterschätzen und in solche
Veranstaltungen investieren. Wie hinlänglich bekannt
ist, finden sich hierfür leicht Sponsoren. Was in einer
Stadt wie Maintal fehlt, ist eine kabarettistische
Nummer, die den politischen Aschermittwoch aufpeppt.
Erfahrungsgemäß haben es da konservative Parteien
schwerer, denn es gibt bekanntlich kaum Kabarettisten,
die schwarze Veranstaltungen bedienen (wollen). Das
Letzte, was sich Wahlkampfstrategen wünschen, ist
Kritik an der eigenen Politik. Auf der anderen Seite:
Probiert hat das in Maintal noch niemand. Vielleicht
würde raffiniert verpackte Selbstkritik mehr bewirken
als dumpfe Beharrlichkeit Junge Menschen erreicht man
mit einer behäbigen Traditionspflege nicht.
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Aus
dem Schatten heraus zur Lichtgestalt
Ministerpräsident
Volker Bouffier war wohl ein echtes Highlight,
das die Christdemokraten aufzubieten hatten. Jahrelang
war er der Schattenmann von Roland Koch und hielt
den Kopf für so manche fragwürdige Aktion der
Landesregierung hin. Nun stellt er selbst die
Fettnäpfchen auf und befindet sich in einem deutlich
ruhigeren Fahrwasser. Ihm ist es vergönnt, über eine
Reihe positiver Entwicklungen zu referieren, die man
zwar nicht allein zu vertreten hat, jedoch in die Zeit
der Regierungsverantwortung passen. Für die eigenen
Parteimitglieder und hungrige Sympathisanten ist das
auch gar nicht so wichtig. Wichtiger ist, dass man eine
Bestätigung dafür findet, in einer siegreichen
Partei organisiert zu sein. Den Christdemokraten geht es
eben allerdings wie dem Rekordmeister Bayern München:
Sie blicken auf eine Serie von Wahlsiegen zurück, die
Mut machen, aber keine Garantie für weitere Siege
darstellen. Der politische Gegner ist in Lauerstellung
und wirft gute Argumente in die Debatte.
Vielleicht
muss man den großen Erfolg beim politischen
Aschermittwoch etwas relativieren. Volker Bouffier
sprach in einer politischen Diaspora, in der die
Nichtwähler die größte Gruppe stellen, in der es die
CDU jedoch versteht, ihre Wählerschaft nahezu komplett
zur Stimmabgabe zu bewegen. Entsprechend ist der
Zuspruch auf solchen Ermutigungsevents. Die rhetorische
Qualität von Volker Bouffier liegt natürlich
deutlich über der einiger lokaler Helden der Partei. Er
musste auch nicht über die Dinge reden, die der
Maintaler CDU bei dieser Wahl Stimmen kosten. Er musste
solches nicht gerade rücken, sondern nur kräftigende
Überthemen verabreichen. Das kommt gut an und stärkt
den Eindruck der Mitglieder, dass es auch noch eine
andere Dimension gibt als das kommunale Gewusel, bei dem
außer Bauchschmerzen nichts Gescheites herauskommt. |
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Gerammelt
voll
Man
kann sich an einem solchen Abend nur für eine Veranstaltung
entscheiden. So entschied ich mich für die SPD, die ihren
Aschermittwoch seit Jahren im Wachenbuchener Bürgerhaus feiert. Um
19 Uhr war das große Kolleg bereits gerammelt voll. Ich vergaß
allerdings, dass es Wachenbuchener in ihrer dörflichen Idylle
gewohnt sind, bereits um 18 Uhr
zu Abend zu essen. Die Folge war, dass die Räumlichkeiten bei anhaltendem Zustrom
frühzeitig so überfüllt waren, dass ein angenehmer Aufenthalt
kaum mehr möglich war. So zog ich einen geruhsamen Abend ohne die
köstlichen Heringe und deftige Reden vor.

Die
SPD wäre gut beraten, wenn sie das nächste Heringsessen, das
mit einer Wahl zusammen fällt, ähnlich groß aufziehen
würde wie die politische Konkurrenz. Es hat auch eine andere
Qualität, wenn ein Landesfürst über die Politik der Partei
referiert als wenn der eigene Landrat als Gastredner für sich
selbst wirbt. Dazu noch André Kavai, der ebenfalls in
eigener Sache unterwegs war. Der neben stehende Bericht,
der auf einer Pressemitteilung basiert, bringt die Anliegen
der beiden Kandidaten auf den Punkt. Ich kann mir
trotzdem kaum vorstellen, dass davon am
nächsten Morgen noch viel in Erinnerung blieb. Man kann
trotz all der Mühe, die eine solche Veranstaltung macht, nur
hoffen, dass bei den Mitgliedern der Eindruck der eigenen Stärke reicht und man
sich bis
zum Wahltag in Siegerlaune fühlt.
Raffinierte
Schuldenbremser
Normalerweise
kann man sich kein Urteil erlauben, wenn man eine
Veranstaltung nicht besuchte. Wohl aber kann man die
Pressemitteilung zu einer Veranstaltung kommentieren. Dabei
achtete ich stark auf die Reihenfolge der Argumentation. Für
die FDP ist die Schuldenbremse offensichtlich das stärkste
politische Instrument, mit dem man FDP-Politik umsetzen kann.
Ich lasse die Lüge mit dem suggerierten Schuldenabbau mal
beiseite und konzentriere mich darauf, wie die FDP generell
mit dem Werkzeug umgehen will. Sie will darauf einwirken, dass
sich der Kreis nicht mehr neu verschuldet. Also muss er sich
das Geld von den Kommunen holen, die den Kreis in Anspruch
nehmen. In den Kommunen soll aber auch gespart werden. Wenn
die Wirtschaft kränkelt, soll natürlich auch der Wirtschaft
unter die Arme gegriffen werden. Mit dem Lockmittel der
Landes- zuschüsse nahm Maintal zusätzliche Schulden auf, nur
um an die Zuschüsse zu gelangen. Wann erkennt die FDP endlich
an, dass ein Staat nur auf der Basis von Schulden
funktioniert? Wie sonst muss man sich weltweit die
Schuldenpolitik erklären?
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Pikantes
Geständnis
Wie
früher bereits berichtet, finden im Maintal-Forum eine Reihe von
Diskussionen statt, die weit über den reinen Unterhaltungswert
hinaus gehen. Auch ich beteilige mich an den Diskussionen, besonders
am Thema Haushaltskonsolidierung. Hier entspann sich in den
letzten Tagen eine Diskussion, die über das Unvermögen Aufschluss
gab, eines der Maintaler Neubaugebiete nicht selbst zu vermarkten,
um zu guten Einnahmen zu kommen.
Der
Bürgermeister bestätigte hierbei erstmals öffentlich, wie sehr
die ursprünglich sehr gute Vertragslage des Grundstücksverkaufs an
die Firma HÖHL erst aufgeweicht und dann verschenkt wurde. Demnach
wurde ohne zwingenden Grund von der Stadt die Zustimmung erteilt, im
Grundbuch die Zulassung von Belastungen zu gestatten, die den
vereinbarten Rückkaufwert so stark erhöhten, dass er für die
Stadt zu hoch war, um von der Spekulations- klausel Gebrauch machen
zu können.
Noch
nicht dargelegt ist, wer für diese nachteilige Klausel
verantwortlich ist. Aus der Sicht der Firma HÖHL war das natürlich
ein geschickter Einfall. Nun muss man sich fragen, wer davon auf der
anderen Seite profitierte. HÖHL gehört seit vielen Jahren zu den
stärksten Sponsoren, auch zu den Sponsoren der CDU.
Welche
Dinge sind denn noch möglich, die zum Schaden der Stadt Maintal
führen?
Die
neben stehende Diskussion sagt mehr über Maintaler Politik aus als
alle Reden und Wahlplakate. Dabei wird auch klar, was die anderen
Parteien so alles zuließen. Zurecht weist Erhard Rohrbach
darauf hin, dass auch die SPD dem Vertrag HÖHL/STADT/BOUWFONDS
zustimmte und damit auch vom Rückkauf des Geländes Abstand nahm.
Man darf aber nicht ganz vergessen, dass in der gleichen
Stadtverordnetenversammlung über das Braubach-Gelände abgestimmt
wurde. Beide Projekte passierten mit den Stimmen von CDU und SPD das
Parlament. Jeder hatte also etwas davon. Ein Schelm, wer Böses
dabei denkt!
Maintals
Kommunalpolitik gleicht einem Basar, auf dem getauscht, getäuscht
und taktiert wird. Reine Sachentscheidungen haben keine Chance. Ob
sich das nach der Wahl ändern wird, bleibt abzuwarten.
Wenn
Sie wissen wollen, wie die Diskussion im Forum weitergeführt wird,
dann klicken Sie den Link an:
Haushaltskonsolidierung |
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Interessantes
aus dem Maintal-Forum |
08.03.2011,
11:51 Klaus Klee
Abenteuerlich?
Zitat
von Erhard Rohrbach
Beim
Höhl-Gelände war kein Mehrwert vorhanden, der hätte abgeschöpft
werden können: man darf auch bei Baugelände Brutto nicht mit Netto
verwechseln.
Hallo
Erhard Rohrbach,
diese
Sicht finde ich interessant und habe dazu noch Fragen.
-
Das Gelände wurde seinerzeit doch zu einem niedrigen Bodenwert
verkauft, jedoch als gewerbliche Baufläche genutzt. Mit der
Rückkaufoption war vereinbart, dass die Stadt das Gelände zum
gleichen Preis zurückerwerben kann. Warum wurde das nicht gemacht?
-
Das heutige Gelände hat den Bauland-Status und einen wesentlich
höheren Bodenrichtwert (derzeit 340 €). Wieso stellt die
Differenz keinen Mehrwert dar?
-
Was ist bei Baugelände "Brutto" und was ist
"Netto"?
-
Welche Risiken ist Bouwfonds hinsichtlich der Grundstücke
eingegangen, die die Stadt Maintal nicht hätte tragen können?
-
Was war der Grund für die Entscheidungen der Stadt im Zusammenhang
mit dem Verzicht auf den Rückkauf und in welcher Form erfolgte ein
Wertausgleich?
Wenn
die Diskussion schon als "abenteuerlich" bezeichnet wird,
möchte ich wenigstens wissen, was angeblich so
"abenteuerlich" ist.
Mit
freundlichem Gruß Klaus Klee
08.03.2011,
13:11 hansi
"abenteuerlich"
?
Ja
Herr Rohrbach - auch mich würde interessieren, was genau Sie mit
dieser Bezeichnung meinen. Besonders, wenn sie von einem
Entscheidungsträger kommt, der mE schon seeehr abenteuerliche
Bestrebungen und Vorhaben "auf dem Kerbholz" hat :
Rathausgelände B´heim oder etwa "Sportpark Grüne
Mitte". Denn wenn jemand hier abenteuerliche Monopoly-Spielchen
macht - noch dazu mit fremdem Geld - dann sind das immer Sie, Herr
Bürgermeister. Und wenn das Geld für diese Spielchen knapp wird,
erhöhen Sie die Steuern und kürzen den kleinsten Bürgern die
Mittel. Sowas finde ich - mit Verlaub - schäbig.
08.03.2011,
14:14 döbihowa
Abenteuerlich
ist die Politik
Zitat
von Klaus Klee
-
Was ist bei Baugelände "Brutto" und was ist
"Netto"?
-
Welche Risiken ist Bouwfonds hinsichtlich der Grundstücke
eingegangen, die die Stadt Maintal nicht hätte tragen
können?
Aber
Hallo!
Ich
denke, "Brutto" ist mit der Entwässerungslüge
(Fäkalienweiche - wo gibt es denn sowas!) und "Netto" mit
dem Kanal, der für die Entwässerung von Hochstadt Ost so langsam
in Richtung Konrad-Höhl-Straße vorangetrieben wird. Den hätte man
kostenmäßig zum Baugebiet hinzuzählen müssen, wenn die Stadt das
Gelände selbst vermarktet hätte.
Bouwfond
wird die Zinsen für die Kunstpause bei der Bebauung in den
Kaufvertrag eingerechnet haben. Die Stadt hätte bis zum richtigen
Anschluss des Baugebiets an die Entwässerung den Rückkauf selbst
vorfinanzieren müssen. Dann wäre Maintal vorübergehend noch
tiefer in den roten Zahlen geraten.
Dafür
dauert es jetzt ohne Einnahmen länger, bis Maintal aus den roten
Zahlen kommt. Es ist alles eine Frage, wie abenteuerlich Politik
ist.
Döbi
08.03.2011,
14:17 kleiner Pirat
ich
würde übrigens meinen arsch darauf verwetten, dass der tegut da in
zwei jahren raus ist.
der
völlig überdimensionierte laden ist meistens leer, selbst wenn man
berücksichtigt, dass die menschen die dort schuften für 5,17 euro
ausgebeutet werden, kann mir niemand erzählen, dass die da auch nur
annähernd eine schwarze null erreichen.
sie
ganze aktion ist doch eine luftnummer.
09.03.2011,
12:49 Tron
Zitat
von Erhard Rohrbach
Hallo,
die
hier geführten Diskussionen sind ja teilweise abenteuerlich. Herr
Rohrbach, dann tun
se doch ma Butter bei die Füsch. So
ein unqualifizierter Zwischenruf nützt doch der Diskussion nix.
Hier sind Maintaler, die gerne von ihnen als Bürgermeister hören
würden wie sie sich das mit der Konsolidierung für die Zukunft
vorstellen.
Sie
sind doch der Chef, der mit dem Masterplan. Ich plan ja auch, wie
meine Firma sich entwickeln soll.
Wo
ist ihr Masterplan? Wie sollen die 5 oder waren's 9 Mio. € Miese
pro Jahr in Zukunft gespart werden?
09.03.2011,
18:03 döbihowa
Hallo
Tron,
nun
drängele doch nicht so unseren Bürgermeister. Der hat heute alle
Hände voll zu tun, die Heringe zu putzen, die Kartoffel zu kochen
und sich für den Herrn Ministerpräsidenten fein zu machen. Wenn er
sich morgen so richtig parteipolitisch aufgebaut an seinen PC setzt,
dann werden die Antworten nur so sprudeln.
Auf
der anderen Seite: Manchmal bin ich nicht sicher, ob er es wirklich
ist oder ob ein Schelm hier im Forum nur seinen Namen als Nickname
benutzt. Das wäre ja ein Ding - würde aber manche Antwort oder
Nicht-Antwort erklären.
Döbi
09.03.2011,
18:33 hansi
Tegut-Arbeitslohn
@
kleiner pirat
woher
hast du die information zu den € 5,17 bei den tegut-angestellten ?
sind das praktikantenlöhne oder meinst du fest angestellte ?
für
die antwort dankt hansi
09.03.2011,
18:38 Erhard Rohrbach
Sehr
geehrter Herr Klee,
zunächst
erläutere ich gerne den Unterschied zwischen Brutto- und
Nettobauland.
Bruttobauland
ist die gesamte Fläche, die innerhalb der Grenzen eines
Bebauungsplans liegt. Davon gehen die Flächen für Straßen,
Gehwege, Spielplätze, Grünanlagen, öffentliche Parkplätze ab.
Damit verbleiben dann noch etwa 70-80 % Flächen für die Bebauung
mit Grundstücken übrig.
Vor
dem Verkauf muss der Eigentümer/Erschließungsträger noch
Entwässerungskanäle, den Straßen- und Wegebau, die
Straßenbeleuchtung, ökologische Ausgleichsmaßnahmen,
Neubau/Sanierung von außerhalb des Bebauungsplans liegenden
Straßen (z.B. die Konrad-Höhl-Str.), Lärmschutzmaßnahmen und
sonstige Leistungen (z.B. 100.000 € für die Erweiterung des
Kindergartens) usw. finanzieren. Diese Kosten werden natürlich auf
die für die Bebauung verbleibende Flächen umgelegt. Dies führt im
Ergebnis dazu, dass auf jeden Qm Nettobauland bis zu 200 €
Erschließungskosten entstehen. Dies hat dazu geführt (durch
externe Bewertung auch in den städtischen Gremien dargelegt), dass
ein Ausgleichsanspruch im Falle Höhl-Gelände seitens der Stadt
Maintal nicht bestand und eine wirtschaftliche Verwertung für die
Stadt nachteilig gewesen wäre. Dies wurde - bis auf eine kleinere
Fraktion - auch so von allen Stadtverordneten gesehen.
Ich
bin mir - sehr geehrter Herr Klee - sicher, dass Sie über diesen
Sachverhalt auch ausführlich berichtet und vollumfängliche
Kenntnisse haben. Das
Ergebnis mag unbefriedigend sein, an den Fakten kommt man aber nicht
vorbei.
Mit
freundlichen Grüßen
Erhard
Rohrbach
Gestern,
11:38 Tron
Zitat
von Erhard Rohrbach
Dies
hat dazu geführt (durch externe Bewertung auch in den städtischen
Gremien dargelegt), dass ein Ausgleichsanspruch im Falle
Höhl-Gelände seitens der Stadt Maintal nicht bestand und eine
wirtschaftliche Verwertung für die Stadt nachteilig gewesen wäre.
Dies wurde - bis auf eine kleinere Fraktion - auch so von allen
Stadtverordneten gesehen.
Ich
nehm an, das war die SPD. Also
Maintal hätte mit dem Verkauf Miese gemacht. Wie hat sich dann die
Firma Höhl über den Verkauf saniert?
Edith
fragt sich: Die Stadt hätte doch die gesamte Fläche der Stadt,
nach dem Rückkauf von Höhl, an Baufonds verkaufen können wie
Höhl das auch getan hat. Damit wären keine Erschließungskosten
bei der Stadt geblieben. Die muß doch, wie jetzt auch, der
Bauträger, also Baufonds zahlen. Das ist klar, die machen ja auch
durch die Bebauung und den Verkauf der Häuser/Wohnungen Gewinn.
Herr
Rohrbach, ich verstehe ihr Argumentation nicht. S kommt mir vor als
wären alle bis auf die SPD zu wirtschaftlichem Denken zu
blöde.
Gestern,
17:55 Erhard Rohrbach
Sehr
geehrter Tron,
die
SPD hat zugestimmt. Die Stadt Maintal hatte nur das das
Rückkaufrecht einer Teilfläche. Aufgrund des Anfang der 1990er
Jahre geschlossenen Kaufvertrages und der von der Stadt erteilten Zustimmung
zu Belastung mit Zinsen und weiteren Nebenkosten war der Rückerwerb
für die Stadt nicht mehr wirtschaftlich. Die Stadt hat auch keine
Erschließungskosten getragen. Bei einer Erschließung durch die
Stadt selbst können aufgrund gesetzlicher Bestimmungen auch nur 90
% der entstandenen Erschließungskosten auf die neuen
Grundstückseigentümer umgelegt werden. 10 % wären in diesem Fall
aus allgemeinen Steuermitteln zu tragen gewesen. Daher ist es die
Regel (auch in anderen Kommunen), dass die Erschließung über
Bauträger erfolgt und die städtischen Belange im Rahmen eines
städtebaulichen Vertrages abgesichert werden; in diesem Fall hat
der Bauträger 100 % der Erschließungskosten zu tragen und wichtige
Zusatzkosten wie z.B. Erweiterung einer Kindertagesstätte können
auf diesem Wege geltend gemacht werden. Sie können sicher sein,
dass der Magistrat keine Beschlussempfehlung gegeben hätte, ohne
vorher alle M
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